#1

Dienstlicher Kontakt von GAKl zu Westlern..

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.09.2016 14:27
von SET800 | 3.090 Beiträge

Wie lief das denn wenn z.B. ein Westförster dringend hinweisen wollte daß sein Hund bis an das Vorland die Spur einer angeschossenden Wildsau klärte.

Rufen, hallo dringend, bitte Kontakt unmittlebar, Spur verbellen lassen warten, Absprache? Oder völliges Igmorieren und warten auf den Dienstweg?



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#2

RE: Dienstlicher Kontakt von GAKl zu Westlern..

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.09.2016 14:56
von Hanum83 | 4.662 Beiträge

Die Wildsau hätte kurz nach dem Vorland vor einem Zaun gestanden.


Ein Jahr lang 10 Kilometer der innerdeutschen Grenze 1983/84 mitbewacht.
(Zusatz-Info auf Wunsch eines einzelnen Users: War dabei auch Postenführer.)
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#3

RE: Dienstlicher Kontakt von GAKl zu Westlern..

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 26.09.2016 03:53
von S51 | 3.733 Beiträge

Das kam ganz wesentlich auf die politische Groß- und Kleinwetterlage an. Letzteres zuerst. War es entspannt, dann sichtbarer Rückzug aus dem Bereich damit der Jäger tun konnte, was notwendig war und man nicht in die Verlegenheit kam, ihm dazwischen funken zu müssen. Keine direkte Ansprache, die einem nur Probleme bereiten konnte. Was notwendig war, hat man so mit seinem Dokumentierer besprochen das die Gegenseite mithören konnte und auch so Bescheid wusste.
War das Klima im politischen Orkus, dann hat man nach Rücksprache mit der FüSt das Tier selbst erlöst. Geschossen werden durfte dabei nicht. Dafür hatte ich ein Stilett in der Postentasche. Ich weiß aber auch, das andere hierfür einen Fäustel verwendet haben. Dann Abtransport in die Kompanieküche.
Normalerweise aber Variante 1. Auch BGS und Zöllner haben sich vorher verkrümelt. Das war so sicher nicht im Sinne der Vorschriften, machte das Leben aber einfach. Selten war es auch. Im unmittelbaren Grenzbereich (Brocken Westseite um Hr. Bärs Aktionen lasse ich mal aussen vor) gab es keine Jagd.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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zuletzt bearbeitet 26.09.2016 04:21 | nach oben springen

#4

RE: Dienstlicher Kontakt von GAKl zu Westlern..

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 26.09.2016 04:35
von S51 | 3.733 Beiträge

Direkte dienstliche Kontakte waren sehr selten. Es kam vor aber man wusste nie, wer einen dafür bei nächster Gelegenheit anzählt. Das hat mich auch mal "erwischt". Normalerweise hat man alles Wichtige in dritter Person mit seinen Leuten besprochen, so dass die Gegenseite mithören und nach derart "Absprache" handeln konnte. Wurde dort meist genauso gehandhabt.
Ausnahmen waren lediglich die Kontrollgänge 1984/85 während des Baues der Holzbarrieren jeweils am Abend. Wenn da was war (zu weit verrutschte Bohrungen zum Beispiel) hat man das direkt besprochen. Da gab es auch mal ein Bier zum Schluß. Oder die Kontrollgänge mit der GMK im Herbst 1985. Aber im regulären Dienst lief das alles nur indirekt und recht förmlich. Die Standarttexte waren bis in´s Komma vorgeschrieben. So "locker", wie es im Nachhinein gerne dargestellt wird, war es da vorne denn doch nicht.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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zuletzt bearbeitet 26.09.2016 04:36 | nach oben springen

#5

RE: Dienstlicher Kontakt von GAKl zu Westlern..

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 26.09.2016 07:49
von IM Kressin | 907 Beiträge

Zitat von S51 im Beitrag #3
Normalerweise aber Variante 1. Auch BGS und Zöllner haben sich vorher verkrümelt.

Das war so sicher nicht im Sinne der Vorschriften, machte das Leben aber einfach. Selten war es auch.

Im unmittelbaren Grenzbereich (Brocken Westseite um Hr. Bärs Aktionen lasse ich mal aussen vor) gab es keine Jagd.


So habe ich es kennen gelernt.

Die Jungstiere eines Landwirtes machten sich gelegentlich selbständig, trampelten den Weidezaun nieder und ließen sich auch
mit Elektrozaun nicht immer bändigen.

Das frische, unverbrauchte Weidegras im vorgelagerten Hoheitsgebiet war unwiderstehlich, wenn die Weide vor dem Grenzgraben
fast abgegrast war.

Wir fuhren zum Landwirt und verständigten ihn über die Flucht seiner Bullen in den Osten. Der sah die Angelegenheit in der Regel
nicht so verbissen, für ihn war das die sinnvolle Nutzung einer ungenutzten Fläche auf einer grünen Wiese.

Es bedurfte ein gewisses Maß an Überzeugungskraft, ihn zum Handeln zu bewegen. Mit einem Landwirtschaftsgehilfen begab er
sich schließlich an den Ort des Geschehens, übertrat die Grenze und holte die Flüchtlinge zurück in den Westen.

Wir setzten uns ab, beobachteten die Aktion aus der Ferne.

Der Landwirt beendete ungestört die Aktion. Wir dokumentierten die Streifentätigkeit auf dem Kolonnenweg, aber nicht die Ursache.

Meines Erachtens ist es entsprechend auf östlicher Seite abgelaufen.

Die Grenzverletzung war mit Sicherheit nicht unbemerkt geblieben, auch weil ein BTV-Führungspunkt in Reichweite lag.

Die Angelegenheit lief für beide Seiten stillschweigend und geräuschlos ab.

Auch die Rinder waren glücklich, nun konnte im wahrsten Sinne des Wortes wieder „Gras über die Angelegenheit wachsen!“


Es grüßt Euch

Kressin


"Als ich 17 war, war in meinem Traumberuf nichts mehr frei” – Was das war? – "Rentner! Erst Rentnerlehrling, dann Jungrentner und dann Rentnergeselle!”

Wo ein Genosse ist, ist die Partei - wo zwei Genossen sind, ist ein Intershop!
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#6

RE: Dienstlicher Kontakt von GAKl zu Westlern..

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.09.2016 10:53
von LO-Fahrer | 605 Beiträge

Zitat von S51 im Beitrag #3
.... Im unmittelbaren Grenzbereich (Brocken Westseite um Hr. Bärs Aktionen lasse ich mal aussen vor) gab es keine Jagd.


Kann ich so nicht bestätigen. Über den Schlagbaumposten Stapelburg / Eckertal kam gelegentlich ein GT-farbener GAS mit zivilem Kennzeichen und ein Major mit tadellosem Passierschein (gerüchteweise Abt. 2000) fuhr in unseren Grenzabschnitt ein dann weiter nach links auf das Vorgelagerte der Kompanie Suental. Immer allein!! Offiziell zur Jagd, manchmal hörte man auch einen Schuss. Was er eventuell sonst noch getrieben haben könnte..... keine Ahnung.


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#7

RE: Dienstlicher Kontakt von GAKl zu Westlern..

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 30.09.2016 08:23
von Kalubke | 2.289 Beiträge

Zitat von LO-Fahrer im Beitrag #6
Zitat von S51 im Beitrag #3
.... Im unmittelbaren Grenzbereich (Brocken Westseite um Hr. Bärs Aktionen lasse ich mal aussen vor) gab es keine Jagd.


Kann ich so nicht bestätigen. Über den Schlagbaumposten Stapelburg / Eckertal kam gelegentlich ein GT-farbener GAS mit zivilem Kennzeichen und ein Major mit tadellosem Passierschein (gerüchteweise Abt. 2000) fuhr in unseren Grenzabschnitt ein dann weiter nach links auf das Vorgelagerte der Kompanie Suental. Immer allein!! Offiziell zur Jagd, manchmal hörte man auch einen Schuss. Was er eventuell sonst noch getrieben haben könnte..... keine Ahnung.




Vlt. hat er irgendwelches Material abgeholt, was da vom Westen aus im Vorgelagerten in einem TBK abgelegt wurde.

Gruß Kalubke



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#8

RE: Dienstlicher Kontakt von GAKl zu Westlern..

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 30.09.2016 22:03
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von LO-Fahrer im Beitrag #6
Zitat von S51 im Beitrag #3
.... Im unmittelbaren Grenzbereich (Brocken Westseite um Hr. Bärs Aktionen lasse ich mal aussen vor) gab es keine Jagd.


Kann ich so nicht bestätigen. Über den Schlagbaumposten Stapelburg / Eckertal kam gelegentlich ein GT-farbener GAS mit zivilem Kennzeichen und ein Major mit tadellosem Passierschein (gerüchteweise Abt. 2000) fuhr in unseren Grenzabschnitt ein dann weiter nach links auf das Vorgelagerte der Kompanie Suental. Immer allein!! Offiziell zur Jagd, manchmal hörte man auch einen Schuss. Was er eventuell sonst noch getrieben haben könnte..... keine Ahnung.



Das dürfte Hr. Wi... gewesen sein. Zu meiner Zeit erst Major, später OSL. Er war für die Einweisung der GT-Jäger im Schutzstreifen um den Winterberg und westlich des Brocken zuständig. Auch zu meiner Zeit. Deshalb habe ich den Bereich um Bär ja ausgenommen. Von ihm begleitete Personen durften nicht kontrolliert werden. Normalerweise war er immer angemeldet. Eigentlich wußten das alle. Manchmal wurde die Anmeldung aber auch vergessen. Er hatte im Bataillon 1983 gegen unsere GAK gewettet, das ihn niemand festnehmen würde. Egal, wann und wo er kommt, ob mit oder ohne Papiere. Die Wette hat er verloren...


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#9

RE: Dienstlicher Kontakt von GAKl zu Westlern..

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 30.09.2016 22:03
von vs1400 | 2.364 Beiträge

dafür hätte man doch keinen generalmajor geschickt, Kalubke.

ps.: S51, gabs dafür ne belobigung ... bin schon wech ...

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


zuletzt bearbeitet 30.09.2016 22:06 | nach oben springen

#10

RE: Dienstlicher Kontakt von GAKl zu Westlern..

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.10.2016 13:06
von Thunderhorse | 3.993 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #1
Wie lief das denn wenn z.B. ein Westförster dringend hinweisen wollte daß sein Hund bis an das Vorland die Spur einer angeschossenden Wildsau klärte.

Rufen, hallo dringend, bitte Kontakt unmittlebar, Spur verbellen lassen warten, Absprache? Oder völliges Igmorieren und warten auf den Dienstweg?




Kontaktaufnahmen vor Ort funktionierten i.d.R. recht gut.
Auch wenn nicht unbedingt eine Antwort von der östlichen Seitekam, aber man reagierte.
Da musste sich bei den Maßnahmen auch keiner Zurückziehen.
Spätestens nach der Einrichtung der GIP war dies dann kein Problem mehr.
Und ging auch relativ schnell.


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#11

RE: Dienstlicher Kontakt von GAKl zu Westlern..

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.10.2016 13:14
von GZB1 | 3.286 Beiträge

Zitat von vs1400 im Beitrag #9
dafür hätte man doch keinen generalmajor geschickt, Kalubke.

ps.: S51, gabs dafür ne belobigung ... bin schon wech ...

gruß vs


Offiziell bestimmt ne Rüge

inoffiziell wahrscheinlich ein Schulterklopfen.


vs1400 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#12

RE: Dienstlicher Kontakt von GAKl zu Westlern..

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.10.2016 22:18
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Thunderhorse im Beitrag #10
..
Kontaktaufnahmen vor Ort funktionierten i.d.R. recht gut.
Auch wenn nicht unbedingt eine Antwort von der östlichen Seitekam, aber man reagierte.
Da musste sich bei den Maßnahmen auch keiner Zurückziehen.
Spätestens nach der Einrichtung der GIP war dies dann kein Problem mehr.
Und ging auch relativ schnell.



Doch, zurückziehen war immer angesagt, wenn bei solchen Aktionen sehr wahrscheinlich durch den Jäger geschossen werden musste. Bei Nachsuchen zum Beispiel.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#13

RE: Dienstlicher Kontakt von GAKl zu Westlern..

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.10.2016 22:22
von S51 | 3.733 Beiträge

....
ps.: S51, gabs dafür ne belobigung ... bin schon wech ...gruß vs[/quote]

Offiziell bestimmt ne Rüge

inoffiziell wahrscheinlich ein Schulterklopfen. [/quote]

Nein, keine Rüge. Sie haben zwar alle ab ZF aufwärts kräftig Luft geholt aber es kam gar nichts. Danach war ich allerdings öfter einer der Begleiter bei Jagden im Schutzstreifen.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#14

RE: Dienstlicher Kontakt von GAKl zu Westlern..

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.10.2016 09:14
von Thunderhorse | 3.993 Beiträge

Zitat von S51 im Beitrag #12
Zitat von Thunderhorse im Beitrag #10
..
Kontaktaufnahmen vor Ort funktionierten i.d.R. recht gut.
Auch wenn nicht unbedingt eine Antwort von der östlichen Seitekam, aber man reagierte.
Da musste sich bei den Maßnahmen auch keiner Zurückziehen.
Spätestens nach der Einrichtung der GIP war dies dann kein Problem mehr.
Und ging auch relativ schnell.



Doch, zurückziehen war immer angesagt, wenn bei solchen Aktionen sehr wahrscheinlich durch den Jäger geschossen werden musste. Bei Nachsuchen zum Beispiel.


Wimre, im Harz war es immer etwas anders!
Grins.


"Mobility, Vigilance, Justice"
Stabsfeld hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 02.10.2016 09:14 | nach oben springen

#15

RE: Dienstlicher Kontakt von GAKl zu Westlern..

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.10.2016 12:57
von SET800 | 3.090 Beiträge

Hallo,
Goetheweg, Dreickiger Pfahl, Torfhaus, Wurmberg, auf der anderen Seite Schierke, Elend, Sorge, die Harzquerbahn in Steinwurfweite vom Zaun...

War das nicht auch der Grenzbereich mit dem meisten "Publikumsverkehr" gar auf beiden Seiten?

Allenfalls in Berlin Bornholmerstraße, Brandenburger Tor und CheckpointCharlie auf westlicher Seite mit der Aufmerksamkeit durch Touristen....



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#16

RE: Dienstlicher Kontakt von GAKl zu Westlern..

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.10.2016 14:08
von eisenringtheo | 9.156 Beiträge

In der Eberswalder Strasse war Osten und der Westen auch ziemlich nahe



http://www.berliner-zeitung.de/berlin/fr...anlage-22646566
https://www.flickr.com/photos/allhails/3881202990/

Theo


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#17

RE: Dienstlicher Kontakt von GAKl zu Westlern..

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.10.2016 15:19
von andy | 1.196 Beiträge

Zitat von LO-Fahrer im Beitrag #6
Zitat von S51 im Beitrag #3
.... Im unmittelbaren Grenzbereich (Brocken Westseite um Hr. Bärs Aktionen lasse ich mal aussen vor) gab es keine Jagd.


Kann ich so nicht bestätigen. Über den Schlagbaumposten Stapelburg / Eckertal kam gelegentlich ein GT-farbener GAS mit zivilem Kennzeichen und ein Major mit tadellosem Passierschein (gerüchteweise Abt. 2000) fuhr in unseren Grenzabschnitt ein dann weiter nach links auf das Vorgelagerte der Kompanie Suental. Immer allein!! Offiziell zur Jagd, manchmal hörte man auch einen Schuss. Was er eventuell sonst noch getrieben haben könnte..... keine Ahnung.




rot

Operative MA der Verw. 2000 (Abwehr und Aufklärung) hatten grüne Sonderausweise mit der sinngemäßen Eintragung: Der Inhaber des Ausweises ist berechtigt, das Grenzgebiet sowie das vorgelagerte Territorium im Bereich des GKM(N,S) zu betreten. Mitgeführte Personen, Fahrzeuge und Gepäck sind nicht zu kontrollieren.
Unterschrieben waren diese Ausweise von den jeweiligen Chefs der GK's.
MA der Verwaltung 2000 brauchten daher keinen Passierschein, jedenfalls im Regelfall nicht. Die Begehung des vorgelagerten Territoriums erfolgte auch grundsätzlich nach Anmeldung beim opD des jeweiligen Regimentes. Max. bei Grenzlagen oder schweren Vorkommnissen wurde diese Anmeldung übergangen. Die Schleusungsoffziere anderer DE (HVA usw.) verfügten wimre ebenfalls über solche Ausweise. Wenn natürlich ein MA der Verwaltung 2000, der über einen Sonderausweis des GKN verfügte, im Grenzgebiet des GKS jagen gehen wollte, dann brauchte er einen Passierschein. Hatte er dort dienstlich (Schleusung) zu tun, verfügte er auch über den Sonderausweis für das GKS.
Wimre gab es auch eine Vorrschrift, nach der Schleusungseinätze prinzipiell nicht allein realisiert werden durften. Das war schon aus Gründen der operativen Sicherung des Schleusungsvorganges gar nicht möglich.


andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
damals wars, lhsecurity, vs1400, S51, Markus Stüber, IM Kressin und diefenbaker haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#18

RE: Dienstlicher Kontakt von GAKl zu Westlern..

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.10.2016 15:55
von lhsecurity | 159 Beiträge

Zitat von andy im Beitrag #17

Schleusungsoffziere anderer DE (HVA usw.) verfügten wimre ebenfalls über solche Ausweise. Wenn natürlich ein MA der Verwaltung 2000, der über einen Sonderausweis des GKN verfügte, im Grenzgebiet des GKS jagen gehen wollte, dann brauchte er einen Passierschein. Hatte er dort dienstlich (Schleusung) zu tun, verfügte er auch über den Sonderausweis für das GKS.
Wimre gab es auch eine Vorrschrift, nach der Schleusungseinätze prinzipiell nicht allein realisiert werden durften. Das war schon aus Gründen der operativen Sicherung des Schleusungsvorganges gar nicht möglich.


andy

@andy

Hallo Andy,
kannst Du über Schleusungen näheres berichten?


Thinking is the hardest work there is, which is probably the reason why so few engage in it.
Henry Ford


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#19

RE: Dienstlicher Kontakt von GAKl zu Westlern..

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.10.2016 18:42
von andy | 1.196 Beiträge

Zitat von lhsecurity im Beitrag #18

@andy

Hallo Andy,
kannst Du über Schleusungen näheres berichten?


Da bin ich wohl nicht der richtige Ansprechpartner. Ich war kein "Schleusungsoffizier", nahm lediglich partiell an Materialschleusungen teil oder war mit Sicherungsaufgaben befasst und da ich mich im Forum nur zu den Fachthemen äussere, die ich aus persönlichem Erleben kenne, kann ich zu Schleusungen generell wenige fundierte Aussagen treffen.

Wimre hatten wir das Thema Schleusungen schon in einem Thema.Schau mal hier, wenn Du es nicht schon getan hast:


Ein Stasi - Maulwurf bei der NSA (13)

andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
lhsecurity, vs1400 und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 02.10.2016 18:53 | nach oben springen

#20

RE: Dienstlicher Kontakt von GAKl zu Westlern..

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.10.2016 22:35
von LO-Fahrer | 605 Beiträge

Zitat von andy im Beitrag #17
[quote=LO-Fahrer|p568772][quote=S51|p568224].... Wenn natürlich ein MA der Verwaltung 2000, der über einen Sonderausweis des GKN verfügte, im Grenzgebiet des GKS jagen gehen wollte, dann brauchte er einen Passierschein. Hatte er dort dienstlich (Schleusung) zu tun, verfügte er auch über den Sonderausweis für das GKS...

andy


Wie geschrieben. offiziell war er zur Jagd angemeldet. Vielleicht hat er ja wirklich nur gejagt. Mit Sicherheit kann ich es nicht sagen weil ich nie dabei war. Ich war auch sehr selten als Schlagbaumposten eingeteilt, dafür um so öfter als Posten Bahndamm 2 bis Trennungslinie zur 5. Kompanie. Und da habe ich den GAS einige male gesehen und auch Jagdschüsse aus der entsprechenden Richtung gehört.


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