#21

RE: BM Justiz.....Akte Rosenburg.....Altnazis im Justizdienst

in Themen vom Tage 11.10.2016 20:42
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #19
Zitat von Merkur im Beitrag #16
Zitat von Hanum83 im Beitrag #11
Aber eines find ich beachtlich, das die Altnazis immerhin ab 1949 mit einer liebgewordenen mittelalterlichen Tradition gebrochen hatten, Köpfe ließen sie, anatomisch, nicht mehr rollen.


Und sie wussten genau, warum sie das taten:
1. Hätten sie sich dabei im Bezug auf Nazi- und Kriegsverbrechen möglicherweise selbst in die Bredouille gebracht und
2. War das einfach mit dieser braun belasteten Justiz nicht möglich, weil sie dann am eigenen Stuhl gesägt und unangenehme Fragen provoziert hätten. Man wollte bzgl. der eigenen Vergangenheit möglichst unauffällig agieren. Man stelle sich vor ein Richter hätte vor und nach 1945 Todesurteile gesprochen.

Der gute Wille, Nächstenliebe oder gar fortschrittliches Denken waren da eher nachrangig. Sie hätten gerne konnten aber nicht mehr.


Merkur, es ist dir sicher bekannt, das Richter auch im Dritten Reich gewählt/ernannt wurden und danach unabhängig waren. Sie haben sicher in ihrer preußischen Korrektheit auch die Todesurteile, die ja überwiegend während des Ausnahmezustandes WK II gefällt wurden, auf einer gesetzlichen Grundlage gefällt. Das waren natürlich Parteigesetze, aber es waren reguläre Gesetze. Diese sind natürlich moralisch angreifbar, aber den Richtern kann man nichts anhaben, wenn sie nach Recht und Gesetz geurteilt haben. Das selbe Dilemma gibt es doch auch bei der Beurteilung der DDR Gesetze, das waren auch Gesetze und daruaf pochen ihre Anhänger hier und heute immer noch. Aus dem selben Grund habe ich nach dem Untergang dieses Staates auch nichts davon gehört, das DDR Richter verurteilt wurden wegen ihrer Urteile. Und das obwohl es Dokumente gibt, auf denen SED Führer Gerichtsurteile handschriftlich korrigierten(meist zum Schaden der Deliquenten) , was ja nun ein absolut unzulässiger Eingriff in die Gerichtsbarkeit ist.

Das ist eben ein schwieriges Feld. Hätte man alle Nazirichter nach dem Krieg nicht weiter beschäftigt, wäre ein Stillstand der Justiz für mehrere Jahre zu erwarten gewesen.Geht ja auch nicht



Gert,

auch wenn Du nichts gehört hast, es gab aber nach 1990 rund 400 Verfahren gegen Richter / Anwälte der DDR. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe gab es rund 30 Verurteilungen. Für genaue Zahlen müsste ich suchen.

Aber jetzt sind wir mal bei den Damen und Herren der BRD / Westzone.


zuletzt bearbeitet 11.10.2016 20:43 | nach oben springen

#22

RE: BM Justiz.....Akte Rosenburg.....Altnazis im Justizdienst

in Themen vom Tage 12.10.2016 00:03
von ABV | 4.202 Beiträge

Verurteilt wurden aber nur ehemalige DDR-Juristen, denen man eine Rechtsbeugung oder andere, bereits nach den Gesetzen der DDR verbotende Handlungsweisen nachweisen konnte.
Grundsätzlich halte ich die heutige Betroffenheit über die Weiterbeschäftigung von ehemals " Diktaturnahen Juristen", sei es aus der NS-Zeit oder der DDR, für pure Heuchelei.
Aus meiner Sicht ist so etwas nichts anderes als eine alternativlose, den besonderen Zwängen die ein gesellschaftlicher Umbuch nun einmal mit sich bringt. Juristen wachsen nun einmal nicht an den Bäumen. Ebenso wenig wie Polizisten oder Verwaltungsfachleute. Ohne diese Berufsgruppen geht nun einmal nichts. Da ist der neue Staat gezwungen, manchen Kompromiss einzugehen, falls er nicht im Chaos versinken will.
Wie so oft und in vielen Fällen: Mit dem Wissen von heute, sollte man die Vorgänge von damals nicht be bzw. verurteilen.

Gruß an alle
Uwe


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#23

RE: BM Justiz.....Akte Rosenburg.....Altnazis im Justizdienst

in Themen vom Tage 12.10.2016 00:05
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von 02_24 im Beitrag #1
http://www.bmjv.de/SharedDocs/Artikel/DE/2016/10102016_Rosenburg.html;jsessionid=02166941701CA174D3871139F3C2BBDB.1_cid297
Die Offenheit kommt spät.....aber sie kommt 😎


Wirklich ein prinzipielles historisches Problem?

Eine funktionierende Justiz benötigt zur Organisation der Abläufe Fachkräfte, eben Juristen. Juristen wenden übrigens von iher Sozialisation die gültigen Gesetze nach den herrschenden Kommentaren an.
Ein nichtfaschistischer Staat kann und muß nur die Obersten Gerichte auf die neue Linie bringen, dann produziert die Justiz auch die gesellschaftlich oder politischen gewünschten Urteile.

hallo @ABV, zur gleichen Zeit die sehr ähnliche Idee, Gruß.



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#24

RE: BM Justiz.....Akte Rosenburg.....Altnazis im Justizdienst

in Themen vom Tage 12.10.2016 01:06
von StabsfeldKoenig | 2.638 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #22
Verurteilt wurden aber nur ehemalige DDR-Juristen, denen man eine Rechtsbeugung oder andere, bereits nach den Gesetzen der DDR verbotende Handlungsweisen nachweisen konnte.
Grundsätzlich halte ich die heutige Betroffenheit über die Weiterbeschäftigung von ehemals " Diktaturnahen Juristen", sei es aus der NS-Zeit oder der DDR, für pure Heuchelei.
Aus meiner Sicht ist so etwas nichts anderes als eine alternativlose, den besonderen Zwängen die ein gesellschaftlicher Umbuch nun einmal mit sich bringt. Juristen wachsen nun einmal nicht an den Bäumen. Ebenso wenig wie Polizisten oder Verwaltungsfachleute. Ohne diese Berufsgruppen geht nun einmal nichts. Da ist der neue Staat gezwungen, manchen Kompromiss einzugehen, falls er nicht im Chaos versinken will.
Wie so oft und in vielen Fällen: Mit dem Wissen von heute, sollte man die Vorgänge von damals nicht be bzw. verurteilen.

Gruß an alle
Uwe



Zumindestens für die obersten Gerichte und das Justizministerium hätte man unbelastete Juristen finden können. Es gab Rechtsanwälte, die in Distanz zur NSDAP standen, es gab Juristen, die 1933 aus ihren Ämtern entfernt worden waren. Es gab Richter, die nicht in politische Verfahren verwickelt waren (z.B. in Zivilkammern /-senaten tätig), Juristen, die in der Wirtschaft arbeiteten. Es gab ins Exil gegangene Juristen, die man zurückwerben gekonnt hätte.



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#25

RE: BM Justiz.....Akte Rosenburg.....Altnazis im Justizdienst

in Themen vom Tage 12.10.2016 09:53
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #22
Verurteilt wurden aber nur ehemalige DDR-Juristen, denen man eine Rechtsbeugung oder andere, bereits nach den Gesetzen der DDR verbotende Handlungsweisen nachweisen konnte.
Grundsätzlich halte ich die heutige Betroffenheit über die Weiterbeschäftigung von ehemals " Diktaturnahen Juristen", sei es aus der NS-Zeit oder der DDR, für pure Heuchelei.
Aus meiner Sicht ist so etwas nichts anderes als eine alternativlose, den besonderen Zwängen die ein gesellschaftlicher Umbuch nun einmal mit sich bringt. Juristen wachsen nun einmal nicht an den Bäumen. Ebenso wenig wie Polizisten oder Verwaltungsfachleute. Ohne diese Berufsgruppen geht nun einmal nichts. Da ist der neue Staat gezwungen, manchen Kompromiss einzugehen, falls er nicht im Chaos versinken will.
Wie so oft und in vielen Fällen: Mit dem Wissen von heute, sollte man die Vorgänge von damals nicht be bzw. verurteilen.

Gruß an alle
Uwe



Uwe danke für diesen Thread. Ich denke wir beide sind keine Fans der Nazis und brauchen diesen Leuten keinen Beifall zu klatschen für ihre Vergangenheit im Dritten Reich.Aber wir wissen, dass es nach 1945 auch eine Situation gab, wo es an den Neuaufbau des Staates ging. dafür brauchte man sachkundige Leute. Wenn man alle diese Fachleute aus der braunen Diktatur kaltgestellt hätte, wäre das Land und der Wiederaufbau völlig zum Erliegen gekommen. Das gilt für alle Bereiche der Verwaltungen, Polizei, Auswärtiges Amt usw. Ich schrieb es bereits auch ähnlich in #19. Deswegen ist das alles pure Heuchelei wie du richtig schriebst, mit dem Finger auf diese Leute zu zeigen und sie als Nazis zu brandmarken. Macht doch heute auch keiner mit ehemaligen SED Mitgliedern.
Wie war das eigentlich mit DDR Juristen, Richtern und Staatsanwälten, sind sie nach der Wende weiterbeschäftigt worden ?


.
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John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#26

RE: BM Justiz.....Akte Rosenburg.....Altnazis im Justizdienst

in Themen vom Tage 12.10.2016 10:12
von Gert | 12.354 Beiträge

das Thema hat mich neugierig gemacht. Wie war es mit der DDR Justiz ?

es lief wie geschmiert : Der DDR Justizminister der letzten Regierung erließ ein Gesetz, nachdem alle Juristen im Staatsdienst ihre Personalakte ausgehändigt bekamen mit der Erlaubnis, alle belastenden Dokumente zu entfernen und neue hinzuzufügen.. Traumhaft, das waren am 3. Oktober 1990 alles Richter und Staatsanwälte , die nie Rechtsbeugunng begangen hatten, die immer korrekt nach Recht und Gesetz handelten
Guckst du hier :http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13499554.html

OK ist OT , ist aber ähnlich gelagert nur mit anderen Vorzeichen


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#27

RE: BM Justiz.....Akte Rosenburg.....Altnazis im Justizdienst

in Themen vom Tage 12.10.2016 10:33
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #26
das Thema hat mich neugierig gemacht. Wie war es mit der DDR Justiz ?

es lief wie geschmiert : Der DDR Justizminister der letzten Regierung erließ ein Gesetz, nachdem alle Juristen im Staatsdienst ihre Personalakte ausgehändigt bekamen mit der Erlaubnis, alle belastenden Dokumente zu entfernen und neue hinzuzufügen.. Traumhaft, das waren am 3. Oktober 1990 alles Richter und Staatsanwälte , die nie Rechtsbeugunng begangen hatten, die immer korrekt nach Recht und Gesetz handelten
Guckst du hier :http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13499554.html

OK ist OT , ist aber ähnlich gelagert nur mit anderen Vorzeichen


Das ist doch OK---


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#28

RE: BM Justiz.....Akte Rosenburg.....Altnazis im Justizdienst

in Themen vom Tage 12.10.2016 10:39
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Sah mal vor einiger Zeit so eine Sendung,wo drin vor kam. Das man selbst im Westdeutschen Polizeidienst Leute übernahm. Die an Verbrechen im Baltikum und in Weißrussland beteildigt waren. Und da waren ja viele Polizei-Bat. an erschießungen dran beteildigt. Ich nehme mal an, das diese Verbrecher im Polizeidienst--sich ihre Akten selber geschrieben haben. Im Prinzip kann man auch sagen--selbst die Demokratie-wurde mit Verbrechern aufgebaut.


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#29

RE: BM Justiz.....Akte Rosenburg.....Altnazis im Justizdienst

in Themen vom Tage 12.10.2016 11:03
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #26
das Thema hat mich neugierig gemacht. Wie war es mit der DDR Justiz ?

es lief wie geschmiert : Der DDR Justizminister der letzten Regierung erließ ein Gesetz, nachdem alle Juristen im Staatsdienst ihre Personalakte ausgehändigt bekamen mit der Erlaubnis, alle belastenden Dokumente zu entfernen und neue hinzuzufügen.. Traumhaft, das waren am 3. Oktober 1990 alles Richter und Staatsanwälte , die nie Rechtsbeugunng begangen hatten, die immer korrekt nach Recht und Gesetz handelten
Guckst du hier :http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13499554.html

OK ist OT , ist aber ähnlich gelagert nur mit anderen Vorzeichen



Gert,

selbst wenn dies entsprechend geschah, Richter und Co wurden nach 1990 von den verschiedensten Gremien durch die Mühle gedreht und es wurde recht genau geschaut wen man übernommen hat.


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#30

RE: BM Justiz.....Akte Rosenburg.....Altnazis im Justizdienst

in Themen vom Tage 12.10.2016 11:14
von eisenringtheo | 9.168 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #28
Sah mal vor einiger Zeit so eine Sendung,wo drin vor kam. Das man selbst im Westdeutschen Polizeidienst Leute übernahm. Die an Verbrechen im Baltikum und in Weißrussland beteildigt waren. Und da waren ja viele Polizei-Bat. an erschießungen dran beteildigt. Ich nehme mal an, das diese Verbrecher im Polizeidienst--sich ihre Akten selber geschrieben haben. Im Prinzip kann man auch sagen--selbst die Demokratie-wurde mit Verbrechern aufgebaut.

Ich denke nicht, die Gesetze zur Entnazifizierung waren recht schwammig, der ex-Volksgenosse Richter fand schon einen Ausweg, dass man nur als minderbelastet galt. Leute ohne Beziehungen zu alten Seilschaften hatten es sicher schwerer.
http://www.verfassungen.de/de/bw/wuertt-...ngsgesetz46.htm


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#31

RE: BM Justiz.....Akte Rosenburg.....Altnazis im Justizdienst

in Themen vom Tage 12.10.2016 12:21
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #28
Sah mal vor einiger Zeit so eine Sendung,wo drin vor kam. Das man selbst im Westdeutschen Polizeidienst Leute übernahm. Die an Verbrechen im Baltikum und in Weißrussland beteildigt waren. Und da waren ja viele Polizei-Bat. an erschießungen dran beteildigt. Ich nehme mal an, das diese Verbrecher im Polizeidienst--sich ihre Akten selber geschrieben haben. Im Prinzip kann man auch sagen--selbst die Demokratie-wurde mit Verbrechern aufgebaut.


ja das war so. Dürften heute aber schon lange nicht mehr leben. Das fand auf allen staatlichen Ebenen so statt. Selbst im privaten Bereich habe ich davon gehört. Als ich 1970 bei meinem Chemie-AG anfing hatte ich einen sehr netten Kollegen, einen Berliner.Wir erzählten oft auch über privates, er hatte wie alle Berliner eine etwas große Klappe, aber sonst mochte ich ihn sehr, war so ein väterlicher Freund. Er war aber viel älter als ich. Irgendwann erzählte er mir, dass er schon vor 1933 in die SS in Berlin eingetreten ist. Er erzählte weiter, dass er 1934 aktiv am Röhmputsch ( Ernst Röhm SA Führer )teilgenommen hatte. Da wurde mir ganz anders, weil ich wusste wie die SS dort gehaust und gemordet hatte. Er muss mir wohl meinen Schreck angesehen haben und wiegelte ab, was ich denn wollte, in unserer Firma sind noch 'ne Menge SS Leute bis in den Vorstand und er nannte mir sogar den Namen des Vorstandsmitgliedes. Die haben sich nach 1945 alle wie eine Kette selbst eingestellt in die Firma, einer gab dem anderen Empfehlungen und schwupps waren sie drin. Alle auf gut bezahlten Jobs natürlich. Als wäre nichts gewesen. Wir nannten sie intern die "Fallschirmjäger", da wusste jeder aha auch einer von denen. Einen Prokuristen kannte ich auch, der war 1944 als 17-jähriger freiwillig zur Waffen SS gegangen und direkt in die Ardennenoffensive geschickt worden. Dort haben die Amis ihm ein Bein abgeschossen. Der war noch stolz auf seine SS Zugehörigkeit auch nach dem Krieg. Was man im Leben so für Leute trifft, ne , ne


.
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#32

RE: BM Justiz.....Akte Rosenburg.....Altnazis im Justizdienst

in Themen vom Tage 12.10.2016 13:02
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #22
Da ist der neue Staat gezwungen, manchen Kompromiss einzugehen, falls er nicht im Chaos versinken will.
Gruß an alle Uwe



Negatives Gebgenbeispiel ist der Staat Irak nach der entSADDAMnifizierung.

Und ich bin überzeugt daß Saddams Gehneimpolizei und Militärtribunale mit Folter und Hinrichtungen insgesamt weniger Leid produzierten als die Kämpfe im Land nach 1990.



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#33

RE: BM Justiz.....Akte Rosenburg.....Altnazis im Justizdienst

in Themen vom Tage 12.10.2016 13:03
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #31
Zitat von Rostocker im Beitrag #28
Sah mal vor einiger Zeit so eine Sendung,wo drin vor kam. Das man selbst im Westdeutschen Polizeidienst Leute übernahm. Die an Verbrechen im Baltikum und in Weißrussland beteildigt waren. Und da waren ja viele Polizei-Bat. an erschießungen dran beteildigt. Ich nehme mal an, das diese Verbrecher im Polizeidienst--sich ihre Akten selber geschrieben haben. Im Prinzip kann man auch sagen--selbst die Demokratie-wurde mit Verbrechern aufgebaut.


ja das war so. Dürften heute aber schon lange nicht mehr leben. Das fand auf allen staatlichen Ebenen so statt. Selbst im privaten Bereich habe ich davon gehört. Als ich 1970 bei meinem Chemie-AG anfing hatte ich einen sehr netten Kollegen, einen Berliner.Wir erzählten oft auch über privates, er hatte wie alle Berliner eine etwas große Klappe, aber sonst mochte ich ihn sehr, war so ein väterlicher Freund. Er war aber viel älter als ich. Irgendwann erzählte er mir, dass er schon vor 1933 in die SS in Berlin eingetreten ist. Er erzählte weiter, dass er 1934 aktiv am Röhmputsch ( Ernst Röhm SA Führer )teilgenommen hatte. Da wurde mir ganz anders, weil ich wusste wie die SS dort gehaust und gemordet hatte. Er muss mir wohl meinen Schreck angesehen haben und wiegelte ab, was ich denn wollte, in unserer Firma sind noch 'ne Menge SS Leute bis in den Vorstand und er nannte mir sogar den Namen des Vorstandsmitgliedes. Die haben sich nach 1945 alle wie eine Kette selbst eingestellt in die Firma, einer gab dem anderen Empfehlungen und schwupps waren sie drin. Alle auf gut bezahlten Jobs natürlich. Als wäre nichts gewesen. Wir nannten sie intern die "Fallschirmjäger", da wusste jeder aha auch einer von denen. Einen Prokuristen kannte ich auch, der war 1944 als 17-jähriger freiwillig zur Waffen SS gegangen und direkt in die Ardennenoffensive geschickt worden. Dort haben die Amis ihm ein Bein abgeschossen. Der war noch stolz auf seine SS Zugehörigkeit auch nach dem Krieg. Was man im Leben so für Leute trifft, ne , ne


Ja Gert--hatte selber mal einen guten Kollegen--in der Schweißmeisterei auf der Werft. Der diente bei der Waffen SS---muss wohl aber im besetzten Frankreich gewesen sein. Seine Blutgruppe hatte er noch unterm Arm. Er wurde darauf hin auch nie belästigt und ging seine Arbeit nach.Soviel ich weiß hatte er sogar seinen Meisterbrief, wurde jedoch nie als Meister eingesetzt--selbst ein Antrag auf Lehrmeister wurde abgelehnt. Erzählt hat er kaum was über seine Diestzeit, nur das er bei den kämpfenden Einheiten war.


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#34

RE: BM Justiz.....Akte Rosenburg.....Altnazis im Justizdienst

in Themen vom Tage 12.10.2016 13:10
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #32
Zitat von ABV im Beitrag #22
Da ist der neue Staat gezwungen, manchen Kompromiss einzugehen, falls er nicht im Chaos versinken will.
Gruß an alle Uwe



Negatives Gebgenbeispiel ist der Staat Irak nach der entSADDAMnifizierung.

Und ich bin überzeugt daß Saddams Gehneimpolizei und Militärtribunale mit Folter und Hinrichtungen insgesamt weniger Leid produzierten als die Kämpfe im Land nach 1990.


Ja im Irak hat man den Fehler gemacht, dank mit Hilfe der US- Besatzer und ihrer Politik. Und hat die Suniten ausgeschlossen, an der Gestaltung eines neuen Staates dran teil zu nehmen. Ja und heute weiß man ja nun,was draus geworden ist.


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#35

RE: BM Justiz.....Akte Rosenburg.....Altnazis im Justizdienst

in Themen vom Tage 12.10.2016 18:42
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #25
Zitat von ABV im Beitrag #22
Verurteilt wurden aber nur ehemalige DDR-Juristen, denen man eine Rechtsbeugung oder andere, bereits nach den Gesetzen der DDR verbotende Handlungsweisen nachweisen konnte.
Grundsätzlich halte ich die heutige Betroffenheit über die Weiterbeschäftigung von ehemals " Diktaturnahen Juristen", sei es aus der NS-Zeit oder der DDR, für pure Heuchelei.
Aus meiner Sicht ist so etwas nichts anderes als eine alternativlose, den besonderen Zwängen die ein gesellschaftlicher Umbuch nun einmal mit sich bringt. Juristen wachsen nun einmal nicht an den Bäumen. Ebenso wenig wie Polizisten oder Verwaltungsfachleute. Ohne diese Berufsgruppen geht nun einmal nichts. Da ist der neue Staat gezwungen, manchen Kompromiss einzugehen, falls er nicht im Chaos versinken will.
Wie so oft und in vielen Fällen: Mit dem Wissen von heute, sollte man die Vorgänge von damals nicht be bzw. verurteilen.

Gruß an alle
Uwe



Uwe danke für diesen Thread. Ich denke wir beide sind keine Fans der Nazis und brauchen diesen Leuten keinen Beifall zu klatschen für ihre Vergangenheit im Dritten Reich.Aber wir wissen, dass es nach 1945 auch eine Situation gab, wo es an den Neuaufbau des Staates ging. dafür brauchte man sachkundige Leute. Wenn man alle diese Fachleute aus der braunen Diktatur kaltgestellt hätte, wäre das Land und der Wiederaufbau völlig zum Erliegen gekommen. Das gilt für alle Bereiche der Verwaltungen, Polizei, Auswärtiges Amt usw. Ich schrieb es bereits auch ähnlich in #19. Deswegen ist das alles pure Heuchelei wie du richtig schriebst, mit dem Finger auf diese Leute zu zeigen und sie als Nazis zu brandmarken. Macht doch heute auch keiner mit ehemaligen SED Mitgliedern.
Wie war das eigentlich mit DDR Juristen, Richtern und Staatsanwälten, sind sie nach der Wende weiterbeschäftigt worden ?


Wenn ich mich richtig erinnere, konnten sich Richter und Staatsanwälte aus der früheren DDR nach der Wiedervereinigung wieder neu bewerben. Sie wurden dann von einer Kommission überprüft, die dann die Weiterbeschäftigung im Justizdienst der Länder befürwortete oder ablehnte.
Manche Richter oder Staatsanwälte verließen bereits vorher, von sich aus, den Justizdienst. Im Prinzip konnte sich jeder selbst ausrechnen, wie groß seine Chancen waren.
Die größten Chancen hatten wohl junge Richter und Staatsanwälte. Vor allem jene, die lediglich mit der " allgemeinen Kriminalität", dafür weniger oder überhaupt nicht " politischen Delikten" befasst waren.
Auf jeden Fall wurden neben der Vergangenheit der Bewerber, auch deren fachliche Eignung geprüft.

Gruß an alle
Uwe


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#36

RE: BM Justiz.....Akte Rosenburg.....Altnazis im Justizdienst

in Themen vom Tage 12.10.2016 18:44
von Gert | 12.354 Beiträge

falscher Klick , gelöscht


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#37

RE: BM Justiz.....Akte Rosenburg.....Altnazis im Justizdienst

in Themen vom Tage 12.10.2016 20:05
von IM Kressin | 913 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #22
Wie so oft und in vielen Fällen: Mit dem Wissen von heute, sollte man die Vorgänge von damals nicht be bzw. verurteilen.


Sollte man nicht, stimmt. Der unliebsamste Fehler eines Historikers. Bei allem was recht ist, mit dieser Entgegnung

Zitat von Gert im Beitrag #31
Einen Prokuristen kannte ich auch, der war 1944 als 17-jähriger freiwillig zur Waffen SS gegangen und direkt in die Ardennenoffensive geschickt worden. Dort haben die Amis ihm ein Bein abgeschossen. Der war noch stolz auf seine SS Zugehörigkeit auch nach dem Krieg. Was man im Leben so für Leute trifft, ne , neschreiiii]


befinden wir uns in dieser Phase.

Man sollte sich das Denkmuster eines 17-jährigen bewusst machen, seinen Handlungsspielraum im 1944, die mit

Vorsicht zu genießenden, von Krieg oder Katastrophen geprägten Lebensverhältnisse, Demagogie und Gleichgestimmtheit

des dritten Reiches.

Wer es unberücksichtigt läßt, meint es auch nicht ehrlich.

Er begeht die Inkorrektheit, die Zeit, in der er lebt, als Habitus und Maßstab der Dinge, allen Tun und Handelns, auch für die Vergangenheit zu betrachten.

Wenn das nebensächlich und irrelevant ist, wir ins Gericht gehen mit einem Knaben von 17 Jahren, ihn gar an den Pranger stellen mit
dem Wissen eines Erwachsenen von heute, dann möchte ich noch eine beachtliche Anzahl von prominenten Jung-Nazis dieser Zeit
auflisten.

Einleitend erst einmal meinen Respekt bekunden für den gefestigten Klassenstandpunkt, in der DDR der Sturm- und Drangzeit frühester Jugend
erworben und als hohes Ziel der sozialistischen Bildungsarbeit über das 17. Lebensjahr hinaus bis in das hohe Erwachsenenalter erhalten zu haben.

Nun möchte ich nicht weiter auf die Folter spannen und die schlimmen Jungextremisten dieser Zeit benennen.

Günter Grass, Schriftsteller und Nobelpreisträger, diente als 17-jähriger bei der Waffen-SS,

Henri Nannen, Verleger und Publizist, Chefredakteur des Stern war Stadionsprecher während der Olypischen Spiele 1936
in Berlin und Sprecher in Filmen von Leni Riefenstahl

Hellmuth Karasek, Hardy Krüger und viele andere, spätere Persönlichkeiten waren Schüler Nationalpolitischer Erziehungs- und Lehranstalten.

Der 40. Jahrestag der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht sollte nach dem Willen der Bundesregierung mit einem gemeinsamen Gedenken
und einer Versöhnungsgeste der ehemaligen Kriegsgegner begangen werden.

Der Besuch des US-Präsidenten und die gemeinsam mit dem Bundeskanzler vorgenommene Kranzniederlegung in Bitburg gingen als
"Bitburg-Kontroverse in die Geschichte ein.

Hintergrund:

Unter den Toten auf dem Soldatenfriedhof befanden sich auch Wehrpflichtige SS-Männer im Alter von 17 bis 19 Jahren.

Regierungssprecher Peter Boenisch hielt es für unmöglich, eine „Entnazifizierung der Friedhöfe“ durchzuführen.

Alfred Grosser, deutsch-französischer Politikwissenschaftler,
bekannte 2006, Grass hätte aufstehen sollen um zu sagen:

„Wenn ich getötet worden wäre, wäre mein Grab zwischen diesen hier gewesen.“

Wir sprechen über Schüler, die zu diesem Zeitpunkt zwischen 10 und 18 Jahre alt waren. Aus der geschichtlichen Erfahrung wissen wir, das beste
Lebensalter für Manipulation und des Indoktrinierens, eine Zeit der Beeinflussung, den kein Regime ungenutzt verstreichen lässt ohne die Gunst
der Stunde zu nutzen.

Ich schließe meinen Text, ohne den Stab über die benannten Personen zu brechen.


Es grüßt Euch

Kressin


"Als ich 17 war, war in meinem Traumberuf nichts mehr frei” – Was das war? – "Rentner! Erst Rentnerlehrling, dann Jungrentner und dann Rentnergeselle!”

Wo ein Genosse ist, ist die Partei - wo zwei Genossen sind, ist ein Intershop!
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#38

RE: BM Justiz.....Akte Rosenburg.....Altnazis im Justizdienst

in Themen vom Tage 12.10.2016 20:22
von Signalobermaat | 357 Beiträge

Entscheident ist meiner Meinung nach immer, aus welcher Sicht man das betrachtet und wie man es begründet.Was mich immer wieder aufregt ist diese politische Heuchelei gegen alles was rechts ist und gegen Nazis.
Wenn sie gegen rechts und Nazis wären, hätten sie mit diesen Altnazis nicht die höchsten Führungsstellen besetzt und sie mit guten Pensionen versorgt.Personen, an deren Händen sehr viel Blut klebt.Militärische Einrichtungen nach ihnen benannt usw.
Aber es geht ja nicht nur um die alte Vergangenheit.
Wo ich einen dicken Hals bekomme ist die Tatsache, daß das Bundessozialgericht 1998 den Angehörigen der lettischen SS von deutschen Steuergeldern eine monatliche Rente zugesprochen hat,mit der Begründung,daß es ihnen vertraglich zugesichert wurde, nach dem juristischen Grundsatz( pacta sunt servandfa) Veträge sind einzuhalten und das ihnen aus der bloßen Zugehörigkeit zur SS kein Nachteil entstehen darf, solange nicht die Einzelschuld geprüft und festgestellt wurde.
Das es sich bei der Truppe um eine internat, anerkannte Verbrechertruppe gehandelt ist, die an Verbrechen gegen die Menschlichkeit-Juden und Partisanenvernichtung beteiligt war, ist ja bewiesen.
Man hat sich gar nicht erst die Mühe gemacht, die Schuld zu prüfen.Beweise hätte es sicherlich noch gegeben, denn es sind ja immer wieder noch Verfahren gegen SS u. Nazis durchgeführt worden.
Acht Jahre vorher ist man ganz anders mit allen MfS Angehörigen verfahren, egal ob Reinemachefrau, Arzt,oder op. MA.
Auch hier gab es vertragliche Vereinbahrungen über die Rente, entsprechen der geleisteten Sozialbeiträge., aber hier gan es kein Pacta sundt servanda
Hier wurde sofort entgegen dem Grundgesetz Sippenhaft verordnet, ohne auch nur eine einzige Schuld zu prüfen.hat man ca 90000 MA ihre eingezahlten Rentenbeiträge gekürzt, vielleicht hat man das Geld für die lettische SS benötigt?
10 Jahre hat man mit allen staatlichen, politischen und juristischen Mitteln versucht Verbrechen zu finden.Kein einziges Gericht hat auch nur ein Verbrechen bestätigen können.
Ein paar lapidare Verfahren mit Geld,- Bewährungs- und einer einzigen Haftstrafe war das Ergebnis von 10 Jahren Ermittlung.
Nicht umsonst hat der damalige Generalbundesanwalt alle Ermittlungen einstellen lassen, mit der Begründung,es ist kaum noch etwas brauchbares zu erwarten.
Trotzdem gibt man sich in der Jahnbehörde noch der Hoffnung hin,mit viel finanziellem Aufwand nocht Treffer zu erhoffen.
Wenn der letzte Schnipsel aufgeklebt ist, lebt von uns auch keiner mehr.
So unterschiedlich ist meine eingangs erwähnte Betrachtungsweise.
Auch in der DDR hätte man nach der Wende viele, sehr gute Fachleute aus allen Bereichen weiter beschäftigen können,die sicherlich ein vielfaches besser qualifiziert und befähigt waren, als die, die sich dann hochgepuscht haben.Von einigen der 5. BRD Reserve, die sich am Buschgeld bereichert haben will ich gar nicht erst reden.
Man hat doch den Personenschutz übernommen ,MA in der Gauckbehörde eingesetzt und was ist passiert nichts.Kein schutzbedürftiger Politiker wurde vom Stasi PS erschossen.Ein Teil ehemaliger IM arbeitete weiter in brisanten Bereichen, nichts ist passiert.
Warum wohl,weil sie alle nicht die Verbrecher waren,die man aus ihnen machen wollte.
Aber wie es so ist, der Sieger schreibt die Geschichte und Recht ist immer das was die jeweils herrschende Klasse dafür hält.

Man at



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#39

RE: BM Justiz.....Akte Rosenburg.....Altnazis im Justizdienst

in Themen vom Tage 12.10.2016 20:30
von Signalobermaat | 357 Beiträge

Noch einen Nachsatz, man hat nicht nur die Rente gekürzt,sondern aus neuen Tätigkeiten in der Produktion u. anderen gesellschaftlicher Bereichen geworfen,Berufsverbote verhängt, ganze Existenzen vernichtet, Ehefrauen und Kinder wurden gedemütigt.
Genauso, wie es die Nazis mit den Juden und Kommunisten getan haben
Also alte Schule.



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#40

RE: BM Justiz.....Akte Rosenburg.....Altnazis im Justizdienst

in Themen vom Tage 12.10.2016 22:11
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Signalobermaat im Beitrag #39
Noch einen Nachsatz, man hat nicht nur die Rente gekürzt,sondern aus neuen Tätigkeiten in der Produktion u. anderen gesellschaftlicher Bereichen geworfen,Berufsverbote verhängt, ganze Existenzen vernichtet, Ehefrauen und Kinder wurden gedemütigt.
Genauso, wie es die Nazis mit den Juden und Kommunisten getan haben
Also alte Schule.




jetzt kommen mir aber die Tränen. Wenn das MfS nur 10 % der Empathie gehabt hätte mit den politischen Gefangenen, die sie wie am Fließband produzierten und sie obendrein noch verkauften, wäre es eine andere DDR gewesen und sie würde vielleicht heute noch existieren.
rot mark.Ich bin kein Jude, aber wäre ich einer würde mich dein Vergleich zutiefst beleidigen, @Signalobermaat


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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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