#1

Güsten in Potsdam

in Grenztruppen der DDR 30.09.2016 16:16
von PKE | 151 Beiträge

Neuer Versuch


nach oben springen

#2

RE: Güsten in Potsdam

in Grenztruppen der DDR 30.09.2016 16:42
von Kalubke | 2.306 Beiträge

GüSt Straße Drewitz
GüSt Wasser Nedlitz
GüSt Bahn Griebnitzsee
GüSt Wasser Babelsberger Enge
GüSt Wasser Dreilinden (Teltowkanal)
KP MVM Glienicker Brücke

Gruß Kalubke



damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#3

RE: Güsten in Potsdam

in Grenztruppen der DDR 30.09.2016 19:09
von schulzi | 1.766 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #2

GüSt Straße Drewitz
GüSt Wasser Nedlitz
GüSt Bahn Griebnitzsee
GüSt Wasser Babelsberger Enge
GüSt Wasser Dreilinden (Teltowkanal)
KP MVM Glienicker Brücke

Gruß Kalubke


Güst Staaken


nach oben springen

#4

RE: Güsten in Potsdam

in Grenztruppen der DDR 30.09.2016 20:27
von Kalubke | 2.306 Beiträge

Ja, wenn der gesamte Bezirk Potsdam gemeint ist, dann kämen noch

die GüSt Straße Mahlow,
die GüSt Wasser Kleinmachnow.
die GüSt Wasser Hennigsdorf,
die GüSt Straße Stolpe
und die GüSt Bahn Staaken hinzu (wobei dort m. E. die Transitzüge nach Hamburg nur die Grenze durch einen megalangen bis nach Falkensee reichenden Schlauch passierten und nicht kontrolliert wurden. Eine PKE jedenfalls gabs dort nicht..


die "Müllkutscher"-Güst Mahlow

In Groß Ziethen gabs in den 70ern auch eine "Müllkutscher"-GüSt, die aber wieder geschlossen wurde, als die Deponie dort voll war.

Gruß Kalubke



eisenringtheo hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 30.09.2016 21:40 | nach oben springen

#5

RE: Güsten in Potsdam

in Grenztruppen der DDR 30.09.2016 20:39
von icke46 | 2.593 Beiträge

Die Frage ist ja eigentlich, was der User @PKE in diesem Thread einstellen wollte. Denn das hat ja augenscheinlich nicht funktioniert.

Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass er die Frage in den Raum stellen wollte, welche GÜSTen es im Raum Potsdam gab, schliesslich gehörten die zu seiner Kernkompetenz.

Vielleicht kann er ja mal erläutern, was eigentlich in diesem Thread stehen sollte.

Gruss

icke



IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#6

RE: Güsten in Potsdam

in Grenztruppen der DDR 01.10.2016 09:44
von eisenringtheo | 9.193 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #4
(..)
und die GüSt Bahn Staaken hinzu (wobei dort m. E. die Transitzüge nach Hamburg nur die Grenze durch einen megalangen bis nach Falkensee reichenden Schlauch passierten und nicht kontrolliert wurden. Eine PKE jedenfalls gabs dort nicht..
(...)
Gruß Kalubke


Doch die wurden kontrolliert, PKE gab es auch. Beim Umbau 1976 hat man die Güst nach Westen verlegt (geographisch nicht politisch).
http://w-schlegel.de/Gleisplaene/body_sta.htm
Es waren neben der Grenzsicherungsanlagen (Mauern) zusätzliche Umbauten erforderlich, das sogenannte Elefantentor

Bahnübergang durch das Sperrgebiet...
Bahnübergang Feldstrasse

http://www.drehscheibe-online.de/foren/r...438054,page=all
Das Bild wurde nach der Wende aufgenommen, die Mauer ist da schon weg, vom Zug würde man von der Strasse nur wenig sehen


Lutze, Kalubke und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#7

RE: Güsten in Potsdam

in Grenztruppen der DDR 01.10.2016 23:58
von Kalubke | 2.306 Beiträge

Die ehem. Müllkutscher-GüSt Groß Ziethen hatte auch so ein ähnliches gigantisches Roltor. Projektiert und angefertigt wahrscheinlich im MfS-Betrieb VEB SHB Berlin (Spezialhochbau Berlin).



Gruß Kalubke



IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#8

RE: Güsten in Potsdam

in Grenztruppen der DDR 02.10.2016 00:28
von passport | 2.643 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #7
Die ehem. Müllkutscher-GüSt Groß Ziethen hatte auch so ein ähnliches gigantisches Roltor. Projektiert und angefertigt wahrscheinlich im MfS-Betrieb VEB SHB Berlin (Spezialhochbau Berlin).



Gruß Kalubke






Es gab auch andere Betriebe die Sperren herstellten !

Kommentar zu dem Film "Schranken"


"Fahrzeugdurchbrüchen" Einhalt gebieten
Nach Feierabend wurde es für Schlosser und Ingenieure der IFA-Werke in Ludwigsfelde spannend. Ende der 1970er Jahre machten sie Überstunden für einen neuen Typ von Straßensperren, die der hohen Zahl von "Fahrzeugdurchbrüchen" Einhalt gebieten sollten.


http://www.geschichtsspuren.de/forum/dok...gen-t13673.html



passport


damals wars, Kalubke, eisenringtheo und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#9

RE: Güsten in Potsdam

in Grenztruppen der DDR 02.10.2016 08:13
von Kalubke | 2.306 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #6
Zitat von Kalubke im Beitrag #4
(..)
und die GüSt Bahn Staaken hinzu (wobei dort m. E. die Transitzüge nach Hamburg nur die Grenze durch einen megalangen bis nach Falkensee reichenden Schlauch passierten und nicht kontrolliert wurden. Eine PKE jedenfalls gabs dort nicht..
(...)
Gruß Kalubke


Doch die wurden kontrolliert, PKE gab es auch. Beim Umbau 1976 hat man die Güst nach Westen verlegt (geographisch nicht politisch).
http://w-schlegel.de/Gleisplaene/body_sta.htm
[...]



Auf dem Gleisplan 4/5 sieht man zwischen den Strecken-km 19,2 und 19,7 die berüchtigten Stummelgleise. Bei einem Grenzdurchbruch mit dem Zug wäre er auf diese Stummel umgeleitet worden, dort entgleist und in einer Zugkatastrophe geendet.

Gruß Kalubke



IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 02.10.2016 08:25 | nach oben springen

#10

RE: Güsten in Potsdam

in Grenztruppen der DDR 02.10.2016 17:02
von StabsfeldKoenig | 2.656 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #9
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #6
Zitat von Kalubke im Beitrag #4
(..)
und die GüSt Bahn Staaken hinzu (wobei dort m. E. die Transitzüge nach Hamburg nur die Grenze durch einen megalangen bis nach Falkensee reichenden Schlauch passierten und nicht kontrolliert wurden. Eine PKE jedenfalls gabs dort nicht..
(...)
Gruß Kalubke


Doch die wurden kontrolliert, PKE gab es auch. Beim Umbau 1976 hat man die Güst nach Westen verlegt (geographisch nicht politisch).
http://w-schlegel.de/Gleisplaene/body_sta.htm
[...]



Auf dem Gleisplan 4/5 sieht man zwischen den Strecken-km 19,2 und 19,7 die berüchtigten Stummelgleise. Bei einem Grenzdurchbruch mit dem Zug wäre er auf diese Stummel umgeleitet worden, dort entgleist und in einer Zugkatastrophe geendet.

Gruß Kalubke



Die sog. "Stummelgleise", bzw. nach FV richtiger Schutzgleise/Schutzweichen sind eine im Eisenbahnbetrieb übliche und z.T. sogar vorgeschriebene Sicherheitsmaßnahme (Flankenschutz). Im Regelfall hat man Schutzweichen am Ende von Überholungsgleisen, um zu vermeiden, daß ein Zug, der sich unbeabsictigt in Bewegung setzt eim durchfahrendem Zug in die Flanke fährt bzw. Rangierabteilungen, die zwischen Überholungsgleisen und Nebengleisen (Abstell- und Ladegleisen) verkehren, den Zugverkehr behindern (ohne Schutzweiche Rangierverbot bei Zugfahrt). Streckenschutzweichen, die unzulässige Ein- und Ausfahrten bzw. das Wegrollen von ungesicherten Wagen auf die freie Strecke verhindern, gab es zuerst an Steilstrecken. Zur Grenzsicherung wurden diese Maßnahmen lediglich übernommen. Eine Katastrophe wäre nicht durch die Schutzweichen (signalabhängig), sondern durch das unzulässige Überfahren haltzeigender Signale entstanden. Die Schuld an eventuellen Unfällen bei vorsätzlichen unzulässigen Fahrten (Gefährlicher Eingriff in den Bahnbetrieb) wurde schonmal ausführlich bei dem Tread über die Flucht mit dem Personenzug über Albrechtshof behandelt



nach oben springen

#11

RE: Güsten in Potsdam

in Grenztruppen der DDR 02.10.2016 17:35
von eisenringtheo | 9.193 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #10
(...). Die Schuld an eventuellen Unfällen bei vorsätzlichen unzulässigen Fahrten (Gefährlicher Eingriff in den Bahnbetrieb) wurde schonmal ausführlich bei dem Tread über die Flucht mit dem Personenzug über Albrechtshof behandelt

Albrechtshof hatte keine Schutzweichen. Bis 1961 war das lediglich ein Kontrollbahnhof für die noch offene Grenze. Nach dem Mauerbau wurde der S-Bahn Betrieb zwischen Albrechtshof und Falkensee noch kurze Zeit mit elektrischer Traktion betrieben. Ab 10. Oktober 1961 wurde die nun sehr kurz gewordene S-Bahnstrecke aufgelassen und stattdessen Dampfzüge von Nauen bis Albrechtshof weiter geführt. Dadurch wurde die Flucht erst möglich. Nach der Flucht hat man die Güst geschlossen und die Hamburger Züge über Griebnitzsee geführt

http://w-schlegel.de/Gleisplaene/body_as.htm
Da die Strecke nun auch in WB ausser Betrieb war, wurden die Bahnschranken bei den Strassenquerungen entfernt

http://www.stillgelegte-s-bahn.de/
Theo


schulzi und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#12

RE: Güsten in Potsdam

in Grenztruppen der DDR 03.10.2016 00:11
von StabsfeldKoenig | 2.656 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #11
Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #10
(...). Die Schuld an eventuellen Unfällen bei vorsätzlichen unzulässigen Fahrten (Gefährlicher Eingriff in den Bahnbetrieb) wurde schonmal ausführlich bei dem Tread über die Flucht mit dem Personenzug über Albrechtshof behandelt

Albrechtshof hatte keine Schutzweichen. Bis 1961 war das lediglich ein Kontrollbahnhof für die noch offene Grenze. Nach dem Mauerbau wurde der S-Bahn Betrieb zwischen Albrechtshof und Falkensee noch kurze Zeit mit elektrischer Traktion betrieben. Ab 10. Oktober 1961 wurde die nun sehr kurz gewordene S-Bahnstrecke aufgelassen und stattdessen Dampfzüge von Nauen bis Albrechtshof weiter geführt. Dadurch wurde die Flucht erst möglich. Nach der Flucht hat man die Güst geschlossen und die Hamburger Züge über Griebnitzsee geführt

http://w-schlegel.de/Gleisplaene/body_as.htm
Da die Strecke nun auch in WB ausser Betrieb war, wurden die Bahnschranken bei den Strassenquerungen entfernt

http://www.stillgelegte-s-bahn.de/
Theo


Bei der Flucht von Albrechtshof aus wurde ein haltzeigendes Ausfahrsignal vorsätzlich überfahren. Da aber der Zug auf eine eingleisige Strecke fuhr, hätte er mit einem entgegenkommenden Zug zusammenstoßen können. Des weiteren wurden Bahnübergänge bei offener Schranke überfahren. Um solche Fluchtversuche, die einen gefährlichen Eingriff in den Bahnbetrieb darstellten, in Zukunft zu verhindern, wurden auf anderen Grenzbahnhöfen Schutzweichen und Gleissperren eingebaut und alle Fahrstraßen so eingerichtet, daß es in Zukunft keine Durchfahrten mehr gab.



nach oben springen

#13

RE: Güsten in Potsdam

in Grenztruppen der DDR 04.10.2016 23:26
von Kalubke | 2.306 Beiträge

Zitat von PKE im Beitrag #1
Neuer Versuch



Ich vermute mal @PKE wollte diesen Link hier einstellen:

http://www.geschichtsspuren.de/datenbank...in-potsdam.html. Der wird umgeleitet zu http://www.passkontrolle-ddr.de. Diese Site existiert aber leider nicht mehr im Web. In der way back machine (Internet Archiv) sind noch einige Inhalte erhalten. Den vorletzten Archiv-Schnappschuss gibts vom 17.03.2016 (siehe hier). Der letzte ist vom 24.05.2016.

Zur GüSt Staaken Eisenbahn gibts im Web Archiv diesen Link hier.

Gruß Kalubke



PKE und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.10.2016 08:26 | nach oben springen

#14

RE: Güsten in Potsdam

in Grenztruppen der DDR 05.10.2016 08:17
von Kalubke | 2.306 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #10


[...]

Die Schuld an eventuellen Unfällen bei vorsätzlichen unzulässigen Fahrten (Gefährlicher Eingriff in den Bahnbetrieb) wurde schonmal ausführlich bei dem Tread über die Flucht mit dem Personenzug über Albrechtshof behandelt


Trotz ausführlicher Behandlung vlt. doch noch mal ein Aspekt dazu: Dem Grenzverletzer für sein Handeln die gesamte Schuld und Verantwortlichkeit für die Folgen zuzuordnen war recht bequem, weil es gleichzeitig den politisch Handelnden, die für das Grenzregime verantwortlich waren, jegliche Verantwortung für dessen Auswirkungen und Beeinträchtigungen abgenommen hat. Wenn man in die deutsche Geschichte blickt, gab es einige Fälle, in denen die Herrschenden die Verantwortung auf die Opfer der Staatsräson abgeladen hatten.

Gruß Kalubke



IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.10.2016 09:16 | nach oben springen

#15

RE: Güsten in Potsdam

in Grenztruppen der DDR 05.10.2016 10:08
von PKE | 151 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #13
Zitat von PKE im Beitrag #1
Neuer Versuch



Ich vermute mal @PKE wollte diesen Link hier einstellen:

http://www.geschichtsspuren.de/datenbank...in-potsdam.html. Der wird umgeleitet zu http://www.passkontrolle-ddr.de. Diese Site existiert aber leider nicht mehr im Web. In der way back machine (Internet Archiv) sind noch einige Inhalte erhalten. Den vorletzten Archiv-Schnappschuss gibts vom 17.03.2016 (siehe hier). Der letzte ist vom 24.05.2016.

Zur GüSt Staaken Eisenbahn gibts im Web Archiv diesen Link hier.

Gruß Kalubke


Ich habe die Seite Passkontrolle-DDR herausgenommen. HDB.


IM Kressin, eisenringtheo und Kalubke haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#16

RE: Güsten in Potsdam

in Grenztruppen der DDR 05.10.2016 10:44
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #14

Trotz ausführlicher Behandlung vlt. doch noch mal ein Aspekt dazu: Dem Grenzverletzer für sein Handeln die gesamte Schuld und Verantwortlichkeit für die Folgen zuzuordnen war recht bequem, weil es gleichzeitig den politisch Handelnden, die für das Grenzregime verantwortlich waren, jegliche Verantwortung für dessen Auswirkungen und Beeinträchtigungen abgenommen hat. Gruß Kalubke


Und die Verantwortung liegt richtig bei den Grenzverletzern. Auch wenn die DDR warum auch immer manchen nicht gefiel, es war für keinen der sich arrangierte und sein Leben privat einrichtete irgendwann lebens- oder freiheitsbedrohend. Niemand wurde wegen ethinscher Abstammung verfolgt und mit dem Leben bedroht. Nichtöffenlich konnte auch jede Religion ausgeübt werden, entsprechend arrrangiert konnten sogar Mormonen in Freibrg ihren Tempel bauen.



nach oben springen

#17

RE: Güsten in Potsdam

in Grenztruppen der DDR 05.10.2016 23:24
von Kalubke | 2.306 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #16
Zitat von Kalubke im Beitrag #14

Trotz ausführlicher Behandlung vlt. doch noch mal ein Aspekt dazu: Dem Grenzverletzer für sein Handeln die gesamte Schuld und Verantwortlichkeit für die Folgen zuzuordnen war recht bequem, weil es gleichzeitig den politisch Handelnden, die für das Grenzregime verantwortlich waren, jegliche Verantwortung für dessen Auswirkungen und Beeinträchtigungen abgenommen hat. Gruß Kalubke


Und die Verantwortung liegt richtig bei den Grenzverletzern. Auch wenn die DDR warum auch immer manchen nicht gefiel, es war für keinen der sich arrangierte und sein Leben privat einrichtete irgendwann lebens- oder freiheitsbedrohend. Niemand wurde wegen ethinscher Abstammung verfolgt und mit dem Leben bedroht. Nichtöffenlich konnte auch jede Religion ausgeübt werden, entsprechend arrrangiert konnten sogar Mormonen in Freibrg ihren Tempel bauen.



Genau das war ja das Dilemma und hat letztendlich der DDR politisch den Kopf gekostet: Der DDR-Bürger hatte, was Sicherheitsfragen wie z.B. das Grenzregime betraf, die Schnauze zu halten und nichts in Frage zu stellen. Wenn er die ihm von der Obrigkeit zugewiesene "artgerechte" Nische nicht veließ, brauchte er keine Angst um Leib und Leben zu haben. Nur, mit mündigem und souveränem DDR-Bürger hatte das damals wenig zu tun.

Ethnisch wurde man damals nicht verfolgt, wohl aber bei Verdacht auf RF. Habe damals selber erlebt, wie MfS-IM agent provocateur spielten und in der Kneipe lauthals rausposaunten, dass sie nach dem Westen abhauen wollen und Mitstreiter suchen. Als uns das zu bunt wurde, haben wir diesem Typen zu verstehen gegeben dass er sich gerade um Kopf und Kragen redet, weil er ja nicht wissen kann, ob unter uns jemand ist, der das "pflichtgemäß" weiter meldet. Das schien ihn aber in seiner Einfalt in keinster Weise beeindruckt zu haben und da war uns klar, der Typ ist nicht sauber und stinkt 10 Meilen gegen den Wind. Keiner normaler Mensch, der echte Ambitionen hatte, wäre so in der Öffentlichkeit aufgetreten.

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 06.10.2016 00:01 | nach oben springen



Besucher
23 Mitglieder und 77 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: TalSiar
Besucherzähler
Heute waren 1821 Gäste und 133 Mitglieder, gestern 3617 Gäste und 188 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14376 Themen und 558828 Beiträge.

Heute waren 133 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen