#41

RE: Grenzaufklärer Ausrüstung

in Grenztruppen der DDR 07.08.2016 00:58
von vs1400 | 2.387 Beiträge

Zitat von Mike59 im Beitrag #32
Zitat von KAMÜ im Beitrag #29
Zitat von Mike59 im Beitrag #17
Zitat von TOMMI im Beitrag #8
Wir hatten in unserer GK im Fahrzeugbestand noch Enduros, die vorzugsweise von GAKLs gefahren wurden. Heißt aber nicht, dass jeder GAKL eine hatte.

Die Enduros waren strukturmäßig für die GF des Gakl-Zuges, somit 2 x pro GK.

Die Enduros waren nicht für die Gf des Gakl-Zuges ,diese waren im Bestand des Aufklärerzuges. Wenn in anderen Komanien der GF ein gerät gefahren hat ,war dieses zufall.Bei mir im Aufklärerzug waren diese Fahrzeuge den 4 Gakl-BU unterstellt worden(in Freienhagen hatten wir 4 Stück)

Wo ist den der Unterschied zwischen dem GAk- Zug und dem Aufklärungszug?


... man darf ja ne derartige anfrage auch personifizieren, wie zb @KAMÜ und dann hat der user ne möglichkeit seine aussage zu erklären.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#42

RE: Grenzaufklärer Ausrüstung

in Grenztruppen der DDR 07.08.2016 12:40
von KAMÜ | 198 Beiträge

Zitat von vs1400 im Beitrag #41
Zitat von Mike59 im Beitrag #32
Zitat von KAMÜ im Beitrag #29
Zitat von Mike59 im Beitrag #17
Zitat von TOMMI im Beitrag #8
Wir hatten in unserer GK im Fahrzeugbestand noch Enduros, die vorzugsweise von GAKLs gefahren wurden. Heißt aber nicht, dass jeder GAKL eine hatte.

Die Enduros waren strukturmäßig für die GF des Gakl-Zuges, somit 2 x pro GK.

Die Enduros waren nicht für die Gf des Gakl-Zuges ,diese waren im Bestand des Aufklärerzuges. Wenn in anderen Komanien der GF ein gerät gefahren hat ,war dieses zufall.Bei mir im Aufklärerzug waren diese Fahrzeuge den 4 Gakl-BU unterstellt worden(in Freienhagen hatten wir 4 Stück)

Wo ist den der Unterschied zwischen dem GAk- Zug und dem Aufklärungszug?


... man darf ja ne derartige anfrage auch personifizieren, wie zb @KAMÜ und dann hat der user ne möglichkeit seine aussage zu erklären.

gruß vs


gibt kein unterschied



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#43

RE: Grenzaufklärer Ausrüstung

in Grenztruppen der DDR 07.08.2016 17:16
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Hatten Grenzaufklärer eigentlich auch stärkere Ferngläser als ein EDF 7x40 mit? Lohnt sich ja bei längeren Entfernungen schon. Und gab es das EDF damals eventuell auch schon, wie heute seinen Nachfolger, auch noch als 10x40?


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#44

RE: Grenzaufklärer Ausrüstung

in Grenztruppen der DDR 07.08.2016 18:19
von Mike59 | 7.945 Beiträge

Zitat von vs1400 im Beitrag #41
Zitat von Mike59 im Beitrag #32
Zitat von KAMÜ im Beitrag #29
Zitat von Mike59 im Beitrag #17
Zitat von TOMMI im Beitrag #8
Wir hatten in unserer GK im Fahrzeugbestand noch Enduros, die vorzugsweise von GAKLs gefahren wurden. Heißt aber nicht, dass jeder GAKL eine hatte.

Die Enduros waren strukturmäßig für die GF des Gakl-Zuges, somit 2 x pro GK.

Die Enduros waren nicht für die Gf des Gakl-Zuges ,diese waren im Bestand des Aufklärerzuges. Wenn in anderen Komanien der GF ein gerät gefahren hat ,war dieses zufall.Bei mir im Aufklärerzug waren diese Fahrzeuge den 4 Gakl-BU unterstellt worden(in Freienhagen hatten wir 4 Stück)

Wo ist den der Unterschied zwischen dem GAk- Zug und dem Aufklärungszug?


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Ja, darf man, muss man aber nicht. Es ist ein Forum für Jedermann und wenn personifiziert wird, lehnen sich alle zurück und warten. Nur mal so nebenbei erwähnt @vs1400


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#45

RE: Grenzaufklärer Ausrüstung

in Grenztruppen der DDR 07.08.2016 18:33
von Mike59 | 7.945 Beiträge

Zitat von KAMÜ im Beitrag #42
Zitat von vs1400 im Beitrag #41
Zitat von Mike59 im Beitrag #32
Zitat von KAMÜ im Beitrag #29
Zitat von Mike59 im Beitrag #17
Zitat von TOMMI im Beitrag #8
Wir hatten in unserer GK im Fahrzeugbestand noch Enduros, die vorzugsweise von GAKLs gefahren wurden. Heißt aber nicht, dass jeder GAKL eine hatte.

Die Enduros waren strukturmäßig für die GF des Gakl-Zuges, somit 2 x pro GK.

Die Enduros waren nicht für die Gf des Gakl-Zuges ,diese waren im Bestand des Aufklärerzuges. Wenn in anderen Komanien der GF ein gerät gefahren hat ,war dieses zufall.Bei mir im Aufklärerzug waren diese Fahrzeuge den 4 Gakl-BU unterstellt worden(in Freienhagen hatten wir 4 Stück)

Wo ist den der Unterschied zwischen dem GAk- Zug und dem Aufklärungszug?


... man darf ja ne derartige anfrage auch personifizieren, wie zb @KAMÜ und dann hat der user ne möglichkeit seine aussage zu erklären.

gruß vs


gibt kein unterschied

Schön, wollte ich nur mal hören, nicht das ich auf der falschen Welle schwimme. Es gab eine Richtlinie über die Ausstattung der GK und die legte u.a fest, das jeder Zug GSi. eine LO hatte usw. Die besagte eben auch das der GAkl-Zug einen P601/A für den ZF hatte und 2 Enduro für die GF (Lebensälter und mit Ihren einzeln Geführten FHG beschäftigt) vorwiegend im Hinterland unterwegs sein sollten. Der Rest hatte TS 250/A und Nachfolgemodelle als Fahrzeug.
Dumm nur das die Lebensälteren Gakl meist einen BMI über 30 hatten und somit das S 50 etwas schwach auf der Brust war. Gut das bei euch das eben anders geregelt wurde @KAMÜ - bei uns gab es übrigens 7 BU als Gakl, hätten dann also 7 Enduro sein müssen nach deiner Rechnung.
Schönen Sonntag noch.


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zuletzt bearbeitet 07.08.2016 18:34 | nach oben springen

#46

RE: Grenzaufklärer Ausrüstung

in Grenztruppen der DDR 07.08.2016 18:35
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.492 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #43
Hatten Grenzaufklärer eigentlich auch stärkere Ferngläser als ein EDF 7x40 mit? Lohnt sich ja bei längeren Entfernungen schon. Und gab es das EDF damals eventuell auch schon, wie heute seinen Nachfolger, auch noch als 10x40?


@Harzwanderer, das DF und das EDF hatten die gleichen Parameter, das EDF war ab 1981 verfügbar, die Nummer dieser Gläser beginnt mit einem "A" vor der Seriennummer, "A" bedeutet 1981, "B" 1982 usw. der Unterschied zum DF bestand erstens: die Prismen waren neu, (Dachkanntprismen) sowie zu Beleuchtungszwecken brauchte man keine Kabel und Batterien mehr, Dank Strontium Element(Radioaktiv) im Inneren des EDF, welches man zuschalten konnte.

gruß h.


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zuletzt bearbeitet 07.08.2016 18:38 | nach oben springen

#47

RE: Grenzaufklärer Ausrüstung

in Grenztruppen der DDR 07.08.2016 18:38
von Hanum83 | 4.707 Beiträge

Zitat von KAMÜ im Beitrag #30
Hallo Willi.Du hast recht,wir hatten solche Mappen auch über Kräfte des GZD,BGS und NATO-Streitkräften. Dort waren Personen,Kfz-Technik,Hubschrauber aufgeführt. Mit Registrierungsnummern der Hubschrauber von welcher Staffel,Kfz.Technik mit Kennzeichen und zugehörigkeitssymbolund teilweise die Personen mit Dienstgrad,Name,Dienststellung.Die Termoskanne war Bestand des Verpflegungssatzes.

Diese Bildmappen hatten wir auch auf dem Turm gegenüber der Tribüne Wittingen zu liegen halt für Normal-Soldat, waren die etwas höheren BGSler, Zollis und paar von der Rheinarmee drin.
Konntest du gleich mit Namen melden wer da rumstand.
Die langgedienten Gakels wussten auch ohne Buch wer da gegenüber stand, hatte ich den Eindruck.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
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zuletzt bearbeitet 07.08.2016 18:43 | nach oben springen

#48

RE: Grenzaufklärer Ausrüstung

in Grenztruppen der DDR 07.08.2016 22:49
von vs1400 | 2.387 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #43
Hatten Grenzaufklärer eigentlich auch stärkere Ferngläser als ein EDF 7x40 mit? Lohnt sich ja bei längeren Entfernungen schon. Und gab es das EDF damals eventuell auch schon, wie heute seinen Nachfolger, auch noch als 10x40?


nein, zumindest nicht bei der persönlichen ausrüstung, Harzwanderer.

du kannst ja mal beide gläser vergleichen, DOCTER 7x40 B/GA und DOCTER 10x42 B/GA.
bei den technischen daten zb. ist das 7x40, im 1000m sehfeldbereich, um einiges besser.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
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#49

RE: Grenzaufklärer Ausrüstung

in Grenztruppen der DDR 07.08.2016 22:53
von vs1400 | 2.387 Beiträge

Zitat von Mike59 im Beitrag #44

Ja, darf man, muss man aber nicht. Es ist ein Forum für Jedermann und wenn personifiziert wird, lehnen sich alle zurück und warten. Nur mal so nebenbei erwähnt @vs1400



sorry, Mike59.

gruß vs


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#50

RE: Grenzaufklärer Ausrüstung

in Grenztruppen der DDR 07.08.2016 23:28
von vs1400 | 2.387 Beiträge

Zitat von Mike59 im Beitrag #45
Zitat von KAMÜ im Beitrag #42

gibt kein unterschied

Schön, wollte ich nur mal hören, nicht das ich auf der falschen Welle schwimme. Es gab eine Richtlinie über die Ausstattung der GK und die legte u.a fest, das jeder Zug GSi. eine LO hatte usw. Die besagte eben auch das der GAkl-Zug einen P601/A für den ZF hatte und 2 Enduro für die GF (Lebensälter und mit Ihren einzeln Geführten FHG beschäftigt) vorwiegend im Hinterland unterwegs sein sollten. Der Rest hatte TS 250/A und Nachfolgemodelle als Fahrzeug.
Dumm nur das die Lebensälteren Gakl meist einen BMI über 30 hatten und somit das S 50 etwas schwach auf der Brust war. Gut das bei euch das eben anders geregelt wurde @KAMÜ - bei uns gab es übrigens 7 BU als Gakl, hätten dann also 7 Enduro sein müssen nach deiner Rechnung.
Schönen Sonntag noch.


die antwort war im eigentlichen ja schon eher absehbar ...
... egal.

richtlinien waren doch eher grobe vorgaben, man ging bewusst nicht ins detail aufgrund der örtlichen begebenheiten.
der p601/a war, in einigen gk's, ein reines sommerfahrzeug und winter nutzte es der "schreiber".

fast egal ...
... es gab kein S50 Enduro,
nur die enduro fanden ihren weg zu den agt und dass waren S51.

gruß vs


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#51

RE: Grenzaufklärer Ausrüstung

in Grenztruppen der DDR 09.08.2016 08:05
von Markus Stüber | 41 Beiträge

Zitat von hundemuchtel 88 0,5 im Beitrag #46
Zitat von Harzwanderer im Beitrag #43
Hatten Grenzaufklärer eigentlich auch stärkere Ferngläser als ein EDF 7x40 mit? Lohnt sich ja bei längeren Entfernungen schon. Und gab es das EDF damals eventuell auch schon, wie heute seinen Nachfolger, auch noch als 10x40?


@Harzwanderer, das DF und das EDF hatten die gleichen Parameter, das EDF war ab 1981 verfügbar, die Nummer dieser Gläser beginnt mit einem "A" vor der Seriennummer, "A" bedeutet 1981, "B" 1982 usw. der Unterschied zum DF bestand erstens: die Prismen waren neu, (Dachkanntprismen) sowie zu Beleuchtungszwecken brauchte man keine Kabel und Batterien mehr, Dank Strontium Element(Radioaktiv) im Inneren des EDF, welches man zuschalten konnte.

gruß h.



Hallo h.,
das wäre auch noch so eine Frage: Wenn man die Ferngläser heute kauft (sind leider fürchterlich teuer) - strahlen die immer noch vor sich hin oder wurde das nach Militärdienst entfernt?
Gruß
Markus



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#52

RE: Grenzaufklärer Ausrüstung

in Grenztruppen der DDR 09.08.2016 08:21
von Harsberg | 3.247 Beiträge

Wer ein EDF besitzt, das mit der radioaktiven Strichplattenbeleuchtung ausgestattet ist, sollte diese auf keinen Fall ausbauen. So lange sich das Tritium-Element im Fernglas befindet und noch funktioniert, ist dies der sicherste Aufbewahrungsort. Mit jeder Manipulation läuft man Gefahr, eventuelle Risiken zu realisieren - genau das will man ja gerade nicht!


Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
damals wars, vs1400 und Markus Stüber haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#53

RE: Grenzaufklärer Ausrüstung

in Grenztruppen der DDR 09.08.2016 22:46
von vs1400 | 2.387 Beiträge

hallo Markus,
ne gute qualität kostet halt.

ein vergleichbares docter b/ga 7x40 liegt da schon im 4stelligen bereich, neu.
die edf 40 kannst du für unter 600€ in der bucht bekommen. sind aus übernommen beständen der nva und ohne strichplattenbeleuchtung, die wurde entfernt.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


zuletzt bearbeitet 09.08.2016 22:49 | nach oben springen

#54

RE: Grenzaufklärer Ausrüstung

in Grenztruppen der DDR 10.08.2016 12:10
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von coff im Beitrag #10
Glückspilze durften auch schon mal ihr Elle mit aufs Vorgelagerte schleppen



oder ein R109




Die Ehre so etwas mitzuschleppen hatten aber nicht die GAK selbst sondern die begleitenden Posten. Von BGS und Zoll gerne auch als GAK bezeichnet, waren sie eigentlich keine sondern einfach nur 13/81 bestätigte Posten. Beim LMG, wenn dies gerade die persönliche Waffe des Soldaten/Gefreiten war. Wobei manche KC veranlaßt haben, das in solchen Fällen andere Waffen (es gab in den Waffenkammern immer mal Reservewaffen oder es wurde die MPi des KC-Fahrers genommen) mitgegeben wurden und die LMG in der Einheit blieben. Das war nicht einheitlich gehandhabt. Das Funkgerät hatten wir bis zur Einführung der UFT nur sehr selten mit. Es war unpraktisch.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#55

RE: Grenzaufklärer Ausrüstung

in Grenztruppen der DDR 10.08.2016 12:27
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von IM Kressin im Beitrag #13
Gewisse, ehemalige Straßenübergänge müssen in der Vergangenheit eine besondere Wichtigkeit gehabt haben.

Bild: Schlagbaum Marienstedt, später einemal GÜSt Zarrentin II



Hinter dem Buschwerk befand sich ein Kabel, das als feststehende Verbindung direkt in Richtung Zaun verlegt war, mithin zum Grenzmeldenetz.

....
Man kann nur mutmaßen, vielleicht sollte mit dem IM Wallis (zum damaligen Zeitpunkt keine Kenntnis) Informationsaustausch gepflegt werden?

...
Möglicherweise haben die Diensthabenden selbst den westlichen Großraum erforscht?




Das waren vorgelagerte Beobachtungsposten. Oft mächtig geheim angelegt waren sie meist binnen kurzem enttarnt weil sie halt sichtbar bezogen wurden. Dann dienten sie einfach als Wetterschutz bei längeren demonstrativen Einsätzen. Das Kabel war, wo vorhanden, blind bis zum Zaun verlegt und wurde nur während der Schicht angeschlossen. Manche Abschnitte (GK Nord, I. Bataillon, GK Scharfenstein als mir bekanntes Beispiel) hatten hierfür extra getrennt schaltbare Schleifen auf dem vorgelagerten Gebiet. Ansonsten wurde nur sehr provisorisch eine meist nur begrenzt haltbare Leitung aus Klingeldraht unter dem Sand des Kontrollstreifens von einer regulären GMN-Säule an den Zaun als Gegenstelle verlegt. Damit war eine einfachere Verbindung möglich als per Funk. Für besondere Aktionen wurde dies nie genutzt, weil eben auch leicht anzapfbar.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#56

RE: Grenzaufklärer Ausrüstung

in Grenztruppen der DDR 10.08.2016 12:33
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #43
Hatten Grenzaufklärer eigentlich auch stärkere Ferngläser als ein EDF 7x40 mit? Lohnt sich ja bei längeren Entfernungen schon. Und gab es das EDF damals eventuell auch schon, wie heute seinen Nachfolger, auch noch als 10x40?


Als Standartausrüstung nein. Für besondere Lagen gab es ein sowjetisches 20 x 60 DF. Das war sehr groß, unhandlich und war als Sonderausrüstung beim Bataillon vorhanden.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#57

RE: Grenzaufklärer Ausrüstung

in Grenztruppen der DDR 10.08.2016 13:25
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Markus Stüber im Beitrag #1
Hallo,

ich habe Fotos von Grenzaufklärern gesehen, die unterschiedlich unterwegs waren: Mal mit Seitengewehr, mal ohne, mal nur mit Kamera, mal mit Knippse + Fernglas. Gab es eine generelle Ausstattungsliste, wurde diese individuell ausgelegt/ befohlen? Was musste alles mit vor den Zaun?

Gruß
Markus


Darauf gibt es keine einheitliche Antwort. Weil man halt je nach Aufgabe differenzieren muss.
GAK auf dem vorgelagerten Gebiet bestanden meist aus einem Dreierposten. Ab 1985 zumindest im Oberharz ab und zu auch nur aus einem Doppelposten. Und nicht jeder, der da vorne erschien, war auch wirklich ein GAK´l
Es gab neben manchen Anderen im Wesentlichen noch SiPo (Sicherungsposten bei Arbeiten) und Kontrollen GMK (Grenzmarkierungen) bei denen zumindest ein Vertreter der Kompanieführung mit anwesend war. Er war dann der Postenführer.
Dann war oft nur ein Vertreter der Truppe da vorne wirklich ein GAK. Er hatte dann die Rolle des Dokumentierers. Der Zweite jemand von der Kompanieführung (meist Polit oder Stellvertr.-KC, seltener wirklich der KC) als PF und der dritte Soldat halt ein vorne bestätigter Soldat als Posten.
Bei SiPo war oft gar kein GAK dabei, es handelte sich sehr oft um einfach nur bestätigte Soldaten oder Uffze mit ihrer ganz normalen Ausrüstung und Bewaffnung. Nur GAK hatten dann eine Doppelbewaffnung.
Bei GAK muss man differenzieren in Postenführer und in Dokumentierer.
Der Postenführer hatte dabei:
- persönliche Bewaffnung (in der Regel Doppelbewaffnung MPi und Pistole) mit Munition aber Seitengewehr nur, wenn dies eben so üblich war.
- Postentabelle freundwärts für den Schutzstreifen und feindwärts für den vorgelagerten Bereich (wobei alle Feststellungen oder sichtbaren Handlungen im Klartext durchgegeben wurden),
- Funkgerät und GMN-Hörer (wobei dies dann freundlicherweise meist dem Posten gegeben wurde).
- Fernglas 7x40
Alles Übrige wie Gegnerkladden, ganz selten Kartenmaterial (eigentlich nur bei GMK), Regenumhang wurde nur je nach Einsatzfall mitgeführt oder eben auch nicht. Gegnerkladden gehörten meist zur "privaten" Ausrüstung. Etwas halboffizielles gewissermaßen, das hatte man mit oder eben auch nicht.
Bei einem Zweierposten trug der PF auch die Postentasche mit dem Essen und die Handleuchtzeichen (denn der Dokumentierer hatte ja schon die Fototasche zu schleppen und einen Posten gab es nicht).

Dokumentierer:
- persönliche Bewaffnung (MPI, Pistole und Muniton aber Seitengewehr/Bajonett nur wenn dies eben so üblich war),
- Fernglas 7x40, was aber auch mal weggelassen werden konnte (zu viel Schlepperei),
- Fototasche mit einem, mitunter zwei Fotoapparaten (für Farb- oder Infrarotfilm), einem 50 mm Normalobjektiv, einem 135 mm leichten tele und einem 300 mm mittleren Teleobjektiv. Bei Notwendigkeit auch einem 500 mm Tele. zwei bis drei Ersatzfilme (drei, wenn Farbfilme mitgeführt wurden). Als Fototasche diente die in der DDR oft gesehene ovale, schwarze Ledertasche genauso wie (sobald die kaputt war) eine ganz normale Postentasche.
- eine Schreibkladde für Notizen
Alles Weitere wie Videokamera, Kassettenrecorder, Regenumhang nur bei besonderen Lagen oder wenn man es eben für notwenig hielt.
Bei einer GMK kamen noch die Postentabellen und das Funkgerät hinzu denn damit gab sich die Kompanieführung natürlich nicht ab.

Posten:
- persönliche Bewaffnung, in der Regel eine MPi mit Munition (LMG wurden zumindest zu meiner Zeit in schierke gegen in der Waffenkammer verfügbare MPi getauscht),
- Handleuchtzeichen und Verlängerungskabel für GMN
- Postentasche mit Verpflegung
Wobei der Posten eben meist kein GAK sondern ein bestätigter Soldat war.

Mit der Befehlerei war es so eine Sache. Einsatze vorne wurden geplant. Dazu gab es Besprechungen mit dem GAK-Zugführer, hin und wieder auch der Kompanieführung oder höher. Dabei wurde geklärt, was an Sondertechnik oder -Ausrüstung wofür, ob überhaupt und wann gebraucht wurde und das wurde im Befehl dann bestätigt. Der Standart tauchte da allenfalls mal auf, wenn es nichts Besonderes zu vermerken gab. Im Einsatz hat der Postenführer dann selbst entschieden, was mitgenommen und was erst mal auf der FüSt gelagert und nur bei Bedarf durch die Alarmgruppe an den Zaun gebracht wurde. Da war man ziemlich frei in der Entscheidung.
Deshalb ist ein einheitliches Bild eher die Ausnahme.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


IM Kressin, Lutze, vs1400 und Markus Stüber haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 10.08.2016 13:39 | nach oben springen

#58

RE: Grenzaufklärer Ausrüstung

in Grenztruppen der DDR 10.08.2016 15:57
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.492 Beiträge

Hallo h.,
das wäre auch noch so eine Frage: Wenn man die Ferngläser heute kauft (sind leider fürchterlich teuer) - strahlen die immer noch vor sich hin oder wurde das nach Militärdienst entfernt?

Gruß
Markus[/quote]

Moin, so wie schon @Harsberg schreibt, auf jeden Fall das Teil im EDF belassen, weil es ein sehr hohes gesundheitliches Risiko darstellt, das selbst zu entfernen.
Es wird sehr gefährlicher Staub beim öffnen des Glases freigesetzt der Lungenkrebs hervorrufen kann. Ich habe es so mal im net gelesen.

Bei meinem EDF funktioniert die Beleuchtung noch, ...noch! Falls das radioaktive Element mal aufgeben sollte, es hat dann ja keinen Einfluss auf die eigentliche Funktion. Meines ist jetzt 30 Jahre ("G" vor der Seriennummer) alt und das Element sollte dann allmählich nachlassen, Sprich die Strichplattenbeleuchtung ist nicht mehr beleuchtbar.

Bei Neubrandenburg gibt es eine Firma die Optische Geräte und unter anderem auch die DF bzw. EDF wartet und repariert, (haben es schon zu DDR-Zeiten gemacht, war wohl so eine Vertragwerkstatt für NVA und GT) die haben noch Ersatzteile.

gruß h.


Markus Stüber hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 10.08.2016 16:01 | nach oben springen

#59

RE: Grenzaufklärer Ausrüstung

in Grenztruppen der DDR 10.08.2016 19:10
von Markus Stüber | 41 Beiträge

Hallo!

Danke nochmals für Eure hilfreichen Antworten zur Ausstattung (jetzt sehe ich klarer und verstehe die Fotos, die ich gesehen habe!)und zum Fernglas. Auseinanderbauen wollte ich letzteres eh nicht wollen, aber ist ja gut zu wissen, dass man sich beim Besitz nicht hoffnungslos verstrahlt.
Eine Frage habe ich noch: Der Regenumhang scheint mit zwei Riemen am Koppeltragegestell/Koppel befestigt zu sein: Ist das ein spezieller Gurt gewesen oder gar am Umhang dran? Ich habe zumindest mal spezielle Riemen für das DF gesehen...

Gruß
Markus



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#60

RE: Grenzaufklärer Ausrüstung

in Grenztruppen der DDR 10.08.2016 19:32
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.492 Beiträge

Zitat von Markus Stüber im Beitrag #59
Hallo!

Danke nochmals für Eure hilfreichen Antworten zur Ausstattung (jetzt sehe ich klarer und verstehe die Fotos, die ich gesehen habe!)und zum Fernglas. Auseinanderbauen wollte ich letzteres eh nicht wollen, aber ist ja gut zu wissen, dass man sich beim Besitz nicht hoffnungslos verstrahlt.
Eine Frage habe ich noch: Der Regenumhang scheint mit zwei Riemen am Koppeltragegestell/Koppel befestigt zu sein: Ist das ein spezieller Gurt gewesen oder gar am Umhang dran? Ich habe zumindest mal spezielle Riemen für das DF gesehen...

Gruß
Markus


Keine Ursache @Markus Stüber,
also, Ja und nein! der Regenumhang ist mit "Mantelriemen" (Allruonder Befestigung)am Koppel befestigt, jedoch die Umhängeriemen der Ferngläser sind speziell nur für diese. Es gibt noch eine Lasche, welche das "schlackern" des Glases bei Bewegung im Gelände verhindern und Verletzungen vorbeugen soll, verbindet Knopflasche der Uniform mit dem Steg(Mitteltrieb) des Glases, gibts bei ebay, glaube fürn 5er.
Braucht man heute nicht mehr unbedingt.

Das Material ist das selbe, aus ihm ist auch der Felddienstkoppel oder das Tragegestell.

gruß h.


zuletzt bearbeitet 10.08.2016 19:39 | nach oben springen


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