#1

30 Jahre Tschernobyl - Was haben wir gelernt?

in Themen vom Tage 26.04.2016 18:02
von buschgespenst | 623 Beiträge

Der Super-Gau von Tschernobyl 30 Jahre her. In der Ukraine und in Russland gedenkt man heute der Opfer und würdigt die heldenhaften Ersthelfer.
Haben wir in den vergangenen Jahrzehnten etwas aus der Katastrophe gelernt?

Heute Abend bei ARTE gibt es einen Themenabend.
http://info.arte.tv/de/tschernobyl-30-ja...der-katastrophe

Am 26. April 1986 explodiert der Reaktor 4 des Atomkraftwerks von Tschernobyl und provoziert die größte Nuklearkatastrophe der Geschichte. In den darauffolgenden Tagen werden mehr als 250.000 Menschen in einem Radius von 30 Kilometern evakuiert. Dreißig Jahre nach dem Vorfall sind einige hundert Bewohner unerlaubterweise in die Sperrzone von Tschernobyl zurückgekehrt. Sie trotzen der Strahlung, die wohl erst in einigen Jahrhunderten vollständig abklingen wird. Seit 2001 baut die internationale Gemeinschaft nun eine neue eiserne Kuppel über Reaktor 4. Als neue Schutzhülle soll sie die alte umschließen, die als Notlösung eiligst nach der Nuklearkatastrophe erbaut worden war. Der riesige Bau dürfte im Jahr 2017 fertiggestellt werden.

...


Mein Erzgebirge,
hoch über dunklen Schächten lauscht deiner Halden wilde Einsamkeit.
Still raunen sie von guten Himmelsmächten,
von Berggeschrei aus längst vergangener Zeit.

(Edwin Bauersachs)

Glück Auf!
Bernd
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#2

RE: 30 Jahre Tschernobyl - Was haben wir gelernt?

in Themen vom Tage 26.04.2016 18:10
von buschgespenst | 623 Beiträge

Bericht über Atomaufsicht Belgiens Akw-Aufseher im Chaos

Ob Terrorgefahr oder ihre technische Ausstattung: die belgischen Atomkraftwerke stehen immer wieder als Sicherheitsrisiko da. Was sagt ein neuer Bericht über die Situation im Nachbarland?
http://www.tagesspiegel.de/politik/beric...s/13500064.html

Der Behördenchef heißt Jan Bens. [...] Nach seinem Amtsantritt erklärte er, dass er Windräder für gefährlicher als Atomkraftwerke hält. [...]

Gut Vögel können Windräder durchaus gefährlicher sein....

...


Mein Erzgebirge,
hoch über dunklen Schächten lauscht deiner Halden wilde Einsamkeit.
Still raunen sie von guten Himmelsmächten,
von Berggeschrei aus längst vergangener Zeit.

(Edwin Bauersachs)

Glück Auf!
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#3

RE: 30 Jahre Tschernobyl - Was haben wir gelernt?

in Themen vom Tage 26.04.2016 18:56
von andyman | 1.871 Beiträge

Der deutsche Atomausstieg ist nicht viel wert,wenn es in den Nachbarländern einige Atomkraftwerke in der Nähe der deutschen Grenze gibt.Hier zählt nur ein gesamteuropäisches Vorgehen,aber davon sind wir weit entfernt.
Grundsätzlich würde ich den Atomausstieg befürworten,schon allein deswegen weil dann keine neuen Abfälle anfallen die Jahrzehnte weiterstrahlen,die Terrorgefahr sollte man auch nicht unterschätzen(was passiert z.B.wenn ein großes Verkehrsflugzeug in ein AKW gelenkt wird)
Der Umstieg auf Windräder ist aber sicher keine Komplettlösung,zumal die Landschaften schon zugepflastert sind und die Leistung nicht ausreichend ist.
Lgandyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius
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#4

RE: 30 Jahre Tschernobyl - Was haben wir gelernt?

in Themen vom Tage 26.04.2016 20:28
von DoreHolm | 7.676 Beiträge

Auch wenn hier ein Sturm der Entrüstung losbricht, aber ich bin ein Anhänger eines Energiemixes. Schon der Versorgungssicherheit wegen. Dazu zählt natürlich auch die Kernenergie, auch wenn ich mir trotz geologischer Grundkenntnisse nicht anmaße, hier bezüglich der Endlagerung meine Vorstellungen als richtig zu betrachten, auch wenn ich eine Meinung dazu habe. Im ARTE kommt um 21.45 Uhr eine Sendung nach der Suche eines solchen sicheren Ortes.
Ich bin mir sicher, daß sich die öffentliche Meinung wandelt, sobald die Elt-Preise zu weit hochgehen und die Nutzung der Kernkraft hier eine Entspannung versprechen würde. In Ronneburg, im Erzgebirge und dem Elbsandsteingebirge lagern noch Vorräte für etliche Jahrzehnte, je nach Bedarf an Natururan. Das "Berggeschrey" ist dort noch nicht endgültig verstummt, ebenso wie auf Pb, Sn, Zn, F, Co, Bi, Ag und andere Elemente. In anderen alten Bergbauregionen wie dem Harz ebenso. Alles eine Frage der Weltmarktpreise. Natürlich dann mit fortgeschritteneren Abbau- und Aufbereitungstechnologien und strengeren Umweltauflagen als vor 1990.

Übrigens zu Tschernobyl: Ungewollt ist dieses weiträumige Gelände mit Gebäuden, Wäldern und einer hochentwickeltenTierwelt zu einem einzigartigem Forschungsobjekt für eine Vielzahl von Wissenschaften geworden. Wie holt sich die Natur alles zurück, wenn der Mensch nicht mehr eingreift, welche Tiere und Pflanzen profitieren am meisten davon, welche nicht, wie reagieren Tiere und Pflanzen langfristig auf die erhöhte Radioaktivität, wie erfolgt deren Abbau, wie viel wird durch Niederschläge aus dem Gebiet ausgeschwemmt und vieles mehr.



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zuletzt bearbeitet 26.04.2016 20:33 | nach oben springen

#5

RE: 30 Jahre Tschernobyl - Was haben wir gelernt?

in Themen vom Tage 26.04.2016 20:48
von Fritze | 3.474 Beiträge

Kamen in den letzten Tagen mehrere interessante Berichte zur Gegend um Tschernobyl .

Die Wölfe nutzen sogar die verlassenen Gebäude .


"Das kann doch überhaupt nur jemand nicht wissen ,der entweder vollkommen ahnungslos ist ,oder ,oder jemand der also bösartig ist !"

"If you get up and walk away, leave the past behind, go ahead and take a ride ,no telling what you find ! "
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#6

RE: 30 Jahre Tschernobyl - Was haben wir gelernt?

in Themen vom Tage 26.04.2016 21:01
von Hanum83 | 4.662 Beiträge

Ich glaube die heldenhaften Ersthelfer waren Soldaten die vielleicht nicht alle gewusst haben das sie einen grausamen Heldentod sterben müssen.


Ein Jahr lang 10 Kilometer der innerdeutschen Grenze 1983/84 mitbewacht.
(Zusatz-Info auf Wunsch eines einzelnen Users: War dabei auch Postenführer.)
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#7

RE: 30 Jahre Tschernobyl - Was haben wir gelernt?

in Themen vom Tage 26.04.2016 21:13
von Pit 59 | 10.123 Beiträge

Ich glaube nicht das diese Ersthelfer überhaupt eine Wahl hatten.


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#8

RE: 30 Jahre Tschernobyl - Was haben wir gelernt?

in Themen vom Tage 27.04.2016 02:31
von andyman | 1.871 Beiträge

[quote=DoreHolm|p538417]
Ich bin mir sicher, daß sich die öffentliche Meinung wandelt, sobald die Elt-Preise zu weit hochgehen und die Nutzung der Kernkraft hier eine Entspannung versprechen würde.]

Bis dann in deiner Ecke ein Endlager gebaut wird ,dann werden dir die Augen aufgehen welche Geister du gerufen hast.Die Strahlung von Tschernobyl wird erst in 300 Jahren ungefährlich seinNur mal so als Denkanstoß,es gibt bis heute noch kein Endlager in DE und es wird immer weiter radioaktiver Abfall produziert,aber richtig prekär wird es wenn die ältesten AKW stillgelegt werden müssen weil die Materialien zu verschlissen sind.Im übrigen sind die sogenannten Endlager,wenn sie dann sicher sind,auch keine Lösung sie verlagern das Problem nur in die Zukunft weil ja ständig neuer Abfall produziert wird.
Lgandyman


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#9

RE: 30 Jahre Tschernobyl - Was haben wir gelernt?

in Themen vom Tage 27.04.2016 06:18
von Schuddelkind | 3.505 Beiträge

Gelernt hat man aus Tschernobyl im Grunde genommen gar nichts. Dabei kann hier in Deutschland jeden Tag der SuperGAU eintreten. Nicht unbedingt in einem AKW, sondern durch den ursprünglich als sicher geltenden ASSE-Schacht. Entweder durch den Zusammenbruch des Deckengesteins oder durch einen nicht mehr zu beherrschenden Wassereintritt. Und trotz LEX ASSE und den erklärten Willen, den gärenden Atomschrott zu bergen, passiert.................gar nix! Seit Jahren ist man damit beschäftigt, eine ehemalige Kammer anzubohren, bisher ohne Erfolg. Die Suche nach einem Bergungsschacht zieht sich auch in die Länge, vor 2028 so die neuste Schätzung, wird er auch nicht fertig sein. Die Suche nach einem Zwischenlager......auf Eis gelegt. Ich gehe mal davon aus, das nicht ein Krümel geborgen wird. Aber selbst wenn, weiß man immer noch nicht, wohin mit dem Schrott. Schacht Konrad fällt aus, weil der die Kapazitäten gar nicht hat. Gorleben fällt auch aus, wegen der Salzproblematik. Tja, und wohin eigentlich mit dem Schrott aus dem ähnlich maroden Morsleben......?
Global gesehen wird sich die Menschheit wohl selber ausrotten. Aber zum Glück wird die Tierwelt überleben, weil anpassungsfähiger, das ist das Einzige, was man aus Tschernobyl gelernt hat!


Intellektuelle spielen Telecaster
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#10

RE: 30 Jahre Tschernobyl - Was haben wir gelernt?

in Themen vom Tage 27.04.2016 06:50
von damals wars | 12.113 Beiträge

Bis zum Unfall war ich auch der Meinung, das die Kernenergie beherrschbar ist. Ich hatte es doch so gelernt. Und wollte in der Wasseraufbereitung im KKW Stendal arbeiten.
Ich weiß noch, wir Studenten waren zum Bandrücken (Kohlenband verschieben) in den Tagebau Weltzow Süd abkommandiert. Die ganze Nacht kam im Westradio die Berichte zum Unfall.
Ich vergessen nie, wie im Konsum eine alte Oma alte Butter verlangt! "Wovor hat die den Angst" fragte ich mich. Heute weiß ob es.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#11

RE: 30 Jahre Tschernobyl - Was haben wir gelernt?

in Themen vom Tage 27.04.2016 08:27
von berlin3321 | 2.512 Beiträge

Morjen....

Stimmt, Schuddel, gelernt hat man nichts. Siehe Reaktorunfall Japan. Das gleiche in Grün. Auch dort werden die "Ersthelfer" und die Bevölkerung zu Massen erkranken und z.T. qualvoll sterben.

Auch das hochtechnisierte Japan war zu blauäugig im Umgang mit der Kernenergie.

Was die "Spätschäden" der Kernenergie in 100 oder 200 Jahren angeht, tja....so bitter und zynisch es klingt, wir (die jetzige Generation) werden es weder verhindern können noch erleben. Letzteres ist vielleicht auch besser so....

MfG Berlin


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#12

RE: 30 Jahre Tschernobyl - Was haben wir gelernt?

in Themen vom Tage 27.04.2016 09:31
von Pit 59 | 10.123 Beiträge

Gestern hat ein Reporter so einen Grünen Fuzzi folgende Frage gestellt "Wenn alle KKW abgeschaltet werden reicht dann unsere Energie noch" ?
Es kam als Antwort nur ein Schwachsinniges Gestammele mit dem niemand was Anfangen kann.
Und Deutschland ist eingekreisst von KKW,Tschechien,Belgien,Frankreich u.s.w.


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#13

RE: 30 Jahre Tschernobyl - Was haben wir gelernt?

in Themen vom Tage 27.04.2016 09:52
von Rostocker | 7.715 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #12
Gestern hat ein Reporter so einen Grünen Fuzzi folgende Frage gestellt "Wenn alle KKW abgeschaltet werden reicht dann unsere Energie noch" ?
Es kam als Antwort nur ein Schwachsinniges Gestammele mit dem niemand was Anfangen kann.
Und Deutschland ist eingekreisst von KKW,Tschechien,Belgien,Frankreich u.s.w.


Nicht nur eingekreist--Deutschland hat doch selber noch welche am Netz


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#14

RE: 30 Jahre Tschernobyl - Was haben wir gelernt?

in Themen vom Tage 27.04.2016 10:03
von bürger der ddr | 3.578 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #12
Gestern hat ein Reporter so einen Grünen Fuzzi folgende Frage gestellt "Wenn alle KKW abgeschaltet werden reicht dann unsere Energie noch" ?
Es kam als Antwort nur ein Schwachsinniges Gestammele mit dem niemand was Anfangen kann.
Und Deutschland ist eingekreisst von KKW,Tschechien,Belgien,Frankreich u.s.w.


Nur das wir eingekreist sind kann nicht bedeuten das wir auch mit diesem Schwachsinn weiter machen!
Für mich wäre die erste Konsequenz den Energieverbrauch zu minimieren, weiviel Energie wird sinnlos füe Werbung verschleudert? Jede Leuchtwerbung müßte extra versteuert werden, ich denke dabei auch an den "Lichtsmog". Wir verlassen uns immer auf die beherrschbarkeit der Technik, Wachstum als Dogma....
Wir müssen endlich umdenken, wir werden verarsc... nach Strich und Faden. Der kleine Bürger kauft Energiesparlampen und ist stolz wie "Bolle" (obwohl auch das richtig ist) und die Industrie "wächst" und verbraucht ständig mehr. Solange wir Wachstum über alles stellen, solange werden wir am eigenen Untergang zimmern.

Das abschalten der AKW ist richtig und es sollte m.M. ein Verbund an herkömmlicher Energiegewinnung stattfinden. Alles im ausgewogenen Maß zusammen, Wind-, Wasser-, Gezeiten- und Kohlekraftwerke sowie Solarenergie. Wir haben keine andere Lösung.



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#15

RE: 30 Jahre Tschernobyl - Was haben wir gelernt?

in Themen vom Tage 27.04.2016 13:03
von Rainer-Maria Rohloff | 1.335 Beiträge

Ja genau so Pit in einem Vortext. Nehmt doch die Dinger alle mal vom Netz, so von heute auf morgen. Und dann stellt Euch die dummen Gesichter vor, so von Otto Normalo und Politfritzen und Sonstigen. Schon dieses saudumme Grünengewäsch über die doch eigentlich richtig zuverlässigen Kohlemeiler, und das im tiefsten Winter auch, also ich würde denen im Haushalt sofort den Stecker ziehen, jedem Einzelnen von diesen Grünen.

Und dann nur noch Windkraft und Solarfeld für diese Klientel, so lange, bis wochenlang kein Wind mehr weht und Sonne auch nur von den Wolken verdeckt wird. Dann wollen wir doch mal sehen, wo deren große Fresse(entschuldigt) bleibt?

Rainer-Maria und Gott ne ich bekomme da Zustände. Jeder Dussel in diesem satten Deutschland will 24 Stunden um die Uhr Strom aus der Dose nur KKW will man nicht, Kohle und Gaskraftwerke auch nicht, das Wasser käme somit auch nicht ins obere Pumpspeicherbecken da der Strom fehlt und die Windräder nehmen wir auch noch vom Netz, der lieben Vögelein zuliebe.



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#16

RE: 30 Jahre Tschernobyl - Was haben wir gelernt?

in Themen vom Tage 27.04.2016 13:12
von EMW-Mitarbeiter | 462 Beiträge

Ich muss sagen, ich bin bin für die Kernkraft. Ich meine auch, das die Auswirkungen doch ganz schön übertrieben werden. Zudem gibts für Krankheiten doch extrem viele Auslöseparameter. Das Problem bisher waren meiner Meinung nach der manchmal laxe Umgang damit. Übrigens: eine Kohlekraftwerk gibt im normalen Betrieb viel mehr Radioaktivität ab, als ein im Regelbetrieb befindliches Kernkraftwerk. Das liegt an der natürlichen Radioaktivität der Kohle. Irgendwann werden wir es auch schaffen, die nicht ganz so kritische Kernfusion in den Griff zu bekommen.


Warum wachsen wohl BRD und die 5 neuen Bundesländer nicht zusammen bzw. werden es nie tun? Man merkt es zum Teil auch hier im Forum.
Ich für meine Person werde mich jedenfalls politisch nicht mehr äussern und mich an Diskussionen mit politischen Seitenhieben und nach unten treten nicht mehr beteiligen.
Rainer-Maria Rohloff und Pit 59 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#17

RE: 30 Jahre Tschernobyl - Was haben wir gelernt?

in Themen vom Tage 27.04.2016 13:15
von B Man | 193 Beiträge

Moin

Ich frage mich immer was passiert wenn hier in Deutschland so ein Ding hochgeht.

Den Sowjetsoldaten hat man befohlen in dem völlig zertrümmertem Gebäude die Brocken von Hand weg zu räumen ohne das die wahrscheinlich genau wussten was sie da tuen.

Die Japaner hatten ein paar Helden Samaurais oder wie man das auch nennen will um die groben Brocken zu richten.
Aber seitdem wursteln die auch eher schlecht als recht vor sich hin.

Wie soll das hier ablaufen wenn man mit purer Technik nicht weiter kommt ?


Gruss Andreas
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#18

RE: 30 Jahre Tschernobyl - Was haben wir gelernt?

in Themen vom Tage 27.04.2016 15:03
von EMW-Mitarbeiter | 462 Beiträge

Zitat von B Man im Beitrag #17

Moin

Ich frage mich immer was passiert wenn hier in Deutschland so ein Ding hochgeht.

Den Sowjetsoldaten hat man befohlen in dem völlig zertrümmertem Gebäude die Brocken von Hand weg zu räumen ohne das die wahrscheinlich genau wussten was sie da tuen.

Die Japaner hatten ein paar Helden Samaurais oder wie man das auch nennen will um die groben Brocken zu richten.
Aber seitdem wursteln die auch eher schlecht als recht vor sich hin.

Wie soll das hier ablaufen wenn man mit purer Technik nicht weiter kommt ?

Ich glaube eher, das die Leute im Kernkraftwerk vor Ort sowieso verstrahlt waren. Es wäre möglicherweise egal gewesen.
Ich glaube ausserdem nicht, das in Deutschland ein solches KKW "hoch geht".


Warum wachsen wohl BRD und die 5 neuen Bundesländer nicht zusammen bzw. werden es nie tun? Man merkt es zum Teil auch hier im Forum.
Ich für meine Person werde mich jedenfalls politisch nicht mehr äussern und mich an Diskussionen mit politischen Seitenhieben und nach unten treten nicht mehr beteiligen.
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#19

RE: 30 Jahre Tschernobyl - Was haben wir gelernt?

in Themen vom Tage 27.04.2016 15:47
von Pit 59 | 10.123 Beiträge

KKW müssen Abgeschaltet werden wird gebrüllt und Demonstriert.Wir sind für Erneuerbare Energien wird gebrüllt. Und stellt die Windräder auf wo Ihr wollt,aber nicht in meiner Nähe,dann gibts eine Bürgerinitiative gegen das Aufstellen,alles lachhaft.
Wir jedenfalls werden es nicht mehr erleben das die KKW abgeschaltet werden,und das ist gut so.


EMW-Mitarbeiter und DoreHolm haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#20

RE: 30 Jahre Tschernobyl - Was haben wir gelernt?

in Themen vom Tage 27.04.2016 18:23
von StabsfeldKoenig | 2.616 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria Rohloff im Beitrag #15
Ja genau so Pit in einem Vortext. Nehmt doch die Dinger alle mal vom Netz, so von heute auf morgen. Und dann stellt Euch die dummen Gesichter vor, so von Otto Normalo und Politfritzen und Sonstigen. Schon dieses saudumme Grünengewäsch über die doch eigentlich richtig zuverlässigen Kohlemeiler, und das im tiefsten Winter auch, also ich würde denen im Haushalt sofort den Stecker ziehen, jedem Einzelnen von diesen Grünen.

Und dann nur noch Windkraft und Solarfeld für diese Klientel, so lange, bis wochenlang kein Wind mehr weht und Sonne auch nur von den Wolken verdeckt wird. Dann wollen wir doch mal sehen, wo deren große Fresse(entschuldigt) bleibt?

Rainer-Maria und Gott ne ich bekomme da Zustände. Jeder Dussel in diesem satten Deutschland will 24 Stunden um die Uhr Strom aus der Dose nur KKW will man nicht, Kohle und Gaskraftwerke auch nicht, das Wasser käme somit auch nicht ins obere Pumpspeicherbecken da der Strom fehlt und die Windräder nehmen wir auch noch vom Netz, der lieben Vögelein zuliebe.



Erstmal hast Du die Wasserkraftwerke als älteste, gewerbsmäßig genutzte Form der Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen vergessen, andererseits kann man immer, wenn Sonne scheint oder wind weht, die Pumpspeicherwerke "aufladen". Also gibt es immer "grünen" Strom. Auch Biomasse/Biogas-Kraftwerke (die als Spitzenlast-Technologie im ökologischen Mix genutzt werden können, wenn andere Kapazitäten nicht ausreichen) solltest Du nicht übersehen. Wenn im Sommer das Kühlwasser nicht reicht (Niedrigwasser in Flüssen) muß man Kohle- und Atomkraftwerke abschalten. Und Braunkohle-Kraftwerke können im Winter ausfallen, wenn man nicht mehr genug Kohle aus der Grube bekommt. Die Versorgungssicherheit bei "grünem" Strom ist nicht schlechter, als bei "schwarzen" oder "gelben" Strom.



bürger der ddr, DoreHolm und matloh haben sich für diesen Beitrag bedankt
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