#61

RE: Dienstlicher Kontakt von GAKl zu Westlern..

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.11.2016 10:22
von berlin3321 | 2.519 Beiträge

Grenzwolf, auch an Dich die Frage, die Zitate, die mussten unbedingt sein, ohne ging´s nicht?

Welchen Sinn machen Zitate wenn Deine Antwort auf den direkt darüber stehenden Beitrag erfolgt?

An anderer Stelle stand: Nachdem man sich durch die Zitate von Zitaten gewühlt hat [...]

MfG Berlin


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#62

RE: Dienstlicher Kontakt von GAKl zu Westlern..

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.11.2016 11:22
von vs1400 | 2.393 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #60

"Zwischen den Zäunen" klingt verdächtig nach GSZ und GZ1, ich weiß ja nun nicht wieviele Zäune im Harz noch so standen, wegen hinzudichten, und halt davor wäre ja dann vor Grenzsignalzaun, oder nicht, oder doch


wenn es zwischen den gssz und dem gz war, dann ist dazwischen gemeint, Hanum
und vor den zäunen dann? na, bekommst du es hin?
genau Hanum, dann standen die geräte entlang des k2/ gssz.
welches problem hast du nun mit meiner aussage?


gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#63

RE: Dienstlicher Kontakt von GAKl zu Westlern..

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.11.2016 13:32
von sentry | 1.098 Beiträge

Zitat von Mart im Beitrag #56
Ich habe gewisse Vorstellungsschwierigkeiten. Also ich habe verstanden, dass ein Draht gespannt wurde und auf einer Seite ein noch nicht konkretisierter Knallbums mit Platzpatrone war.

Kann das bitte technisch genauer beschrieben werden?


Google mal Signalgerät SP1. Z.B. im NVA-Forum gibts einiges dazu zu lesen und auch Bilder. Im Grunde ist das ein Karabinerschloss mit Platzpatrone. Am modifizierten Abzug wurde die Schnur (nicht Draht) befestigt. Zwischenunterstützungen gab es auch, Metallstäbe mit Ringen, durch die die Schnur geführt werden konnte.


damals wars und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#64

RE: Dienstlicher Kontakt von GAKl zu Westlern..

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.11.2016 13:40
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Mart im Beitrag #56
Zitat von S51 im Beitrag #31
"...Knall-Bums" auf die Gleise geschraubt......

...
Kann das bitte technisch genauer beschrieben werden?

.Zudem: Wo waren diese Dinger? ...Aber wo noch? Und in welcher Dichte?

... Wenn ich es recht erinnere, war direkt hinter der Gaststätte (F27/B27) Richtung Elend die Welt zu Ende, Schlagbaum. Direkt links davon war ein Wanderweg. Der war trotz Sperrgebiet problemlos. ...


Suche bitte hier und anderswo nach Signalgerät SP1 oder R67. Das eine war ein altes, demilitarisiertes Karabinerschloß vom K44 (Moisin), bei dem es kein Magazin mehr gab, keinen Lauf und statt des Abzuges einen Hebel, an dem der Signalfaden befestigt wird. Das R67 ist eine sehr einfache Konstruktion nicht unähnlich eine Minigranatwerfers, bei dem der Verschluss durch seitliches Wegdrehen geöffnet wird, statt eines Abzuges der Schlagbolzen mit Schlüsselring nach unten gespannt und durch seitlichen Hebel ausgelöst wird. An dem der oder die Signalfäden befestigt werden. Maximal zwei in je eine entgegengesetzte Richtung und das Gerät vom Kaliber 4. Mit Einsätzen entweder für eine Signalrakete oder eine Platzpatrone. Es waren keine Drähte sondern mit Kunststoff ummantelte Schnüre von ca. 1 mm Stärke. Der Kunststoff, damit sich das Ganze bei Nässe nicht "länger machte" oder durch schieres Gewicht auslöste. Spannweite je Signalfaden maximal um 10 Meter. Sonst wurde das zu schwer und löste schon deshalb aus. Es diente zur Signalisierung, war als "Stolperdraht" völlig ungeeignet.
In der Sperrzone/Grenzgebiet gab es keine Signalgeräte. Denn dort konnte sich ja jeder mit Stempel oder Passierschein frei bewegen. Auch nicht dort im Schutzstreifen, wo jeder so ohne weiteres hinkonnte oder durfte. Normalerweise erst ab dem K 2 vor dem GSSZ an Gassen. und zwischen den Zäunen. Im Oberharz begann bei der Bahnlinie der Schutzstreifen im Eckernloch und ab dort gab es dann diese Signalgeräte. Wer ab da weiter der Bahnlinie folgte, auf ihr oder unmittelbar neben ihr, der löste aus. Bestimmte, besondere Richtungen oder alte Waldwege waren auch schon mal mit über 10 solcher Geräte abgesichert. Die zu kontrollieren war Sache der dort eingesetzten Posten. Nicht jeder hatte das Fingerspitzengefühl dafür. Jeder Posten hatte ein/zwei Ersatzpatronen dabei. Signalraketen oder -Rauch wurden selbst wo möglich der Brand- und Unfallgefahr wegen nur selten verwendet. Einen GSSZ gab es bis in die 80-er Jahre nur im relativ flachen Bereich des Oberharzes von Süden bis zur Haarnadelkurve an der Brockenstraße unterhalb des Königsberges und von Norden bis knapp hinter Stapelburg. Dazwischen nur vorne den Zaun 1. Das änderte sich auch nur teilweise erst wenige Monate vor dem Ende der Grenze aber nie komplett. Insofern war dieser ganze Oberharz eine zumindest für das GK Nord Ausnahme in der Praxis.
Oh sehe gerade, da war jemand schneller... Sorry.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


Fritze, vs1400, damals wars und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 06.11.2016 13:41 | nach oben springen

#65

RE: Dienstlicher Kontakt von GAKl zu Westlern..

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.11.2016 14:35
von Mike59 | 7.969 Beiträge

Zitat von Mart im Beitrag #56
Zitat von S51 im Beitrag #31
"Knall-Bums" auf die Gleise geschraubt... nein so nun nicht. Die Signalgeräte standen neben dem Gleis und die Auslöseleinen führten quer drüber sowie über die Trampelpfade neben dem Gleis. Es ging nicht darum die Bahn aufzuhalten sondern die GV zu melden, welche die Gleise benutzten.

Ich würde gern darauf zurück kommen wollen.

Also ich "wusste" (wie das in der DDR so immer mit dem Wissen war), dass im Oberharz Signalschnüre gespannt seien. Das leuchtete mir auch ein, ich kannte ansatzweise die Gegebenheiten. Leider kann ich nicht mehr sagen, ob ich das bei meinen Urlaubsaufenthalten (als Jugendlicher) oder während meiner Armeezeit erfuhr: Wir hatten in Perleberg ja ständig GAK auf Lehrgang. Und man saß da nach Feierabend zusammen. Das zur Vorrede.

Ich habe gewisse Vorstellungsschwierigkeiten. Also ich habe verstanden, dass ein Draht gespannt wurde und auf einer Seite ein noch nicht konkretisierter Knallbums mit Platzpatrone war.

Kann das bitte technisch genauer beschrieben werden?

Also was war da so die maximale Länge, 180 Meter? Zwischenstützen vermutlich nicht, oder? Links um den Baum gewickelt, rechts Pfosten in der Erde?

Ich überziehe bewusst - das interessiert mich schon. Also die "taktisch-technischen". Und was das für ein Gerät war, das das Knallbums machte.

Zudem: Wo waren diese Dinger? Brockenbahn ist schon klar. (Übrigens, das Gerücht, dass die Strecke kurz in den Westen geht, kenne ich auch.) Aber wo noch? Und in welcher Dichte?

Zusatzfrage:
Mir schwebt Mandelholz im Kopfe rum. Wenn ich es recht erinnere, war direkt hinter der Gaststätte (F27/B27) Richtung Elend die Welt zu Ende, Schlagbaum. Direkt links davon war ein Wanderweg. Der war trotz Sperrgebiet problemlos. Allerdings eben mit der Warnung vor diesen Drähten. Kann das sein - dort Richtung Elend?



Wegen des Verständnisses wäre der Tread nicht schlecht.

R 67

Und im Bezug auf die Frage nach dem Magazin, s. o. , das Magazin der Waffe entnehmen und dann eine 7,62 PP in das Patronenlager einlegen Verschluss zu entsichern und Feuer frei.


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#66

RE: Dienstlicher Kontakt von GAKl zu Westlern..

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.11.2016 19:52
von Hanum83 | 4.775 Beiträge

Zitat von vs1400 im Beitrag #62
Zitat von Hanum83 im Beitrag #60

"Zwischen den Zäunen" klingt verdächtig nach GSZ und GZ1, ich weiß ja nun nicht wieviele Zäune im Harz noch so standen, wegen hinzudichten, und halt davor wäre ja dann vor Grenzsignalzaun, oder nicht, oder doch


wenn es zwischen den gssz und dem gz war, dann ist dazwischen gemeint, Hanum
und vor den zäunen dann? na, bekommst du es hin?
genau Hanum, dann standen die geräte entlang des k2/ gssz.
welches problem hast du nun mit meiner aussage?


gruß vs


Problem hab ich gar keins, hab aber auch keine Lust mehr mich mit dem Signalquatsch weiter zu beschäftigen, eventuell standen ja irgendwo auch welche vorm Dorfkonsum oder welche haben sich gleich vorsichtshalber mit der Auslöseschnur eingewickelt oder hatten eins in der Hose, was weiß denn ich.
Manche sind wie die Partei, die haben immer recht.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
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zuletzt bearbeitet 06.11.2016 19:52 | nach oben springen

#67

RE: Dienstlicher Kontakt von GAKl zu Westlern..

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.11.2016 20:04
von der alte Grenzgänger | 1.002 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #66
...
Manche sind wie die Partei, die haben immer recht.




Siggi


"Man rühmt und man schmäht die meisten Dinge, weil es Mode ist, sie zu rühmen oder sie zu schmähen"
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
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#68

RE: Dienstlicher Kontakt von GAKl zu Westlern..

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.11.2016 20:24
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Kurz OT

Zitat
Brockenbahn ist schon klar. (Übrigens, das Gerücht, dass die Strecke kurz in den Westen geht, kenne ich auch.)



Das Gerücht stimmte nach Kriegsende. Die ursprünglich Zonengrenze verlief so, dass ein kurzes Streckenstück am Bahnhof Goetheweg im Westen lag. Das haben die Alliierten dann aber schnell untereinander getauscht. Danach war es nicht mehr Westen.


IM Kressin und S51 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#69

RE: Dienstlicher Kontakt von GAKl zu Westlern..

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.11.2016 23:05
von vs1400 | 2.393 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #66



Problem hab ich gar keins, hab aber auch keine Lust mehr mich mit dem Signalquatsch weiter zu beschäftigen, eventuell standen ja irgendwo auch welche vorm Dorfkonsum oder welche haben sich gleich vorsichtshalber mit der Auslöseschnur eingewickelt oder hatten eins in der Hose, was weiß denn ich.
Manche sind wie die Partei, die haben immer recht.[/quote]

dann solltest du wohl eher zu themen posten, Hanum83,
zu denen du auch echt etwas beitragen kannst und wenn du ehrlich wärst, dann würdest du mir zumindest diesbezüglich recht geben.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#70

RE: Dienstlicher Kontakt von GAKl zu Westlern..

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.11.2016 23:34
von vs1400 | 2.393 Beiträge

Zitat von Mike59 im Beitrag #65


Wegen des Verständnisses wäre der Tread nicht schlecht.

R 67

Und im Bezug auf die Frage nach dem Magazin, s. o. , das Magazin der Waffe entnehmen und dann eine 7,62 PP in das Patronenlager einlegen Verschluss zu entsichern und Feuer frei.


vor einiger zeit hatte ich einen derartigen themenangleich bereits gemeldet ...
... ohne reaktion.
ich versuche es halt nochmal, bin ja ein optimist.

zu deiner zeit gab es noch ein magazin im signalgerät, Mike59
und dessen "altmunition" habt ihr dann verschossen?
darf ich das so verstehen ...

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#71

RE: Dienstlicher Kontakt von GAKl zu Westlern..

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.11.2016 03:13
von Mart | 735 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #68
Kurz OT

Zitat
Brockenbahn ist schon klar. (Übrigens, das Gerücht, dass die Strecke kurz in den Westen geht, kenne ich auch.)

Das Gerücht stimmte nach Kriegsende. Die ursprünglich Zonengrenze verlief so, dass ein kurzes Streckenstück am Bahnhof Goetheweg im Westen lag. Das haben die Alliierten dann aber schnell untereinander getauscht. Danach war es nicht mehr Westen.


Ich habe mich da offensichtlich ganz unglücklich ausgedrückt.

Seit der Wende weiß ich das natürlich alles.

Aber nehmen wir mal meine eigene Dienstzeit bei Grenzers, also die erste Hälfte der 1980er Jahre. Oder - vermutlich eher früher, so genau kann ich das nicht mehr zuordnen: Da wusste ich das nicht. Da gab es (wir urlaubten immer in Wernigerode) eben das Gerücht, dass eine kurze Strecke der Brockenbahn im Westen sei. Und daher die Brockenbahn nicht mehr fahren würde.

Landkarten dieses Gebietes gab es eher nicht. Man vermied schon, das Grenzgebiet in Karten zu zeigen. Vati hatte aber eine alte "Generalstabskarte", real als eine TK-25, vermutlich aus der Serie 1936 mit Laufendhaltung bis ca 1940. Und da war die Bahn über der Landesgrenze.

Und fragen konnte man ja schlecht. Wen auch - ohne sich sofort verdächtig zu machen?


Harzwanderer hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#72

RE: Dienstlicher Kontakt von GAKl zu Westlern..

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.11.2016 03:18
von Mart | 735 Beiträge

Zitat von S51 im Beitrag #64
Zitat von Mart im Beitrag #56
Zitat von S51 im Beitrag #31
"...Knall-Bums" auf die Gleise geschraubt......

...
Zudem: Wo waren diese Dinger? ...Aber wo noch? Und in welcher Dichte?

...
In der Sperrzone/Grenzgebiet gab es keine Signalgeräte. Denn dort konnte sich ja jeder mit Stempel oder Passierschein frei bewegen.

Ich habe Deine Antwort mal eingekürzt: Danke für Deine wie immer gut nachvollziehbare Beschreibung.

Ich möchte trotzdem nachfragen, da es das Gerücht ja gab:

Diese Signalgeräte mit den "Stolperdrähten" (jaja, keine Stolperdrähte) - die waren immer und grundsätzlich hinter dem ersten Zaun?

Ich frage, weil es (wenn ich nun nicht völlig falsch liege) ausgerechnet im Hochharz stellenweise gar keinen "ersten Zaun" gab.


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#73

RE: Dienstlicher Kontakt von GAKl zu Westlern..

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.11.2016 03:38
von Mike59 | 7.969 Beiträge

Zitat von vs1400 im Beitrag #70
Zitat von Mike59 im Beitrag #65


Wegen des Verständnisses wäre der Tread nicht schlecht.

R 67

Und im Bezug auf die Frage nach dem Magazin, s. o. , das Magazin der Waffe entnehmen und dann eine 7,62 PP in das Patronenlager einlegen Verschluss zu entsichern und Feuer frei.


vor einiger zeit hatte ich einen derartigen themenangleich bereits gemeldet ...
... ohne reaktion.
ich versuche es halt nochmal, bin ja ein optimist.

zu deiner zeit gab es noch ein magazin im signalgerät, Mike59
und dessen "altmunition" habt ihr dann verschossen?
darf ich das so verstehen ...

gruß vs


Nein. So ist das nicht zu verstehen.
Signalgeräte mit Magazin hat es nicht gegeben, ist mir jedenfalls fremd. Wegen der allgem. sommerlichen Brandgefahr wurden im R67 die Leuchtparonen ausgetauscht gegen einen "Adapter" in dem eine 7,62 PP paßte. Jeder Aufzug führte (bei uns) eine alte Munikiste mit, in der sich für die Kontrollstreife Ersatzmunition befand, welche dazu diente nach der Auslösung eines Signalgerätes dieses wieder Einsatzbereit zu machen.
Sollte also mal auf die Schnelle ein Knall durch den Abschnitt zu hören sein, wurde aus diesem Bestand eine Platzpatrone genommen. Ich hätte nicht gedacht das es so kompliziert wird.*grübel*


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#74

RE: Dienstlicher Kontakt von GAKl zu Westlern..

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.11.2016 06:22
von damals wars | 12.175 Beiträge

Im Bereich Kleinmachnow/Zehlendorf gab es einen kleine Tümpel, der zusätzlich mit Signalgeräten gesichert wurde.
Ab und zu war mal eine Kontrolle dieser Signalgeräte dran. Auf Grund des Bewuchses war Vorsicht angesagt, das man nicht aus Versehen
diese auslöste. Wer die "Ersatzpatronen" mit sich führte, weiß ich nicht mehr, bei einer versehentlichen Auslösung war als "Erziehungsmaßnahme" KS laufen in diesem Bereich angesagt, dannach passierte das nie wieder!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#75

RE: Dienstlicher Kontakt von GAKl zu Westlern..

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.11.2016 06:38
von Pit 59 | 10.149 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #74
Im Bereich Kleinmachnow/Zehlendorf gab es einen kleine Tümpel, der zusätzlich mit Signalgeräten gesichert wurde.
Ab und zu war mal eine Kontrolle dieser Signalgeräte dran. Auf Grund des Bewuchses war Vorsicht angesagt, das man nicht aus Versehen
diese auslöste. Wer die "Ersatzpatronen" mit sich führte, weiß ich nicht mehr, bei einer versehentlichen Auslösung war als "Erziehungsmaßnahme" KS laufen in diesem Bereich angesagt, dannach passierte das nie wieder!


Ersatzpatronen hat jeder bei uns in der Tasche gehabt,wurden ja auch extra ausgegeben,bei einer Auslösung musste dann eben der Karnickel KS Laufen,und das passierte immer wieder.

Angefügte Bilder:
f119t4975p114466n1.jpg

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#76

RE: Dienstlicher Kontakt von GAKl zu Westlern..

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.11.2016 10:45
von vs1400 | 2.393 Beiträge

Zitat von Mart im Beitrag #71

Ich habe mich da offensichtlich ganz unglücklich ausgedrückt.

Seit der Wende weiß ich das natürlich alles.

Aber nehmen wir mal meine eigene Dienstzeit bei Grenzers, also die erste Hälfte der 1980er Jahre. Oder - vermutlich eher früher, so genau kann ich das nicht mehr zuordnen: Da wusste ich das nicht. Da gab es (wir urlaubten immer in Wernigerode) eben das Gerücht, dass eine kurze Strecke der Brockenbahn im Westen sei. Und daher die Brockenbahn nicht mehr fahren würde.

Landkarten dieses Gebietes gab es eher nicht. Man vermied schon, das Grenzgebiet in Karten zu zeigen. Vati hatte aber eine alte "Generalstabskarte", real als eine TK-25, vermutlich aus der Serie 1936 mit Laufendhaltung bis ca 1940. Und da war die Bahn über der Landesgrenze.

Und fragen konnte man ja schlecht. Wen auch - ohne sich sofort verdächtig zu machen?



aus meiner sicht, Mart,
sorgten wohl gerüchte für derartige annahmen. den genauen grenzverlauf kannten dort oben eigentlich auch nur die, die es wissen mussten. wenn damals zb. die brockenbahn das vorletzte tor der brockenmauer durchfuhr, dann war so manch einer, vom gefühl her, schon im anderen teil.
ist natürlich nur ne spekulation meinerseits.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#77

RE: Dienstlicher Kontakt von GAKl zu Westlern..

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.11.2016 11:20
von vs1400 | 2.393 Beiträge

Zitat von Mart im Beitrag #72


Ich möchte trotzdem nachfragen, da es das Gerücht ja gab:

Diese Signalgeräte mit den "Stolperdrähten" (jaja, keine Stolperdrähte) - die waren immer und grundsätzlich hinter dem ersten Zaun?

Ich frage, weil es (wenn ich nun nicht völlig falsch liege) ausgerechnet im Hochharz stellenweise gar keinen "ersten Zaun" gab.



nein Mart,
darauf ging S51 jedoch bereits ein.
im bereich der 51°46'16.5"N 10°37'38.2"E(haarnadelkurve) gab es zb. direkt nur den gssz bis 51°46'23.1"N 10°37'35.3"E(dort, war der pp 911) und den konnte jeder zivilist bestaunen.
ab dem pp 911, an welchen sehr oft die posten der k2-strefe blockten, gab es bis ca. ende 1983 keinen gssz mehr und dass bis zum goethe-bahnhof.
nun wäre die karte vom suentaler sehr hilfreich, mit ihr lies es sich besser erklären.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


zuletzt bearbeitet 07.11.2016 11:22 | nach oben springen

#78

RE: Dienstlicher Kontakt von GAKl zu Westlern..

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.11.2016 12:43
von GKUS64 | 1.609 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #75
Zitat von damals wars im Beitrag #74
Im Bereich Kleinmachnow/Zehlendorf gab es einen kleine Tümpel, der zusätzlich mit Signalgeräten gesichert wurde.
Ab und zu war mal eine Kontrolle dieser Signalgeräte dran. Auf Grund des Bewuchses war Vorsicht angesagt, das man nicht aus Versehen
diese auslöste. Wer die "Ersatzpatronen" mit sich führte, weiß ich nicht mehr, bei einer versehentlichen Auslösung war als "Erziehungsmaßnahme" KS laufen in diesem Bereich angesagt, dannach passierte das nie wieder!


Ersatzpatronen hat jeder bei uns in der Tasche gehabt,wurden ja auch extra ausgegeben,bei einer Auslösung musste dann eben der Karnickel KS Laufen,und das passierte immer wieder.


In meiner Zeit in Untersuhl gab es zwei schwere Unfälle mit diesen Geräten:

1. Die Variante mit abgesägtem Karabiner und Platzpatrone war an einen Baum geschraubt, bei der Überprüfung durch einen Uffz. löste das Gerät aus, der Uffz. bekam die Ladung ins Gesicht und büste ein Auge ein. Ursache: Unvorsichtiges Verhalten durch den Uffz.

2. Ein ähnlicher Fall, jedoch mit der Variante "Leuchtpatrone" ist im folgenden alten Beitrag geschildert:

Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze (3)


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 07.11.2016 13:02 | nach oben springen



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