#21

RE: Rotes Telefon?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 24.09.2009 14:51
von Luchs (gelöscht)
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Druckluftgefüllte Kabel gibt es auch bei der Telekom. Der Innendruck wird automatisch überwacht und so können Beschädigungen am Mantel frühzeitig erkannt werden. Dieses Verfahren wird in der Regel für Kabel mit sehr vielen Adern, z. B. zwischen Vermittlungsstellen benutzt.
Übrigens! Basa heißt Bahnselbstanschlussanlage. Das Reichsbahneigene Fernsprechnetz wurde bereits stramm vorm 2. Weltkrieg eingeführt. Natürlich wurde es von Reichs- und Bundesbahn übernommen, später von der BAhn AG. Soweit ich weiß, wird es heute von Arcor betrieben und erweitert.
Viele Grüße
Micha


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#22

RE: Rotes Telefon?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 24.09.2009 14:53
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

@josy, das die anlage mitten im wald stand hatte ich so nicht mitbekommen. die wtsch-anlagen befanden sich grundsätzlich in gebäuden der partei bzw. des mfs und waren extra gesichert. ein druckabfall (bei eingriff) wäre durch arkustisches signal bei beiden schaltkästen angezeigt worden.

wenn ich dich richtig verstehe, gehst du jetzt auch davon aus, das du an einer anlage der deutschen reichsbahn hantiert hast ?

p.s. nochmal zur widergutmachung. uneinsichtigkeit wird meistens strafverschärfend gewertet...


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#23

RE: Rotes Telefon?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 24.09.2009 15:26
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von josy95
[quote="Bunkerkommandant"]


Klappe in diesen Betonsteinen interessiert, ging auch relativ leicht auf. Ventil gesehen, Kappe abgeschraubt und Ventil eingedrückt. Hab mich schon gewundert, das da Druck drauf war und es zischte. Konnt mir das nie so recht erklären, warum, wieso, weshalb. Jetzt weiß ich es! Danke!

Au weh! Hauptsache die Jungs haben bei dem von mir verursachten Druckverlust nicht gedacht, das ihre Leitung einer "angezapft" hat. War eine Leitung Richtiung Brocken im Bereich der Zeterklippen bei Ilsenburg. Auf dem Brocken liefen ja bekannter Weise einige dieser Direkt- oder Geheimleitungen zusammen.
Hab natürlich nach der Befriedigung meiner "Neugier" alles wieder ordnungsgemäß verschlossen.
Verwundert mich heute noch, das diese Art Sicherungseinrichtungen doch relativ leicht zugänglich waren.

Wie war das eigentlich mit dem Druckabfall?? Gab es da an exponierten Stellen eine ständige Überwachung des Gasdruckes, so das man sofort reagieren konnte oder wurde in bestimmten Zeitintervallen an verschiedenen Meßstellen der Druck geprüft??


josy95



Hast du vielleicht eine von den Knotenstellen des GMN (Grenzmeldenetz) erwischt? Die Zeterklippen gehörten nicht zu unserem Bereich, der endete wenige hundert Meter unterhalb der alten Ilsenburger Straße. Ich bin mir also nicht sicher. Es wäre aber möglich.
Dann ist es sicher nicht aufgefallen, da war immer mal etwas kaputt.
Andererseits, wenn es gezischt hat - könntest du auch ein getarntes GAK-Sitzkissen erwischt haben. Vielleicht während einer schöpferischen Pause?
Das würde tatsächlich nach Wiedergutmachung rufen. Harö..., radebe... und LauwaBos oder Thüringer B... sollen dafür gut geeignet sein.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#24

RE: Rotes Telefon?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 24.09.2009 20:36
von Mike59 | 7.972 Beiträge

Zitat von 254Spielregel
Da iss'es, das rote Telefon!

Gruß,254



----------------------------------------------
Ich dachte immer, das rote Telefon hat nur eine Hörmuschel

Mike59


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#25

RE: Rotes Telefon?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 24.09.2009 21:47
von chr66 (gelöscht)
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Zitat von josy95


Gilbert, bei der Bahn wurde schon nach Gründung der Deutschen Reichsbahngesellschaft (DRG) ein eigenes Fernsprechnetz aufgebaut, u. a. für s. g. "Zuglaufmeldungen", d. h. für die Verständigung z. Bsp. der Fahrdienstleiter untereinander. Das System nannte sich "Basa", hieß wohl ausgesprochen "Bahnfernschreib- und Telefonnanlage", so genau weiß ich das aber nicht mehr. Exestiert heute in einer etwas abgewandelten Form immer noch.

Was ich gerad bei einem Kollegen in Erfahrung gebracht hab, diese mit Gas gefüllten Kabel verwendet man heute u. a. bei der Bahn immer noch, u. a. für wichtige Daten- und Kommunikationsleitungen im Signal- und Sicherungswesen.

josy95



Die Bahn hatte zwei voneinander getrennte Fernmeldenetze. Zum Einen die Basa (=Bahnselbstanschlußanlage), die - wie Du schon schriebst- von der DRG in den frühen Dreißigern eingeführt wurde und von Anfang an Selbstwahl ermöglichte, zum Anderen Telefonleitungen, die einzelne Betriebsstellen verbinden und über die z.B. die Verständigung über die Zugfolge (Zugmeldungen) erfolgt.

Damit hatte die Bahn weitaus früher als das öffentliche Postnetz ein Fernsprechnetz, was das selbsttätige Wählen ermöglicht. Allerdings arbeitete diese noch mit Richtungs-, nicht mit Zielwahl, d.h. es mußte für Fernverbindungen manuell die entsprechenden Ziffen für die entsprechende Richtung aus einer Netzkarte gesucht und gewählt werden. Auch war keine Gebührenerfassung möglich, was bei der Bahn entbehrlich war.

Im Öffentlichen Netz gab es die ersten Selbstwählvermittlungen 1908 in Hildesheim, den ersten Selbstwählferndienst 1923 in Weilheim ("Netzgruppe Weilheim"). Erst später wurden die heute üblichen Vorwahlen und das Zielwahlverfahren entwickelt, die es landesweit ermöglichten, einen Teilnehmer unter gleicher Vorwahl und gleicher Rufnummer zu erreichen. Und natürlich die automatische Gebührenerfassung, die technisch die meisten Probleme machte.
Erst 1966 ging in der damaligen Bundesrepublik die letzte handvermittelte Ortsvermittlung außer Betrieb, im gleichen Jahr war die ganze BRD an das nationale Selbstwählfernnetz angeschlossen.

Die innerbetrieblichen Telefonleitungen für Zugmeldungen verlaufen meist nur zu den Nachbarbetriebsstellen und arbeiten üblicherweise mit Kurbeltelefonen, ähnlich einem Feldfernsprecher. Oft ist noch ein Sprachspeichergerät angeschlossen, das die Zugmeldungen auf Band oder Draht aufzeichnet und zyklisch wieder überschrieben wird.

Kabel mit Gas- oder Druckluftfüllung werden gerne bei wichtigen Verbindungen eingesetzt. Die Sicherheit gegen Anzapfen bzw. Abhören ist nur ein Aspekt, wichtiger ist der Schutz gegen schleichende Korrosion, wenn irgendwo der Kabelmantel verletzt wird. Man arbeitet oft mit getrockneter Druckluft als "Gas", bisweilen auch mit Stickstoff.

Über das öffentliche Telefonnetz in der DDR kann ich leider nichts sagen, außer dem, was hier immer kolportiert wurde: "Kaum Telefonanschlüsse, uralte Technik, man mußte oft jahrelang auf einen Anschluß warten".

Gruß

chr66


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#26

RE: Rotes Telefon?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 25.09.2009 14:37
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von chr66

Zitat von josy95


Gilbert, bei der Bahn wurde schon nach Gründung der Deutschen Reichsbahngesellschaft (DRG) ein eigenes Fernsprechnetz aufgebaut, u. a. für s. g. "Zuglaufmeldungen", d. h. für die Verständigung z. Bsp. der Fahrdienstleiter untereinander. Das System nannte sich "Basa", hieß wohl ausgesprochen "Bahnfernschreib- und Telefonnanlage", so genau weiß ich das aber nicht mehr. Exestiert heute in einer etwas abgewandelten Form immer noch.

Was ich gerad bei einem Kollegen in Erfahrung gebracht hab, diese mit Gas gefüllten Kabel verwendet man heute u. a. bei der Bahn immer noch, u. a. für wichtige Daten- und Kommunikationsleitungen im Signal- und Sicherungswesen.

josy95



Die Bahn hatte zwei voneinander getrennte Fernmeldenetze. Zum Einen die Basa (=Bahnselbstanschlußanlage), die - wie Du schon schriebst- von der DRG in den frühen Dreißigern eingeführt wurde und von Anfang an Selbstwahl ermöglichte, zum Anderen Telefonleitungen, die einzelne Betriebsstellen verbinden und über die z.B. die Verständigung über die Zugfolge (Zugmeldungen) erfolgt.



Über das öffentliche Telefonnetz in der DDR kann ich leider nichts sagen, außer dem, was hier immer kolportiert wurde: "Kaum Telefonanschlüsse, uralte Technik, man mußte oft jahrelang auf einen Anschluß warten".

Gruß

chr66





Hallo "chr66",

super, hier hat der Fachmann gesprochen!

Das Telefon und Kommunikationsnetz der DB- AG wird jetzt von Arcor im Auftrage der DB betrieben. Die Privaten Eisenbahnen, sofern sie einen Inselbetrieb wie die HSB betreiben, haben im Nahbereich eine Art Hausanschlußanlage mit Einewahlmöglichkeit ins öffentliche Netz (Telekom). Über weitere Strecken werden im Festnetzbereich die Netzanbieter wie Telekom ect. genutzt, analog im Mobilfunkbereich.

Kleine Episode am Rande:
Wie Du schon richtig schreibst, das Basa- System war auf Richtungswahl ausgerichtet. Für die Nichteisenbahner, jedem größeren Dienstort mit einer Basa- Anlage war eine Art Vorwahlnummer zugeordnet, die waren DDR-weit einheitlich, man konnte auch über verschiedene Basa- Standorte gehen (wählen), z. Bsp. erst Magdeburg anwählen, dann z. Bsp. danach die Rostocker Einwahlnummer usw. . Es kam dann jeweils eine sich ständig wiederholende Bandansage "hier Magdeburg, hier Magdeburg...".Hatte man diese Verbindung zu der betreffenden Basastelle, mußte die Rufnummer des gewünschten Teilnehmers dort gewählt werden.
Da kam bei uns in der Lokleitung mal einer von der Trapo und fragte höflich, ob er mal über Basa nach Magdeburg telefonieren dürfte. Klar, kein Problem.
Der wählte dann die Magdeburger Einwahlnummer (glaub das war die 875???) und es muß dann die besagte Bandansage "hier Magdeburg, hier Magdeburg..." gekommen sei, er meldete sich dann immer "...ja, und hier ist Wernigerode, Herr...."
Nach dem 4. oder 5. Versuch hat der gute Mann es dann aufgegeben und sagte zu uns, da stimmt was nicht mit der Technik, die melden sich zwar, aber können mich nicht verstehen...!

Wie der weg war, haben wir uns tagelang noch gebogen vor Lachen...!

In diesem Sinne ein schönes Wochenende wünscht


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
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#27

RE: Rotes Telefon?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 25.09.2009 18:04
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Hallo Josy,

an diese Strickmusterbögen, aus denen man sich die Fernsprechvorwahlen zusammenbasteln konnte, kann ich mich noch gut erinnern.
Ich glaube, es gab sogar in den kleinen Bahnrepublik 12stellige Rufnummern, die man wie gesagt, wie eine Reiseroute zusammensetzen mußte, nur gut, daß ich damit nicht so viel zu tun hatte.
Es ging aber auch ganz anders damals.
So war ich einmal als Bote beauftragt worden, einen dienstfreien Kollegen ohne Basa- Telefon den Bescheid über eine Sonderschicht zu bringen.
Wie hatte ich mich gefreut, daß er sich auch freute, als er einen Boten kommen sah.
So konnte ich gleich seinen Krankenschein zum Lokleiter mitnehmen, was meinst Du wie viel Zeit ich mir auf dem Rückweg, nunmehr mit zwei Zetteln genommen habe.
Ich mußte damals an ein orientalisches Märchen denken, wonach dem Übermittler schlechter Nachrichten siedendes Blei in den Schlund gegossen wurde.
Jener Unglücksbote aus dem Märchen behalf sich damit, sich eine Flöte zu besorgen, um eine traurige Melodie an Stelle der Hiobsbotschaft zu spielen um so vom Blei verschont zu bleiben, aber wenn ich noch mit einer Flöte zum Lokleiter gegangen wäre, hätte mir das wohl noch mehr Ärger eingebracht.
Viele Grüße Hackel.



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#28

RE: Rotes Telefon?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 30.09.2009 12:21
von Grete85 | 840 Beiträge

Zitat von Luchs
Druckluftgefüllte Kabel gibt es auch bei der Telekom. Der Innendruck wird automatisch überwacht und so können Beschädigungen am Mantel frühzeitig erkannt werden. Dieses Verfahren wird in der Regel für Kabel mit sehr vielen Adern, z. B. zwischen Vermittlungsstellen benutzt.
Übrigens! Basa heißt Bahnselbstanschlussanlage. Das Reichsbahneigene Fernsprechnetz wurde bereits stramm vorm 2. Weltkrieg eingeführt. Natürlich wurde es von Reichs- und Bundesbahn übernommen, später von der BAhn AG. Soweit ich weiß, wird es heute von Arcor betrieben und erweitert.
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Micha



Hallo Micha,

soweit ich weiß, ist Arcor nicht mehr der Betreiber.Die DBAG hat für viel Geld ihr damals verscherbeltes Telefonnetz wieder zurück gekauft. Genauso wie Schenker.

Gruß Grete


--------------------------------------------------
Geschichte ist nichts anderes
als die Unfallchronik der Menschheit.

Chales Talleyrand,französicher
Staatsmann (1754-1838)
--------------------------------------------------
Gedient von Frühjahr 1982 bis Frühjahr 1985 beim
VEB Landesverteidigung, Betriebsteil Grenzsicherung Rhön
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#29

RE: Rotes Telefon?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 30.09.2009 15:07
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Grete85

Zitat von Luchs
Druckluftgefüllte Kabel gibt es auch bei der Telekom. Der Innendruck wird automatisch überwacht und so können Beschädigungen am Mantel frühzeitig erkannt werden. Dieses Verfahren wird in der Regel für Kabel mit sehr vielen Adern, z. B. zwischen Vermittlungsstellen benutzt.
Übrigens! Basa heißt Bahnselbstanschlussanlage. Das Reichsbahneigene Fernsprechnetz wurde bereits stramm vorm 2. Weltkrieg eingeführt. Natürlich wurde es von Reichs- und Bundesbahn übernommen, später von der BAhn AG. Soweit ich weiß, wird es heute von Arcor betrieben und erweitert.
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Hallo Micha,

soweit ich weiß, ist Arcor nicht mehr der Betreiber.Die DBAG hat für viel Geld ihr damals verscherbeltes Telefonnetz wieder zurück gekauft. Genauso wie Schenker.

Gruß Grete





Hallo Grete,

das klingt mir verdächtig nach dem alten DDR- Slogan: Bau auf, reiß nieder, haste Arbeit immer wieder!
...bloß traurig, die vielen Beschäftigten, die durch diesen Irrsinn damals bei der Bahn ihre Arbeit verloren haben oder "umgelagert" wurden für weniger Geld...


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

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#30

RE: Rotes Telefon?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 30.09.2009 18:07
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von Grete85

Zitat von Luchs
Druckluftgefüllte Kabel gibt es auch bei der Telekom. Der Innendruck wird automatisch überwacht und so können Beschädigungen am Mantel frühzeitig erkannt werden. Dieses Verfahren wird in der Regel für Kabel mit sehr vielen Adern, z. B. zwischen Vermittlungsstellen benutzt.
Übrigens! Basa heißt Bahnselbstanschlussanlage. Das Reichsbahneigene Fernsprechnetz wurde bereits stramm vorm 2. Weltkrieg eingeführt. Natürlich wurde es von Reichs- und Bundesbahn übernommen, später von der BAhn AG. Soweit ich weiß, wird es heute von Arcor betrieben und erweitert.
Viele Grüße
Micha



Hallo Micha,

soweit ich weiß, ist Arcor nicht mehr der Betreiber.Die DBAG hat für viel Geld ihr damals verscherbeltes Telefonnetz wieder zurück gekauft. Genauso wie Schenker.

Gruß Grete




Richtig............wurde für teures Geld zurück gekauft und heißt jetzt DB Systel. Ein 100% Tochterunternehmen der DB AG. Die Bezeichnung BASA wird heute nur noch aus alter Gewohnheit benutzt.
Übrigens meine BASA Einwahl lautet 297 ---- na wat is dat?


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
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#31

RE: Rotes Telefon?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 01.10.2009 08:41
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Stabsfähnrich
[quote="Grete85"][quote="Luchs"]Druckluftgefüllte Kabel...


Übrigens meine BASA Einwahl lautet 297 ---- na wat is dat?



Das ist ja interessant! Da werd ich gleich mal einen Auftrag für die HA Aufklärung auslösen, was hinter diesen drei ominösen Zahlen steckt. Verdächtig, verdächtig, Stabsfähnrich...

Hab die Nummer mal gewählt, erst kam nichts, dann auf meine Frage, "wer ist der beste Eisenbahner im Land?" die promte und unaufhörliche Antwort: "du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du..."

josy


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#32

RE: Rotes Telefon?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 01.10.2009 08:53
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von josy95

Zitat von Stabsfähnrich
[quote="Grete85"][quote="Luchs"]Druckluftgefüllte Kabel...


Übrigens meine BASA Einwahl lautet 297 ---- na wat is dat?



Das ist ja interessant! Da werd ich gleich mal einen Auftrag für die HA Aufklärung auslösen, was hinter diesen drei ominösen Zahlen steckt. Verdächtig, verdächtig, Stabsfähnrich...

Hab die Nummer mal gewählt, erst kam nichts, dann auf meine Frage, "wer ist der beste Eisenbahner im Land?" die promte und unaufhörliche Antwort: "du, du, du, du, du, du, du, du, du, du, du..."

josy




............oh man, bevor die bewährten Kämpfer sich auf mich stürtzen, hier die Auflösung: ist die Einwahl in die BASA Berlin


Mit freundlichen Grüßen - Chris
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#33

RE: Rotes Telefon?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 01.10.2009 14:00
von sentry | 1.106 Beiträge

Jede Menge BASA-Profis. Ich kann mich nur noch an zwei Sachen erinnern, denn auch der DHO auf der Eisenbahn-GÜSt Marienborn hatte einen BASA-Anschluss - und bei dem war ich gelegentlich 'mal als Gehilfe auf Grenzdienst:

1) Wenn alliierte Transporte Richtung Westberlin einreisten, haben wir nach der Kontrolle durch die Russen Mannschaftsstärke und Ausrüstung per BASA "nach Berlin" weitergemeldet; vermutlich war es eher Potsdam (Griebitzsee?), wo man die Angaben gegenchecken wollte.

2) Irgendein Bahnspezi gab mir damals einen "Cheat Code", also irgend eine Nummernkombination, mit der man ins normale zivile Telefonnetz telefonieren konnte. Ich habe das dann auch tatsächlich einmal in einer Nachtschicht, als der OSL schlief, versucht und wirklich nach Hause telefoniert
Das war ein gewaltiger Luxus, weil wir auf zivile Telefone ansonsten keinen (legalen) Zugriff hatten.
Weiß noch irgendjemand, wie das ging, mit dem BASA-Telefon nach Hause zu telefonieren.


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#34

RE: Rotes Telefon?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 01.10.2009 16:02
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von sentry
Jede Menge BASA-Profis. Ich kann mich nur noch an zwei Sachen erinnern, denn auch der DHO auf der Eisenbahn-GÜSt Marienborn hatte einen BASA-Anschluss - und bei dem war ich gelegentlich 'mal als Gehilfe auf Grenzdienst:

1) Wenn alliierte Transporte Richtung Westberlin einreisten, haben wir nach der Kontrolle durch die Russen Mannschaftsstärke und Ausrüstung per BASA "nach Berlin" weitergemeldet; vermutlich war es eher Potsdam (Griebitzsee?), wo man die Angaben gegenchecken wollte.

2) Irgendein Bahnspezi gab mir damals einen "Cheat Code", also irgend eine Nummernkombination, mit der man ins normale zivile Telefonnetz telefonieren konnte. Ich habe das dann auch tatsächlich einmal in einer Nachtschicht, als der OSL schlief, versucht und wirklich nach Hause telefoniert
Das war ein gewaltiger Luxus, weil wir auf zivile Telefone ansonsten keinen (legalen) Zugriff hatten.
Weiß noch irgendjemand, wie das ging, mit dem BASA-Telefon nach Hause zu telefonieren.




Normalerweise konnte man sich von einem dafür zugelassenen Basa- Anschluß mit der "0" in das öffentliche Postnetz einwählen.
Wie gesagt, der Endanschluß mußte dafür zugelassen/ eingerichtet sein. Ist ja nichts anderes wie heute bei einer ganz normalen Haustelefonanlage, wo man bestimmte Einwahlnummern sperren kann.


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

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#35

RE: Rotes Telefon?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 01.10.2009 16:32
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von josy95

Zitat von sentry
Jede Menge BASA-Profis. Ich kann mich nur noch an zwei Sachen erinnern, denn auch der DHO auf der Eisenbahn-GÜSt Marienborn hatte einen BASA-Anschluss - und bei dem war ich gelegentlich \'mal als Gehilfe auf Grenzdienst:

1) Wenn alliierte Transporte Richtung Westberlin einreisten, haben wir nach der Kontrolle durch die Russen Mannschaftsstärke und Ausrüstung per BASA "nach Berlin" weitergemeldet; vermutlich war es eher Potsdam (Griebitzsee?), wo man die Angaben gegenchecken wollte.

2) Irgendein Bahnspezi gab mir damals einen "Cheat Code", also irgend eine Nummernkombination, mit der man ins normale zivile Telefonnetz telefonieren konnte. Ich habe das dann auch tatsächlich einmal in einer Nachtschicht, als der OSL schlief, versucht und wirklich nach Hause telefoniert
Das war ein gewaltiger Luxus, weil wir auf zivile Telefone ansonsten keinen (legalen) Zugriff hatten.
Weiß noch irgendjemand, wie das ging, mit dem BASA-Telefon nach Hause zu telefonieren.




Normalerweise konnte man sich von einem dafür zugelassenen Basa- Anschluß mit der "0" in das öffentliche Postnetz einwählen.
Wie gesagt, der Endanschluß mußte dafür zugelassen/ eingerichtet sein. Ist ja nichts anderes wie heute bei einer ganz normalen Haustelefonanlage, wo man bestimmte Einwahlnummern sperren kann.


josy95




ist 01. Ist auch heute noch so. Richtig ist, dass der Anschluss freigeschaltet ist. Oder 3x10 Kurbeldrehungen................dann war Betriebsgefahr.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
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#36

RE: Rotes Telefon?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 04.02.2010 01:05
von Anton | 156 Beiträge

Zitat von josy95


Normalerweise konnte man sich von einem dafür zugelassenen Basa- Anschluß mit der "0" in das öffentliche Postnetz einwählen.
Wie gesagt, der Endanschluß mußte dafür zugelassen/ eingerichtet sein. Ist ja nichts anderes wie heute bei einer ganz normalen Haustelefonanlage, wo man bestimmte Einwahlnummern sperren kann.

josy95



Es war auch möglich, die analoge Vermittlungstechnik der BASA-Nebenstellenanlage zu überlisten. Zumindest war es im Raw und Bw Halberstadt so möglich. Wenn die jeweilige Nebenstelle nicht für Amtsgespräche der Deutschen Post berechtigt war, bekam man nach dem Wählen der Ziffer 0 einen Besetztton.
Das Wählen der Ziffer null bedeutet fernmeldetechnisch das Erzeugen von 10 Impulsen, die beim Rücklauf der Wählscheibe entstehen. Diese Impulse werden in der Vermittlungsstelle von der Vermittlungstechnik (Schaltrelais, Hebdrehwähler, Koppelfelder usw.) ausgewertet und der Verbindungsaufbau wird eingestellt.
Der Trick zum Überlisten der Technik war nun folgender: Es mußten statt 10 Impulse nun 11 Impulse mit dem Telefon erzeugt werden. Das wurde von der Vermittlungsanlage fehlinterpretiert und sie schaltete das Amtsignal auf. Bloß wie erzeugt man 11 Wählimpulse, wenn nur maximal 10 möglich sind? Dazu brauchte man etwas Übung und Ausdauer. Beim Rücklauf der Wählscheibe entstehen 10 Impulse (Ziffer null) und den elften Impuls fügt man manuell mit zu, während man für einen Sekundenbruchteil beim Zurücklaufen der Wählscheibe kurz auf die Hörergabel schlägt.
So war es möglich, ungeniert und kostenlos ins öffentliche Fernsprechnetz zu telefonieren, obwohl das so ja nicht vorgesehen war.
Ich denke, daß andere Nebenstellenanlagen auch so funktioniert haben, weil ja zum Großteil die gleichen Baugruppen verwendet wurden.



zuletzt bearbeitet 04.02.2010 12:49 | nach oben springen

#37

RE: Rotes Telefon?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 04.02.2010 16:51
von Bergmensch (gelöscht)
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Dies kann ich so bestätigen. Ist uns im Bw WR auch gelungen aus unseren Schreibbüro im Sozalgebäude war die Null auch gesperrt und es hat da auch so geklappt wie du schreibst. Die Technischen Details dazu habe ich zwar nicht gekannt, aber man übernahm es einfach so von den anderen.
Was auch noch ging war das wählen mittels schnellen Tastens der Telefongabel mit entsprchenden Pausen um so eine Verbindung her zu stellen. z.B. 5x kurz getippt=5, kurze pause nächste Zahl getippt. So mit konntest du auch ohne Wählscheibe wählen. Reine Übungssache.


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#38

RE: Rotes Telefon?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 17.04.2010 10:29
von peterb (gelöscht)
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die genossen in marienborn haben sich immer stur an ihren text gehalten.egal,was der kollege von uns ihnen an weihnachten,ostern usw wünschte.


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#39

RE: Rotes Telefon?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 18.10.2011 21:46
von Achim511 (gelöscht)
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297....

Ortsnetz Ostberlin --> BASA


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#40

RE: Rotes Telefon?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 19.10.2011 08:43
von Alfred | 6.849 Beiträge

Ich habe auch noch ein rotes Telefon zu bieten.

Angefügte Bilder:
Rotes Telefon.jpg

zuletzt bearbeitet 19.10.2011 17:04 | nach oben springen



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