#21

RE: Sperrmittelhäuschen und Sperren im Kalten Krieg

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 25.07.2016 20:20
von lhsecurity | 159 Beiträge

@Grenzerhans
Leider habe ich da kein näheres Wissen, ich war ja beim Bundesgrenzschutz und wir hatten damit 0 zu tun. Ich sehe halt heute noch die Deckel in den Straßen im Grenzgebiet. Ich bin mir aber sicher dass die Wallmeistereien niemals über irgendwelche Atomminen verfügten. Ich hab auch sonst nur Sprengstoffgrundkenntnisse. Du kennst Dich ja etwas besser aus - ich glaub dass es bei herkömmlichen Sprengstoffarten auf beiden Seiten ziemlich das gleiche oder ähnliches gab. Ich kenne auch einen einen Munitionsbunker im Wald zu welchem früher der BW-Schneepflug von der nahen Radarstation räumte.
Der Schneepflugfahrer könnte damals Wallmeister gewesen sein.

Gruß lhsecurity


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zuletzt bearbeitet 25.07.2016 20:20 | nach oben springen

#22

RE: Sperrmittelhäuschen und Sperren im Kalten Krieg

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 25.07.2016 20:28
von Grenzerhans | 274 Beiträge

Ein kleiner Zusatz zu diesem Thema.
Es gibt doch auf dem Gebiet der ehem. DDR auch Sprengkammern. Aber nicht in dieser Form wie auf den Bildern ersichtlich ist.
Es sollen sich Sprengkammern an den Berghängen der Sächsischen Schweiz befinden. Ich habe festgestellt, dass einige Mitglieder des Forums
sich in der Sächsischen Schweiz auskennen. Deshalb meine Ortsangabe zu diesen Sprengkammern. Diese sollen sich auf der linken Seite der
Kirnitzschtalstrasse von Bad Schandau kommend in Richtung Hinterhermsdorf befinden. Exakt ab der Gaststätte "Lichtenhainer Wasserfall".
Ich bin seit ca. 15 Jahren hier in der Gegend zu Hause, bin auch viel diese bewusste Straße lang gefahren oder gelaufen , mit der Straßenbahn gefahren, bewusst nach diesen Sprengkammern gesucht.Ich habe keine gesehen oder gefunden. Diese Sprengkammern sollen die Pioniere der
Wehrmacht angelegt haben. Benutzt oder zum Einsatz sind sie nicht gekommen

Gruß Grenzerhans


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#23

RE: Sperrmittelhäuschen und Sperren im Kalten Krieg

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 25.07.2016 20:31
von lhsecurity | 159 Beiträge

Zitat von Grenzerhans im Beitrag #20


Aber die anderen Zerstörungen, die auch ein moderner Sprengstoff verursacht, ist doch mit den heutigen pioniertechnischen Mittel kein Hindernis
mehr bei einem Angriff oder bei aktiven Kampfhandlungen.



@Grenzerhans
Meiner Meinung nach sollten diese Sperren eine anrückende Armee erstmal kurzfristig aufhalten. Heutige Google Satbilder sind ja nichts weiter als Militärschrott aus längst vergangenen Zeiten. Danach waren sicher Waffensysteme bereits so programmiert dass diese dann die Sperren gezielt befeuern konnten. Nur meine Vermutung.

Gruß lhsecurity


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#24

RE: Sperrmittelhäuschen und Sperren im Kalten Krieg

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 25.07.2016 20:33
von Grenzerhans | 274 Beiträge

Ich danke für Deine Hinweise

Gruß Grenzerhans


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#25

RE: Sperrmittelhäuschen und Sperren im Kalten Krieg

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 25.07.2016 20:35
von lhsecurity | 159 Beiträge

Zitat von B Man im Beitrag #14
Zitat von thomas 48 im Beitrag #13

Was sind Waldmeister Gruppen?


langsam frag ich mich wo ich hier gelandet bin

das war ein Schreib oder Flüchtigkeitsfehler

Wallmeister, hab ich einen Beitrag drüber berichtigt.

@B Man

Waldmeister - bitte sieh meinen Beitrag in # 19

Gruß lhsecurity


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#26

RE: Sperrmittelhäuschen und Sperren im Kalten Krieg

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 25.07.2016 20:47
von Mike59 | 7.969 Beiträge

cool.

Ich glaube das hat den WP nicht Interessent.
A) war der Scheiß bekannt
B) haben die ihre eigenen Marschstraßen in der Planung gehabt
C) war der Angriff nur ein Plan von vielen in einem Generalstab.

Polen hatte vor 1939 einen Angriffsplan auf Deutschland bis zur Linie Weser /Elbe.

Nur mal so als Denkanstoß.


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#27

RE: Sperrmittelhäuschen und Sperren im Kalten Krieg

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 25.07.2016 20:50
von lhsecurity | 159 Beiträge

Zitat von Mike59 im Beitrag #26
cool.

Ich glaube das hat den WP nicht Interessent.
A) war der Scheiß bekannt
B) haben die ihre eigenen Marschstraßen in der Planung gehabt
C) war der Angriff nur ein Plan von vielen in einem Generalstab.

Polen hatte vor 1939 einen Angriffsplan auf Deutschland bis zur Linie Weser /Elbe.

Nur mal so als Denkanstoß.



Aber bisschen was glaube ich ist schon dran: Auch die eigenen Marschstraßen des WP konnten bei mir in der Gegend nur d i e s e Wege nutzen, denn über Steilhänge konnte keine Armee aufmarschieren.

Gruß lhsecurity


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#28

RE: Sperrmittelhäuschen und Sperren im Kalten Krieg

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 23.08.2016 16:45
von B Man | 193 Beiträge

Zitat von Mike59 im Beitrag #26


Ich glaube das hat den WP nicht Interessent.





Ich denke schon.

Ich habe auch schon die Pläne mit den Panzermarschstrassen gesehen.
Eine Sache ist das auf der Karte zu sehen, eine andere sich das mal in der Natur anzuschauen.

Die Sperren sind schon geschickt angelegt um ein schnelles Vorwärtskommen von einer grossen Anzahl an Fahrzeugen schwer zu stören.
Klar kann man die Löcher zu schieben und die Stecksperren mit dem Brenner abschneiden. Da muss man aber erst mal die Pioniere hin schicken und das kostet Zeit.

In den Tallagen zwischen Hessen, Niedersachsen, Bayern sind die schon so angelegt das man da nicht einfach Drumherum fahren kann.
Aus der Gründerzeit der BW gibt es auch einen Video wo man die Hinderniswirkung von Wäldern ausprobiert.
In Heidelandschaften kachelt so ein Panzer einfach durch, im Mischwald ist die Fahrt ganz schnell zu Ende.

Die Sperren gibt es auch noch bis hinter die Weser, dort sogar auf den Forstwegen.


Gruss Andreas
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#29

RE: Sperrmittelhäuschen und Sperren im Kalten Krieg

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 23.08.2016 17:00
von eisenringtheo | 9.173 Beiträge

Ich denke auch, dass man die Lage der gegnerischen Sperren gekannt hat. Was man aber unbedingt auch wissen wollte: Wie waren die Teile, die man nicht von aussen? Und wie gross war die Sperrwirkung? Dafür brauchte man Spione.
Theo


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#30

RE: Sperrmittelhäuschen und Sperren im Kalten Krieg

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 29.08.2016 13:36
von BautznerSenf | 57 Beiträge

Hallo!

Ist Euch dieser Link bekannt?
http://www.geschichtsspuren.de/artikel/3...allmeister.html

Da ist auch etwas zum Thema zusammengetragen.

Aufhalten konnte man einen Gegner so nicht - aber den Vormarsch deutlich verzoegern, denn diese Schaechte waren n. m. K. immer in engen Taelern, Paessen o. ae. angelegt. Und wenn der Tross mal steht, ist er zudem auch verwundbarer.

Gruss

B. S.


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#31

RE: Sperrmittelhäuschen und Sperren im Kalten Krieg

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 29.08.2016 13:58
von Harsberg | 3.248 Beiträge

Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
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#32

RE: Sperrmittelhäuschen und Sperren im Kalten Krieg

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 05.09.2016 12:11
von Beethoven | 137 Beiträge

Die NVA hatte eine hervorragende Militärische Aufklärung. Die Sperreinrichtungen werden ihr zum größten Teil bekannt gewesen sein, da diese ja offensichtlich waren. Diese zu beseitigen oder deren Nutzung zu verhindern dürfte eine recht schwere Aufgabe gewesen sein.

Ich weiß nicht ob einer von Euch mal einen "Kernminenlehrgang" in Klietz mitgemacht hat. Dieser Lehrgang wurde von Spezialtruppen der NVA Kompanieweise absolviert. Dabei ging es nicht in erster Linie darum, die Mine im Schacht zu entschärfen. Das schafft man sowieso nicht oder man stirbt dabei. Es ging darum, dass man die Zusammenhänge solcher Sperren erkennt und Schlußfolgerungen zieht, wo sich die eventuelle Zündstelle befindet und diese außer Gefecht setzt.

In der DDR gab es ebenfalls ein umfangreiches, größtenteils noch anzulegendes Sperrsystem. Für die Planung dieser Anlagen zeichnete die Verwaltung Territorialverteidigung im Ministerium für Nationale Verteidigung verantwortlich. Abgesegnet wurde das vom Chef des Hauptstabes.
Die BEL waren dafür verantwortlich, dass die Truppen die die Sperren anzulegen hatten, zeitgerecht an die Orte kamen. Dafür gab es unter anderem auch Übungen wie "Meilenstein" oder "Mosaik".

Das Prinzip war etwas anders.
Sprengschächte an Brücken kann man heute noch sehen. Ansonsten gab es Kartenmaterial (GKDos) welche Sperre, mit welchen Mitteln, bis wann anzulegen ist. Wie diese gezündet oder auch nach Zündung weiter gehandelt werden sollen. Da ging es nicht nur um Brücken und Straßen sondern auch um Überschwemmungsgebiete.

Und ja, die Kampfgruppen der Arbeiterklasse waren sehr wohl in dieses System involviert. Es war Bestandteil der Ausbildung der Sicherungskräfte der KG d. AK.

Da unsere Strategie bis 86 eine etwas andere war, konnten auf dem Territorium der DDR keine so großen Zerstörungen herbeigeführt werden, wie es zum Beispiel durch Kernminen einstehen würde.

Der Aggressor sollte in der Tiefe der sich verteidigenden Armeen der ersten strategischen Staffel der Verteidigung, aufgehalten werden mit herkömmlichen militärischen Mitteln. Mit Eintreffen der zweiten strategischen Staffel sollte die alte Lage an der Staatsgrenze wieder hergestellt werden und anschließend der Aggressor auf seinem eigenen Territorium vernichtet werden. Das bedeutet, dass man über die gesperrten Abschnitte hinweg, angreifen wollte. Die Sperre wäre also auch von den Truppen des WV zu überwinden sein. Deshalb war das Sperrsystem eben etwas anders als in der Bundesrepublik.

Gruß


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#33

RE: Sperrmittelhäuschen und Sperren im Kalten Krieg

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 05.09.2016 13:09
von DoreHolm | 7.698 Beiträge

Da ich im Rahmen meiner Dienstreisen sehr oft die ehemalige Grenze überqueren mußte, auch auf Nebenstraßen, sind mit die Gullydeckel mitten auf der Straße sofort aufgefallen und ihre Bedeutung war mir auch klar. Meist drei Stück im Abstand von einigen Metern (wimre so ca. etwa alle 10 m).I.d.R. an Talhängen und vor und hinter Brücken oder im Flachland in Morastgebieten. Also nicht so ohne Weiteres zu umfahren. In der Tiefe gestaffelt bis ca. 100 km auf bundesdeutschem Territorium,bemerkte ich. Habe das mal einem westdeutschen Kollegen (Rheinlf.-Pfalz, also weit weit weg von der ehem. Grenze) so erklärt, der mit mir fuhr. Er glaubte es nicht. Recht naiv in Politik. So nach und nach verschwanden sie dann. Wenn ich jetzt danach schaue, finde ich allenfalls noch geflickte Stellen im Asphalt. Die Anwohner werden froh darüber gewesen sein. Die Schächte waren nicht selten sehr nah an Wohnhäusern angebracht, wenn es die Örtlichkeit erforderte. Das Haus wäre dann nur noch eine Ruine bzw. nur die Grundmauern ständen noch. Auch ohne unmittelbare Kampfhandlungen an diesem Ort. Kolateralschaden eben.
Was die Atomminen betrifft, hatte meine Mutter von einer ihrer Westreisen mal ein Emplar des "Spiegel" mitgebracht, in der das thematisiert wurde. Auf der Titelseite eine große Explosion einer dieser Ladungen. Vermutlich auf einem Testgebiet der USA aufgenommen. Diese Ausgabe habe ich mit großem Interesse gelesen. Ich könnte da etwa 15 oder 16 gewesen sein.



zuletzt bearbeitet 05.09.2016 13:11 | nach oben springen

#34

RE: Sperrmittelhäuschen und Sperren im Kalten Krieg

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 09.09.2016 21:02
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

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