#161

RE: Der Palast der Republik

in Leben in der DDR 25.04.2016 09:07
von Heckenhaus | 5.158 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #146


Wer sich auskennt, der weiß, daß die Gaststätten oft nicht voll waren. Aber oft standen auf vielen Tischen gefakte "Reserviert"-Schilder. D.h., man wollte sich nicht überarbeiten.
Machen wir uns nichts vor: Diese Schilder waren kein Service.


In der DDR war alles Scheiße, stimmts ? Auch dann, wenn alle Tische bestzt waren.


.
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„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
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#162

RE: Der Palast der Republik

in Leben in der DDR 25.04.2016 09:08
von Hanum83 | 4.807 Beiträge

Wenn jemand der Kohle hat sich davon etwas baut, von mir auch bissel größer, tja, dann kann er es halt, wenn die Armetei anfängt Paläste zu bauen wirds eher lustig, oder traurig, oder was weiß ich.
Früher haben die Kirche und die sonst so mächtigen auch das Volk beeindruckt, war mit der Kiste nix anderes, Erna aus Hinterkuhschnappel sollte auch mal sehen zu was der Sozialismus fähig war, im Dorfkonsum sah sie es ja eher nicht.
Wenn ich heute mal bissel Kurzweil haben möchte fahre ich auch gerne nach Berlin, da geh ich zum Sony-Center (auch ganz schön protzig) und schau mir die Blueman-Group an oder diverse Musicals an, ohne mich irgendwo anstellen zu müssen, ist ein ganz normaler Vorgang und quasi überhaupt kein Höhepunkt, früher drängelten sich wohl zwei Drittel Hauptstadtbewohner und paar LPG-Auszeichnungskollektive vor der Kiste, ok, wems gefallen hat.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
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zuletzt bearbeitet 25.04.2016 09:30 | nach oben springen

#163

RE: Der Palast der Republik

in Leben in der DDR 25.04.2016 09:11
von Heckenhaus | 5.158 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #144


Seltsame Reaktion. Es geht um SED-Protzbauten und nicht um Regionen.



Danke für die Belehrung.
Trotzdem war der PdR für mich kein "Protzbau", sondern ein sehr funktionelles und zweckmäßiges Gebäude.
Diese Meinung mußt du natürlich nicht mit mir teilen, jedoch akzeptieren.
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#164

RE: Der Palast der Republik

in Leben in der DDR 25.04.2016 09:28
von eisenringtheo | 9.191 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #163
(...)Danke für die Belehrung.
Trotzdem war der PdR für mich kein "Protzbau", sondern ein sehr funktionelles und zweckmäßiges Gebäude.
(...)


Vielleicht wurde es deshalb abgerissen. Bauten im achitektonischen Stil der Moderne gibt es einfach zuviele.
Theo


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#165

RE: Der Palast der Republik

in Leben in der DDR 25.04.2016 09:33
von bürger der ddr | 3.642 Beiträge

Meiner Meinung war das eine simple Machtdemonstration. Diese wurde durch die Asbestbelastung "getarnt", aber ein jeder wußte worum es wirklich ging. Das zeigen auch hier die Meinungen, die meisten "Gegner" der DDR begrüßen den Abriß und die meisten "Befürworter" verurteilen den Abriß.
Sachliche Gründe könnten ja die "Fronten" überschreiten.....



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#166

RE: Der Palast der Republik

in Leben in der DDR 25.04.2016 09:38
von Hanum83 | 4.807 Beiträge

Zitat von bürger der ddr im Beitrag #165
Meiner Meinung war das eine simple Machtdemonstration. Diese wurde durch die Asbestbelastung "getarnt", aber ein jeder wußte worum es wirklich ging. Das zeigen auch hier die Meinungen, die meisten "Gegner" der DDR begrüßen den Abriß und die meisten "Befürworter" verurteilen den Abriß.
Sachliche Gründe könnten ja die "Fronten" überschreiten.....


Vielleicht passte die Kiste auch ganz simpel nicht ins Stadtplanungskonzept, kann ja auch sein
"Gegner", "Befürworter", mir kommt immer fast das Wasser aus den Augen, da hat man den Leuten neben ihrer schönen DDR auch noch ihren schönen Ballast zerdeppert, reaktionäre Verbrecherbande!


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#167

RE: Der Palast der Republik

in Leben in der DDR 25.04.2016 09:54
von bürger der ddr | 3.642 Beiträge

@Hanum83 , seeehr gute Antwort....., Stadtplanungskonzept und passen.....



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#168

RE: Der Palast der Republik

in Leben in der DDR 25.04.2016 10:08
von Moskwitschka | 2.533 Beiträge

Jetzt wird an einem Palast fest gemacht, wo man steht Ob man ein als ehemaliger DDR - Bürger der verflossenen positiv oder feindlich negativ eingestellt war und ist Dazwischen gibt es nichts.

In Berlin ist so viel weg gekommen, wonach kein Hahn kräht. Zum Beispiel der Saalbau Friedrichshain, dessen wechselvolle Geschichte bis in das Ende des 19. Jahrhundert reicht, in die Geschichte der Arbeiter im Osten.

Auf der anderen Seite gibt es noch den Prater im Prenzlberg , der mühevoll erhalten wird und den viele zwar nur als Biergarten wahrnehmen, jedoch auch zu den "Denkmälern" der deutschen Arbeiterbewegung zählt.

Beide Orte haben für mich mindestens genausoviel Bedeutung wie der Palast

Unsere Geschichte, auch die Familiengeschichten, sind nicht nur in 40 Jahre DDR eingebettet.

Moskwitschka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

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#169

RE: Der Palast der Republik

in Leben in der DDR 25.04.2016 10:09
von eisenringtheo | 9.191 Beiträge

Zitat von bürger der ddr im Beitrag #165
Meiner Meinung war das eine simple Machtdemonstration. Diese wurde durch die Asbestbelastung "getarnt", aber ein jeder wußte worum es wirklich ging. Das zeigen auch hier die Meinungen, die meisten "Gegner" der DDR begrüßen den Abriß und die meisten "Befürworter" verurteilen den Abriß.
Sachliche Gründe könnten ja die "Fronten" überschreiten.....

Ich denke, niemand wollte ein asbestverseuchtes Gebäude mitten im Zentrum haben.
Zuerst hat man Asbest beseitigt, dann wurde überlegt, ob man das entkernte Gebäude wieder in den Zustand versetzen soll, wie es zu DDR Zeiten war (ohne Asbest) oder ganz abreissen und etwas anderes bauen. Man hat sich für letzteres entschieden .
Ob der zeitliche Ablauf eine Salamitaktik der Gegner war oder eine wirtschaftlich kluge Entscheidung kann nicht beurteilen.
Andere geschichtlich belastete Ensembles hat man erhalten und renoviert, wie zum Beispiel das an der ehemaligen Stalinallee¨
https://youtu.be/QcF_WveMNkM
Theo


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#170

RE: Der Palast der Republik

in Leben in der DDR 25.04.2016 10:15
von Hanum83 | 4.807 Beiträge

Bei uns ist der "Nischl" bei der Mehrheit der Leute einfach angekommen, ist nun ein Chemnitzer Wahrzeichen.
Dahinter die ehemalige SED-Bezirksleitung sieht allerdings einfach besch...eiden aus, scheinbar wird da nix gemacht wegen der in die Fassade integrierte "Proletarier aller Länder..."-Tafel.
Die Hütte könnte man wenn es nach mir gänge auch wegreißen und den Karl Chemnitz so bissel schön in Grün einbetten.


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(Anton Günther)
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zuletzt bearbeitet 25.04.2016 10:18 | nach oben springen

#171

RE: Der Palast der Republik

in Leben in der DDR 25.04.2016 10:19
von damals wars | 12.218 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #164
Zitat von Heckenhaus im Beitrag #163
(...)Danke für die Belehrung.
Trotzdem war der PdR für mich kein "Protzbau", sondern ein sehr funktionelles und zweckmäßiges Gebäude.
(...)


Vielleicht wurde es deshalb abgerissen. Bauten im achitektonischen Stil der Moderne gibt es einfach zuviele.
Theo

Wieviele gab es den davon im Osten Berlins?
Schau Dir mal die Wohnung imFilm Godbye Lenin an, dann wirst Du die Begeisterung verstehen.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#172

RE: Der Palast der Republik

in Leben in der DDR 25.04.2016 10:20
von Heckenhaus | 5.158 Beiträge

Welche Stadt hat noch ein vernünftiges Stadtplanungskonzept ?
Und wenn Berlin eines hat, wo störte dann das Gebäude des PdR ?
Von einem Wiederaufbau einer Schloßattrappe war nie die Rede.

Ich wünschte mir, daß die Stadtplaner für ihre Konzepte auf kreative Architekten zurückgreifen würden.
Der PdR war von der Fassade her ein Highlight dagegen, was heute rund um die Stadtmitte an Büro- und Wohnbauten entsteht.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/ka...e-12911768.html


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zuletzt bearbeitet 25.04.2016 10:20 | nach oben springen

#173

RE: Der Palast der Republik

in Leben in der DDR 25.04.2016 10:21
von damals wars | 12.218 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #169
Zitat von bürger der ddr im Beitrag #165
Meiner Meinung war das eine simple Machtdemonstration. Diese wurde durch die Asbestbelastung "getarnt", aber ein jeder wußte worum es wirklich ging. Das zeigen auch hier die Meinungen, die meisten "Gegner" der DDR begrüßen den Abriß und die meisten "Befürworter" verurteilen den Abriß.
Sachliche Gründe könnten ja die "Fronten" überschreiten.....

Ich denke, niemand wollte ein asbestverseuchtes Gebäude mitten im Zentrum haben.
Zuerst hat man Asbest beseitigt, dann wurde überlegt, ob man das entkernte Gebäude wieder in den Zustand versetzen soll, wie es zu DDR Zeiten war (ohne Asbest) oder ganz abreissen und etwas anderes bauen. Man hat sich für letzteres entschieden .
Ob der zeitliche Ablauf eine Salamitaktik der Gegner war oder eine wirtschaftlich kluge Entscheidung kann nicht beurteilen.
Andere geschichtlich belastete Ensembles hat man erhalten und renoviert, wie zum Beispiel das an der ehemaligen Stalinallee¨
https://youtu.be/QcF_WveMNkM
Theo


Beim ICC sah man das nicht so eng.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#174

RE: Der Palast der Republik

in Leben in der DDR 25.04.2016 10:21
von Heckenhaus | 5.158 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #171

Schau Dir mal die Wohnung imFilm Godbye Lenin an, dann wirst Du die Begeisterung verstehen.

Wer 1989 noch so gewohnt hat, der war selber schuld,


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#175

RE: Der Palast der Republik

in Leben in der DDR 25.04.2016 10:35
von eisenringtheo | 9.191 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #173
(...)Asbestsanierung im PdR
Beim ICC sah man das nicht so eng.

Das liegt doch nicht im Zentrum/Regierungsviertel.
Das Gebäude wird auch nicht mehr benötigt. Da auch das Grundstück nicht benötigt wird, verzichtet man auf Asbestsanierung. Verbautes Asbest ist nicht gefährlich, aber eine Renovierung ist nicht möglich. Denn dann würde der Asbest in die Luft kommen.
http://www.messe-berlin.de/de/Zusatzseiten/ICCBerlin.html
http://www.tagesspiegel.de/berlin/fluech...s/12745826.html
Theo


zuletzt bearbeitet 25.04.2016 10:36 | nach oben springen

#176

RE: Der Palast der Republik

in Leben in der DDR 25.04.2016 10:37
von Heckenhaus | 5.158 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #168


Unsere Geschichte, auch die Familiengeschichten, sind nicht nur in 40 Jahre DDR eingebettet.

Moskwitschka

Deine vielleicht nicht, meine Geschichte beschränkt sich auf die Zeit ab 1949.
Die meiner Vorfahren hatte andere Sorgen als sich mit Prater oder Saalbau Friedrichshain zu beschäftigen.
In letzterem erhielt ich meinen Facharbeiterbrief, das war alles diesbezüglich.

Jede Ära schafft neue Kultur, neue Realitäten. Diese dann flugs zu beseitigen weil sie nicht ins politische Konzept passen,
das führt etwas zu weit und ist pure Geldverbrennung.

Ich bin ehrlich erstaunt, daß der Friedrichstadtpalast es geschafft hat, sich zu behaupten, nach anfänglichen Problemen.
Dafür schleift man die ehemalige Grünanlage rund um den Fernsehturm ausgiebig. Beton ist mehr wert als etwas grün im Zentrum.


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#177

RE: Der Palast der Republik

in Leben in der DDR 25.04.2016 10:46
von Moskwitschka | 2.533 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #176
Zitat von Moskwitschka im Beitrag #168


Unsere Geschichte, auch die Familiengeschichten, sind nicht nur in 40 Jahre DDR eingebettet.

Moskwitschka

Deine vielleicht nicht, meine Geschichte beschränkt sich auf die Zeit ab 1949.
Die meiner Vorfahren hatte andere Sorgen als sich mit Prater oder Saalbau Friedrichshain zu beschäftigen.



Warum überhaupt noch mit Dir versuchen zu diskutieren.

Meine Vorfahren in Deutschland waren auch eher in Stötteritz, Probstheida unterwegs. Irgendwo in Leipzig gab es ein Volkshaus von dem erzählt wurde.

Und hätten wir als Kinder oder Enkel es besser gemacht, müssten heute von Dir nicht Krokodilstränen vergossen werden.!

Moskwitschka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

zuletzt bearbeitet 25.04.2016 10:47 | nach oben springen

#178

RE: Der Palast der Republik

in Leben in der DDR 25.04.2016 11:01
von der alte Grenzgänger | 1.010 Beiträge

"Jegliches hat seine Zeit,
Steine sammeln, Steine zerstreu`n,
Bäume pflanzen, Bäume abhau`n,
leben und sterben,
und Frieden und Streit"

..der geneigte Ossi (aber sicher auch andere) erkennt sofort den Text aus einem legendären Puhdys- Song..

So ist es nun mal, das / unser Leben..
Leben ist Veränderung- es geht nicht anders..

Manchmal sterben Menschen und manchmal sterben Häuser- manche stehen uns näher und manche sind uns fremd.
Dann sind wir entweder sehr traurig oder eben nicht so sehr traurig- aber immer geht das Leben weiter- bis wir selbst mal sterben.
Aber auch dann geht das Leben weiter ..
Aber wir haben gelebt in unserer Zeit und wir haben unseren Teil zu unseren Zeiten beigetragen- bewusst oder unbewusst.

Man kann am Ende Bilanz für sich ziehen, sich sagen, dieses war gut, dieses war schlecht, man kann zufrieden oder unzufrieden sein- aber es ist nicht mehr zu ändern und es war unser Leben.

Siggi


"Man rühmt und man schmäht die meisten Dinge, weil es Mode ist, sie zu rühmen oder sie zu schmähen"
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
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#179

RE: Der Palast der Republik

in Leben in der DDR 25.04.2016 11:01
von Heckenhaus | 5.158 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #177


Warum überhaupt noch mit Dir versuchen zu diskutieren.

Meine Vorfahren in Deutschland waren auch eher in Stötteritz, Probstheida unterwegs. Irgendwo in Leipzig gab es ein Volkshaus von dem erzählt wurde.

Und hätten wir als Kinder oder Enkel es besser gemacht, müssten heute von Dir nicht Krokodilstränen vergossen werden.!

Moskwitschka


Wir brauchen doch nicht über Prater oder Saalbau Friedrichshain philosophieren, dann müssen wir auch das Eierhäuschen
oder Schmetterlingshorst mit einbeziehen, das Haus des DDR-Rundfunks in der Nalepastraße und andere Dinge.

Und ja, da gebe ich dir Recht. Hätten wir als Kinder und Enkel es besser gemacht, in Ost und West, würde einiges anders laufen.
Übrigens, wenn du andere Meinungen nicht vertragen kannst, mußt du nicht mit angeblichen Krokodilstränen kontern.
Ich erlaube mir nur, ein wenig Stolz zu zeigen auf das, was ich mit erschaffen habe.
Mit meiner Hände Arbeit !
Nicht vom Schreibtisch aus.
Wovon einige der vehementesten Kritiker hier allein auf Grund ihres Alters schon gar nicht mitreden können.
Ich finde es schon bedenklich, wie hier im Unterbewußtsein eine ideologische Hetzjagd auf all diejenigen veranstaltet wird, die irgendwo
in der DDR auch positive Aspekte finden.


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#180

RE: Der Palast der Republik

in Leben in der DDR 25.04.2016 11:12
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

@eisenringtheo , und wenn der PdR in der Nähe des Müggelsees gestanden hätte, also JWD, wäre abgerissen worden ......
Das zur gleichen Zeit in Westberlin gebaute ICC ist vom Standort nun nicht gerade die West-City aber es ist genauso "Asbestverseucht". Nur wundersamer steht es noch. War jahrelang geschlossen und wird jetzt als Flüchtlingsunterkunft genutzt. Wer die Balkanroute überlebt oder die Querung des Mittelmeers in einer Nußschale den bringt auch so ein bisschen Asbest nicht um ......

Bejammern wir jetzt jede abgerissene Holzbaracke in Ost-Berlin weil der Standort als solcher, nicht das Gebäude selbst, "Geschichte atmet"?, speziell die Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung?

Der ursprüngliche Saalbau wurde 1886/88 errichtet und bot 1000 Personen Platz:



und wurde im Krieg vollständig zerstört. Das dann errichtete "Gebäude" war eine bessere Baracke und Nahkampfdiele mit Tanzabend, Betriebsfesten und FDJ Veranstaltungen und wurde kurz nach 1990, Gottseidank, abgerissen.

Der alte Saal erlangte zumindest aus Sicht der Arbeiterbewegung eine gewisse Berühmtheit als sich nach einer Veranstaltung am 22.Januar 1932 auf der sich Joseph Goebbels mit Walter Ulbricht eine Redeschlacht lieferten und diese in eine Saalschlacht zwischen Rotfrontkämpferbund und SA-Sturm überging .....
Werner Seelenbinder holte sich damals den Deutschen Meister im Saalbau und die NSDAP feierte dort ihre Volksweihnacht .....

Soweit kurz zu einer der Weihestätten der Arbeiterbewegung im Prenzlauer Berg* von Berlin.

Gruß
Nostalgiker


* Nur Mainstream Affine Möchtegernberliner sagen/schreiben "Prenzlberg", vor 1989 war diese Bezeichnung bei den Bewohnern unbekannt. Aufgebracht haben ihn die Besatzer aus dem Schwabenländle und andere Altbundis ......

Edit: Infos zum Saalbau dem "Prenzlguide" (Igitt!) unter dem Punkt 'Brauereien' entnommen


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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