#41

RE: Bürger sollen Vorräte für Katastrophenfall horten

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 21.08.2016 21:00
von Zappel-EK-79-2 | 183 Beiträge

Zitat von manudave im Beitrag #36
Rainer-Maria, das mit der Sirene ist so eine Sache. In meinem neuen Beruf am Amt bin ich auch für die Alarmierungen der Einsatzkräfte und der Wehren zuständig. Die Feuerwehr stellt nun auf digitale Pager um und wir haben nur noch in einem der drei Ortsteile eine Sirene, die dann auch noch abgeschafft werden soll, davon abgesehen, dass die auch im Notfall ohne Strom dank Akku funktioniert. Ich bin auch der Meinung, dass heutzutage kaum noch jemand weiß, was die verschiedenen Signale bedeuten würden...
Nun kommt das "Aber": Wenn unsere Regierung von Vorratshaltung spricht, dann gehe ich davon aus, dass sie von möglichen Ernstfällen ausgehen. Wie wollen wir dann die Bevölkerung informieren? Bisher wird durch vorgeschaltete Behörden stets die Abschaffung von Sirenen als unproblematisch angesehen - widerspricht ja dann eigentlich der aktuellen Vorgehensweise...


Dieses Problem wird teils auch sehr heftig in Rundfunkforen diskutiert, auch weil es eben auch die verschiedenen Übertragungswege (UKW, DAB+, Kabel, Sat, Handy etc gibt).
Sirenen gibt es hier in der Gegend noch einige wenige und wenn die Alarm geben wird unsereins irgendwie hellhörig, gibt es die gar nicht mehr wüsste man nicht einmal das man eventuell ein Radio anschalten solle.


-------------------------------
Grün ja grün war'n alle meine Streifen
-- Harbker EK-Zappel 79-2 --
nach oben springen

#42

RE: Bürger sollen Vorräte für Katastrophenfall horten

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 21.08.2016 21:12
von Pit 59 | 10.158 Beiträge

Na da wirs ja morgen überall so aussehen

Angefügte Bilder:
LO-Wahnsinn hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#43

RE: Bürger sollen Vorräte für Katastrophenfall horten

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 21.08.2016 21:23
von Ährenkranz | 847 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #42
Na da wirs ja morgen überall so aussehen


Und leere Regale wie zu DDR - Zeiten.

Weil hier Thema Sirene war, in unserem Ort gibt es noch eine.


"Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden" - Helmut Schmidt
zuletzt bearbeitet 21.08.2016 21:26 | nach oben springen

#44

RE: Bürger sollen Vorräte für Katastrophenfall horten

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 21.08.2016 21:31
von DoreHolm | 7.708 Beiträge

Zappel-EK: weil der deutsche Bauer nicht mehr in der Lage ist und wäre das eigene Volk zu ernähren und es schlimmere Zustände wie zur Blockade im ersten Weltkrieg geben könnte..
Kann mich erinnern, daß es in einem Bericht zu DDR-Zeiten einmal diesbezüglich hieß, daß die DDR in der Lage ist, seine Bevölkerung selbst zu ernähren. Ich halte das auch heute noch für realistisch. Natürlich sind damit die Grundnahrungsmittel gemeint, die in dieser Klimazone wachsen und man sich für die innere und äußere Qualität nach keinen Vorgaben irgendwelcher EU-Bürokraten richten muß.
Mich hat dieser Vorstoß des Innenministers nicht sonderlich überrascht. In den USA ist das seit dem atomaren Patt der Großmächte ganz normal, daß sich die Leute, die es sich finanziell und platzmäßig leisten können, ein umfangreiches Lager, in vielen Fällen incl. Bunker, einrichten. Diese Industrie, die dafür produziert, verdient sich eine goldene Nase, da die Produkte ganz sicher ihren Preis haben.
Die Szenarien sind vielfältig. Am ehesten glaube ich an einen erfolgreichen großangelegten Hackerangriff auf unsere Infrastruktur, Energiewerke, Wasser, Gas, Versorgung, Kommunikation u.a. als an eine militärische Aktion. In letzterem Fall wären auch 10 Tage zu wenig. Wenn die Lage länger so bleibt, werden Einzelne oder Gruppen, denen die Vorräte langsam ausgehen oder die sich keine angelegt haben, versuchen, benötigte Lebensmittel mit Gewalt zu holen. Es wird zunehmend zu Einbrüchen in Wohnsiedlungen und Gehöften kommen, also dort, wo am ehesten noch Vorräte vermutet werden und es wird dabei auch vor Mord nicht zurückgeschreckt werden. Übersteigt der Hunger ein bestimmtes Maß, können Menschen zu Bestien werden. Das heißt, die Menschen werden irgendwie bewaffnen mit dem was verfügbar ist. Was das Trinkwasser betrifft: Sollte sich die Bevökerung innerhalb sehr kurzer Zeit mit der empfohlenen Menge bevorraten, hat der Handel und die Lagerbestände der Lieferanten überhaupt so viel am Lager ? Ungereinigtes Wasser aus Gewässern und Zisternen ist oft genug da. Abkochen ? Fehlanzeige, wenn keine Energiequelle mehr zur Verfügung steht. Wasserentkeimung käme da in Frage. Schmeckt zwar scheußlich, aber löscht den Durst und man kann Speisen darin anrühren. habe mal ein Foto reingestellt. Das Gläschen stammt noch aus tiefsten DDR-Zeiten, als ich beim Ausräumen des ZV-Bezirkslabores dabei war. nimmst es mal mit, vielleicht braucht man´s mal und es nimmt kaum Platz weg. Funktionieren wird es vermutlich immer noch, da Glas immer verschlossen.
Andere Sache: Wenn der Crash im tiefsten Winter erfolgt ? Keine Heizung. Eigenheime und Landwirte haben oft einen ordentlichen Holzvorrat auch zu normalen Zeiten. Wenn der alle ist, wird alles Brennbare zu Kleinholz gemacht, zuerst wird der Wald und die Parks leergefegt, dann kommen die Sträucher, dann die dickeren Äste, dann die Bäume und zuletzt die Stubben. Eine Knochenarbeit. Mein Vater kannte das noch. Einziger Vorteil: Tiefkühlgut taut nicht ganz so schnell auf und verderbliche Nahrungsmittel halten sich etwas länger. Ich glaube, wenn es wirklich zu so einer Situation kommt, werden die meisten von uns merken, auf was sie alles NICHT vorbereitet waren, trotz aller Umsicht. Es wäre eine Situation, in der die regierung nicht umhin kommt, auch die BW im Inneren einzusetzen, um Plünderungen und Gewalttaten in Grenzen zu halten.



suentaler und der Anderdenkende haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 21.08.2016 21:33 | nach oben springen

#45

RE: Bürger sollen Vorräte für Katastrophenfall horten

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 21.08.2016 21:33
von Pit 59 | 10.158 Beiträge

Auf jeden Fall eine geniale Idee um die Wirtschaft anzukurbeln,jeder kauft jetzt wie Wild,Waren müssen ja neu Produziert werden,nach einigen Wochen wird die Hälfte der Bevorratung entsorgt,und muss neu gekauft werden.
Kein Dummer der auf die Idee gekommen ist.


LO-Wahnsinn hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#46

RE: Bürger sollen Vorräte für Katastrophenfall horten

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 21.08.2016 21:35
von DoreHolm | 7.708 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #45
Auf jeden Fall eine geniale Idee um die Wirtschaft anzukurbeln,jeder kauft jetzt wie Wild,Waren müssen ja neu Produziert werden,nach einigen Wochen wird die Hälfte der Bevorratung entsorgt,und muss neu gekauft werden.
Kein Dummer der auf die Idee gekommen ist.


Diese Möglichkeit halte ich eher für unwahrscheinlich.



suentaler hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#47

RE: Bürger sollen Vorräte für Katastrophenfall horten

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 21.08.2016 21:58
von Zappel-EK-79-2 | 183 Beiträge

Man kann bei diesem Thema geteilter Meinung sein, aber was für dämliche Kommentare dazu bei MDR Aktuell abgeben werden macht mich schon bedenklich was aus den Menschen geworden ist ... einige haben nicht mal einen kleinen Vorrat an Grips im Schädel


-------------------------------
Grün ja grün war'n alle meine Streifen
-- Harbker EK-Zappel 79-2 --
zuletzt bearbeitet 21.08.2016 21:58 | nach oben springen

#48

RE: Bürger sollen Vorräte für Katastrophenfall horten

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 21.08.2016 22:23
von Zappel-EK-79-2 | 183 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #40
.. Mich würde mal interessieren, ob es noch bei jedem eine Sirene im Ort gibt?

In jeder Gemeinde gibts bei uns eine Sirene,welche auch an jedem ersten Sonnabend im Monat Probe läuft.Selbstverständlich wird sie auch zur Alarmierung der Feuerwehr benötigt.
In den Städten gibts schon lange keine Sirenen mehr,wird alles über FME Alarmiert.


In Leipzig weiß ich nicht ob es noch Sirenen gibt, im Umland aber ja ... die hören wir ab und an wenn es Alarm gibt, in den Städten mir Hochwassergefahr (ua. Mulde) wurden teils wieder welche installiert.


-------------------------------
Grün ja grün war'n alle meine Streifen
-- Harbker EK-Zappel 79-2 --
nach oben springen

#49

RE: Bürger sollen Vorräte für Katastrophenfall horten

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 21.08.2016 23:11
von hadischa | 99 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #46
Zitat von Pit 59 im Beitrag #45
Auf jeden Fall eine geniale Idee um die Wirtschaft anzukurbeln,jeder kauft jetzt wie Wild,Waren müssen ja neu Produziert werden,nach einigen Wochen wird die Hälfte der Bevorratung entsorgt,und muss neu gekauft werden.
Kein Dummer der auf die Idee gekommen ist.


Diese Möglichkeit halte ich eher für unwahrscheinlich.


Diese Möglichkeit halte ich, als eine unter vielen, für wahrscheinlich.
Neben anderen Möglichkeiten selbstredend.
Nach zig vielen Jahre fällt unserer Regierung ein, den Zivil- und Katastrophenschutz zu verbessern, auf ein höheres Level zu stellen.
Ja nee, wir haben die Polizei, eine Feuerwehr, das DRK, das THW und die BW. Wie sowas abläuft und wie die arbeiten habe ich persönlich 2013 beim Hochwasser erlebt. Die Leute kennen ihre Aufgaben und erfüllen ihre Pflicht, wenn sie gebraucht werden. Was diese Panik im Moment soll ist mir schleierhaft. Gleichzeitig sagt man aber auch, ein Angriff bzw. Krieg wird ausgeschlossen, ja, was denn nun liebe Regierung? Muss ich mir nun eine türkische oder russische Fahne kaufen? Mit wem und welchen potentiellen Gegner rechnet man denn? Oder soll es nur ein ankurbeln der Lebensmittelwirtschaft sein? Auch der Elektroindustrie?, horten von Lebensmittel für 10 Tage, da brauche ich schon einen großen Kühlschrank. Wir horten so in der Regel für 5-7 Tage, dann muss wieder Neues ran. Das ist doch eigentlich normal, heute geht man nicht mehr jeden Tag einkaufen, diese Zeiten sind doch vorbei. Nur, wenn solch eine Katastrophe, nehmen wir Hochwasser, eintritt, wird der Strom abgestellt. Woher bekomme ich den Notstrom? Wenn keiner da ist, Sense, Ruhe, meine Lebensmittel verderben, der Keller läuft voll Wasser, meine Getränke sind in der Elbe. Ja was nun liebe Regierung?
Für mich ist das Panikmache der öffentlichen Art. Zivilschutz hatten wir auch in der DDR, aber Panik wurde nie gemacht.
Die Regierung sollte erstmal die dringensten Probleme klären, wie Notstrom, Medikamente, Bereitschaft der Krankenhäuser, Unterbringung von Personen, Erdöl und Benzin (die DDR hatte da unterird. Lager) und Lebensmittelreserven des Staates (hatte die DDR auch). Dann kann man der Bevölkerung sagen, so Leute, nun seid ihr dranne.
Warten wir glatt ab was und wie sich das alles entwickelt.
Ich bin ein freier Bürger und muss nicht unbedingt CDU wählen.


Soldat gewesen, jetzt Rentner, andere sagen Pensionär

Achte mehr auf Deinen Charakter, als auf Deinen Ruf.
Dein Charakter ist das, was Du wirklich bist, doch Dein Ruf ist nur das, was andere von dir halten.
andyman und LO-Wahnsinn haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 21.08.2016 23:31 | nach oben springen

#50

RE: Bürger sollen Vorräte für Katastrophenfall horten

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 21.08.2016 23:36
von Rostocker | 7.734 Beiträge

Ich hab da mal eine Frage. Was ist mit den Tausenden die hier zu Lande von der Tafel abhängig sind. Bekommen die nun einen staatlichen Zuschuß um sich Vorräte anzulegen?
Was bei einen Angriff auf unser Land ist,da bin ich skeptisch. Schließlich beteildigen wir uns an einen Krieg,weit ab der Heimat in einen armen Land.Um unsere Freiheit dort zu verteidigen. Oder gibt es schon ein neues Feindbild,so das wir uns Vorräte zu legen müssen?


bürger der ddr hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#51

RE: Bürger sollen Vorräte für Katastrophenfall horten

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 22.08.2016 00:05
von LO-Wahnsinn | 3.495 Beiträge

Meine Freundin sagt, bei ihr in der Stadt wurde kürzlich nach Jahren der Entfernung, eine neue Sirene auf eine Schule gebaut.

In dem Gespräch kam ich auf eine weitere mögliche Ursache.

Hat die Regierung Angst vor einem Lkw Fahrer Streik?

Nun immerhin, dann würde auch alles kolabieren.
Allerdings glaube ich eher an den Klapperstorch samt Weihnachtsmann, als an einen Streik deutscher Lkw Fahrer, der übrigens längst seine Berechtigung hätte.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
bürger der ddr hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#52

RE: Bürger sollen Vorräte für Katastrophenfall horten

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 22.08.2016 00:07
von LO-Wahnsinn | 3.495 Beiträge

Nach mehreren künstlich geschaffenen Wachstumsbereichen (Solar, Wind, Biodiesel, ausufernde Logistik als Beipsiele), ist der Hamsterkauf natürlich auch ein Schub an Wachstum, Wachstum für wenige Brieftaschen.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
nach oben springen

#53

RE: Bürger sollen Vorräte für Katastrophenfall horten

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 22.08.2016 01:05
von suentaler | 1.923 Beiträge

Also ich gucke gleich morgen, ob ich noch so einen Hamster zu kaufen kriege.


[rot]Vielen Dank für die Sperrung.
Noch nicht einmal einen Grund konntet ihr angeben.
Andersdenkende mundtot machen - wie erbärmlich - selbst für euch ![/rot]
.
MfG Suentaler
.
[gruen]Leider kann ich nicht auf die mich erreichenden PN's antworten.
Man kann mich aber direkt unter suentaler@emailn.de anschreiben.[/gruen]
Büdinger, LO-Wahnsinn und hundemuchtel 88 0,5 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#54

RE: Bürger sollen Vorräte für Katastrophenfall horten

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 22.08.2016 07:13
von Pit 59 | 10.158 Beiträge

Einige sind schon vorbereitet

Angefügte Bilder:
bürger der ddr hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 22.08.2016 07:14 | nach oben springen

#55

RE: Bürger sollen Vorräte für Katastrophenfall horten

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 22.08.2016 07:16
von Pit 59 | 10.158 Beiträge

Er sorgt auch schon vor

Angefügte Bilder:
nach oben springen

#56

RE: Bürger sollen Vorräte für Katastrophenfall horten

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 22.08.2016 07:21
von VNRut | 1.486 Beiträge

Hamsterkäufe
Warum erneuert die Regierung ihr Konzept zur Zivilverteidigung? – Quelle: http://www.mz-web.de/24622558 ©2016

Zitat
Das Konzept der Zivilverteidigung stammt aus der Zwischenkriegszeit, doch in Deutschland wurde es aber vor allem im Kalten Krieg gepflegt: In der DDR war „ZV“ nicht nur die Organisation für den Schutz von Bevölkerung, Volkswirtschaft, Versorgung und der „kulturellen Werte“ im Havarie- und Angriffsfall, die Rettungs- und Einsatzkräfte landesweite vernetzte. Auch an Schulen waren entsprechende Kenntnisse und Fertigkeiten, teils auch im Umgang mit der Waffe, Teil des Lehrplans.
In der alten Bundesrepublik wurde das letzte Konzept zur Zivilverteidigung im Januar 1989 beschlossen. Es regelte Evakuierung und Notfallversorgung, aber auch, dass die Regierung im Krisenfall in einem Atombunker in Ahrtal bei Bonn untergebracht würde. Die Anlage ist seit fast 20 Jahren nicht mehr im Einsatz und seit 2008 als „Dokumentationsstätte Regierungsbunker“ ein Museum, das sich mit dem Kalten Krieg beschäftigt.
Neues Gesamtkonzept sollte her
Nun sehen Bundestag und Regierung wieder die Notwendigkeit solcher Pläne: Im Zuge der wachsenden Sorge vor Terroranschlägen seit 2001 hatte der Bund zwar Notfallszenarien aktualisiert und gemeinsame Übungen mit den Ländern wieder aufgenommen, die Havarien und Anschläge simulierten. Der Bundesrechnungshof mahnte jedoch ein Gesamtkonzept an, der Bundestag gab es vor vier Jahren in Auftrag – das Bundesinnenministerium hat es seither erarbeitet und will es in dieser Woche der Öffentlichkeit vorstellen.
Das könnte Sie auch interessieren
Großeinkauf
Zivile Verteidigung Bundesregierung rät Bevölkerung zu Hamsterkäufen

Als größte Gefahr sieht das Ministerium laut FAS „hybride Konflikte“: Angriffe, bei denen ein Gegner neben konventionellen Waffen etwa Computerviren oder Sabotage einsetzt. Zwar sei „ein Angriff auf das Territorium Deutschlands, der eine konventionelle Landesverteidigung erfordert, unwahrscheinlich“, heißt es. Doch verlange die Vorsorge, „sich trotzdem auf eine solche, für die Zukunft nicht grundsätzlich auszuschließende existenzbedrohende Entwicklung angemessen vorzubereiten“.
Neu in dem Konzept ist zudem der Gedanke, dass die Bundeswehr nicht nur im Ausland aktiv sein könne, sondern auch Nato- und EU-Bündnispartner verteidigen müsse – und so Angriffe auch auf deutschen Boden wieder denkbar seien. Nötig sei ein verlässliches Alarmsystem sowie Vorgaben, wie Gebäude angriffssicherer werden können und ausreichende Kapazitäten im Gesundheitssystem. Die Bevölkerung soll im Notfall zum Selbstschutz fähig sein, bevor staatliche Maßnahmen anlaufen, um eine ausreichende Versorgung mit Lebensmitteln, Wasser, Energie und Bargeld sicherzustellen.
Die Union verteidigt das Konzept samt seiner Warnungen gegen die Kritik. „Die Neufassung des Zivil- und Katastrophenschutzes ist vollkommen sachgerecht und notwendig“, sagte der innenpolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Stephan Mayer, dieser Zeitung. „Nicht nur, aber auch wegen der verschärften Bedrohung durch den islamistischen Terrorismus ist es wichtig, die Abwehr- und Reaktionsfähigkeit unserer Zivilschutzorganisationen in regelmäßigen Abständen zu überprüfen und den neuen Herausforderungen anzupassen“, so Mayer. Es sei auch wichtig, die Bevölkerung dafür zu sensibilisieren, sich im Fall einer Katastrophenlage nicht nur auf die staatlichen Strukturen zu verlassen, „sondern auch Eigenverantwortung in Form einer gewissen Eigenvorsorge zu übernehmen“, betonte der Unionspolitiker.
Ein Mensch kann nur vier Tage ohne Flüssigkeit auskommen
Bereits nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA und dem Elbehochwasser 2002 – als die Bundesländer zuständig, aber überfordert waren – hatte der Bund wieder begonnen, sich um Katastrophenschutz und -vorsorge zu kümmern. So wurde 2004 in Bonn das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, BBK, gegründet, von dem es auch schon Richtlinien für die „persönliche Notfallvorsorge“ gibt – vom Verhalten bei längeren Stromausfällen bis hin zur Frage, welches und wieviel Essen und Trinken jeder bevorraten sollte. Zentraler Hinweis: „Ein Mensch kann unter Umständen drei Wochen ohne Nahrung auskommen, aber nur vier Tage ohne Flüssigkeit.“ Das BBK rät zur Lagerung von 14 Litern Mineralwasser pro Person.


– Quelle: http://www.mz-web.de/24622558 ©2016

Plötzliche Panikmache seitens der Bundesregierung zollt meist auf Erkenntnisse aus Geheimdienstkreisen. Ist vielleicht ein nicht registrierter Flüchtling mit einer schmutzigen ABC-Bombe unterwegs oder möchte De Maizière nur seine Überwachungsmethoden durchsetzen http://www.zeit.de/politik/deutschland/2...nung-flughaefen

Ich werde schon Mal den Feuerkorb ins Wohnzimmer stellen, beim Nachbarn liegen noch mindestens 25 Festmeter Holz rum.

Gruß Wolle


GKM - 05/05/1982 bis 28/10/1983 im GAR 40/1.Abk/2.Zug (Oranienburg 17556) & GR 34/1.Gk/2.Zug (Groß-Glienicke 85981)
Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit. (William Somerset Maugham, britischer Schriftsteller 1874 - 1965)
Ohne die Kälte und Trostlosigkeit des Winters gäbe es die Wärme und die Pracht des Frühlings nicht. (Ho Chi Minh)

http://www.starsofvietnam.net/
https://www.youtube.com/watch?v=OAQShi-3MjA
Gruß Wolle
nach oben springen

#57

RE: Bürger sollen Vorräte für Katastrophenfall horten

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 22.08.2016 07:21
von Harsberg | 3.248 Beiträge

Wohl dem, der es gelernt hat sich aus der Natur zu versorgen...


Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
nach oben springen

#58

RE: Bürger sollen Vorräte für Katastrophenfall horten

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 22.08.2016 07:26
von Hanum83 | 4.802 Beiträge

Zitat von der Anderdenkende im Beitrag #38
Zitat von andyman im Beitrag #32
Zitat von manudave im Beitrag #27
.. Mich würde mal interessieren, ob es noch bei jedem eine Sirene im Ort gibt?

Also bei uns im Dorf gibt es noch eine Sirene,ist auch die schnellste Art die freiwillige Feuerwehr zu alarmieren.
Ansonsten haben wir Vorräte für ca.1Woche immer im Haus,heizen kann ich mit eigenen Holzvorräten jahrelang und Trinkwasser aus dem eigenen Brunnen.Problematisch wird die Vereidigung gegen Anarchos,da muß man sich mit den Nachbarn organisieren.
Lgandyman


Mistgabeln,Dreschflegel,auch Propangasflaschen werden zu guten Geschossen und nicht zu vergessen Karbit in Wasserflaschen.Mein lieber SüdschwedeDir kann geholfen werden!

Noch besser, rechtzeitig im Darknet kümmern.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
andyman hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 22.08.2016 07:27 | nach oben springen

#59

RE: Bürger sollen Vorräte für Katastrophenfall horten

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 22.08.2016 08:23
von der Anderdenkende | 1.242 Beiträge

Jetzt wirds bissel makaber!
Du meinst da sowas wie millitärich gesicherter Schutzstreifen rund ums Grundstück?
Wär ne Möglichkeit.Bedenke aber,das auch Minen selbst hochgehen können!und wenn durch den Radau ich geweckst werde in meinem mittäglichen Schönheitsschlaf,das hab ich gaaaanz schlechte Laune!Danne ist -heisse-Ohren-Zeit!
Dann doch lieber konventiel.Brim Dreschflegel kannste ja noch Nägel reinklopfen!Eitern bissel schlecht raus!Und sportlich wirds dann auch,also gut gegen unsre Speckröllchen!


nach oben springen

#60

RE: Bürger sollen Vorräte für Katastrophenfall horten

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 22.08.2016 08:30
von Hanum83 | 4.802 Beiträge

Zitat von der Anderdenkende im Beitrag #59
Jetzt wirds bissel makaber!
Du meinst da sowas wie millitärich gesicherter Schutzstreifen rund ums Grundstück?
Wär ne Möglichkeit.Bedenke aber,das auch Minen selbst hochgehen können!und wenn durch den Radau ich geweckst werde in meinem mittäglichen Schönheitsschlaf,das hab ich gaaaanz schlechte Laune!Danne ist -heisse-Ohren-Zeit!
Dann doch lieber konventiel.Brim Dreschflegel kannste ja noch Nägel reinklopfen!Eitern bissel schlecht raus!Und sportlich wirds dann auch,also gut gegen unsre Speckröllchen!


Nöö, einen antifaschistischen Schutzwall nicht gleich, kann man auch alleine schlecht sichern


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
zuletzt bearbeitet 22.08.2016 08:31 | nach oben springen



Besucher
28 Mitglieder und 71 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: TalSiar
Besucherzähler
Heute waren 2323 Gäste und 146 Mitglieder, gestern 3638 Gäste und 176 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14376 Themen und 558676 Beiträge.

Heute waren 146 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen