#21

RE: Rente mit73

in Themen vom Tage 28.07.2016 18:20
von der Anderdenkende | 1.217 Beiträge

Für wieviel Monate reichts derzeitig,um jetzigen Rentnern ihre zustehende Rente zu zahlen,wenn beispielsweise ab August mal so rumgesponnen 6 Monate Keiner einzahlt in die Rentenkasse?


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#22

RE: Rente mit73

in Themen vom Tage 28.07.2016 18:49
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von der Anderdenkende im Beitrag #21
Für wieviel Monate reichts derzeitig,um jetzigen Rentnern ihre zustehende Rente zu zahlen,wenn beispielsweise ab August mal so rumgesponnen 6 Monate Keiner einzahlt in die Rentenkasse?


ca. 2 Monate haben die auf Reserve, da ein reines Umlageverfahren = Geld rein und gleich wieder raus, dazwischen der Puffer von 2 Monatsrenten.


.
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John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
der Anderdenkende hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#23

RE: Rente mit73

in Themen vom Tage 28.07.2016 21:48
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Die Rente mit 65 ist lösbar aber ekelhaft unpopulär für Politiker, die gewählt werden wollen.
Es wären schlimme Angriffe auf den Burgfrieden zwischen Beziehern und Einzahlern notwendig an die sich wohl niemand heranwagen würde ohne ein blaues Veilchen zu riskieren.
Die bekloppten Statements von Politikern in Richtung "Wir werden immer älter und das ist gut so..." können die sich sparen, weil das nicht die Ursache für diese Schieflage ist.
Ich sehe drei Großbaustellen, für die wohl keiner der Arbeitsminister auf den Bagger klettern würde.

1. Der Einzahlungsbeginn auf Basis eines echten Arbeitseinkommens abhängig Beschäftigter ist durchschnittlich viel zu spät, Stichwort Generation Praktika, extrem lange Probezeiten als kriminellen Gestaltungsmißbrauch von Arbeitgebern ("...machen doch alle...")

2. Nach wie vor sind passive Einkommen (Zinsen, Kapitalerträge, Erbschaften usw.) komplett aus der Versicherungspflicht ausgeschlossen.
Jeder Deutsche, der potentiell mindestens "Hartz 4 berechtigt" wäre müßte ab dem 1. Euro derartiger Bezüge Rentenbeiträge zahlen, sofern er nicht bereits eine personengebundene Sockelsumme als abhängig Beschäftigter zahlt.

3. Hinterbliebenenrenten oberhalb des derzeitigen Grundfreibetrages 8652 € müßten versicherungspflichtig sein, dieser Betrag müßte dann auch für die unter 2.) genannten Sockelsumme gelten natürlich nur in halber Höhe, da es keinen Arbeitgeber mehr gibt der einzahlt.

Derartige Maßnahmen würden Profiteure dieser unsolidarischen Fehlkonstruktion in die Verantwortung zurück holen und deren Kindern und Enkeln die gleichen Perspektiven eröffnen, die man selbst beansprucht.
Wenn man jedoch bedenkt, wie gering die Opferbereitschaft vieler aktueller Rentner in anderen Zusammenhängen ist, so kann man sich vorstellen, warum unsere politischen Entscheider eine solche Reform um des Burgfriedens willen niemals anpacken würden. .
http://www.mz-web.de/eisleben/tagebau-vo...choben-24309754
Im Link geht es um einen mir bekanntne Rentner, der sein Leben lang vor der Haustür seine Arbeit hatte indem er mit seiner Rangierlok den Schotter von der Halde Helfta Tag für Tag gemütlich talwärts in den Tagebau Amsdorf karrte und heute einfach nur genervt von den Tagebaugeräuschen ist, die seinen Nachkommen Lohn und Brot bedeuten.
Und das kann man mit Geflügelfarmen, Getränkelagern und Schweineställen (auch nichtindustriellen !!) beliebig fortsetzen und angesichts solcher Konflikte scheint die Rente mit 73 tatsächlich die kürzeste Verbindung zwischen den Polen zu sein.
Was soll man sich auch dagegen wehren, über Privatvorsorge ist auch weiterhin der Renteneintritt früher möglich, man ist ja gewarnt.



Wahlhausener hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 28.07.2016 22:04 | nach oben springen

#24

RE: Rente mit73

in Themen vom Tage 28.07.2016 22:28
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #23
Die Rente mit 65 ist lösbar aber ekelhaft unpopulär für Politiker, die gewählt werden wollen.
Es wären schlimme Angriffe auf den Burgfrieden zwischen Beziehern und Einzahlern notwendig an die sich wohl niemand heranwagen würde ohne ein blaues Veilchen zu riskieren.
Die bekloppten Statements von Politikern in Richtung "Wir werden immer älter und das ist gut so..." können die sich sparen, weil das nicht die Ursache für diese Schieflage ist.
Ich sehe drei Großbaustellen, für die wohl keiner der Arbeitsminister auf den Bagger klettern würde.

1. Der Einzahlungsbeginn auf Basis eines echten Arbeitseinkommens abhängig Beschäftigter ist durchschnittlich viel zu spät, Stichwort Generation Praktika, extrem lange Probezeiten als kriminellen Gestaltungsmißbrauch von Arbeitgebern ("...machen doch alle...")

2. Nach wie vor sind passive Einkommen (Zinsen, Kapitalerträge, Erbschaften usw.) komplett aus der Versicherungspflicht ausgeschlossen.
Jeder Deutsche, der potentiell mindestens "Hartz 4 berechtigt" wäre müßte ab dem 1. Euro derartiger Bezüge Rentenbeiträge zahlen, sofern er nicht bereits eine personengebundene Sockelsumme als abhängig Beschäftigter zahlt.

3. Hinterbliebenenrenten oberhalb des derzeitigen Grundfreibetrages 8652 € müßten versicherungspflichtig sein, dieser Betrag müßte dann auch für die unter 2.) genannten Sockelsumme gelten natürlich nur in halber Höhe, da es keinen Arbeitgeber mehr gibt der einzahlt.

Derartige Maßnahmen würden Profiteure dieser unsolidarischen Fehlkonstruktion in die Verantwortung zurück holen und deren Kindern und Enkeln die gleichen Perspektiven eröffnen, die man selbst beansprucht.
Wenn man jedoch bedenkt, wie gering die Opferbereitschaft vieler aktueller Rentner in anderen Zusammenhängen ist, so kann man sich vorstellen, warum unsere politischen Entscheider eine solche Reform um des Burgfriedens willen niemals anpacken würden. .
http://www.mz-web.de/eisleben/tagebau-vo...choben-24309754
Im Link geht es um einen mir bekanntne Rentner, der sein Leben lang vor der Haustür seine Arbeit hatte indem er mit seiner Rangierlok den Schotter von der Halde Helfta Tag für Tag gemütlich talwärts in den Tagebau Amsdorf karrte und heute einfach nur genervt von den Tagebaugeräuschen ist, die seinen Nachkommen Lohn und Brot bedeuten.
Und das kann man mit Geflügelfarmen, Getränkelagern und Schweineställen (auch nichtindustriellen !!) beliebig fortsetzen und angesichts solcher Konflikte scheint die Rente mit 73 tatsächlich die kürzeste Verbindung zwischen den Polen zu sein.
Was soll man sich auch dagegen wehren, über Privatvorsorge ist auch weiterhin der Renteneintritt früher möglich, man ist ja gewarnt.



... und das ist auch gut so. Man hat uns in unserem langen Arbeitsleben eine Menge zugemutet und wir haben es auch hinnnehmen müssen.
Wir heutigen Rentner sind auch nicht schuld, dass die Weicheier in der jüngeren Generation trotz immenser staatlicher Hilfe wie ständig steigendes Kindergeld, kostenlose Kita u.v-m- immer herumheulen, wie schwer es ist Kinder groß zu ziehen usw. Und nur diese Kinder können mal ihre Renten verdienen, egal was sie heute einzahlen.Wenn diese Kinder nicht da sind oder in nicht ausreichender Menge, dann geht es an die Substanz der Renten. Dann aber bitte in 20, 30 40 Jahren an die eigene Nase fassen Jungs und Mädels.Das ist die Wahrheit


.
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#25

RE: Rente mit73

in Themen vom Tage 28.07.2016 23:18
von StabsfeldKoenig | 2.644 Beiträge

Zitat von Ährenkranz im Beitrag #13
Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #12
Es wäre sinnvoller, ein individuelles Rentenzugangsalter unter Berücksichtigung des erstmaligen, auf Dauer angelegteb beitritts zur gesetzlichen Rentenversicherung festzulegen. Damit würde der Arbeiter, der im 17. Lebensjahr nach dem Schulabschluß mit seiner Berufsausbildung begonnen hat, früher in Rente gehen dürfen, als der Akademiker, der erstmals mit Mitte/Ende 20 eine dauerhafte Erwerbstätigkeit ausübt.


Ja, prima - der sich entschließt, ein Studium aufzunehmen, um später sein Wissen der Wirtschaft auch zur Verfügung zu stellen, der wird wieder bestraft, genauso wie beim jetzigen Rentensystem.
Es ist kein Zuckerlecken, ein Studium zu beginnen und auch über einige Jahre durchzuziehen - deshalb sollten für alle gleiche Bedingungen sein bei der Rentenanrechnung und Eintrittsalter.

Bei solch einer Meinung von dir kann ich nur mit dem Kopf schütteln und jeder weitere Kommentar ist sinnlos.



Es geht nicht um Bestrafung, sondern um einen Ausgleich. In vielen Arbeiterberufen ist man körperlich mit 60 kaputt, als Akademiker kann man durchaus länger arbeiten. Im Durchschnitt leben höher Gebildete länger, haben aber bei gleichem Rentenalter weniger Arbeitsjahre. Insofern ist die Berücksichtigung des Eintrittsalter in den Arbeitsmarkt und die Rentenversicherung durchaus gerechter, als eine allgemeine Anhebung des Rentenalters.



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#26

RE: Rente mit73

in Themen vom Tage 29.07.2016 00:48
von Ährenkranz | 844 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #25

Es geht nicht um Bestrafung, sondern um einen Ausgleich. In vielen Arbeiterberufen ist man körperlich mit 60 kaputt, als Akademiker kann man durchaus länger arbeiten. Im Durchschnitt leben höher Gebildete länger, haben aber bei gleichem Rentenalter weniger Arbeitsjahre. Insofern ist die Berücksichtigung des Eintrittsalter in den Arbeitsmarkt und die Rentenversicherung durchaus gerechter, als eine allgemeine Anhebung des Rentenalters.


Akademiker sind oft psychisch kaputt und erreichen oft auch nicht mal ein Rentenalter von 65.
Sie haben oft eine leitende Position und tragen eine ungeheure Verantwortung - eine Fehlentscheidung, die an einem Arbeiter weitergereicht wird, kann ein Ruin eines Unternehmens bedeuten.

Arbeiter und Akademiker sind beide wichtig und müssen ihre Aufgaben im Beruf erfüllen, ob nun körperlich oder nervlich - von daher sollen alle gleichbehandelt werden, gerade im Rentensystem.
Auch für Politiker sollten keine Ausnahmeregelungen gelten, diese sollten als auch Beamte in die Rentenkasse einzahlen und das Renteneintrittsalter sollte gleich sein.
Wenn Politiker noch nebenbei als Manager in Unternehmen beschäftigt werden, dann kann ihre Hauptbeschäftigung nicht so anstrengend sein....

Es macht keinen Unterschied, ob man körperlich oder psychisch kaputt ist, bei beiden Arten ist das Erreichen des Rentenalters oft nur ein Traum oder bei Erreichen nur tägliche Qualen.

Gerade die Politik im Rentensystem ist eine große Sauerei - ständige Anhebungen und damit immer mehr Abzüge, weil die Mehrheit gezwungen ist, eher in Rente zu gehen, hauptschlich durch Arbeitslosigkeit.
Es wird alles getan, dass die Pensionen von Politiker "sischer" sind und das auf Kosten der normalsterblichen Bürger.
Frau Wagenknecht hat auch in diesem Punkt Lösungen aufgezeigt, denn mit einer gerechten Umverteilung des Geldes kann vieles erreicht werden, wenn man nur will.
Und gerade das paßt vielen nicht, deshalb auch die Bekämpfung von der eigenen Partei - jeder will nur "raffen".


"Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden" - Helmut Schmidt
IM Kressin, bürger der ddr, Lutze, Heckenhaus und RalphT haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.07.2016 01:05 | nach oben springen

#27

RE: Rente mit73

in Themen vom Tage 29.07.2016 08:09
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #24
Zitat von Hackel39 im Beitrag #23
.



... und das ist auch gut so. Man hat uns in unserem langen Arbeitsleben eine Menge zugemutet und wir haben es auch hinnnehmen müssen.
Wir heutigen Rentner sind auch nicht schuld, dass die Weicheier in der jüngeren Generation trotz immenser staatlicher Hilfe wie ständig steigendes Kindergeld, kostenlose Kita u.v-m- immer herumheulen, wie schwer es ist Kinder groß zu ziehen usw. Und nur diese Kinder können mal ihre Renten verdienen, egal was sie heute einzahlen.Wenn diese Kinder nicht da sind oder in nicht ausreichender Menge, dann geht es an die Substanz der Renten. Dann aber bitte in 20, 30 40 Jahren an die eigene Nase fassen Jungs und Mädels.Das ist die Wahrheit


Eben schrieb man noch, daß Arbeit immer mehr automatisiert wird, produktive Arbeitsplätze somit seltener werden woraufhin Wirtschaft und Politik mit Programmen und Modellen reagiert, die oft nur noch der Beschäftigung um jeden Preis dienen und keiner Wertschöpfung mehr unterliegen, brotlose Künste wie Seminare, die auf Grund blödsinniger Zertifizierungen notwendig sind und eine Ausbilder- und Unterweisungsarmee hervorbringen, die bei Tage betrachtet einfach nur überflüssig ist wie damals schon der Drehscheibenwärter im Bahnbetriebswerk.
Das ist nur eins von unzähligen Beispielen, die ich hier schon dazu gebracht habe, ich will damit nur sagen, daß Nachrücker zwar wichtig und die Kinderlosen Teil des Problems sind, die allerdings werden aktuell auch schon gerupft ohne daß es jemand groß zur Kenntnis nimmt.
Ein Kollege nimmt im Moment die Elternzeit in Anspruch und erfährt genau diese Hätscheleien, die Du eben beschrieben hast.
Unterdessen liegt sein monatlicher Rentenbeitrag zwischen 250-300 €, meiner bei 580 €, was nun nicht als Klagen und Jammern rüber kommen soll, da ich als Gelegenheitsbetreuer von Kindern weiß, was auch das für ein Streß ist, sondern dahin gehend zu verstehen ist, daß unser Rentensystem ohne kinderlose und somit flexible Arbeitnehmer schon aktuell am Abgrund stehen würde.
Das Arbeitsleben des Rangierlokführers (Link aus #23) war eben keine Zumuntung, mehr noch, seine Klingelzugfahrten und Pfeifkonzerte am Wartezeichen der Bahnhofseinfahrt morgens halb 5 haben Schichtarbeiter und Rentner auch tyrannisiert und belästigt, den Wutbürger aus dem damaligen Bergarbeiterdorf hätte man im besten Fall noch ausgelacht.
Die Entsolidarisierung zwischen den Wohlstandsverwahrlosten und den Knechten im Schlußlichtland mit ihren Niedriglöhnen ist neben meinen Hauptkritikpunkten ein Aspekt in diesem Konflikt, der ebenfalls auf die Rechnung gehört auch wenn's nicht besonders sympathisch rüber kommt.
Die ständigen Proteste gegen alles was Krach macht und stinkt und manchmal Arbeit heißt, hat auch hier schon versicherungspflichtige Arbeitsplätze gekostet.



Damals87 und Wahlhausener haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.07.2016 19:22 | nach oben springen

#28

RE: Rente mit73

in Themen vom Tage 29.07.2016 08:12
von IM Kressin | 914 Beiträge

Zitat von bürger der ddr im Beitrag #7
Dazu kommt noch die Lüge der "Rentenstabilisierung" durch die "Neubürger".....


Momentan finden wieder einmal Schaukämpfe um die Angleichung der Ost-Renten statt. Der BMF will die Mehrausgaben nicht aus dem Bundeshaushalt zahlen.

„Man muss sich die Dinge sehr genau anschauen,“ sagt die Bundeskanzlerin.

Anschauen wird nicht reichen, Frau Dr.!

Was ist das Problem?

Es geht um Mehrkosten von 1,8 Milliarden Euro ab 2018, 2020 sind 3,9 Milliarden Euro fällig, Gesamtkosten: 5,7 Milliarden Euro.

Quelle: Deutschlandfunk

"Die Angleichung der Renten ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe."

sagt die Bundesarbeitsministerin, der BMF will die Mehrkosten nicht aus dem Bundeshaushalt finanzieren.

Finanziert werden aus dem Bundeshaushalt in den nächsten 3 Jahren Kosten in Höhe von 100 Milliarden, in Worten: --Einhundert—Milliarden für die Versorgung der neu Zugezogenen.

Quelle: Handelsblatt

Die 5,7 Milliarden Euro für die Rente sind Peanuts im Verhältnis zu 100 Milliarden für neu Zugereiste.
Zitat von Ährenkranz im Beitrag #26
Gerade die Politik im Rentensystem ist eine große Sauerei - ständige Anhebungen und damit immer mehr Abzüge, weil die Mehrheit gezwungen ist, eher in Rente zu gehen, hauptschlich durch Arbeitslosigkeit.

Ohne Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt wird es dauerhaft nicht mehr funktionieren.

Gar keine Frage, die Kanzlerin verfügt über die Richtlinienkompetenz.

Eine wenn auch bescheidene Richtlinienkompetenz haben die heutigen und künftigen Rentner, wenn sie zur Wahl gehen, mit Abstimmung ihrer Interessengemeinschaft sich Gehör und Aufmerksamkeit verschaffen und somit die Schwerpunkte wieder ins Gleichgewicht bringen.

Politik ist anspruchsvoll, zeitweise anstrengend und auszehrend.

Ab und an brauchen einige Volksvertreter Zeit für Neuausrichtung und Regeneration.


Es grüßt Euch

Kressin


"Als ich 17 war, war in meinem Traumberuf nichts mehr frei” – Was das war? – "Rentner! Erst Rentnerlehrling, dann Jungrentner und dann Rentnergeselle!”

Wo ein Genosse ist, ist die Partei - wo zwei Genossen sind, ist ein Intershop!
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#29

RE: Rente mit73

in Themen vom Tage 30.07.2016 01:00
von Wahlhausener | 273 Beiträge


http://www.noz.de/lokales/osnabrueck/art...lery&0&0&716572
Dies hing heute in unserer Dienststelle aus. Also ich möchte mit 60 anfangen den Keller auszuräumen und ab 61 oder 62 den Umzug nach Thailand wagen. Diese Lebensplanung kann aber durch die nächste Regierung auch ganz schnell wieder zunichte gemacht werden. Das können wir uns nicht leisten wird es wohl heißen. Statt Rente mit 63,schuften bis 73. Durch solche Studien werden wir ja drauf vorbereitet. Wie das in meinem Beruf gehen soll, wo doch jetzt verschärfte europäische Normen für die Tauglichkeit von Lokführern eingeführt wurden. Da hat man schon als knapp 50-jähriger ein mulmiges Gefühl, wenn der Termin beim Bahnarzt ansteht.


Signatur gelöscht...


IM Kressin und kassberg haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#30

RE: Rente mit73

in Themen vom Tage 30.07.2016 10:20
von Rostocker | 7.720 Beiträge

Damals zu DDR Zeiten sagte man---ein guter Sozialist stirbt mit 65--um die Renten einzusparen. Aber diese Demokraten heute sind noch schlimmer--die lassen arbeiten bis man umfällt, um die Rentenauszahlungen zu sparen.

Angefügte Bilder:
13267868_894350257360402_1907770668269146471_n.jpg

IM Kressin, Heckenhaus, hundemuchtel 88 0,5, Wahlhausener, maxhelmut und bürger der ddr haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#31

RE: Rente mit73

in Themen vom Tage 30.07.2016 12:16
von Hanum83 | 4.753 Beiträge

Das Riester-Modell war/ist ein Schuss in den Ofen, man hätte das nicht an die Versicherungswirtschaft delegieren sollen sondern eher eine staatliche Privatvorsorgekasse installieren wo jeder einzahlt was er kann und das wie bei einem Bausparbetrag mit einem prozentualen Zuschuss fördern.
Vor allem müsste das personenbezogene Guthaben bindend ausgezahlt werden und nicht wie bei Riester mit der Grundsicherung verrechnet werden.
So hätten die Leute einen echten Anreiz privat vorzusorgen.
Auch dieser Generationenvertrag ist irgendwie Schwachfug, jeder müsste je nach seinen eingezahlten Beiträgen ein persönliches Rentenkonto haben wo z.B. aus der über soundsoviel Jahre eingezahlten Summe ein Durchschnitt errechnet wird und davon gibt es 75% Ruhestandsgeld.
So wäre das gerecht und es ist sicherlich auch finanzierbar.
Bei 1500 Durchschnitt netto hättest du 1125 Rente und damit musst du nicht nach 40 Jahren rumquälen am Hungertuch nagen.
Mir erschließt sich nicht warum die Politik manche Dinge so schwierig wie die Quadratur des Kreises hinstellt, bissel Mut und guter Wille und die Leute wären zufriedener.
Ehe Rechnungskritiker kommen, bei 75% Vollanspruch nach 40 Jahren ist das ein Rentenfaktor von ca 1,85% pro gearbeitetem Jahr, wenn man fest 15% monatlich als Beitrag in die Rentenkasse vom Brutto abzieht, dann finanziert sich so eine gerechte Rente locker von selbst.
Aber das wäre dann ja Politik zum Nutzen des eigenen Volkes, aber wir blasen lieber der halben Welt Geld in den nichtsnutzigen Hintern als für die eigenen Leute angemessen zu sorgen.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
Heckenhaus und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 30.07.2016 13:32 | nach oben springen

#32

RE: Rente mit73

in Themen vom Tage 30.07.2016 15:17
von Gohrbi | 575 Beiträge

Ich hoffe, dass ich auch noch mit 73 Rente bekomme. Ich bin noch rüstig und werde das schaffen.
uuups... war die Frage anders gemeint?


furry, IM Kressin und bürger der ddr haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#33

RE: Rente mit73

in Themen vom Tage 30.07.2016 15:50
von Heckenhaus | 5.135 Beiträge

Zitat von Gohrbi im Beitrag #32
Ich hoffe, dass ich auch noch mit 73 Rente bekomme. Ich bin noch rüstig und werde das schaffen.
uuups... war die Frage anders gemeint?

Nein, bleibe bitte weiterhin Optimist.


.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#34

RE: Rente mit73

in Themen vom Tage 30.07.2016 15:56
von Freienhagener | 3.861 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #30
Damals zu DDR Zeiten sagte man---ein guter Sozialist stirbt mit 65--um die Renten einzusparen. Aber diese Demokraten heute sind noch schlimmer--die lassen arbeiten bis man umfällt, um die Rentenauszahlungen zu sparen.


Aber ein Argument paßt:
Wir haben damals ausreichend Nachwuchs produziert.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#35

RE: Rente mit73

in Themen vom Tage 30.07.2016 16:06
von Cambrino | 201 Beiträge

Zitat von Ährenkranz im Beitrag #13
Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #12
Es wäre sinnvoller, ein individuelles Rentenzugangsalter unter Berücksichtigung des erstmaligen, auf Dauer angelegteb beitritts zur gesetzlichen Rentenversicherung festzulegen. Damit würde der Arbeiter, der im 17. Lebensjahr nach dem Schulabschluß mit seiner Berufsausbildung begonnen hat, früher in Rente gehen dürfen, als der Akademiker, der erstmals mit Mitte/Ende 20 eine dauerhafte Erwerbstätigkeit ausübt.


Ja, prima - der sich entschließt, ein Studium aufzunehmen, um später sein Wissen der Wirtschaft auch zur Verfügung zu stellen, der wird wieder bestraft, genauso wie beim jetzigen Rentensystem.
Es ist kein Zuckerlecken, ein Studium zu beginnen und auch über einige Jahre durchzuziehen - deshalb sollten für alle gleiche Bedingungen sein bei der Rentenanrechnung und Eintrittsalter.

Bei solch einer Meinung von dir kann ich nur mit dem Kopf schütteln und jeder weitere Kommentar ist sinnlos.




Hallo, zu dem Thema, daß der Akademiker ca. 10 Beitragsjahre weniger hat weil er erst später ins Berufsleben mit Beitragspflicht eintritt, habe ich auch einen anderen Gedanken. Man stelle sich mal vor, es wird eine extra Akademiker Rentenversicherung eingerichtet, wo nur die Akademiker Beiträge einzahlen. Von dieser Akademiker Rentenversicherung müssen dann die Akademiker Renten bezahlt werden. Wie hoch würden dann wohl diese Renten sein bei einem Renteneintrittsalter X ? Wie wollte diese Versicherung dann auf Dauer die Renten ihrer Mitglieder finanzieren ? . Dieses war nur mal so ein Gedanke von mir, als ich hier die obigen Zeilen gelesen habe.

Gruß CAMBRINO


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#36

RE: Rente mit73

in Themen vom Tage 30.07.2016 16:24
von furry | 3.576 Beiträge

Zitat von Cambrino im Beitrag #35

Hallo, zu dem Thema, daß der Akademiker ca. 10 Beitragsjahre weniger hat weil er erst später ins Berufsleben mit Beitragspflicht eintritt, habe ich auch einen anderen Gedanken. Man stelle sich mal vor, es wird eine extra Akademiker Rentenversicherung eingerichtet, wo nur die Akademiker Beiträge einzahlen. Von dieser Akademiker Rentenversicherung müssen dann die Akademiker Renten bezahlt werden. Wie hoch würden dann wohl diese Renten sein bei einem Renteneintrittsalter X ? Wie wollte diese Versicherung dann auf Dauer die Renten ihrer Mitglieder finanzieren ? . Dieses war nur mal so ein Gedanke von mir, als ich hier die obigen Zeilen gelesen habe.
Gruß CAMBRINO


Wenn es so kommt, wie erwartet, dass nämlich durch zunehmende Automatisierung viele bisherige Arbeitsplätze verlorengehen und sich die verbleibenden Arbeitnehmer mit dem großen Heer der dann am Sozialtropf Hängenden den Rest der Rentenkasse teilen müssen, na dann...


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#37

RE: Rente mit73

in Themen vom Tage 30.07.2016 16:35
von Hanum83 | 4.753 Beiträge

Zitat von Cambrino im Beitrag #35
Zitat von Ährenkranz im Beitrag #13
Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #12
Es wäre sinnvoller, ein individuelles Rentenzugangsalter unter Berücksichtigung des erstmaligen, auf Dauer angelegteb beitritts zur gesetzlichen Rentenversicherung festzulegen. Damit würde der Arbeiter, der im 17. Lebensjahr nach dem Schulabschluß mit seiner Berufsausbildung begonnen hat, früher in Rente gehen dürfen, als der Akademiker, der erstmals mit Mitte/Ende 20 eine dauerhafte Erwerbstätigkeit ausübt.


Ja, prima - der sich entschließt, ein Studium aufzunehmen, um später sein Wissen der Wirtschaft auch zur Verfügung zu stellen, der wird wieder bestraft, genauso wie beim jetzigen Rentensystem.
Es ist kein Zuckerlecken, ein Studium zu beginnen und auch über einige Jahre durchzuziehen - deshalb sollten für alle gleiche Bedingungen sein bei der Rentenanrechnung und Eintrittsalter.

Bei solch einer Meinung von dir kann ich nur mit dem Kopf schütteln und jeder weitere Kommentar ist sinnlos.




Hallo, zu dem Thema, daß der Akademiker ca. 10 Beitragsjahre weniger hat weil er erst später ins Berufsleben mit Beitragspflicht eintritt, habe ich auch einen anderen Gedanken. Man stelle sich mal vor, es wird eine extra Akademiker Rentenversicherung eingerichtet, wo nur die Akademiker Beiträge einzahlen. Von dieser Akademiker Rentenversicherung müssen dann die Akademiker Renten bezahlt werden. Wie hoch würden dann wohl diese Renten sein bei einem Renteneintrittsalter X ? Wie wollte diese Versicherung dann auf Dauer die Renten ihrer Mitglieder finanzieren ? . Dieses war nur mal so ein Gedanke von mir, als ich hier die obigen Zeilen gelesen habe.

Gruß CAMBRINO

Der Akademiker hat aber dann über Jahre ein höheres Einkommen, außer er studiert halt was, was kein Mensch braucht.
Da würde mein Modell wieder "funzen"


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
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#38

RE: Rente mit73

in Themen vom Tage 30.07.2016 16:39
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #37


Gruß CAMBRINO

Der Akademiker hat aber dann über Jahre ein höheres Einkommen, außer er studiert halt was, was kein Mensch braucht.
Da würde mein Modell wieder "funzen"
[/quote]

Dazu fällt mir ein Spruch eines Architektur-Professors an der hiesigen Uni ein:

Was sagt der arbeitslose Architekt zu dem Architekten, der Arbeit hat: "Einmal Pommes mit Majo bitte" .

Gruss

icke



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#39

RE: Rente mit73

in Themen vom Tage 30.07.2016 16:42
von Hanum83 | 4.753 Beiträge

Zitat von icke46 im Beitrag #38
Zitat von Hanum83 im Beitrag #37


Gruß CAMBRINO

Der Akademiker hat aber dann über Jahre ein höheres Einkommen, außer er studiert halt was, was kein Mensch braucht.
Da würde mein Modell wieder "funzen"



Dazu fällt mir ein Spruch eines Architektur-Professors an der hiesigen Uni ein:

Was sagt der arbeitslose Architekt zu dem Architekten, der Arbeit hat: "Einmal Pommes mit Majo bitte" .

Gruss

icke
[/quote]
Schöner Witz, aber in der Regel stehen fähige Architekten nicht an der Pommesbude


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
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#40

RE: Rente mit73

in Themen vom Tage 30.07.2016 17:57
von Ährenkranz | 844 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #39

Schöner Witz, aber in der Regel stehen fähige Architekten nicht an der Pommesbude



Die stehen an der Jobcenter - Theke...- was jetzt so abgeht, spottet jeder Beschreibung.


"Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden" - Helmut Schmidt
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