#21

RE: Sprüche, Zitate

in Grenztruppen der DDR 14.10.2016 10:25
von GKUS64 | 1.606 Beiträge

Zitat von vs1400 im Beitrag #17
Der Ausdruck «Und jetzt ...» umfaßt das Eingeständnis, daß die von den blitzschnellen elektronischen Medien entworfene Welt keine Ordnung und keine Bedeutung hat und nicht ernst genommen zu werden braucht. Kein Mord ist so brutal, kein Erdbeben so verheerend, kein politischer Fehler so kostspielig, kein Torverhältnis so niederschmetternd, kein Wetterbericht so bedrohlich, daß sie vom Nachrichtensprecher mit seinem «Und jetzt ...» nicht aus unserem Bewußtsein gelöscht werden könnten. ... "[/b] ...
und jetzt ... " ... Die Menschen in Schöne neue Welt leiden nicht daran, daß sie lachen, statt nachzudenken, sondern daran, daß sie nicht wissen, worüber sie lachen und warum sie aufgehört haben, nachzudenken. ... ".

gruß vs


Deinen Beitrag kann man nicht, wie ich es aber oft tue, flüchtig lesen. Ich habe ihn mehrfach gelesen und denke noch darüber nach.
Dann sage ich mir aber, muss ich über alles so tiefgründig teils philosophisch nachdenken? Wenn ich das tue empfinde ich Einschränkungen in meinem Tatendrang. In meinem Alter wird man sowieso in vielen Dingen nachdenklicher und vorsichtiger.
Ich versuche deshalb nicht alles so intensiv und tiefgründig zu beleuchten und zu durchdenken, will aber natürlich auch nicht oberflächlich werden.
Ich jedenfalls stelle fest, dass philosophisches Denken zu Bedenken und somit zu einer Hemmschwelle für mein Handeln wird.

Das muss aber jeder für sich selbst entscheiden!

MfG

GKUS64


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zuletzt bearbeitet 14.10.2016 11:28 | nach oben springen

#22

RE: Sprüche, Zitate

in Grenztruppen der DDR 14.10.2016 20:29
von andyman | 1.872 Beiträge

Meiner M.n. entscheidet sich jeder selbst ,sicher in Abhängigkeit von der konkreten Situation in der ich mich gerade befinde(z.B.Befriedigung der Grundbedürfnisse hat mglw. Vorrang)oder auch Vorlieben,Erfahrungen,Kenntnisse u.ä.
Ein falsch oder richtig ist hier individuell verschieden.
Einen Aspekt habe ich auch bemerkt,mit zunehmendem Alter steigt die Vorsicht und man denkt mehr nach,aber das gibt sich irgendwann wieder.
Lgandyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius
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#23

RE: Sprüche, Zitate

in Grenztruppen der DDR 15.10.2016 00:36
von vs1400 | 2.376 Beiträge

" ... Zeit ist das wichtigste aller Luxusgüter. ... " von hans magnus enzensberger.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#24

RE: Sprüche, Zitate

in Grenztruppen der DDR 15.10.2016 10:31
von TOMMI | 1.984 Beiträge

Hier fällt mir der Schriftsteller Stephan Heym ein, der im Herbst 1989 etwas sagte, was heute aktueller denn je ist:

"...die Medien sollten die Welt darstellen, wie sie ist und nicht, wie sie jemand gesehen haben will...."

"....Politiker [damals sagte er "Funktionäre"] sollten sich als Diener des Volkes verstehen und nicht als dessen Herren und Meister..."


EK 88/I
GR4 / 5.GK (Teistungen)


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#25

RE: Sprüche, Zitate

in Grenztruppen der DDR 16.10.2016 17:29
von der 39. | 520 Beiträge

Der Begriff „Zeit“ ist einer der Begriffe, die in Essays, Kurzdarlegungen, Zitaten und auch Sprichwörtern sehr häufig vorkommen. Besonders in den sog. Kalendersprüchen. Trotzdem, die Menschen sind sich durchaus nicht einig, was man eigentlich damit meint. Unendlich, ewig wird genauso benutzt wie eilend und träge fließend, viel Zeit, keine Zeit. Und so weiter. Mit der Zeit haben wir`s immer. Manche Menschen allerdings haben keine Zeit.
Eigentlich wollte ich infrage stellen, ob ein Papst immer im Recht ist. Ein Blick zurück um 450 Jahre. In die Zeit von Papst Julius der III. Ein junger portugiesischer Mönch, der den Papst sehr verehrte und ihn bemitleidete, da er doch die Last der Herrschaft über die ganze Welt zu tragen habe, entgegnete der Papst: „Ach mein Sohn, wenn Du wüsstest, mit wie wenig Verstand diese Welt regiert wird!“
Nur wenige Jahre später soll der Präsident in Brüssel Viglius Zuichemus ( gest.1577) einem Verwandten, dem er einen Posten besorgt hatte, auf seine Bedenken hin gesagt haben: „Er solle es nur versuchen und wagen, er würde viel besser abgehen, als er vermeinte; denn ihr könnet nicht glauben, mit wie wenig Weisheit die Welt regiert wird.“
Haben die beiden Recht? Sind die Dummen an der Macht? Ist das heute auch noch so oder wer regiert heute die Welt?
Da kommt man natürlich ins Grübeln. Dummheit? Da fallen mir andere Begriffe ein: Machtgier, Geldgier, Herrscher über Leben und Tod. Was treibt die Herrschenden? Dummheit, das will ich nicht glauben. Aber Ihr werdet schon eine Meinung oder viele dazu haben.
Der 39.


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#26

RE: Sprüche, Zitate

in Grenztruppen der DDR 16.10.2016 18:31
von GKUS64 | 1.606 Beiträge

Eine Führungspersönlichkeit benötigt schon eine gewisse Weisheit und etwas Allgemeinwissen.

Wichtiger sind aber aus meiner Erfahrung:

-Starkes Selbstbewusstsein
-Gute/sehr gute Rhetorik
-Gute Reaktionsfähigkeit
-Gute Menschenkenntnis
-Hohe Belastbarkeit
-Dickes Fell bzw. eine gewisse Skrupellosigkeit.

Mit diesen Eigenschaften kann man auch ohne „extremes Fachwissen“ weit kommen!

MfG

GKUS64


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#27

RE: Sprüche, Zitate

in Grenztruppen der DDR 16.10.2016 18:37
von Freienhagener | 3.856 Beiträge

Der Papst hatte selten recht und der aktuelle versucht sich inkonsequent darin, es besser zu machen.
Folglich sind die katholischen Laien stets unzufrieden in allen möglichen Belangen.

Daß Dumme an der Spitze sind, stimmt nicht generell. Nur ist jeder irgendwann überfordert und dann sieht er dumm aus.
Das wirkt zwangsläufig nach dem sogenannten Peterprinzip: https://de.wikipedia.org/wiki/Peter-Prinzip


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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#28

RE: Sprüche, Zitate

in Grenztruppen der DDR 16.10.2016 20:41
von Hackel39 | 3.123 Beiträge



„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“

Lucius Annaeus Seneca (Werk: Moralische Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), XVII/XVIII, CIV, 26)


Ein Zitat das Tag für Tag seinen Wahrheitsgehalt offenbart.
Zaudern, zögern und zerreißen, ängstliche Politiker die allen gefallen wollen, Erfinder und Visionäre, die viel zu oft an der Borniertheit der Besitzenden scheitern, Neider die anderen den Erfolg ihrer Ideen nicht gönnen und sie zu kapern und umdeklarieren versuchen sowie unzählige Kleingeister, ohne Mut, Fortschrittsdrang und Entschlossenheit, die an den Hebeln der Macht nur noch ihr eigenes störungsfreies Auskommen im Hinterkopf haben.
Ich hatte das Glück in den vergangenen 11 Jahren wenn auch unter hohen persönlichen Entbehrungen mit Firmenlenkern zu tun gehabt zu haben, die eben nach jener Devise ihr Geschäft aufgezogen haben und jeden Mitarbeiter auch mitnahmen, der bereit war, sich in den Dienst einer Sache zu stellen, die unsere fette Behördenbahn schon lange für tot erklärt hatte.
Die Wege, die man damals ging waren unsicher, gewagt und unkonventionell, inzwischen jedoch zeichnet sich wieder mal ab, daß die Verkommenheit und Borniertheit in den eigenen Reihen alles gefährden könnte, wenn eine gewisse Klientel die Oberhand bekommt, was mich ein klein wenig an die frühe Phase der DDR erinnert, konkret werden möchte ich hierzu nicht, da es vom Thema ablenken würde.
Was bleibt ist die Hoffnung, daß alles Schwere irgendwann trotzdem gelingt, so wie einst jener Friedrich List, der mittels einer Flächenbahn die deutsche Einheit herbeiführen wollte und von sächsischen Krümelkackern und Kleingeistern ausgebootet wurde, weil die Zeit für den großen Wurf noch lange nicht reif war.
Und auch wenn er sich am Ende eine Kugel durch den Kopf jagte hat es seine Vision zur Umsetzung geschafft und dazu sind unzählige weitere Beispiele aus Naturwissenschaft, Technik und Gesellschaft bekannt und überliefert.
Eine besondere Ironie ist übrigens meine erstmalige Kenntisnahme dieses Seneca- Zitats im Regionalexpress der DB von Berlin nach Wustermark...wo inzwischen die ODEG unterwegs ist.



der 39., vs1400 und andyman haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 16.10.2016 20:43 | nach oben springen

#29

RE: Sprüche, Zitate

in Grenztruppen der DDR 17.10.2016 19:41
von der 39. | 520 Beiträge

Die Lehre aus dem Peterschen Prinzip sagt ja, wenn Du ein erfülltes Arbeitsleben haben willst, so setze alles daran, wehre Dich mit allen Dir zu Verfügung stehenden Mitteln, die Stufe der Unfähigkeit, der Überforderung je zu erreichen. Doch es geht ja um Menschen. Wer hat die Kraft, nein zu sagen, wie oft sagt man, ich krieg das schon hin. Es geschieht doch wohl öfter, daß man sich in ein Unterfangen stürzt ohne auch nur im geringsten zu ahnen, was da so auf einen zustürmt.
Außerdem glaube ich, dass man in bestimmten Situationen keinerlei Entscheidungsmöglichkeiten hat.
Seneca geht davon aus, dass es schwer ist, nicht dass es überfordert. In meinen Augen ist das was anderes.
der 39.


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#30

RE: Sprüche, Zitate

in Grenztruppen der DDR 17.10.2016 19:47
von Freienhagener | 3.856 Beiträge

Das nennt sich "Peters Vermeidung".

Ob ich meine persönliche Grenze erreicht hätte? Wahrscheinlich nicht. Jedenfalls habe ich eine Karriere als Offizier und/oder Parteikader "vermieden".


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 17.10.2016 19:47 | nach oben springen

#31

RE: Sprüche, Zitate

in Grenztruppen der DDR 17.10.2016 22:51
von der 39. | 520 Beiträge

Hallo Freienhangener, das ist doch etwas ganz anderes. Hast Du es Dir nicht zugetraut, hattest Du das Gefühl überfordert zu werden oder gab es moralische, weltanschauliche Vorbehalte bzw. Bedenken?Bei Petervermeidung geht es doch um das vorausschauende Erkennen eigener Leistungsgrenzen.
Gruß vom 39


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#32

RE: Sprüche, Zitate

in Grenztruppen der DDR 18.10.2016 00:12
von vs1400 | 2.376 Beiträge

mal noch eins vom volker braun ( " tumulus")...


... Lagerfeld

Rom: offene Stadt Ein Feldlager
Auf dem Laufsteg defiliert die Mode
Der Jahrtausendwende Panzerhemden
Für den Beischlaf Zwei Gladiatoren
Kämpfen um den Arbeitsplatz mit Würgegriffen
Eine alte Übung, die Beifall findet
Dafür haben sie die Schule besucht ER ODER ICH
Der Gestank der Angst In seinem Imperium
Erfüllt sich Lagerfeld einen Traum EIN RUDEL
FRAUEN AUSGESUCHTE SCHÖNHEITEN
Die Winterkollektion für die Daker-Kriege
Hat ihn reich gemacht ZUM ABGEWÖHNEN
Sie tragen meine Ideen, es sind Sommerkleider
In die verwöhnte Welt Ein Fest der Schönheit
Helena Christensen im Abendkleid Die beiden
Handwerker lassen indessen nicht locker
Der eine ist Commodus, der ausgelassene Sohn
Eines gelassenen Vaters und Fehltritt der Mutter
Wenn er verröchelt steht der Thron leer
Und Septimius Severus der Afrikaner
Marschiert mit der XIV. aus der Wildnis Wien
Auf die Hauptstadt ARMES ROM Ein Barbar
Imperator An seinen Fersen der Rest der Welt
Lagerfeld schaut nicht hin Er hat ein Problem
Er kann sie schöner machen, aber nicht besser
Immer noch schöner Das Outfit der Bestien
ARM UND REICH Eine geteilte Kundschaft
ES IST GRAUENHAFT Bezahlen und stehlen
Ich genieße das ungeteilte Interesse Aber
Er weiß was vor sich geht, er ist ja nicht blind
Der fünfzehnjährige Killer aus Springfield
EIN LEICHENBERG IN DER CAFETERIA DER HIGH SCHOOL
Er hat gelernt Hand anzulegen
Sitzt in Papierkleidern in Gewahrsam
Auch eine Mode Aus Amerika Kinderbanden
Durchkämmen Nordrhein-Westfalen Lehrlinge
Auf der Nahrungssuche bei Woolworth und Hertie
Ein fingerfertiger Völkerstamm aus der Zukunft
In den Arbeitsämtern wartet das Aas
Auf die Wiederverwendung Es kann lange warten
Wer Arbeit hat wartet die Automaten
Sie warten darauf, etwas warten zu dürfen
Legionen Während die Welt schwarz wird
Wie Afrika MAN DARF GEWALT NICHT NUR ANKÜNDIGEN
MAN MUSS SIE AUCH AUSÜBEN Das auswärtige Amt
Erklärt sich mit inwendigem Grinsen
Zu Bosnien Man wird euch zeigen was Arbeit ist
Eine Maschine mit Gliedmaßen geschlechtsneutral
Das Mannequin für die Arbeit von morgen
AM ENDE DES TAGES BIST DU EIN PRODUKT
Das Denken ist genau das was ich vermeide
Das täglich bedruckte Papier
Der Gewahrsam gegen den Selbstmord der Gattung
Ich lese es nicht, ich schaue nicht hin
Ein Theater gefüllt mit Gleichmut
DER EINZIGE ORT WO ES WOHLTUT
VERZWEIFELN Der ausgelassene Kleist
In Stimmings Krug MEINE GANZE JAUCHZENDE SORGE
EINEN ABGRUND TIEF GENUG ZU FINDEN legt Hand an
Ein Doppelpunkt bei Potsdam Das Warten auf nichts
Das ist das Drama: es gibt keine Handlung
Wir wissen es anders und handeln nicht Nein
Wir können nicht anders Das Kleid
Ist angewachsen MAN ARBEITET HEUT ZU TAGE
ALLES IN MENSCHENFLEISCH Aber sie dauert
Sehen Sie Commodus, ein Tod von der Stange /
Lagerfeld oder Die Gelassenheit Er
Liebt nicht die Schönen, die er haben kann Sein Herz
Sucht die Schönheit überall Die Schönheit
Ist ein Sohn der Gosse Sie ist vorbestraft
Sehn Sie den Steckbrief, schwarze Haut
Ich genieße den Luxus, ausgestoßen zu sein
Ein Idiot im 3. Jahrtausend Ein Bürger der Welt
Helena Christensen verläßt den Laufsteg
Warum soll ich Mode werden
In der Wegwerfgesellschaft
Das Stadion voll letzter Schreie Ideen
Roms letzte Epoche des Unernsts
Sehn sie nun das Finale ICH ODER ICH
Salute, Barbaren

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


zuletzt bearbeitet 18.10.2016 17:28 | nach oben springen

#33

RE: Sprüche, Zitate

in Grenztruppen der DDR 18.10.2016 12:34
von der 39. | 520 Beiträge

Das ist schwere Mitternachtskost und ehrlich, die Aussage bleibt mir unklar. Aber das bin ich, andere verstehen den Sinn vielleicht besser, wenn es ihn denn gibt.
der 39.


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#34

RE: Sprüche, Zitate

in Grenztruppen der DDR 18.10.2016 14:50
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von der 39. im Beitrag #29
Die Lehre aus dem Peterschen Prinzip sagt ja, wenn Du ein erfülltes Arbeitsleben haben willst, so setze alles daran, wehre Dich mit allen Dir zu Verfügung stehenden Mitteln, die Stufe der Unfähigkeit, der Überforderung je zu erreichen. Doch es geht ja um Menschen. Wer hat die Kraft, nein zu sagen, wie oft sagt man, ich krieg das schon hin. Es geschieht doch wohl öfter, daß man sich in ein Unterfangen stürzt ohne auch nur im geringsten zu ahnen, was da so auf einen zustürmt.
Außerdem glaube ich, dass man in bestimmten Situationen keinerlei Entscheidungsmöglichkeiten hat.
Seneca geht davon aus, dass es schwer ist, nicht dass es überfordert. In meinen Augen ist das was anderes.
der 39.


Möglicherweise haben die vier menschlichen Temperamentsvarianten
-Choleriker
-Melancholiker
-Sanguiniker und
-Phlegmatiker
auch vier verschiedene Perspektiven auf Senecas Spruch, wobei man selbst eine 100%ige Einordnung kaum vornehmen kann.
Ich selbst komme wohl mit Abstrichen dem Sanguiniker am nächsten und meine, daß man von einer Überforderung erst Kenntnis bekommt, wenn man abschließend gescheitert ist.
Wie eng das da mitunter zugehen kann habe ich kürzlich erst am Angelsee erfahren dürfen als wir 8-9 h saßen und eine jämmerliche Bilanz drohte, fast 3/4 der Angler waren bereits 1-2 h vorm Schlußpfiff am Forellensee schon verschwunden als ich in der letzten halben Stunde noch zwei prächtige Karpfen zog und solche Ereignisse passieren auch im totalen Chaos auf Arbeit, wenn der Knoten dann doch noch aufgelöst wird, eben weil man aus der Erfahrung heraus weiß, daß (fast) alles Alltägliche irgendwie lösbar ist und man mit der Anzahl der gelösten Probleme einfallsreicher und unkonventioneller wird, die Negativkriterien im Einordnungstest erwähne ich hier besser nicht, bitte bei Interesse selber lesen (http://www.mensch-und-psyche.de/typenmod...eramentenlehre/).
Die Flucht nach vorn ("keinerlei Entscheidungsmöglichkeiten") ist ein zusätzlicher Antrieb zur "Frisch-ans-Werk-Strategie".
Schade, daß man fast nie erfahren kann, in welchem Zusammenhang solche Zitate entstanden sind, mit Angeln und Eisenbahn hatte der Philosoph wohl noch nicht zu tun.



Fritze und der 39. haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#35

RE: Sprüche, Zitate

in Grenztruppen der DDR 18.10.2016 15:43
von GKUS64 | 1.606 Beiträge

Siehe in #32:

....In Stimmings Krug MEINE GANZE JAUCHZENDE SORGE
EINEN ABGRUND TIEF GENUG ZU FINDEN legt Hand an
Ein Doppelpunkt bei Potsdam Das Warten auf nichts
Das ist das Drama: es gibt keine Handlung
Wir wissen es anders und handeln nicht Nein
Wir können nicht anders Das Kleid
Ist angewachsen MAN ARBEITET HEUT ZU TAGE...., ein Ausschnitt von "Lagerfeld".

Für mich sinnlose Aneinanderreihung von Gedankenschnipseln. Ich will hier auch garnicht verstehen auch nicht den Versuch zu unternehmen etwas zu verstehen. Wer braucht so etwas? Für mich verschwendete Zeit! Es erinnert mich an HaPe Kerkelings herrlichen Auftritt (verkleidet als Musikinterpret) bei einem Konzert mit intellektuellen Musikexperten moderner Richtung. Sein Vortrag der Musikschöpfung "Hurz" wurde dabei von den Experten tatsächlich ernst genommen und interpretiert, köstlich. Vielleicht testet auch Volker Braun seine Leser in dieser Richtung?

@vs1400 bietet dir der "Lagerfeld" etwas?

MfG

GKUS64


vs1400, der 39. und andyman haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.10.2016 18:31 | nach oben springen

#36

RE: Sprüche, Zitate

in Grenztruppen der DDR 18.10.2016 17:43
von vs1400 | 2.376 Beiträge

hallo GKUS64,
sonst würde ich sie nicht einstellen
natürlich sind sie nicht einfach zu lesen und zu verstehen, mir macht es jedoch spaß und lässt eigene gedanken zu.


Der 9. November


Das Brackwasser stachellippig, aufgeschnittene Drähte
Lautlos, wie im Traum, driften die Tellerminen
Zurück in den Geschirrschrank. Ein surrealer Moment:
Mit spitzem Fuß auf dem Weltriß, und kein Schuß fällt.
Die gehetzte Vernunft, unendlich müde, greift
Nach dem erstbesten Irrtum ... Der Dreckverband platzt.
Leuchtschriften wandern okkupantenhaft bis Mitte.
BERLIN
NUN FREUE DICH, zu früh. Wehe, harter Nordost.
( volker braun)


gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


GKUS64 und der 39. haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.10.2016 17:52 | nach oben springen

#37

RE: Sprüche, Zitate

in Grenztruppen der DDR 18.10.2016 18:14
von Klauspeter | 986 Beiträge

„Je mehr Leute es sind, die eine Sache glauben, desto größer ist die
Wahrscheinlichkeit, daß die Ansicht falsch ist. Menschen, die recht
haben, stehen meistens allein.“

(Soren Aabye Kierkegaard, dänischer Philosoph, Theologe und Schriftsteller, 1813-1855)


vs1400 und der Anderdenkende haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#38

RE: Sprüche, Zitate

in Grenztruppen der DDR 18.10.2016 18:37
von GKUS64 | 1.606 Beiträge

@vs1400 bietet dir der "Lagerfeld" etwas?

Haste nun auch gemerkt und schnell korrigiert, dass der von Volker Braun ist! Meine Meinung bleibt aber bestehen, kann nicht so schnell umschalten!!


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#39

RE: Sprüche, Zitate

in Grenztruppen der DDR 18.10.2016 21:17
von vs1400 | 2.376 Beiträge

ich hab es korrigiert, GKUS64,
weil ich es bemerkt hatte und weil es falsch war, dass ist richtig. auf deine frage antwortete ich bereits in #34, was kalendersprüche (ist nicht abwertend gemeint) betrifft. ich finde sie auch unterhaltsam.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#40

RE: Sprüche, Zitate

in Grenztruppen der DDR 18.10.2016 21:52
von Pit 59 | 10.127 Beiträge

Alle Parteisekretäre der DDR

"Mit Übererfüllten Plänen zum nächsten Parteitag"


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