#61

RE: Ohne Mampf kein Kampf

in Grenztruppen der DDR 20.04.2016 18:07
von Hanum83 | 4.669 Beiträge

Zitat von TAO im Beitrag #58
Ist zwar nicht so ganz das Thema, aber mal ne Frage. Gab es bei den GT irgendwie so eine Art Abschiedszeremonie zur Entlassung, mit vielleicht etwas besonderem zu essen ? Ich weiß Militär ist kein Ferienlager, aber für eure treuen Dienste, hätte man doch zum Abschied mal was spendieren können.Immerhin seid ihr alle brav in der DDR geblieben, obwohl die Chance sicherlich größer war , na ja...


Nee, der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen
Darf man Mohr noch schreiben?


Ein Jahr lang 10 Kilometer der innerdeutschen Grenze 1983/84 mitbewacht.
(Zusatz-Info auf Wunsch eines einzelnen Users: War dabei auch Postenführer.)
zuletzt bearbeitet 20.04.2016 18:08 | nach oben springen

#62

RE: Ohne Mampf kein Kampf

in Grenztruppen der DDR 20.04.2016 18:21
von Hansteiner | 1.406 Beiträge

Bei uns war es Tradition, daß der KC beim letzten Abendessen mit den Soldaten und allen EK's mit dabei war.
wir hatten den Abend Schnitzel, so viel wie jeder wollte.
und er hat sich bei uns 3 stellv. Zgfh. vergeblich bemüht einen noch zum "aufkohlen" zu bewegen.
es war trotzdem ein bewegender Abend ,die Gängertücher gingen rund und bei manch einen standen auch ein paar Tränen in den Augen !

VG H.



RudiEK89, Niederlausitzer und grenzgänger86 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#63

RE: Ohne Mampf kein Kampf

in Grenztruppen der DDR 20.04.2016 19:22
von küche69 | 428 Beiträge

Hallo zusammen, hab ja selber in der Küche gearbeitet, darüber wurde schon einiges geschrieben. Ja das Essen war gut und Nörgler hat man immer, es war auch ausreichend da und Essen war Plicht, somit kam jeder, nur an Eintopf- oder Komplecktetag war der Andrang nicht so gross. Auch gab es Obst, an Bananen kann ich mich jetzt selber nicht mehr erinnern ( ist lange her) aber es gab zu Weihnachten Mandarinen und Orangen, nicht nur Cubaorangen und Äpfel und Birnen gab es auch, Konserven hatten wir auch reichlich, somit war die Versorgung gesichert. Jetzt beim Schreiben kommen die Erinnerungen wieder hoch... man waren das Zeiten, ein super Verhältnis mit den Zivilangestellten, naja.

Grüße von Küche69

' Wer nicht mit beiden Augen sieht, wird nie die ganze Wahrheit sehn'!



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#64

RE: Ohne Mampf kein Kampf

in Grenztruppen der DDR 20.04.2016 19:27
von freddchen | 58 Beiträge

Ich kann vieles hier bestätigen.

Im krassesten Gegensatz zur Verpflegung im Ausbildungsregiment, war das Essen an der Front mehr als reichlich und dank der zivilangestellten Frauen (bei uns oft in etwas reiferem Alter) sehr schmackhaft. Es gab mehrere Brotsorten, was in der DDR verpflegungstechnisch nicht unbedingt üblich war. Wer wie ich noch Thüringen diente, profitierte hier auch ganz ungewollt von der regionalen Küche und den Qualitäten der Köchinnen.

Unser Küchenschef war ein Stabsfeldwebel, dazu kam nur ein Gehilfe, der war GWDler, der Rest alles Zivilangestellte.

Das Mittagessen ließ oft keine Wünsche offen, das Abendessen (zwar täglich mit mehreren Wurst- und Quarksorten) konnte man irgendwann nicht mehr sehen. Zum Frühstück hingegen wurden auch schon mal frische Spiegeleier zubereitet, was eine gute Abwechslung war. Selbstverständlich wurde hier nichts abgezählt, wollte man mehr, holte man einfach Nachschlag.

Für Zwischendurch und falls unvorhergesehene Dienste eintraten stand desweiteren IMMER eine ordentliche Schüssel mit selbst produzierten Griebenschmalz/Speckfett, diversem Brot und eine große Alu-Schüssel mit Äpfeln parat.

So mancher hatte sich ein Bäuchlein angefressen, als es wieder nach Hause ging. Fortwährender Schlafmangel und eher einseitige Bewegung taten ihr Übriges.

Ab Dienstgrad Soldat auf Zeit wurde in einem seperatem Raum gespeist, mit der Möglichkeit einer eigenen Speisewahl. Im Gegensatz zu den Soldaten war hier aber jedes Essen zu bezahlen. Zur 'Bedienung' am Mittag wurde bei uns immer ein WE verdonnert, der dazu ein weißes Mützchen und eine weiße Kochjacke tragen musste. War einigermaßen absurd, wenn man das machen musste...


Fritze und Niederlausitzer haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#65

RE: Ohne Mampf kein Kampf

in Grenztruppen der DDR 20.04.2016 19:34
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.490 Beiträge

Zitat von @freddchen:

Unser Küchenschef war ein Stabsfeldwebel, dazu kam nur ein Gehilfe, der war GWDler, der Rest alles Zivilangestellte.

Das Mittagessen ließ oft keine Wünsche offen, das Abendessen (zwar täglich mit mehreren Wurst- und Quarksorten) konnte man irgendwann nicht mehr sehen. Zum Frühstück hingegen wurden auch schon mal frische Spiegeleier zubereitet, was eine gute Abwechslung war. Selbstverständlich wurde hier nichts abgezählt, wollte man mehr, holte man einfach Nachschlag.

Für Zwischendurch und falls unvorhergesehene Dienste eintraten stand desweiteren IMMER eine ordentliche Schüssel mit selbst produzierten Griebenschmalz/Speckfett, diversem Brot und eine große Alu-Schüssel mit Äpfeln parat.

So mancher hatte sich ein Bäuchlein angefressen, als es wieder nach Hause ging. Fortwährender Schlafmangel und eher einseitige Bewegung taten ihr Übriges.

Ab Dienstgrad Soldat auf Zeit wurde in einem seperatem Raum gespeist, mit der Möglichkeit einer eigenen Speisewahl. Im Gegensatz zu den Soldaten war hier aber jedes Essen zu bezahlen. Zur 'Bedienung' am Mittag wurde bei uns immer ein WE verdonnert, der dazu ein weißes Mützchen und eine weiße Kochjacke tragen musste. War einigermaßen absurd, wenn man das machen musste...[/quote]


Kann ich auch nur so bestätigen, war bei uns im Btl-Stab genauso.
Rot: bei mir war der Bauch weg als es nach Hause ging, woran das wohl lag?

schönen Abend noch, gruß h.


zuletzt bearbeitet 20.04.2016 19:35 | nach oben springen

#66

RE: Ohne Mampf kein Kampf

in Grenztruppen der DDR 20.04.2016 19:38
von furry | 3.562 Beiträge

Zitat von hundemuchtel 88 0,5 im Beitrag #65


Rot: bei mir war der Bauch weg als es nach Hause ging, woran das wohl lag?
schönen Abend noch, gruß h.


@hundemuchtel 88 0,5 , ein weiblicher Vorname genügt und wir haben verstanden.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#67

RE: Ohne Mampf kein Kampf

in Grenztruppen der DDR 20.04.2016 19:42
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.490 Beiträge

Rot: bei mir war der Bauch weg als es nach Hause ging, woran das wohl lag?
schönen Abend noch, gruß h.[/quote]

@hundemuchtel 88 0,5 , ein weiblicher Vorname genügt und wir haben verstanden.
[/quote]

@furry ????


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#68

RE: Ohne Mampf kein Kampf

in Grenztruppen der DDR 20.04.2016 19:46
von küche69 | 428 Beiträge

Zitat von freddchen im Beitrag #64
Ich kann vieles hier bestätigen.

Im krassesten Gegensatz zur Verpflegung im Ausbildungsregiment, war das Essen an der Front mehr als reichlich und dank der zivilangestellten Frauen (bei uns oft in etwas reiferem Alter) sehr schmackhaft. Es gab mehrere Brotsorten, was in der DDR verpflegungstechnisch nicht unbedingt üblich war. Wer wie ich noch Thüringen diente, profitierte hier auch ganz ungewollt von der regionalen Küche und den Qualitäten der Köchinnen.

Unser Küchenschef war ein Stabsfeldwebel, dazu kam nur ein Gehilfe, der war GWDler, der Rest alles Zivilangestellte.

Das Mittagessen ließ oft keine Wünsche offen, das Abendessen (zwar täglich mit mehreren Wurst- und Quarksorten) konnte man irgendwann nicht mehr sehen. Zum Frühstück hingegen wurden auch schon mal frische Spiegeleier zubereitet, was eine gute Abwechslung war. Selbstverständlich wurde hier nichts abgezählt, wollte man mehr, holte man einfach Nachschlag.

Für Zwischendurch und falls unvorhergesehene Dienste eintraten stand desweiteren IMMER eine ordentliche Schüssel mit selbst produzierten Griebenschmalz/Speckfett, diversem Brot und eine große Alu-Schüssel mit Äpfeln parat.

So mancher hatte sich ein Bäuchlein angefressen, als es wieder nach Hause ging. Fortwährender Schlafmangel und eher einseitige Bewegung taten ihr Übriges.

Ab Dienstgrad Soldat auf Zeit wurde in einem seperatem Raum gespeist, mit der Möglichkeit einer eigenen Speisewahl. Im Gegensatz zu den Soldaten war hier aber jedes Essen zu bezahlen. Zur 'Bedienung' am Mittag wurde bei uns immer ein WE verdonnert, der dazu ein weißes Mützchen und eine weiße Kochjacke tragen musste. War einigermaßen absurd, wenn man das machen musste...


Ja die Offz. und anderen Dienstler mussten zahlen, ob Tasse oder Kännchenkaffee, Mittag usw. Ich hab immer kassiert, mancher ließ eine Woche anschreiben und fing das Diskutieren an, am Ende der Woche wenn es ans Bezahlen ging. Wir haben auch versucht Abwechslung ins Essen zu bringen. Morgens Kaffee- und Milchkannen die guten Allukannen. Marmelade und Aufschnitt, immer Brötchen ausser Sonntags, da gab es Weißbrot. Mittags gab es Montags immer Eintopf, Dienstags war meist Maccaronitag, Mittwochs als. Bsp. Spinat mit Ei, oder Senfeier, Donnerstags war Fischt, Samstags Kartoffelpuffer, Eierkuchen echt. Sonntags gab es Braten, wir haben auch Schnitzel, Buletten, Bockwurst oder Bratwurst serviert, also es gab Abwechslung. Und Abends gab es auch Nudelsalat oder Grenzerimbis oder Schlemmerschnitte. Morgens gab es auch immer Suppen, ob Pudding- oder im Sommer Kaltschale.

Grüße von küche69



Niederlausitzer hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 20.04.2016 19:50 | nach oben springen

#69

RE: Ohne Mampf kein Kampf

in Grenztruppen der DDR 20.04.2016 19:49
von küche69 | 428 Beiträge

Zitat von hundemuchtel 88 0,5 im Beitrag #67

Rot: bei mir war der Bauch weg als es nach Hause ging, woran das wohl lag?
schönen Abend noch, gruß h.


@hundemuchtel 88 0,5 , ein weiblicher Vorname genügt und wir haben verstanden.
[/quote]

@furry ???? [/quote]

Vielleicht zu viel Sport oder Muttis Essen war besser, den ein Bandwurm war es bestimmt nicht, lacht mal, dass Leben ist ernst genug

Grüße von Küche69



zuletzt bearbeitet 20.04.2016 19:49 | nach oben springen

#70

RE: Ohne Mampf kein Kampf

in Grenztruppen der DDR 20.04.2016 19:52
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.490 Beiträge

Zitat von küche69 im Beitrag #69
Zitat von hundemuchtel 88 0,5 im Beitrag #67

Rot: bei mir war der Bauch weg als es nach Hause ging, woran das wohl lag?
schönen Abend noch, gruß h.


@hundemuchtel 88 0,5 , ein weiblicher Vorname genügt und wir haben verstanden.



@furry ???? [/quote]

Vielleicht zu viel Sport oder Muttis Essen war besser, den ein Bandwurm war es bestimmt nicht, lacht mal, dass Leben ist ernst genug

Grüße von Küche69[/quote]
hätte ja auch ein Bandwurm von den Hunden sein können
aber mal im ernst, es hat gereicht und man wurde satt.
An Nieren erinnere ich mich mit ekel, das war nicht mein Ding.

gruß h.


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#71

RE: Ohne Mampf kein Kampf

in Grenztruppen der DDR 20.04.2016 19:56
von küche69 | 428 Beiträge

Zitat von hundemuchtel 88 0,5 im Beitrag #70
Zitat von küche69 im Beitrag #69
Zitat von hundemuchtel 88 0,5 im Beitrag #67

Rot: bei mir war der Bauch weg als es nach Hause ging, woran das wohl lag?
schönen Abend noch, gruß h.


@hundemuchtel 88 0,5 , ein weiblicher Vorname genügt und wir haben verstanden.



@furry ????


Vielleicht zu viel Sport oder Muttis Essen war besser, den ein Bandwurm war es bestimmt nicht, lacht mal, dass Leben ist ernst genug

Grüße von Küche69[/quote]
hätte ja auch ein Bandwurm von den Hunden sein können
aber mal im ernst, es hat gereicht und man wurde satt.
An Nieren erinnere ich mich mit ekel, das war nicht mein Ding.

gruß h.
[/quote]
Also Nieren gab es nicht, aber Grützwurst und Falscher Hase usw.😅😅

Grüße von Küche69



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#72

RE: Ohne Mampf kein Kampf

in Grenztruppen der DDR 20.04.2016 20:09
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.490 Beiträge

Kann sich noch jemand an die Wochenendverpflegungsbeutel erinnern?
Da war dann mal ne Banane drin oder eine Apfelsine, paar Kekse und ne kleine Zetti-Schokolade.
Weshalb haben wir Grenzer die eigentlich bekommen? Gab es das auch bei der NVA?

gruß h.


B Man hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#73

RE: Ohne Mampf kein Kampf

in Grenztruppen der DDR 20.04.2016 20:32
von küche69 | 428 Beiträge

Zitat von hundemuchtel 88 0,5 im Beitrag #72
Kann sich noch jemand an die Wochenendverpflegungsbeutel erinnern?
Da war dann mal ne Banane drin oder eine Apfelsine, paar Kekse und ne kleine Zetti-Schokolade.
Weshalb haben wir Grenzer die eigentlich bekommen? Gab es das auch bei der NVA?

gruß h.

Daran kann ich mich an der Grenze garnicht mehr erinnern, dass es mal solche Beutel gab. Nur bei der GST hatten wir die erhalten, ein Dreieckiger Tetrapack Schokomilch, dazu eine Knacker, ein Konsumbrötchen, eine Banane oder Apfel, ein Ei und eine kleine Tafel Zetischokolade mit Sandmännchenmotiven, diese Beutel waren ganz lecker fand ich.

Habe doch in meinem vorigen Beitrag den Grenzerimbis bei uns in Morsleben erwähnt, weiß noch einer was da eigentlich dazu gehörte, ich weiß es ist peinlich, aber ich bekomme nicht mehr zusammen, was da dabei war, leider, vieles weiß man noch, aber nicht alles, hab gerade letztens mit meinem Bruder in Erinnerungen geschwelgt und festgestellt, dass einem manches entfällt.

Grüße von küche69😊



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zuletzt bearbeitet 20.04.2016 20:32 | nach oben springen

#74

RE: Ohne Mampf kein Kampf

in Grenztruppen der DDR 20.04.2016 20:35
von B Man | 193 Beiträge

Zitat von hundemuchtel 88 0,5 im Beitrag #72
Kann sich noch jemand an die Wochenendverpflegungsbeutel erinnern?
Da war dann mal ne Banane drin oder eine Apfelsine, paar Kekse und ne kleine Zetti-Schokolade.
Weshalb haben wir Grenzer die eigentlich bekommen? Gab es das auch bei der NVA?

gruß h.


Was einem so alles wieder einfällt.

Ob es das bei der Fahne gab weiss ich nicht, bei der BW gab es das auch.

Eine Deutsche Soldatentradition ?


Gruss Andreas
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#75

RE: Ohne Mampf kein Kampf

in Grenztruppen der DDR 20.04.2016 20:40
von Fritze | 3.474 Beiträge

Zitat von hundemuchtel 88 0,5 im Beitrag #72
Kann sich noch jemand an die Wochenendverpflegungsbeutel erinnern?
Da war dann mal ne Banane drin oder eine Apfelsine, paar Kekse und ne kleine Zetti-Schokolade.
Weshalb haben wir Grenzer die eigentlich bekommen? Gab es das auch bei der NVA?

gruß h.


Nannte sich zusätzliche Postenverpflegung zum WE ! In der Fotogalerie gibt es auch Fotos von den Beuteln .

Unser Batallionspolit sagte immer ,wer am WE Dienst macht , kann auch n büschen was extra bekommen .

Kirschkompott im Glas gabs oft , fand ich besser als Bananen .


"Das kann doch überhaupt nur jemand nicht wissen ,der entweder vollkommen ahnungslos ist ,oder ,oder jemand der also bösartig ist !"

"If you get up and walk away, leave the past behind, go ahead and take a ride ,no telling what you find ! "
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#76

RE: Ohne Mampf kein Kampf

in Grenztruppen der DDR 20.04.2016 20:55
von der alte Grenzgänger | 997 Beiträge

Zitat von hundemuchtel 88 0,5 im Beitrag #72
.. Wochenendverpflegungsbeutel..?
.. Gab es das auch bei der NVA?
gruß h.


Zu meiner Zeit (erste Hälfte 70er) gab es so etwas nicht- einziger Unterschied am Wochenende, d.h. eigentlich nur Sonntag, war, dass man in Ausgangsuniform zum Essen marschierte (marschieren sollte- denn da war das nicht so streng- man konnte auch einfach mal liegenbleiben) und es zum Frühstück Kuchen gab.
Wozu hätten die Beutel auch dienen sollen- wir hatten ja "all inclusive" gebucht..

Siggi


"Man rühmt und man schmäht die meisten Dinge, weil es Mode ist, sie zu rühmen oder sie zu schmähen"
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
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#77

RE: Ohne Mampf kein Kampf

in Grenztruppen der DDR 20.04.2016 21:07
von GKUS64 | 1.606 Beiträge

Ja den Beutel gab es auch schon zu meiner Zeit 1964/65. Wir nannten ihn "Durchhaltebeutel". Besonders erinnere ich mich an so einen gepressten Früchteriegel, also wir waren ganz schön "privilegiert"!
Erinnert sich auch noch jemand an die Weißblechdosen mit Fett (ohne Grieben!), auf die stürzten wir uns manchmal nach der Schicht.
Also so eine "Fettbemme" war dann schon mal ein Hochgenuss!

MfG

GKUS64


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#78

RE: Ohne Mampf kein Kampf

in Grenztruppen der DDR 20.04.2016 22:50
von Hanum83 | 4.669 Beiträge

Also wenn es den Wochenendbeutel woanders gegeben hat, bei uns gab es den nicht.
Gut war aber das wenn du abends deine Draußen-Verpflegung fertig gemacht hast, der Koch auch mal übergebliebene Schnitzel von Mittag in den Kühlschrank gelegt hat, war ne schöne Abwechselung zu den üblichen Cama-Kniften.


Ein Jahr lang 10 Kilometer der innerdeutschen Grenze 1983/84 mitbewacht.
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zuletzt bearbeitet 20.04.2016 22:51 | nach oben springen

#79

RE: Ohne Mampf kein Kampf

in Grenztruppen der DDR 20.04.2016 23:01
von Jawa 350 | 676 Beiträge

Zitat von hundemuchtel 88 0,5 im Beitrag #72
Kann sich noch jemand an die Wochenendverpflegungsbeutel erinnern?
Da war dann mal ne Banane drin oder eine Apfelsine, paar Kekse und ne kleine Zetti-Schokolade.
Weshalb haben wir Grenzer die eigentlich bekommen? Gab es das auch bei der NVA?

gruß h.

Na klar kann mich gut erinnern, diese Beutel wurden bei uns in Untersuhl tatsächlich "Durchaltebeutel" genannt. Hier im Forum war schon ein solcher Beutel zu sehen mit grünen Aufdruck (Grenzer drauf).
Eine schöne Geste für uns Grenzer.


MfG
Jawa350
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zuletzt bearbeitet 20.04.2016 23:04 | nach oben springen

#80

RE: Ohne Mampf kein Kampf

in Grenztruppen der DDR 20.04.2016 23:02
von Niederlausitzer | 286 Beiträge

Zitat von mibau83 im Beitrag #57


interessant zu lesen wie das wieder überall anders gehandhabt wurde.



deine ehem. füst auf der hammerleite @Niederlausitzer ist übrigends mittlerweile für übernachtungen umgebaut. vor jahren gab es da mal einen filmbeitrag im mdr.


@mibau83 die A-Gruppe hat bei uns nicht 24 Stunden auf der Füst rum gehangen, wenn es vielleicht so rüber gekommen ist. Sie haben nur auf der Füst geschlafen, ansonsten hatten Sie genau so feste Einsatzzeiten an Postenpunkten, wie andere Postenpaare auch. Später wurden dann die 24 Stunden Schichten halbiert auf 12 Stunden. Zeiten 6.00 - 18.00 u. 18.00 - 6.00.

ich weiß was Du meinst wegen der Füst. Habe diese Reportage auf MDR auch gesehen. Es ist noch nicht all zu lange her.
Ich glaube die Reportage hieß " Mitteldeutschland von Oben " wo Bilder der ehemahligen Grenze gezeigt wurden. Es gab glaube ich mehrere Folgen.

Der neue Besitzer ist jetzt ein Elektromeister aus Judenbach, der auch im MDR zu Wort gekommen ist. Er hat Sie gekauft und ein wenig umgebaut.
Man konnte 2.Betten sehen, ein Tisch und andere diverse Sachen. Möchte die Füst so wie sie jetzt aussieht, auch noch mal besichtigen und die alten Erinnerungen wieder auf leben lassen. Man hat wirklich eine Super Aussicht von da oben und muß nicht mehr befürchten, das es noch mal bimmelt.

So jetzt muß ich aber aufhören. Nicht das ich noch Ärger bekomme. Bin ganz schön vom Thema ab gekommen.

MfG
Niederlausitzer


03.11.1987 - 21.04.1988 US VI. Perleberg Uffz. Schüler, UaZ
28.04.1988 - 18.01.1990 GR-15 Sonneberg II.GB/ 6. GK Neuenbau UaZ, Ufw. der Reserve

Theo85/2 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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