#241

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.02.2014 10:23
von Udo | 1.267 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #240
Das entnehmen der Magazine beim Aufsitzen auf ein Kfz oder beim Einsteigen gab es bei uns nicht.
Eigentlich konntest du im Grenzdienst gar keine Mumpel "verlieren" weil sich das Magazin vom Abmarsch Kompanie bis zum Wiedereintreffen auf der, ständig in der Waffe befand, also es war immer unterladen im Grenzdienst.
Das Zweitmagazin blieb ja theoretisch bei normalem Dienst auch ständig in der Tasche.


So kenne ich das auch.


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#242

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.02.2014 10:28
von Pit 59 | 10.164 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #240
Das entnehmen der Magazine beim Aufsitzen auf ein Kfz oder beim Einsteigen gab es bei uns nicht.
Eigentlich konntest du im Grenzdienst gar keine Mumpel "verlieren" weil sich das Magazin vom Abmarsch Kompanie bis zum Wiedereintreffen auf der, ständig in der Waffe befand, also es war immer unterladen im Grenzdienst.
Das Zweitmagazin blieb ja theoretisch bei normalem Dienst auch ständig in der Tasche.


Eine Ausnahme gabe aber Wölfchen,bei der Kontrolle von Bussen,da war DV Magazin raus,Lauf nach unten,und rein in den Bus,der andere sichert die Kontrolle von draussen.


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#243

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.02.2014 10:29
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Pit 59 im Beitrag #242
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #240
Das entnehmen der Magazine beim Aufsitzen auf ein Kfz oder beim Einsteigen gab es bei uns nicht.
Eigentlich konntest du im Grenzdienst gar keine Mumpel "verlieren" weil sich das Magazin vom Abmarsch Kompanie bis zum Wiedereintreffen auf der, ständig in der Waffe befand, also es war immer unterladen im Grenzdienst.
Das Zweitmagazin blieb ja theoretisch bei normalem Dienst auch ständig in der Tasche.


Eine Ausnahme gabe aber Wölfchen,bei der Kontrolle von Bussen,da war DV Magazin raus,Lauf nach unten,und rein in den Bus,der andere sichert die Kontrolle von draussen.



Bei uns in der Hinter-Altmark im Sperrgebiet fuhr zum Glück kein Bus, obwohl schön wär es gewesen, mit einer Dauerkarte von der Kompanie bis Endhaltestelle Haupttor zu fahren


zuletzt bearbeitet 20.02.2014 10:40 | nach oben springen

#244

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.02.2014 10:33
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.494 Beiträge

moin, ein Kraftfahrer bei uns war zur Objektwache eingeteilt, bei der Ablösung und Sicherheit herstellen löste sich ein Schuss, großes Trara!!
Weniger wegen des Schusses, es fehlte von nun an eine Mumpel in seinem Magazin! Es war nicht möglich eine neue zu bekommen. Bei der Waffenabgabe konnte der Waffenuffz. in der WK nie feststellen wieviel da nun wirklich noch im Magazin sind. So wurde noch ein Loch ins Magazin gebohrt, uns zwar bei der Patrone Nr. 29!!!
Dies passierte im Sommer 1987 in der Sicherstellungskompanie Veltheim, welche dort zeitweise in einem Reserve-Objekt untergebracht war und eigentlich nach Hessen zum Batt.-Sab gehörte.
gruß h.


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#245

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.02.2014 10:37
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von hundemuchtel 88 0,5 im Beitrag #244
moin, ein Kraftfahrer bei uns war zur Objektwache eingeteilt, bei der Ablösung und Sicherheit herstellen löste sich ein Schuss, großes Trara!!
Weniger wegen des Schusses, es fehlte von nun an eine Mumpel in seinem Magazin! Es war nicht möglich eine neue zu bekommen. Bei der Waffenabgabe konnte der Waffenuffz. in der WK nie feststellen wieviel da nun wirklich noch im Magazin sind. So wurde noch ein Loch ins Magazin gebohrt, uns zwar bei der Patrone Nr. 29!!!
Dies passierte im Sommer 1987 in der Sicherstellungskompanie Veltheim, welche dort zeitweise in einem Reserve-Objekt untergebracht war und eigentlich nach Hessen zum Batt.-Sab gehörte.
gruß h.


Wenn dir das tagsüber mal passiert ist wo Offiziere da waren die das mitbekamen, dann war es ein fahrlässiger Schusswaffengebrauch mit dem dazugehörigem Sackstand, am Ende wurde aber dann eine Ersatzmumpel ausgehändigt, glaube gegen Bezahlung, ein zweites Loch ins Magazin bohren musste da niemand.


zuletzt bearbeitet 20.02.2014 10:38 | nach oben springen

#246

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.02.2014 10:38
von Pit 59 | 10.164 Beiträge

Bei uns in der Hinter-Altmark im Sperrgebiet fuhr zum Glück kein Bus@GW62

Schwein gehabt,bei uns schon einige am Tag,der Schlagbaum war schon ein Undankbarer PP,vor allem morgens wenn die Leute zur Arbeit nach Eisenach wollten. War der Bus voll,und es haben Leute gestanden mussten diese Aussteigen,einige noch ver,oder geschlafen "Hallo Passierschein Bitte " "Habe ich Vergessen" "Ich Fahre seit 20 Jahren mit dem Bus"
Tja,da war die Fahrt beendet,und der Arbeitsbeginn eben ein bischen später Da musste man sich schon einiges Anhören.
Wirklich ungeliebte PP.


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#247

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.02.2014 10:40
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.494 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #245
Zitat von hundemuchtel 88 0,5 im Beitrag #244
moin, ein Kraftfahrer bei uns war zur Objektwache eingeteilt, bei der Ablösung und Sicherheit herstellen löste sich ein Schuss, großes Trara!!
Weniger wegen des Schusses, es fehlte von nun an eine Mumpel in seinem Magazin! Es war nicht möglich eine neue zu bekommen. Bei der Waffenabgabe konnte der Waffenuffz. in der WK nie feststellen wieviel da nun wirklich noch im Magazin sind. So wurde noch ein Loch ins Magazin gebohrt, uns zwar bei der Patrone Nr. 29!!!
Dies passierte im Sommer 1987 in der Sicherstellungskompanie Veltheim, welche dort zeitweise in einem Reserve-Objekt untergebracht war und eigentlich nach Hessen zum Batt.-Sab gehörte.
gruß h.


Wenn dir das tagsüber mal passiert ist wo Offiziere da waren die das mitbekamen, dann war es ein fahrlässiger Schusswaffengebrauch mit dem dazugehörigem Sackstand, am Ende wurde aber dann eine Ersatzmumpel ausgehändigt, glaube gegen Bezahlung, ein zweites Loch ins Magazin bohren musste da niemand.



ich wußte, daß es keiner glauben mag, habe auch gehadert es mal aufzuschreiben weil es immer welche besser wissen...!! Das war unser Chappi-Kutscher!! Glaub es eben nicht, ich habe es erlebt!!

h.


zuletzt bearbeitet 20.02.2014 10:41 | nach oben springen

#248

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.02.2014 10:41
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Ich glaube dir doch, war halt überall anders.
Solche Holzstöckchen hätte ich aber selbst nie ins Magazin getan, es hätte ja auch vorkommen können das dir mal einer ans Leder möchte wo du eine funktionierende Knarre brauchst, irgendwie hätt ich mir da was anderes besorgt zur Überbrückung bis zum nächsten Schießen, vielleicht einen Platzer aus einem Signalgerät.


hundemuchtel 88 0,5 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 20.02.2014 10:54 | nach oben springen

#249

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.02.2014 10:50
von Gebi (gelöscht)
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Hallo Männer,

ich kann mich in der Zeit von 1976 - 1979 nicht einmal erinnern, dass eine Patrone verlorengegangen ist. Das wäre auch eine Tragödie, da man gleich den Feind in den eigenen Reihen vermutete. Das hätte mit sicherlich zu meiner Zeit schwerwiegende Folgen gehabt. Der Waffenbulle hat das bei uns genau kontrolliert.

Ich hab mal bei absteigen vom Turm in der kalten Küche in Tettau meine beiden Magazine verloren. Hab das aber erst bei verschließen des Tores gemerkt. Da ging mir die Muffe, da ich ja nicht wußte, wie es zusammenhing. Ich bin dann nochmal in den Abschnitt gefahren und hab die beiden Magazine im Gras unterhalb des B-Turms gefunden. Beim absteigen hat sich die Magazintasche verdreht und die Teile sind unhörbar ins weiche Gras gefallen. Der Stein ist mir vom Herzen gefallen.

In Buch über die Bayerische Grenze habe ich gelesen, dass die Fluchten von Grenzsoldaten garnicht gern vom ehemaligen Westen gesehen wurden.
Zum einen vermutete man immer Spiogenten. Vorallem die Flucht mit der Waffe war besonders prekär. Einmal haben die Amerikaner wohl einen Grenzsoldaten wegen des Verdachts der Spionage zum Tode verurteilt und hingerichtet. Man war ja insgesamt wohl an Ruhe interessiert. Umsonst wurde ja nicht das Nottelefon zwischen Ost und West eingerichtet.

Ist auch eine wahrscheinlich nicht aufgearbeitete Seite der ehemaligen Grenze.

Wegen des dauerenden Alarms in der GK Lichtenhain hat der BGS im Bat Probstzella angerufen und gefragt was bei uns los sei. Dabei hat der Kompaniechef einfach nur eine mehrmalige Antrittsrede wegen der Einrichtung Kegelbahn in der ersten Etage gehalten und jedesmal zum raustreten den Alarmknopf ausgelöst. Das bliebt dem Westen nicht verborgen. Der dachte wahrscheinlich wir blasen schon zum Angriff.


Gruß Gebi


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#250

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.02.2014 21:05
von 94 | 10.792 Beiträge

ist zwar zum Thema FF bissel vorbei, aber was soll's ...
Also zuerstmal gabs eine 'legale' Möglichkeit, im Grenzdienst Mumpeln zu verlieren ... Waffennummer #45
Dann die Patronen von Signalgerät passten nicht ins Magazin, die waren mit 7,62x54R bestückt. Was aber gut paßte, wären leere Hülsen oder Platzer M43 gewesen. Tausendmal besser wie Holzstücke oder ähnliches. Warum? Na bei einer leeren Hülse im Patronenlager machts zwar auch nur 'klick' und nicht 'klick-bumm' wie bei einer vollen, ABER ... einmal kräftig den Verschluß von Hand durchrepitiert und der Auszieher packt mit seiner Kralle die Hülse und wirft diese aus ... und weiter geht's mit 'klick-bumm'.
Nicht so aber bei einem Stück Ast o.ä. Da kann man durchreißen wie man will, das Holzstück kommt aus dem Patronenlager sooo einfach nimmer raus.
Diese folgende Anmerkung würde auch ergänzend zu Zwischenfällen mit Dauerfeuer #236 passen, na nun stehts halt hier: Genau solches Beseitigen von Ladehemmungen (mittels einer Expatrone oder leeren Hülse im Magazin einfach verursacht) wurde bei GTs mWn nie, zumindest nie in einer normalen Linieneinheit geübt.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 20.02.2014 21:06 | nach oben springen

#251

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.02.2014 21:14
von Lutze | 8.040 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #250
ist zwar zum Thema FF bissel vorbei, aber was soll's ...
Also zuerstmal gabs eine 'legale' Möglichkeit, im Grenzdienst Mumpeln zu verlieren ... Waffennummer #45
Dann die Patronen von Signalgerät passten nicht ins Magazin, die waren mit 7,62x54R bestückt. Was aber gut paßte, wären leere Hülsen oder Platzer M43 gewesen. Tausendmal besser wie Holzstücke oder ähnliches. Warum? Na bei einer leeren Hülse im Patronenlager machts zwar auch nur 'klick' und nicht 'klick-bumm' wie bei einer vollen, ABER ... einmal kräftig den Verschluß von Hand durchrepitiert und der Auszieher packt mit seiner Kralle die Hülse und wirft diese aus ... und weiter geht's mit 'klick-bumm'.
Nicht so aber bei einem Stück Ast o.ä. Da kann man durchreißen wie man will, das Holzstück kommt aus dem Patronenlager sooo einfach nimmer raus.
Diese folgende Anmerkung würde auch ergänzend zu Zwischenfällen mit Dauerfeuer #236 passen, na nun stehts halt hier: Genau solches Beseitigen von Ladehemmungen (mittels einer Expatrone oder leeren Hülse im Magazin einfach verursacht) wurde bei GTs mWn nie, zumindest nie in einer normalen Linieneinheit geübt.


mit Holzstücken schießen?,dann klemmt das auch noch,
das ist ja Sobotage im Grenzdienst
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#252

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.02.2014 21:48
von Greso | 2.377 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #251
Zitat von 94 im Beitrag #250
ist zwar zum Thema FF bissel vorbei, aber was soll's ...
Also zuerstmal gabs eine 'legale' Möglichkeit, im Grenzdienst Mumpeln zu verlieren ... Waffennummer #45
Dann die Patronen von Signalgerät passten nicht ins Magazin, die waren mit 7,62x54R bestückt. Was aber gut paßte, wären leere Hülsen oder Platzer M43 gewesen. Tausendmal besser wie Holzstücke oder ähnliches. Warum? Na bei einer leeren Hülse im Patronenlager machts zwar auch nur 'klick' und nicht 'klick-bumm' wie bei einer vollen, ABER ... einmal kräftig den Verschluß von Hand durchrepitiert und der Auszieher packt mit seiner Kralle die Hülse und wirft diese aus ... und weiter geht's mit 'klick-bumm'.
Nicht so aber bei einem Stück Ast o.ä. Da kann man durchreißen wie man will, das Holzstück kommt aus dem Patronenlager sooo einfach nimmer raus.
Diese folgende Anmerkung würde auch ergänzend zu Zwischenfällen mit Dauerfeuer #236 passen, na nun stehts halt hier: Genau solches Beseitigen von Ladehemmungen (mittels einer Expatrone oder leeren Hülse im Magazin einfach verursacht) wurde bei GTs mWn nie, zumindest nie in einer normalen Linieneinheit geübt.


mit Holzstücken schießen?,dann klemmt das auch noch,
das ist ja Sobotage im Grenzdienst
Lutze

Lutz,das war Sabotage.Aber so wurde es von den Grenzern gemacht.
Aber wir haben es einfacher gemacht,wenn wir zur 2ten Nachtschicht ginge(die fing 3Std.später an) nahmen wir uns
einfach ein Magazin von einem Gffizier und ratz fatz,waren zwei oder drei Mumpeln in der Mütze.Oder die Trommeln der LMG,s wurden erleichtert.Kam die erste Nachtschicht rein,kamen die Hülsen rein.Das kam alles mal ans Tageslicht.Danach wurde mal die Waffenkammer immer besetzt.Aber wir hatten immer noch unsere Mumpeln.
Greso


zuletzt bearbeitet 20.02.2014 21:49 | nach oben springen

#253

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 20.02.2014 22:04
von DoreHolm | 7.710 Beiträge

Zitat von Greso im Beitrag #252
Zitat von Lutze im Beitrag #251
Zitat von 94 im Beitrag #250
ist zwar zum Thema FF bissel vorbei, aber was soll's ...
Also zuerstmal gabs eine 'legale' Möglichkeit, im Grenzdienst Mumpeln zu verlieren ... Waffennummer #45
Dann die Patronen von Signalgerät passten nicht ins Magazin, die waren mit 7,62x54R bestückt. Was aber gut paßte, wären leere Hülsen oder Platzer M43 gewesen. Tausendmal besser wie Holzstücke oder ähnliches. Warum? Na bei einer leeren Hülse im Patronenlager machts zwar auch nur 'klick' und nicht 'klick-bumm' wie bei einer vollen, ABER ... einmal kräftig den Verschluß von Hand durchrepitiert und der Auszieher packt mit seiner Kralle die Hülse und wirft diese aus ... und weiter geht's mit 'klick-bumm'.
Nicht so aber bei einem Stück Ast o.ä. Da kann man durchreißen wie man will, das Holzstück kommt aus dem Patronenlager sooo einfach nimmer raus.
Diese folgende Anmerkung würde auch ergänzend zu Zwischenfällen mit Dauerfeuer #236 passen, na nun stehts halt hier: Genau solches Beseitigen von Ladehemmungen (mittels einer Expatrone oder leeren Hülse im Magazin einfach verursacht) wurde bei GTs mWn nie, zumindest nie in einer normalen Linieneinheit geübt.


mit Holzstücken schießen?,dann klemmt das auch noch,
das ist ja Sobotage im Grenzdienst
Lutze

Lutz,das war Sabotage.Aber so wurde es von den Grenzern gemacht.
Aber wir haben es einfacher gemacht,wenn wir zur 2ten Nachtschicht ginge(die fing 3Std.später an) nahmen wir uns
einfach ein Magazin von einem Gffizier und ratz fatz,waren zwei oder drei Mumpeln in der Mütze.Oder die Trommeln der LMG,s wurden erleichtert.Kam die erste Nachtschicht rein,kamen die Hülsen rein.Das kam alles mal ans Tageslicht.Danach wurde mal die Waffenkammer immer besetzt.Aber wir hatten immer noch unsere Mumpeln.
Greso


Kenne aus unserer GK keinen Fall, in dem mit Attrappen (leeren Hülsen oder Platzern) verlorene Muni ersetzt wurde. Was nicht heißt, daß es nicht vorgekommen sein könnte. Wir hatten beizeiten während Gefechtsschießen jeder, der etwas weiter dachte, eine oder auch ein paar Scharfe entfernt, entweder vor dem Laden gar nicht erst in´s Magazin oder nach dem Schießen rechtzeitig rausgenommen. Natürlich guckte man, ob der aufsichtshabende Uffz seine Augen gerade woanders hatte.
Wurde bei einer Spindkontrolle was gefunden, hatte es unser KC nach einem Zusammenschiss des Soldaten aber unter den Teppich gekehrt.



zuletzt bearbeitet 20.02.2014 22:05 | nach oben springen

#254

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 21.02.2014 17:14
von Krepp | 534 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #253


Kenne aus unserer GK keinen Fall, in dem mit Attrappen (leeren Hülsen oder Platzern) verlorene Muni ersetzt wurde. Was nicht heißt, daß es nicht vorgekommen sein könnte. Wir hatten beizeiten während Gefechtsschießen jeder, der etwas weiter dachte, eine oder auch ein paar Scharfe entfernt, entweder vor dem Laden gar nicht erst in´s Magazin oder nach dem Schießen rechtzeitig rausgenommen. Natürlich guckte man, ob der aufsichtshabende Uffz seine Augen gerade woanders hatte.
Wurde bei einer Spindkontrolle was gefunden, hatte es unser KC nach einem Zusammenschiss des Soldaten aber unter den Teppich gekehrt.


Hallo,
meine waren im Saum dieser dicken Verdunkelungsübergardine im Zimmer.
Selbst wenn diese gefunden worden wären, wem wollte man dann Zusammensche.....!



Gruß aus Leipzig
I/1979-II/1979 GAR05 GAK9
II/1979-II/1980 GR6 3.GB 10.GK Zarrentin
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#255

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 21.02.2014 23:40
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Udo im Beitrag #241
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #240
Das entnehmen der Magazine beim Aufsitzen auf ein Kfz oder beim Einsteigen gab es bei uns nicht.
Eigentlich konntest du im Grenzdienst gar keine Mumpel "verlieren" weil sich das Magazin vom Abmarsch Kompanie bis zum Wiedereintreffen auf der, ständig in der Waffe befand, also es war immer unterladen im Grenzdienst.
Das Zweitmagazin blieb ja theoretisch bei normalem Dienst auch ständig in der Tasche.


So kenne ich das auch.
12 Monate ebenso!


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#256

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 24.02.2014 20:08
von UvD815 | 619 Beiträge

Am 13. Januar 1987 flüchtete ein 23 jähriger Grenzsoldat der GK Großensee in den frühen Morgenstunden vom BT 9 Dankmarshausen / Diesberg , über die Bahngasse nach Widdershausen.
Vorher tauschte er vom Postenführer die Mpi gegen seine Mpi aus, wo er vorher das Schloß entfernte.
Dieses Schloß wurde bei der Anfahrt im Motorhaubenbereich LO 2002 innen versteckt und nach längerer Zeit erst gefunden.
Mit der Begründung ... ich muss mal pinkeln, stieg der 23 jährige vom BT 9 und lief über die Bahnschienen den Bahndamm nach Widdershausen hinunter.
Zoll u BGS fanden dort die weggeworfene Mpi K.

Unter Sicherung GAK erfolgte Spurensicherung durch MFS , K . auch der Militärstaatsanwalt kam vor Ort ( siehe Aufnahme BGS GSA M Hünfeld )



Einen Kommentar dazu gab es am 15.01. 1987 in der Hersfelder Zeitung vom
PHK August K., GSA M 3 Hünfeld.

Angefügte Bilder:
SAM_0299.JPG

Zeitzeuge1969, Sonne und Roland 87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 24.02.2014 20:10 | nach oben springen

#257

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 26.02.2014 18:11
von tomek | 20 Beiträge

Zitat von Gast im Beitrag #5
Die Gründe für ne FF hats bestimmt nicht gegeben. Sowohl Kurzschlusshandlungen als auch Ausnutzung sich bietender Gelegenheiten nach Planungen gabs wohl in vergleichbarer Anzahl (ohne, dass ich jetzt statistsches Material besitze).

Was mich viel mehr "fasziniert" im Nachhinein, ist der Fakt, dass es Postenpaare gegeben hat, die gemeinsam getürmt sind.
Soll heißen, dass manche eben doch nicht diese, ich nenns mal Angst, vorm zweiten Mann, auf den es ja lt. westlicher Propaganda so ankam, hatten.

Denn man musste ja damit rechnen, dass man beim Aussprechen des Planes zu fliehen auf einen traf, der dies nicht mittragen wollte und man so mit einem Fuß quasi im Knast stand.

Kennt jmd. einen Fall, wo AGT in Dienstausübung unter mysteriösen Umständen ums Leben kamen? Ich habe vor einiger Zeit mal was darüber gelesen, dass Verräter liquidiert werden sollten ... ohne großes Trara.

Ich weiß sehr wohl, dass das beim ersten Lesen bisschen seltsam anmutet. Ich habs aber tatsächlich im Februar 2010 gelesen in einer Buchhandlung in Hessen, die sich in Grenznähe befindet. Ich hatte allerdings in mindestens 8-10 Büchern geschmökert, die mit der Grenzproblematik zu tun hatten, deshalb habe ich mir den Titel nicht gemerkt, in dems stand.


1985 oder 86, GR 42 soweit ich mich erinnere PoP 23 Fuchsbau (ziemlich nah an der Führungsstelle). 3 Tage später war ich auf dem Bock. Geschrieben stand: Nie wieder Rost und Kachel bei der Asche... ob die wirklich so hießen?


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#258

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 26.02.2014 19:13
von terraformer1 | 193 Beiträge

Zitat von tomek im Beitrag #257
Zitat von Gast im Beitrag #5
Die Gründe für ne FF hats bestimmt nicht gegeben. Sowohl Kurzschlusshandlungen als auch Ausnutzung sich bietender Gelegenheiten nach Planungen gabs wohl in vergleichbarer Anzahl (ohne, dass ich jetzt statistsches Material besitze).

Was mich viel mehr "fasziniert" im Nachhinein, ist der Fakt, dass es Postenpaare gegeben hat, die gemeinsam getürmt sind.
Soll heißen, dass manche eben doch nicht diese, ich nenns mal Angst, vorm zweiten Mann, auf den es ja lt. westlicher Propaganda so ankam, hatten.

Denn man musste ja damit rechnen, dass man beim Aussprechen des Planes zu fliehen auf einen traf, der dies nicht mittragen wollte und man so mit einem Fuß quasi im Knast stand.

Kennt jmd. einen Fall, wo AGT in Dienstausübung unter mysteriösen Umständen ums Leben kamen? Ich habe vor einiger Zeit mal was darüber gelesen, dass Verräter liquidiert werden sollten ... ohne großes Trara.

Ich weiß sehr wohl, dass das beim ersten Lesen bisschen seltsam anmutet. Ich habs aber tatsächlich im Februar 2010 gelesen in einer Buchhandlung in Hessen, die sich in Grenznähe befindet. Ich hatte allerdings in mindestens 8-10 Büchern geschmökert, die mit der Grenzproblematik zu tun hatten, deshalb habe ich mir den Titel nicht gemerkt, in dems stand.


1985 oder 86, GR 42 soweit ich mich erinnere PoP 23 Fuchsbau (ziemlich nah an der Führungsstelle). 3 Tage später war ich auf dem Bock. Geschrieben stand: Nie wieder Rost und Kachel bei der Asche... ob die wirklich so hießen?



Pop 23 hieß Feldbahn. ;-) Es muss im Sommer 1986 gewesen sein. Ich bin ein paar Stunden nach der FF dort während der Ablösung vorbeigefahren. War an dem Tag in Abschnitt 1. Ich kann mich noch erinnern, dass eine Kaschi an der Mauer stand, ein Sitz vom BT und einige zivile PKW unten am BT. In der Grenzdienstvorbereitung waren wir schon informiert worden.


tomek hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#259

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 15.03.2014 20:46
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Hey!
Bei uns war es in Berlin so,das nach dem Absitzen,das Magazin eingeführte wurde.
Nach Beendigung der Dienstschicht wurde das Magazin aus der Waffe entfernt und es wurde kontrolliert ,das sich keine Patrone im Lauf befand.
Danach ging es auf den Lkw.


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#260

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.04.2014 19:33
von exgakl | 7.238 Beiträge

Beim stöbern fand ich im Netz diesen Artikel....

http://www.braunschweiger-zeitung.de/lok...-id1219195.html

Ich finde es ja immer gut, wenn jungen Menschen die Geschichte erklärt wird, nur stellte sich mir beim lesen des Artikels die Frage, ob denn der Posten wirklich so aus freien Stücken mitgegangen ist.... vor längerer Zeit habe ich diesbezüglich in einem anderen Forum vom Hauptakteur was anderes zu lesen bekommen.
Na was soll's, ist lange her und vielleicht kann ja @Bahndamm 68 jetzt etwas mehr zur Aufklärung beitragen....

VG exgakl


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
zuletzt bearbeitet 14.04.2014 19:34 | nach oben springen


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