#301

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 25.05.2016 21:18
von damals wars | 12.113 Beiträge

Hallo @Josef !
Alles richtig gemacht.
Störe Dich nicht an den Beißreflexen der Liga der alt gebliebenen Herren!
Und nutze Dein eigenes Fieberthermometer, sonst wirst du auch so quecksilberig.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
zuletzt bearbeitet 25.05.2016 21:26 | nach oben springen

#302

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 25.05.2016 21:18
von Hapedi | 1.870 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #297
nun mußt du mir aber mal erklähren wo und wann ich dich aufs übelste beleidigt habe . Da habe ich aber schon hier dir gegenüber andere Texte gelesen .

hapedi

Da bin ich allerdings auch mal gespannt wo Dich hapedi beleidigt hat ? hä,wo denn hä?

P.S. Und Josef Du kleiner Großk...... Deine Verbesserungen der Rechtschreibung kannste stecken lassen,hier ist Niemand Allwissend oder hat einen Doktor Titel in Deutscher Grammatik,alles Klar?hä
Wie hätten wir als "heimis" gesagt "Die Pfoten noch krumm vom Koffer tragen (Anmeldung 25.04.2016) aber grosse Töne spucken"



Ja , lange ist es her aber mann denkt immer wieder daran . und dann war noch immer wieder aktuell " Rich erst mal dahin wohin ich schon geschi.... hab "

gruß hapedi



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#303

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 25.05.2016 22:39
von lhsecurity | 159 Beiträge

Zitat von Fritze im Beitrag #296
Köstlich ,wie der Rainer Maria immer sagt !

Hab mich amüsiert ,bis auf dir Rektalmessung !

Aber das mit dem Land verlassen und einfach so in ein anderes zu gehen, das funktioniert wohl doch nicht so ,oder ?

USA , Kanada z. B. ? ! ?

Theo wie ist da eigentlich mit der Schweiz ,kann man da so einfach übersiedeln oder muss man Fachkraft oder bereits Schwarzgeldkontoinhaber sein ?

In solche kapitalistische Länder würde der Suchende wohl nicht gehen - falls doch könnte er dort ja wegen den sozialistischen Benachteiligungen in der Bundesrepublik Deutschland politisches Asyl beantragen.


Thinking is the hardest work there is, which is probably the reason why so few engage in it.
Henry Ford


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zuletzt bearbeitet 25.05.2016 22:39 | nach oben springen

#304

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 25.05.2016 23:04
von bürger der ddr | 3.578 Beiträge

Schade was hier abgeht.....
Für mich ist das alles "am Thema vorbei". ich bin kein Fan der kap. Gesellschaft, doch hat sich diese Gesellschaft als wirtschaftlich stärkere erwiesen, das kann man einfach nicht wegdiskutieren.
Die DDR war ein gutgemeintes Experiment, leider gescheitert, was die Zukunft bringt ist eine andere Geschichte.

Hier ging es meiner Meinung um die Wandlung der BRD nach 1989 und darauf aufbauend die Frage "Potemkinsches Dorf"?

Wieder artet das im Vergleich BRD -DDR aus, aber das ist nicht das Thema. Das die Veränderung in der BRD auch durch den Zusammenbruch der DDR erfolgte ist doch eindeutig.

Wie viele DDR Bürger waren mit der DDR nicht zufrieden?
Warum gingen 1989 so viele auf die Straße?

Weil die BRD in den Augen der Menschen eine lohnende Perspektive war. Klar gab es Arbeitslosigkeit, doch wenn ein Arbeitsloser auf dem Niveau des DDR Bürgers leben konnte wo hat sich der DDR Bürger daran gerieben? Ein jeder Mensch hat einen Egoismus, das ist letztlich die Triebkraft der Entwicklung (leider). Nur nach 1991 ist da in der BRD etwas gekippt, die Arbeitslosigkeit wurde in den "neuen Ländern" und somit in der BRD ein Problem, die gesammte Entwicklung hat sich weltweit geändert und der Kapitalismus hat sich verschärft.
Der eh. DDR Bürger der in der sozialen Marktwirtschaft einen "Sozialismus light" mit besseren Konsummöglichkeiten sah war enttäuscht. Dann ab 2004/2005 H4, vermehrte Leiharbeit, das führte zu einer Verschiebung auf dem Arbeitsmarkt. Nun sind diese Probleme "gesammt deutsch"....

Den Vergleich hatten wir doch in dem Thema "Wer wünscht sie sich zurück", auch wenn ich mich jetzt selber OT schicke, eigentlich wünsche ich mir die DDR nicht zurück, es ist die Illusion die ich mir zurück wünsche.

Aber zurück zum Thema, ich wünschte mir die Sozialgesetzgebung der "alten" BRD zurück und ich wünschte mir eine Regierung der BRD mit weniger Hörigkeit gegen über der USA und mit weniger Globalisierungs geschachere.

Eigentlich war es die "alte" BRD die die Menschen angezogen hat.



B Man, Hanum83, suentaler, Fritze, DoreHolm, Heckenhaus und Josef haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#305

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 25.05.2016 23:15
von eisenringtheo | 9.156 Beiträge

Zitat von Fritze im Beitrag #296
Köstlich ,wie der Rainer Maria immer sagt !

Hab mich amüsiert ,bis auf dir Rektalmessung !

Aber das mit dem Land verlassen und einfach so in ein anderes zu gehen, das funktioniert wohl doch nicht so ,oder ?

USA , Kanada z. B. ? ! ?

Theo wie ist da eigentlich mit der Schweiz ,kann man da so einfach übersiedeln oder muss man Fachkraft oder bereits Schwarzgeldkontoinhaber sein ?

Jeder EU Bürger bekommt eine Aufenthaltsbewilligung, wenn er hier eine Stelle kriegt. Er ist hier sozialversichert, muss Steuern zahlen und kriegt Arbeitslosenentschädigung bis maximal zwei Jahre und nachher Arbeitslosenhilfe.
new.php?thread=15139&forum=70&reply=1&replyid=544835"e=1
Der Kündigungsschutz ist hierzu im Vergleich mit Deutschland allerdings sehr bescheiden. Leiharbeitsfirmen haben einen schweren Stand. Wer ordert schon Leiharbeiter, wenn er die Angestellten relativ einfach künden kann? Beamter kann man in der Schweiz übrigens nicht mehr werden:
http://www.tagesspiegel.de/politik/schwe...-ab/182156.html


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#306

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 25.05.2016 23:31
von Hanum83 | 4.662 Beiträge

Ist immer lustig, die DDR war schön und die alte BRD Schei..., die aktuelle gleich recht, immer die gleiche Leier.
Ich weiß nicht, mir ist die alte BRD egal und die DDR noch viel egaler, lebe im Heute und das macht mir Spaß, ach was heißt Spaß, eigentlich Spaßer


Ein Jahr lang 10 Kilometer der innerdeutschen Grenze 1983/84 mitbewacht.
(Zusatz-Info auf Wunsch eines einzelnen Users: War dabei auch Postenführer.)
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#307

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 25.05.2016 23:47
von Fritze | 3.474 Beiträge

Aus Spass wird Ernst , bald lernt Ernst laufen !


"Das kann doch überhaupt nur jemand nicht wissen ,der entweder vollkommen ahnungslos ist ,oder ,oder jemand der also bösartig ist !"

"If you get up and walk away, leave the past behind, go ahead and take a ride ,no telling what you find ! "
Rainer-Maria Rohloff hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#308

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 26.05.2016 00:08
von damals wars | 12.113 Beiträge

Und, zu guter letzt, gab es da noch die Bananen...


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#309

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 26.05.2016 06:27
von Hanum83 | 4.662 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #308
Und, zu guter letzt, gab es da noch die Bananen...


Wo, in Halle?
Is halt ne Weltstadt.


Ein Jahr lang 10 Kilometer der innerdeutschen Grenze 1983/84 mitbewacht.
(Zusatz-Info auf Wunsch eines einzelnen Users: War dabei auch Postenführer.)
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#310

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 26.05.2016 06:42
von Hanum83 | 4.662 Beiträge

Zitat von Fritze im Beitrag #307
Aus Spass wird Ernst , bald lernt Ernst laufen !


Nee das fällt aus.
Trällern nicht die Berufslustigen in deiner Exil-Ecke immer so was ähnliches wie "Wir lassen uns den Spaß nicht nehmen"?


Ein Jahr lang 10 Kilometer der innerdeutschen Grenze 1983/84 mitbewacht.
(Zusatz-Info auf Wunsch eines einzelnen Users: War dabei auch Postenführer.)
zuletzt bearbeitet 26.05.2016 06:47 | nach oben springen

#311

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 26.05.2016 07:48
von damals wars | 12.113 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #309
Zitat von damals wars im Beitrag #308
Und, zu guter letzt, gab es da noch die Bananen...


Wo, in Halle?
Is halt ne Weltstadt.

In die alte Bundesrepublik Deutschland.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#312

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 26.05.2016 09:20
von B Man | 193 Beiträge

Zitat von bürger der ddr im Beitrag #304
ich bin kein Fan der kap. Gesellschaft, doch hat sich diese Gesellschaft als wirtschaftlich stärkere erwiesen, das kann man einfach nicht wegdiskutieren.
Die DDR war ein gutgemeintes Experiment, leider gescheitert, .


War es nicht auch für die DDR ein Start mit sehr ungleichen Voraussetzungen ?

Sehr viel kleiner und mit weniger Bevölkerung und die damals wichtige Schwerindustrie mit der wertvollen Steinkohle war alles im Westen.

Waren das nicht allein 5000 ( ? ) Grenzsoldaten die die Grenze um Berlin bewachten ?
Ein gigantischer Personeller und wirtschaftlicher Aufwand.
Diese Leuten fehlten auf dem Feld, an der Werkbank und die finanziellen Mittel überall.


Etwas was es im Westen nicht gab waren eben so Bauten wie der Ost Berliner Fernsehturm wo man dem Westen zeigen wollte was der Sozialismus leisten kann.

Klar, nach der Wende gab es die Spinner die mit dem Teuren Westauto in die Zone protzen gefahren sind.

Aber so etwas wie der Fernsehturm wäre dem Westen wohl nicht eingefallen.


Die Diskussionen um die beiden Systeme sind immer sehr schwierig weil sie doch so unterschiedlich waren.

Hier ist immer von "Staat" die Rede. Also so was sich um wirklich alles kümmert.
Das war im Westen eben nicht so. Wenn man wollte konnte man sich da ausser Steuern Zahlen und Wehrdienst leisten völlig heraus halten.

Mein Arbeitsplatz war kein Kampfplatz für den Frieden.
Da bin ich hingegangen weil ich da Geld verdient habe.
Der Staat wollte nur etwas davon abhaben in Form von Steuern.


Gruss Andreas
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#313

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 26.05.2016 09:57
von bürger der ddr | 3.578 Beiträge

@B Man , ich wollte bewußt weg vom Ost-West Vergleich. Mir ging es um die Entwicklung der BRD von der "alten" zur "neuen" BRD. Da bietet sich als Schnittpunkt die Jahre um 1990 an. In dieser Zeit haben sich weltweit starke Veränderungen vollzogen und diese Änderungen spiegeln sich auch in der BRD wieder.
Nun eine Frage an die "alten" BRD Bürger:
Wie waren die gefühlten Dienste der Politiker und der Regierung für das Volk?

Genau an diesem Punkt kritisiere ich die heutige BRD:
- Staat als Handlanger der Interessen aus Übersee (TTIP)
- handeln gegen die Interessen des Volkes in der Frage Masseneinwanderung
- Staat als Interessenvertreter der Industrie:
- Einführung neuer Zeitarbeitsgesetze
- Hartz 4
- Umweltgesetze zum Wohle der KFZ Industrie
- Senkung der Spitzensteuersätze

Zu dem Punkt Verknüpfung Staat und Industrie, nur ein paar Gedanken von mir:
- Umweltgift Glyphosat will der Gesetzgeber wieder "Stubenrein" machen und fast zeitgleich die Berichte das Bayer Monsanto kaufen will, ein Schelm der schlechtes denkt
- "Blaue Plakette", will man mit dieser Maßnahme den Schwindlern Automobilkonzerne helfen? Frei nach dem Motto, Eure Autos erfüllen zwar die Norm nicht, ihr braucht euch gar nicht aufregen, denn die neue "NORM" würde eh nicht erfüllt......
- Warum keine Importzölle auf waren aus China? In China wird im Namen dt. Konzerne produziert und das soll billig bleiben auch oder gerade da dort Umweltsünden an der Tagesordnung sind. Die vergiftung der Umwelt fällt auf alle zurück und hier würde ich mit einem Importzoll ("Strafzoll" für Umweltvergehen) eingreifen und so auch ein Gleichgewicht zur dtz. Wirtschaft ermöglichen. Nur dem dt. Michel spielt man Umweltbewußtsein vor um ihn noch finanziell zu schröpfen und den kauf neuer KFZ anzuregen.

Wenn das alles in der "alten" BRD schon so krass war, dann ist eine Diskussion über Potemkinsches Dorf lohnenswert. Nur habe ich mich ehrlich gesagt damit nicht beschäftigt, die nahe Vergangenheit und auch Gegenwart ist abenteurlich genug.



Fritze und Josef haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#314

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 26.05.2016 10:07
von Heckenhaus | 5.110 Beiträge

Zitat von B Man im Beitrag #312


Etwas was es im Westen nicht gab waren eben so Bauten wie der Ost Berliner Fernsehturm wo man dem Westen zeigen wollte was der Sozialismus leisten kann...Aber so etwas wie der Fernsehturm wäre dem Westen wohl nicht eingefallen..

Falsch, der erste Fernsehturm der BRD stand bereits 1956 in Stuttgart. Weitere folgten
http://www.fernsehturm-stuttgart.de/de/der-turm/
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_...utschland#Liste

Zitat
Klar, nach der Wende gab es die Spinner die mit dem Teuren Westauto in die Zone protzen gefahren sind.


Die gab es bereits weit vor der Wende.

Zitat
Die Diskussionen um die beiden Systeme sind immer sehr schwierig weil sie doch so unterschiedlich waren.


Stimmt, Vergleiche hinken immer.

Zitat
Mein Arbeitsplatz war kein Kampfplatz für den Frieden.
Da bin ich hingegangen weil ich da Geld verdient habe.
Der Staat wollte nur etwas davon abhaben in Form von Steuern.


Ich glaube, in der Praxis war das im Osten ebenso, oder glaubst du, diese Parolen hielten Einzug ins Privatleben ?
.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#315

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 26.05.2016 11:22
von Moskwitschka | 2.526 Beiträge

Ich habe herrlich gelacht als ich den ersten Beitrag von @der alte Grenzgänger gelesen habe. Und wahrscheinlich sind den meisten, so wie mir auch, potemkinsche Dörfer in der DDR eingefallen. Doch die waren ja nicht Thema. Gleichzeitig habe ich gehofft, dass @der alte Grenzgänger nicht missverstanden wird und die alten "Klassenkämpfer" auf den Plan ruft. Oder gerade doch?

Es dauerte nicht lange und es ging um Buna. Buna in der alten Bundesrepublik? Bei Umwelt fiel mir eher saurer Regen und Waldsterben ein. Man was flimmerten damals die Bilder von abgestorbenen Bäumen über die Mattscheibe. Theoretisch dürften wir heute gar keine Wälder mehr haben so dramatisch war das damals. Aber sie stehen noch. Und das nicht nur wegen der Proteste der Umweltschützer. Was ist also passiert, dass das die Apokalypse der waldlosen Bundesrepublik nicht eingetreten ist?

Zeitgleich erinnerte im Fernsehen an diesem Tag ein Bericht über den Belugawal im Rhein vor 50 Jahren. Man war das eine Aufregung damals im Rheinland. Die einen wollten ihn einfangen und im Zoo zur Schau stellen. Die anderen bemerkten die Veränderungen an ihm, bedingt durch das „dreckige“ Süßwasser. Das war vor 50 Jahren. Jedenfalls hat der Wal auf das Problem der Wasserverschmutzung aufmerksam gemacht So wird es heute jedenfalls interpretiert. Und es muss scheinbar was dran gewesen sein. Denn danach muss auch diesbezüglich was in der Bundesrepublik passiert sein – ist doch der damalige Umweltminister Töpfer ein paar Jahre später medienwirksam in den Rhein schwimmen gegangen.

An der Stelle habe ich mich gefragt, wie es wohl dem Wal in der Elbe ergangen wäre . Ob er es als Grenzverletzer bis nach Magdeburg geschafft hätte?

Dann ging es im thread mit den bunten Häuserfassaden in der Bundesrepublik weiter. Statt über Eigenheimzulage oder Werkswohnungen in der Bundesrepublik zu schreiben, ging es um die graue Tristes im Osten. Dabei war doch nicht alles grau, wenn man die Häuserfassaden außer Acht lässt. Es muss ziemlich bunt gewesen sein in der DDR. Nicht umsonst meinte meine 1981 in der DDR geborene Tochter als sie Mitte der 90-er in der Pubertät war und ihren eigenen Kleidungsstil suchte, dass sie froh sei, dass die Wende gekommen sei und sie nicht die knallbunten Kleider anziehen müsste, die es in der DDR gab.

Und so schleppte sich der thread hin, unterbrochen durch durch die üblichen Plänkeleien bis hin zum Fieberthermometer. Und auch wenn es im ersten Moment unwahrscheinlich klingt, so glaube ich @Hapedi, dass es so passiert ist. Das eine sind Hygienevorschriften, dass andere sind Menschen, die sie einhalten. Und die gab es in Ost und West, die es nicht so genau nahmen. Mir fiel in diesem Zusammenhang die Aids – Diskussion und die Blutkonserven ein, die die Menschen in der Bundesrepublik verunsicherte. Diese Diskussion wurde aber damals öffentlich geführt, von der auch der DDR – Bürger profitiert hat und für dieses Problem sensibilisiert wurde. An der Stelle kann ich mir nicht verkneifen zu erwähnen , dass Ende der 70-er in der DDR tausende Frauen mit einem verschmutzten Serum mit Hepatitis infiziert wurden.

Bei allen auf und ab der Erinnerungen, die die Beitrage hier bei mir ausgelöst haben und ich stellenweise schallend gelacht habe, macht mich eins traurig. Egal auf welcher Seite der Grenze man gelebt hat, es findet kaum die Anerkennung der persönlichen Lebensleistung durch den jeweils anderen statt. Und die hängt nicht von der Höhe der Rente ab.

Und noch eins. In der alten Bundesrepublik war nicht alles Gold was glänzte. Und eine sachlich - kritische Betrachtung sollte schon möglich sein.

Moskwitschka


Fatal ist mir das Lumpenpack,
das, um die Herzen zu rühren,
den Patriotismus trägt zur Schau,
mit allen seinen Geschwüren.

Heinrich Heine

Heckenhaus, Hapedi und Hanum83 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 26.05.2016 11:26 | nach oben springen

#316

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 26.05.2016 11:30
von B Man | 193 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #314

Falsch, der erste Fernsehturm der BRD stand bereits 1956 in Stuttgart.


Ja aber den konnte man doch im Osten nicht sehen.
Der war damit man Fernseh gucken konnte.
Technisch macht das ja keinen Sinn in Berlin einen so hohen Turm zu bauen nur damit man Fernseh gucken kann.

Der Westberliner Turm ist ja nur ein Türmchen.

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #314

Ich glaube, in der Praxis war das im Osten ebenso, oder glaubst du, diese Parolen hielten Einzug ins Privatleben



Unbewusst wahrscheinlich leider doch, oder warum bekommt man sich hier so in die Haare ?

Extrem unterschiedlich war der Sprachgebrauch in Ost und West in der Armee.
Für den NVA Soldaten war die Bundeswehr ganz klar der Feind.
Gelesen im Berliner BW Museum, sinngemäß:
Der westdeutsche Offizier ist gut ausgebildet, gut ausgerüstet und hinterlistig

Für den BW Soldaten war es immer nur der Warschauer Pakt und bei der Ausbildung im Feld vielleicht mal etwas salopp der Russe.
So einen Sprachgebrauch hat man dort fast zwanghaft vermieden.


Gruss Andreas
Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#317

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 26.05.2016 11:46
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Der Wettbewerb ist mit der Globalisierung plötzlich regulär geworden, der Kapitalismus ist nun unter sich.
Nun steht diesem neuen Deutschland die verbündete US- Hegemonialmacht nur noch eingeschränkt zur Verfügung, wir müssen entweder mitbomben um Märkte zu sichern oder wir sind raus, die Schwellenländer werden streckenweise zu gleichberechtigten Marktteilnehmern, was nicht mehr und nicht weniger als ein Lackmustest für die Überlebensfähigkeit unseres Wirtschaftssystems ist.
Dazu gibt es verschiedene Strategien, allen voran wohl das Bestreben, selbst in Fernost vor Ort zu sein, Entscheider von Auftragsvergaben gefügig zu machen, Geschäftsanteile vor dem Erreichen eines marktbestimmenden oder - beherrschenden Status anteilig oder komplett aufzukaufen.
Und nur weil das noch zu gelingen scheint leben wir hier noch so ruhig, solange Geld und Kapital als alleiniges Kommunikationsmittel ausreicht wird es auch gemütlich für uns weiter gehen aber danach sieht es seit der Flüchtlingskrise nicht mehr aus.
Die Abgehängten schicken ihre Botschafter und die sind teurer als unsere SOS- Kinderdorfspenden.
Eine andere Front ist das TTIP mit dem man die neuen Weltmächte zurückzudrängen versucht, um die gewohnte transatlantische Profitsituation einigermaßen zu erhalten und dabei genau weiß, daß man auf die Solidarität und den Patriotismus des eigenen Konsumvolks auf keinem Fall bauen kann, das hat schon der Absatz der chinesischen Solarmodule in Europa eindrucksvoll gezeigt.
Appelle an die Vernunft der Bürger sind hier vollkommen zwecklos, das wird sich ganz sicher noch rächen, wenngleich die Mielenostalgiker und Blaupunktschwärmer von der guten alten Wirtschaftswunderzeit träumen, ihre Enkel haben den Ast auf dem alle Vöglein einst zufrieden miteinander wirtschafteten längst abgesägt, Geiz ist geil und bleibt geil ob er es jedoch schon immer war, sagen wir mal auch bezogen auf die Wirtschaftswunderzeitschiene wäre hier von denen zu vermitteln, die mitreden können.
War dieser Einkaufspatriotismus wirklich da ?
Hat man den Fiat- und Hondafahrer in der Alt- BRD wirklich kritisch beäugt, gab es das ?
Oder war die Lobhudelei auf Erhards Vermächtnis genauso eine hohle Phrase im westdeutschen Allltag wie der Zusammenhalt von Partei und Volk in der DDR?



zuletzt bearbeitet 26.05.2016 13:24 | nach oben springen

#318

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 26.05.2016 11:47
von Marder | 1.413 Beiträge

Technisch gesehen macht es schon Sinn einen hohen Turm zu bauen, weil sich im UHF und VHF Bereich die Wellen nur geradlinig ausbreiten können und man nur dort Empfang hat, wo man zumindest theoretisch den Fernsehturm sehen kann.
Der westberliner Turm kann somit deutlich kleiner sein, weil man ein kleineres Gebiet erreichen muss.
Finanziell gesehen ist es evtl. auch besser einen Hohen zu bauen als viele kleine.
Das man einen derartigen Turm mit Restaurant usw. in Berlin und nicht in der Pampa baut ist auch logisch. Deswegen stehen die auch in Hamburg München usw.
Die in der Pampa sind einfach rot/weiß lackierte Stahlröhren und 300m hoch oder stehen bevorzugt auf Bergen wie z.B. auf dem Brocken oder bei Torfhaus.
MfG Marder


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.
bürger der ddr hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 26.05.2016 11:50 | nach oben springen

#319

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 26.05.2016 11:54
von Heckenhaus | 5.110 Beiträge

Weißt du, @B Man , was man den Soldaten erzählte und was in deren Köpfen hängenblieb, daß sind zwei ganz
unterschiedliche Dinge.
Wer wirklich "überzeugt" war, der leistete nicht nur GWD, sondern mindestens 3 Jahre.
Und selbst bei den Dreiendern war politische Überzeugung im Innern nicht überprüfbar, sie waren oft aus Eigennutz
bessere Schauspieler.
Und du mußt nicht alles glauben, was in Museen steht. Die werden auch nur von der Politik in die "richtige?" Richtung gestoßen.


Ob der FS-Turm nun notwendig war oder nicht, das werden wir nicht klären.Fakt ist doch, daß mit zunehmenden Programmen,
Umstellung auf Farb-TV und Runffunkausstrahlung in besserer Qualität auch Sendeanlagen notwendig waren.
Ebenso zunehmend für Postdienste.
Es gab damals keine adäquaten Sendeanlgen, die klapprigen Rundfungmasten z.B. in KW oder das Türmchen in Birkholzaue
mal ausgenommen.
Also mußte der Turm her, und man verband den technischen Zweck mit dem repräsentativen.
Der Fortschritt klopfte auch im Osten an die Tür, oder willst du das bestreiten ?


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
Rainer-Maria Rohloff hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#320

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 26.05.2016 12:29
von bürger der ddr | 3.578 Beiträge

Und wieder sind wir beim Vergleich Ost - West, eigentlich war doch der vergleich "alte" BRD und "neue" BRD gemeint....

Ich finde diesen Vergleich viel spannender, ich kenne die "alte" BRD nur aus Nachrichten sowohl Ost oder West. Nur wie wir gelernt haben, Nachrichten werden manipuliert.....



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