#21

RE: In den Archiven die DDR neu erlebt und verstanden

in DDR Staat und Regime 11.10.2016 23:30
von ABV | 4.202 Beiträge

Besonders bemerkenswert fand ich, dass die Journalisten quasi von heute auf morgen die " Heile-Welt-Berichterstattung" beendet und in kritische Berichterstattung übergegangen sind. Plötzlich gab es einen Berg von Problemen, zuvor " unfehlbare" Genossen standen von einem Tag zum anderen in der öffentlichen Kritik.
Genutzt hatte diese Kehrtwendung nicht jedem. In Seelow gab es damals einen Chefredakteur Namens Uebelhack. Trotz aller Wendungen, wurde auf den Demos im November 1989 seine Ablösung gefordert. " Uebelhack hat ausgehackt", stand auf etlichen Plakaten.
Trotzdem kann nicht verschwiegen werden, dass es den Journalisten nicht anders ging, als den anderen Staatsangestellten der DDR. Sie mussten, vielleicht sogar noch mehr als andere, unbedingte Loyalität erweisen. Die berühmte " Schere im Kopf" eben, wenn man etwas schreibt oder sagt, nur weil es andere genauso hören oder lesen wollen. Und man weiß, dass es Unfug ist.

Gruß an alle
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#22

RE: In den Archiven die DDR neu erlebt und verstanden

in DDR Staat und Regime 11.10.2016 23:45
von icke46 | 2.593 Beiträge

Es fragt sich nun natürlich, was konkret die Journalisten in den Zeitungen, zb. dem "Neuen Tag" in Frankfurt/Oder, mit eigenen Worten schreiben konnten. Das waren vermutlich hauptsächlich die Lokalseiten, und da kam es (spekuliere ich jetzt mal) auch darauf an, was die Bezirksparteileitung zugelassen hat.

Ich kann dazu nur von meinen damaligen Besuchen in Ost-Berlin sagen, dass ich mir immer nach dem Durchgang des Grenzübergangs eine "Berliner Zeitung" gekauft habe - und in der besonders gern erstens die Gerichtsreportagen, so vorhanden, und zweitens die Kleinanzeigen gelesen habe, dazu natürlich die allgemeinen Lokalnachrichten. Die ersten vier bis sechs Seiten waren wohl zwischen dem Neuen Deutschland, Berliner Zeitung, Neuer Tag etc. austauschbar.

Gruss

icke



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#23

RE: In den Archiven die DDR neu erlebt und verstanden

in DDR Staat und Regime 11.10.2016 23:47
von icke46 | 2.593 Beiträge

Kleiner Nachsatz zu den Kleinanzeigen: Das Kürzel "MLWA" in den Bekanntschaftsanzeigen fand ich immer originell.



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#24

RE: In den Archiven die DDR neu erlebt und verstanden

in DDR Staat und Regime 12.10.2016 13:04
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von icke46 im Beitrag #23
Kleiner Nachsatz zu den Kleinanzeigen: Das Kürzel "MLWA" in den Bekanntschaftsanzeigen fand ich immer originell.


Und was heißt das im Klartext ?


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#25

RE: In den Archiven die DDR neu erlebt und verstanden

in DDR Staat und Regime 12.10.2016 13:07
von Büdinger | 1.502 Beiträge

marxistisch-leninistische Weltanschauung


.

Ich finde Menschen faszinierend, die meinen mich zu kennen.
Manchmal drängt es mich sie zu fragen, ob sie mir ein bisschen was über mich erzählen können ...

Ich übernehme die Verantwortung für alles, was ich sage, aber niemals für das, was andere verstehen!

.
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#26

RE: In den Archiven die DDR neu erlebt und verstanden

in DDR Staat und Regime 12.10.2016 13:08
von exgakl | 7.223 Beiträge

Marxistisch Leninistische Weltanschauung
Ist doch wichtig zu wissen wen man poppt...


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#27

RE: In den Archiven die DDR neu erlebt und verstanden

in DDR Staat und Regime 12.10.2016 13:42
von Harsberg | 3.242 Beiträge

Zitat
Ist doch wichtig zu wissen wen man poppt...



Aber sicher, für die Gespräche danach...


Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
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#28

RE: In den Archiven die DDR neu erlebt und verstanden

in DDR Staat und Regime 12.10.2016 13:50
von SET800 | 3.090 Beiträge

Zitat von exgakl im Beitrag #26
Marxistisch Leninistische Weltanschauung
Ist doch wichtig zu wissen wen man poppt...


Oder man siehe es ernster und ehrlicher, viele Personen suchen mit solchen Anzeigen keine Bekanntschaft sondern dauerhafte Partner.

Und da ist im Vorfeld gut über die geht/gehtnicht Punkte Klarheit zu haben. Religös, Köter, Esoterik, Katzentier, Rauchen als wohl wichtige Kriterien ob ein Zusammenleben dauerhaft möglich ist.



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#29

RE: In den Archiven die DDR neu erlebt und verstanden

in DDR Staat und Regime 12.10.2016 14:58
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

[[File:Mansfelder Heimatblätter 2_0001.jpg|none|auto]] [[File:Mansfelder Heimatblätter_0002_2.jpg|none|auto]]

Man kann aber trotz aller Selbstkritik keinesfalls behaupten, daß der DDR- Nachrichtenkonsument pausenlos vom ND, der "Jungen Welt" oder der "Jungen Generation" mit M./L: malträtiert wurde, es gab durchaus auch Querbeet- Magazine mit geschichtlichen und politischem Bezug die sachlich und unaufgeregt zum Geschehen im Mansfelder Land zu berichten wußten, von Historikern und Heimatforschern, die für die URANIA auch Vorträge hielten, die von der Numismatik über Revolutionen bis hin zu den Mansfelder Grafen alles abdeckten, was von Interesse war.
Die Zeitschrift kostete damals 5 Mark und war im Buchhandel mit etwas Glück immer mal zu haben.
Ach so, an @ABV ein großes Dankeschön für Deine Recherche an der Du uns teilhaben läßt, die kann durchaus stellvertretend für den DDR- Alltag verstanden werden, die Bedeutung der Grenznähe mal ausgeblendet, aber das alles schimmerte ja bei der Golzowchronik schon mal durch.



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zuletzt bearbeitet 12.10.2016 18:28 | nach oben springen

#30

RE: In den Archiven die DDR neu erlebt und verstanden

in DDR Staat und Regime 12.10.2016 18:27
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Hier nochmal die Abbildungen dazu:



Die Themenvielfalt im Inhaltsverzeichnis und das riesige Autorenkollektiv zeugt von einer echten Heimatliebe und Sachverstand und da ist selbst in den Berichten über den sozialistischen Aufbau keine m./l. Dominanz wahrnehmbar.



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#31

RE: In den Archiven die DDR neu erlebt und verstanden

in DDR Staat und Regime 12.10.2016 18:31
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von icke46 im Beitrag #23
Kleiner Nachsatz zu den Kleinanzeigen: Das Kürzel "MLWA" in den Bekanntschaftsanzeigen fand ich immer originell.


HSA war auch so ein selektierendes Signal an mögliche Bewerber, da war man als Proletarier schon mal außen vor...



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#32

RE: In den Archiven die DDR neu erlebt und verstanden

in DDR Staat und Regime 12.10.2016 18:33
von ABV | 4.202 Beiträge

Hallo Freunde!

Und hier noch ein paar Fundstücke aus der DDR-Geschichte des früheren Kreises Seelow:

Kann sich noch jemand an den Dienst für Deutschland erinnern? Einer Art FDJ-Aufbauinitiative.


Von Anfang an stand die " Freundschaft zur Volksrepublik Polen" im Mittelpunkt der Propaganda. Schon allein wegen der in deutschen Namen in Polen verübten grausamen Verbrechen ein sehr schwieriges, nichts desto trotz notwendiges Prozedere.
Aber es gab noch einen ganz anderen, offiziell kaum oder nie erwähnten Grund, dass sich die Annäherung beider Völker äußerst schwierig gestaltete: Das unmittelbare polnische Nachbarland gehörte noch bis 1945 zu Deutschland. Gerade hier im Kreis Seelow hatten viele Umsiedler / Vertriebene aus diesen Gebieten eine neue Heimat gefunden. Nicht wenige hofften noch immer, eines Tages wieder nach Hause zurückkehren zu können. Das "sozialistische Bruderland" galt abseits der Propaganda als alte Heimat, aus der man gewaltsam vertrieben wurde.


Unmittelbar nach dem Krieg gehörte die Tollwut noch zu den tödlichen Gefahren des Alltags:


Die Bahn setzte schon früh auf den grenzüberschreitenden Verkehr und die Zusammenarbeit mit Polen:


Wer kann sich noch an die ärgerlichen, bei der damaligen Energiesituation jedoch notwendigen, regelmäßigen Stromabschaltungen erinnern?


Das nennt man wohl " Hinterfotzig":


Die Gaststätte wurde übrigens darauf in " Einigkeit" umbenannt. Diesen Namen trug sie bis zum Mai 1990. Danach trug die Gaststätte wieder ihren ursprünglichen Namen. Und heute? Heute ist sie zu, weil der letzte Kneiper in Rente ging und keinen Nachfolger finden konnte. Weil die Destille angeblich viel zu groß ist.

Aber lassen wir das und kehren lieber wieder in die Vergangenheit zurück.
Hier noch etwas zum Thema " Freundschaft mit den Nachbarvölkern":


Service Made in DDR:


Und hier ein Loblied auf den ABV. Wo der Verfasser Recht hat, da hat er recht
Emil Glowatzki hieß der geehrte. Ich habe ihn selbst nie kennen gelernt. Emil starb bereits mit achtundfünfzig Jahren, kurze Zeit nach seiner Ehrung.



Traditionspflege bei der NVA:




Es lebe die Waffenbrüderschaft



An dieser Stelle sei ein Hinweis auf das Erscheinungsdatum gestattet. Im September 1980 brodelte es bereits gewaltig in der damaligen Volksrepublik Polen. Die noch illegale Gewerkschaft " Solidarnosz" des Arbeiterführers Lech Walesa sorgte für Aufruhr und Unruhe in den Reihen der regierenden PVAP. Dem polnischen Gegenstück zur SED. Wenige Wochen nach dem Erscheinen des Artikels endete die Visafreiheit an der Grenze zwischen der DDR und der Volksrepublik Polen. Kein Wunder, dass die Propaganda gerade zu dieser Zeit besonders den Eindruck erwecken wollte, dass das Volk der DDR unverbrüchlich an der Seite der polnischen Kommunisten stand.
Hier noch eine Kostprobe:




Bei dem Gedanken das der trottelige Honecker die Absicht hegte im Nachbarland Polen einzumarschieren, läuft es einem noch heute eiskalt den Rücken herunter. Bloß gut, dass Honni nicht so konnte wie er wollte. Sonst hätte das ohnehin nicht einfach Verhältnis zu unseren Nachbarn einen weiteren tiefen Riss bekommen.

Wird fortgesetzt.

Einen schönen Gruß aus dem nasskalten Oderbruch

Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

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#33

RE: In den Archiven die DDR neu erlebt und verstanden

in DDR Staat und Regime 12.10.2016 19:30
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Büdinger im Beitrag #25
marxistisch-leninistische Weltanschauung



ohhh Gott ???


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#34

RE: In den Archiven die DDR neu erlebt und verstanden

in DDR Staat und Regime 12.10.2016 19:33
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #31
Zitat von icke46 im Beitrag #23
Kleiner Nachsatz zu den Kleinanzeigen: Das Kürzel "MLWA" in den Bekanntschaftsanzeigen fand ich immer originell.


HSA war auch so ein selektierendes Signal an mögliche Bewerber, da war man als Proletarier schon mal außen vor...


Hochschulabsolvent ? erinnere ich so dunkel


.
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John F.Kennedy 1963 in Berlin
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Mahatma Gandhi
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#35

RE: In den Archiven die DDR neu erlebt und verstanden

in DDR Staat und Regime 12.10.2016 19:38
von Ährenkranz | 839 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #34

Hochschulabsolvent ? erinnere ich so dunkel


HSA = Hochschulabschluß

FSA = Fachschulabschluß


"Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden" - Helmut Schmidt
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zuletzt bearbeitet 12.10.2016 19:39 | nach oben springen

#36

RE: In den Archiven die DDR neu erlebt und verstanden

in DDR Staat und Regime 12.10.2016 19:41
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Ährenkranz im Beitrag #35
Zitat von Gert im Beitrag #34

Hochschulabsolvent ? erinnere ich so dunkel


HSA = Hochschulabschluß

FSA = Fachschulabschluß



na da hätte ich mich ja ins Lumpenproletariat einreihen müssen. Ich habe keinen HSA, aber meine Frau hat mich trotzdem genommen, sie hat HSA-
Klingt irgendwie wie HIV


.
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#37

RE: In den Archiven die DDR neu erlebt und verstanden

in DDR Staat und Regime 12.10.2016 19:45
von Klauspeter | 986 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #33
Zitat von Büdinger im Beitrag #25
marxistisch-leninistische Weltanschauung



ohhh Gott ???


ohhh Gott ??? - das klingt aber mehr nach christlicher Weltanschauung


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#38

RE: In den Archiven die DDR neu erlebt und verstanden

in DDR Staat und Regime 12.10.2016 19:46
von Alfred | 6.841 Beiträge

ABV,

ich möchte nicht schreiben,was ich von einigen deiner Aussagen halte. Da hast Du NULL Ahnung, da ist Honecker ein richtiger Geistesblitz. Honecker hatte nie die Absicht die NVA in Polen einzusetzen. Das kannst Du alles in den Archiven lesen. Man muss es nur wollen. Du bist mir der richtige Fachmann / Geschichtsaufarbeiter für einige Bereiche. Das reiht sich ein in DEINE Ausstellung, aber dazu hat sich ja schon @Merkur entsprechend geäußert.


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#39

RE: In den Archiven die DDR neu erlebt und verstanden

in DDR Staat und Regime 12.10.2016 21:20
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Es kann wohl niemand den Weg zum "Fertigprodukt Nichteinmischung" kennen, die Gedankenspiele der Genossen zwecks Positionierung sind wohl nur wenigen bekannt.
Überliefert ist aber folgendes mit einer glaubhaften Chronologie:



Ob nun die FU Berlin mit der Behörde "Knabe" gleichzusetzen ist, vermag ich nicht zu sagen, ob es Eiferer in einer längst beendeten Schlacht oder seriöse Geschichtsforscher sind ist auch heute noch schwer zu durchschauen.



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#40

RE: In den Archiven die DDR neu erlebt und verstanden

in DDR Staat und Regime 12.10.2016 22:36
von Pitti53 | 8.783 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #21
Besonders bemerkenswert fand ich, dass die Journalisten quasi von heute auf morgen die " Heile-Welt-Berichterstattung" beendet und in kritische Berichterstattung übergegangen sind. Plötzlich gab es einen Berg von Problemen, zuvor " unfehlbare" Genossen standen von einem Tag zum anderen in der öffentlichen Kritik.
Genutzt hatte diese Kehrtwendung nicht jedem. In Seelow gab es damals einen Chefredakteur Namens Uebelhack. Trotz aller Wendungen, wurde auf den Demos im November 1989 seine Ablösung gefordert. " Uebelhack hat ausgehackt", stand auf etlichen Plakaten.
Trotzdem kann nicht verschwiegen werden, dass es den Journalisten nicht anders ging, als den anderen Staatsangestellten der DDR. Sie mussten, vielleicht sogar noch mehr als andere, unbedingte Loyalität erweisen. Die berühmte " Schere im Kopf" eben, wenn man etwas schreibt oder sagt, nur weil es andere genauso hören oder lesen wollen. Und man weiß, dass es Unfug ist.

Gruß an alle
Uwe


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