#161

RE: DDR 1974

in DDR Zeiten 06.10.2016 12:48
von Hanum83 | 4.788 Beiträge

Zitat von Ährenkranz im Beitrag #160
Mal eine Frage in die Runde - wenn ich mal "Rentner" bin in 3 Jahren (falls nicht die Politiker die Rente auf 90 setzen), wollte ich mal die Kassetten digitalisieren, hauptsächlich diejenigen, die mit Mikrofon aufgenommen wurden (Geburtstagsfeiern, als meine Nichten und Neffen klein waren und die nur so "gesungen" haben (sorbisch) als auch meine Kinder usw.)
Ist ja doch etwas zeitaufwändig...

Hat das schon mal jemand gemacht und was wurde dazu benutzt?

Es gibt ja so preisgünstige Cassettendigitalisierer, taugen die was?

Danke für Antworten!


Nach noch unbestätigten Meldungen wird das Renteneintrittsalter am 01.01.2018 auf 100 Jahre angehoben


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
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zuletzt bearbeitet 06.10.2016 12:51 | nach oben springen

#162

RE: DDR 1974

in DDR Zeiten 06.10.2016 12:50
von eisenringtheo | 9.182 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #159
(...)

Wenn du Orwos "erwischen" konntest warst du ein Glückspilz, die waren echt Bückware.
Zum Glück gab es noch Onkelchen aus dem NSW der seinen lieben armen DDR-Neffen mit BASF-Kassetten beglückte
Ich weiß auch nicht warum mir die Einschätzer am Kanten dann die Vertrauensblutgruppe verpassten, war ja voll westverseucht
[/quote]
Die Einfuhr von Tonbandkassetten war doch verboten----
http://www.chronik-der-mauer.de/material...st-februar-1982


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#163

RE: DDR 1974

in DDR Zeiten 06.10.2016 12:55
von Hanum83 | 4.788 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #162
Zitat von Hanum83 im Beitrag #159
(...)

Wenn du Orwos "erwischen" konntest warst du ein Glückspilz, die waren echt Bückware.
Zum Glück gab es noch Onkelchen aus dem NSW der seinen lieben armen DDR-Neffen mit BASF-Kassetten beglückte
Ich weiß auch nicht warum mir die Einschätzer am Kanten dann die Vertrauensblutgruppe verpassten, war ja voll westverseucht


Die Einfuhr von Tonbandkassetten war doch verboten----
http://www.chronik-der-mauer.de/material...st-februar-1982[/quote]

Mein Onkel der alte Schlawiener und Rechtsbrecher, der ist den PKE-Genossen glatt durchgerutscht


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#164

RE: DDR 1974

in DDR Zeiten 06.10.2016 13:01
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von Ährenkranz im Beitrag #160

Hat das schon mal jemand gemacht und was wurde dazu benutzt?
Es gibt ja so preisgünstige Cassettendigitalisierer, taugen die was?
Danke für Antworten!


Hallo,
zumindestens mit SUSE-Linux geht das mit "Bordmitteln", vom Cassettendeck mit Audioleitung in das Notebbook "line-in", es wird dann ein "wave" erezugt daß wiederum in ein MPEG3 gewandelt werden kann.

Also kein Geld ausgeben.



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#165

RE: DDR 1974

in DDR Zeiten 06.10.2016 13:10
von Blitz_Blank_Kalle | 323 Beiträge

Zitat von Ährenkranz im Beitrag #152

Ja, das Sonett war ein richtig gutes Cassettentonband, das hatte ich mir nach meinem Studium 1976 gekauft, da gab es absolut keinen Bandsalat wie bei dem MK 23.




Das Ding war der erste Kassettenrecorder meiner Eltern. Der hatte ja nicht mal ne Pausentaste, wenn ich mich recht erinnere. Beim Aufnehmen via Diodenkabel musste man schnell und konzentriert sein, um auch die richtigen "Aufnahmeknöpfe" zu drücken.

Spaß gemacht hat es trotzdem, wenn man vorher gar keinen hatte.
Der Klang war allerdings ohne Verstärker auch "bescheiden". Aber was soll`s, man war trotzdem zufrieden.

Heute kannst dir alles bei YouTube & Co. anhören und siehe da, der Reiz ist irgendwie wech...


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#166

RE: DDR 1974

in DDR Zeiten 06.10.2016 13:13
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #162
Zitat von Hanum83 im Beitrag #159
(...)

Wenn du Orwos "erwischen" konntest warst du ein Glückspilz, die waren echt Bückware.
Zum Glück gab es noch Onkelchen aus dem NSW der seinen lieben armen DDR-Neffen mit BASF-Kassetten beglückte
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bespielte Tonbandkasetten ja, unbespielte in Originalverpackung durften mit genommen werden, Wimre-
Mein AG produzierte die Folien (PET, der gleiche Rohstoff aus dem heute Getränkeflaschen hergestellt werden ) , die für die Kasetten gebraucht wurden. Wir belieferten auch die BASF. Diese beschichtete die Folie mit Eisenoxyd, später kamen dann noch die Chromdioxydbänder hinzu, die deutlich bessere Bänder garantierte. Dies PET Folien unter anderen habe ich tonnenweise verkauft. Es gab noch viele andere Einsatzgebiete z.B als Dielektrikum in Kondensatoren. Die dünnste Folie, die wir herstellten war 2,5 my ( mykron = tausendstel Millimeter) . zum Vergleich, ein menschliches Haar hat 50 my, die Kasettenfolien waren , Wimre, 35 my dick.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#167

RE: DDR 1974

in DDR Zeiten 06.10.2016 13:18
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Ährenkranz im Beitrag #151
Zitat von Gert im Beitrag #139

hat deine Platte einen Sprung ? Na ja frag ja nur mal, weil immer die selbe Leier kommt. Der Sozialneid wird dich noch mal ganz häßlich machen, häßlich ist nämlich sprachlich von Hass abgeleitet. Einen fröhlichen Tage wünsche ich und entspann dich.


Ich gebe mal das Kompliment nicht zurück, auch wenns mir arg in den Fingern brennt.

Dann hat halt meine Platte einen Sprung, ist mir sch......egal - ich habe keinen Sozialneid, ich bin für Gerechtigkeit.
Genauso, wie es jetzt im Land ist, das ist "nicht normal", dass Millionen von Menschen immer weiter abgedrängt werden.

Extra für dich - da war die DDR tausendmal gerechter, denn da gab es nicht so einen großen Unterschied zwischen arme und reiche, wenn ich es nüchtern betrachte, gab es in der DDR gar keine arme Menschen.
Von daher kam es mir absolut nicht in den Sinn, das Land zu verlassen.

Ich gönne dir aber dein Leben, was du nach der Flucht hattest als auch dein jetziges - nicht das du mir wieder mit irgendwelchem "Neid" kommst.

Auch einen schönen Tag noch!


rot mark.
mir auch nicht. Hatte nach meinem Umzug nach Düsseldorf den Plan nach Kanada auszuwandern, habe es aber im letzten Moment abgesagt. Ich dachte : "bleibe im Land und ernähre dich redlich", mit dem bekannten Spruch bin ich gut gefahren


.
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#168

RE: DDR 1974

in DDR Zeiten 06.10.2016 13:24
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Ährenkranz im Beitrag #160
Mal eine Frage in die Runde - wenn ich mal "Rentner" bin in 3 Jahren (falls nicht die Politiker die Rente auf 90 setzen), wollte ich mal die Kassetten digitalisieren, hauptsächlich diejenigen, die mit Mikrofon aufgenommen wurden (Geburtstagsfeiern, als meine Nichten und Neffen klein waren und die nur so "gesungen" haben (sorbisch) als auch meine Kinder usw.)
Ist ja doch etwas zeitaufwändig...

Hat das schon mal jemand gemacht und was wurde dazu benutzt?

Es gibt ja so preisgünstige Cassettendigitalisierer, taugen die was?

Danke für Antworten!


im Internet gibt es alles . guckst du hier :https://www.kassetten-digitalisieren.de/


.
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#169

RE: DDR 1974

in DDR Zeiten 06.10.2016 13:28
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #163
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #162
Zitat von Hanum83 im Beitrag #159
(...)

Wenn du Orwos "erwischen" konntest warst du ein Glückspilz, die waren echt Bückware.
Zum Glück gab es noch Onkelchen aus dem NSW der seinen lieben armen DDR-Neffen mit BASF-Kassetten beglückte
Ich weiß auch nicht warum mir die Einschätzer am Kanten dann die Vertrauensblutgruppe verpassten, war ja voll westverseucht


Die Einfuhr von Tonbandkassetten war doch verboten----
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Mein Onkel der alte Schlawiener und Rechtsbrecher, der ist den PKE-Genossen glatt durchgerutscht
[/quote]

dem PKE rutschte jeder Einreisende mit solchen Artikeln durch. Ganz einfach weil dafür die Zollverwaltung zuständig war, nicht PKE,
PKE machte nur die Passkontrolle. Der Zoll war der unangenehmere Teil, besonders bei weibliche Zollangestellten. Wenn dann noch eine gutaussehende Dame auf dem Beifahrersitz saß, liefen sie mitunter zur Höchstform auf.


.
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zuletzt bearbeitet 06.10.2016 13:29 | nach oben springen

#170

RE: DDR 1974

in DDR Zeiten 06.10.2016 13:55
von Ährenkranz | 846 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #168

im Internet gibt es alles . guckst du hier :https://www.kassetten-digitalisieren.de/


Ja, vielen Dank, habe schon im Internet geguckt - mir sind aber Erfahrungen lieber, die mir vielleicht hier geschrieben werden - vor allen Dingen kann man dann auch noch mal einiges nachfragen.


"Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden" - Helmut Schmidt
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#171

RE: DDR 1974

in DDR Zeiten 06.10.2016 14:01
von Ährenkranz | 846 Beiträge

Zitat von Blitz_Blank_Kalle im Beitrag #165

Das Ding war der erste Kassettenrecorder meiner Eltern. Der hatte ja nicht mal ne Pausentaste, wenn ich mich recht erinnere. Beim Aufnehmen via Diodenkabel musste man schnell und konzentriert sein, um auch die richtigen "Aufnahmeknöpfe" zu drücken.

Spaß gemacht hat es trotzdem, wenn man vorher gar keinen hatte.
Der Klang war allerdings ohne Verstärker auch "bescheiden". Aber was soll`s, man war trotzdem zufrieden.

Heute kannst dir alles bei YouTube & Co. anhören und siehe da, der Reiz ist irgendwie wech...



Na ja, das stimmt schon, aber irgendwie reizen mich meine DDR - Geräte immer noch.
Ich hatte erst vor 14 Tagen das Stern Dynamik wiedermal paar Stunden in Betrieb, wenn auch nur mono, aber es macht mir halt immer noch Spaß.

Was hatte ich schon für Angebote, diese Geräte zu verkaufen - gerade nach der Wende wimmelte es jeden Tag von Leuten aus der Gegend von Hof, die diese kaufen wollten - und da waren schon gute Angebote dabei.
Für nichts in der Welt gebe ich diese Geräte her, die nehme ich mit in mein Grab...


"Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden" - Helmut Schmidt
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#172

RE: DDR 1974

in DDR Zeiten 06.10.2016 14:21
von StabsfeldKoenig | 2.654 Beiträge

Zitat von andy im Beitrag #116
Zitat von Gert im Beitrag #100

hallo andy
... Die sogenannte2.Lohntüte ist mir auch bekannt. Das waren in der Hauptsache Grundnahrungsmittel und die Miete. In den meisten Altbauten hätte ich noch nicht mal umsonst gehaust zu solchen Mieten ich kenne sie, der Zustand war katastrophal. Die Neubauten waren zwar bei euch begehrt, zu recht, aber verglichen mit Wohnungen im Bundesgebiet einfachster Baustandard. Solche Häuser baute die neue Heimat mit den braun, grauen Waschkieselfassaden hier auch am Fließband. Meine Eltern wohnten in einem solchen Haus, 10 Etagen. Der Lift hielt nur in jeder 3.Etage ( sowas hatte ich noch nie gesehen). Nun, Kinderbetreuung war in den 70ern bei uns auch nicht teuer, heute ist sie in D'dorf ganz kostenlos ( nur Essen muss bezahlt werden )
Aber sobald der DDR Bürger nur die geringsten Ansprüche an das Leben stellte, dann wurde es grausam. Benzin 1,50 M Liter, Autos unbezahlbar und nicht zu haben, schicke Kleidung , schöne Urlaube, hochwertige Kosmetik, Möbel und vieles mehr . alles teilweise aus verschiedenen Gründen (fast)unerreichbar. Ja , wann ich damit zufrieden war, satt zu werden, ein Dach über dem Kopf zu haben, vielleicht noch jeden Tag meine Flasche Bier, wenn ich also so genügsam leben wollte und konnte, dann war alles paletti in der DDR.



grün

Das war es eben nicht nur und vielleicht solltest Du Dich mal näher mit der Materie beschäftigen und dabei auf die sich damit beschäftigende Fachliteratur zurückgreifen.

rot

Soso, da haben wir also in der DDR, einschließlich Deiner Verwandtschaft, so wir nicht in einer Neubauwohnung wohnten, alle in runtergekommenen Löchern gelebt, sind in furchtbaren Klamotten rumgelaufen und waren froh, wenn wir uns abends mal auf einer Holzkiste sitzend am offenen Feuer 'ne Scheibe subventioniertes Brot rösten und dazu 'ne Pulle Pilsner reinziehen konnten?
Da wir uns persönlich kennen weiss ich, dass Du das nicht wirklich ernsthaft glaubst.
Es ist unbestritten, dass der Lebensstandard in der Bundesrepublik höher war als in der DDR, insbesondere hinsichtlich des Angebotes an Konsumgüter. Trotzdem lebten die DDR-Bürger im Regelfall in vernünftig eingerichteten Wohnungen, konnten sich modern kleiden und die, die ich kenne, sind mit ihren Kindern auch jedes Jahr in den Urlaub gefahren, 50% der Famililien 1989 übrigens meistens im eigenen Auto, der Rest mit (subventionierten) öffentlichen Verkehrsmitteln.
Es ist auch unbestritten, dass die Altbausubstanz stark vernachlässigt wurde und tausende Wohnungen unbewohnbar waren. Die wurden dann aber auch nicht mehr bewohnt, zumindest nicht legal. Allerdings wurden im Gegenzug zwischen 1970 und 1989 3 Mio. Wohnungen für ca. 9 Mio der 16,5 Mio DDR-Menschen neu gebaut. Ob diese Konzentration auf den Neubau und die damit vernachlässigte Altbausubstanz richtig war, darf natürlich stark bezweifelt werden und Mitte der 80'er Jahre wurde das ja auch korrigiert.

Wenn man sich aber mit diesem Thema befasst sollte man auch einbeziehen, wie die Ausgangssituationen waren. Die DDR war nach dem Krieg genauso kaputt wie die Bundesrepublik. Die Bundesrepublik hatte den Marshall-Plan und die DDR hat bis Ende der 50'er Jahre die Reparationen an die UdSSR bezahlt, nicht nur durch Abbau einer großen Anzahl von Betrieben sondern zwischen 1946 (SBZ) bis 1953 auch in Form von Entnahme von 22% aus der lfd. Produktion. Da hat sich die Bundesrepublik fein rausgehalten und wurde im Gegenzug durch die DDR zwischen 1949 und 1961 noch mit dem Zuzug von ca. 2 Mio, meist gut ausgebildeten Fachkräften "unterstützt".

So gesehen finde ich das, was unter den vorliegenden Voraussetzungen in der DDR geschaffen wurde durchaus respektabel.


andy



Bereits ab Mitte der 70er Jahre begann die "Komplexrekonstruktion" von Wohnungen, also das, was man heute als "Sanierungsgebiet" bezeichnet. Beispiel ist dafür das Wohngebiet um den Arnimplatz in Berlin Prenzlauer Berg. Der Wunsch der Mehrzahl der Bürger war damals übrigens der Neubau, ein saniertes "Hexenhäuschen" im historischen Zentrum einer Kleinsadt war nicht gefragt, wel da keine Schrankwand hineinpaßte. Der Trend zum individuellen Wohnen kam übrigens auch im Westen erst später auf, auch dort betrieb man bis Mitte der 80er jahre vorzugsweise "Kahlschlagsanierung", also Abriß und Neubau.



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#173

RE: DDR 1974

in DDR Zeiten 06.10.2016 14:25
von bürger der ddr | 3.635 Beiträge

@Ährenkranz , keine Hexerei....
Ich habe schon einige Aufnahmen digitalisiert. Die Qualität ist leider nicht die beste, da der Ursprung schon etwas dürftig ist.
Ich habe dazu ein Programm (freeware) "No 23 recorder" verwendet. Das Abspielgerät habe ich über 3,5 mm Klinkenstecker (Kopfhörerausgang) mit dem 3,5 Klinke Eingang der Soundkarte verbunden. Dann die Soundkarte über die Treibersoftware auf den entsprechenden Eingang eingestellt.

Mit der "recordersoftware" kannst Du dann die Qualität (Samplingrate) einstellen und das Format (mp3). Zu den Aufnahmen kannst Du dann auch Titel vergeben. Die Aufnahme ist dann ähnlich wie früher am Kassettenrecorder, Du kannst automatuisch aussteuern bzw von Hand die Pegel einstelllen. Nun das Zielverzeichnis auf Deinem Speichermedium eingeben und ab geht die Post....

Zum "rippen" von CD (um die im Auto bzw. MP3 Player zu hören, nehme ich das Programm "audiograpper". Die Software prüft ob die CD auf Datenbanken vorhanden ist und liest Dir die Titelnamen ein. Ich nehme Audiograpper wegen der besseren Qualität, da über eine Schnittstelle mit einem Decoderprogramm des Frauenhofer Institut gearbeitet wird (must Du aber erst installieren) und man hat eine relativ hohe Qualität.



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#174

RE: DDR 1974

in DDR Zeiten 06.10.2016 14:26
von StabsfeldKoenig | 2.654 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #131
Zitat von der 39. im Beitrag #129
Hallo Gert,
in Deinem letzten Beitrag schreibst Du, dass Deutschland an Israel gezahlt hat. Muss das nicht heissen: zahlt? Oder habe ich nicht mitbekommen, dass wir nicht mehr zahlen?
der 39


ich habe mal für dich gegurgelt, also jetzt fließt noch Geld an NS Opfer in Israel, etwa 25.000 Renten , ca 500 Mio Euro im Jahr. Diese werden vom Bund und den Ländern hälftig gezahlt. Vermutlich aus Steuergelden. Sonstige Zahlungsverpflichtungen konnte ich nicht finden.
Dieses Programm läuft so lange bis, der letzte gestorben ist. Die damals jüngsten Opfer, die in Auschwitz befreit wurden, werden 15 Jahre gewesen sein, also Jahrgang 1930 und davor. 30er Jahrgänge sind aber nun auch schon 86 Jahre alt- Also allzu lange wird das Rentenprogramm nicht mehr laufen.
Dass diesen Leuten Renten gezahlt werden, ist auch ok.Sie haben schlimmes erlebt


Nachtrag : Insgesamt hat die Bundesrepublik an Entschädigung für NS Opfer rund 74 Milliarden € gezahlt, davon im letzten Jahr 607 Millionen. Das nur mal als Erinnerung an jene, die da schreiben die DDR hätte die Hauptlast der Reparationen und Kriegsfolgelasten zu tragen gehabt.
Natürlich sind die eh. DDR Bürger seit dem 3.Oktober 90 auch mit dabei, dieses Geld aufzubringen. Honecker hatte sich ja strikt geweigert bis zum Ende der DDR NS Opfer, hauptsächlich Juden, zu entschädigen, nun müßt ihr doch noch mit ran



Das ist wiedermal typisch, der Leistungsausgleich der Reparationslasten lt. Potsdamer Abkommen wurde zwar 1990 nicht gezahlt, aber trotz der von der Treuhand vernichteten Wirtschaft müssen wir die israelische Aufrüstung zahlen (wenn es nur um Renten usw. ginge, wäre es vertretbar, wenn der Zahlungsanteil sich an der Wirtschaftskraft der einzelnen Bundesländer orientieren würde).



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#175

RE: DDR 1974

in DDR Zeiten 06.10.2016 14:35
von StabsfeldKoenig | 2.654 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #138
Zitat von vs1400 im Beitrag #132

hm Gert
und bei recherchieren ist dir nicht aufgefallen,
dass damalige homosexuelle, zwangssteriliesierte, deserteure, roma, sinti, kommunisten eher nichts von diesen milliarden haben?
gruß vs



Ja, warum sollten die auch, ernst gemeint. Für aktive Widerständler eine Art Ehrenrente, ja das wäre richtig. Aber ansonsten gilt wohl daß Homosexuelle, Zigeuner, Bibelforscher usw. aufgrund ihres persönlich änderbaren Verhaltens verfolgt wurden und in Haft kamen.

Für Juden erklärte Menschen und UdSSR-Kriegsgefangende aber wegen ihrer persönlich nicht änderbaren Herkunft.

Bei Zigeunern ist es allerdings ein Übergangsbereich, sozusagen Sippenhaft auch für gut integrierte teils in Wehrmacht oder der Industrie sich befindliche.

Persönliche anmerkung, ich mag dieses Gelabere über arme verfolgte Balkanzigeuner nicht hören. In Titos Staat waren die einfach Jugoslaven, auch in der BRD als Gastabeiter. In Duisburg zog keiner die Karte ich bin Zigeuner, Serbe oder Bosnier, einfach Jugo....

Wenn ein Deutscher nicht mit Lederhose auftritt ist er im Ausland Deutscher, nicht Bayer usw.


Die Verfolgung der "Zigeuner" war in weiten Teilen eine rassistische Verfolgung (z.B. Roma), die auf Grund ihres Aussehens anhand sogenannter "Rassemerkmale" in KZ-Haft bzw. in Vernichtungslager kamen. Nicht nach ethnischen merkmalen erkennbare Volksgruppen (z.B. Sinti, Jenische), wurden z.T. durch Melde- und Personenstandsregister ermittelt und auch bei seßhafter Lebensweise verhaftet. Aber auch ein Leben als reisender Schausteller bzw. Zirkusartist ist nach rechtsstaatlichen Grundsätzen nicht strafbar. Deswegen stellt die Verfolgung von "Zigeunern und nach Zigeuenerart umherziehenden Personen" (Zitat aus dem entsprechendem Nazigesetzt) Unrecht dar und ist zu entschädigen.



vs1400 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#176

RE: DDR 1974

in DDR Zeiten 06.10.2016 14:40
von bürger der ddr | 3.635 Beiträge

Nööö, bleib mal lieber beim Kassettenrecorder.......



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#177

RE: DDR 1974

in DDR Zeiten 06.10.2016 14:57
von Ährenkranz | 846 Beiträge

Zitat von bürger der ddr im Beitrag #176
Nööö, bleib mal lieber beim Kassettenrecorder.......


Ja, das Thema ist interessant....

Mal noch eine Frage - welches Gerät hattet ihr eigentlich als erstes?
Auch "Westbürger" können und sollten mal antworten, interessiert mich sehr, was es da für Geräte gab und der Preis.

Bei mir war es 1965 das MIKKI II für 165 Mark, da war ich in der 5.Klasse, gabs sogar in unserem Tante Emma - Dorfladen.
Ich habe es mir teils zusammengespart und ein Teil Geschenk von meinen Eltern und von meinen Großeltern und mein Bruder hat mir auch noch was dazu gegeben zum Geburtstag.


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zuletzt bearbeitet 06.10.2016 14:59 | nach oben springen

#178

RE: DDR 1974

in DDR Zeiten 06.10.2016 15:02
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #172

Zitat

Wenn man sich aber mit diesem Thema befasst sollte man auch einbeziehen, wie die Ausgangssituationen waren. Die DDR war nach dem Krieg genauso kaputt wie die Bundesrepublik. Die Bundesrepublik hatte den Marshall-Plan und die DDR hat bis Ende der 50'er Jahre die Reparationen an die UdSSR bezahlt, nicht nur durch Abbau einer großen Anzahl von Betrieben sondern zwischen 1946 (SBZ) bis 1953 auch in Form von Entnahme von 22% aus der lfd. Produktion. Da hat sich die Bundesrepublik fein rausgehalten und wurde im Gegenzug durch die DDR zwischen 1949 und 1961 noch mit dem Zuzug von ca. 2 Mio, meist gut ausgebildeten Fachkräften "unterstützt".

So gesehen finde ich das, was unter den vorliegenden Voraussetzungen in der DDR geschaffen wurde durchaus respektabel.


andy



Bereits ab Mitte der 70er Jahre begann die "Komplexrekonstruktion" von Wohnungen, also das, was man heute als "Sanierungsgebiet" bezeichnet. Beispiel ist dafür das Wohngebiet um den Arnimplatz in Berlin Prenzlauer Berg. Der Wunsch der Mehrzahl der Bürger war damals übrigens der Neubau, ein saniertes "Hexenhäuschen" im historischen Zentrum einer Kleinsadt war nicht gefragt, wel da keine Schrankwand hineinpaßte. Der Trend zum individuellen Wohnen kam übrigens auch im Westen erst später auf, auch dort betrieb man bis Mitte der 80er jahre vorzugsweise "Kahlschlagsanierung", also Abriß und Neubau.



da wo meine neue Heimat ist, gab es fast nichts abzureißen, das hatte die RAF und USAF schon besorgt. Musstest nur den Schutt wegräumen.


.
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#179

RE: DDR 1974

in DDR Zeiten 06.10.2016 15:03
von GMN Hörer | 35 Beiträge

Zitat von Hansteiner im Beitrag #157
Ende der 60er gab es auch das tragbare Tonbandgerät "Uran" (?)
ich glaube aus Ungarn kam es,wollte es mir ja zulegen, aber 650,00 M. (?)
dann ist nur der "Stern 111" rausgekommen für die Hälfte.

VG H.


Das tragbare Bandgerät "Uran" stammt von Tesla (1965).
wird hier kurz erwähnt....http://www.tonbandmuseum.info/tesla-cssr.html.


Mein erstes Tonbandgerät hat mir mein Vater überlassen. Ein DDR-Produkt Marke "Tonmeister".
Gebaut wurde es im Schwermaschinenbau "Karl Liebknecht" Magdeburg, und die Firma hatte ihren Namen alle Ehre gemacht.
Etwas später bekam ich ein BG20 (Smaragd) geschenkt.
Dann 1974, um beim eigentlichen Thema zu bleiben, kaufte ich, vom mageren Lehrlingsgeld abgespart, ein gebrauchtes Tesla B5. .
Neukäufe waren dann das russische "Jupiter" (etwa 1979) und im September 1984 ein Tesla B116, welches ich durch
Zufall in Berlin (RFT am Alex) erstanden hatte.

1974, war ich noch erstes Lehrjahr, habe ich meine Fahrerlaubnis (hieß damals so) Klasse A (Motorrad) gemacht.
Wenn ich mich recht entsinne, hat mir der Spass ganze 45 Mark gekostet. Das war sogar vom Lehrlingsgeld zu stemmen.

Im selben Jahr hab ich mich, zwecks Aufstockung meiner Finanziellen Mittel, einer Feierabendbrigade angeschlossen.
Der Eigenheimbau war in den 70er Jahren im kommen und als Elektriker hat man so 8 bis 10 Mark die Stunde gehabt.
Knapp zwei Jahre später konnte ich mein erstes Motorrad (TS 150) mein Eigen nennen.

und dann diesen Film gesehen, der 1973 in die DDR Kinos kam. unvergessen!



mfg
GMN Hörer


Die vollends aufgeklärte Welt erstrahlt im Zeichen triumphalen Unheils ...
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#180

RE: DDR 1974

in DDR Zeiten 06.10.2016 15:05
von bürger der ddr | 3.635 Beiträge

1. Gerät: Mikki II
2. Gerät: Stern "Piccolo" (MW, UKW)
3. Gerät: Tonbandgerät ZK 120 T (zweispur, Grundig Lizenz aus Polen)
4. Gerät: Fernseher "Junost"
5. Gerät: Stern "Stereoport" (ein Transistor Kofferradio mit Anschlußmöglichkeit eines zweiten lautsprecher zum Stereoempfang)
6. Gerät: Kassetenrecorder "Minett" (wurde durch einen befreundeten Rundfunkmechaniker für das Auto umgebaut)
7. Gerät: Anlage bestehend aus ST 3900 und SV 3900 und ein Kassetendeck von JVC

Heute noch in Betrieb Boxen der Marke "Corona", diese Boxen haben einen sehr guten Klang. satte weiche Bässe und klare Höhen mit Überlastungsschutz. Die Boxen versehen an einer Anlage von "Sony" ihren dienst. Früher hatte ich "JVC", doch für die Boxen wollte ich eine gute Anlage mit 4 Ohm Ausgang.



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