#61

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 23.05.2016 13:08
von Heckenhaus | 5.129 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #46
Zitat von Heckenhaus im Beitrag #45

Es geht hier um Vorspiegelung einer schönen BRD-Welt vor 1989 !
.


Achso, vor 89 hab ich in der DDR gelebt, kann ich nicht mitreden was sich die Altbundis da gegenseitig so vorgespiegelt haben.
Mein Onkel erschien mir jedenfalls recht zufrieden und irgendwie unverarmt wenn er mal da war, jedenfalls gingen er und seine Familie nicht in Sack und Lumpen.
Aber vielleicht hat uns das alte Schlitzohr auch nur was vorgespiegelt und alles war auf Pump.


Lies doch mal die Themenüberschrift !
Die stellt doch die Frage, ob die ALTE Bundesrepublik ein potemkinsches Dorf war.

Nein, war sie nicht, was auch nirgends generell behauptet wird, weil damals ehrlich mit der Arbeiterschaft umgegangen wurde,
weil damals ehrlich informiert wurde,
weil damals das Leben in dieser ALTEN Bundesrepublik weitgehend kalkulierbar war.
Damals galt das Prinzip : Leben und leben lassen.
Heute heißt es: Friß, Vogel, oder stirb.

Vorgespiegelt haben die Altbundis bestenfalls größeren Wohlstand als real schon vorhanden war.
Nämlich dann, wenn sich Käfer-Fahrer für den DDR-Besuch einen Opel Kapitän ausliehen.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
zuletzt bearbeitet 23.05.2016 13:09 | nach oben springen

#62

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 23.05.2016 13:16
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #60
Zitat von Rostocker im Beitrag #58
Zitat von Hanum83 im Beitrag #55
Zitat von Rostocker im Beitrag #54
Zitat von Hanum83 im Beitrag #52
Ich durfte ja blos mal vom Turm aus in den Westen reingucken, also Farbe hatten sie anscheinend und konnten sie sich wohl auch sogar leisten die armen Leute, die Häuschen im Gegenüber-Dorf waren irgendwie farbenfroher als der obligatorische wetterergraute Ost-Kratzputz.
Das war wohl so eine Art optischer Vorspiegelung falscher Tatsachen?


Ist das nun eine Verallgemeinerung?



Nöö, lass mich raten, deine DDR war bunt?


Warum nur meine--war es nicht auch Deine? Vertrauen hatte man doch in Dich viel gestellt.


Wie jetzt, du meinst man hat mir damals vertrauensvoll auf dem Bau den Farbeimer überreicht und ich hab nicht richtig drauf aufgepasst und dann war er weg?
Hätt durchaus passieren können wenn noch ne Muldenthaler Heizungsbauerbrigade auf der Baustelle gewerkelt hätte


Na, nun schieb das mal nicht auf andere


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#63

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 23.05.2016 13:16
von Heckenhaus | 5.129 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #52
Ich durfte ja blos mal vom Turm aus in den Westen reingucken, also Farbe hatten sie anscheinend und konnten sie sich wohl auch sogar leisten die armen Leute, die Häuschen im Gegenüber-Dorf waren irgendwie farbenfroher als der obligatorische wetterergraute Ost-Kratzputz.
Das war wohl so eine Art optischer Vorspiegelung falscher Tatsachen?

Schaue ich in dein Profil, dann weiß ich, wann du gedient hast. Und da kann ich dich beruhigen, es gab auch in der DDR die
verschiedensten Fassadenfarben. Warum die Leute ihre mit Kuhstall-Kratzputz versehenen Fassaden so beließen, ich weiß es nicht.
Es gibt noch heute, trotz Überfluß, zahlreiche DDR-Fassadenrelikte.
Was das sich leisten können anbelangt, die Sparguthaben zur Wendezeit belegen, daß DDR-Bürger keineswegs arm waren.
Aber wer am lautesten stöhnt, der hat es am wenigsten nötig. Ist eine alte Wahrheit.


.
.
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— Aristoteles -

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#64

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 23.05.2016 13:17
von B Man | 193 Beiträge

Zitat von bürger der ddr im Beitrag #59

All diese Thesen waren 5 Minuten nach dem Untergang der DDR vergessen, seit dieser Zeit zählt nur noch der knochenharrte Kapitalismus.




Es war nicht nur die DDR weg.

Der Eiserne Vorhang war weg.
Und wenn der Deutsche Arbeiter organisiert und zu teuer ist, geht man halt nach Polen oder noch weiter Ostwärts.
Damit war die Macht der Gewerkschaften dahin.


Gruss Andreas
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#65

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 23.05.2016 13:33
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #63
Zitat von Hanum83 im Beitrag #52
Ich durfte ja blos mal vom Turm aus in den Westen reingucken, also Farbe hatten sie anscheinend und konnten sie sich wohl auch sogar leisten die armen Leute, die Häuschen im Gegenüber-Dorf waren irgendwie farbenfroher als der obligatorische wetterergraute Ost-Kratzputz.
Das war wohl so eine Art optischer Vorspiegelung falscher Tatsachen?

Schaue ich in dein Profil, dann weiß ich, wann du gedient hast. Und da kann ich dich beruhigen, es gab auch in der DDR die
verschiedensten Fassadenfarben. Warum die Leute ihre mit Kuhstall-Kratzputz versehenen Fassaden so beließen, ich weiß es nicht.
Es gibt noch heute, trotz Überfluß, zahlreiche DDR-Fassadenrelikte.
Was das sich leisten können anbelangt, die Sparguthaben zur Wendezeit belegen, daß DDR-Bürger keineswegs arm waren.
Aber wer am lautesten stöhnt, der hat es am wenigsten nötig. Ist eine alte Wahrheit.


Es ging doch im Prinzip,um Verallgemeinerung. Da sieht jemand einige Hauser mit Grauputz und schon wird es auf die Allgemeinheit umgemünzt. Selbstverständlich gab es das und sicher auch im Westen.Genauso war es vor etwas längerer Zeit--da behauptete ein User hier--in der DDR waren in den Krankenhäusern die Fenster undicht. Daraufhin fragte ich meine Mutter--die bis zu Rente in ein Krankenhaus gearbeitet hat, wie sie auf das schöne Alter gekommen ist. Ich erklärte ihr das und fügte noch hinzu--ihr müsst doch 2 mal im Jahr die Schwindsucht gehabt haben--so muss es doch gezogen haben. Ja so ist das halt mal--wenn einer in Thüringen einen Pfurz gelassen hat, dann wurde auf Rügen ebend auch gepfurzt.


Heckenhaus hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#66

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 23.05.2016 13:37
von Hanum83 | 4.722 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #65
Zitat von Heckenhaus im Beitrag #63
Zitat von Hanum83 im Beitrag #52
Ich durfte ja blos mal vom Turm aus in den Westen reingucken, also Farbe hatten sie anscheinend und konnten sie sich wohl auch sogar leisten die armen Leute, die Häuschen im Gegenüber-Dorf waren irgendwie farbenfroher als der obligatorische wetterergraute Ost-Kratzputz.
Das war wohl so eine Art optischer Vorspiegelung falscher Tatsachen?

Schaue ich in dein Profil, dann weiß ich, wann du gedient hast. Und da kann ich dich beruhigen, es gab auch in der DDR die
verschiedensten Fassadenfarben. Warum die Leute ihre mit Kuhstall-Kratzputz versehenen Fassaden so beließen, ich weiß es nicht.
Es gibt noch heute, trotz Überfluß, zahlreiche DDR-Fassadenrelikte.
Was das sich leisten können anbelangt, die Sparguthaben zur Wendezeit belegen, daß DDR-Bürger keineswegs arm waren.
Aber wer am lautesten stöhnt, der hat es am wenigsten nötig. Ist eine alte Wahrheit.


Es ging doch im Prinzip,um Verallgemeinerung. Da sieht jemand einige Hauser mit Grauputz und schon wird es auf die Allgemeinheit umgemünzt. Selbstverständlich gab es das und sicher auch im Westen.Genauso war es vor etwas längerer Zeit--da behauptete ein User hier--in der DDR waren in den Krankenhäusern die Fenster undicht. Daraufhin fragte ich meine Mutter--die bis zu Rente in ein Krankenhaus gearbeitet hat, wie sie auf das schöne Alter gekommen ist. Ich erklärte ihr das und fügte noch hinzu--ihr müsst doch 2 mal im Jahr die Schwindsucht gehabt haben--so muss es doch gezogen haben. Ja so ist das halt mal--wenn einer in Thüringen einen Pfurz gelassen hat, dann wurde auf Rügen ebend auch gepfurzt.


Freilich, wir hatten damals alle die Filzbrille auf und konnten das strahlende Bunt um uns herum nicht sehen.
Ist zwecklos.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#67

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 23.05.2016 13:41
von Fritze | 3.474 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #52
Ich durfte ja blos mal vom Turm aus in den Westen reingucken, also Farbe hatten sie anscheinend und konnten sie sich wohl auch sogar leisten die armen Leute, die Häuschen im Gegenüber-Dorf waren irgendwie farbenfroher als der obligatorische wetterergraute Ost-Kratzputz.
Das war wohl so eine Art optischer Vorspiegelung falscher Tatsachen?


Hey Wölfchen da musste mal heute in den Westharz fahren ! Dort kann man ohne Zweifel den Verlust der Grenzregion spüren !


"Das kann doch überhaupt nur jemand nicht wissen ,der entweder vollkommen ahnungslos ist ,oder ,oder jemand der also bösartig ist !"

"If you get up and walk away, leave the past behind, go ahead and take a ride ,no telling what you find ! "
damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#68

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 23.05.2016 13:43
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #66
Zitat von Rostocker im Beitrag #65
Zitat von Heckenhaus im Beitrag #63
Zitat von Hanum83 im Beitrag #52
Ich durfte ja blos mal vom Turm aus in den Westen reingucken, also Farbe hatten sie anscheinend und konnten sie sich wohl auch sogar leisten die armen Leute, die Häuschen im Gegenüber-Dorf waren irgendwie farbenfroher als der obligatorische wetterergraute Ost-Kratzputz.
Das war wohl so eine Art optischer Vorspiegelung falscher Tatsachen?

Schaue ich in dein Profil, dann weiß ich, wann du gedient hast. Und da kann ich dich beruhigen, es gab auch in der DDR die
verschiedensten Fassadenfarben. Warum die Leute ihre mit Kuhstall-Kratzputz versehenen Fassaden so beließen, ich weiß es nicht.
Es gibt noch heute, trotz Überfluß, zahlreiche DDR-Fassadenrelikte.
Was das sich leisten können anbelangt, die Sparguthaben zur Wendezeit belegen, daß DDR-Bürger keineswegs arm waren.
Aber wer am lautesten stöhnt, der hat es am wenigsten nötig. Ist eine alte Wahrheit.


Es ging doch im Prinzip,um Verallgemeinerung. Da sieht jemand einige Hauser mit Grauputz und schon wird es auf die Allgemeinheit umgemünzt. Selbstverständlich gab es das und sicher auch im Westen.Genauso war es vor etwas längerer Zeit--da behauptete ein User hier--in der DDR waren in den Krankenhäusern die Fenster undicht. Daraufhin fragte ich meine Mutter--die bis zu Rente in ein Krankenhaus gearbeitet hat, wie sie auf das schöne Alter gekommen ist. Ich erklärte ihr das und fügte noch hinzu--ihr müsst doch 2 mal im Jahr die Schwindsucht gehabt haben--so muss es doch gezogen haben. Ja so ist das halt mal--wenn einer in Thüringen einen Pfurz gelassen hat, dann wurde auf Rügen ebend auch gepfurzt.


Freilich, wir hatten damals alle die Filzbrille auf und konnten das strahlende Bunt um uns herum nicht sehen.
Ist zwecklos.



Nein das ist anderes--einige haben die Filzbrille heute noch auf--weil sie nicht wahrhaben können--das es auch bunte Fassaden gab. Und das passt nicht ins Denkschehma.


Fritze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#69

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 23.05.2016 13:46
von Hanum83 | 4.722 Beiträge

Nochmal, ob ich was wahrhaben will oder nicht ist pupsegal, die vorherrschende Farbe war, bis auf einige wenige Ausnahmen, aus irgendwelchen Gründen auch immer, Natur-Grau, vor allem auf den Land und den Altstädten, je länger man darüber diskutiert wird es nachträglich auch nicht bunter.
Und ich weiß wovon ich rede, haben genug private Fassaden gemacht, oft den lustigen Spritzputz drauf (war wenigstens Hellgrau) und weg das Gerüst, die Leute waren froh das sie das Material für den Putz ergattert hatten, denkst du die rannten sich noch nach Farbe die Hacken ab?


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
zuletzt bearbeitet 23.05.2016 13:54 | nach oben springen

#70

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 23.05.2016 13:49
von Fritze | 3.474 Beiträge

Ach Wölfchen , Du hast wohl nur Schwarz-Weiss Bilder im alten Fotoalbum !

Ging es Dir so wie dem besungenen Micha ?


"Das kann doch überhaupt nur jemand nicht wissen ,der entweder vollkommen ahnungslos ist ,oder ,oder jemand der also bösartig ist !"

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#71

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 23.05.2016 13:51
von Heckenhaus | 5.129 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #66


Freilich, wir hatten damals alle die Filzbrille auf und konnten das strahlende Bunt um uns herum nicht sehen.
Ist zwecklos.


Niemand hat graue Fassaden angezweifelt, wenn doch, dann sag einfach, wo !

Nur lag es während deiner Grenzerzeit ganz sicher nicht am Farbenmangel, sondern am Desinteresse.
Auch war das regional sehr unterschiedlich. Ich zog 1984 ins Oderbruch und machte mich dort selbständig.
Privatleute wie auch die Gemeinde sorgten dafür, daß ich jährlich mindestens 8 bis 10 Fassaden streichen konnte.

Mich hat selbst in den letzten Jahren gewundert, daß man die ehem. Grenze Bayern - Sachsen/Thüringen selbst heute noch,
bald 26 Jahre nach vollzogener Einheit, an den Fassaden erkennt.
Woran liegt es denn heute ?

Übrigens, obwohl ich jetzt weit weg wohne, meine letzte Reise in die neuen BL (mit Pkw) liegt erst 7 Monate zurück.
Also sind die Eindrücke noch relativ frisch.


.
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— Aristoteles -

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#72

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 23.05.2016 13:52
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #69
Nochmal, ob ich was wahrhaben will oder nicht ist pupsegal, die vorherrschende Farbe war, bis auf einige wenige Ausnahmen, aus irgendwelchen Gründen auch immer, Natur-Grau, vor allem auf den Land und den Altstädten, je länger man darüber diskutiert wird es nachträglich auch nicht bunter.


Das spreche ich Dir auch nicht ab--aber wie schon gesagt--man sollte nicht sagen,das es überall so war.


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#73

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 23.05.2016 14:16
von damals wars | 12.143 Beiträge

Dafür sind heute die Äcker in Ost und West gleichgelb. Und es stinkt auch gleich.
Und ja, das Schwarz der Mansfelder Schlackesteine kann man im mansfeldischen Häuserbau noch immer bewundern.
Und die wären auch saublöd...


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#74

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 23.05.2016 15:02
von berlin3321 | 2.516 Beiträge

Moin....

Ich kenne die Fassaden in der (ehemaligen) DDR auch nur grau. Innenstädte z.T. extrem verfallen.

Ein "lebendes" Beispiel zum Grau der Fassaden: Meine Verwandtschaft bekam im Sperrgebiet Schwanheide eine Baugenehmigung, Mutter arbeitete in der Bank des Bahnhof Schwanheide, Vater, Sohn und Schwiegertochter im Förderschneckenwerk Schwanheide.

Steine für das Haus waren gebrauchte, rote Klinker. Außen geputzt. Nach der Wende wurden Riemchen angebracht so das es aussah wie Klinker.

Erinnern kann ich mich nur an die gestrichene Fassade der Paßkontrolle Bahnhof Schwanheide und ich glaube das LPG Gebäude war geweißt. Sicher bin ich mir bei der LPG nicht mehr.

MfG Berlin


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#75

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 23.05.2016 15:19
von Hanum83 | 4.722 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #72
Zitat von Hanum83 im Beitrag #69
Nochmal, ob ich was wahrhaben will oder nicht ist pupsegal, die vorherrschende Farbe war, bis auf einige wenige Ausnahmen, aus irgendwelchen Gründen auch immer, Natur-Grau, vor allem auf den Land und den Altstädten, je länger man darüber diskutiert wird es nachträglich auch nicht bunter.


Das spreche ich Dir auch nicht ab--aber wie schon gesagt--man sollte nicht sagen,das es überall so war.




Ok, ein Beispiel für "nicht überall" hab ich sogar selber, der Genosse HO-Chef dessen Häuschen wir in einer ansonsten grauen Siedlung verputzt hatten, der hatte sich auch einen Maler versorgt der paar Eimer Farbe mitbrachte die er dann mit so einem Abtönpulver schön Ocker machte, sah schon gut aus das Häuschen und strahlte schön raus, sah man halt wirklich nicht überall


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
zuletzt bearbeitet 23.05.2016 15:21 | nach oben springen

#76

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 23.05.2016 15:25
von DoreHolm | 7.692 Beiträge

Also, warum die Häuser in den Dörfern, die ich nach dem Mauerfall im Westen sah, m.E. nach sich deutlich im Farbton (viel schönes Weiß) von denen im Osten abhoben, weiß ich auch nicht mit Sicherheit, aber es war das Erste, was mir als Unterschied aufgefallen war. Neben der stärkeren Rücksichtnahme der Autofahrer beim Einbiegen aus einer Nebenstraße, z.B. AB-Einfahrt.
Zum Teil wird es Gleichgültigkeit gewesen sein, zum Teil aber auch und das ist m.E. der größere Teil, daß Farben, ob organische oder Pigmente, in der DDR generell nicht so verfügbar waren. Nicht nur der geringen kapazität bei einheimischen Produzenten wegen, mehr noch durch ungenügende Verfügbarkeit aus Kostengründen. Das strahlende, nicht oder nur langsam vergilbende und witterungsbeständige Weiß wurde nämlich aus Titandioxid hergestellt (Titanweiß,TiO2). Weltmarktführer war damals, wimre, Australien. Andere Grundstoffe für weiße Farben waren Zinkoxid (Zinkweiß), welches sicher bis zur Schließung der erzgebirgischen Erzbergwerke (Freiberg) 1969 aus dem u.a. geförderten Zinkerz (Sphalerit, Zinkblende, ZnS) aus einheimischen Rohstoffen hergestellt werden konnte. Wird auch heute noch sehr viel als Grundstoff für Salben und Pasten (Zahnpasta) eingesetzt. Und dann natürlich noch die stinknormale Schlämmkreise zu nennen. Auch Schwerspat und Gips wurden (und werden) als weiße Farbpigmente eingesetzt.



Hanum83 und Josef haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#77

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 23.05.2016 15:38
von Josef | 631 Beiträge

Habe auch gelesen, dass es in der DDR in den 80ern Farbpigment-Mangel gab. Daher alles weniger bunt als im Westen, Kleidung, Autos, Häuser. Aber das ist ja nur die Oberfläche. Und das Materielle ist das Materielle. Es gibt auch noch andere Werte. Zusammenhalt, soziale Verantwortung, auskömmliches Leben für jeden. Nahrung, ein Dach über dem Kopf, gesicherte Arbeit, kostenloses Gesundheitswesen usw.


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#78

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 23.05.2016 15:39
von DoreHolm | 7.692 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #75
Zitat von Rostocker im Beitrag #72
Zitat von Hanum83 im Beitrag #69
Nochmal, ob ich was wahrhaben will oder nicht ist pupsegal, die vorherrschende Farbe war, bis auf einige wenige Ausnahmen, aus irgendwelchen Gründen auch immer, Natur-Grau, vor allem auf den Land und den Altstädten, je länger man darüber diskutiert wird es nachträglich auch nicht bunter.


Das spreche ich Dir auch nicht ab--aber wie schon gesagt--man sollte nicht sagen,das es überall so war.




Ok, ein Beispiel für "nicht überall" hab ich sogar selber, der Genosse HO-Chef dessen Häuschen wir in einer ansonsten grauen Siedlung verputzt hatten, der hatte sich auch einen Maler versorgt der paar Eimer Farbe mitbrachte die er dann mit so einem Abtönpulver schön Ocker machte, sah schon gut aus das Häuschen und strahlte schön raus, sah man halt wirklich nicht überall


Grün: Du erinnerst mich an was. Es wäre rohstoffmäßig auch kein Problem, seinem Häuschen einen skandinavischen Farbton zu verpassen. Eisenoxidrot hatten wir als Rohstoff zum Farbtongeben für bestimmte Klebstoffe. Ist nichts weiter als Rost, allerdings nicht von einem verrosteten Eisenteil abgeklopft und dann feingemörsert. Nach der Wende habe ich die restlichen knapp 100,- kg genommen, weil unser Prod.Dir. sonst 1.600,- DM für die Entsorgung bezahlen müßte. Ich habe es als Poliermittel (Polierrot ist ein anderen Name dafür) und zum Einfärben von Mörtel und Beton verwendet. ist sehr farbintensiv und man braucht nicht viel davon (wenige %). Dieser Farbpigmehnt wurde vor einigen hundert Jahren von der Erzgrube in Falun/Schweden auf den Markt gebracht, weil es beim Abbau der primären Erze in großen Mengen anfiel. Die roten Häuschen in Skandinavien sind demzufolge keine Schnapsidee der Einheimischen, sondern ganz einfach aus der genügenden Verfügbarkeit einer billigen Farbe geschuldet. Das wäre in den EH-Siedlungen u.a. Wohngegenden der DDR tatsächlich ein Blickfang gewesen, insofern das bauamt nichts gegen diesen Farbton hat. Deren Schönheitsempfingen ist manchmal sehr, sehr subjektiv geprägt.
Wer´s haben will (Selbstabholung), ich habe noch ca. 40 - 50 kg davon stehen, die ich ansonsten mal auf die Deponie zum Sondermüll gebe. Sondermüll in dem Sinne ist es ja nicht, es ist kein Schadstoff und stellt, vergraben, quasi eine kleine Eisenerzlagerstätte dar. Kostet nix.



Josef hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#79

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 23.05.2016 15:41
von Hanum83 | 4.722 Beiträge

Die Großplatten hatten manchmal so ein beigemischtes Rostrot im Waschbeton, war vielleicht so etwas.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
zuletzt bearbeitet 23.05.2016 15:44 | nach oben springen

#80

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 23.05.2016 15:47
von sentry | 1.083 Beiträge

Wahrscheinlich verrosteter Bewehrungsstahl, der mangels anständiger Betondeckung durchgeschlagen ist


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