#321

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 26.05.2016 12:41
von Heckenhaus | 5.120 Beiträge

Zitat von bürger der ddr im Beitrag #320
Und wieder sind wir beim Vergleich Ost - West, eigentlich war doch der vergleich "alte" BRD und "neue" BRD gemeint....

Ich finde diesen Vergleich viel spannender, ich kenne die "alte" BRD nur aus Nachrichten sowohl Ost oder West. Nur wie wir gelernt haben, Nachrichten werden manipuliert.....


Dafür sind wir Unwissenden nicht legitimiert.


.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
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zuletzt bearbeitet 26.05.2016 12:42 | nach oben springen

#322

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 26.05.2016 12:45
von bürger der ddr | 3.586 Beiträge

Für mich kommt hier das Thema ins Spiel:
"Alte BRD wer wünscht sie sich zurück?"
Nur leider stehe ich wieder vor einem Problem, ich kenne die "Alte BRD" nicht. Doch wenn sie so wäre wie es mir meine aus Medien genährte Erinnerung vorspielt, ich würde sie mir gerne zurück wünschen....

Eigentlich sind wir nach dem Umsturz in der Erwartung in diese "soziale", "alte" BRD zu kommen in den Freudentaumel gefallen. Eine halbwegs vernünftige Beschäftigungssituation, wer etwas kann bekommt einen guten Job, was nützt ein Leben ohne Ausbeutung wenn es einem mit Ausbeutung besser geht und, und.
Nur war mein angelerntes Wissen nicht mehr lange aktuell, diese "alte" BRD änderte sich rasant und ich kann die ketzerische Frage "Potemkinsches Dorf?" verstehen.
Auch was user wie @Gert dazu schreiben ist verständlich und wird gerade durch das Thema aktuell, er z.B. hat in der "alten" BRD Fuß gefasst. Mich würde interessieren wie z.B. sein Schicksal verlaufen wäre, wenn er 1991 im Alter von etwas über 40 in die BRD integriert würde.

Ich beziehe mich auf @Gert , nicht weil ich seine Ansichten teile, wir haben uns immer früher sehr "gefetzt", nur habe ich versucht zu verstehen "warum ist er so geworden?"
Jeder von uns hat SEIN ERLEBEN und jeder von uns ist anders geprägt wurden, darum steht die Frage des Themas mehr für die "Alten BRD Bürger" und es ist doch wichtig wie empfindet Ihr den Wandel der BRD?



Josef und der alte Grenzgänger haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#323

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 26.05.2016 13:04
von B Man | 193 Beiträge

Der Vergleich alte und neue BRD macht doch genau genommen genauso wenig Sinn wie die BRD und die DDR zu vergleichen.
Ist vorbei und von unheimlich vielen anderen äusseren Einflüssen bestimmt.

Zitat von bürger der ddr im Beitrag #322

"Alte BRD wer wünscht sie sich zurück?"



Ich nicht.

den Terror der RAF
die Welt am Abgrund eines Atomkrieges. Das nächste Atomwaffenlager war nur 40 km Luftlinie von hier, weiss ich erst seit 2 Jahren.
die Gewaltexplosion bei den grossen Anti Atomkraft und Flughafen Ausbau Demos



ist natürlich Wasser auf die Mühlen der DDR Anhänger


Gruss Andreas
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#324

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 26.05.2016 13:26
von Rainer-Maria Rohloff | 1.349 Beiträge

Du musst besser mal davon wegkommen B Man mit dem Wasser auf die Mühlen "der DDR Anhänger". Denn Bürger Ostdeutsch hat einfach nur in dem Land DDR gelebt, und zwar genau so Alltagsmäßig 24 Stunden jeden Tag wie Bürger Westdeutsch in seinem Ländle. Irgend wo hier steht mein längerer Text, ich glaube gestern war das? Lies den nochmal retour und da unser Gerd leider abwesend zu sein scheint füge ich da noch was an, zur ganz einfachen Vereinfachung der Betrachtung Ost/West damals vor 1989.

Damals haben mich im Osten, in dieser DDR weder politische Gefangene noch sonst was für gesellschaftlich verzappte Scheiße(entschuldigt) interessiert, und zwar genau das, was heute immer so krass hervorgehoben wird. Und genauso wenig werden im Westen den Gerd die katholischen Kinderheime der Old Brd mit ihrer wieder gesellschaftlichen krassen ....interessiert haben.Das ging uns gelinde gesagt am jungen A....vorbei.

Und Heckenhaus wars wohl Derjenige, der goldrichtig schrieb...du musst einfach nicht alles glauben, was da in irgendwelchen jetzt gesamtdeutschen Museum steht. Selbst die Grenzermuseum und ich war als ehemaliger Pionier schon drin bedürfen vieler Orts...na lassen wir das, ist anderes Thema.

Rainer-Maria



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#325

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 26.05.2016 13:33
von Josef | 631 Beiträge

Die alte BRD zeichnete sich aus durch ihre sozialere Komponente als die heutige, meine ich. Im Alltag spielte eine RAF, zumindest in den 80ern, keine Rolle. Die ganzen Demos waren, denke ich, nicht so breit, dass man davon berührt worden wäre, wenn man nicht wollte (als Demonstrant) oder musste (als Polizist). Meine Erinnerung ist die eines Kindes. Mag sein, dass man sich das schönmalt, rückblickend.
Was mir stark in Erinnerung blieb als bedrohlich, das war Tschernobyl 1986. Da wurde man nicht rechtzeitig informiert. Ich wurde, war gutes Wetter, im Sandkasten verstrahlt, mit dem, was da kam. Ich saß im Sandkasten, die bei Kaffee und Kuchen auf der Terrasse. Von den damals Erwachsenen sind heute 3 tot (Krebs, vielleicht auch aus andern Gründen). Danach musste man tagelang bei geschlossenen Fenstern ausharren, man spürte die Angst der Erwachsenen. Pilze durften nicht mehr gesammelt werden, es gab kein Wildfleisch mehr zu essen. Man hatte gefühlt sehr viel Geld zur Verfügung, alles ging bergauf, Spanienurlaub jedes Jahr war möglich. Man flog allerdings noch nicht, sondern fuhr mit dem PKW die tausende Kilometer dahin, was ohne Klima sehr anstrengend war. Vor Ort aß man erstmals Fisch und Oliven. Negativ in Erinnerung ist mir, dass überall geraucht wurde. Ich glaube, das hat mich selber zum Raucher gemacht, wenn ich auch erst mit 15 angefangen habe. Auch die öffentichen Einrichtungen waren auf Hochglanz. Als ich Ende der 80er eingeschult wurde, kam ich direkt in ein neues Schulgebäude, mit sauberen Tischen und Stühlen.
Der Eindruck wirtschaftlicher Wohlhabenheit setzte sich bis Mitte der 90er Jahre fort, dann wurde klar, dass die Wiedervereinigung nicht zum Nulltarif war. Dieser Eindruck verstärkte sich in den 2000ern, als überall gekürzt wurde, und es merklich an Geld fehlte, was in der Finanzkrise dann noch verstärkt wurde. Der soziale Zusammenhalt wurde schwächer, überall Egoismus und Geiz gepredigt, niemand gönnt einem anderen mehr was. Das Vereinsleben wurde schlechter. War man vorher auf Freundlichkeit aus, so begannen jetzt die Streits. Die Vereinzelung hat zugenommen, vielleicht auch mit dem Internet und den Medien, die einem zeigten, was man alles haben kann/soll/muss.


Büdinger, Hackel39 und Rainer-Maria Rohloff haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 26.05.2016 13:40 | nach oben springen

#326

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 26.05.2016 13:33
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von bürger der ddr im Beitrag #322
Für mich kommt hier das Thema ins Spiel:
"Alte BRD wer wünscht sie sich zurück?"
Nur leider stehe ich wieder vor einem Problem, ich kenne die "Alte BRD" nicht. Doch wenn sie so wäre wie es mir meine aus Medien genährte Erinnerung vorspielt, ich würde sie mir gerne zurück wünschen....

Eigentlich sind wir nach dem Umsturz in der Erwartung in diese "soziale", "alte" BRD zu kommen in den Freudentaumel gefallen. Eine halbwegs vernünftige Beschäftigungssituation, wer etwas kann bekommt einen guten Job, was nützt ein Leben ohne Ausbeutung wenn es einem mit Ausbeutung besser geht und, und.
Nur war mein angelerntes Wissen nicht mehr lange aktuell, diese "alte" BRD änderte sich rasant und ich kann die ketzerische Frage "Potemkinsches Dorf?" verstehen.
Auch was user wie @Gert dazu schreiben ist verständlich und wird gerade durch das Thema aktuell, er z.B. hat in der "alten" BRD Fuß gefasst. Mich würde interessieren wie z.B. sein Schicksal verlaufen wäre, wenn er 1991 im Alter von etwas über 40 in die BRD integriert würde.

Ich beziehe mich auf @Gert , nicht weil ich seine Ansichten teile, wir haben uns immer früher sehr "gefetzt", nur habe ich versucht zu verstehen "warum ist er so geworden?"
Jeder von uns hat SEIN ERLEBEN und jeder von uns ist anders geprägt wurden, darum steht die Frage des Themas mehr für die "Alten BRD Bürger" und es ist doch wichtig wie empfindet Ihr den Wandel der BRD?



@bürger der ddr , Thomas ich kann diese Einteilung nicht nachvollziehen alte und neue Bundesrepublik. Natürlich ist dieses Land nicht mehr das was ich im März 65 angetroffen habe, heute sage ich glücklicherweise und es wäre auch traurig, wenn es sich nicht fort entwickelt hätte. Jedenfalls sehe ich keine Trennlinie in 89, dort hat sich nur geändert: unser Staat vergrößerte sich um den Anteil Ex-DDR. Ich sehe den Veränderungsrythmus in Dekaden, also alle 10 Jahre. Die 60 er waren anders als die 70 er, 80er und so fort Jahre.
Mein Lebensweg war in der Gänze von erfolgreichem Agieren geprägt, vielleicht hatte ich und später meine Familie immer das Glück auf unserer Seite. Aber es gibt auch von unserem großen Dichter Goethe den schönen Spruch : Das Glück hat auf die Dauer nur der Tüchtige. Ich sage das nicht um hier anzugeben, aus dem Alter bin ich raus. Ich sage es, weil es meine Erfahrung ist, will sagen, man muss dem Glück nachhelfen.
Ein Beispiel : Mitte der 90 er Jahre zerlegte sich mein langjähriger AG, ein Konzern, Grund Profitmaximierung in einer Produktrichtung, alle anderen interessierten nicht mehr. Mein Arbeitsplatz stand auch zur Disposition, Sozialplan wirkte dahingehend dass man uns zwar mit Geldbündeln totschmiss aber andererseits wir uns einen neuen AG suchen sollten. Ich knapp 50 geriet leicht in Panik. Nachdem ich mich umgeschaut hatte und Kontakte spielen ließ hätte ich bei 3 neuen AG anfangen können. Man muss aber um solche Sache sich bemühen
Also insgesamt habe ich eine positiven Lebenslauf, vermischt mit kleineren Krisen, die aber immer bewältigt werden konnten.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
Hackel39, eisenringtheo, lhsecurity und bürger der ddr haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#327

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 26.05.2016 13:38
von B Man | 193 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria Rohloff im Beitrag #324
.

Damals haben mich im Osten, in dieser DDR weder politische Gefangene noch sonst was für gesellschaftlich verzappte Scheiße(entschuldigt) interessiert,




Du bist echt ein Knaller.

Deshalb ist es doch trotzdem passiert.

Und mit 20 hatte ich auch andere Flaussen im Kopf, da ist ja bei den jungen Leuten heute nicht anders.


Gruss Andreas
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#328

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 26.05.2016 13:42
von Hanum83 | 4.686 Beiträge

Wenn man nicht ganz der spießbürgerliche Provinzstießel ist interessiert man sich schon für das gesellschaftliche Umfeld in dem man existiert.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
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zuletzt bearbeitet 26.05.2016 13:43 | nach oben springen

#329

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 26.05.2016 13:44
von Josef | 631 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #326
Zitat von bürger der ddr im Beitrag #322
Für mich kommt hier das Thema ins Spiel:
"Alte BRD wer wünscht sie sich zurück?"
Nur leider stehe ich wieder vor einem Problem, ich kenne die "Alte BRD" nicht. Doch wenn sie so wäre wie es mir meine aus Medien genährte Erinnerung vorspielt, ich würde sie mir gerne zurück wünschen....

Eigentlich sind wir nach dem Umsturz in der Erwartung in diese "soziale", "alte" BRD zu kommen in den Freudentaumel gefallen. Eine halbwegs vernünftige Beschäftigungssituation, wer etwas kann bekommt einen guten Job, was nützt ein Leben ohne Ausbeutung wenn es einem mit Ausbeutung besser geht und, und.
Nur war mein angelerntes Wissen nicht mehr lange aktuell, diese "alte" BRD änderte sich rasant und ich kann die ketzerische Frage "Potemkinsches Dorf?" verstehen.
Auch was user wie @Gert dazu schreiben ist verständlich und wird gerade durch das Thema aktuell, er z.B. hat in der "alten" BRD Fuß gefasst. Mich würde interessieren wie z.B. sein Schicksal verlaufen wäre, wenn er 1991 im Alter von etwas über 40 in die BRD integriert würde.

Ich beziehe mich auf @Gert , nicht weil ich seine Ansichten teile, wir haben uns immer früher sehr "gefetzt", nur habe ich versucht zu verstehen "warum ist er so geworden?"
Jeder von uns hat SEIN ERLEBEN und jeder von uns ist anders geprägt wurden, darum steht die Frage des Themas mehr für die "Alten BRD Bürger" und es ist doch wichtig wie empfindet Ihr den Wandel der BRD?



@bürger der ddr , Thomas ich kann diese Einteilung nicht nachvollziehen alte und neue Bundesrepublik. Natürlich ist dieses Land nicht mehr das was ich im März 65 angetroffen habe, heute sage ich glücklicherweise und es wäre auch traurig, wenn es sich nicht fort entwickelt hätte. Jedenfalls sehe ich keine Trennlinie in 89, dort hat sich nur geändert: unser Staat vergrößerte sich um den Anteil Ex-DDR. Ich sehe den Veränderungsrythmus in Dekaden, also alle 10 Jahre. Die 60 er waren anders als die 70 er, 80er und so fort Jahre.
Mein Lebensweg war in der Gänze von erfolgreichem Agieren geprägt, vielleicht hatte ich und später meine Familie immer das Glück auf unserer Seite. Aber es gibt auch von unserem großen Dichter Goethe den schönen Spruch : Das Glück hat auf die Dauer nur der Tüchtige. Ich sage das nicht um hier anzugeben, aus dem Alter bin ich raus. Ich sage es, weil es meine Erfahrung ist, will sagen, man muss dem Glück nachhelfen.
Ein Beispiel : Mitte der 90 er Jahre zerlegte sich mein langjähriger AG, ein Konzern, Grund Profitmaximierung in einer Produktrichtung, alle anderen interessierten nicht mehr. Mein Arbeitsplatz stand auch zur Disposition, Sozialplan wirkte dahingehend dass man uns zwar mit Geldbündeln totschmiss aber andererseits wir uns einen neuen AG suchen sollten. Ich knapp 50 geriet leicht in Panik. Nachdem ich mich umgeschaut hatte und Kontakte spielen ließ hätte ich bei 3 neuen AG anfangen können. Man muss aber um solche Sache sich bemühen
Also insgesamt habe ich eine positiven Lebenslauf, vermischt mit kleineren Krisen, die aber immer bewältigt werden konnten.



Bescheidenheit ist nicht Dein Ding. Im übrigen kannst Du eine Entlassung Mitte der 90er nicht vergleichen mit einer Mitte der 2000er und auch nicht mit einer Mitte der 2010er Jahre. Seither hat sich sehr sehr viel geändert. Diesen Zeitraum überblicke ich.


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#330

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 26.05.2016 13:59
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Josef im Beitrag #329


@bürger der ddr , Thomas ich kann diese Einteilung nicht nachvollziehen alte und neue Bundesrepublik. Natürlich ist dieses Land nicht mehr das was ich im März 65 angetroffen habe, heute sage ich glücklicherweise und es wäre auch traurig, wenn es sich nicht fort entwickelt hätte. Jedenfalls sehe ich keine Trennlinie in 89, dort hat sich nur geändert: unser Staat vergrößerte sich um den Anteil Ex-DDR. Ich sehe den Veränderungsrythmus in Dekaden, also alle 10 Jahre. Die 60 er waren anders als die 70 er, 80er und so fort Jahre.
Mein Lebensweg war in der Gänze von erfolgreichem Agieren geprägt, vielleicht hatte ich und später meine Familie immer das Glück auf unserer Seite. Aber es gibt auch von unserem großen Dichter Goethe den schönen Spruch : Das Glück hat auf die Dauer nur der Tüchtige. Ich sage das nicht um hier anzugeben, aus dem Alter bin ich raus. Ich sage es, weil es meine Erfahrung ist, will sagen, man muss dem Glück nachhelfen.
Ein Beispiel : Mitte der 90 er Jahre zerlegte sich mein langjähriger AG, ein Konzern, Grund Profitmaximierung in einer Produktrichtung, alle anderen interessierten nicht mehr. Mein Arbeitsplatz stand auch zur Disposition, Sozialplan wirkte dahingehend dass man uns zwar mit Geldbündeln totschmiss aber andererseits wir uns einen neuen AG suchen sollten. Ich knapp 50 geriet leicht in Panik. Nachdem ich mich umgeschaut hatte und Kontakte spielen ließ hätte ich bei 3 neuen AG anfangen können. Man muss aber um solche Sache sich bemühen
Also insgesamt habe ich eine positiven Lebenslauf, vermischt mit kleineren Krisen, die aber immer bewältigt werden konnten.



Bescheidenheit ist nicht Dein Ding. Im übrigen kannst Du eine Entlassung Mitte der 90er nicht vergleichen mit einer Mitte der 2000er und auch nicht mit einer Mitte der 2010er Jahre. Seither hat sich sehr sehr viel geändert. Diesen Zeitraum überblicke ich. [/quote]

da du Mitte der 90ern noch im Sandkasten verortet wirst fehlt dir aber der Massstab aus dieser Zeit für deinen Vergleich zu heute. Also nicht den Mund so voll nehmen oder siehe auch deine Eingangsbemerkung über mich.


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John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#331

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 26.05.2016 14:05
von Hanum83 | 4.686 Beiträge

Da ich schon immer irgendwie energetisch angetrieben war und ein Fleissbolzen bin, ging es mir rein finanziell gesehen auch in der DDR nicht schlecht, aber Dinge wie die brutale Umweltverpestung und das mein Kind dadurch den Pseudokrup hat und ich oft Angst hatte das er mir wegerstickt, gingen mir voll auf den Kranz.
Da konnte ich abends nicht entspannt den Schrauber aufdrehen und mich des abgesicherten sozialistischen Lebens erfreuen.
Meine Frage dazu an Altwestbewohner, ab wann war der Umgang mit der Umwelt in westlichen Gefilden ein Thema?


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
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#332

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 26.05.2016 14:11
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #331
Da ich schon immer irgendwie energetisch angetrieben war und ein Fleissbolzen bin, ging es mir rein finanziell gesehen auch in der DDR nicht schlecht, aber Dinge wie die brutale Umweltverpestung und das mein Kind dadurch den Pseudokrup hat und ich oft Angst hatte das er mir wegerstickt, gingen mir voll auf den Kranz.
Da konnte ich abends nicht entspannt den Schrauber aufdrehen und mich des abgesicherten sozialistischen Lebens erfreuen.
Meine Frage dazu an Altwestbewohner, ab wann war der Umgang mit der Umwelt in westlichen Gefilden ein Thema?


seit es die Grünen gibt. Ich bin zwar auch kein Freund von ihrem Emanzen- und Müslisozialismus, aber umwelttechnisch haben sie eine Menge bewirkt . Das muss man ganz klar sagen. Das ging los 2.Hälfte der 70 er mit der grünen Bewegung und gipfelte in der Gründung der Partei 12/13.1.80 in Karlsruhe ( Quelle Wiki)


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John F.Kennedy 1963 in Berlin
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#333

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 26.05.2016 14:13
von Lutze | 8.032 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria Rohloff im Beitrag #324
Du musst besser mal davon wegkommen B Man mit dem Wasser auf die Mühlen "der DDR Anhänger". Denn Bürger Ostdeutsch hat einfach nur in dem Land DDR gelebt, und zwar genau so Alltagsmäßig 24 Stunden jeden Tag wie Bürger Westdeutsch in seinem Ländle. Irgend wo hier steht mein längerer Text, ich glaube gestern war das? Lies den nochmal retour und da unser Gerd leider abwesend zu sein scheint füge ich da noch was an, zur ganz einfachen Vereinfachung der Betrachtung Ost/West damals vor 1989.

Damals haben mich im Osten, in dieser DDR weder politische Gefangene noch sonst was für gesellschaftlich verzappte Scheiße(entschuldigt) interessiert, und zwar genau das, was heute immer so krass hervorgehoben wird. Und genauso wenig werden im Westen den Gerd die katholischen Kinderheime der Old Brd mit ihrer wieder gesellschaftlichen krassen ....interessiert haben.Das ging uns gelinde gesagt am jungen A....vorbei.

Und Heckenhaus wars wohl Derjenige, der goldrichtig schrieb...du musst einfach nicht alles glauben, was da in irgendwelchen jetzt gesamtdeutschen Museum steht. Selbst die Grenzermuseum und ich war als ehemaliger Pionier schon drin bedürfen vieler Orts...na lassen wir das, ist anderes Thema.

Rainer-Maria




Naja @Lebensläufer,was dich wirklich am meisten interessiert hat,
egal zu welcher Zeit,dürfte wohl jeden hier im Forum bekannt sein
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
Gert, Hanum83, Hapedi und linamax haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#334

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 26.05.2016 14:16
von Moskwitschka | 2.527 Beiträge

Ich finde @Gert hat sich mit seiner "Panik" wegen des Arbeitsplatzes für seine Verhältnisse schon ganz schön weit aus dem Fenster gehangen

Arbeit zu haben war schon immer wichtig. Ich habe schon relativ schnell nach der Wende im Westteil der Stadt gearbeitet. Ich kann mich gut an meine zwei neuen Kolleginnen aus dem ehemaligen Westberlin erinnern. Die eine, alleinerziehend mit 2 Kindern, fand es bemerkenswert dass ich mit 4 Kindern überhaupt nen Job gefunden habe. Denn Frauen mit Kindern sollen es diesbezüglich nicht einfach gehabt haben. Die andere, gut verheiratet und versorgt, arbeitete nur stundenweise, wunderte sich, dass ich überhaupt arbeiten gehen würde. Ob mir nicht der Verdienst meines Mannes und das Kindergeld für 4 Kinder nicht reichen würde. Zumal mein jüngster damals erst 2 Jahre alt war. So unterschiedlich war es. Ein ganz neues Spannungsfeld in dem ich mich damals bewegte

Es kommt immer auf die persönlichen Umstände an.

Moskwitschka


Fatal ist mir das Lumpenpack,
das, um die Herzen zu rühren,
den Patriotismus trägt zur Schau,
mit allen seinen Geschwüren.

Heinrich Heine

damals wars, Josef, Gert, Hackel39, Hapedi, Rainer-Maria Rohloff und lhsecurity haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 26.05.2016 14:19 | nach oben springen

#335

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 26.05.2016 14:38
von damals wars | 12.113 Beiträge

Zitat von Josef im Beitrag #325
Die alte BRD zeichnete sich aus durch ihre sozialere Komponente als die heutige, meine ich. Im Alltag spielte eine RAF, zumindest in den 80ern, keine Rolle. Die ganzen Demos waren, denke ich, nicht so breit, dass man davon berührt worden wäre, wenn man nicht wollte (als Demonstrant) oder musste (als Polizist). Meine Erinnerung ist die eines Kindes. Mag sein, dass man sich das schönmalt, rückblickend.
Was mir stark in Erinnerung blieb als bedrohlich, das war Tschernobyl 1986. Da wurde man nicht rechtzeitig informiert. Ich wurde, war gutes Wetter, im Sandkasten verstrahlt, mit dem, was da kam. Ich saß im Sandkasten, die bei Kaffee und Kuchen auf der Terrasse. Von den damals Erwachsenen sind heute 3 tot (Krebs, vielleicht auch aus andern Gründen). Danach musste man tagelang bei geschlossenen Fenstern ausharren, man spürte die Angst der Erwachsenen. Pilze durften nicht mehr gesammelt werden, es gab kein Wildfleisch mehr zu essen. Man hatte gefühlt sehr viel Geld zur Verfügung, alles ging bergauf, Spanienurlaub jedes Jahr war möglich. Man flog allerdings noch nicht, sondern fuhr mit dem PKW die tausende Kilometer dahin, was ohne Klima sehr anstrengend war. Vor Ort aß man erstmals Fisch und Oliven. Negativ in Erinnerung ist mir, dass überall geraucht wurde. Ich glaube, das hat mich selber zum Raucher gemacht, wenn ich auch erst mit 15 angefangen habe. Auch die öffentichen Einrichtungen waren auf Hochglanz. Als ich Ende der 80er eingeschult wurde, kam ich direkt in ein neues Schulgebäude, mit sauberen Tischen und Stühlen.
Der Eindruck wirtschaftlicher Wohlhabenheit setzte sich bis Mitte der 90er Jahre fort, dann wurde klar, dass die Wiedervereinigung nicht zum Nulltarif war. Dieser Eindruck verstärkte sich in den 2000ern, als überall gekürzt wurde, und es merklich an Geld fehlte, was in der Finanzkrise dann noch verstärkt wurde. Der soziale Zusammenhalt wurde schwächer, überall Egoismus und Geiz gepredigt, niemand gönnt einem anderen mehr was. Das Vereinsleben wurde schlechter. War man vorher auf Freundlichkeit aus, so begannen jetzt die Streits. Die Vereinzelung hat zugenommen, vielleicht auch mit dem Internet und den Medien, die einem zeigten, was man alles haben kann/soll/muss.


Danke, für die Interessante Schilderung.
Du hast einen Vorteil im Vergleich zu vielen anderen hier, Du bist in das Potemkinsches Dorf geboren, hattest also nie die
Wahl!
Andere konnten gar nicht schnell genug dort einziehen, mir hat der Blick über die Mauer
völlig ausgereicht.
Meine Sehnsucht nach Arbeitslosigkeit, Arbeitslosenhilfe usw. hielt sich in ostdeutschen Grenzen,
auf diese Erlebnisse hätte ich gern verzichtet.
Aber, Du siehst ja, das Grenzen nicht unbedingt trennen müssen, also, bleib immer schön neugierig!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
Josef hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#336

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 26.05.2016 14:39
von Josef | 631 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #330
Zitat von Josef im Beitrag #329


@bürger der ddr , Thomas ich kann diese Einteilung nicht nachvollziehen alte und neue Bundesrepublik. Natürlich ist dieses Land nicht mehr das was ich im März 65 angetroffen habe, heute sage ich glücklicherweise und es wäre auch traurig, wenn es sich nicht fort entwickelt hätte. Jedenfalls sehe ich keine Trennlinie in 89, dort hat sich nur geändert: unser Staat vergrößerte sich um den Anteil Ex-DDR. Ich sehe den Veränderungsrythmus in Dekaden, also alle 10 Jahre. Die 60 er waren anders als die 70 er, 80er und so fort Jahre.
Mein Lebensweg war in der Gänze von erfolgreichem Agieren geprägt, vielleicht hatte ich und später meine Familie immer das Glück auf unserer Seite. Aber es gibt auch von unserem großen Dichter Goethe den schönen Spruch : Das Glück hat auf die Dauer nur der Tüchtige. Ich sage das nicht um hier anzugeben, aus dem Alter bin ich raus. Ich sage es, weil es meine Erfahrung ist, will sagen, man muss dem Glück nachhelfen.
Ein Beispiel : Mitte der 90 er Jahre zerlegte sich mein langjähriger AG, ein Konzern, Grund Profitmaximierung in einer Produktrichtung, alle anderen interessierten nicht mehr. Mein Arbeitsplatz stand auch zur Disposition, Sozialplan wirkte dahingehend dass man uns zwar mit Geldbündeln totschmiss aber andererseits wir uns einen neuen AG suchen sollten. Ich knapp 50 geriet leicht in Panik. Nachdem ich mich umgeschaut hatte und Kontakte spielen ließ hätte ich bei 3 neuen AG anfangen können. Man muss aber um solche Sache sich bemühen
Also insgesamt habe ich eine positiven Lebenslauf, vermischt mit kleineren Krisen, die aber immer bewältigt werden konnten.



Bescheidenheit ist nicht Dein Ding. Im übrigen kannst Du eine Entlassung Mitte der 90er nicht vergleichen mit einer Mitte der 2000er und auch nicht mit einer Mitte der 2010er Jahre. Seither hat sich sehr sehr viel geändert. Diesen Zeitraum überblicke ich.


da du Mitte der 90ern noch im Sandkasten verortet wirst fehlt dir aber der Massstab aus dieser Zeit für deinen Vergleich zu heute. Also nicht den Mund so voll nehmen oder siehe auch deine Eingangsbemerkung über mich.[/quote]

Und lesen kannst Du offenbar auch nicht oder willst nicht. Mitte der 90er war ich dem Sandkasten lange entwachsen, aber wie man ja sieht, es gibt auch Ältere, die nicht richtig lesen oder rechnen können und trotzdem ihren Mund recht voll nehmen, um mal bei Deiner Wortwahl zu bleiben.


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#337

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 26.05.2016 14:42
von Josef | 631 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #331
Da ich schon immer irgendwie energetisch angetrieben war und ein Fleissbolzen bin, ging es mir rein finanziell gesehen auch in der DDR nicht schlecht, aber Dinge wie die brutale Umweltverpestung und das mein Kind dadurch den Pseudokrup hat und ich oft Angst hatte das er mir wegerstickt, gingen mir voll auf den Kranz.
Da konnte ich abends nicht entspannt den Schrauber aufdrehen und mich des abgesicherten sozialistischen Lebens erfreuen.
Meine Frage dazu an Altwestbewohner, ab wann war der Umgang mit der Umwelt in westlichen Gefilden ein Thema?


Mein Bruder hatte auch Pseudokrupp. In den 80ern war Umwelt kein Thema im Mainstream des Westens. Da gab es nur ein paar für verrückt gehaltene, die vom "Waldsterben" sprachen. Es wurde nicht Müll getrennt. Ich glaube aber, bleifreies Benzin gab es schon und dann Ende der 80er die ersten Katalysatoren. Umweltbewusstsein ist aber ein Witz ; das war anfangs nur ein Anspruch, der nicht eingelöst wurde und zum Teil nicht eingelöst wird. Ich hab an anderer Stelle meine Erfahrungen in der Industrie geschildert zu nicht funktionierenden Abluftanlagen in Lacklager und Batterieladestation (Säure) - da hab ich auch einen Husten bekommen und in der Zeit auch nicht geraucht. Ich könnte noch ergänzen : Mein Vater ist in meinen Augen ganz sicher an dem Dreck, den die westdeutsche Industrie Mitte der 2000er Jahren verwendet hat, elendiglich verreckt. Die Anerkennung als Berufskrankheit kam wenige Tage vor seinem Tod, was für ein Witz.


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zuletzt bearbeitet 26.05.2016 14:48 | nach oben springen

#338

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 26.05.2016 14:51
von damals wars | 12.113 Beiträge

Als es noch die Kammer der Technik gab, hörte ich dort mal einen Vortrag eines westdeutschen Ingenieurs.
Der sagte zu uns: Ratet mal, warum wir so gut Bescheid wissen, bei uns sah es vor Jahren nicht anders aus!
Dann zeigte er je ein Foto aus Ost und West.
Und siehe da, rauchende Schornsteine bedeuteten in beiden Staaten mal wirtschaftlichen Fortschritt.
Später besuchte ich dann in Essen die Emscher, ein ehemaliger Abwasserkanal der heute der Naherholung dient.
Das dort erworbene Know-how half nach der Wende, im Osten die Gewässer zu säubern.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#339

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 26.05.2016 15:01
von Lutze | 8.032 Beiträge

Mit Dreck und Abwasser hatte die DDR sich das ziemlich einfach gemacht,
rein in die Flüsse und ab damit zum Klassenfeind
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#340

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 26.05.2016 15:01
von Heckenhaus | 5.120 Beiträge

Ich denke mir, die Themenbenennung ist etwas falsch.

Nicht die "alte BRD" war ein potemkinsches Dorf, sondern der Nachkriegskapitalismus hat und Ostdeutschen mit
dieser damaligen BRD ganz bewußt etwas vorgespielt, was eigentlich überhaupt nicht zum Bild des Kapitalismus paßt.

Wachsender Wohlstand und soziale Sicherheit für breite Bevölkerungsschichten.

Ziel war doch hauptsächlich, dem Sozialismus, oder was auch immer das war, vorzuspiegeln, Kapitalismus wäre die
weit bessere Alternative.
Über Jahrzehnte funktionierte das auch, bis 1989, als der Ostblock implodierte.
Seitdem wird Schritt für Schritt, schön vorsichtig, aber stetig, an der Demontage der einst hochgelobten alten BRD gewerkelt,
hin in Richtung des amerikanischen Vorbildes.
Das passiert natürlich in kleinen vorsichtigen Schritten, 3 Schritt zurück, 1 Schritt wieder vor, um das Volk bei Laune zu halten.
Nichts wäre schlimmer als Verhältnisse wie jetzt in Frankreich.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
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