#1

Nachtschicht beim BGS und GZD

in Bundesgrenzschutz BGS 28.08.2016 12:50
von Schlutup | 4.108 Beiträge

Moin Moin,
wie sah eigentlich, die "Grenzüberwachung West" in der Nacht aus?
Waren viele BGS`ler und Zöllner Nachts an der Grenze unterwegs?

Gruß Schlutup



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#2

RE: Nachtschicht beim BGS und GZD

in Bundesgrenzschutz BGS 28.08.2016 17:07
von Ratze | 404 Beiträge

Moin
In RZ war, wie auch am Tag, nur eine Streife BGS mit 4 Mann draußen. Der Zoll hatte ebenfalls eine Streife, entweder 2 Mann oder einer mit Hund draußen.
In der Kaserne befanden sich noch, ich meine 8 Leute in Bereitschaft, zusätzlich in jeder Hundertschaft 2 Leute, auf der Wache, ich meine 6, Funkstelle mit 2 und der OvD. Ratze


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#3

RE: Nachtschicht beim BGS und GZD

in Bundesgrenzschutz BGS 28.08.2016 18:37
von Mike59 | 7.979 Beiträge

Welchen Bereich hat denn eine GAST des ZOLL bestreift ? Die hatten ja nach meiner Erinnerung auch grenzpolizeiliche Befugnis und da ich unsere gegenüber GAST immer gut einsehen konnte waren da meist 2 Streifen im Einsatz.
Die Dienste beim BGS. Prozentual war der Grenzdienst ja nur Nebenjob - wenn nur 4 Mann von 577 (Sollstärke) draußen waren ist die Grenzerfahrung des Personals auch entsprechend.
Der überwiegende Teil wurde wohl in Brokdorf, der S 18 West verheizt oder feierte Überstunden ab. Über die Nachtdienste gibt es noch heute tolle Storys - ich las das mal unter Grenzerlatein laufen aber verrückt hat sich das gegenüber nicht gemacht. Weswegen auch, wir waren ja auf unserer Seite "hellwach" *lach*


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#4

RE: Nachtschicht beim BGS und GZD

in Bundesgrenzschutz BGS 30.08.2016 08:49
von fritzchen | 5 Beiträge

Zitat von Mike59 im Beitrag #3
Welchen Bereich hat denn eine GAST des ZOLL bestreift ? Die hatten ja nach meiner Erinnerung auch grenzpolizeiliche Befugnis und da ich unsere gegenüber GAST immer gut einsehen konnte waren da meist 2 Streifen im Einsatz.
Die Dienste beim BGS. Prozentual war der Grenzdienst ja nur Nebenjob - wenn nur 4 Mann von 577 (Sollstärke) draußen waren ist die Grenzerfahrung des Personals auch entsprechend.
Der überwiegende Teil wurde wohl in Brokdorf, der S 18 West verheizt oder feierte Überstunden ab. Über die Nachtdienste gibt es noch heute tolle Storys - ich las das mal unter Grenzerlatein laufen aber verrückt hat sich das gegenüber nicht gemacht. Weswegen auch, wir waren ja auf unserer Seite "hellwach" *lach*


hallo mike59, zu meiner grenzdienstzeit 1970-1974 waren im bereich des damaligen zollkormmissariats königshofen (bad königshofen) insgesamt 4 gasten primär für den bereich zwischen autenhausen (oberfranken) und alsleben (unterfranken) zuständig; dieser bereich wurde 24 stunden bestreift, wobei jede gast eine bestimmte schicht (tagschicht, spät- nachtschicht etc.) gefahren ist; die streifenstärke hat sich nach der jeweiligen stärke der gast gerichtet, manchmal war in diesem bereich nur eine 2-mann-streife unterwegs; die befugnisse des zgd waren damals vielfältig, sie richteten sich nach der sog. interzonenüberwachungsverordnung, der damaligen "da-bgs", dem bay. pag u.a.; tatsächlich wurde jedoch fast ausschliesslich der grenzbereich beobachtet;
gruß
fritzchen


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#5

RE: Nachtschicht beim BGS und GZD

in Bundesgrenzschutz BGS 01.09.2016 18:08
von Zkom IV | 323 Beiträge

Also bei uns waren nachts maximal drei Streifen draussen.
In den Jahren hat sich das dann immer weiter abgebaut, da nicht mehr soviel Personal da war.

Aber Mitte der Achtziger sah das ungefähr so aus:

Eine Funkwagenbesatzung mit VW Bully von Dreilinden aus.
Wir von der GASt Teltowkanal mit zwei Mann und Fahrrad.

Die GASt Kätchenweg (Kohlhasenbrück) war dann auch noch mit zwei Mann in ihrem Bereich (Kohlhasenbrück/Steinstücken/Griebnitzsee) unterwegs.

Also eigentlich eine ganze Menge Personal unterwegs für einen Bereich von der Glienicker Brücke bis nach Lichterfelde, Jenbacher Weg.
Ich weiß jetzt nicht mehr genau, wieviel Km das waren.

Abgelaufen ist so eine Nachtschicht bei uns Fahrrad-Gastlern immer wie folgt:

Dienstbeginn 20 Uhr. Halbe Stunde aufrüsten (Umziehen, Funkgerät und Fernglas aus Schrank holen, Dienstbuch Eintragung). Waffen (P6/P225) hatten wir immer gleich am Mann, da wir "Dauerwaffenträger" waren und die Kanone mit nach Hause nahmen, da unsere GASt nicht durchgängig besetzt war.
Start mit den Rädern gegen 20.30 Uhr.
Gemütliches radeln mit einigen Unterwegspostierungen bis zum Truppenübungsplatz der Amis Osdorfer Str.
Ggü von Pop 56 (?), hieß bei uns E 05, stand ein kleines Wetterschutzhäuschen, hier hatten wir uns häuslich eingerichtet.
Bei Radiomusik wurde gelesen oder auch mal ein Auge zugemacht.
Aufmerksamkeit war jedoch angesagt. Aber nicht wegen der "bösen" Jungs von den GT.
Nein viel gefährlicher war der Zollkommissar (Zkom) sein Vertreter oder der sog. Beamte zur besonderen Verwendung (BzbV), höchster Beamter des mittleren Dienstes im Zkom, die uns regelmäßig kontrollierten, auch Nachts.
Und wehe, die haben dich beim Pennen erwischt!!

Nach etwa vier Stunden erfolgte die Rückfahrt zur GASt.
Hier 45 min. "Bereitschaft".
Zeit zum Essen , Toilettengang o.ä.

Dann wieder raus und in die andere Richtung. An der Teltowwerft (Schnittstelle GR 42/GR44) war dann auch wieder so ein Häuschen. Hier das selbe Prozedere.

Ab 3.30 Uhr wieder zurück in der GASt.
Dienstbuch schreiben, abrüsten, noch eine Lulle rauchen, dann um 4 Uhr Dienstende und nach Hause.

Wenn wir ganz gut drauf waren folgte noch ein Besuch der Tag/Nachtkneipe auf ein "Schlafbier", was sich manchmal auch mehrere Stunden hinziehen konnte.

Das war der Abriss einer Nachtschicht, wie ich sie so oder ähnlich, viele hundertmal erlebt habe.


Gruß Frank



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#6

RE: Nachtschicht beim BGS und GZD

in Bundesgrenzschutz BGS 07.09.2016 05:27
von B208 | 1.352 Beiträge

Zitat von Ratze im Beitrag #2
Moin
In RZ war, wie auch am Tag, nur eine Streife BGS mit 4 Mann draußen. Der Zoll hatte ebenfalls eine Streife, entweder 2 Mann oder einer mit Hund draußen.
In der Kaserne befanden sich noch, ich meine 8 Leute in Bereitschaft, zusätzlich in jeder Hundertschaft 2 Leute, auf der Wache, ich meine 6, Funkstelle mit 2 und der OvD. Ratze


Moin ,

In meinen 8 Jahren in RZ gab es verschiedene Abläufe und Stärken von Grenzdienst und Bereitschaft .

Die Stärke der in der Nacht oder am WE eingesetzten Kräfte war so wie von Ratze beschrieben .
-1.Bereitschaftsgruppe als Unterkunftswache
-2.Bereitschaftsgruppe ( zeitweise wurde aus dieser Gruppe auch die Grenzstreifen gestellt )
-dazu der Bereitschaftszugführer ( stellv.Zugfhr. also Obermeister oder Hauptmeister )
-ein OvD ( kein Offz.,sondern altgediente BaL Hauptmeister , Stabsmeister , Oberstabsmeister )
-ein KvD ( Kraftfahrer vom Dienst )
-zwei Funker , ein oder zwei Sanitäter , zeitweise ein Koch ( nicht zwischen 19.00 und 05:00 )
-je Hundertschaft (4) ein UvD und ein GvD ( später WvD )

Das waren die sich im 24 Stunden Dienst befindenden PvB .

Es gab Zeiten , da wurden die Grenzstreifen zusätzlich zu diesen Kräften eingeteilt .

Es gab 3 Grenzstreifenteams pro Tag im 24 Std. Dienst . Jedes Team in einer Stärke von -/1/3 fuhr 2 Grenzstreifen . Immer eine Tagesstreife und eine Nachtstreife . Also Streife 1 und 4 , 2 und 5 , 3 und 6 . Die beliebteste Streife war die 1 und 4 , da man nach der letzten Streife ins Bett ging und am Morgen dann ausgeschlafen in den freien Tag ging .

Der Streifenführer holte beim I/S oder am WE beim OvD die Streifenaufträge , der Kraftfahrer bekam auf der Schirrmeisterei seinen Fahrbefehl und holte aus der KfZ Halle das StreifenKfZ , nach WOLKE fuhr er zur Wache und holte die MunKiste und traf sich anschl. mit dem Streifenführer bei der Funkstelle , dort wurden die Funkgeräte und die Funkunterlagen in Empfang genommen und in das Kfz eingebaut , dann ging es zur Hundertschaft , dort wurde aufmunitioniert und gab eine kurze Einweisung der Posten in den Streifenauftrag , anschl. alles in das Kfz verladen und ab ging die Post . Auf den Nachtstreifen hörte man kurz nach dem Verlassen der Unterkunft von den hinteren Plätzen schon die ersten Schnarchgeräusche . Heut kann man ja darüber schreiben , auch wenn der I/S mitliest . , manchmal hab ich auch das Steuer übernommen und alle 3 haben dann gepennt . Eigensicherung war eigentlich anders befohlen , aber bei uns reichte es immer den Wagen von innen zu verschliessen . . Nach Streifenende alles wieder auf Anfang , abmunitionieren , tanken , tippen , schlafen .

Die Wachgruppe hatte da schon die Arschkarte gezogen , immer unter Beobachtung , fremde Betten , ungemütlicher Aufenthaltsraum , bei Wind und Wetter Unterkunftsstreife , Schrankenposten oder nach Verschluss Torposten , für den stellv.Wachhabenden Schlafenzeit von 20:00 bis 01:00 und für den Wachhabenden von 01:00 bis 06:00 . Die Posten hatten noch besch.... Ruhezeiten . Der Geruch in dem Wachgebäude war auch speziell .

UvD und GvD hatten es da schon bequemer . Schlafenzeiten waren zwar wie in der Wache , aber alles in angenehmer Umgebung in der Hundertschaft . Alle Stunde musste eine Kontrollrunde im Gebäude gedreht werden . Um 06:00 war dann Wecken der Hundertschaft .

Der KvD hatte in der Nacht eigentlich ne ruhige Kugel , musste im Normalfall nur zum betanken der StreifenKfz raus .

OvD und BereitschaftszugFhr konnten pennen .

Gefroren hab ich eigentlich nie , auch nicht in der kältesten Winternacht , überall gab es Heizungen , zu meiner Zeit auch im StreifenKfz eine Webasto Standheizung .

Grüsse in die Nacht

B208


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zuletzt bearbeitet 07.09.2016 08:48 | nach oben springen

#7

RE: Nachtschicht beim BGS und GZD

in Bundesgrenzschutz BGS 18.11.2016 15:50
von Zange | 397 Beiträge

Ich war Streifenführer, wir waren nachts draußen an der Grenze.

Wir hatten eine sog. "Stehende Postierung" mitten im Wald an der Schwedenschanze. Von der Grenze war dort nichts, aber auch gar nichts zu sehen. Die eigentliche Grenze war ein Bach, der sog. Landgraben, konnte man bequem überspringen. Drüben setzte sich der Wald noch einige Meter bis in die Nähe der Sperranlagen fort.

Wir waren mit dem Bully draußen, vier Mann.

Also, alle Mann auf die beiden gegenüberliegenden Rückbänke, Mun-Kiste in die Mitte, Karten raus.

Wir waren schon eine ganze Weile ins Skatspiel vertieft, als plötzlich von draußen eine grelle Funzel in das Wageninnere leuchtete.

Ich bekam einen Heidenschreck, denn ich dachte, es war der UvK (Unterführer vom Kontrolldienst). Dann wären wir fällig gewesen, Diszi usw.

Dann hörten wir lautes Gelächter von draußen hineinschallen, es war eine Solo-GZD-Streife mit Hund. (Grenzzolldienst)

Großes Hallo und erst mal einen Kaffee.

War ne schöne Zeit.


Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen (Helmut Schmidt)
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zuletzt bearbeitet 18.11.2016 15:51 | nach oben springen

#8

RE: Nachtschicht beim BGS und GZD

in Bundesgrenzschutz BGS 18.11.2016 22:44
von vs1400 | 2.397 Beiträge

was war denn der inhalt eurer jeweiligen munkisten, mun-kisten?

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#9

RE: Nachtschicht beim BGS und GZD

in Bundesgrenzschutz BGS 20.11.2016 20:24
von Zange | 397 Beiträge

@vs1400

Da waren die Patronen drin, 9mm für die MP und Pistole. Ich meine, dass nur ich als Streifenfürher eine P6 dabei hatte. Weiß es aber nicht mehr genau. Die Kiste wurde bei Antritt der Grenzsteife an der Wache oder meim UvD empfangen. Es war ein Steckbrett, auf das die einzelnen Patronen hinein gesteckt wurden, so dass man sofort erkennen konnte, ob nach Ende der Streife alles vollzählig war.

Deshalb habe ich mir beim Schießen einen kleinen Vorrat angelegt, so dass ich bei Fehlstand das ergänzen konnte, um schweren Ärger zu vermeiden.

Bei uns bei der Polizei funkioniet das leider nicht mehr, weil beim Scheißen alte Geschosse verwendet werden, die jeweils aktuelle Mun. unterscheidet sich deutlich in der Optik.

Mir fehte einmal eine Patrone, wir haben 16 Patr. zugeteilt ,zur jährlichen Waffenrevision, aber unser SOE (Sachbearbeiter für org. und Einsatz), konnte mir glücklicherweise aushelfen.


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zuletzt bearbeitet 20.11.2016 20:29 | nach oben springen

#10

RE: Nachtschicht beim BGS und GZD

in Bundesgrenzschutz BGS 20.11.2016 22:25
von vs1400 | 2.397 Beiträge

verstehe ich dich richtig, Zange,
die gesamte munition, der jeweiligen streife, befand sich in einer munikiste auf steckbrettern?

gruß vs


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21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#11

RE: Nachtschicht beim BGS und GZD

in Bundesgrenzschutz BGS 20.11.2016 22:37
von der alte Grenzgänger | 1.009 Beiträge

Zitat von Zange im Beitrag #9
..., weil beim Scheißen alte Geschosse verwendet werden, ...


.. ach- deshalb manchmal die lauten Geräusche ..

Siggi
(der allen eine ruhige Nacht wünscht..)


"Man rühmt und man schmäht die meisten Dinge, weil es Mode ist, sie zu rühmen oder sie zu schmähen"
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
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#12

RE: Nachtschicht beim BGS und GZD

in Bundesgrenzschutz BGS 21.11.2016 06:21
von Hanum83 | 4.796 Beiträge

Bei uns war ja die Nacht- u. Tagaktivität die gleiche.
An was ich mich noch erinnern kann waren die Nichtausteig-Streifen von Zoll und BGS, meistens kam der Transporter angerollt, Licht aus und so nach 15 Minuten wieder Licht an und weiter.
Da hab ich manchmal gedacht wenn ich bibbernd bei 15 Grad Nassen aus dem Wald geguckt habe, die haben es gut, ok, waren ja auch Beamte


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
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#13

RE: Nachtschicht beim BGS und GZD

in Bundesgrenzschutz BGS 21.11.2016 11:03
von Zange | 397 Beiträge

Richtig verstanden, die gesamte Muni war in dieser Steckbrett-Kiste. Ich weiß es nicht mehr genau, es waren wohl an die 100 Schuss. Die Waffen mussten dann bei Antritt der Grenzstreife aufmunitioniert und nach Ende wieder entmunitioniert werden. Zwischen den Streifen gehörten wir zur Alarmgruppe.Die Waffen blieben am Mann, Muni wurde abgegeben. Dauer des ges. Dienstes 24 h, darin enthalten 2x 4 Std. Grenzstreife.

Tierisch umständlich und nervig, aber in der Kaserne mussten die Waffen entleert und die Muni weggeschlossen sein.


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#14

RE: Nachtschicht beim BGS und GZD

in Bundesgrenzschutz BGS 21.11.2016 11:21
von damals wars | 12.206 Beiträge

Zitat von Zange im Beitrag #9
@vs1400

Da waren die Patronen drin, 9mm für die MP und Pistole. Ich meine, dass nur ich als Streifenfürher eine P6 dabei hatte. Weiß es aber nicht mehr genau. Die Kiste wurde bei Antritt der Grenzsteife an der Wache oder meim UvD empfangen. Es war ein Steckbrett, auf das die einzelnen Patronen hinein gesteckt wurden, so dass man sofort erkennen konnte, ob nach Ende der Streife alles vollzählig war.

Deshalb habe ich mir beim Schießen einen kleinen Vorrat angelegt, so dass ich bei Fehlstand das ergänzen konnte, um schweren Ärger zu vermeiden.

Bei uns bei der Polizei funkioniet das leider nicht mehr, weil beim Scheißen alte Geschosse verwendet werden, die jeweils aktuelle Mun. unterscheidet sich deutlich in der Optik.

Mir fehte einmal eine Patrone, wir haben 16 Patr. zugeteilt ,zur jährlichen Waffenrevision, aber unser SOE (Sachbearbeiter für org. und Einsatz), konnte mir glücklicherweise aushelfen.

Wie sich die Probleme gleichen!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#15

RE: Nachtschicht beim BGS und GZD

in Bundesgrenzschutz BGS 21.11.2016 11:28
von damals wars | 12.206 Beiträge

Im Schatten der Mauer in Steinstücken verließen die Streifen genau 2 Mal den Bulli, einmal nach der Ankunft, einmal, Stunden später,
nach dem Aufstehen vor der Abfahrt!
Mal sehen, ob wir klären können, wer es war? Polizei oder Zoll?
Einsehen konnten wir den Platz ja nicht. Stark bewachsen und bewohnt, gute Annäherungsmöglichkeiten.

Gut, nach #5 könnte es der Zoll gewesen sein.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
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zuletzt bearbeitet 21.11.2016 11:39 | nach oben springen

#16

RE: Nachtschicht beim BGS und GZD

in Bundesgrenzschutz BGS 21.11.2016 12:50
von Hanum83 | 4.796 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #15
Im Schatten der Mauer in Steinstücken verließen die Streifen genau 2 Mal den Bulli, einmal nach der Ankunft, einmal, Stunden später,
nach dem Aufstehen vor der Abfahrt!
Mal sehen, ob wir klären können, wer es war? Polizei oder Zoll?
Einsehen konnten wir den Platz ja nicht. Stark bewachsen und bewohnt, gute Annäherungsmöglichkeiten.

Gut, nach #5 könnte es der Zoll gewesen sein.

Zoll war meistens weiß der VW und BGS grün, konnte ich sogar im finsteren auseinanderhalten.
Wie die Polletei in WB rumgefahren ist, keine Ahnung.
Wenn du den Platz nicht einsehen konntest und er auch noch bewohnt war, wie hast du da erkannt das es sich um eine Streife handelt?
Das er mittlerweile die Autos am Motorgeräusch erkennt hat mir mal ein Gakel erzählt, beim elften Bier allerdings.


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zuletzt bearbeitet 21.11.2016 13:00 | nach oben springen

#17

RE: Nachtschicht beim BGS und GZD

in Bundesgrenzschutz BGS 21.11.2016 23:09
von vs1400 | 2.397 Beiträge

Zitat von Zange im Beitrag #13
Richtig verstanden, die gesamte Muni war in dieser Steckbrett-Kiste. Ich weiß es nicht mehr genau, es waren wohl an die 100 Schuss. Die Waffen mussten dann bei Antritt der Grenzstreife aufmunitioniert und nach Ende wieder entmunitioniert werden. Zwischen den Streifen gehörten wir zur Alarmgruppe.Die Waffen blieben am Mann, Muni wurde abgegeben. Dauer des ges. Dienstes 24 h, darin enthalten 2x 4 Std. Grenzstreife.

Tierisch umständlich und nervig, aber in der Kaserne mussten die Waffen entleert und die Muni weggeschlossen sein.


du meinst die magazine, Zange,
dass war bei uns halt einfacher gelöst. denn es gab zu jeder waffe (inklusive seitengewehr) zwei magazine, jede waffe hatte eine adäquate waffenkarte und zu ihr gab es 2 magazine mit adäquater magazinkarte.
eine waffe und magazin/e durften nur getrennt voneinander, magazin entnommen und waffe überprüft, im gebäude geführt werden.
jedoch nicht auf den unterkünften.

wie gestaltete sich denn dieser vierunzwanzig stunden dienst im detail,
bzw. gab es einen rhythmus für die 2x4 stunden grenzdienst?

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#18

RE: Nachtschicht beim BGS und GZD

in Bundesgrenzschutz BGS 22.11.2016 12:57
von Zange | 397 Beiträge

Schön wärs, wenns bei uns so gewesen wäre.

Nein, jede einzelne Patrone war in eine vorgesehene Bohrung des Holuzbrettes der Mun-kiste gesteckt.

Alle Magazine mussten vor Dienstantritt aufmunitioniert warden, dem entsprechend nach Streifenende auch wieder entmunitioniert. Ein Heidenspaß, vor allem die MP-Magazine. Ich weiß, für einen halbwegs normalen Menschen ist das nicht unbedingt nachvollziehbar, aber so war es eben damals bei Grenzschutzens.

Dass mit fest den jeweiligen Waffen zugeteilte Magazine ständing aufmunitioniert bereitgehalten werden, wäre für den BGS zu einfach gewesen. So weit waren die Oberen damals noch nicht.

Es wurde u. a. damit begründet, dass die Magazine nicht ständig aufmunitioniert bleiben durften, damit die Feder nicht ausleiert.

Der Dienst lief von 08.00 - 08.00 Uhr, drei feste Streifenbesatzungen waren in der Bereitschaftgruppe eingeteilt. Die Streifen liefen so ab, wie die seemännischen Wachen an Bord.

1. 08.00 - 12.00 Uhr,
2. 12.00 - 16.00 Uhr
3. 16.00 - 20.00 Uhr

dann wieder die erste Besatzung von

4. 20.00 - 24.00 Uhr,

usw. weiter bis morgens, 08:00 Uhr. Zwischen den beiden Streifen hatte man Bereitschaft, falls im Grenzraum etwas passieren sollte. War zum Glück bei mir nie.

Feierabend war jetzt nur am WE. Normalerweise gings gleich weiter im Dienstbetrieb. Für die ganze Sch.. gabs 4 Std. dienstfrei gutgeschrieben, am WE immerhin großzügige 8 Std.

Auch bei uns wurde man als junger Mensch ganz schön verheizt.


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zuletzt bearbeitet 22.11.2016 12:58 | nach oben springen

#19

RE: Nachtschicht beim BGS und GZD

in Bundesgrenzschutz BGS 22.11.2016 13:02
von damals wars | 12.206 Beiträge

Erzählt doch mal bitte was zur Fotoausrüstung.
Ggf auch zu Nachtsichtgeräten.


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http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#20

RE: Nachtschicht beim BGS und GZD

in Bundesgrenzschutz BGS 22.11.2016 13:05
von damals wars | 12.206 Beiträge

Na gut, Waffenreinigung erfolgte auf dem Flur, da war sicher auch ab und zu mal ne Kaschi im Zimmer.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
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