#41

RE: DDR Popklassiker

in Leben in der DDR 06.05.2016 22:27
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Einem Fan der Puhdys werde ich nicht Widersprechen.

Es war nun mal meine eigene persönliche Meinung zu diesen Bands.
Die Puhdys habe ich 2x im Leben gesehen, einmal 1972 in Leipzig auf der Parkbühne und dann als Ersatz für BAP im PdR.
Das erste mal war freiwillig, weil Neugierig auf ne Truppe die damals so schön Uriah Heep nachspielte, Deep Purple etwas stümperhafter und grandios an Vanilla Fudge scheiterte .....
Karat war gut als noch H.J. Neumann der Frontmann war, U. Pexa Gitarre spielte. in dieser Besetzung habe ich sie ebenfalls 2x im Konzert erlebt.
Später habe ich Karat, da schon mit Th. Natschinski an den Keyboards, bei einem Open Air auf dem Pressefest vom ND im Friedrichshain gehört.
Sonst nicht.
Aber wenn es versöhnt, ich habe die CD Box mit allen Alben welche von Karat produziert wurden, ebenso die ersten Amiga Platten als Vinyl ....

Hingegen besitze ich von den Puhdys nur das Album "Rock'n'Roll Musik" welches mir damals in böser Absicht geschenkt wurde, einen Sampler aus der Serie "Rock aus Deutschland Ost" und Veröffentlichungen auf diversen Samplern.
Die CD RaD habe seit fast 24 Jahren und es noch nicht geschafft sie komplett durchzuhören. Mein CD Player verweigert sich entweder komplett wenn die Scheibe drin liegt oder stellt nach cirka 2 Minuten seine Tätigkeit ein ......
Er ist halt anderes gewöhnt.

Gruß
Nostalgiker

PS.: Weil es erwähnt wurde; das hoffentlich wirklich letzte Konzert der Puhdys habe ich mir auszugsweise im Fernsehen angesehen, ich fand das was ich sah und hörte zum gähnen langweilig. Tut mir leid Jungs, ist nie meine Band gewesen und wird es auch nie werden.


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

zuletzt bearbeitet 06.05.2016 22:31 | nach oben springen

#42

RE: DDR Popklassiker

in Leben in der DDR 06.05.2016 22:38
von Ebro | 580 Beiträge

Will Dir ja Deine Meinung nicht nehmen, keinesfalls. Muß ja auch nicht jeder Fan von dem Gleichen sein.
Aber mir ist irgendwie ein Frontmann von Karat namens Neumann (Neumis Rockzirkus??) nicht momentan. Kenne den langjärigen Frontmann von Karat, Herbert Dreilich, noch aus seiner Zeit mit Pantha Rei, gemeinsam mit Veronika Fischer. Bitte um Aufklärung!



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#43

RE: DDR Popklassiker

in Leben in der DDR 06.05.2016 22:40
von der alte Grenzgänger | 1.009 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #34
...

@der alte Grenzgänger, schau bitte auf die Titelliste des Niemen Albums, drittes Bild oberste Reihe links. Auf diesem Album findest du den von Dir gesuchten Titel "Enigmatyczne impresje" (rätselhafte Impresionen)..
Gruß
Nostalgiker


.. danke für den Hinweis- habe wohl etwas überstürzt geschrieben- das u.a. fehlende Album heißt natürlich nur "Rätselhaft" ..

Siggi
(zur "Titelliste": .. schon klar..)


"Man rühmt und man schmäht die meisten Dinge, weil es Mode ist, sie zu rühmen oder sie zu schmähen"
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
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#44

RE: DDR Popklassiker

in Leben in der DDR 06.05.2016 22:43
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Der Bitte will ich kurz nachkommen.
Natürlich gehörte H. Dreilich zu den Gründungsmitgliedern von Karat nachdem sich Pantha Rei auflöste. Allerdings sang er "nur" Background und spielte die Rhythmusgitarre.
H.J. Neumann war der Sänger, mußte zur Armee und H. Dreilich übernahm den Liedgesang. Neumann gründete nach Beendigung seiner Armeezeit Neumi's Rockzirkus

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

Ebro hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#45

RE: DDR Popklassiker

in Leben in der DDR 06.05.2016 22:49
von Ebro | 580 Beiträge

Lag ich ja nicht falsch, mir fehlte bloß das Stück von Neumi bei Karat.
Bin übrigens mit einigen der älteren Herren bei FB verbandelt. Quatsche manchmal mit Maschine, Quaster, Dirk Michaelis, Hasbe.......!



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#46

RE: DDR Popklassiker

in Leben in der DDR 06.05.2016 22:51
von Zange | 396 Beiträge

1978 war bei uns "Am Fenster" der Renner.


Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen (Helmut Schmidt)
damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#47

RE: DDR Popklassiker

in Leben in der DDR 06.05.2016 22:52
von der alte Grenzgänger | 1.009 Beiträge

Nosti- es liegt wahrscheinlich an der momentanen Dunkelheit und einem Irrlicht...
aber mir bist Du im Moment etwas zu "Schwarz- Weiß"...
Klar- Puhdys oder nicht- das ist schon so ne Art religiöse Frage ( von Anfang an...so wie Beatles oder Stones so war es "bei uns" eben Puhdys oder Renft..

..sind aber nicht wegzudiskutieren


Siggi
(der gerade mit seiner Frau bei offener Terrassentür das "letzte Puhdys- Konzert" auf DVD laufen hat.. (beim "vorletzten war ich mit ihr dabei)- nur mal eben an den Rechner gesprungen ist ..)


"Man rühmt und man schmäht die meisten Dinge, weil es Mode ist, sie zu rühmen oder sie zu schmähen"
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
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#48

RE: DDR Popklassiker

in Leben in der DDR 06.05.2016 22:54
von Ebro | 580 Beiträge

Wobei ich auch Renft sehr zugetan war und bin!
Aber auch dem allgemeinen Ostrock-so was gab es im Westen nicht in der Vielfalt.



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#49

RE: DDR Popklassiker

in Leben in der DDR 06.05.2016 23:17
von Hanum83 | 4.789 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #44
Der Bitte will ich kurz nachkommen.
Natürlich gehörte H. Dreilich zu den Gründungsmitgliedern von Karat nachdem sich Pantha Rei auflöste. Allerdings sang er "nur" Background und spielte die Rhythmusgitarre.
H.J. Neumann war der Sänger, mußte zur Armee und H. Dreilich übernahm den Liedgesang. Neumann gründete nach Beendigung seiner Armeezeit Neumi's Rockzirkus

Gruß
Nostalgiker


Du kennst dich richtig gut aus.
Mal so am Rande bezüglich des Possenspiels um den Bandnamen, hat sich der Dreilich wirklich "Karat" gesichert oder dachte nur seine Witwe das H.D. Karat in persona war?


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
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#50

RE: DDR Popklassiker

in Leben in der DDR 06.05.2016 23:26
von Josef | 631 Beiträge

[aus Sicherheitsgründen gelöscht]


zuletzt bearbeitet 07.05.2016 14:54 | nach oben springen

#51

RE: DDR Popklassiker

in Leben in der DDR 06.05.2016 23:32
von Hanum83 | 4.789 Beiträge

Hat mir auch gefallen damals https://www.youtube.com/watch?v=k4cLX44o5GQ


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
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#52

RE: DDR Popklassiker

in Leben in der DDR 06.05.2016 23:41
von Ebro | 580 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #49
Zitat von Nostalgiker im Beitrag #44
Der Bitte will ich kurz nachkommen.
Natürlich gehörte H. Dreilich zu den Gründungsmitgliedern von Karat nachdem sich Pantha Rei auflöste. Allerdings sang er "nur" Background und spielte die Rhythmusgitarre.
H.J. Neumann war der Sänger, mußte zur Armee und H. Dreilich übernahm den Liedgesang. Neumann gründete nach Beendigung seiner Armeezeit Neumi's Rockzirkus

Gruß
Nostalgiker


Du kennst dich richtig gut aus.
Mal so am Rande bezüglich des Possenspiels um den Bandnamen, hat sich der Dreilich wirklich "Karat" gesichert oder dachte nur seine Witwe das H.D. Karat in persona war?


So richtig weiß ich das nicht, @nostalgiker vielleicht eher, aber die Witwe hat auf jeden Fall durchgesetzt, dass der Name "Karat" eine Zeitlang bis zu einem bestimmten Termin nicht geführt werden durfte. Bei dem terminlich dann letzten Konzert, ich glaube Rostock oder so, fiel dann ein Spruchband an der Bühne runter: Ab jetzt heißen wir "K...t" oder so ähnlich. Nach einigem Hin-und Her, auch persönlicher Natur, immerhin ist ja der Stiefsohn der Witwe, Claudius Dreilich jetzt der Frontmann, kam es dann wohl per Gerichtsentscheid zum alten Namen. Wie auch immer, war ne bittere Geschichte, für alle!



Hanum83 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#53

RE: DDR Popklassiker

in Leben in der DDR 06.05.2016 23:48
von der alte Grenzgänger | 1.009 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #41
..das hoffentlich wirklich letzte Konzert der Puhdys habe ich mir auszugsweise im Fernsehen angesehen, ich fand das was ich sah und hörte zum gähnen langweilig. Tut mir leid Jungs, ist nie meine Band gewesen und wird es auch nie werden.


.. habe mal in Deinem Profil nachgesehen.. Du bist fünf Jahre älter als ich .. das ist vielleicht in diesem Zusammenhang nicht ganz unwichtig..

Ich habe die Puhdys das erstemal im Radio in der "Beatkiste" gehört (Ende 71, damals noch Frank Schöbel als Moderator- glaubt mir, der Kerl war "cool" dabei ..) "Türen öffnen sich zur Stadt"..
da war ich 16.. Du schon 21..

.. und solche "Schrammel- Bands" gibt es etliche auf der Welt... aber keiner mokiert sich über Status Quo (nur z.B... und außer Dir natürlich..)

Die ziehen ihr Ding durch, solange sie Publikum haben und kümmern sich (richtigerweise) nicht um akademische Betrachtungen...

Siggi
(der jetzt erstmal ruhen wird... "wenn der Abend sich der Stille neigt" ..)


"Man rühmt und man schmäht die meisten Dinge, weil es Mode ist, sie zu rühmen oder sie zu schmähen"
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
Ebro hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#54

RE: DDR Popklassiker

in Leben in der DDR 06.05.2016 23:48
von Hanum83 | 4.789 Beiträge

Zitat von Ebro im Beitrag #52
Zitat von Hanum83 im Beitrag #49
Zitat von Nostalgiker im Beitrag #44
Der Bitte will ich kurz nachkommen.
Natürlich gehörte H. Dreilich zu den Gründungsmitgliedern von Karat nachdem sich Pantha Rei auflöste. Allerdings sang er "nur" Background und spielte die Rhythmusgitarre.
H.J. Neumann war der Sänger, mußte zur Armee und H. Dreilich übernahm den Liedgesang. Neumann gründete nach Beendigung seiner Armeezeit Neumi's Rockzirkus

Gruß
Nostalgiker


Du kennst dich richtig gut aus.
Mal so am Rande bezüglich des Possenspiels um den Bandnamen, hat sich der Dreilich wirklich "Karat" gesichert oder dachte nur seine Witwe das H.D. Karat in persona war?


So richtig weiß ich das nicht, @nostalgiker vielleicht eher, aber die Witwe hat auf jeden Fall durchgesetzt, dass der Name "Karat" eine Zeitlang bis zu einem bestimmten Termin nicht geführt werden durfte. Bei dem terminlich dann letzten Konzert, ich glaube Rostock oder so, fiel dann ein Spruchband an der Bühne runter: Ab jetzt heißen wir "K...t" oder so ähnlich. Nach einigem Hin-und Her, auch persönlicher Natur, immerhin ist ja der Stiefsohn der Witwe, Claudius Dreilich jetzt der Frontmann, kam es dann wohl per Gerichtsentscheid zum alten Namen. Wie auch immer, war ne bittere Geschichte, für alle!


Für mich hat die ganze Geschichte aber irgendwie zu der Bombasto-Rock-Band gepasst.
Auch heute würde ich wie damals nie einen Fuß in ein Karat-Konzert setzen, ist mir immer noch zu bombastisch, da geh ich lieber zu Wolf Maahn


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
zuletzt bearbeitet 07.05.2016 00:02 | nach oben springen

#55

RE: DDR Popklassiker

in Leben in der DDR 07.05.2016 00:01
von Ebro | 580 Beiträge

Zitat von der alte Grenzgänger im Beitrag #53
Zitat von Nostalgiker im Beitrag #41
..das hoffentlich wirklich letzte Konzert der Puhdys habe ich mir auszugsweise im Fernsehen angesehen, ich fand das was ich sah und hörte zum gähnen langweilig. Tut mir leid Jungs, ist nie meine Band gewesen und wird es auch nie werden.


.. habe mal in Deinem Profil nachgesehen.. Du bist fünf Jahre älter als ich .. das ist vielleicht in diesem Zusammenhang nicht ganz unwichtig..

Ich habe die Puhdys das erstemal im Radio in der "Beatkiste" gehört (Ende 71, damals noch Frank Schöbel als Moderator- glaubt mir, der Kerl war "cool" dabei ..) "Türen öffnen sich zur Stadt"..
da war ich 16.. Du schon 21..

.. und solche "Schrammel- Bands" gibt es etliche auf der Welt... aber keiner mokiert sich über Status Quo (nur z.B... und außer Dir natürlich..)

Die ziehen ihr Ding durch, solange sie Publikum haben und kümmern sich (richtigerweise) nicht um akademische Betrachtungen...

Siggi
(der jetzt erstmal ruhen wird... "wenn der Abend sich der Stille neigt" ..)



Ja, Status Quo spielen im Sommer hier in Ba-Wü. Und leben immer noch........!

(an den Ufern der Nacht......ich gehe jetzt heia)



der alte Grenzgänger hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#56

RE: DDR Popklassiker

in Leben in der DDR 07.05.2016 00:25
von Rainman2 | 5.764 Beiträge

Zitat von der alte Grenzgänger im Beitrag #53
Zitat von Nostalgiker im Beitrag #41
..das hoffentlich wirklich letzte Konzert der Puhdys habe ich mir auszugsweise im Fernsehen angesehen, ich fand das was ich sah und hörte zum gähnen langweilig. Tut mir leid Jungs, ist nie meine Band gewesen und wird es auch nie werden.


.. habe mal in Deinem Profil nachgesehen.. Du bist fünf Jahre älter als ich .. das ist vielleicht in diesem Zusammenhang nicht ganz unwichtig..

Ich habe die Puhdys das erstemal im Radio in der "Beatkiste" gehört (Ende 71, damals noch Frank Schöbel als Moderator- glaubt mir, der Kerl war "cool" dabei ..) "Türen öffnen sich zur Stadt"..
da war ich 16.. Du schon 21..

.. und solche "Schrammel- Bands" gibt es etliche auf der Welt... aber keiner mokiert sich über Status Quo (nur z.B... und außer Dir natürlich..)

Die ziehen ihr Ding durch, solange sie Publikum haben und kümmern sich (richtigerweise) nicht um akademische Betrachtungen...

Siggi
(der jetzt erstmal ruhen wird... "wenn der Abend sich der Stille neigt" ..)


In der Kunst (e oder u - ist egal) wird sicher vieles als Geschmacksfrage durchgehen. Aber, es gibt hie und da auch ein paar objektive Kriterien für Qualität. Bei den Pudhys haben wir es zweifelsfrei mit handwerklich soliden Rockmusikern zu tun. Die frühen Cover-Nummern können daran keinen Zweifel lassen. Anfang der 70er kamen sie durchaus experimentell rüber. Ich erinnere mich da an Titel wie "Türen öffnen sich zur Stadt". Gut und bis heute akzeptabel. 1973 die Filmmusik zu Paul und Paula - weitestgehend textlich und musikalisch geklaut, aber grandios auf den Punkt gebracht. Damit aber endet der Beitrag der Pudhys zur Musikentwicklung in der DDR. Ab da wurde nur noch das vorhandene Potential genutzt. Drei Harmonien Titelchen, nichtssagend, durchschnittlich. Das wäre, um dem Status Quo Vergleich die Ehre zu geben, kein Problem. ABER: Zu DDR Zeiten war alles budgetiert. Auch die Anzahl der durch Amiga zu produzierenden Platten. Und statt dass da ein paar junge und/oder interessante Bands produziert wurden, durfte diese Schnarchband ihre tausendste missglückte Scheibe pressen lassen. In den Discos tanzte kaum jeman nach Ost-Titeln, auch nicht nach denen der Pudhys. Und heute spielen sich diese verpeilten Rentner als die Seele der DDR-Rockmusik auf und werden von Medien, die aus tumber Nostalgiewelle ihren Profit ziehen, immer noch hofiert. Ich bin gern bereit, mir deren Titel nach 1973 anzuhören, wenn mir jemand sagt, worin da eine Qualität liegen könnte. Kommerzieller Erfolg hat nichts mit künstlerischer Qualität zu tun. Dass es Fans gibt, ist legitim, denn die Jungs können eine Hütte oder ein Stadion rocken. Aber sehr viel mehr können sie eben auch nicht.

Ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


Fritze, damals wars und Bayridge haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#57

RE: DDR Popklassiker

in Leben in der DDR 07.05.2016 00:45
von Josef | 631 Beiträge

[aus Sicherheitsgründen gelöscht]


zuletzt bearbeitet 07.05.2016 14:43 | nach oben springen

#58

RE: DDR Popklassiker

in Leben in der DDR 07.05.2016 03:57
von HG19801 | 1.613 Beiträge

Also ich weiß nicht so recht, aber viele Interpreten, über die hier diskutiert wird, zählen zum DDR-Rock-Genre. Dass vieles von Puhdys, Karat, Silly usw. usf. als Popmusik, also einer eher "gezähmten" Variante des Rock für breite Massenkompatibilität, betrachtet werden, ist wohl dem Umstand geschuldet, dass in der DDR ziemlich gesteuert der Beat/Rock auf dem deutschen Lied (was auch immer man darunter zu verstehen hat) fußen sollte. Nur wenige Bands brachen aus diesem Schema aus und diese agierten mehr in von den Kulturbestimmern argwöhnisch beäugten Nischen und Grauzonen (Blues, Punk).
Aufgrund einer gewissen vorgeschriebenen Seichtheit, erreichten viele DDR-Bands so nicht die krachende Tiefe bzw. die Qualität auf Blues und Rock 'n' Roll basierender internationaler Interpreten.
Freilich lässt sich unendlich darüber streiten, was Pop oder Rock ist, wo die ohnehin auch interpretenintern fließenden Grenzen zu ziehen sind. Zudem spielen individuelle Auffassungen eine starke Rolle.
Ich persönlich konnte mit dem DDR-Rock abgesehen von einzelnen Songs nie allumfassend etwas anfangen. In meinen Tonträgerregalen stellt dieses Genre eine verschwindende Minderheit dar. Etwas Puhdys (aus deren Urzeit), Renft, Jürgen Kerth und das war es auch schon.

Doch, um beim Pop made in GDR zu bleiben, hier mal ein am Philadelphia-Sound orientierter Beitrag der Gruppe Kreis - "Doch ich wollt' es wissen":

http://www.dailymotion.com/video/x3cloua


"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." – Albert Einstein


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#59

RE: DDR Popklassiker

in Leben in der DDR 07.05.2016 07:26
von der alte Grenzgänger | 1.009 Beiträge

Zitat von Rainman2 im Beitrag #56
..denn die Jungs können eine Hütte oder ein Stadion rocken. Aber sehr viel mehr können sie eben auch nicht.

Ciao Rainman



.. um mehr geht es aber auch nicht... alles andere wäre wohl zuviel verlangt (von allen Bands dieser Welt, da ist keine wirklich Weltverbesserer und keine "nur Künstler".. und sollte wirklich mal eine diese Ansprüche an sich selbst haben, dann ist sie garantiert nicht bekannt / populär / hip und was weiss ich noch... dann ist sie immer kurz vorm verhungern oder der Auflösung)

Siggi


"Man rühmt und man schmäht die meisten Dinge, weil es Mode ist, sie zu rühmen oder sie zu schmähen"
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
Ebro hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#60

RE: DDR Popklassiker

in Leben in der DDR 07.05.2016 08:10
von Ebro | 580 Beiträge

Nur der Bademeister David aus den USA ist nach wie vor der Meinung, dass er die Mauer eingerissen hat.....!



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