#21

RE: Ein Stasi - Maulwurf bei der NSA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.07.2016 00:52
von Kalubke | 2.293 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #17
Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #15
Zitat von Kalubke im Beitrag #4
Die Details auf TVINFO stimmen z.T. nicht.

Verhaftet wurde er nicht von der NSA sondern von der AFOSI, dem Abwehrdienst der US-Air Force..

Gruß Kalubke


Und noch einiges aus dem Vorschautext ist wohl eher Ansichtssache, der Verrat z.B.
In der Sache war es Verrat, betrachtet man aber worum es dabei ging und was die Beweggründe waren, ich weiss nicht ob das in der Doku behandelt wird, dann kann man zu dem Schluss kommen, dass dieser Verrat keine niederen Beweggründe hatte, im Gegensatz zu den Beweggründen des Verräters dem er dann zum Opfer fiel.

Naja, irgendwer muss ja gucken, da muss man die eigentlich eher unspektakuläre Agentengeschichte etwas aufbauschen damit eine 007 Geschichte daraus wird.



du hast wohl den Film nicht gesehen. Er fühlte sich in seiner Arbeit bei der USAF nicht anerkannt, unterfordert usw. Dann wollte er für immer in den Osten übersiedeln. Da hatte die Stasi was dagegen, als sie hörte wo sein Arbeitsplatz ist. Das haben sie gnadenlos ausgebeutet, gegen diese ausgebufften Typen hatte er keine Chance, wie er selbst einräumte

P.S dein letzter Satz mit 007 und so ist völlig neben der Spur. Davon ist in dem Film überhaupt nicht die Rede.


Genau das ist der Punkt. Er wollte als fast noch Teeneger zunächst bei der USAF einfach nur hinschmeißen und in den Osten desertieren. Er wollte einen konsularischen DDR-Beamten sprechen und ihm sein Ansinnen mitteilen Dann aber kamen die von der HV A/XI zur GüSt Friedrichstraße und machten ihm unverschämterweise klar, dass der Osten nicht jeden nimmt und man sich den Übertritt in den Osten erstmal durch Spionageaktivität verdienen müsse. Die haben eiskalt seine Situation ausgenutzt, seinen Dienstausweis fotokopiert und ihm damit gedroht, dass sie die Kopie seinen Vorgesetzten in Marienfelde zuschicken, falls er nicht spurt. Also im Prinzp blanke Erpressung gegenüber Jemandem, der sich seine neue Heimat im Osten suchen wollte, was ja damals, wie wir heute wissen, nicht so oft vorkam.

Bezeichnenderweise wollte sein ehem. Führungsoffizier Maj Ralph Dieter Lehmann nach der Wende nichts mehr von ihm wissen, nachdem er bei einer irgendeiner Westfirma einen Job als Berater bekommen hatte. War halt für seine neue postwendische Karriere nicht förderlich. Bezeichnend ist auch, dass Ralph Dieter Lehmann, als er 1986 zum Osl befördert Arthur Birgel als Referatsleiter der HVA/XI/1 ablöste, weil ersterer als OibE/Resident in die HV A-Residentur an der DDR-Botschaft in Washington (LAR Nr. 102) wechselte, den Vorgang "Kid" in sein neues Referat mitnahm, anscheinend um sich damit zu schmücken. 1986 war "Kid" aber schon längst von seiner AFB in Texas abgehauen und über Kuba in der DDR angekommen, so dass der Vorgang eigentlich für die HV A zu Ende war. Wiedermal ein typisches Beispiel: Alle haben Karriere gemacht, außer die Hauptperson selbst, die bekam letztendlich 20 Jahre Knast. Man kann da gar nicht so viel essen, wie man kotzen könnte.

Gruß Kalubke



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zuletzt bearbeitet 08.07.2016 14:46 | nach oben springen

#22

RE: Ein Stasi - Maulwurf bei der NSA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.07.2016 01:06
von Hanum83 | 4.680 Beiträge

Der Mann kommt auf jeden Fall sympatisch rüber, vielleicht sollte Deutschland mal ein Auge zudrücken und ihn reinlassen.
Wir drücken hunderttausendfach die Augen zu und lassen alles rein was so kommt, warum nicht einfach auch ihn.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
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#23

RE: Ein Stasi - Maulwurf bei der NSA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.07.2016 01:17
von Kalubke | 2.293 Beiträge

Das denke ich auch. Aber ob er jetzt überhaupt noch kommen kann ist die Frage. Er hat sich in Ohio mühevoll eine bescheidene Existenz aufgebaut und müsste mit paar und Fuffzich hier wieder bei Null anfangen. Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit

Gruß Kalubke



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zuletzt bearbeitet 06.07.2016 01:29 | nach oben springen

#24

RE: Ein Stasi - Maulwurf bei der NSA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.07.2016 05:33
von damals wars | 12.113 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #21

Wiedermal ein typisches Beispiel: Alle haben Karriere gemacht, außer die Hauptperson selbst, die bekam letztendlich 20 Jahre Knast. Man kann da gar nicht so viel essen, wie man kotzen könnte.

Gruß Kalubke



https://de.wikipedia.org/wiki/Markus_Wolf
Alle haben die Arbeit gemacht, für die sie bezahlt worden:
"Mitarbeiter der HVA mit damaligem Lebensmittelpunkt in der DDR werden nicht mehr strafrechtlich verfolgt, da die Spionage im Auftrag des souveränen Staates DDR und im Einklang mit ihren Gesetzen erfolgte."
Und KID machte noch ein bisschen mehr! Er war unbezahlbar!
Beste Grüße!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#25

RE: Ein Stasi - Maulwurf bei der NSA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.07.2016 07:52
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Larissa im Beitrag #19
Jeffrey hat sich aeusserlich sehr veraendert. Das war das einzige, was sich bewegt hat bei mir. Er sieht mitgenommen aus.

Wir lernten uns kennen in Berlin vor einigen Jahren und haben miteinander intensiv kommuniziert, in den USA und dann als ich kam nach Deutschland wieder. Wir verstanden uns sehr gut, lachten wie Kinder, und konnten frei reden und schreiben, weil der eine von dem anderen wusste, was der andere durchgemacht hatte. Weit entfernt und in der Ruhe unbeobachtet von denen, die staendig an diesem Metier zu maekeln haben und von denen, die die Weissheit haben mit Loffeln gefressen, was Geheimdienste angeht.

Seid doch nicht alle so erhaben! Nicht nur Menschen aus diesem Metier haben psychische Probleme und Verarbeitungsprobleme und sind durch ihr Vorgehen mit den Verlusten und vielen Gedanken geplagt. Sie sind nicht anders, als die, welche in ihrem ach so normalen Leben problembeladen sind und mit einfachsten Alltagsproblemchen nicht einmal zurechtkommen.

Ins Detail werde ich gehen nicht zu diese Dokumentation, vor allem werde ich nicht einem Kameraden in den Ruecken fallen, auch wenn ich sein Vorgehen, sich wieder ins Rampenlicht zu stellen mit diesem Film, ich nicht fuer gut befinde. Fuer ‚nicht gut befinde‘ in diesem Sinne heisst, fuer ihn nicht vorteilhaft. Ich habe es ihm oft genug gesagt. Er wird wieder verrissen werden, wie vorher schon geschehen. Man wird auf die kleinsten Unstimmigkeiten hacken.
Denen, die meinen es waere so einfach und meinen zu wissen, was es sind fuer Menschen, und wie Mann/Frau in solches Metier hineinkommen, wissen nichts von der damaligen und heutigen Brutalitaet der Geheimdienste, die Brutalitaet nicht nur anwenden, sondern dazu erziehen in einem psychologisch eng gesteckten Raum, der nichts ausser Erfolg zulaesst.

Nur so viel. Jeffreys Aussage zu seiner Haft in den USA, ueber seine Aengste und die Erkenntnis - keiner wird danach fragen – wer dieser Mensch war oder was er getan hat, wenn er verschwindet, trifft voll zu. Es ist ein Instrument, das bekannt zwar ist, aber am Ende mit voller Wucht erst richtig erkennbar wird.

Verrat ist Verrat, wie oft wollte Ihr diese Frage noch stellen hier im Forum? Es gab damals und gibt heute Gesetze der involvierte Laender zu ihren Geheimdiensten, die genau besagen innerhalb der Institutionen was Spionage ist und nicht, Geheimdienste haben bis heute, als 2.altestes Gewerbe der Welt keine moralische Verpflichtung.
Geheimdienste sind ‚der Staat‘ sind die Macht fuer jeden Staat. Wem das nicht ist bekannt und nie hineinschauen konnte, hat es leichter.
Larissa



@Larissa , ich stimme dir in fast allem zu, hätte mich aber gefreut, wenn du auch herausgestellt hättest, wie eiskalt und brutal das MfS diesen damaligen Jungen benutzt hat. Da war nichts von Humanismus, Friedensliebe und was Mielke noch für Hirngespinste in die.Welt setzte, mit denen er die Arbeit des MfS begründete, zu hören. Der Mensch stand sicher nicht im Vordergrund. Das wurde in dem Film auch sehr gut dargestellt.Es gab nichts worauf er stolz sein konnte. Am Schluss haben sie ihn fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel
Ich fand es gut, dass Kid sich für den Film zur Verfügung stellte und er machte auch diesen Job sehr gut.
@Kalubke hat das auch noch mal gut beschrieben


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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zuletzt bearbeitet 06.07.2016 07:54 | nach oben springen

#26

RE: Ein Stasi - Maulwurf bei der NSA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.07.2016 08:39
von Alfred | 6.841 Beiträge

Gert,

nur ein Beispiel.

Weil der Mensch nicht im Mittelpunkt stand hat man Jens mit einen Riesenaufwand über Mexico, Kuba in die DDR geholt. Wäre Jens dem MfS egal gewesen, hätte man z.B. auf diese Aktion vezichtet.


Gert, IM Kressin, damals wars und Signalobermaat haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#27

RE: Ein Stasi - Maulwurf bei der NSA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.07.2016 08:43
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #26
Gert,

nur ein Beispiel.

Weil der Mensch nicht im Mittelpunkt stand hat man Jens mit einen Riesenaufwand über Mexico, Kuba in die DDR geholt. Wäre Jens dem MfS egal gewesen, hätte man z.B. auf diese Aktion vezichtet.

man könnte es auch dahingehend interpretieren, dass die DDR diesen Spionagefall klein halten wollte, also dass möglichst nichts an die Öffentlichkeit dringt. Denn eines ist doch klar,@Alfred, die Geheimen scheuen nichts mehr als das Licht


.
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#28

RE: Ein Stasi - Maulwurf bei der NSA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.07.2016 09:07
von Kalubke | 2.293 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #26
Gert,

nur ein Beispiel.

Weil der Mensch nicht im Mittelpunkt stand hat man Jens mit einen Riesenaufwand über Mexico, Kuba in die DDR geholt. Wäre Jens dem MfS egal gewesen, hätte man z.B. auf diese Aktion vezichtet.


Der DDR blieb egentlich auch nichts anderes übrig, denn Jens ist ja von sich aus in die DDR-Botschaft in Mexiko City gegangen. Nach den Vorstellungen der HV A sollte er ja noch eine unbestimmte Zeit lang weiterarbeiten. Wenn er damals schon fallen gelassen worden wäre, dann hätte das sicher verheerende Auswirkungen auf die Moral des HV A-Agentennetzes gahabt.

Afred, Du musst aber auch dazu sagen, dass Jens in seinem Buch schrieb, dass die HV A zunächst nicht so recht wußte, was mit ihrem IM a.D. anfangen sollte und ihm der Vorschlag gemacht wurde, nach Schweden weiterzureisen. Da wäre er aber mit Sicherheit bald aufgespürt worden. Das war sicher nicht die feine engliche Art im Umgang mir einem ehem. IM.

Gruß Kalubke



Gert und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 06.07.2016 09:08 | nach oben springen

#29

RE: Ein Stasi - Maulwurf bei der NSA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.07.2016 09:16
von Kalubke | 2.293 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #24
Zitat von Kalubke im Beitrag #21

Wiedermal ein typisches Beispiel: Alle haben Karriere gemacht, außer die Hauptperson selbst, die bekam letztendlich 20 Jahre Knast. Man kann da gar nicht so viel essen, wie man kotzen könnte.

Gruß Kalubke



https://de.wikipedia.org/wiki/Markus_Wolf
Alle haben die Arbeit gemacht, für die sie bezahlt worden:
"Mitarbeiter der HVA mit damaligem Lebensmittelpunkt in der DDR werden nicht mehr strafrechtlich verfolgt, da die Spionage im Auftrag des souveränen Staates DDR und im Einklang mit ihren Gesetzen erfolgte."
Und KID machte noch ein bisschen mehr! Er war unbezahlbar!
Beste Grüße!



Tja, so einfach kann man sich als Strippenzieher selbst aus der Schusslinie bringen. Wolf soll ja mal intern gesagt haben, dass "Kid" sein billigster Top-Spion war. Bei Tiedge und Kuron z.B. mussten ganz andere Beträge locker gemacht werden.

Gruß Kalubke



Gert und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 06.07.2016 09:19 | nach oben springen

#30

RE: Ein Stasi - Maulwurf bei der NSA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.07.2016 09:18
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #21


Wiedermal ein typisches Beispiel: Alle haben Karriere gemacht, außer die Hauptperson selbst, die bekam letztendlich 20 Jahre Knast.

Gruß Kalubke



Die Hauptperson wurde zu 38 Jahren Haft verurteilt.

seaman


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#31

RE: Ein Stasi - Maulwurf bei der NSA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.07.2016 09:28
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #28


Der DDR blieb egentlich auch nichts anderes übrig, denn Jens ist ja von sich aus in die DDR-Botschaft in Mexiko City gegangen. Nach den Vorstellungen der HV A sollte er ja noch eine unbestimmte Zeit lang weiterarbeiten. Wenn er damals schon fallen gelassen worden wäre, dann hätte das sicher verheerende Auswirkungen auf die Moral des HV A-Agentennetzes gahabt.

Gruß Kalubke


Wie hätte das in der Praxis ausgesehen?
Wie sollte das HVA-Agentennetz davon erfahren?
Vergessen darf man nicht, die Offenlegung der Spionagetätigkeit von Jens erfolgte nach dem Ende des Kalten Krieges. Ob die USA damals aktuell die geheimdienstliche Niederlage in dem Umfang öffentlich gemacht hätte bleibt zu bezweifeln.

seaman-
der einige Details in diesem durchaus sehenswerten Film vermisste.


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#32

RE: Ein Stasi - Maulwurf bei der NSA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.07.2016 10:18
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #28
Zitat von Alfred im Beitrag #26
Gert,

nur ein Beispiel.

Weil der Mensch nicht im Mittelpunkt stand hat man Jens mit einen Riesenaufwand über Mexico, Kuba in die DDR geholt. Wäre Jens dem MfS egal gewesen, hätte man z.B. auf diese Aktion vezichtet.


Der DDR blieb egentlich auch nichts anderes übrig, denn Jens ist ja von sich aus in die DDR-Botschaft in Mexiko City gegangen. Nach den Vorstellungen der HV A sollte er ja noch eine unbestimmte Zeit lang weiterarbeiten. Wenn er damals schon fallen gelassen worden wäre, dann hätte das sicher verheerende Auswirkungen auf die Moral des HV A-Agentennetzes gahabt.

Afred, Du musst aber auch dazu sagen, dass Jens in seinem Buch schrieb, dass die HV A zunächst nicht so recht wußte, was mit ihrem IM a.D. anfangen sollte und ihm der Vorschlag gemacht wurde, nach Schweden weiterzureisen. Da wäre er aber mit Sicherheit bald aufgespürt worden. Das war sicher nicht die feine engliche Art im Umgang mir einem ehem. IM.

Gruß Kalubke


Vorausgesetzt die Variante Schweden stimmt. Da habe ich schon ganz anderes gehört.


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#33

RE: Ein Stasi - Maulwurf bei der NSA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.07.2016 10:18
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #28
Zitat von Alfred im Beitrag #26
Gert,

nur ein Beispiel.

Weil der Mensch nicht im Mittelpunkt stand hat man Jens mit einen Riesenaufwand über Mexico, Kuba in die DDR geholt. Wäre Jens dem MfS egal gewesen, hätte man z.B. auf diese Aktion vezichtet.


Der DDR blieb egentlich auch nichts anderes übrig, denn Jens ist ja von sich aus in die DDR-Botschaft in Mexiko City gegangen. Nach den Vorstellungen der HV A sollte er ja noch eine unbestimmte Zeit lang weiterarbeiten. Wenn er damals schon fallen gelassen worden wäre, dann hätte das sicher verheerende Auswirkungen auf die Moral des HV A-Agentennetzes gahabt.

Afred, Du musst aber auch dazu sagen, dass Jens in seinem Buch schrieb, dass die HV A zunächst nicht so recht wußte, was mit ihrem IM a.D. anfangen sollte und ihm der Vorschlag gemacht wurde, nach Schweden weiterzureisen. Da wäre er aber mit Sicherheit bald aufgespürt worden. Das war sicher nicht die feine engliche Art im Umgang mir einem ehem. IM.

Gruß Kalubke


Vorausgesetzt die Variante Schweden stimmt. Da habe ich schon ganz anderes gehört.


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#34

RE: Ein Stasi - Maulwurf bei der NSA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.07.2016 10:19
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #29


Tja, so einfach kann man sich als Strippenzieher selbst aus der Schusslinie bringen. Wolf soll ja mal intern gesagt haben, dass "Kid" sein billigster Top-Spion war. Bei Tiedge und Kuron z.B. mussten ganz andere Beträge locker gemacht werden.

Gruß Kalubke


Was hat man denn bei Tiedge locker gemacht?

seaman


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#35

RE: Ein Stasi - Maulwurf bei der NSA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.07.2016 11:03
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #34
Zitat von Kalubke im Beitrag #29


Tja, so einfach kann man sich als Strippenzieher selbst aus der Schusslinie bringen. Wolf soll ja mal intern gesagt haben, dass "Kid" sein billigster Top-Spion war. Bei Tiedge und Kuron z.B. mussten ganz andere Beträge locker gemacht werden.

Gruß Kalubke


Was hat man denn bei Tiedge locker gemacht?

seaman



@ seaman sicher sehr viel mehr. Ein Mann wie Tiedge wusste um seinen Wert, er kam ja aus der Branche. Kid war ein junger Mann aus der amerikanischen Provinz und konnte sicher nicht einschätzen, welche Goldklumpen er nach Ostberlin schleppte. So wie ich es dem Film entnommen hatte, war er mit den Streicheleinheiten, die ihm das MfS geschickterweise zukommen ließ, bestens zufrieden. Diese Geizkragen vom MfS haben seine Unwissenheit brutal ausgenutzt. Warum wurden, wenn er so wichtig war, seine Akten nicht vernichtet ? Sie haben ihn ans Messer geliefert, weil diese Offizieren nur noch daran dachten, ihren eigenen Arsch zu retten. Zeit für Vernichtung von Spuren war jedenfalls ausreichend da, obendrein haben sie ihn belogen was die Aktenlage betraf. Insgesamt ein miserables Bild, dass das MfS am Ende bot.


.
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John F.Kennedy 1963 in Berlin
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#36

RE: Ein Stasi - Maulwurf bei der NSA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.07.2016 11:11
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #35
Zitat von seaman im Beitrag #34
Zitat von Kalubke im Beitrag #29


Tja, so einfach kann man sich als Strippenzieher selbst aus der Schusslinie bringen. Wolf soll ja mal intern gesagt haben, dass "Kid" sein billigster Top-Spion war. Bei Tiedge und Kuron z.B. mussten ganz andere Beträge locker gemacht werden.

Gruß Kalubke


Was hat man denn bei Tiedge locker gemacht?

seaman



@ seaman sicher sehr viel mehr. Ein Mann wie Tiedge wusste um seinen Wert, er kam ja aus der Branche.


Tiedge hat sich in den Interzonenzug gesetzt und sich den DDR-Grenzbehörden gestellt. Ein klassischer Überläufer. Freiwillig.
Was sollte da an Geld im Vorfeld geflossen sein?

seaman


eisenringtheo hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 06.07.2016 11:11 | nach oben springen

#37

RE: Ein Stasi - Maulwurf bei der NSA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.07.2016 11:16
von eisenringtheo | 9.161 Beiträge

Die Sowjets wollten ihn offenbar auch nicht.
Übrigens heute vor 93 Jahre wurde die erste sowjetische Verfassung an der Sitzung des Zentralen Exekutivkomitees (CIK) der UdSSR beschlossen..
http://www.1000dokumente.de/index.html?c...ontext&st=&l=de


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#38

RE: Ein Stasi - Maulwurf bei der NSA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.07.2016 11:17
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #36
Zitat von Gert im Beitrag #35
Zitat von seaman im Beitrag #34
Zitat von Kalubke im Beitrag #29


Tja, so einfach kann man sich als Strippenzieher selbst aus der Schusslinie bringen. Wolf soll ja mal intern gesagt haben, dass "Kid" sein billigster Top-Spion war. Bei Tiedge und Kuron z.B. mussten ganz andere Beträge locker gemacht werden.

Gruß Kalubke


Was hat man denn bei Tiedge locker gemacht?

seaman



@ seaman sicher sehr viel mehr. Ein Mann wie Tiedge wusste um seinen Wert, er kam ja aus der Branche.


Tiedge hat sich in den Interzonenzug gesetzt und sich den DDR-Grenzbehörden gestellt. Ein klassischer Überläufer. Freiwillig.
Was sollte da an Geld im Vorfeld geflossen sein?

seaman


im Vorfeld wahrscheinlich oder sicher nichts, aber umsonst hat der auch nicht gesungen .


.
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#39

RE: Ein Stasi - Maulwurf bei der NSA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.07.2016 11:27
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #35

Kid war ein junger Mann aus der amerikanischen Provinz und konnte sicher nicht einschätzen, welche Goldklumpen er nach Ostberlin schleppte.


So ganz teile ich den Tenor nicht.
Dieser harmlos daherkommende junge Mann aus Ohio, der mit 17 Jahren schon zur Army kam, Lehrgangsbester des Sprachlehrgangs war und als überdurchschnittlich intelligent eingeschätzt , für die NSA u.ä. auf dem Teufelsberg tätig ist, sollte nicht erkennen können was er an "Goldklumpen" lieferte?
Das kam in dem gestrigen Film im Zusammenhang mit "Able Archer 83" und "Ryan" anders herüber.
Aus persönlichen Gesprächen weiss ich, dass er sich sehr wohl über die Brisanz seines gelieferten Materials bewusst war.

Das er mit jugendlicher Naivität in die Mühlen der Geheimdienste geriet ist dabei ein ganz anderes Thema.

seaman


Ostalgiker hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#40

RE: Ein Stasi - Maulwurf bei der NSA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.07.2016 11:49
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #38
Zitat von seaman im Beitrag #36
Zitat von Gert im Beitrag #35
Zitat von seaman im Beitrag #34
Zitat von Kalubke im Beitrag #29


Tja, so einfach kann man sich als Strippenzieher selbst aus der Schusslinie bringen. Wolf soll ja mal intern gesagt haben, dass "Kid" sein billigster Top-Spion war. Bei Tiedge und Kuron z.B. mussten ganz andere Beträge locker gemacht werden.

Gruß Kalubke


Was hat man denn bei Tiedge locker gemacht?

seaman



@ seaman sicher sehr viel mehr. Ein Mann wie Tiedge wusste um seinen Wert, er kam ja aus der Branche.


Tiedge hat sich in den Interzonenzug gesetzt und sich den DDR-Grenzbehörden gestellt. Ein klassischer Überläufer. Freiwillig.
Was sollte da an Geld im Vorfeld geflossen sein?

seaman


im Vorfeld wahrscheinlich oder sicher nichts, aber umsonst hat der auch nicht gesungen .



Gert,

Tiedge hat seine Lebensgeschichte aufgeschrieben, einfach mal lesen . Du solltest dich vielleicht einfach mal mit der Person Tiedge befassen, dann stellt sich einiges anders dar.


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