#101

RE: BÖSECKENDORF - DIE NACHT, IN DER EIN DORF VERSCHWAND

in Das Ende der DDR 28.09.2009 11:22
von turtle | 6.961 Beiträge

Hallo Affi976,
Was für den Einen ein Glücksfall war,war für den Anderen der Glücksfall umgekehrt.
Je nach eigener Sicht der Dinge.
Kann es nicht auch sein das einige Eltern auf Grund ihrer polit.Einstellung dachten gerade wegen ihrer Kinder die Flucht zu wagen? Damit ihre Kinder bessere Möglichkeiten haben ihr Leben freier zu gestalten. Es wäre ja kein Problem für ihre Kinder später freiwillig in die DDR zurückzukehren.Natürlich lehne ich da auch eine Flucht ab wobei das Risiko für die Kinder hoch war zu Tote zu kommen oder sie zu Waisen zu machen.
Gruß Peter(turtle)


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#102

RE: BÖSECKENDORF - DIE NACHT, IN DER EIN DORF VERSCHWAND

in Das Ende der DDR 28.09.2009 14:10
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von wosch

Zitat von GilbertWolzow

Zitat von wosch


alternativ konnte man bei Alfred, Merkur und Feliks D. bleiben,



ahaaa, dass ist also der hort des bösen hier....




..........................................................
gilbert, entschuldige, daß ich Dich vergessen hatte.
Ist hiermit nachgeholt!!
Schönen Gruß aus Kassel




Junge junge, muss ja echt schlimm bei uns gewesen sein. Frage mich echt warum so viele anderer Meinung sind.

Aber ein gefestigtes Feindbild erleichtert das Leben schon ungemein, nicht wahr wosch?



Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#103

RE: BÖSECKENDORF - DIE NACHT, IN DER EIN DORF VERSCHWAND

in Das Ende der DDR 28.09.2009 14:22
von Sonny (gelöscht)
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@ Feliks

Wenn die Menschen die Möglichkeit hatten, die DDR halbwegs risikolos zu verlassen, dann haben sie dies auch in großer Zahl getan --- das hat man bis zum 13. August 1961 gesehen und dann wieder nach dem 9. November 1989 (bzw. schon in den Wochen vorher über Ungarn und die CSSR).

In der Zeit dazwischen haben sich halt viele notgedrungen mit dem System arrangiert --- es blieb ihnen ja nichts anderes übrig.

Daß es darüberhinaus auch Menschen gab (und sicherlich nicht wenige), die durchaus gerne in der DDR lebten und dem System wohlwollend gegenüberstanden, ist unbestritten und auch nicht pauschal zu kritisieren --- dies ändert aber nichts am Unrecht, das durch die Grenzabriegelung entstand.


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#104

RE: BÖSECKENDORF - DIE NACHT, IN DER EIN DORF VERSCHWAND

in Das Ende der DDR 28.09.2009 16:44
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.
[quote="wosch"][quote="GilbertWolzow"][quote="wosch"]


Junge junge, muss ja echt schlimm bei uns gewesen sein. Frage mich echt warum so viele anderer Meinung sind.

........................................................

War es auch Felix, daß Du das nicht gesehen hast, hängt vielleicht damit zusammen, daß Du die meiste Zeit auf Spezial-Studium warst???? Ansonsten frage Dich doch mal, warum etwa 3 Millionen Menschen, in der Zeit ihres Bestehens, die DDR verlassen hatten und nur rein spekulativ, wieviele denen noch gefolgt wären, wenn die Mauer nicht errichtet worden wäre???

---------------------------------------------------------------------------------------------


Aber ein gefestigtes Feindbild erleichtert das Leben schon ungemein, nicht wahr wosch?



.........................................................

Als ich 1962 hergekommen bin, habe ich in der BRD von Feindbildern, wie sie in der DDR schon im Kindesalter vermittelt worden, sind nichts mitbekommen. Meine Mutter war in der DDR Unterstufen-Lehrerin und ich habe in ihren Direktiven lesen können, was sie den Erst-und Zweitklässlern auf bestimmte Fragen, wenn sie dann kämen, antworten sollte. Erzähle mir bitte nichts von Feindbildern. Ich habe Keines. Feindbilder richten sich immer gegen Menschen. Leute wie Dich stufe ich in die Kategorie "Von einer politisch-kriminellen Verbrecher-Bande für ihre Zwecke mißbraucht, im festen Glauben das richtige gemacht zu haben". Weil ich Dich nicht lieben muß, brauche ich Dich aber auch nicht gleich hassen!!! Persönlich hast Du mir doch nichts getan, Glück gehabt, oder?
Schönen Gruß aus Kassel


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#105

RE: BÖSECKENDORF - DIE NACHT, IN DER EIN DORF VERSCHWAND

in Das Ende der DDR 28.09.2009 17:20
von Mongibella (gelöscht)
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Zitat von Sonny
Wenn die Menschen die Möglichkeit hatten, die DDR halbwegs risikolos zu verlassen, dann haben sie dies auch in großer Zahl getan --- das hat man bis zum 13. August 1961 gesehen und dann wieder nach dem 9. November 1989 (bzw. schon in den Wochen vorher über Ungarn und die CSSR).

In der Zeit dazwischen haben sich halt viele notgedrungen mit dem System arrangiert --- es blieb ihnen ja nichts anderes übrig.



Hätte ich ne Möglichkeit gehabt abzuhauen, ich hätts direkt gemacht....ich hab mich aber die Zwischenzeit arrangiert, guten Schulabschluss gemacht, der Beruf war spannend....aber ich hielt Ausschau....sobald es für mich dann möglich war, bin ich dann auch weg....ich hätts früher getan, wenns sichs ergeben hätte....ich war echt am grübeln, wie man es anstellen konnte rübbazumachen....aber ich wusste auch, wie gefährlich eine Flucht sein kann und lebensmüde bin ich echt nich gewesen....

....ich habe aber erlebt, wie zwei aus unserem Dorf in 1986 über Ungarn abhauen wollten und geschnappt worden sind, se waren noch ma ne Weile im Dorf nach der Haftzeit, wurden dann aber ausgewiesen....und ja, se haben Dinge aus der Haft erzählt und nein, so wollte ich es dann auch nich machen....

Mara


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#106

RE: BÖSECKENDORF - DIE NACHT, IN DER EIN DORF VERSCHWAND

in Das Ende der DDR 28.09.2009 17:57
von dein1945 (gelöscht)
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Zitat von wosch

Zitat von Feliks D.
[quote="wosch"][quote="GilbertWolzow"][quote="wosch"]


Junge junge, muss ja echt schlimm bei uns gewesen sein. Frage mich echt warum so viele anderer Meinung sind.

........................................................

War es auch Felix, daß Du das nicht gesehen hast, hängt vielleicht damit zusammen, daß Du die meiste Zeit auf Spezial-Studium warst???? Ansonsten frage Dich doch mal, warum etwa 3 Millionen Menschen, in der Zeit ihres Bestehens, die DDR verlassen hatten und nur rein spekulativ, wieviele denen noch gefolgt wären, wenn die Mauer nicht errichtet worden wäre???

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Aber ein gefestigtes Feindbild erleichtert das Leben schon ungemein, nicht wahr wosch?



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Als ich 1962 hergekommen bin, habe ich in der BRD von Feindbildern, wie sie in der DDR schon im Kindesalter vermittelt worden, sind nichts mitbekommen. Meine Mutter war in der DDR Unterstufen-Lehrerin und ich habe in ihren Direktiven lesen können, was sie den Erst-und Zweitklässlern auf bestimmte Fragen, wenn sie dann kämen, antworten sollte. Erzähle mir bitte nichts von Feindbildern. Ich habe Keines. Feindbilder richten sich immer gegen Menschen. Leute wie Dich stufe ich in die Kategorie "Von einer politisch-kriminellen Verbrecher-Bande für ihre Zwecke mißbraucht, im festen Glauben das richtige gemacht zu haben". Weil ich Dich nicht lieben muß, brauche ich Dich aber auch nicht gleich hassen!!! Persönlich hast Du mir doch nichts getan, Glück gehabt, oder?
Schönen Gruß aus Kassel




Ich hatte dies hier schon einmal geschrieben,
Cousine meiner Mutter lebte in der Hauptstadt, ihre Tochter studierte am Lehrerinstitut in Köpenick, kamen wir zu einer Familienfeier aus dem anderen Teil den ihr ja Westberlin genannt habt, hat sie sofort ihren Mantel geschnapt und zog von dannen, wer hatte denn nun ein Feindbild ?
Gruß aus Berlin


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#107

RE: BÖSECKENDORF - DIE NACHT, IN DER EIN DORF VERSCHWAND

in Das Ende der DDR 28.09.2009 18:15
von wosch (gelöscht)
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Zitat von dein1945

Zitat von wosch

Zitat von Feliks D.
[quote="wosch"][quote="GilbertWolzow"][quote="wosch"]


Junge junge, muss ja echt schlimm bei uns gewesen sein. Frage mich echt warum so viele anderer Meinung sind.

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War es auch Felix, daß Du das nicht gesehen hast, hängt vielleicht damit zusammen, daß Du die meiste Zeit auf Spezial-Studium warst???? Ansonsten frage Dich doch mal, warum etwa 3 Millionen Menschen, in der Zeit ihres Bestehens, die DDR verlassen hatten und nur rein spekulativ, wieviele denen noch gefolgt wären, wenn die Mauer nicht errichtet worden wäre???

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Aber ein gefestigtes Feindbild erleichtert das Leben schon ungemein, nicht wahr wosch?



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Als ich 1962 hergekommen bin, habe ich in der BRD von Feindbildern, wie sie in der DDR schon im Kindesalter vermittelt worden, sind nichts mitbekommen. Meine Mutter war in der DDR Unterstufen-Lehrerin und ich habe in ihren Direktiven lesen können, was sie den Erst-und Zweitklässlern auf bestimmte Fragen, wenn sie dann kämen, antworten sollte. Erzähle mir bitte nichts von Feindbildern. Ich habe Keines. Feindbilder richten sich immer gegen Menschen. Leute wie Dich stufe ich in die Kategorie "Von einer politisch-kriminellen Verbrecher-Bande für ihre Zwecke mißbraucht, im festen Glauben das richtige gemacht zu haben". Weil ich Dich nicht lieben muß, brauche ich Dich aber auch nicht gleich hassen!!! Persönlich hast Du mir doch nichts getan, Glück gehabt, oder?
Schönen Gruß aus Kassel




Ich hatte dies hier schon einmal geschrieben,
Cousine meiner Mutter lebte in der Hauptstadt, ihre Tochter studierte am Lehrerinstitut in Köpenick, kamen wir zu einer Familienfeier aus dem anderen Teil den ihr ja Westberlin genannt habt, hat sie sofort ihren Mantel geschnapt und zog von dannen, wer hatte denn nun ein Feindbild ?
Gruß aus Berlin




Mein Schwager in seiner Eigenschaft als Kreisarzt durfte noch nicht einmal zur Beerdigung seiner Schwiegereltern (meiner Eltern) kommen, weil ich aus dem Westen da war.
Schönen Gruß aus Kassel


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#108

RE: BÖSECKENDORF - DIE NACHT, IN DER EIN DORF VERSCHWAND

in Das Ende der DDR 29.09.2009 10:22
von josy95 | 4.915 Beiträge


Ich hatte dies hier schon einmal geschrieben,
Cousine meiner Mutter lebte in der Hauptstadt, ihre Tochter studierte am Lehrerinstitut in Köpenick, kamen wir zu einer Familienfeier aus dem anderen Teil den ihr ja Westberlin genannt habt, hat sie sofort ihren Mantel geschnapt und zog von dannen, wer hatte denn nun ein Feindbild ?
Gruß aus Berlin[/quote]

Mein Schwager in seiner Eigenschaft als Kreisarzt durfte noch nicht einmal zur Beerdigung seiner Schwiegereltern (meiner Eltern) kommen, weil ich aus dem Westen da war.
Schönen Gruß aus Kassel[/quote]

Da sind sie wieder, die geistigen Väter dieser Schikanen, die ich so gerne Vollidioten nenne!
Zu DDR- Zeiten genau wie heutezutage, anderen Menschen mit übergenauer Interpretation von Gesetzen und Paragraphen ihre Meinung aufzwängen, mit egoistischen Eigeninterpretationen andere Menschen am laufenden Band reglementieren und sich bis in ihre Privatspähre, ihre Familien einmischen..., wenn`s sein muß, auch um ihre Existenz zu bringen! Um nicht zuletzt und wie so oft, um von ihrem eigenen perfiden Tun und Treiben abzulenken. Vor ihren Vorgesetzten zu glänzen, koste es menschliches Leid, was es wolle...!

Moral, Einfühlungsvermögen, Nachsicht, ein wenig Kompromißbereitschaft oder gar Menschlichkeit???

Total fehl am Platze! Und solange es nicht darum ging (geht), das eigene ICH extrem in den Vordergrund zu stellen, keine Gnade!

Da waren die stalinistischen Bürokraten (Vollidioten) genauso gut wie die heutigen gnadenlosen Bürokraten und Handlanger, megaaktiven Gestalter des Raubritterkapitalismus.
Ich, ich und nochmals ICH...


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
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#109

RE: BÖSECKENDORF - DIE NACHT, IN DER EIN DORF VERSCHWAND

in Das Ende der DDR 29.09.2009 10:38
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Mongibella

Zitat von Sonny
Wenn die Menschen die Möglichkeit hatten, die DDR halbwegs risikolos zu verlassen, dann haben sie dies auch in großer Zahl getan --- das hat man bis zum 13. August 1961 gesehen und dann wieder nach dem 9. November 1989 (bzw. schon in den Wochen vorher über Ungarn und die CSSR).

In der Zeit dazwischen haben sich halt viele notgedrungen mit dem System arrangiert --- es blieb ihnen ja nichts anderes übrig.



Hätte ich ne Möglichkeit gehabt abzuhauen, ich hätts direkt gemacht....ich hab mich aber die Zwischenzeit arrangiert, guten Schulabschluss gemacht, der Beruf war spannend....aber ich hielt Ausschau....sobald es für mich dann möglich war, bin ich dann auch weg....ich hätts früher getan, wenns sichs ergeben hätte....ich war echt am grübeln, wie man es anstellen konnte rübbazumachen....aber ich wusste auch, wie gefährlich eine Flucht sein kann und lebensmüde bin ich echt nich gewesen....

....ich habe aber erlebt, wie zwei aus unserem Dorf in 1986 über Ungarn abhauen wollten und geschnappt worden sind, se waren noch ma ne Weile im Dorf nach der Haftzeit, wurden dann aber ausgewiesen....und ja, se haben Dinge aus der Haft erzählt und nein, so wollte ich es dann auch nich machen....

Mara





Hallo Mara,

das kann ich so und für meine Person nur bestätigen. Und vielen, vielen anderen ist es genauso ergangen. Das weiß ich zu gut aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis!
Es war nicht Feigheit. Feigheit wovor?
Es war in gewisser Weise kluges und überlegtes Handeln. Jeder wußte, das die AK 47, auch Kalaschnikow genannt, keine Kirschkerne spuckte, Grenzsoldaten auch nur Menschen mit Empfindungen, Emotionen und Nerven waren und Befehlen unterstanden und nicht mit Gummischnuller bestücktem Pfeil und Bogen an der Grenze standen. Jeder einigermaßen gebildete und nachdenkende Mensch wußte, das diese Grenze keine "normale" Grenze zwischen zwei Staaten war, wo auch bestimmte Gepflogenheiten herschen. Das war eine Grenze, an der sich zwei extrem konträre Machtblöcke bis auf`s Messer verfeindet gegenüberstanden. An dieser Grenze ging es nicht um Menschlichkeit. Hier ging es nur um eines: Die Sicherung der eigenen Macht, des eigenen Machtbereiches. Auge um Auge. Zahn um Zahn. Und da war angefangen von der jeweiligen Ideologie, Verdummung und Verblendung großer Massen jedes Mittel recht, Hauptsache das Feinbild, speziell das Feindbild der stalinistischen Machthaber paßte!

Ich will mal einen vielleicht blöden Vergleich ziehen: Es wäre heute genauso törricht und tödlich, sich als Otto- Normalverbraucher mit der Mafia anzulegen...


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

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