#21

RE: Neue Mauer, 1 km lang, 4 m hoch in Calais

in Themen vom Tage 23.09.2016 16:33
von SET800 | 3.094 Beiträge

Zitat von Tobeck im Beitrag #20
Australische Asylunterkünfte (außerhalb Australiens) sollen Schutz vor politischer Verfolgung und Krieg bieten, und das tun sie definitiv!. Es ist nicht die Aufgabe dieser Asylunterkünfte 4-Sterne-Hotel-Luxus zu bieten. Solche Unterkünfte trennen die Spreu vom Weizen, wirklich Verfolgte von Wirtschaftsflüchtlingen. Europa wird um eine solche Lösung mittelfristig nicht herum kommen, bei einem Bevölkerungswachstum auf 10 oder 11 Milliarden in den nächsten Jahrzehnten.



Bei 10 MRD Menschen auf der Erde wird sich Europa auch von jedem Recht auf Asyl verabscheiden müssen, es wird unvermeidbar auf härteste Grenzsicherung hinauslaufen. Einwanderung, Zuwanderung und Asyl wird es ausschließlich auf dem Gnadenwege für eine sehr kleine "handverlesende" Anzahl von Personen geben.

Kriterien werden sein ausschließlich Nützlichkeit, sei es wirtschaftlich, kulturell oder politisch-idiologisch als demonstrantives Signal.



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#22

RE: Neue Mauer, 1 km lang, 4 m hoch in Calais

in Themen vom Tage 23.09.2016 17:45
von eisenringtheo | 9.160 Beiträge

Zitat von Tobeck im Beitrag #20
(...)(...) Australien zeigt beispielhaft wie das geht, auch wenn Lobbyisten der geldgierigen NGO´s und Asylindustrie darüber Polemik verbreiten. Australien ist mit dieser Praxis sogar noch relativ großzügig, denn z.B. lässt Japan weder viele Asylbewerber ins eigene Land, noch finanziert es wie Australien Asylunterkünfte im Ausland. Australische Asylunterkünfte (außerhalb Australiens) sollen Schutz vor politischer Verfolgung und Krieg bieten, und das tun sie definitiv!.

Aber die Lager sind laut Oberstem Gericht von Papua-Neuguinea verfassungswidrig und müssen aufgehoben werden.
http://www.nzz.ch/international/asien-un...essen-ld.111555
Theo


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#23

RE: Neue Mauer, 1 km lang, 4 m hoch in Calais

in Themen vom Tage 23.09.2016 18:05
von HG19801 | 1.613 Beiträge

Zitat von Tobeck im Beitrag #20
... Die bisherige Entwicklungshilfe in Billionenhöhe hat doch die fatale Entwicklung der Bevölkerungsexplosion in diesen Staaten keineswegs verhindert, vielleicht sogar begünstigt.
Entwicklungshilfe ist überwiegend kontraproduktiv - diese Erkenntnis stammt nicht von mir, sondern von Leuten, die sich intensiv und problemnah mit der Angelegenheit beschäftigt haben.

Meiner Meinung nach bringt Entwicklungshilfe ohne knallharte, ja sogar repressiv zu nennende Auflagen und strikte Kontrolle vor Ort nichts.
Das mag zwar manche Forenmitglieder an Gängelei fremder Völker oder gar offenen Neokolonialismus erinnern und ihnen wieder mal ob meiner dreisten Meinungskundgabe sehr sauer aufstoßen, doch ich denke nun mal so und verbiege mich nicht vor politischer Correctness.
Was außer einer extremen Bevölkerungsexplosion, die mehr über kurz als lang unserem Planeten und der menschlichen Gesellschaft wie wir sie bislang noch kennen, einen Niedergang bereiten wird, ist denn in etwa sechs Jahrzehnten geleisteter Entwicklungshilfe tatsächlich verwertbar unterm Strich herausgekommen?
Wo stehen denn die sich einst vom Joch des Kolonialismus befreienden Länder - in der DDR gern als junge Nationalstaaten bezeichnet - heute mit ihrer Wirtschaft? Nun, nicht wirklich da, wo man es als rationell denkender Mensch im Angesicht von Hilfen noch und nöcher im optimistischen Ansatz vermuten sollte.
Finanzielle Unterstützungen flossen und fließen weiter primär in Kanäle des Korruptions- und Bereicherungssumpfes einiger weniger Machthaber. Machthaber, die bei weitem mitnichten zum Wohle ihrer Gesamtnationen agieren, sondern bestenfalls für eine ihnen stammesgesellschaftlich nahestehende Volksgruppe.
Man kann jetzt von einem Problem zum nächsten schreiten, um festzustellen, dass sich Elend und Chaos in den meisten Herkunftsländern von Immigranten, die in Europa und damit bevorzugt Deutschland das Paradies auf Erden wähnen, kaum oder nicht verringern.
Sehr wohl, die Realität ist grausam, hart und ungerecht. Das muss man ohne Umschweife herunterschlucken wie die fetteste Kröte auf Erden, doch der vehemente Exodos nach Europa ist ein schlagender Beweis und - ob es sogenannte Gutmenschen, Relativisten, Humanisten u.a.m. wahrhaben wollen oder nicht - auf Dauer eine Gefahr für die Gesellschaften auf unserem Kontinent.


"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." – Albert Einstein


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#24

RE: Neue Mauer, 1 km lang, 4 m hoch in Calais

in Themen vom Tage 23.09.2016 18:43
von SET800 | 3.094 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #22

Aber die Lager sind laut Oberstem Gericht von Papua-Neuguinea verfassungswidrig und müssen aufgehoben werden.
http://www.nzz.ch/international/asien-un...essen-ld.111555
Theo


Dann wird es ähnlich wie Japan es macht zu knallharter Seegrenzüberwachung und -abriegelung seitens Australien kommen....



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#25

RE: Neue Mauer, 1 km lang, 4 m hoch in Calais

in Themen vom Tage 24.09.2016 01:25
von StabsfeldKoenig | 2.618 Beiträge

Zitat von HG19801 im Beitrag #17
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #14
... Mauern nützen da nichts. Für viele Flüchtlinge gibt es nur eine Richtung: vorwärts immer, rückwärts nimmer!!!
Dennoch ist es KEINE Lösung, sich aus den problembehafteten Heimatländern gen Europa und ganz speziell Deutschland aufzumachen, da braucht man überhaupt nicht drüber zu lamentieren. Unsere Weltgegend kann und darf nicht das Auffangbecken für die Elenden dieses Erdenballs sein.
Ja, das ist hart und für auf Asyl auf Teufel komm raus eingestellte "Überhumanisten" nicht akzeptabel, doch Wahrheiten und Tatsachen sind zuweilen sehr grausam, auch wenn leider noch(!) allzu viele Realitätsverweigerer sich in gewollter Blindheit üben.
Völker - ob nun homogen in ihrer ethnischen und religiösen Zusammensetzung oder nicht - müssen gerade auch im Angesicht vieler selbstverschuldeter (ja, selbstverschuldeter!) Probleme diese vor Ort lösen. Weglaufen in vermeintliche Schlaraffenlande bringt auf lange Sicht, die galoppierend kürzer wird, rein gar nichts.

"Wer halb Kalkutta aufnimmt, rettet nicht Kalkutta, sondern der wird selbst Kalkutta." (Peter Roman Scholl-Latour, 1924 bis 2014)



Wer seinen Wohlstand u.a. durch die Nutzung von Rohstoffen aus der "Dritten Welt" hat, hat kein Recht, gegen Einwanderer/Flüchtlinge zu hetzen. Die Probleme in Afrika sind Kolonial-Altlasten, weil die dortigen Regionen ausgeplündert und ohne Rücksicht auf Stammes- bzw. Volksgrenzen zu Staaten geschitten wurden. Die auf Eigenversorgung angelegte Wirtschaft wurde von den Kolonialmächten zerschlagen, die Rohstoffe geplündert. Eine Industrialisierung fand nicht statt.



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#26

RE: Neue Mauer, 1 km lang, 4 m hoch in Calais

in Themen vom Tage 24.09.2016 01:48
von SET800 | 3.094 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #25

Wer seinen Wohlstand u.a. durch die Nutzung von Rohstoffen aus der "Dritten Welt" hat, hat kein Recht, gegen Einwanderer/Flüchtlinge zu hetzen. Die Probleme in Afrika sind Kolonial-Altlasten, weil die dortigen Regionen ausgeplündert und ohne Rücksicht auf Stammes- bzw. Volksgrenzen zu Staaten geschitten wurden. Die auf Eigenversorgung angelegte Wirtschaft wurde von den Kolonialmächten zerschlagen, die Rohstoffe geplündert. Eine Industrialisierung fand nicht statt.


Das ist eine nette These. Ginge es Algerien, Nigeria oder dem Kongo besser ohne Rohstoffexporte?

Wer zwingt denn BanglaDesh dazu für 25cent Lohn T-shirts zu nähen um diese dann zu Millionen gegen einen BMW für ihren Skalventrieber einzutauschen?

Afrika, Arabien und Indien Pakistan sind zusammen Milliarden Menschen, genügend groß um industriell annährend "alles" selbst zu entwickeln udn zu produzieren.

Die kleine DDR machte das zu wohl über 60% mit nur 16 Mio Einwohnern, von Druckmaschinen über Mähdreschern bis Bratwürsten und Eisenbahnschienen.

Ob nun ein Land kein Öl hat wie Israel oder der Ölschatz von ausländischen Kapitalisten geplündert wird macht dann keinen Unterschied.

Neuseeland hat auch kein Öl, Japan auch nicht.

Daher selbst ohne Rohstoffgewinne ( weil ein böser Westler die raubt ) ist Wohlstand möglich. Siehe Japan, Singapur, Taiwan, Neuseeland, Israel.



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#27

RE: Neue Mauer, 1 km lang, 4 m hoch in Calais

in Themen vom Tage 24.09.2016 10:06
von HG19801 | 1.613 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #25
Wer seinen Wohlstand u.a. durch die Nutzung von Rohstoffen aus der "Dritten Welt" hat, hat kein Recht, gegen Einwanderer/Flüchtlinge zu hetzen.
Da möchte ich mich zutiefst dafür bedanken, dass du mir den Tatbestand der Hetze angedeihen lässt und du nicht nur mich daran erinnerst, wo unsere Wohlstandsbefindlichkeiten (deine auch?) ihren Ursprung haben.

... ja ja, der Begriff Hetze als Totschlagargument macht schon was her.
Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #25
Die Probleme in Afrika sind Kolonial-Altlasten, weil die dortigen Regionen ausgeplündert und ohne Rücksicht auf Stammes- bzw. Volksgrenzen zu Staaten geschitten wurden. Die auf Eigenversorgung angelegte Wirtschaft wurde von den Kolonialmächten zerschlagen, die Rohstoffe geplündert. Eine Industrialisierung fand nicht statt.
Ach, komm uns doch nicht mit diesen ollen abgelutschten Kamellen, irgendwann müssen Völker - sogar die einst zu Unrecht kolonisierten - sich trotz aller historischen Widrigkeiten auch selbst aus der Kacke ziehen.
Wenn man sich jedoch ohne entsprechende agrarische Ressourcen, Möglichkeiten bzw. Anstrengungen plus der Unfähigkeit, die Schätze seines Landes verantwortungsvoll zu dessen Nutzen und Wohlstand zu handhaben, unkontrolliert explosionsartig vermehrt, dann ist das schlichtweg pure Verantwortungslosigkeit, die oft genug noch in traditionellen Gepflogenheiten wurzelt, an denen man wider besseren Wissens als auch wohlwollender Aufklärung trotzartig festhält.
... von der religiös angejauchten Doktrin, je mehr Nachwuchs, desto mehr Ehre für sich selbst, Allah, den Islam oder sonst was ganz zu schweigen.
Mir ist völlig klar, dass meine Worte so manchem hier gegen den Strich gehen, doch es ist geboten die Übel einfach beim Namen nennen.


"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." – Albert Einstein


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#28

RE: Neue Mauer, 1 km lang, 4 m hoch in Calais

in Themen vom Tage 24.09.2016 10:27
von Sperrbrecher | 1.650 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #22

Aber die Lager sind laut Oberstem Gericht von Papua-Neuguinea verfassungswidrig und müssen aufgehoben werden.

Niemand zwingt diese Menschen in diesen Lagern zu verharren. Sie können ebenso gut wieder in ihr Herkunftsland zurückkehren.

Es gilt zwar das Recht sein Land zu verlassen, aber es gibt kein Recht in ein anderes Land einzureisen, wenn es die
Führung dieses Landes nicht will. Jedes Land hat das Recht selbst darüber zu bestimmen, wem es in sein Land einreisen
lässt und wem nicht.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


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zuletzt bearbeitet 24.09.2016 10:28 | nach oben springen

#29

RE: Neue Mauer, 1 km lang, 4 m hoch in Calais

in Themen vom Tage 24.09.2016 10:38
von SET800 | 3.094 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #25
Die Probleme in Afrika sind Kolonial-Altlasten, weil die dortigen Regionen ausgeplündert und ohne Rücksicht auf Stammes- bzw. Volksgrenzen zu Staaten geschitten wurden. Die auf Eigenversorgung angelegte Wirtschaft wurde von den Kolonialmächten zerschlagen, die Rohstoffe geplündert. Eine Industrialisierung fand nicht statt.



Hallo,
halte ich für Blödsinn:

Gegenbeispiele: Italiens Brennergrenze seit 1921 nimmt auch keine Rücksicht auf Stammes- oder Volksgruppengrenzen. Ebensowenig das Elsaß, funktinierte als Reichsland als auch als französische Departements, wenn Menschen wollen funktioniert das. Wer aber lieber Stammesrandale macht kommt drin um, so ging der französisch protektoierte Kunststaat Tschechoslowakei in den 30ern zu Grunde.

Und die auf Eigenversorgung angelegte Wirtschaft runierten die alle selbst, mit ihren vielen Kindern.

Wenn die Hirseernte vom eigenen Acker nicht reicht, Hofstelle wurde auf 3 Söhne aufgeteilt, aber das Angebot kommt baue Kakao auf der kleinen Fläche an, dann kannst du genug Hirse kaufen....
20 Jahre später nach nochmaliger Hofteilung geht die Rechnungn aber nichtmehr auf, jetzt müssen von den 30 Enkeln 25 in die große Hauptstadt......



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#30

RE: Neue Mauer, 1 km lang, 4 m hoch in Calais

in Themen vom Tage 24.09.2016 10:51
von Hanum83 | 4.674 Beiträge

Hatten wir nicht letztens eine Grafik hier über das afrikanische Wirtschaftswachstum?
Vielleicht ist das Bild ja falsch das dort nur postkolonial gebeutelte Nomaden mir dürren Rindern durch den Busch ziehen.


Ein Jahr lang 10 Kilometer der innerdeutschen Grenze 1983/84 mitbewacht.
(Zusatz-Info auf Wunsch eines einzelnen Users: War dabei auch Postenführer.)
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#31

RE: Neue Mauer, 1 km lang, 4 m hoch in Calais

in Themen vom Tage 24.09.2016 11:49
von Tobeck | 484 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #22

Aber die Lager sind laut Oberstem Gericht von Papua-Neuguinea verfassungswidrig und müssen aufgehoben werden.
http://www.nzz.ch/international/asien-un...essen-ld.111555
Theo

Darum hat Australien vorausblickend noch Verträge mit anderen Staaten abgeschlossen, Kambodscha und Nauru.


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#32

RE: Neue Mauer, 1 km lang, 4 m hoch in Calais

in Themen vom Tage 24.09.2016 12:39
von Tobeck | 484 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #25
Zitat von HG19801 im Beitrag #17
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #14
... Mauern nützen da nichts. Für viele Flüchtlinge gibt es nur eine Richtung: vorwärts immer, rückwärts nimmer!!!
Dennoch ist es KEINE Lösung, sich aus den problembehafteten Heimatländern gen Europa und ganz speziell Deutschland aufzumachen, da braucht man überhaupt nicht drüber zu lamentieren. Unsere Weltgegend kann und darf nicht das Auffangbecken für die Elenden dieses Erdenballs sein.
Ja, das ist hart und für auf Asyl auf Teufel komm raus eingestellte "Überhumanisten" nicht akzeptabel, doch Wahrheiten und Tatsachen sind zuweilen sehr grausam, auch wenn leider noch(!) allzu viele Realitätsverweigerer sich in gewollter Blindheit üben.
Völker - ob nun homogen in ihrer ethnischen und religiösen Zusammensetzung oder nicht - müssen gerade auch im Angesicht vieler selbstverschuldeter (ja, selbstverschuldeter!) Probleme diese vor Ort lösen. Weglaufen in vermeintliche Schlaraffenlande bringt auf lange Sicht, die galoppierend kürzer wird, rein gar nichts.

"Wer halb Kalkutta aufnimmt, rettet nicht Kalkutta, sondern der wird selbst Kalkutta." (Peter Roman Scholl-Latour, 1924 bis 2014)



Wer seinen Wohlstand u.a. durch die Nutzung von Rohstoffen aus der "Dritten Welt" hat, hat kein Recht, gegen Einwanderer/Flüchtlinge zu hetzen. Die Probleme in Afrika sind Kolonial-Altlasten, weil die dortigen Regionen ausgeplündert und ohne Rücksicht auf Stammes- bzw. Volksgrenzen zu Staaten geschitten wurden.

Es gibt zu dem Thema Bücher und Studien, im Netz findet sich auch einiges. Man kann die heutigen Probleme ehemaliger Kolonien kaum noch mit der Kolonialzeit erklären, die mindestens 50 und teilweise bis zu über 90 Jahre zurückliegt. Andere ehemalige Kolonien in Ostasien, wie z.B. die heutigen Wirtschaftswunderstaaten Südkorea, Taiwan, China, Singapur, Hong Kong zeigen, dass der Kolonialismus heute nicht mehr als Erklärung für Staatsversagen afrikanischer und nahöstlicher Staaten taugt. Korea z.B. war am Ende des zweiten Weltkrieges genauso arm wie viele ehemalige afrikanische Kolonien, es hatte damals kaum Industrie und war ein Agrarstaat - es finden sich dazu auch Statistiken über das BIP dieser Staaten in den fünfziger und sechziger Jahren, die das belegen. Mehrere ehemalige ostasiatische Kolonien, wie Südkorea oder Taiwan hatten gegenüber vielen ehem. afrikanischen Kolonien sogar einen Startnachteil, da sie weniger oder kaum Rohstoffe besaßen. Die afrikanischen Staaten hatten durch ihren Rohstoffreichtum also einen Startvorteil, haben aber im Vergleich mit ostasiatischen Staaten nichts oder nur wenig aus ihren Chancen gemacht.

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #25

Die auf Eigenversorgung angelegte Wirtschaft wurde von den Kolonialmächten zerschlagen, die Rohstoffe geplündert. Eine Industrialisierung fand nicht statt.

Ich nannte gestern an anderer Stelle beispielhaft Ägypten. Ägypten konnte sich noch mehrere Jahrzehnte nach Ende der Kolonialzeit (1922) selbst mit Nahrungsmitteln versorgen, da es z.B. 1960 weniger als 30 Millionen Einwohner hatte. Die Eigenversorgung wurde nicht von der Kolonialmacht zerschlagen. Heute bei 92 Millionen Einwohner funktioniert die Eigenversorgung nicht mehr und es müssen große Mengen Nahrungsmittel importiert werden. Dafür, dass sich die Bevölkerungszahl nach Ende der Kolonialzeit vervielfacht hat, kannst Du keine Kolonialmacht verantwortlich machen. Die Verbrechen, die die Kolonialmächte in der Kolonialzeit begingen, sind nicht der Grund für das Staatsversagen nahöstlicher und afrikanischer Staaten in den letzten Jahrzehnten. China hat beispielhaft gezeigt, wie sich das Bevölkerungswachstum eindämmen lässt.


DHH GR44, SET800, DoreHolm und LO-Wahnsinn haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 24.09.2016 12:50 | nach oben springen

#33

RE: Neue Mauer, 1 km lang, 4 m hoch in Calais

in Themen vom Tage 25.09.2016 18:03
von DHH GR44 | 48 Beiträge





Haben von 1999 bis 2003 mehrmals in Indien angelegt natürlich wurden wir auf die Touristenrouten geführt. Hier ein paar Fotos wo auch die Probleme des Landes zusehen sind.
Am schlimmsten finde ich das Kastensystem wenn du in der falschen Kaste geboren bist hast du keine Chance was zuwerden. Deine Töchter werden einfach ohne Strafe vergewaltigt und deine Söhne ohne Grund verprügelt da kann man verstehen das die wegwollen.

VG


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#34

RE: Neue Mauer, 1 km lang, 4 m hoch in Calais

in Themen vom Tage 25.09.2016 18:17
von SET800 | 3.094 Beiträge

Zitat von DHH GR44 im Beitrag #33

Am schlimmsten finde ich das Kastensystem wenn du in der falschen Kaste geboren bist hast du keine Chance was zuwerden. Deine Töchter werden einfach ohne Strafe vergewaltigt und deine Söhne ohne Grund verprügelt da kann man verstehen daß die wegwollen.
VG


Die Antwort wäre für Mitglieder einer niedrigen Kaste solidarisch nur EIN Kind zu haben, Kinderstreik.

Wenn sich das Angebot an Billiglohnarbeitern innert 35 Jahren dann drittelt steigt die Wertschätzung, nur knappe Güter haben einen Wert....



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#35

RE: Neue Mauer, 1 km lang, 4 m hoch in Calais

in Themen vom Tage 25.09.2016 18:36
von DoreHolm | 7.681 Beiträge

Noch mal auf Calais zurückzukommen: Wir sind die letzten Maitage dieses Jahres dort mit PKW und Fähre rüber nach Dover. Von Flüchtlingen keine Spur, zumindest sind keine aufgefallen. Das muß sich wohl alles schon einige Km vorher abspielen, denn mit uns sind auch die LKWs auf die Fähre.



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#36

RE: Neue Mauer, 1 km lang, 4 m hoch in Calais

in Themen vom Tage 25.09.2016 18:46
von eisenringtheo | 9.160 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #34
Zitat von DHH GR44 im Beitrag #33

Am schlimmsten finde ich das Kastensystem wenn du in der falschen Kaste geboren bist hast du keine Chance was zuwerden. Deine Töchter werden einfach ohne Strafe vergewaltigt und deine Söhne ohne Grund verprügelt da kann man verstehen daß die wegwollen.
VG


Die Antwort wäre für Mitglieder einer niedrigen Kaste solidarisch nur EIN Kind zu haben, Kinderstreik.

Wenn sich das Angebot an Billiglohnarbeitern innert 35 Jahren dann drittelt steigt die Wertschätzung, nur knappe Güter haben einen Wert....


Das funktioniert doch nicht. Gegen Klassenunterschiede hiflt nur eine Revolution. Die französische hat den Feudalismus mit den drei Ständen Klerus, Adel und Bürger abgeschafft.
Theo


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#37

RE: Neue Mauer, 1 km lang, 4 m hoch in Calais

in Themen vom Tage 25.09.2016 19:01
von DHH GR44 | 48 Beiträge

Erfahrene Indienfahrer haben uns immer gewarnt gebt keinem Kind was bettelt Geld ihr werdet sie nicht wieder los. Trotzdem haben wir Neulinge am Hafen einige Dollar in Rupien getauscht. Der Mann in der Wechselstube sagt " Mister sie haben da gerade ein Jahresgehalt von einem Fabrikarbeiter umgetauscht seinen sie vorsichtig zeigen sie nie ihr Geld. Sie wollen doch gesund wieder auf ihr Schiff".
Da hab ich mich doch ganzschön erschrocken man dachte doch im Land von Indira Ghandi ist alles in Ordnung.Nee ist es nicht es gibt viel Reichtum aber die Mehrheit der Bewohner lebt in Armut aber sie lachen trotzdem und maulen nicht den ganzen Tag rumm wie Mancher im reichen Deutschland.

VG


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#38

RE: Neue Mauer, 1 km lang, 4 m hoch in Calais

in Themen vom Tage 25.09.2016 19:11
von SET800 | 3.094 Beiträge

Hallo,
Widerspruch, Revolutuion mag vor 230 Jahren und auch 1917/1918 eine Lösung auf die damligen Probleme gewesen sein.

Eine indische Revolution gegen das Kastenwesen würde zwar inviduell Gerechtigsfrust bei den derzeit niedrigen Kasten verringern.

Auf die Sozialstruktur Indiens aber insgesamt ein Nullsummenspiel sein, dann werden andere "underdogs" eben. Indien hat zuviele Menschen um allen dort einen Platz an der Sonne zu ermöglichen. Es gibt dort schlicht zuviele überflüssige Menschen, das gilt auch wenn diese Aussage als menschenverachtend bewertet wird.



EMW-Mitarbeiter hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 25.09.2016 21:59 | nach oben springen

#39

RE: Neue Mauer, 1 km lang, 4 m hoch in Calais

in Themen vom Tage 25.09.2016 19:57
von LO-Wahnsinn | 3.485 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #35
Noch mal auf Calais zurückzukommen: Wir sind die letzten Maitage dieses Jahres dort mit PKW und Fähre rüber nach Dover. Von Flüchtlingen keine Spur, zumindest sind keine aufgefallen. Das muß sich wohl alles schon einige Km vorher abspielen, denn mit uns sind auch die LKWs auf die Fähre.


Das war gerade die Zeit wo der Staat temporär etwas massiver wurde, als das Lager halbiert wurde und die neuen Zäune errichtet waren.
Es ist auch nicht jeden Tag schlimm, meist sind sie auch nachts unterwegs.
Viele versuchen es auch auf den umliegenden Lkw Parkplätzen, dort wo ich stehe bellen die Hunde der Wachmannschaft die ganze Nacht.
Von Zeit zu Zeit ist es aber kritisch und es sind Zustände wie man sie auf Videos findet.
Das Lager liegt an der Zufahrtsstrasse zum Fährhafen wenn man von der Autobahn runter ist.
Ich selber fahre meistens mit dem Zug und wenn Fähre (auf Anweisung), dann nur noch von Dünkirchen oder Hoek von Holland nach Harwich und so auch zurück.
Der Zug geht meist schneller, auch wenn dort die Kontrollen schärfer sind.
Der Zug geht vom Auffahren bis zum Abfahren vom Zug 1 Stunde+ Wartezeiten und Kontrollzeiten.
Mit der Fähre sind, nur wenn es gut läuft, rund 3+ Stunden weg.
Läuft der Zug gut, 1,5 Stunden von Autobahn Frankreich bis Autobahn England.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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