#101

RE: Der Palast der Republik

in Leben in der DDR 24.04.2016 10:10
von Heckenhaus | 5.129 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #97
Lass mir mal meine Ergüsse,die gehen Dir ja auch nichts an. Hast Du in der Deutschen Demokratischen Republik mal ein Haus gebaut ? Ich ja,und ich weiss wovon ich Rede.


Nicht gebaut, aber saniert. Fachwerkhaus ! Hat aber nichts mit dem PdR zu tun.
Mir gehen die sowieso nichts an...


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#102

RE: Der Palast der Republik

in Leben in der DDR 24.04.2016 10:10
von Hanum83 | 4.730 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #90
Zitat von Pit 59 im Beitrag #84
Wieviele Honecker Bilder hingen überhaupt dort

Der hing in allen Ämtern (Dienststellen). Wer oder was wurde eigentlich in der BRD an die Wand gehängt?
Theo


Der hing auch in der Kneipe und wenn du am Stammtisch gesessen hast war es dir als zählte er dir mit seiner Hornbrille jedes Bier rein.
In manchen Kneipen hing auch der Stoph, der machte den Eindruck das es ihm egal ist wieviele Bierchen du kippst ob die Kneiper frei waren in ihrer Entscheidung welchen von den zwei Gusten sie an die Wand hingen?
Eigentlich hätte ja zu Kneipe am besten der Tisch gepasst, der Harry.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
der alte Grenzgänger hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 24.04.2016 10:17 | nach oben springen

#103

RE: Der Palast der Republik

in Leben in der DDR 24.04.2016 10:11
von Pit 59 | 10.135 Beiträge

Warum wohl schlossen so viele (Wohngebiets-) Gaststätten in den
großen Neubausiedlungen wohl nach der Wende ?................................

Weil viele dachten sie könnten mit Bier zapfen und Bockwurst warm machen,Reich werden. So keine zeit mehr muss zum Frühschoppen,auf meinen Reservierten Platz.


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#104

RE: Der Palast der Republik

in Leben in der DDR 24.04.2016 10:13
von Heckenhaus | 5.129 Beiträge

@Pit 59 , du warst nie in einer solchen Gaststätte, stimmts ?
Da gab es weit mehr als nur Bier und Bockwurst.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
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.
zuletzt bearbeitet 24.04.2016 10:13 | nach oben springen

#105

RE: Der Palast der Republik

in Leben in der DDR 24.04.2016 10:14
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #103
Warum wohl schlossen so viele (Wohngebiets-) Gaststätten in den
großen Neubausiedlungen wohl nach der Wende ?................................

Weil viele dachten sie könnten mit Bier zapfen und Bockwurst warm machen,Reich werden. So keine zeit mehr muss zum Frühschoppen,auf meinen Reservierten Platz.


Würde eher sagen--weil das Geld dazu nicht mehr da ist.


Heckenhaus, vs1400, Fritze, bürger der ddr und Jawa 350 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#106

RE: Der Palast der Republik

in Leben in der DDR 24.04.2016 10:15
von Georg | 1.010 Beiträge

Ja, der Palast mußte weg ! So viel Hass kann selbst ein solides Bauwerk nicht (er-) tragen.


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#107

RE: Der Palast der Republik

in Leben in der DDR 24.04.2016 10:16
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #102
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #90
Zitat von Pit 59 im Beitrag #84
Wieviele Honecker Bilder hingen überhaupt dort

Der hing in allen Ämtern (Dienststellen). Wer oder was wurde eigentlich in der BRD an die Wand gehängt?
Theo


Der hing auch in der Kneipe und wenn du am Stammtisch gesessen hast war es dir als zählte er dir mit seiner Hornbrille jedes Bier rein.
In manchen Kneipen hing auch der Stoph, der machte den Eindruck das es ihm egal ist wieviele Bierchen du kippst ob die Kneiper frei waren in ihrer Entscheidung welchen von den zwei Gusten sie an die Wand hingen?


Stimmt nicht ganz--nicht in jeder Kneipe hing das Bild von Erich.


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#108

RE: Der Palast der Republik

in Leben in der DDR 24.04.2016 10:32
von Fritze | 3.474 Beiträge

Wow ! In 24 h mehr als 100 Beiträge ! Die Abdriftungen in diesem Thread reichten von MfS über Häuslebau bis zur Kneipe .

Auf so 5-6 Schreiber ist immer Verlass ,daß sie jeden Thread fluten und verhunzen !

Bedanke mich bei den Schreibern ,welche zur Geschichte und Bedeutung des Palastes beitrugen !

MfG Fritze


"Das kann doch überhaupt nur jemand nicht wissen ,der entweder vollkommen ahnungslos ist ,oder ,oder jemand der also bösartig ist !"

"If you get up and walk away, leave the past behind, go ahead and take a ride ,no telling what you find ! "
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#109

RE: Der Palast der Republik

in Leben in der DDR 24.04.2016 10:40
von Alfred | 6.841 Beiträge

Wie viele Millionen Menschen habe ich den PdR gern beucht.

Noch heute erinnre ich mich an meinen Besuch zum 100. KESSEL BUNTES

https://www.youtube.com/watch?v=CfX262tlG_M


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#110

RE: Der Palast der Republik

in Leben in der DDR 24.04.2016 11:03
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Also ich kann sagen--wenn ich in Berlin war--war ich mindesten auch im P:d:R: Aber ich war auch als normaler Werftarbeiter,einige Tage im Plenalsaal. Aber nicht wie nun der harte Kern hier denkt--als Genosse--nee als Jugendfreund


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#111

RE: Der Palast der Republik

in Leben in der DDR 24.04.2016 11:06
von der alte Grenzgänger | 1.000 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #102
...
In manchen Kneipen hing auch der Stoph, ...


. in der legendären Cottbuser Spelunke "Zur Münze" hing bis Mitte der 80er (Schließung, später Abriss) sogar noch Wilhelm Pieck über der Tür..
Aber die Bude war immer so dunkel-schummerig und blaugequalmt- da konnte man Gesichter sowieso nicht so unterscheiden ..

Siggi
(der für das kurze OT um Entschuldigung bittet, denn es geht ja hier ausschließlich um den Palast der Republik..)


"Man rühmt und man schmäht die meisten Dinge, weil es Mode ist, sie zu rühmen oder sie zu schmähen"
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
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#112

RE: Der Palast der Republik

in Leben in der DDR 24.04.2016 11:19
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Normalerweise wollte ich zum PdR nichts schreiben aber dieses nachfolgende Dummschwatz kann nicht unkommentiert bleiben

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #86
Diese Rotfuchs-Geschichte oben wärmt nur die üblichen Propaganda-Phrasen auf. "Palast des Volkes" und diese ganzen Sprüche. So war er eben nicht oder nicht nur.

Man sieht noch die Genossen mit Bonbon vor sich, die sich einst mit "Ätsch"-Ausdruck im Gesicht an den langen Schlangen zum Restaurant vorbei direkt vorgedrängelt haben
Genau!!! Das SED Parteiabzeichen war eine Quasi-Eintrittskarte und Warteschlangen umgehendes Premiumkennzeichen und das bekamen nur besonders treue Staatsdiener und Gefolgsleute.
Es wirkte übrigens auch beim Fleischer; Erwerb von Edelfleisch, im Gemüseladen beim ergattern von Südfrüchten und frischem Weißkohl, ebenso beim Bäcker nach 15:30 Uhr und selbstverständlich bei den Schlangen vor den öffentlichen Toiletten


Oder die empörten Normalo-Arbeiter, die nie in die Kegel-Bahn kamen, weil immer schon irgendwelche zentralen Betriebe aus der Hauptstadt alles geblockt hatten.
Die "empörten Normalo-Arbeiter stehen wahrscheinlich noch Heute Schlange um in die nicht vorhandene Kegelbahn im PdR zu kommen.

Karten für West-Konzerte kriegten ja auch nur die ausgewählt Linientreuen. Stichwort Udo.
Dann muß ich ja ein ganz ausgewählter Linientreuer gewesen sein bei den West-Konzerten die ich im PdR erlebt habe.


Nein, "er" war kein Palast des Volkes. Das wurde er erst mit der ersten freien Wahl am 18. März 1990.
Und am 19.März 1990 wurde er faktisch als erste Amtshandlung der mit "freier" Westhilfe Gewählten wegen "Asbest-Befall" geschlossen. .


Meine Erfahrungen mit dem PdR beginne ich mal vom Ende her aufzudröseln.

Nach dem der Abriss vollbracht war, konnte man am Denkmal vom Preussenkönig auf der Strasse Unter den Linden stehend, wie Mitte der fünfziger Jahre ungehindert bis zum Alexanderplatz schauen und mit einem guten Fernglas hätte man auch die S-Bahn Abfahrts Anzeigen erkannt ....
Kein Gebäude störte auf fast 1,5 Kilometern die Sicht im Zentrum einer Großstadt ......
Es war in Mitte, Anfang des zweitausender Jahre, wieder Nachkriegszeit. Alles störende war beseitigt, das Gebäude vom Außenministerium, um das es wirklich nicht schad' ist. Der PdR sowieso und das Palast/Dom Hotel mußte auch dran glauben.

Als der Palast noch Stand, zwar geschlossen und Asbestbefreit, war die hier bereits erwähnte Zwischennutzung für Ausstellung und andere Projekte durchaus sinnvoll und es lohnte sich ein gang in die "Reste" des PdR.
Davor, auch geschlossen aber unsaniert, wurde eine Zeit lang eine Schloßattrappe auf den historischen Grundriss gestellt und damals wurde wohl damit geworben, Wiederaufbau Schloß ja aber unter Einbeziehung des PdR mit seiner Multifunktionalität .....

Als "Privilegierter" und dazu noch in Berlin wohnend nutzte ich die vielfältigen Angebote des Palastes weidlich.
In meinen durchaus völlig verfälschten Erinnerungen gab es nur zu den üblichen Zeiten, also Mittagszeit und Abends, Warteschlangen vor den Eingängen der drei Palastrestaurants welche aber für den diesbezüglich Kummer gewohnten DDR Bürger ziemlich moderat ausfielen, den Westbesuch aber regelmäßig abschreckten. In der Zeit des darauffolgenden Rumgerennes nach einer Gaststätte ohne Warteschlange zur Abendzeit hätte man die Zeit auch im PdR verbringen können.
In der Weinstube und dem Bierrestaurant auf der Spreeseite, von außen erreichbar, war es jedenfalls unter der Woche kein Problem einen Platz zu bekommen.
Ebenso Bowling-Bahn oder Jugend-Diskothek.
Milchbar und Cafe waren auch nicht schlecht und auch da waren in der Regel sofort Plätze zu bekommen.

Veranstaltungen im großen Saal.
Für viele Konzerte, auch von "West" Künstlern konnten die Karten im freien Verkauf erworben werden. Wie bei allen begehrten Veranstaltungen mußte man sich schon am 1. Vorverkaufstag beizeiten vor die noch geschlossenen Türen vor den Kassenbereich begeben, waren auch auf der Spreeseite, und je nach Jahreszeit schwitzte oder bibberte die sozialistische Wartegemeinschaft bis zur Öffnungszeit vor sich hin. In der Regel gelang es uns für von uns begehrte Konzerte auch die Karten zu bekommen.
Also nix mit "Bevorzugung" besonders linientreuer Genossen.
Das "Konzert" von Udo war Bestandteil einer Großveranstaltung mit mehreren Künstlern welche von der FDJ organisiert wurde und da hat die FDJ die Karten über die FDJ-Leitungen in den Betrieben etc. abgegeben. Diese "Praxis" gab es später auch bei einigen von der FDJ organisierten Konzerten in Werner-Seelenbinder-Halle .....
Da kamen keine Karten in den freien Verkauf.
Besonders beeindruckt vom PdR war mal Besuch aus Kasachstan als ich sie zu einem Konzert von Dean Reed mitnahm. Also PdR und Dean Reed beeindruckten gleichermaßen.
Regelmäßig wurden die im ganzen Palast mehrer Tage laufenden Veranstaltungen "Rock für den Frieden" besucht.
Ebenso das TiP, welches ein durchaus gutes Programm mit exzellenten Schauspielern bot.

Ein einziges Mal erlebte ich im PdR einen offiziellen Empfang, die Eintrittskarte dazu hatte ich über Beziehungen erhalten.
Es war die Feier der FDJ zur Huldigung von Sigmund Jähn.
Das war insgesamt etwas Zwiespältig weil wohl auch Jähn diese Art von Heldenverehrung nicht besonders behagte.

Worüber ich mir hingegen als Mit- oder auch Anfangzwanziger keine Gedanken machte war die Beschaffung des Baugrundes und darüber ob die Statik benachbarter Gebäude, Berliner Dom, Schaden nehmen könnte. Schön wer in diesem Alter sich dafür interessierte auch wenn er weder mit Statik noch mit ingenieurtechnischem Baugrunduntersuchungen in Berührung kam. Bei mir im Freundes- und Bekanntenkreis gab/gibt es zumindest Statiker und Bauingenieure aber das war nie Thema zwangloser Gesprächsrunden.

Mein Fazit, der PdR war ein Multi-funktionales Gebäude welches die vielfältigsten Einrichtungen beherbergte. Diese wurden von der nichtprivilegierten Bevölkerung weidlich genutzt und in Anspruch genommen.
Die Architektur entsprach der damals vorherrschenden 'neuen' Sachlichkeit und war die schlechteste nicht.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

Ebro, Heckenhaus, Rostocker, Fritze, Rainman2, DoreHolm und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#113

RE: Der Palast der Republik

in Leben in der DDR 24.04.2016 11:35
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #86
Diese Rotfuchs-Geschichte oben wärmt nur die üblichen Propaganda-Phrasen auf. "Palast des Volkes" und diese ganzen Sprüche. So war er eben nicht oder nicht nur. Man sieht noch die Genossen mit Bonbon vor sich, die sich einst mit "Ätsch"-Ausdruck im Gesicht an den langen Schlangen zum Restaurant vorbei direkt vorgedrängelt haben. Oder die empörten Normalo-Arbeiter, die nie in die Kegel-Bahn kamen, weil immer schon irgendwelche zentralen Betriebe aus der Hauptstadt alles geblockt hatten. Karten für West-Konzerte kriegten ja auch nur die ausgewählt Linientreuen. Stichwort Udo.

Nein, "er" war kein Palast des Volkes. Das wurde er erst mit der ersten freien Wahl am 18. März 1990.



Ich kannte mich ja nun ein wenig mit dem PdR aus.

Das Parteimitglieder einfach so an der Schlange vorbei kamen ist Unfug. Vielleicht war es auch so, dass die Personen bestellt haben. Dies war für jeden möglich und wurde auch genutzt.
Da gab es keine Kegelbahn , sondern es waren Bowlingbahnen. Richtig ist, dass diese Bahnen immer sehr gut gebucht - ausgebucht - waren. Aus dem Stand konnte man nur selten eine Bahn bekommen. Meistens nur, wenn Bahnen storniert wurden. Aber auch hier war es möglich, Bahnen zu bestellen. Übrigens, auch andere Bowlingbahnen in der DDR waren immer sehr gute besucht. Alles keine Eigenheit der Bahnen im PdR.


Fritze hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 24.04.2016 15:31 | nach oben springen

#114

RE: Der Palast der Republik

in Leben in der DDR 24.04.2016 15:28
von Wahlhausener | 270 Beiträge

Gleich mal vorweg, ich finde es frevelhaft, wenn man sanierungsfähige Gebäude aus politischen Gründen wegreißt. Wie heißt das jetzt nochmal? Bauet auf und reißet nieder ... Ich sollte mich eigentlich auch an der Asbestbeseitigung im Palast der Republik beteiligen. Ich war damals in der Bergbausanierung beschäftigt. Im Zugbetrieb haben wir die Kohlegruben verfüllt. Als die Sanierungsgebiete weniger wurden hat sich meine Firma auch an der Ausschreibung um die Asbestsanierung beteiligt. Wir durften dann zur arbeitsmedizinischen Tauglichkeitsuntersuchung und ich nehme mal an die Firma hat den Auftrag bekommen. Kann ich aber nicht genau sagen, weil ich kurz danach gekündigt habe.


Signatur gelöscht...


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#115

RE: Der Palast der Republik

in Leben in der DDR 24.04.2016 15:44
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Zitat
Das Parteimitglieder einfach so an der Schlange vorbei kamen ist Unfug.



Habe ich selbst gesehen, direkt im Palast, Restaurantschlange. Die Szene ist mir nur so plastisch in Erinnerung geblieben, weil verschiedene DDR-Bürger in der Schlange ziemlich deutlich dagegen Stellung bezogen haben. Aber das wirst Du ja wissen, als Kenner des Palastes.


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#116

RE: Der Palast der Republik

in Leben in der DDR 24.04.2016 15:50
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #115

Zitat
Das Parteimitglieder einfach so an der Schlange vorbei kamen ist Unfug.


Habe ich selbst gesehen, direkt im Palast, Restaurantschlange. Die Szene ist mir nur so plastisch in Erinnerung geblieben, weil verschiedene DDR-Bürger in der Schlange ziemlich deutlich dagegen Stellung bezogen haben. Aber das wirst Du ja wissen, als Kenner des Palastes.




Dann hatten die bestellt o.ä. Nur weil man Mitglied der Partei war, gab es keine entsprechenden Vorrechte.


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#117

RE: Der Palast der Republik

in Leben in der DDR 24.04.2016 15:50
von marc | 571 Beiträge

Zitat
...Aus dem Stand konnte man nur selten eine Bahn bekommen. Meistens nur, wenn Bahnen storniert wurden. Aber auch hier war es möglich, Bahnen zu bestellen. Übrigens, auch andere Bowlingbahnen in der DDR waren immer sehr gute besucht. Alles keine Eigenheit der Bahnen im PdR....



Zum Beispiel die Bowlingbahn in den Rathauspassagen neben dem Berliner Roten Rathaus.
Oder die im SEZ.



zuletzt bearbeitet 24.04.2016 15:54 | nach oben springen

#118

RE: Der Palast der Republik

in Leben in der DDR 24.04.2016 15:54
von Pit 59 | 10.135 Beiträge

Dann hatten die bestellt o.ä. Nur weil man Mitglied der Partei war, gab es keine entsprechenden Vorrechte.


Ja,wie will man das jetzt noch Beweisen der eine der es selbst gesehen hat sagt so,der andere als Parteimitglied sagt so.
ich würde dem Nichtparteimitglied glauben.


Harzwanderer hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 24.04.2016 16:01 | nach oben springen

#119

RE: Der Palast der Republik

in Leben in der DDR 24.04.2016 16:01
von KARNAK | 1.690 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #118
Dann hatten die bestellt o.ä. Nur weil man Mitglied der Partei war, gab es keine entsprechenden Vorrechte.


Ja,wie will man das jetzt noch Beweisen

In jedem Fall,wenn man die Lebensumstände und Praxis in der DDR auch nur etwas kennt,ist eine Bevorrechtung eines SED-Mitglied an solch einer Warteschlange einfach nur lächerlich. Wie hätte der eigentlich sein Privileg durchsetzen sollen,indem er das Parteidokument vorzeigt?


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
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#120

RE: Der Palast der Republik

in Leben in der DDR 24.04.2016 16:10
von Moskwitschka | 2.529 Beiträge

Das lief anders @KARNAK . Nach einer z.B. Arbeitsgruppensitzung hatte man spontan Lust gemütlich essen zu gehen. Man rief im ausgewählten Lokal "dienstlich" an und bekam die Auskunft, wann man erscheinen "darf". Meist innerhalb der nächsten halben Stunde. Und dann marschierte man an den Wartenden vorbei. Ob Genosse oder nicht, spielte keine Rolle. Nur Berufsjugendliche wechselten vorher schnell das Blauhemd in ein Ziviles. Das wäre dann doch zu auffällig gewesen.

Glaub mir - oft genug erlebt, weil auch das eine oder andere mal an der Warteschlange vorbeigelaufen.

Moskwitschka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

zuletzt bearbeitet 24.04.2016 16:15 | nach oben springen



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