#81

RE: BÖSECKENDORF - DIE NACHT, IN DER EIN DORF VERSCHWAND

in Das Ende der DDR 25.09.2009 21:22
von Augenzeuge (gelöscht)
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Ich glaube nicht, dass es das einzige Dorf war, was auf DDR-Karten wegretuschiert wurde. Sollen nicht auch besonders manche Grenzgebiete unrealistisch abgebildet worden sein?


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#82

RE: BÖSECKENDORF - DIE NACHT, IN DER EIN DORF VERSCHWAND

in Das Ende der DDR 25.09.2009 22:45
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von dein1945
[quote="Augenzeuge"]Danke Rostocker- guter Kartenausschnitt, nun müsste sich unser Tommy aufgrund der Aussage:"* Auf den Weg, den die Flüchtlinge nahmen, gab es keinen Fluss zu durchqueren,so aber im Film!* Im Film ist davon die Rede, dass die Flüchtlinge südliche (!) Richtung einnehmen. Auch totaler Quatsch."
etwas revidieren......

Wie uns dieses Beispiel zeigt, dürfen wie nicht zu schnell etwas in Frage stellen oder sogar als Quatsch bezeichnen. (Zumindest was die Fluchtrichtung betrifft, der Fluss war halt eine künstlerische Zugabe....)

Gruß, Augenzeuge

Zum Kartenausschnitt von Rostocker lt. DDR Verkehrsatlas von 1980, da gibt es kein Böseckendorf. Zu dem was Tommy alles auszusetzen hat, sage ich mal Film ist Film und keine Doku, aber mal die Frage gab es Böseckendorf wirklich, Auszug aus der DDR Verkehrskarte von 1980 kann ich es nicht finden !


Also im Atlas für Motortouristik von 1974 gibt es Böseckendorf noch. Lediglich die Orte auf bundesdeutscher Seite werden unterschlagen.

Gruß
Stefan


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
zuletzt bearbeitet 16.06.2010 21:06 | nach oben springen

#83

RE: BÖSECKENDORF - DIE NACHT, IN DER EIN DORF VERSCHWAND

in Das Ende der DDR 25.09.2009 23:37
von turtle | 6.961 Beiträge

Hallo mein Freund Rainer-Maria,
Hier einiges von Dir wofür ich kein Verständnis habe.

Ich finde es eine Riesenschweinerei, erst sind sie abgehauen mit Sack und Pack und nach der Wende wollten auf einmal ihr " angebliches Eigentum" zurück.
Und das Schönste, sie, diese Nichtsnutze, die sich nicht einen Jota um ihr verlassenes Land gescherrt haben, bekamen es auch noch zurück.


ich nehme das Wort zurück, ehrlichen Herzens ,entschuldige mich dafür, es war die falsche Formulierung und überlege noch, was die Richtige dafür ist.

Hier die neue Formulierung

Dann ist er noch schlimmer, dieser Flüchtling, der Republikflüchtling, er ist, er war nicht wie ein Nomade im Orient, den der räumt seinen Rastplatz hinterher noch auf. Ich habe für diese Sorte von Menschen einfach nur Verachtung übrig. Es ist ganz einfach „ Unmoralisches Handeln ohne Nachzudenken über die Konsequenzen so nach dem Motto nach mir die Sintflut

Das sind Auszüge in dieser Reihenfolge !

Ich kann dem nicht mehr folgen! Was ist der Grund für diese Rundumschläge?
Ich habe Dir mehr Toleranz zugetraut! Für was hast Du Dich entschuldigt? Um dann gleich wieder über die Flüchtlinge herzufallen? Denkst Du er ist allen leicht gefallen dieser Schritt in eine ungewisse Zukunft. Alles Hab und Gut stehen zu lassen. Familie und Freunde zurückzulassen. Das Leben einzusetzen um da zu leben was der eigenen Ideologie besser entspricht! Warum ließ man die Menschen nicht ohne Probleme da hin wo sie hin wollten?
Was hat der Staat für einen Nutzen von Bürgern welche anders denken ?
Ich fühle mich nicht Verachtungswürdig oder als Nichtsnutz! Das wollte ich einmal in aller Deutlichkeit hier sagen! Ich habe auch Respekt und Achtung für anders denkende Menschen auch wenn sie meine Politische Meinung nicht teilen!
Gruß Peter(turtle)


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#84

RE: BÖSECKENDORF - DIE NACHT, IN DER EIN DORF VERSCHWAND

in Das Ende der DDR 26.09.2009 01:35
von Sonny (gelöscht)
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Man muß das auch mal ganz praktisch sehen: Wer aus der DDR abhauen wollte, der tat gut daran, im Vorfeld der Flucht keinerlei Verdacht zu erregen. (Andernfalls wäre er ins Visier der DDR-Organe geraten, und mit den Fluchtplänen hätte es sich dann erledigt gehabt.) Ein "Aufräumen des Rastplatzes" (also z.B. ein Verkauf des Hauses) kam da nicht in Frage.

Sicherlich gab es Flüchtlinge, die in unverantwortlicher Weise ihre pflegebedürftigen Angehörigen zurückließen; oder sie nahmen ihre Kinder mit auf lebensgefährliche Fluchtversuche (manchmal mit tragischem Ausgang); so etwas finde ich dann auch nicht in Ordnung, aber es war wohl (unter den vielen Flüchtlingen) eher die Ausnahme.

Die Rückgaberegelung im Einigungsvertrag ist allerdings in der Tat sehr unglücklich gewesen, sei dies nun die Ungleichbehandlung je nach Zeitpunkt der Enteignung (vor bzw. nach Gründung der DDR), oder aber auch der Grundsatz "Rückgabe vor Entschädigung", der in vielen Fällen (z.T. bis heute) ungeklärte Eigentumsverhältnisse verursacht und damit viele Investitionen (etwa Hausrenovierungen) verhindert oder verzögert hat.


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#85

RE: BÖSECKENDORF - DIE NACHT, IN DER EIN DORF VERSCHWAND

in Das Ende der DDR 26.09.2009 10:04
von turtle | 6.961 Beiträge

Zitat von Sonny
Man muß das auch mal ganz praktisch sehen: Wer aus der DDR abhauen wollte, der tat gut daran, im Vorfeld der Flucht keinerlei Verdacht zu erregen. (Andernfalls wäre er ins Visier der DDR-Organe geraten, und mit den Fluchtplänen hätte es sich dann erledigt gehabt.) Ein "Aufräumen des Rastplatzes" (also z.B. ein Verkauf des Hauses) kam da nicht in Frage.

Sicherlich gab es Flüchtlinge, die in unverantwortlicher Weise ihre pflegebedürftigen Angehörigen zurückließen; oder sie nahmen ihre Kinder mit auf lebensgefährliche Fluchtversuche (manchmal mit tragischem Ausgang); so etwas finde ich dann auch nicht in Ordnung, aber es war wohl (unter den vielen Flüchtlingen) eher die Ausnahme.

Die Rückgaberegelung im Einigungsvertrag ist allerdings in der Tat sehr unglücklich gewesen, sei dies nun die Ungleichbehandlung je nach Zeitpunkt der Enteignung (vor bzw. nach Gründung der DDR), oder aber auch der Grundsatz "Rückgabe vor Entschädigung", der in vielen Fällen (z.T. bis heute) ungeklärte Eigentumsverhältnisse verursacht und damit viele Investitionen (etwa Hausrenovierungen) verhindert oder verzögert hat.



Guter Beitrag
Gruß Peter(turtle)


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#86

RE: BÖSECKENDORF - DIE NACHT, IN DER EIN DORF VERSCHWAND

in Das Ende der DDR 26.09.2009 12:10
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Sonny
Man muß das auch mal ganz praktisch sehen: Wer aus der DDR abhauen wollte, der tat gut daran, im Vorfeld der Flucht keinerlei Verdacht zu erregen. (Andernfalls wäre er ins Visier der DDR-Organe geraten, und mit den Fluchtplänen hätte es sich dann erledigt gehabt.) Ein "Aufräumen des Rastplatzes" (also z.B. ein Verkauf des Hauses) kam da nicht in Frage.

Sicherlich gab es Flüchtlinge, die in unverantwortlicher Weise ihre pflegebedürftigen Angehörigen zurückließen; oder sie nahmen ihre Kinder mit auf lebensgefährliche Fluchtversuche (manchmal mit tragischem Ausgang); so etwas finde ich dann auch nicht in Ordnung, aber es war wohl (unter den vielen Flüchtlingen) eher die Ausnahme.

Die Rückgaberegelung im Einigungsvertrag ist allerdings in der Tat sehr unglücklich gewesen, sei dies nun die Ungleichbehandlung je nach Zeitpunkt der Enteignung (vor bzw. nach Gründung der DDR), oder aber auch der Grundsatz "Rückgabe vor Entschädigung", der in vielen Fällen (z.T. bis heute) ungeklärte Eigentumsverhältnisse verursacht und damit viele Investitionen (etwa Hausrenovierungen) verhindert oder verzögert hat.



Sehr guter Beitrag.
kann ich mich auch nur anschließen.

Hatte ja in mmeinem letzten Beitrag von gestern die Erlebnisse (megaschlechten Erfahrungen/Erlebnisse) meiner eigenen Familie nochmal kurz geschildert.
Erfahrene Politiker wie der Altkanzler Kohl (aber auch andere, besonders die letzten DDR- Vertreter)hätten es als Berufspolitiker wissen müssen, was diese Regelung bedeutet und für Spätfolgen hat, die wir bis heute spüren und wo bestimmt unsere Generation noch drüber wegstirbt, eeh alles wieder einigermaßen im Lot ist. Natürlich ist es leicht, Kritik zu üben, selbstverständlich ist man hinterher immer schlauer...!
Es war und ist auch auf Grund des langen Zeitvorlaufes bis zur Wiedervereinigung unumstritten extrem schwer (gewesen), zwischen reinen Wirtschaftsflüchtlingen und den wahren politischen Flüchtlingen zu unterscheiden. Zumal damals es fast unmöglich war, irgendeein Dokument in die Hand zu bekommen, was z. Bsp. die politische Verfolgung hätte beweisen können (heute dagegen wird der Normalbürger mit Papier, ob er es versteht oder nicht, was darauf geschrieben steht, überschüttet wird). Also auch hier mal den realen Vergleich zur heutigen Zeit nie aus dem Auge verlieren.
Es ist aber auch unumstritten, das durch politische Nachlässigkeit und Blauäugigkeit jenen Menschen ein erheblicher Vorteil gewährt wurde, die fast schon immer nur ihre rein wirtschaftlichen Interessen gesehen haben. Da kommt mir Dein Bemerkung passend, eben z. Bsp. auch die Menschen, die hilfebedürftige Angehörige einfach zurückgelassen haben, die gerade mit Kindern lebensgefährliche Fluchtmanöver durchgezogen haben. Tut mir leid, null Verständnis dafür. Es werden eben auch in der Mehrzahl diese Menschen gewesen sein, die mit ihren teils rücksichtlosen wenn nicht sogar kriminellen (siehe mein Beitrag vom 25.09.09)Rückübertragungsansprüchen dieses Bild geprägt haben, diese traurige Realität geschaffen haben.
Hier war und ist nur einer gefragt, der derartigem Tun und Treiben Einhalt gebieten kann: Die Politik = der Gesetzgeber!

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 26.09.2009 12:11 | nach oben springen

#87

RE: BÖSECKENDORF - DIE NACHT, IN DER EIN DORF VERSCHWAND

in Das Ende der DDR 26.09.2009 12:46
von Udo E. (gelöscht)
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Der KrAZ 214 ging 1958 in Serie
Gruß Udo E.


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#88

RE: BÖSECKENDORF - DIE NACHT, IN DER EIN DORF VERSCHWAND

in Das Ende der DDR 26.09.2009 18:29
von Udo E. (gelöscht)
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Ich glaub im Film war ein KrAZ 255 ,der wurde aber erst ab 1969 gebaut.
Gruß Udo E.


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#89

RE: BÖSECKENDORF - DIE NACHT, IN DER EIN DORF VERSCHWAND

in Das Ende der DDR 26.09.2009 21:23
von glasi | 2.815 Beiträge

hallo. ich kann verstehen das denn leuten die dort gelebt und gedient haben der film nicht gefallen hat . auch mir sind einige dinge mißfallen. aber ich glaube der film diente eher dem sinn den vielen leuten in westdeutschland das ganze mal etwas näher zu bringen. denn viele haben keine ahnung davon und haben die kleinen fehler garnicht gemerkt. lg glasi



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#90

RE: BÖSECKENDORF - DIE NACHT, IN DER EIN DORF VERSCHWAND

in Das Ende der DDR 26.09.2009 23:39
von Sonny (gelöscht)
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Zitat von josy95
Da kommt mir Dein Bemerkung passend, eben z. Bsp. auch die Menschen, die hilfebedürftige Angehörige einfach zurückgelassen haben, die gerade mit Kindern lebensgefährliche Fluchtmanöver durchgezogen haben. Tut mir leid, null Verständnis dafür.



Nun, da muß ich freilich auch noch etwas differenzieren:

- Ich kann sehr gut verstehen, daß diese Menschen die DDR verlassen wollten.

- Ich kann auch verstehen, daß sie keine Möglichkeit sahen, dies auf legalem Wege (also mittels Ausreiseantrag) zu tun. (Man muß ja sehen: Einen Ausreiseantrag zu stellen, war ein Wagnis mit ungewissem Ausgang, möglicherweise mit jahrelanger Ungewißheit --- und dies wollte man sich und seiner Familie dann nicht unbedingt antun.)

- Ich kann schließlich verstehen, daß Fluchtwillige dies auch (und gerade) für ihre Kinder tun wollten, daß sie insbes. ihre Kinder nicht allein in der DDR zurücklassen wollten. (Dies wäre ja auch wieder unverantwortlich gewesen; zudem hätten sie riskiert, ihre Kinder möglicherweise nie wieder zu sehen.)

- Dies alles muß man aber abwägen gegen das Risikio, das manche Fluchtversuche für Leib und Leben der Betreffenden (und insbes. ihrer Kinder) bedeuteten: So war z.B. die "Ballonflucht" 1979 ein einziges Himmelfahrtskommando (im wahrsten Sinne des Wortes...); ein paar Tage vorher ertranken bei einem Fluchtversuch in der Ostsee fünf Mitglieder einer Familie (darunter ein zweijähriges Mädchen), weil ihr Faltboot im Sturm kenterte; und es gab noch einige Fälle mehr.

Ich möchte mir nicht anmaßen, moralisch über diese Menschen und ihre Motive zu richten --- ich kann aber auch nicht ohne weiteres sagen, daß jede dieser Fluchten (bzw. Fluchtversuche) meine volle Zustimmung gehabt hätte.


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#91

RE: BÖSECKENDORF - DIE NACHT, IN DER EIN DORF VERSCHWAND

in Das Ende der DDR 27.09.2009 00:05
von rhoenadler (gelöscht)
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-jeder musste für sich allein entscheiden, fliehen oder net fliehen,
doch jeder hätte wissen müssen, welches risiko er in kauf nimmt...
-ich jedenfalls hatte nie auch nur die geringste absicht, obwohl ich es net weit gehabt hätte
-unverantwortlich fand ich es, wenn jemand mit seinen kindern flüchten wollte


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#92

RE: BÖSECKENDORF - DIE NACHT, IN DER EIN DORF VERSCHWAND

in Das Ende der DDR 27.09.2009 07:06
von wosch (gelöscht)
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Zitat von rhoenadler

-unverantwortlich fand ich es, wenn jemand mit seinen kindern flüchten wollte


.............................................................................................

Lieber Rhoenadler!
Ich zum Beispiel hätte es unverantwortlicher gefunden, wenn man ohne seiner Kinder flüchten wollte!!
So hat jedes Ding zwei Seiten und die Entscheidung wird Keinem leicht gefallen sein.
Schönen Gruß aus Kassel


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#93

RE: BÖSECKENDORF - DIE NACHT, IN DER EIN DORF VERSCHWAND

in Das Ende der DDR 27.09.2009 07:44
von rhoenadler (gelöscht)
avatar

Zitat von wosch

Zitat von rhoenadler

-unverantwortlich fand ich es, wenn jemand mit seinen kindern flüchten wollte


.............................................................................................

Lieber Rhoenadler!
Ich zum Beispiel hätte es unverantwortlicher gefunden, wenn man ohne seiner Kinder flüchten wollte!!
So hat jedes Ding zwei Seiten und die Entscheidung wird Keinem leicht gefallen sein.
Schönen Gruß aus Kassel




-na da gehen unsere meinungen woll etwas auseinander @ wosch
- dann hätte man eben in kauf nehmen müssen, dazubleiben, wäre wohl das kleinere übel gewesen, als den tod seiner kinder bzw die wegnahme zu riskieren.
- auf kinder zu schiessen zwar verboten war, lt. ''anweisung'' oder sollte ich ''schiessbefehl'' sagen? von oben, aber die anwesenheit von erwachsenen dieses verbot wieder aufhob
-in meinen augen also unverantwortlich, selbst heutzutage ja dafür bestraft wirst, wenn du deine kinder irgendwelchen gefahren aussetzt


mag sein, daß du das anders siehst, ist ja dein gutes recht...


gruß bernd


zuletzt bearbeitet 27.09.2009 09:02 | nach oben springen

#94

RE: BÖSECKENDORF - DIE NACHT, IN DER EIN DORF VERSCHWAND

in Das Ende der DDR 27.09.2009 10:57
von Augenzeuge (gelöscht)
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Man muss es auch mal von einer anderen Seite sehen. Man hat ein kleines Kind, man hat aufgrund seiner politischen Einstellung keine Chance mehr in diesem Staat gehabt- so ging es ja vielen. Das volle Risiko der Flucht war nicht genau bekannt, vielleicht entstand auch gerade aus dieser Unkenntnis eine Hoffnung es schaffen zu können. Jetzt bietet sich nun eine, aus damailger Sicht, gute Chance, zu flüchten. Wer lässt dann bitte sein Kind zurück? Ist es wirklich für das Kind vorteilhaft, sich als Eltern einem System lebenslang zu beugen? Welche realen Chancen, Entwicklungsmöglichkeiten hatte das Kind bei diesem Elternhaus gehabt?
Übrigens, habt ihr die Doku gesehen, die ich vor wenigen Tagen eingestellt hatte? Den Bericht über die Tunnelflucht? Wie hat sich die Tochter geäussert, die als Baby im Tunnel mitgenommen wurde? Voller Dankbarkeit ihren Eltern gegenüber.
Natürlich muss man abwägen, aber ganz ehrlich, ich kann die Flüchtlinge sehr gut verstehen.

Gruß, Augenzeuge


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#95

RE: BÖSECKENDORF - DIE NACHT, IN DER EIN DORF VERSCHWAND

in Das Ende der DDR 27.09.2009 11:11
von rhoenadler (gelöscht)
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Zitat von Augenzeuge
Man muss es auch mal von einer anderen Seite sehen. Man hat ein kleines Kind, man hat aufgrund seiner politischen Einstellung keine Chance mehr in diesem Staat gehabt- so ging es ja vielen. Das volle Risiko der Flucht war nicht genau bekannt, vielleicht entstand auch gerade aus dieser Unkenntnis eine Hoffnung es schaffen zu können. Jetzt bietet sich nun eine, aus damailger Sicht, gute Chance, zu flüchten. Wer lässt dann bitte sein Kind zurück? Ist es wirklich für das Kind vorteilhaft, sich als Eltern einem System lebenslang zu beugen? Welche realen Chancen, Entwicklungsmöglichkeiten hatte das Kind bei diesem Elternhaus gehabt?
Übrigens, habt ihr die Doku gesehen, die ich vor wenigen Tagen eingestellt hatte? Den Bericht über die Tunnelflucht? Wie hat sich die Tochter geäussert, die als Baby im Tunnel mitgenommen wurde? Voller Dankbarkeit ihren Eltern gegenüber.
Natürlich muss man abwägen, aber ganz ehrlich, ich kann die Flüchtlinge sehr gut verstehen.

Gruß, Augenzeuge



...das kind an sich hatte in der ddr auf jeden fall eine bessere perspektive und später selber entscheiden können.
...ja klar, wenn die flucht geglückt ist, kann man dankbar sein. was aber, wenn sie im rollstuhl oder wo gelandet wäre... hätte sie dann auch so gedacht ??? @ augenzeuge


zuletzt bearbeitet 27.09.2009 11:11 | nach oben springen

#96

RE: BÖSECKENDORF - DIE NACHT, IN DER EIN DORF VERSCHWAND

in Das Ende der DDR 27.09.2009 11:28
von Augenzeuge (gelöscht)
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Zitat von rhoenadler

...das kind an sich hatte in der ddr auf jeden fall eine bessere perspektive und später selber entscheiden können.



Sorry, Rhoenadler, das (von mir hervorgehobenes) sehe ich eben ganz anders, für mich war es so wie du es sagst nicht gegeben, aber wir müssen uns hier auch nicht unbedingt annähern. Das sieht nicht jeder gleich, und jeder fall ist sicher unterschiedlich zu betrachten.


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#97

RE: BÖSECKENDORF - DIE NACHT, IN DER EIN DORF VERSCHWAND

in Das Ende der DDR 28.09.2009 09:05
von wosch (gelöscht)
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Zitat von rhoenadler

Zitat von wosch

Zitat von rhoenadler

-unverantwortlich fand ich es, wenn jemand mit seinen kindern flüchten wollte


.............................................................................................

Lieber Rhoenadler!
Ich zum Beispiel hätte es unverantwortlicher gefunden, wenn man ohne seiner Kinder flüchten wollte!!
So hat jedes Ding zwei Seiten und die Entscheidung wird Keinem leicht gefallen sein.
Schönen Gruß aus Kassel




-na da gehen unsere meinungen woll etwas auseinander @ wosch
- dann hätte man eben in kauf nehmen müssen, dazubleiben, wäre wohl das kleinere übel gewesen, als den tod seiner kinder bzw die wegnahme zu riskieren.
- auf kinder zu schiessen zwar verboten war, lt. ''anweisung'' oder sollte ich ''schiessbefehl'' sagen? von oben, aber die anwesenheit von erwachsenen dieses verbot wieder aufhob
-in meinen augen also unverantwortlich, selbst heutzutage ja dafür bestraft wirst, wenn du deine kinder irgendwelchen gefahren aussetzt


mag sein, daß du das anders siehst, ist ja dein gutes recht...


gruß bernd




.............................................................................................

Ja lieber Bernd, alternativ konnte man bei Alfred, Merkur und Feliks D. bleiben, solange warten, bis man das Rentenalter erreicht hätte, legal ausreisen und darauf warten, bis die Kinder auch in das (Renten)Alter gekommen wären, daß sie nachkommen durften! Da das Leben ja relativ kurz ist, hätte man ja gar nicht so lange warten müssen!!!Nimm, was ich hier geschrieben habe, bitte nicht zu ernst, denn eigentlich gehört es schon in den Thread "DDR-Witze". Tut mir leid, wenn ich Deine Meinung nicht teilen kann; wie ich schon an anderer Stelle geschrieben hatte: Jedes Ding hat zwei Seiten!!!
Schönen Gruß aus Kassel.
wosch


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#98

RE: BÖSECKENDORF - DIE NACHT, IN DER EIN DORF VERSCHWAND

in Das Ende der DDR 28.09.2009 09:25
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von wosch


alternativ konnte man bei Alfred, Merkur und Feliks D. bleiben,



ahaaa, dass ist also der hort des bösen hier....


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#99

RE: BÖSECKENDORF - DIE NACHT, IN DER EIN DORF VERSCHWAND

in Das Ende der DDR 28.09.2009 09:26
von Affi976 (gelöscht)
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Meine Eltern wollten sogar MIT uns 3 Kindern flüchten. Wir waren 15, 14, 4(ich). Die Flucht mußte aus gesundheitlichen Gründen abgebrochen werden und ist erst später, auf Grund der pol. Tätigkeit und der Ermittlingen gegen meinen Vater entdeckt worden. Natürlich gab es entsprechende Repressalien. Für meinen Vater und meinem ältesten Bruder allerdings am meisten, wegen der Renitenz und da dieser Bruder schon einmal mit 14 die Flucht geschafft hat, aber wegen Minderjährigkeit, wieder zurück mußte.
Erst als ich soweit war und mein Vater in Sachen Eintritt Pioniere usw. eingelenkt hatte, war für mich der Weg in alle Richtungen frei, hatte ich ja schon ausführlich beschrieben.
Also für mich sozusagen ein "Glücksfall"
Gegen besagten Bruder waren die Repressalien bis zum bitteren Ende aktiv.
VG Affi


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#100

RE: BÖSECKENDORF - DIE NACHT, IN DER EIN DORF VERSCHWAND

in Das Ende der DDR 28.09.2009 09:40
von wosch (gelöscht)
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Zitat von GilbertWolzow

Zitat von wosch


alternativ konnte man bei Alfred, Merkur und Feliks D. bleiben,



ahaaa, dass ist also der hort des bösen hier....




..........................................................
gilbert, entschuldige, daß ich Dich vergessen hatte.
Ist hiermit nachgeholt!!
Schönen Gruß aus Kassel


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