#181

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 24.05.2016 15:21
von fury77 | 149 Beiträge

Zitat von Burkhard im Beitrag #89
Sollte Diese Frage und die teilweisen Antworten darauf ein Witz sein? Oder Antworten wirklich ernst gemeint sein? Warum wird das was Ihr in den neuen Bundesländern eigendlich zu Tausenden wollte so verunglimpft und in Frage gestelt nur um Gründe zu finden weil man plötzlich mit der geänderten eigenen Situation nicht mehr klar kommt ? Die Bundesrepublik Deutschland wurde nicht nach einem vorgegebenen Schema erschaffen,- sondern von Menschen die ihr moralisches Pflichtgefühl zum Maßstab machten und nicht zuletzt ihren gesunden Menschenverstand mit einzusetzen um von Anfang an ein Grundgesetz für ein einiges und freies Deutschland zu schaffen. so wie wir es noch niemals in unserer Geschichte hatten ! Fragt Euch doch Ihr ewig Gestrigen,- Was kann ich für mein Land,- dieses wunderbare neue Deutschland machen und meckert nicht auf so hohem Niveau, sondern nehmt diese gegebene Wirklichkeit als Geschenk an und sucht nicht nach irgendwelchen Märchen wie schlecht es doch den Bundesbürgern ging. ich schäme mich für Euch Besserwisser. Burkhard aus Aachen.


Wenn man das folgende Zitat von Geiger liest, scheint in der alten BRD einiges nicht "korrekt" abgelaufen zu sein ...

Der verstorbene Richter am Bundesgerichtshof und Verfassungsrichter Prof. Willi Geiger (DRiZ, 9/1982, 325): "In Deutschland kann man, statt einen Prozess zu führen, ebenso gut würfeln. [...] Unter den in der Bundesrepublik obwaltenden Verhältnissen von den Gerichten Gerechtigkeit zu fordern, ist illusionär. [...] Es ist für die unmittelbar Beteiligten objektiv nicht mehr möglich, den Ausgang eines Rechtsstreits zu kalkulieren. […] Ein der Entlastung der Gerichte dienlicher Rat könnte bei dieser Lage der Dinge sein: Führe möglichst keinen Prozeß; der außergerichtliche Vergleich oder das Knobeln erledigt den Streit allemal rascher, billiger und im Zweifel ebenso gerecht wie ein Urteil."

Und der Jura-Prof.Herbert von Arnim haut in die gleiche Kerbe wie Geiger. „Jeder Deutsche hat die Freiheit, Gesetzen zu gehorchen, denen er niemals zugestimmt hat; er darf die Erhabenheit des Grundgesetzes bewundern, dessen Geltung er nie legitimiert hat; er ist frei, Politikern zu huldigen, die kein Bürger je gewählt hat, und sie üppig zu versorgen – mit seinen Steuergeldern, über deren Verwendung er niemals befragt wurde. Insgesamt sind Staat und Politik in einem Zustand, von dem nur noch Berufsoptimisten oder Heuchler behaupten können, er sei aus dem Willen der Bürger hervorgegangen.“ Staatsrechtler Prof. Hans Herbert von Arnim
Siehe auch Hans Herbert von Arnim, Die Deutschlandakte. Was Politiker und Wirtschaftsbosse unserem Land antun, Goldmann, 2. Auflage, 2009


Wer nichts weiß, muss alles glauben.

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#182

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 24.05.2016 15:28
von Heckenhaus | 5.147 Beiträge

Zitat von B Man im Beitrag #180

Also ehrlich, die SED hat bei euch ganze Arbeit geleistet. Die DDR gibt es schon lange nicht mehr und ihr strammen Genossen kämpft immer noch an allen Fronten gegen den Klassenfeind. Mit Sprache und Methode wie vor 30 Jahren.
Der Westen ist schlecht und dazu dient alles und jedes um das zu beweisen.


Ich muss aufpassen das ich meine Arbeitskollegen und die Leute die ich so auf meinen Touren durch die nicht mehr so neuen Bundesländern treffe nicht mit den frustrierten Holzköpfen aus der Internet Foren Welt verwechsle.



Vergiß deine Pillen nicht, ehe du kollabierst, verbal bist du schon soweit.

.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
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zuletzt bearbeitet 24.05.2016 15:28 | nach oben springen

#183

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 24.05.2016 15:45
von StabsfeldKoenig | 2.654 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #78
Zitat von Hanum83 im Beitrag #75
Zitat von Rostocker im Beitrag #72
Zitat von Hanum83 im Beitrag #69
Nochmal, ob ich was wahrhaben will oder nicht ist pupsegal, die vorherrschende Farbe war, bis auf einige wenige Ausnahmen, aus irgendwelchen Gründen auch immer, Natur-Grau, vor allem auf den Land und den Altstädten, je länger man darüber diskutiert wird es nachträglich auch nicht bunter.


Das spreche ich Dir auch nicht ab--aber wie schon gesagt--man sollte nicht sagen,das es überall so war.




Ok, ein Beispiel für "nicht überall" hab ich sogar selber, der Genosse HO-Chef dessen Häuschen wir in einer ansonsten grauen Siedlung verputzt hatten, der hatte sich auch einen Maler versorgt der paar Eimer Farbe mitbrachte die er dann mit so einem Abtönpulver schön Ocker machte, sah schon gut aus das Häuschen und strahlte schön raus, sah man halt wirklich nicht überall


Grün: Du erinnerst mich an was. Es wäre rohstoffmäßig auch kein Problem, seinem Häuschen einen skandinavischen Farbton zu verpassen. Eisenoxidrot hatten wir als Rohstoff zum Farbtongeben für bestimmte Klebstoffe. Ist nichts weiter als Rost, allerdings nicht von einem verrosteten Eisenteil abgeklopft und dann feingemörsert. Nach der Wende habe ich die restlichen knapp 100,- kg genommen, weil unser Prod.Dir. sonst 1.600,- DM für die Entsorgung bezahlen müßte. Ich habe es als Poliermittel (Polierrot ist ein anderen Name dafür) und zum Einfärben von Mörtel und Beton verwendet. ist sehr farbintensiv und man braucht nicht viel davon (wenige %). Dieser Farbpigmehnt wurde vor einigen hundert Jahren von der Erzgrube in Falun/Schweden auf den Markt gebracht, weil es beim Abbau der primären Erze in großen Mengen anfiel. Die roten Häuschen in Skandinavien sind demzufolge keine Schnapsidee der Einheimischen, sondern ganz einfach aus der genügenden Verfügbarkeit einer billigen Farbe geschuldet. Das wäre in den EH-Siedlungen u.a. Wohngegenden der DDR tatsächlich ein Blickfang gewesen, insofern das bauamt nichts gegen diesen Farbton hat. Deren Schönheitsempfingen ist manchmal sehr, sehr subjektiv geprägt.
Wer´s haben will (Selbstabholung), ich habe noch ca. 40 - 50 kg davon stehen, die ich ansonsten mal auf die Deponie zum Sondermüll gebe. Sondermüll in dem Sinne ist es ja nicht, es ist kein Schadstoff und stellt, vergraben, quasi eine kleine Eisenerzlagerstätte dar. Kostet nix.



Man kann in Berlin Mietshäuser, die nach 1990 nicht erneut saniert wurden, einem Sanierungsalter in der DDR zuordnen. In den 70er jahren wurde der Putz eingefärbt (ockergelb oder rot), in den 80er überstrichen.



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#184

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 24.05.2016 15:49
von fury77 | 149 Beiträge

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#185

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 24.05.2016 15:51
von fury77 | 149 Beiträge

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#186

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 24.05.2016 15:51
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #170
Zitat von Lutze im Beitrag #149
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #148
Die Arbeitslosigkeit in Westdeutschland war nach der Ölkrise bis 1989 ziemlich hoch.
http://www.sozialpolitik-aktuell.de/tl_f...ien/abbIV33.pdf
Entlassungen und hohe Arbeitslosigkeit ist immer ein Indiz, dass es den Betrieben nicht so gut läuft und sie nicht soviel produzieren können, wie sie gerne wollen. Da die Wirtschaft dank ihren Lobbyisten prominent in der Politik mitmischt, denke ich schon, dass die Konzerne stark aufs Gaspedal bei der deutschen Einheit gedrückt haben: Denn 17 Millionen neue Konsumenten waren sicher gut für die Umsätze.
Aus diesem Blickwinkel ist es auch verständlich, dass einige SPD Vertreter eher bremsen wollten. Sie befürchteten eine hohe Arbeitslosigkeit im Osten.
Theo


Das kann man auch aus einem anderen Blickwinkel sehen,
ziemlich oft wurde in dieser Zeit der Spruch auf Plakaten gezeigt-
"kommt die DM-Mark nicht zu uns,gehen wir zu ihr"
Lutze

Das kann man, muss man aber nicht, denn das angesprochene Konzernverhalten ist nicht ausschliesslich ein Wendeproblem. Obschon meine Schweizer Backwarenaktien seit gestern in die Höhe schiessen, habe ich moralische Bedenken als Miteigentümer...
http://www.fuw.ch/article/aryzta-zieht-d...egion-auf-sich/
Theo


Theo dieses Abgreifen von Staatssubventionen ist doch ein alter Hut. Mein AG in den 70ern , ein großer Chemiekonzern, baute im strukturschwachen Saarland ein Folienwerk und schaffte damit Arbeitsplätze. Natürlich bekam man dafür Staatsknete mit einer Bindefrist von 5 Jahren, wimre. Die Geschäfte liefen nicht wie erwartet, es fand einer starker Preisverfall statt, weil andere Unternehmen ebenfalls Kapazitäten aufbauten. Es entstand ein Überhang an Produktionskapazitäten. Die 5 Jahre waren abgelaufen und die Fabrik wurde wieder geschlossen. So einfach geht das.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 24.05.2016 15:52 | nach oben springen

#187

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 24.05.2016 15:54
von fury77 | 149 Beiträge

Siehe auch


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#188

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 24.05.2016 15:59
von fury77 | 149 Beiträge

Zitat von fury77 im Beitrag #187
Siehe auch



Und hier hat ein weiterer Jura-Prof. "Dampf abgelassen": "Unsere Justiz darf sich daher nicht wundern, wenn sie sich 'dem Verdacht' aussetzt, daß sie aus falsch verstandener Kollegialität unfähig ist, verbrecherische Urteile von Kollegen zu ahnden." Siehe Günter Spendel, Rechtsbeugung durch Rechtsprechung, de Gruyter, 1984, S.18


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#189

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 24.05.2016 16:02
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von fury77 im Beitrag #181
Zitat von Burkhard im Beitrag #89
Sollte Diese Frage und die teilweisen Antworten darauf ein Witz sein? Oder Antworten wirklich ernst gemeint sein? Warum wird das was Ihr in den neuen Bundesländern eigendlich zu Tausenden wollte so verunglimpft und in Frage gestelt nur um Gründe zu finden weil man plötzlich mit der geänderten eigenen Situation nicht mehr klar kommt ? Die Bundesrepublik Deutschland wurde nicht nach einem vorgegebenen Schema erschaffen,- sondern von Menschen die ihr moralisches Pflichtgefühl zum Maßstab machten und nicht zuletzt ihren gesunden Menschenverstand mit einzusetzen um von Anfang an ein Grundgesetz für ein einiges und freies Deutschland zu schaffen. so wie wir es noch niemals in unserer Geschichte hatten ! Fragt Euch doch Ihr ewig Gestrigen,- Was kann ich für mein Land,- dieses wunderbare neue Deutschland machen und meckert nicht auf so hohem Niveau, sondern nehmt diese gegebene Wirklichkeit als Geschenk an und sucht nicht nach irgendwelchen Märchen wie schlecht es doch den Bundesbürgern ging. ich schäme mich für Euch Besserwisser. Burkhard aus Aachen.


Wenn man das folgende Zitat von Geiger liest, scheint in der alten BRD einiges nicht "korrekt" abgelaufen zu sein ...

Der verstorbene Richter am Bundesgerichtshof und Verfassungsrichter Prof. Willi Geiger (DRiZ, 9/1982, 325): "In Deutschland kann man, statt einen Prozess zu führen, ebenso gut würfeln. [...] Unter den in der Bundesrepublik obwaltenden Verhältnissen von den Gerichten Gerechtigkeit zu fordern, ist illusionär. [...] Es ist für die unmittelbar Beteiligten objektiv nicht mehr möglich, den Ausgang eines Rechtsstreits zu kalkulieren. […] Ein der Entlastung der Gerichte dienlicher Rat könnte bei dieser Lage der Dinge sein: Führe möglichst keinen Prozeß; der außergerichtliche Vergleich oder das Knobeln erledigt den Streit allemal rascher, billiger und im Zweifel ebenso gerecht wie ein Urteil."

Und der Jura-Prof.Herbert von Arnim haut in die gleiche Kerbe wie Geiger. „Jeder Deutsche hat die Freiheit, Gesetzen zu gehorchen, denen er niemals zugestimmt hat; er darf die Erhabenheit des Grundgesetzes bewundern, dessen Geltung er nie legitimiert hat; er ist frei, Politikern zu huldigen, die kein Bürger je gewählt hat, und sie üppig zu versorgen – mit seinen Steuergeldern, über deren Verwendung er niemals befragt wurde. Insgesamt sind Staat und Politik in einem Zustand, von dem nur noch Berufsoptimisten oder Heuchler behaupten können, er sei aus dem Willen der Bürger hervorgegangen.“ Staatsrechtler Prof. Hans Herbert von Arnim
Siehe auch Hans Herbert von Arnim, Die Deutschlandakte. Was Politiker und Wirtschaftsbosse unserem Land antun, Goldmann, 2. Auflage, 2009



das mag so sein, es gilt der alte Spruch vor Gerichte und auf hoher See bist du allein in Gottes Hand.
Aber in der "Alten " gab es wenigstens Gericht vor denen du mit Aussicht auf Erfolg und guten Anwälten klagen konntest.
In der DDR gabe es viele Gerichte, die es hier gibt, erst gar nicht und die die es gab waren nicht in Gottes Hand sondern in SED Hand. War zwar in der DDR vom Machtfaktor her gesehen fast das Gleiche, aber ..... ( ich möchte nicht dem Vorwurf der Blasphemie anheim fallen )


.
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#190

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 24.05.2016 16:12
von fury77 | 149 Beiträge

[/quote]

das mag so sein, es gilt der alte Spruch vor Gerichte und auf hoher See bist du allein in Gottes Hand.
Aber in der "Alten " gab es wenigstens Gericht vor denen du mit Aussicht auf Erfolg und guten Anwälten klagen konntest.
In der DDR gabe es viele Gerichte, die es hier gibt, erst gar nicht und die die es gab waren nicht in Gottes Hand sondern in SED Hand. War zwar in der DDR vom Machtfaktor her gesehen fast das Gleiche, aber ..... ( ich möchte nicht dem Vorwurf der Blasphemie anheim fallen )
[/quote]


Der Spruch mit Gottes Hand usw. ist unzutreffend, wenn die "Spielregeln" eingehalten werden. Und: In der DDR gab es ab 1976 keinen (!) Anwaltszwang. In der alten und jetzigen BRD gibt es diesen!

Siehe hierzu http://kramerwf.de/fileadmin/user_upload..._St%C3%BCck.pdf oder http://de.wikimannia.org/Rechtsberatungsgesetz

Und: Namhafte Juristen äußern sich wie folgt zu dem Thema:

Der verstorbene Richter am Oberlandesgericht Köln, RA Dr. Egon Schneider, beklagte: „Eine Crux unseres Rechtswesens ist das völlige Versagen der Dienstaufsicht gegenüber Richtern. Welche Rechtsverletzungen Richter auch immer begehen mögen, ihnen droht kein Tadel.“ Siehe Anwaltspraxis, 2005, Seite 49. „Täglich tausendfaches Verfahrensunrecht!“ Siehe ZAP – Report: Justizspiegel, Kritische Justizberichte, 2. Auflage 1999, Seite 4.
Dr. Egon Schneider in der Zeitschrift für die Anwaltspraxis 1994, Seite 155: „Die deutsche Elendsjustiz nimmt immer schärfere Konturen an. Der Niedergang der Rechtsprechung ist flächendeckend. Was mich persönlich am meisten erschüttert, ist der Mangel an Berufsethik und an fachlicher Scham.“

"Dabei warnen selbst hohe Richter vor der Irrtumsanfälligkeit des Apparates: Es sei die 'Lebenslüge' der Justiz, so der BGH-Richter Ralf Eschelbach, dass es 'kaum falsche Strafurteile' gebe. Nach Eschelbachs Schätzung ist jedes vierte Strafurteil ein Fehlurteil." Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/ju...n-a-896583.html


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#191

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 24.05.2016 16:27
von rasselbock | 454 Beiträge

nicht zu vergessen die umfangreichen Geldgeschenke in Form von mehr als vorteilhaften Umtauschraten der Aluchips. Kohl hat Wort gehalten mit der langjährigen Floskel "Brüdern und Schwestern" denn nur solchen lässt man solche Geschenke zukommen. Ganz Findige haben das dann auch noch potenziert, indem sie andere für sich tauschen ließen, man könnte es auch Betrug nennen.

Seit wann hat ein Kapitalist etwas zu verschenken?! Dies wäre mir neu.
Anbei der Zustand BRD und DDR um 1989.:http://www.memo.uni-bremen.de/docs/m9921.pdf



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#192

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 24.05.2016 16:47
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #179
Zitat von Ari@D187 im Beitrag #165

Er wurde ja von der DDR betrieben:
http://www.berliner-zeitung.de/der-groes...of-zoo-15765892

Ari

Es ging um den Bereich AM Bahnhof Zoo, nicht um den IM Bahnhof Zoo.

Der Bereich AM Bahnhof Zoo, besonders der auf der Rückseite, war ein lausiger Stricherbereich.
Zuständig war Westberlin.

Nu, Wortklauberei. Viele auf West-Berliner Gebiet liegende, jedoch zur DDR
gehörende S-Bahnstationen waren extrem vernachlässigt und zugemüllt. Der
West-Berliner mied die S-Bahn.

Ari


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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#193

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 24.05.2016 18:32
von Freienhagener | 3.877 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #161
Zitat von Gert im Beitrag #160
Zitat von Hanum83 im Beitrag #158
Das Bessere an der alten BRD soll bestimmt diese geheimnisvolle soziale Marktwirtschaft sein, frag mich ständig was die bedeuten soll


hat Ludwig Erhard "erfunden". vereinfacht bedeutet das,, dass keiner auf der Strasse liegt oder hungern muss. Es sind die sozialen Gesetze verschiedenster Art. In der Ehemaligen gab es das auch, da Arbeitspflicht bestand mussten auch die "Unwilligen" eingestellt werden. Sie bezogen dann keinen Lohn sondern Anwesenheitsprämie, obwohl sich der eine oder andere entweder durch Arbeitsbummelei oder Krankschreibung der Anwesentheit entzog. Ging doch risikolos, da sie nicht entlassen werden konnten. Na ja und fürn Fläsch Bier und ne Lulle reichte dieser Lohn auch.
Wa so ne Art getarnte Hartz IV Versorgung, also geheim, wie so vieles im SED Staat




naja, ist eher die abfederung von folgen der marktwirtschaft durch die politik, kann mal besser oder mangelhafter sein, marktwirtschaft an sich ist immer marktwirtschaft, sozial von innen heraus ist die als wirtschaftsform nie.
es gibt gesetze zum kündigungsschutz und dergleichen, aber das der kapitalist sagt, ich bin ab heute mal voll der sozialmann, ich glaub mal eher nicht.
ist genau so ein trugbild wie der demokratische sozialismus, das beisst sich auch selber


Du verwechselst sozial mit sozialistisch.

Vor allem in den "Wirtschaftswunderjahren" war diese Marktwirtschaft sozialer als der reale Sozialismus.

Aber auch danach: Nach dem Arbeitslosengeld gab es bekanntlich endlos Arbeitslosenhilfe, bei einem ordentlichen Gehalt immer noch recht ordentlich.
Ich konnte es damals nicht fassen:
Ein Bekannter nutzte die Freizeit nach Verlust seines Arbeitsplatzes für eine Urlaubsreise nach Übersee...


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
Gert und Rainer-Maria Rohloff haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 24.05.2016 18:33 | nach oben springen

#194

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 24.05.2016 18:43
von Freienhagener | 3.877 Beiträge

Zitat von Josef im Beitrag #178
............Deutschland ist auf dem Weg, wieder imperialistisch zu werden. Ein Deutschland-zentriertes Europa, ..........


Na, die Merkel ist gerade dabei, das hinwegzufegen: Europa wendet sich doch von ihr ab - außer einigen Eurokraten in Brüssel.
D.h. wir stehen allein da.

Was den "Imperialismus" betrifft: Im Zeitalter der Globalisierung ist Europa zu klein dazu und Deutschland erst recht. Imperialismus können nur noch die USA, Rußland und China betreiben.
Darunter fände ich es aber richtig, wenn unsere Regierung genauso konsequent unsere nationalen Interessen vertreten würde, wie alle Anderen es ganz selbstverständlich tun für ihr Land.
Tatsächlich vertritt sie zunehmend fremde Interessen im In- und Ausland. Alle Welt wird beschenkt.


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zuletzt bearbeitet 24.05.2016 18:45 | nach oben springen

#195

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 24.05.2016 19:17
von lhsecurity | 161 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #169
Zitat von Rainer-Maria Rohloff im Beitrag #167
Männer entschuldigt, ich muss erstmal in die Heia. Aber einen habe ich noch für Hanum, weil mal von einem alten Mann gesagt, der wirkte damals recht bewandert was doch den ganzen Kirchenkram betraf. Er meinte so sinngemäß: "Diese BRD ist die Katholische Kirche, das ist alles eins" Na wenn das so stimmt...stimmen sollte.?

Rainer-Maria


Hast du also vom alten Mann voll übernommen die, unser Rostocker würde sagen "Verallgemeinerung".
Selber kannst du es ja nicht wissen.
Wäre nun wieder interessant wie unsere wissenden Altwestbewohner das so sehen, eventuell besonders auch die evangelischen.

Ob ich ein wissender Altwestbewohner bin möchte ich selbst nicht beurteilen. Aber solchen Aussagen können eigentlich nur von Leerpapperern kommen. Meine Eltern ließen mich als evangelischen Christen taufen.


Thinking is the hardest work there is, which is probably the reason why so few engage in it.
Henry Ford


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#196

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 24.05.2016 19:41
von damals wars | 12.189 Beiträge

Die Bundesrepublik war durch die Adenauer CDU und durch die CSU stark katholisch geprägt.
Daher das mittelalterliche Weltbild. § 218 mal so als Stichwort . Das bekanntlich nur gepredigt,aber nicht gelebt wird, siehe Horscht.
Und bei den Flüchtlingen ist ihnen die Familie, die ach so wichtig ist, ganz egal.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#197

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 24.05.2016 19:42
von Heckenhaus | 5.147 Beiträge

Zitat von Ari@D187 im Beitrag #192
Viele auf West-Berliner Gebiet liegende, jedoch zur DDR
gehörende S-Bahnstationen waren extrem vernachlässigt und zugemüllt. Der
West-Berliner mied die S-Bahn.

Ari

Darum ging es nicht. Was stillgelegt war, das verfiel.
Ist noch heute so, oder was ist mit den ganzen Industriebrachen im Westen ?
Verlassen, vergangen, vorbei.
.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#198

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 24.05.2016 19:42
von lhsecurity | 161 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #161


naja, ist eher die abfederung von folgen der marktwirtschaft durch die politik, kann mal besser oder mangelhafter sein, marktwirtschaft an sich ist immer marktwirtschaft, sozial von innen heraus ist die als wirtschaftsform nie.
es gibt gesetze zum kündigungsschutz und dergleichen, aber das der kapitalist sagt, ich bin ab heute mal voll der sozialmann, ich glaub mal eher nicht.
ist genau so ein trugbild wie der demokratische sozialismus, das beisst sich auch selber


@Hanum83
Da könnten wir ja mal darüber reden:
Wenn es jemanden finanziell sehr gut geht (Kapitalist?) so gibt es viele Beispiele dafür wo sich diese Personen freiwillig sehr stark sozial und vor allem mit dem nötigem Geld engagieren. Wenn aber der Staat schon vorher den Überschuss im Rahmen aller möglichen Steuern und Abgaben abschöpft so bleiben für freiwillige Taten keine Mittel mehr übrig. Ich bin auch der Meinung dass der Einzelne seine sozialen Ausgaben gezielter und kontrollierter in Vorhaben einbringen kann als dies ein öffentlicher Verwaltungsapparat mit seinen Mitarbeitern tun kann.


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Henry Ford


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#199

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 24.05.2016 19:47
von Josef | 631 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #194
Zitat von Josef im Beitrag #178
............Deutschland ist auf dem Weg, wieder imperialistisch zu werden. Ein Deutschland-zentriertes Europa, ..........


Na, die Merkel ist gerade dabei, das hinwegzufegen: Europa wendet sich doch von ihr ab - außer einigen Eurokraten in Brüssel.
D.h. wir stehen allein da.

Was den "Imperialismus" betrifft: Im Zeitalter der Globalisierung ist Europa zu klein dazu und Deutschland erst recht. Imperialismus können nur noch die USA, Rußland und China betreiben.
Darunter fände ich es aber richtig, wenn unsere Regierung genauso konsequent unsere nationalen Interessen vertreten würde, wie alle Anderen es ganz selbstverständlich tun für ihr Land.
Tatsächlich vertritt sie zunehmend fremde Interessen im In- und Ausland. Alle Welt wird beschenkt.



Merkel verfolgt wahrscheinlich v.a. amerikanische Interessen, scheint mir.


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#200

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 24.05.2016 19:48
von Heckenhaus | 5.147 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #196
Die Bundesrepublik war durch die Adenauer CDU und durch die CSU stark katholisch geprägt.
Daher das mittelalterliche Weltbild. § 218 mal so als Stichwort . Das bekanntlich nur gepredigt,aber nicht gelebt wird, siehe Horscht.
Und bei den Flüchtlingen ist ihnen die Familie, die ach so wichtig ist, ganz egal.

Das kommt ganz auf die Region an,

http://hpd.de/node/13679


.
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