#141

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.05.2016 14:03
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Josef im Beitrag #137
Zitat von Alfred im Beitrag #135


Das hat alles nichts mit Logik zu schaffen.


Doch, das hat eine gewisse Logik. Die NVA war die Armee eines Staates, das MfS dagegen sein Geheimdienst, also wesentlich gefestigter im Klassenstandpunkt, tschekistische Haltung, wesentlich näher an der Staatsideologie und natürlich auch privilegierter. Ein OSL NVA dürfte nicht so privilegiert gewesen sein wie ein OSL MfS, vielleicht hat der MfSler auch mehr verdient als der einfachere Gen.?



Du solltest dich vielleicht ab und zu mal informieren, bevor Du was schreibst.

Es ist richtig, eine OSL des MfS dürfte ein höheres Gehalt als ein OSL der NVA gehabt haben. Das lag aber z.B. auch daran, dass der OSL des MfS Bekleidungsgeld bekam, weil es keine Uniform trug. Dann könnte man noch einiges mehr anführen, was einen Unterschied begründen konnte.

Und sei versichert, NVA und MfS nahmen sich im Offiziersbereich nichts zur Treue der DDR und Ihrer Führung, auch wenn dies heute einige eventuell nicht mehr hören wollen. Der Anteil der Parteimitglieder dürfte sich kaum was genommen haben.


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zuletzt bearbeitet 12.05.2016 14:17 | nach oben springen

#142

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.05.2016 14:08
von Josef | 631 Beiträge

Voilà, q.e.d. Was ich mir gedacht habe, stimmt auch, allen Unkenrufen zum Trotz. Ja, informiert bin ich durchaus, seit vielen Jahren beschäftige ich mich hobbymäßig mit DDR-Geschichte, aber das gehört nicht hierher. Dann können wir ja wieder zum "persönlichen Erleben" des MfSlers zurückkehren, nachdem die Pensionsfragen geklärt sind.


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#143

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.05.2016 15:00
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

Alle paar Monate wird das Stasi - Thema benutzt und es werden die selben Fragen gestellt.
Auch von mir.
Viele ehemaligen Genossen haben die ,,Schnauze,, voll zu antworten und andere tippen immer das selbe (Alfred)
Werner
Habe alles von 2010 usw. gelesen.
Wen meinst du von den Blockparteien?
Josef
lesen oder leben in einer Diktatur ist manchmal ein Unterschied.


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#144

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.05.2016 15:03
von Kalubke | 2.294 Beiträge

Sollte der alte Brecht doch recht gehabt haben, dass vor der Moral erst mal das Fressen bzw. das liebe Geld kommt? Dann wären doch Ost und West anschauungsmäßig wieder in trauter Runde vereint.

Mal im Ernst, der Einwurf von @Josef, dass die jüngeren Generationen von so einer Altersversorgung, wie sie heute noch möglich ist, nur träumen können, ist eigentlich noch viel bedrückender. Was die klägliche Hinterlassenschaft an unsere Nachfahren betrifft, daran wird wohl kaum noch ein Gedanke verschwendet.

Gruß Kalubke



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zuletzt bearbeitet 12.05.2016 15:04 | nach oben springen

#145

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.05.2016 15:29
von damals wars | 12.143 Beiträge

Zitat von Josef im Beitrag #123
Zitat von Alfred im Beitrag #113
Zitat von SET800 im Beitrag #112
Hallo,
wie waren denn die Beziehungen MfS-intern zu den technischen "Handwerkern" die nicht mit operativen Vorgängen direkt befasst waren? Also Elektriker die im Büro Lampen wechseln, Funkakkus aufluden, KFZ-Wartung, Türen ölen, die elektrischen Karteikartenlifte aufbauten und warteten, Filme entwickelten und Abzüge erstellten, Putzen, im Casino kochen usw.? Welcher Personalanteil war das, wurden diesen Kräften nach 1989 auch Pensionsansprüche gestrichen?



Es wurden allen MA des MfS die Rentenansprüche gekürzt, egal was sie im MfS gemacht haben. Weiter gestrichen wurde dann nochmals bei dem Minister und seinen Stellvertretern.




Das halte ich für einen normalen Vorgang. Es war ein Kampf der Systeme, ein Klassenkampf und der Osten unterlag.
Stell Dir vor, Ihr Genossen hättet den Westen übernommen. Was wäre passiert?
1. Hättet Ihr Beamte übernommen - oder entlassen?
2. Hättet Ihr Beamten, die in den Ruhestand gehen, eine Pension ausbezahlt?
3. Wie hoch wäre diese Pension ausgefallen?

Ich bin der Meinung, jeder höhere MA des MfS kann froh sein, dass er heute eine Pension bekommt. Schließlich ist er der "besiegte Klassenfeind". Was hätten die Tschekisten, die Elite des Sozialismus, wie sie sich sehen, mit Leuten im westlichen Staatsapparat angefangen? ...



Das ist jetzt aber nicht von Dir?
Entspricht so überhaupt nicht Dem, was Du bisher geschrieben hast!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#146

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.05.2016 15:38
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #143
Alle paar Monate wird das Stasi - Thema benutzt und es werden die selben Fragen gestellt.
Auch von mir.
Viele ehemaligen Genossen haben die ,,Schnauze,, voll zu antworten und andere tippen immer das selbe (Alfred)
Werner
Habe alles von 2010 usw. gelesen.
Wen meinst du von den Blockparteien?
Josef
lesen oder leben in einer Diktatur ist manchmal ein Unterschied.





Na sicher muss mann das identische schreiben. Geht ja nicht anders.


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#147

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.05.2016 15:38
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #143
Alle paar Monate wird das Stasi - Thema benutzt und es werden die selben Fragen gestellt.
Auch von mir.
Viele ehemaligen Genossen haben die ,,Schnauze,, voll zu antworten und andere tippen immer das selbe (Alfred)
Werner
Habe alles von 2010 usw. gelesen.
Wen meinst du von den Blockparteien?
Josef
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Na sicher muss man das identische schreiben. Geht ja nicht anders.


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#148

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.05.2016 15:56
von Ebro | 565 Beiträge

Werde ma die Geschichte hier etwas weiter schreiben.
Nachdem ich nun mit meinem Vater nicht überein kam, und er in den Westen fuhr, wurde ich vor die Wahl gestellt-entweder versetzen lassen und räumliche Trennung vom Vater, oder Entlassung.
Nun war guter Rat teuer. Wie geschrieben, Haus im Umbau, immer im gleichen Umfeld gelebt, Sportverein, Freunde....!
Und eigentlich wollte ich dabei bleiben, hatte doch etwas Abenteuerhaftes, Spannendes und Unbekanntes an sich. Und grosse Lust hatte ich auch nicht, wieder als Ingenieur den ganzen Tag am Schreibtisch zu sitzen.
Habe also mit meiner Frau lange diskutiert und wir sind überein gekommen, nochmal neu anzufangen. Also Haus verkauft und ab in den Norden des Bezirkes. Habe dort ein halbes Jahr in einer Kaserne gewohnt und bin am Wochenende mit meinem Mossi 408 nach Hause gefahren, bevor ich eine Wohnung bekam und die Familie umzog.
Und war dann operativer MA der örtlichen KD, Arbeitsrichtung XVIII, Sicherung der Volkswirtschaft.



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#149

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.05.2016 16:10
von werner | 1.591 Beiträge

Zitat von Josef im Beitrag #137
Zitat von Alfred im Beitrag #135


Das hat alles nichts mit Logik zu schaffen.


Doch, das hat eine gewisse Logik. Die NVA war die Armee eines Staates, das MfS dagegen sein Geheimdienst, also wesentlich gefestigter im Klassenstandpunkt, tschekistische Haltung, wesentlich näher an der Staatsideologie und natürlich auch privilegierter. Ein OSL NVA dürfte nicht so privilegiert gewesen sein wie ein OSL MfS, vielleicht hat der MfSler auch mehr verdient als der einfachere Gen.?


@Josef
das mit den "Privilegien" und den Gehältern hatten wir alles auch schon. Du wirst Dich schon auf die Suche machen müssen.
Sonst maulen hier noch mehr wegen der Wiederholungen.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#150

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.05.2016 16:17
von werner | 1.591 Beiträge

Zitat von Josef im Beitrag #142
Voilà, q.e.d. Was ich mir gedacht habe, stimmt auch, allen Unkenrufen zum Trotz. Ja, informiert bin ich durchaus, seit vielen Jahren beschäftige ich mich hobbymäßig mit DDR-Geschichte, aber das gehört nicht hierher. Dann können wir ja wieder zum "persönlichen Erleben" des MfSlers zurückkehren, nachdem die Pensionsfragen geklärt sind.


Vielleicht klärst Du für Dich erst mal den Unterschied zwischen Pension und Rente.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#151

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.05.2016 16:20
von Josef | 631 Beiträge

Zitat von werner im Beitrag #150
Zitat von Josef im Beitrag #142
Voilà, q.e.d. Was ich mir gedacht habe, stimmt auch, allen Unkenrufen zum Trotz. Ja, informiert bin ich durchaus, seit vielen Jahren beschäftige ich mich hobbymäßig mit DDR-Geschichte, aber das gehört nicht hierher. Dann können wir ja wieder zum "persönlichen Erleben" des MfSlers zurückkehren, nachdem die Pensionsfragen geklärt sind.


Vielleicht klärst Du für Dich erst mal den Unterschied zwischen Pension und Rente.



Der ist mir bekannt.


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#152

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.05.2016 16:21
von Josef | 631 Beiträge

Zitat von werner im Beitrag #149
Zitat von Josef im Beitrag #137
Zitat von Alfred im Beitrag #135


Das hat alles nichts mit Logik zu schaffen.


Doch, das hat eine gewisse Logik. Die NVA war die Armee eines Staates, das MfS dagegen sein Geheimdienst, also wesentlich gefestigter im Klassenstandpunkt, tschekistische Haltung, wesentlich näher an der Staatsideologie und natürlich auch privilegierter. Ein OSL NVA dürfte nicht so privilegiert gewesen sein wie ein OSL MfS, vielleicht hat der MfSler auch mehr verdient als der einfachere Gen.?


@Josef
das mit den "Privilegien" und den Gehältern hatten wir alles auch schon. Du wirst Dich schon auf die Suche machen müssen.
Sonst maulen hier noch mehr wegen der Wiederholungen.




Wie gesagt, es soll hier um "persönliche Erlebnisse" von MfSlern in den 1980er Jahren und zur Wendezeit gehen.


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#153

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.05.2016 16:26
von werner | 1.591 Beiträge

Zitat von Josef im Beitrag #152

Wie gesagt, es soll hier um "persönliche Erlebnisse" von MfSlern in den 1980er Jahren und zur Wendezeit gehen.


Wie gesagt, benutz die Suche, lies Dich ein und wenn dann noch Fragen sind, komm noch mal wieder.

Und dann übe Dich in der richtigen Verwendung von Begriffen, wenn Dir die Unterschiede klar sind.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
vs1400 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#154

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.05.2016 16:27
von Josef | 631 Beiträge

Irgendwie hat hier niemand außer Ebro verstanden, worum es geht. Darum nochmal danke, Ebro, genau das interessiert mich und ich lese jeden einzelnen Abschnitt Deiner Geschichte gerne und mit Aufmerksamkeit.


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#155

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.05.2016 16:33
von KARNAK | 1.690 Beiträge

Ebro! Heißt also Du hast Dich von Deinem Vater getrennt?
Dann will ich Dir meine Geschichte zu dem Thema erzählen, obwohl sie hier schon zu finden sein müsste.
Ich habe meiner Schwiegermutter frühzeitig klargemacht,dass sie wegen mir Probleme bekommen wird wenn sie in den Westen fahren will.Das hat sie aber nicht davon abgehalten einen Reiseantrag zu stellen der abgelehnt wurde.Daraufhin hat sie eine Eingabe an den 1.Sekretär der SED-Bezirksleitung Neubrandenburg genacht.Sie wohnte zu dem Zeitpunkt in Neudtrelitz.Nach meiner Einschätzung hat sie ihr Pfarrer,sie war religiös gebunden,bei diesem Schreiben maßgeblich unterstützt.
Ich war zu dem Zeitpunkt auf der Bezirksparteischule und ein Mitarbeiter von Kader und Schulung meldete sich bei mir an.Ich habe vorgeschlagen wir gehen in das dort vorhandene Cafe,dass hat er merkwürdigerweise abgelehnt,er wollte mit mir in seinen Wartburg.Dort wurde mir klar warum,sein Kassettenrecorder hatte eine Rückkopplung und war damit dekonspiriert.Ich habe ihm gesagt er soll kein Theater weiter machen und das Band einfach laufen lassen.Aber das nur nebenbei
Jedenfalls hat er mir die Sachlage, einschließlich der Eingabe meiner Schwiegermutter mitgeteilt, ich wusste bis dahin nichts davon.Ich habe ihm klar genacht,dass meine Schwiegermutter von mir weiß wie die Lage ist und ich es durchstehe wenn man sie nicht fahren lässt.Das wollte aber er, bzw.Kader und Schulung so offensichtlich nicht.
Er hat mich wörtlich gefragt"Was wäre denn wenn wir sie fahren lassen,meinst Du sie bleibt da?Ich habe ihm mitgeteilt ,dass das nicht passieren wird, ich mir da ziemlich sicher bin.
Er dann zu mir"Sei Dir aber darüber im Klaren,bleibt sie da war es das dann für Dich".Da man sich zu diesem Zeitpunkt um Arbeit keine Sorge machen musste habe ich gesagt,ich werde dann eben damit leben müssen, es wird aber nicht passieren.
Gut sagt der gute Mann,dann werden wir die Reisegenehmigung befürworten, dem General, welchen weiß ich nicht,vielleicht dem BV-Chef,das vorschlagen.Lustigerweise hat er noch erwähnt,wenn sie etwas aus dem Westen mitbringt,es ist vom Prinzip nichts dagegen zu sagen,aber übertreibe es nicht Jedenfalls ist meine Schwiegermutter von en Zeitpunkt regelmäßig in die BRD und nach WB gefahren und für mich war es zumindest nicht erkennbar,dass sich irgendjemand dafür interessiert.Sie ist irgendwann nach Potsdam gezogen und wir hatten einen völlig normalen familieren Kontakt.
Ach so,und ich habe schon ab Mitte der Achziger regelmäßig Mon Cheri gegessen, mit Genehmigung der Firma.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
Josef, lhsecurity, Ebro und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 12.05.2016 16:47 | nach oben springen

#156

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.05.2016 16:52
von damals wars | 12.143 Beiträge

Mon Cheri genascht.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#157

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.05.2016 16:55
von damals wars | 12.143 Beiträge

Zitat von Josef im Beitrag #151
Zitat von werner im Beitrag #150
Zitat von Josef im Beitrag #142
Voilà, q.e.d. Was ich mir gedacht habe, stimmt auch, allen Unkenrufen zum Trotz. Ja, informiert bin ich durchaus, seit vielen Jahren beschäftige ich mich hobbymäßig mit DDR-Geschichte, aber das gehört nicht hierher. Dann können wir ja wieder zum "persönlichen Erleben" des MfSlers zurückkehren, nachdem die Pensionsfragen geklärt sind.


Vielleicht klärst Du für Dich erst mal den Unterschied zwischen Pension und Rente.



Der ist mir bekannt.

Dann weißt Du auch, das man für seine Arbeit in der DDR keine Pensionsansprüche erwerben konnte!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#158

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.05.2016 17:05
von Pit 59 | 10.134 Beiträge

Dann weißt Du auch, das man für seine Arbeit in der DDR keine Pensionsansprüche erwerben konnte!..................

Als ehemaliger" erfolgreicher" Kommunalpolitiker kennt man sich aus,stimmts


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#159

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.05.2016 17:19
von lhsecurity | 159 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #155
Ebro! Heißt also Du hast Dich von Deinem Vater getrennt?
Dann will ich Dir meine Geschichte zu dem Thema erzählen, obwohl sie hier schon zu finden sein müsste.
Ich habe meiner Schwiegermutter frühzeitig klargemacht,dass sie wegen mir Probleme bekommen wird wenn sie in den Westen fahren will.Das hat sie aber nicht davon abgehalten einen Reiseantrag zu stellen der abgelehnt wurde.Daraufhin hat sie eine Eingabe an den 1.Sekretär der SED-Bezirksleitung Neubrandenburg genacht.Sie wohnte zu dem Zeitpunkt in Neudtrelitz.Nach meiner Einschätzung hat sie ihr Pfarrer,sie war religiös gebunden,bei diesem Schreiben maßgeblich unterstützt.
Ich war zu dem Zeitpunkt auf der Bezirksparteischule und ein Mitarbeiter von Kader und Schulung meldete sich bei mir an.Ich habe vorgeschlagen wir gehen in das dort vorhandene Cafe,dass hat er merkwürdigerweise abgelehnt,er wollte mit mir in seinen Wartburg.Dort wurde mir klar warum,sein Kassettenrecorder hatte eine Rückkopplung und war damit dekonspiriert.Ich habe ihm gesagt er soll kein Theater weiter machen und das Band einfach laufen lassen.Aber das nur nebenbei
Jedenfalls hat er mir die Sachlage, einschließlich der Eingabe meiner Schwiegermutter mitgeteilt, ich wusste bis dahin nichts davon.Ich habe ihm klar genacht,dass meine Schwiegermutter von mir weiß wie die Lage ist und ich es durchstehe wenn man sie nicht fahren lässt.Das wollte aber er, bzw.Kader und Schulung so offensichtlich nicht.
Er hat mich wörtlich gefragt"Was wäre denn wenn wir sie fahren lassen,meinst Du sie bleibt da?Ich habe ihm mitgeteilt ,dass das nicht passieren wird, ich mir da ziemlich sicher bin.
Er dann zu mir"Sei Dir aber darüber im Klaren,bleibt sie da war es das dann für Dich".Da man sich zu diesem Zeitpunkt um Arbeit keine Sorge machen musste habe ich gesagt,ich werde dann eben damit leben müssen, es wird aber nicht passieren.
Gut sagt der gute Mann,dann werden wir die Reisegenehmigung befürworten, dem General, welchen weiß ich nicht,vielleicht dem BV-Chef,das vorschlagen.Lustigerweise hat er noch erwähnt,wenn sie etwas aus dem Westen mitbringt,es ist vom Prinzip nichts dagegen zu sagen,aber übertreibe es nicht Jedenfalls ist meine Schwiegermutter von en Zeitpunkt regelmäßig in die BRD und nach WB gefahren und für mich war es zumindest nicht erkennbar,dass sich irgendjemand dafür interessiert.Sie ist irgendwann nach Potsdam gezogen und wir hatten einen völlig normalen familieren Kontakt.
Ach so,und ich habe schon ab Mitte der Achziger regelmäßig Mon Cheri gegessen, mit Genehmigung der Firma.

Danke für Deine Offenheit.

Ich frage mich nur was die Reise Deiner Schwiegermutter - auch mit einem eventuellem Verbleib im Westen - mit Dir zu tun hatte. Das war doch ihre persönliche Angelegenheit. Ich kann das alles nur schwer verstehen da ich ja so was überhaupt nicht kannte.
Meine Schwiegermutter wäre ohne mich oder jemanden anderen einzuweihen oder zu fragen hingefahren wohin sie wollte. Selbstverständlich auch in die DDR zu ihrer Schwiegertochter!
Für welche Aufgaben war denn die Abteilung Kader und Schulung zuständig?


Thinking is the hardest work there is, which is probably the reason why so few engage in it.
Henry Ford


zuletzt bearbeitet 12.05.2016 17:19 | nach oben springen

#160

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.05.2016 17:43
von KARNAK | 1.690 Beiträge

Um das zu verstehen muss man nun mal mindestens"gelernter DDR-Bürger"sein,besser noch Ex-MfS-Mitarbeiter.
Vielleicht noch was zu dem Thema.Als ich mich entschloss meine heutige Frau zu ehelichen, vor 36 Jahren, habe ich ordnungsgemäß die Personalien bei Kader und Schulung abgeliefert.Irgendwann wurde ich hinbestellt und der Mensch machte mir den Vorwurf"Was haste Dir denn da ausgesucht "Hintergrund des Vorwurfs war,meine Frau hatte als Studentin mal einen wohl sexuellen Kontakt zu einem Palästinenser.Sie war mit dem in einem Hotel in Berlin.Ich wusste durchaus davon,aber es war vor meiner Zeit und ich bin auch nicht als Jungfrau in die Ehe.Jedenfalls habe ich den Kadermensch gefragt wo denn nun das Problem ist. Der hat mir dann was vom Mossad erzählt,dem besten Geheimdienst der Welt.
Ich habe ihm klargemacht, dass ich die Frau heiraten werde,notfalls auch ohne die"Firma".Meine Frau wurde dann nochmal ins Besucherzimmer der BV bestellt.Dort wo die Sprechzeiten 8 bis 17 Uhr stattfandenDanach wurde der Eheschliesung zugestimmt und es hat offensichtlich funktioniert.
Kader und Schulung war übrigens das was man heute Personalabteilung nennt.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
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zuletzt bearbeitet 12.05.2016 17:46 | nach oben springen


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