#21

RE: Schwedt

in Grenztruppen der DDR 22.05.2016 11:47
von katze | 160 Beiträge

Bin zwar kein GT- Angehöriger gewesen, aber Schwedt gehörte ja zu allen bewaffneden Organen.
Wir hatten mal einen Fall, da geriet ein GWDler in die Fänge der weiblichen Feindschaft und das, obwohl dieser verheiratet war.
Das erstemal bei ihm, Ausgang 4 Sdt. zu spät zurück, Ausgangs- und Urlaubssperre 4 oder gar 6 Wochen vom KC.
Beim zweitenmal, 2,45 Min. zu spät, dies war unmittelbar, nach Ablauf seine Sperre. Konnte aber glaubhaft machen eine Zugverspätung gehabt zu haben. Egal, die Wahrheit kam erst später raus. Jedenfalls wurden Verspätungen DT. Bahn bestätigt.
Beim letztenmal, der ihm dann 3 Monate Schwedt einbrachte, kam er erst am späten Nachmittag, noch halb besoffen zurück.
Fahndungsmaßnahmen waren längst angelaufen, eine interne Prüfungskomission, vom Komanteur beauftragt war längst am arbeiten. Zu dieser Kommission, welche aus dem Polit der Kompanie, dem stellv. KC und einem Breufsunterführer bestand gehörte ich ebenfalls an.
Mein Unglück war damals ganz einfach, dass ich damals stellv. Spieß war, ich der erste, außer dem Kompaniedienst in der Dienststelle angekommen bin und mein eigentlicher Zug auf Wache war.
Der Betroffene wohnte in ca. 60 bis 80 km Entfernung, hatte keinen Heimatausgang und zur Rückkehr bis 06.00 Uhr verpflichtet.
Der Polit und ich hatten die "Ehre", noch während er gesucht wurde, die Ehefrau zu kontaktieren. Hier stellte sich raus, dass er nicht verbotener Weise im Ausgang nach Hause gefahren war, er, seit geraumer Zeit gar nicht mehr zu Hause war und auch nicht postalisch von sich hören ließ.
Da kam auch raus, dass er beim zweiten Vergehen, nicht wie angab zu Hause gewesen zu sein. Die angegebene Zugverspätung, welche ihm offensichtlich nur als Ausrede diente, dass der Zug damals wirklich Verspätung hatte, war Zufall.
Nachdem auch, am Nachmittag und frühen Abend noch die Gaststätten überprüft waren, soweit dies damals überhaupt möglich, ja auch bei uns gabs Kneipen, indem sich Grüne nicht zeigen durften. kam langsam raus, dass er, bei einer Frau, welche bereits 3 oder 4 Kinder hatte (ja, jedes von einem Anderen), welche er bei einem Augang kennengelernt hatte war. Er, sowie die Dame waren damals nicht sehr gesprächig, sagten entweder gar nichts oder es kamen nur zu unwahren Aussagen.
Später, nachdem sein Urteil bereits gesprochen und ich ihn nach Schwedt verbringen durfte, erzählte er die "wahre" Geschichte.
Die Dame hatte er in einem der ersten Ausgänge kennen gelernt, diese "Freundschaft" vertiefte sich, wurde teilweise auch intim. Gefügig wurde er mit Alkohol und Sex gemacht, er habe ganz einfach die Wirklichkeit vergessen. Eine Ehekrise war der Grund des "Fremdgehens", lediglich seine zwei Kinder taten ihm leid, deshalb noch keine Scheidungsgedanken. Man hatte sich, in einer der "verbotenen" Kneipen kennen gelernt, sehr schnell war er ihr hörig. erst die intensiven Gespräche etc.durch uns Drei haben ihn in die Wirlkichkeit zurück gebracht. Ich hatte, egal ob dieser Wehrpflichtige zu meinem Zug gehörte oder nicht, ein relativ gutes Verhältnis zu diesen. Half, wo ich konnte, wenns Probleme gab. Hatte damals gegen Schwedt gestimmt, was mir eine sogenannte Arschkarte einbrachte, nicht nur meim KC und seinem Stellv. Der Polit war eigentlich auch dagegen, enthielt sich aber der Stimme, was ihm als Kommissionschef/-vorsitzender zustand.
NAch Rückkehr aus Schwedt wirkte er gereifter, aber keineswegs "Anders", wie oft behauptet/geschrieben wurde.

Zur Verbringung etc. später mehr, wenns denn gewünscht.


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#22

RE: Schwedt

in Grenztruppen der DDR 22.05.2016 11:52
von katze | 160 Beiträge

Muss mich berichtigen, nicht 3 sondern 6 Monate Schwedt,


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#23

RE: Schwedt

in Grenztruppen der DDR 22.05.2016 11:54
von katze | 160 Beiträge

Unser Schreiber hat mal besoffen nachts eine Parade abgenommen wo keiner vorbeidefilierte, aber er stand da wie Adolfo, hatte auch den steifen Arm, am nächsten Tag war er verschwunden, wohin, keine Ahnung, ich befürchte aber mal Richtung Oder.
Der Vorfall wurde ausgewertet und dabei auf die negativen Folgen übermäßigen Konsums von Alkohol und Westfernsehen hingewießen, welches Strafmaß den Schreiber ereilte wurde aber verschwiegen.[/quote]

Erfahrungsgemäß würde ich auf Militärgefängnis tippen.


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#24

RE: Schwedt

in Grenztruppen der DDR 22.05.2016 13:27
von Lutze | 8.039 Beiträge

Wenn ich das richtig verstanden habe,gab es "nur" eine Kommission,
die über ein Schwedt-Urteil bestimmte,
da vermisse ich die Militär-Staatsanwaltschaft,vielleicht war es auch
so gewollt,damit nicht wer was viel nach außen dringt,oder gab es
vielleicht sogar ein Schau-Prozeß,wo einer nach Schwedt abgewandert ist?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#25

RE: Schwedt

in Grenztruppen der DDR 22.05.2016 13:33
von Ebro | 580 Beiträge

Ich glaube, der Militärstaatsanwalt war immer dabei. Während meiner Zeit im NR-2 war das 2x der Fall, es wird bei den Grenzern nicht grundlegend anders gewesen sein.



Rainer-Maria Rohloff, vs1400 und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#26

RE: Schwedt

in Grenztruppen der DDR 22.05.2016 13:38
von Lutze | 8.039 Beiträge

Mit glauben ist das so eine Geschichte,
interessant wäre auch,ob der Beschuldigte einen Rechtsbeistand
in Anspruch nehmen durfte
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#27

RE: Schwedt

in Grenztruppen der DDR 22.05.2016 14:03
von TAO | 232 Beiträge

Wenn ich das richtig verstanden habe,gab es "nur" eine Kommission,
die über ein Schwedt-Urteil bestimmte,
da vermisse ich die Militär-Staatsanwaltschaft,vielleicht war es auch
so gewollt,damit nicht wer was viel nach außen dringt,oder gab es
vielleicht sogar ein Schau-Prozeß,wo einer nach Schwedt abgewandert ist?
Lutze


Es gab zwei verschiedene Strafkategorien in Schwedt. Das eine war so eine Art Arrest (max. 3 oder 6 Monate ???), die konnte vom KC oder so ausgesprochen werden ohne jegliche Gerichtsverhandlung o.ä.
Das andere, wo es dann etwas mehr abzusitzen gab, wurde durch ein Militärgericht verhängt.
So ist das, wie ich es GEHÖRT/GELESEN habe und hat damit keinen Anspruch auf Richtigkeit !


zuletzt bearbeitet 22.05.2016 14:04 | nach oben springen

#28

RE: Schwedt

in Grenztruppen der DDR 22.05.2016 14:13
von damals wars | 12.204 Beiträge

Zitat von katze im Beitrag #21
Konnte aber glaubhaft machen eine Zugverspätung gehabt zu haben. Egal, die Wahrheit kam erst später raus. Jedenfalls wurden Verspätungen DT. Bahn bestätigt.
.............................................
NAch Rückkehr aus Schwedt wirkte er gereifter, aber keineswegs "Anders", wie oft behauptet/geschrieben wurde.

Zur Verbringung etc. später mehr, wenns denn gewünscht.



Der bei uns aus dem Kupfergraben wiederkam wirkte in etwa so wie im Film NVA,
er war anschließend wesentlich ruhiger oder auch gebrochen.
Die "Leichtigkeit des Seins.", die ihn vorher prägte, war vorbei.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#29

RE: Schwedt

in Grenztruppen der DDR 22.05.2016 14:20
von Fritze | 3.474 Beiträge

Zitat von TAO im Beitrag #27
Wenn ich das richtig verstanden habe,gab es "nur" eine Kommission,
die über ein Schwedt-Urteil bestimmte,
da vermisse ich die Militär-Staatsanwaltschaft,vielleicht war es auch
so gewollt,damit nicht wer was viel nach außen dringt,oder gab es
vielleicht sogar ein Schau-Prozeß,wo einer nach Schwedt abgewandert ist?
Lutze


Es gab zwei verschiedene Strafkategorien in Schwedt. Das eine war so eine Art Arrest (max. 3 oder 6 Monate ???), die konnte vom KC oder so ausgesprochen werden ohne jegliche Gerichtsverhandlung o.ä.
Das andere, wo es dann etwas mehr abzusitzen gab, wurde durch ein Militärgericht verhängt.
So ist das, wie ich es GEHÖRT/GELESEN habe und hat damit keinen Anspruch auf Richtigkeit !



Das ist Quatsch ! Wenn jemand nach Schwedt kam ,dann immer in Folge eines Urteils vor einem Miltärgericht !
Fürs Grenzkommando Nord ,war es in Stendal ,wimre .


"Das kann doch überhaupt nur jemand nicht wissen ,der entweder vollkommen ahnungslos ist ,oder ,oder jemand der also bösartig ist !"

"If you get up and walk away, leave the past behind, go ahead and take a ride ,no telling what you find ! "
Rainer-Maria Rohloff und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#30

RE: Schwedt

in Grenztruppen der DDR 22.05.2016 14:34
von katze | 160 Beiträge

Schwedt lief freilich über die StA (glaub ich zumindest jedenfalls), die Komission sollte lediglich die Gründe aufdecken. Rechtsbeistand hatte er, lehnte aber ledigliche Zusammenarbeit mit diesem ab.

Ich hab das "Andere", was dazu alles noch ablief, Ebene KC/Kommandeur wissentlich weggelassen, dazu hatte ich keine persönlichen Erlebnisse und auch keine Kenntnis des allg. "Verfahrens". Akteneinsicht hatten wir nicht, max. ab KC wohl aufwärts. Es war wohl auch so gewollt, dass man keine wahren Gründe erfuhr, welche zum Urteil Schwedt führten.


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 22.05.2016 14:39 | nach oben springen

#31

RE: Schwedt

in Grenztruppen der DDR 22.05.2016 14:53
von Lutze | 8.039 Beiträge

Zitat von katze im Beitrag #30
Schwedt lief freilich über die StA (glaub ich zumindest jedenfalls), die Komission sollte lediglich die Gründe aufdecken. Rechtsbeistand hatte er, lehnte aber ledigliche Zusammenarbeit mit diesem ab.

Ich hab das "Andere", was dazu alles noch ablief, Ebene KC/Kommandeur wissentlich weggelassen, dazu hatte ich keine persönlichen Erlebnisse und auch keine Kenntnis des allg. "Verfahrens". Akteneinsicht hatten wir nicht, max. ab KC wohl aufwärts. Es war wohl auch so gewollt, dass man keine wahren Gründe erfuhr, welche zum Urteil Schwedt führten.


Wenn ich mir deinen Beitrag zu #21 lese,hat die Kommission nicht
den wahren Grund herausgefunden,das ein Kommissions-Mitglied
keine Aktensicht bekam,macht die Sache sehr mysteriös
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#32

RE: Schwedt

in Grenztruppen der DDR 22.05.2016 16:54
von katze | 160 Beiträge

Wars ja damals auch, wie so einiges, was ich damals nicht verstand, verstehen konnte. Wie gesagt, wir hatten im Grunde nur die Aufgabe, heraus zu finden, was wirklich gelaufen ist. Ebenso ist merkwürdig, dass besagte Dame dann ebenfalls verschwunden war. Später erst erfuhr man, dass sie zwangs umgesiedelt wurde.


Lutze und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#33

RE: Schwedt

in Grenztruppen der DDR 28.05.2016 00:40
von vs1400 | 2.397 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #13
Selbst wenn man fündig werden sollte, bezweifle ich dass in aller Offenheit in einem Forum darüber berichtet werden würde. Ist doch nach meiner Wahrnehmung "in Schwedt gewesen zu sein" ein dunkles Kapitel im Leben eines AGT , das die einen verdrängen, andere die nicht unbegründete Angst haben, verrissen zu werden. Widerum andere haben einfach nen Haken dran gemacht.

Zu meiner Fragestellung im #11 zur Auslegung bin ich gekommen, weil es ziemlich viel "kann" im Text gibt. Z.B.

2.2.9. Angriff, Nötigung und Widerstand gegen Bestimmte Militärpersonen

Um eine strenge militärische Disziplin und Ordnung zu gewährleisten, ist es erforderlich, daß die Autorität der Vorgesetzten und aller anderen Militärpersonen, die dienstliche Pflichten erfüllen, auch mittels des Strafrechts geschützt wird. Deswegen wurde festgelegt, daß derjenige der einen Vorgesetzten, einen Angehörigen der Wache bzw. Streife oder eine andere Militärperson während oder wegen der Erfüllung dienstlicher Pflichten tätlich angreift oder durch Widerstand an der Erfüllung dienstlicher Pflichten hindert oder sie bei der Ausübung ihrer Dienstpflichten nötigt,, eine Handlung vorzunehmen oder zu unterlassen, gerichtlich bestraft werden kann.


Da es hier im Forum auch ehemalige Vorgesetzte gibt, kann doch auch ganz einfach die Frage beantwortet werden. wann aus einem KANN ein MUSS wurde.

Ich gebe zu, dass ich dabei den Vergleich zur Bundeswehr im Kopf habe, wo es, wenn ich richtig informiert bin, solche Einrichtngen wie Schwedt nicht gab, aber auch Vergehen bestraft wurden - mit Arrest oder sogar mit unehrenhafter Entlassung. Wenn man zum Beispiel einen Fahnenmast angepinkelt hat, wurde man unehrenhaft entlassen. Was einer Vorstrafe gleich kam.

Moskwitschka




hm, ist so ne krux, Moskwitschka,
wenn man auf befindlichkeiten eingeht.

welche optionen (#14) es gab hast du leider überlesen.

ja, es gab, gibt halt keinen direkten militärknast im ländle und
deswegen fährt man "nicht" ein, bei vergehen?

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


zuletzt bearbeitet 28.05.2016 00:55 | nach oben springen

#34

RE: Schwedt

in Grenztruppen der DDR 28.05.2016 00:59
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Lass mal die @Moskwitschka mit solch komplizierten Themen in Ruhe, schließlich sortiert sie Papiere.
Und um Schwedt ranken sich mehr Mythen als es gut ist.

Fazit meinerseits, 99% saßen berechtigt ein.
Ich kannte einen solcher Chaoten dien Schwedt einsaßen: natürlich völlig unschuldig .....

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#35

RE: Schwedt

in Grenztruppen der DDR 28.05.2016 01:02
von Moskwitschka | 2.532 Beiträge

Zitat von vs1400 im Beitrag #33

hm, ist so ne krux, Moskwitschka,
wenn man auf befindlichkeiten eingeht.

welche optionen (#14) es gab hast du leider überlesen.

ja, es gab, gibt halt keinen direkten militärknast im ländle und
deswegen fährt man "nicht" ein, bei vergehen?

gruß vs


Ja war so. Kein Arsch in der Hose. Und? Ich muss damit nicht klar kommen, sondern die als Zeitzeugen (Beteiligte) dabei waren.

Moskitschka

Edit


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

zuletzt bearbeitet 28.05.2016 01:10 | nach oben springen

#36

RE: Schwedt

in Grenztruppen der DDR 28.05.2016 01:05
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Drückst du dich jetzt aus der selbst postulierten Verantwortung als wertvolle Zeitzeugin?


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#37

RE: Schwedt

in Grenztruppen der DDR 28.05.2016 01:22
von Moskwitschka | 2.532 Beiträge



Ich stelle mir gerad vor wir Du mit Hosentaschen voller schmackhafter Herrlichkeiten, die die DDR im Angebot hatte, in Schwedt einfährst Und keiner von den Mitgefangenen auch nur ein Häppchen von Dir ab haben will

Warum wohl

Moskwitschka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

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#38

RE: Schwedt

in Grenztruppen der DDR 28.05.2016 08:38
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #37


Ich stelle mir gerad vor wir Du mit Hosentaschen voller schmackhafter Herrlichkeiten, die die DDR im Angebot hatte, in Schwedt einfährst Und keiner von den Mitgefangenen auch nur ein Häppchen von Dir ab haben will

Warum wohl

Moskwitschka


Um deine Schadenfreude und Häme ein wenig zu dämpfen, ich wäre da garantiert nicht eingefahren wie du meinst.
Den Grund warum das so ist kannst du nur erraten, dein Erinnerungsvermögen bzw. Gedächtnis ist nicht mehr das Beste .....

Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#39

RE: Schwedt

in Grenztruppen der DDR 28.05.2016 12:52
von thomas 48 | 3.580 Beiträge

#34,35 und so weiter
Wenn sich 2 ältere Personen aus einer Stadt sich streiten!!!


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#40

RE: Schwedt

in Grenztruppen der DDR 28.05.2016 17:11
von Rainer-Maria Rohloff | 1.377 Beiträge

Der Rainer erinnert sich einer Begebenheit, die hätte schon frühzeitig nach Schwedt führen können. Und gut, das ich so ein sanfter Jüngling war, einfach unfähig, einem anderen die Faust voll in die fiese Fresse zu hauen.

In der Grundausbildung war es, an dem Tag als die Vereidigung war. Wir waren nach dem Mittag/nachmittag gerade wieder von dem Rummel in ...wars Perleberg oder doch Glöwen in Haar bei Neuhaus drin und Jeder konnte jetzt soweit ich mich erinnere den Nachmittag und Abend in Ausgang nach seiner Fasson verbringen.

Soldat Rohloff wird ausgerufen, soll zur Wache kommen. Ich renne so los steht doch meine junge Frau mit meinem Schwiegervater am Schlagbaum. Ihr viel zu offenes Sommerkleid göttlich, ich sah nur noch das Mädel, also mein Schwiegervater damals Polizist nahm das Grenzgebiet (den 500 Meter Schutzstreifen) wohl nicht für voll, der kam halt bis rein, war ja sowieso beim MdI (Ministerium des Inneren) angestellt.

Wie ich so renne bremst mich doch Ausbilder Oberfeldwebel G. "Männchen machen" war angesagt. Selten habe ich später ein menschlicheres Mistschwein wie den Kerl erlebt, das war ein Zyniker vor dem Herrn und ist mal irgendwann ne Extrageschichte wert. Kommt doch von dem Kerl sinngemäß:" Das ist ihre Frau, also ne Rohloff, das hätte ich nicht gedacht, also ich würde da gerne auch mal....oder so ähnlich"?, ich habe das leider nicht mehr so im Hinterkopp was der Kerl noch ablies.

Einer mit sächsischer Hammerfaust hätte diesem menschlichen Dreckschwein jetzt sofort eine voll ...in die grinsende Fresse gehauen.Ich war "Gott sei gedankt" der sanfte Jüngling.

Rainer-Maria also ich denke so bei mir, so schnell konnte es auch gehen. ...der brutale Ritt nach Schwedt. Ade du luftiges Sommerkleid mit dem darunter....or ne Männers und Frauen, ich glaube fast das hätte der damals so sensible Rainer einfach nicht überlebt.



Fritze und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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