#81

RE: Berliner Einheit

in Das Ende der DDR 28.06.2016 21:41
von Fritze | 3.474 Beiträge

Alles gewollt ! Lest mal "Der Müll, die Stadt und der Tod " !

Aber ,das ist ja antisemitisch !


"Das kann doch überhaupt nur jemand nicht wissen ,der entweder vollkommen ahnungslos ist ,oder ,oder jemand der also bösartig ist !"

"If you get up and walk away, leave the past behind, go ahead and take a ride ,no telling what you find ! "
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#82

RE: Berliner Einheit

in Das Ende der DDR 29.06.2016 00:10
von StabsfeldKoenig | 2.644 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #77
Berlin am Beginn der Einheit.

Hier noch ein Video von Stabsfelds Traumwelt, die Räumung der Mainzer., einst ein ruhiges,
aber sanierungsbedürftiges Wohnviertel.
Die Chaoten machten daraus ein Kriegsgebiet.



Das sind Zustände, die von ihm gefeiert werden, Rechtsbruch ohne Pause.

.





Das "Kriegsgebiet" hatte der damalige Innensenator zu verantworten, der damit auch die Rot-Grüne Koalition sprengte und den Regierenden Bürgermeister Momper stürzte. Die Folge war die Rückkehr der Diepgen-Landowsky-Truppe, welche Berlin u.a. mit Bankgesellschaft und Olympiabewerbung in den Bankrott wirtschafteten. So wurde z.B. damals die Besitzerin eines besetzten Hauses von der Polizei unter Druck gesetzt, ein Räumung zu beantragen (sie zog den Antrag später zurück). Es wurden wegen planlosen Vorgehens der Polizei auch legal vermietete Wohnungen geräumt und die Einrichtung zerstört. Die Besetzer waren damals in sanierungsbedürftige, leerstehend Häuser gezogen und hatten diese bewohnbar gemacht. Die flächendeckende Räumung diente ausschließlich der Luxussanierung und Verteuerung.



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#83

RE: Berliner Einheit

in Das Ende der DDR 29.06.2016 05:20
von der Anderdenkende | 1.220 Beiträge

Bloß nicht eignen Fehler eingestehen.Immer sind die Anderen die Fehlermacher!Vorallem rechtfertigt es nicht solch krimminellen Handlungen!
Und erzähl hier nix von Luxussanierung!Von diesen Krawallos sind in die sanierten Häuser welche eingezogen,ohne Fahrstuhl und so.
Wieso warst Du eigentlich nicht der Einsatzleiter?Als König des Stabes bekommt man das doch locker hin,oder?


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zuletzt bearbeitet 29.06.2016 08:05 | nach oben springen

#84

RE: Berliner Einheit

in Das Ende der DDR 29.06.2016 06:20
von damals wars | 12.174 Beiträge

Oh Gott, bitte nicht vorm Aufstehen schreiben!
Sonst muss man noch die Anderen Schreifehler eingestehen!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#85

RE: Berliner Einheit

in Das Ende der DDR 29.06.2016 07:59
von der Anderdenkende | 1.220 Beiträge

Machst Du doch selbst nach dem Aufstehen nicht!
Hubert will bestimmt wieder gern in eine Gammelwohnung einziehen!


zuletzt bearbeitet 29.06.2016 08:04 | nach oben springen

#86

RE: Berliner Einheit

in Das Ende der DDR 29.06.2016 08:47
von Fritze | 3.474 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #84
Oh Gott, bitte nicht vorm Aufstehen schreiben!
Sonst muss man noch die Anderen Schreifehler eingestehen!



Schreien am Morgen ? Auch so ? Medikamente schon genommen ?

Leg dich wieder hin ! Bevor du dich überarbeitest .


"Das kann doch überhaupt nur jemand nicht wissen ,der entweder vollkommen ahnungslos ist ,oder ,oder jemand der also bösartig ist !"

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#87

RE: Berliner Einheit

in Das Ende der DDR 29.06.2016 09:44
von der Anderdenkende | 1.220 Beiträge

Vorallem sollte man dann auch das Wort Anderen klein schreiben!Lehrer Hubert sollte dies wissen!


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zuletzt bearbeitet 29.06.2016 09:44 | nach oben springen

#88

RE: Berliner Einheit

in Das Ende der DDR 29.06.2016 09:46
von Fritze | 3.474 Beiträge

Hubert sein Lehrer wird aber Leerer geschrieben !


"Das kann doch überhaupt nur jemand nicht wissen ,der entweder vollkommen ahnungslos ist ,oder ,oder jemand der also bösartig ist !"

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#89

RE: Berliner Einheit

in Das Ende der DDR 29.06.2016 09:48
von bürger der ddr | 3.625 Beiträge

Jungs, laßt Euch nicht weiter auf Huberts .... ein.
Wenn es in einem Thema nicht seinem Sinn läuft dann wird auf Oberlehrer-Art das Thema zertrollt.

Warum muß ich wieder an "Taubenschach" denken?



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#90

RE: Berliner Einheit

in Das Ende der DDR 29.06.2016 09:54
von der Anderdenkende | 1.220 Beiträge

Fritze,entschuldige bitte,das ich da dies verwechselt habe!
Ja,der Obertroll Hubert ist schon ein wundersamer Lehrer!


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#91

RE: Berliner Einheit

in Das Ende der DDR 29.06.2016 10:54
von Heckenhaus | 5.142 Beiträge

Nur mal so als Abschluß meinerseits zum Thema Hausbesetzer.

Hausbesetzung , d.h. illegaler Einzug in fremde Gebäude und deren Besetzhalten, ist eine Straftat, daß sollte dem Herrn
Stabsfeld geläufig sein, ebenso dem Verwaltungsjustitiar des Forums, dem Genossen damals wars.

Wenn dann Senat, Bürgermeister, Landesregierung oder Eigentümer mit Beschluß und Polizei die Gebäude räumen läßt,
ist das für mich Durchsetzung von Recht und Gesetz.

Wir leben zum Glück (in diesem Falle) in einem Land, indem Eigentümer ihre Gebäude sanieren können, wie sie es wollen.
In Der Mainzer, Rigaer oder anderswo von Luxussanierung zu faseln ist realitätsferner Schwachsinn und zeugt von absoluter
Unkenntnis der Bauzustände in diesen Wohngegenden.
Nur ein paar Fakten dazu :
Wasserleitungen meist noch gestückelte Bleileitungen, gesundheitsgefährdend.
Abwasserleitungen oft fast "zugewachsen" und mürbe,, Verstopfungen keine Seltenheit.

Fenster oft nur einfach, Holzfenster sowieso, und oft in erbärmlichem Zustand.

Klo mitunter eineinhalb Etagen tiefer / höher auf dem Zwischenpodest des Treppenhauses, teilweise von mehreren Mietparteien
gemeinsam benutzt. Ich hatte in den 70-ern einen Kollegen, der in der Kopenhagener Straße (Prenzlauer Berg) wohnte,
da mußten morgens innerhalb von 1 Stunde 14 (vierzehn) Personen nach Zeitplan das gemeinsame WC nutzen, es gab nur eines
für 3 Wohnungen !!!

Bad war bestenfalls in den Wohnungen der Vorderhäuser vorhanden, wenn überhaupt, mit Badeofen.

Heizen grundsätzlich mit festen Brennstoffen (Öfen).

Balkons teilweise gesperrt oder abgerissen wegen Baufälligkeit.

Dächer Flickwerk.

Fassaden oft noch mit Kriegsschäden.

Elektroinstallation oft nur mit 6 Ampere abgesichert, weil zu schwach.

Allgemeinzustand auf Grund der geschilderten Dinge mehr als Mangelhaft, dazu häuften sich Havarien, Rohrbrüche waren
Alltag, Anschaffung einiger Elektrogeräte Illusion, wegen mangelnder E-Leitungen.

Defekte Dachentwässerungen, mit Wasserschäden im Gebäude als Folge.

Wer jetzt denkt, ich fantasiere, falsch. Ich habe viele Jahre auf dem Bau in Berlin gearbeitet, u.a. im Sanierungsgebiet
am Arnimplatz, zu DDR-Zeiten. Ich kenne die ursprüngliche Bausubstanz.

So, jetzt ihr beiden Spezialisten, ist das jetzt Luxussanierung, wenn all diese Mißstände beseitigt werden ?
Wenn aus Ruinen, denn mehr war das oft nicht mehr, anständiger Wohnraum wird ?
Sind abgeschliffene Holzdielen, die 20 Schichten rotbraumen Fußbodenlack trugen, Luxus ?
Sind anständig hergerichtete Türen Luxus ?
Ist eine zentrale Heizungsanlage Luxus ?
Sind vernünftige und zeitgerechte Versorgungsanschlüsse Luxus ?
Ist eine sanierte Gebäudehülle Luxus ?

Was die Miete danach betrifft, das ist Sache des Gesetzgebers, hier reale Verhältnisse zu schaffen. Solange das nicht passiert
kann ich es keinem Eigentümer verdenken, wenn er verdienen will. das heißt nicht, daß ich überzogene Mieten billige.
Doch niemand ist gezwungen, in frisch sanierten Häusern zu wohnen, es gibt genügend Alternativstandorte.
Notfalls steht es jedem frei, nach München oder Frankfurt/M. zu wechseln, zur Bildungsreise.
Berlin ist nun mal Hauptstadt, das wird die Preise weiter beeinflussen.

Wenn das stört, der ändere sein Wahlverhalten oder demonstriere gegen den Kapitalismus, aber ohne dabei das Privateigentum
ehrlicher einfacher Bürger zu zerstören.

Übrigens gibt es genügend Alternativen am Stadtrand oder im Umland, selbst die immer belächelte Platte bietet hervorragende
Wohnungen.
.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
der Anderdenkende, 1941ziger, bürger der ddr, andyman und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.06.2016 10:55 | nach oben springen

#92

RE: Berliner Einheit

in Das Ende der DDR 29.06.2016 11:32
von der Anderdenkende | 1.220 Beiträge

Besser hätte ich es nicht versuchen können den beiden Helden des Realismus zu erklären!Ob es was bringt,nun,jeder darf für sich zweifeln oder eben nicht!


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#93

RE: Berliner Einheit

in Das Ende der DDR 29.06.2016 11:59
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

@Heckenhaus , da hast Du aber ein schönes schwarzes Bild über die Altbausubstanz in Berlin gemalt.
Muß ja schrecklich gewesen sein in der Gegend Arminplatz ......
Ein Glück für mich das ich zu DDR Zeiten im Prenzlauer Berg wohnte und wir uns Elektrogeräte kaufen "durften" um sie in der Wohnung zu benutzen ....

Ebenfalls Glück war dass das Haus in dem ich wohnte gleich nach der Wende Rückübertragen wurde, gleich verkauft wurde und ein geschäftstüchtiger Architekt mit seinem Büro eine Sanierung des Hauses vornahm ....

Es war beileibe keine "Luxussanierung" welche vollzogen wurde aber es war anschließend eine Luxusmiete welche ihm vorschwebte ......
Damals griff diese Umlagebeschränkung von 11% der Sanierungskosten auf die Miete noch nicht richtig und er meinte mir anhand von Fantasierechnungen nachweisen zu können das sich meine Miete um das anderthalbfache des ursprünglichen Betrages erhöhen würde.

Nur ein paar Beispiele, das fliesen der neu gestalteten Badzelle kostete pro Quadratmeter laut Rechnung etwas über 450,- DM, die eingebaute Gasetagenheizung meinte er mit 25.000 DM zu veranschlagen usw. usf.
Es war ein anregendender Schriftwechsel zwischen mir und ihm und später zwischen unseren Anwälten.
Für die Heizung hatte ich ein Gutachten, der Preis für alles betrug knapp 10.000 DM ......
Dielen abschleifen und schadhafte ausbessern? Wozu den Aufwand betreiben wenn man einen häßlichen und vor allem sehr billigen Teppichboden drüberklatschen kann?
Wozu von den zu lackierenden Türen den Baustaub abfegen? Das ergibt anschließend eine sehr interessante Oberflächenstrucktur .....
Wozu im fensterlosen Bad einen Abzug installieren? Es kann doch anschließend die Tür geöffnet werden; ist mir so direkt gesagt worden.
Ein Highlight war auch das ich nach der Sanierung plötzlich ein Fenster mehr hatte, zumindest auf der Rechnung, und sich die Wohnung als solche Quadratmetermäßig zweidimensional ausgedehnt hatte. Ungefähr 5 qm ........
Gründlich verscherzt hatte es sich der nette, um seine Mieter besorgte "Eigentümer", bei mir endgültig als er von mir grenzenlose Dankbarkeit erwartete weil er sich dazu herabließ auch das Hinterhaus zu sanieren/modernisieren in dem doch bekanntlich nur asoziales Gesocks wohnen würde...... Der Typ kannte einfach nicht die Feinheiten der Wohnungsvergabe durch die KWV .....
Da ich nun zufällig im ersten Quergebäude wohnte fand ich diese Bemerkung nicht sehr lustig.

Übrigens waren im Haus die Grundmauern sowas von feucht das die Keller faktisch nicht genutzt werden konnten und die Erdgeschoßwohnungen zu DDR Zeiten gesperrt waren!
Hat er eine Grundsanierung des Fundamentes vorgenommen? Wozu denn, war doch eh unter der Erde ......

Letztendlich wurden sein unbegründeten Forderungen abgeschmettert und ihm wurde ein Vergleich angeboten den er zähneknirschend akzeptierte denn vor Gericht wäre er mit seinen Forderungen nicht durchgekommen.

Seinen Reibach hat er trotzdem gemacht, das Haus für 450.000 DM gekauft, Kredit für Sanierung/Modernisierung über 1,2 Mio. aufgenommen und die Bude nach einer Schamfrist für 6 Mio an ahnungslose Kapitalanleger aus den Altbundesländern verscherbelt .....

Das ist freies Unternehmertum! und was für ein Glück das wir in einem Land leben, indem Eigentümer ihre Gebäude sanieren können, wie sie es wollen ........
Nur lassen sich das nicht immer die Mieter die darin wohnen so einfach gefallen und feiern spontane Freudenfeste oder ziehen ins Umland wo es auch schön teuer ist .....

Gruß
Nostalgiker

Übrigens, Fahrstuhl wurde nicht ein- bzw. angebaut und die Wasser Zu- und Ableitungen wurden auch nicht ausgetauscht ......
Alles schön billig, ein paar Eimer Farbe machen es auch .....
Wärmedämmung? War Anfang der Neunziger noch nicht "bekannt"


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#94

RE: Berliner Einheit

in Das Ende der DDR 29.06.2016 12:28
von Heckenhaus | 5.142 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #93
@Heckenhaus , da hast Du aber ein schönes schwarzes Bild über die Altbausubstanz in Berlin gemalt.
Muß ja schrecklich gewesen sein in der Gegend Arminplatz .....
Ein Glück für mich das ich zu DDR Zeiten im Prenzlauer Berg wohnte und wir uns Elektrogeräte kaufen "durften" um sie in der Wohnung zu benutzen ....
.
Kaufen durftest du, was es gab, und dazu zählten auch E-Geräte, die nur eine 6A-Absicherung erforderten.
Das sollte man beim Kauf schon wissen.
Es gab durchaus unterschiedliche Zustände in den Altbauten, oft jedoch mußte eine separate Steckdose installiert werden mit 10 A - Absicherung, weil sonst keine modernen Geräte angeschlossen werden konnten.
Außerdem gab es Unterschiede von Haus zu Haus. Was in Hausnummer 6 galt, mußte nicht zwangsläufig in Nr.8 auch gehen.
War oft abhängig davon ob
Privathaus = keine Investitionen wegen zu wenig Mieteinnahme, lediglich Instandhaltung.
Privateigentum unter Verwaltung (Westeigentum), nur Notreparaturen.
wenn die KWV was zu sagen hatte, wurde etwas mehr gemacht, aber nie zuviel.
Anders war es bei Genossenschaften oder staatlichen Wohnungen, da lief es etwas besser.

Ich wohnte damals, von 1972 bis 1984, im Friedrichshain, zwischen Rigaer und Mainzer, habe also nicht nur am Arnimplatz Erfahrungen sammeln dürfen. Der Hauseigentümer wohnte nebenan, über 90 und absolut resistent gegen alle Forderungen.
Hauptsache, die Miete lag pünktlich am 1. des Monats bei ihm auf dem Tisch.

Und glaube mir, die beschriebenen Bleileitungen habe ich kennen- und verfluchen gelernt. Ebenso die Abwasserleitungen aus Grauguß.
Kein Jahr, in dem Bad und Küche von Rohrbrüchen verschont blieben, am Ende habe sogar ich als Maler kapituliert.

Meine Schwester bekam damals eine Wohnung in Karlshorst, ich glaube, niemand würde dort zu den Bedingungen mehr heute einziehen.

Zitat
Wärmedämmung? War Anfang der Neunziger noch nicht "bekannt"


Dämmplatten dürfen nicht generell überall verbaut werden, geht auch nicht.
Oft werden an Altbausubstanz auf Grund der dickeren Mauerstärken Dämmputze aufgebracht.
Diese beinhalten Styroporkügelchen und erzielen ebenfalls bessere Dämmwerde.

Zitat
Es war beileibe keine "Luxussanierung" welche vollzogen wurde aber es war anschließend eine Luxusmiete welche ihm vorschwebte ......
Damals griff diese Umlagebeschränkung von 11% der Sanierungskosten auf die Miete noch nicht richtig und er meinte mir anhand von Fantasierechnungen nachweisen zu können das sich meine Miete um das anderthalbfache des ursprünglichen Betrages erhöhen würde.


Dafür gibt es Mietervereine. Außerdem gibt es immer unterschiedliche Vermieter / Investoren.
Meine Schwägerin wohnt übrigens im Wedding, Gerichtstraße, dort sind die Mieten durchaus moderat.
.


.
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— Abraham Lincoln –
.
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#95

RE: Berliner Einheit

in Das Ende der DDR 29.06.2016 12:40
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Schön das wir darüber geredet haben, @Heckenhaus

Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#96

RE: Berliner Einheit

in Das Ende der DDR 29.06.2016 12:43
von Fritze | 3.474 Beiträge

Anfang der 1990er Jahre durfte ich Telefonleitungen in Berlin und dem Umland verlegen .Dabei lernte ich zum ersten Mal die Berliner Altbauform -- Vorderhaus , Seitenflügel-Hinterhaus kennen . Da waren riesige Unterschiede schon innerhalb einer Strasse . Von kleinen grünen Oasen bis zu vermüllten ,heruntergekommenen Buchten.
Feuchte , sehr feuchte Keller waren typisch für den Ostteil der Stadt . In nicht wenigen Fällen kam beim Bohren durchs Mauerwerk ,kein Bohrstaub sondern eine feuchte durchgeknetete Masse ,welche an Töpferton erinnerte !
Mehrmals riefen wir nach dem Betreten der Keller zuerst den Messwagen der GASAG !
Auf Fragen ,an die Bewohner des Hauses ,ob sie den Gasgeruch nicht bemerkt hätten , kam die lapidare Antwort , das es immer schon so rieche .
Nun waren unsere Gastspiele im Westteil ziemlich selten (nur bei einzelnen Nachrüstungen von Telefon oder BK ), aber feuchte Keller oder gasgeruch gab es dort nie !
Scheinbar hatten die Hauseigentümer ihre Hausaufgaben in Sachen aufsteigende Nässe , gemacht !
Ach was mir noch einfällt . Trinkgeld gab es nur im Ostteil der Stadt !
In der Marienstrasse nähe Mainzer Strasse haben wir dann auch eine Hausräumung erlebt . Ich schrieb darüber in einem anderem Thread .

Die Einheit Berlins wird wohl auch erst mit der endgültige deutschen Einheit vollzogen werden.
Rudow und Pankow haben als einzige Gemeinsamkeit wohl nur die zwei letzten Buchstaben im Namen !

MfG Fritze


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zuletzt bearbeitet 29.06.2016 12:44 | nach oben springen

#97

RE: Berliner Einheit

in Das Ende der DDR 29.06.2016 12:52
von der Anderdenkende | 1.220 Beiträge

Fritze,ich kanns aus Lehrzeiten beim damaligen FA 6 (zuständig für Lichtenberg,Hellersdorf,Mahlsdorf,Marzahn) bestätigen.Lichtenberg,speziel Karlshorst und Rummelsburg,war immer im Gegensatz zu den anderen Ecken ein Unterschied wie Tag und Nacht.


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#98

RE: Berliner Einheit

in Das Ende der DDR 30.06.2016 00:49
von StabsfeldKoenig | 2.644 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #91
Nur mal so als Abschluß meinerseits zum Thema Hausbesetzer.

Hausbesetzung , d.h. illegaler Einzug in fremde Gebäude und deren Besetzhalten, ist eine Straftat, daß sollte dem Herrn
Stabsfeld geläufig sein, ebenso dem Verwaltungsjustitiar des Forums, dem Genossen damals wars.

Wenn dann Senat, Bürgermeister, Landesregierung oder Eigentümer mit Beschluß und Polizei die Gebäude räumen läßt,
ist das für mich Durchsetzung von Recht und Gesetz.

Wir leben zum Glück (in diesem Falle) in einem Land, indem Eigentümer ihre Gebäude sanieren können, wie sie es wollen.
In Der Mainzer, Rigaer oder anderswo von Luxussanierung zu faseln ist realitätsferner Schwachsinn und zeugt von absoluter
Unkenntnis der Bauzustände in diesen Wohngegenden.
Nur ein paar Fakten dazu :
Wasserleitungen meist noch gestückelte Bleileitungen, gesundheitsgefährdend.
Abwasserleitungen oft fast "zugewachsen" und mürbe,, Verstopfungen keine Seltenheit.

Fenster oft nur einfach, Holzfenster sowieso, und oft in erbärmlichem Zustand.

Klo mitunter eineinhalb Etagen tiefer / höher auf dem Zwischenpodest des Treppenhauses, teilweise von mehreren Mietparteien
gemeinsam benutzt. Ich hatte in den 70-ern einen Kollegen, der in der Kopenhagener Straße (Prenzlauer Berg) wohnte,
da mußten morgens innerhalb von 1 Stunde 14 (vierzehn) Personen nach Zeitplan das gemeinsame WC nutzen, es gab nur eines
für 3 Wohnungen !!!

Bad war bestenfalls in den Wohnungen der Vorderhäuser vorhanden, wenn überhaupt, mit Badeofen.

Heizen grundsätzlich mit festen Brennstoffen (Öfen).

Balkons teilweise gesperrt oder abgerissen wegen Baufälligkeit.

Dächer Flickwerk.

Fassaden oft noch mit Kriegsschäden.

Elektroinstallation oft nur mit 6 Ampere abgesichert, weil zu schwach.

Allgemeinzustand auf Grund der geschilderten Dinge mehr als Mangelhaft, dazu häuften sich Havarien, Rohrbrüche waren
Alltag, Anschaffung einiger Elektrogeräte Illusion, wegen mangelnder E-Leitungen.

Defekte Dachentwässerungen, mit Wasserschäden im Gebäude als Folge.

Wer jetzt denkt, ich fantasiere, falsch. Ich habe viele Jahre auf dem Bau in Berlin gearbeitet, u.a. im Sanierungsgebiet
am Arnimplatz, zu DDR-Zeiten. Ich kenne die ursprüngliche Bausubstanz.

So, jetzt ihr beiden Spezialisten, ist das jetzt Luxussanierung, wenn all diese Mißstände beseitigt werden ?
Wenn aus Ruinen, denn mehr war das oft nicht mehr, anständiger Wohnraum wird ?
Sind abgeschliffene Holzdielen, die 20 Schichten rotbraumen Fußbodenlack trugen, Luxus ?
Sind anständig hergerichtete Türen Luxus ?
Ist eine zentrale Heizungsanlage Luxus ?
Sind vernünftige und zeitgerechte Versorgungsanschlüsse Luxus ?
Ist eine sanierte Gebäudehülle Luxus ?

Was die Miete danach betrifft, das ist Sache des Gesetzgebers, hier reale Verhältnisse zu schaffen. Solange das nicht passiert
kann ich es keinem Eigentümer verdenken, wenn er verdienen will. das heißt nicht, daß ich überzogene Mieten billige.
Doch niemand ist gezwungen, in frisch sanierten Häusern zu wohnen, es gibt genügend Alternativstandorte.
Notfalls steht es jedem frei, nach München oder Frankfurt/M. zu wechseln, zur Bildungsreise.
Berlin ist nun mal Hauptstadt, das wird die Preise weiter beeinflussen.

Wenn das stört, der ändere sein Wahlverhalten oder demonstriere gegen den Kapitalismus, aber ohne dabei das Privateigentum
ehrlicher einfacher Bürger zu zerstören.

Übrigens gibt es genügend Alternativen am Stadtrand oder im Umland, selbst die immer belächelte Platte bietet hervorragende
Wohnungen.
.



Eine Straftat ist das Besetzen eines leer stehenden Hauses nur, wenn der Eigentümer Strafantrag stellt. Geräumt werden kann nur auf Grund eines Antrages des Eigentümers. Einen Eigentümer, der die Besetzung duldet, darf in einem Rechtsstaat niemand zwingen, die Räumung zu veranlassen. Bei ungeklärten Eigentumsverhältnissen gibt es NIEMANDEM, der befugt ist, die Räumung einzuleiten. Einen Eigentümer auf eine Polizeidienststelle vorzuladen und unter Druck zu setzen, damit der die Räumung beantragt bzw. Strafantrag stellt, ist NÖTIGUNG im AMT, d.h. die handelnden Polizeibeamten machen sich strafbar. Gerade bei den Besetzern, die Wohnraum suchten und selber sanierten, erfolgten häufig Legalisierungen der Besetzung, d.h. Abschluß von Pachtverträgen für das gesammte Grundstück.

Und nun mal Sanierung rechtlich betrachtet: Alles, was zur beseitigung von Schäden dient, ist Instandsetzung. Dafür kann der Eigentümer nichts verlangen (wenn bei bestehendem Mietvertrag saniert wird). Nur Modernisierung (Mehrkosten) kann umgelegt werden.
Also: verrottete Kastendoppelfenster (meist Standard) werden aus Denkmalsschutzgründen durch neue ersetzt: Instandsetzung, kein Denkmalsschutz: bei Einbau von Verbundfenstern ist nur der Mehraufwand gegenüber der Insatndsetzung umlagefähig. Sind Kachelöfen defekt, bei Einbau der Etagenheizung muß die ersparte Instandsetzung abgezogen werden.
Dielen Abschleifen ist Insatndsetzung.
Um diese rechtlichen Regelungen auszuhebeln, haben viele Vermieter ihre Mieter mit Bestechung, Lüge (unrealistisch überhöhte Kostenumlage) oder Erpressung (bis hin zur "warmen Sanierung", also Brandstiftung) aus den Häusern gedrängt, da bei Neuvermietung der Mietspiegel überschritten werden konnte und auch die Trennung Insatndsetzung und Modernisierung keine Rolle mehr spielte.



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#99

RE: Berliner Einheit

in Das Ende der DDR 30.06.2016 01:18
von bürger der ddr | 3.625 Beiträge

@StabsfeldKoenig , nach aller Kritik von mir, das war ein sachlicher Beitrag

Und es stimmt, manch Vermieter ist auch kein "Engel", wenn es um Geld geht dann.....

Nur was du beschreibst sind auch nur ein Teil der Hausbesetzer, leider vermutlich ein kleiner Teil, der andere teil sieht heute anders aus.

Grundsätzlich: rechtfertigt ein Unrecht (Straftat) ein Unrecht der Gegenseite?



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#100

RE: Berliner Einheit

in Das Ende der DDR 30.06.2016 09:07
von damals wars | 12.174 Beiträge

Zitat von bürger der ddr im Beitrag #99
aus.

Grundsätzlich: rechtfertigt ein Unrecht (Straftat) ein Unrecht der Gegenseite?


Seltsame Frage, das hast Du in Bezug auf die Asylbewerber seitenweise bejaht...


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
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