#41

RE: Panama Papers? Eine CIA Aktion?

in Themen vom Tage 17.04.2016 16:06
von Freienhagener | 3.862 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #39
Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #36
(...)

Die letzte echte DDR-Regierung (Modrow) wollte das Volkseigentum durch Aufteilung an die Bürger privatisieren. Dazu wurde die Treuhand-Anstalt ursprünglich geschaffen. Die von Kohl finanzierte Marionetten-Regierungen, bei welcher die frisch gewendetenen Blockflöten mit Hilfe von Westgeld und Wahlkampfauftritten der West-CDU-Politiker den Bürgerrechtlern den Wahlsieg raubten, "wessiierte" das Volkseigentum. Das einige Funktionäre nunmehr den Dieben und Gaunern etwas klauten, hat uns nicht geschadet. Denn wir hätten davon sowieso nix abbekommen.

Entweder waren die DDR Bürger politisch unglaublich dumm und naiv und fielen mehrheitlichauf die Bonner Rattenfänger rein oder haben überlegt gehandelt und bewusst gewählt. Persönlich neige ich zur ersten Variante: Die Mächtigen der DDR haben vierzig Jahre erzieherisch darauf hingewirkt, jegliche Kritik zu Staat und Politik zu unterdrücken oder gar nicht aufkommen zu lassen.Eigentlich hätte man 1990 alles versprechen können, es wäre alles geglaubt worden.
Theo


So war es nun nicht. Die Erziehung zu "neuen Menschen" war gescheitert. Deshalb auch die breite Volksbewegung.
Wie auch hier zu sehen ist und was uns Ostdeutschen gerade jetzt Kritik einbringt ist, daß wir gerade aus unserer Erfahrung heraus gegenüber dem Staat kritisch oder sogar renitent sind und und es bei Wahlen nicht eine deratige Parteientreue gibt, wie im Westen.
Eine reformierte DDR war ein Ideal mit großen Risiken. Die Leute wollten größtenteils keine weiteren Experimente.
Aber in der Übergangszeit waren die Vorbehalte gegenüber dem Westen groß. Im Stadtgeschichtlichen Forum in Leipzig sind heute noch Demo-Sprüche zu sehen, wiw "Wir wollen nicht verkohlt werden" usw. Das waren keine SED-Anhänger. Im Gegenteil.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 17.04.2016 16:10 | nach oben springen

#42

RE: Panama Papers? Eine CIA Aktion?

in Themen vom Tage 17.04.2016 17:48
von Hanum83 | 4.759 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #36
Zitat von Kalubke im Beitrag #35


. . .


p.s. Gerecht wäre es übrigens gewesen, die 20 Mrd nicht zu veruntreuen, sonderm von der letzen DDR-Regierung jedem DDR-Bürger ein Startgeld für die deutsche Einheit in Höhe von 1.250 DM auszuzahlen und zwar steuerfrei. So viel mal zum Thema Volkseigentum und Volksvermögen.



Die letzte echte DDR-Regierung (Modrow) wollte das Volkseigentum durch Aufteilung an die Bürger privatisieren. Dazu wurde die Treuhand-Anstalt ursprünglich geschaffen. Die von Kohl finanzierte Marionetten-Regierungen, bei welcher die frisch gewendetenen Blockflöten mit Hilfe von Westgeld und Wahlkampfauftritten der West-CDU-Politiker den Bürgerrechtlern den Wahlsieg raubten, "wessiierte" das Volkseigentum. Das einige Funktionäre nunmehr den Dieben und Gaunern etwas klauten, hat uns nicht geschadet. Denn wir hätten davon sowieso nix abbekommen.


Wie kann man denn die Höhe dieses Volkseigentums beziffern und wie steht das Geraubte im Verhältnis zum Reingepumpten über die Jahre?
Irgendwie bin ich immer ein wenig im Zweifel ob die "Aua ihr habt mir meine schöne DDR-weggenommen"-Rufer das wirklich richtig auseinanderdividieren können und gleich recht wollen.
Die ganze Infrastruktur in der DDR war doch einfach heruntergewirtschafteter Schrott, von der Altbausubstanz mal gar nicht zu reden, die ganze Giftbrühe die mal Gewässer waren schlugen ja dann auch mit Manko zu Buche wegen Sondermüll.
Also richtig durchrechnen möcht ich den tatsächlichen Wert unseres schönen Volkseigentums lieber nicht, vielleicht kommt unten ja sogar ein fettes Minus raus.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
Kalubke hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 17.04.2016 17:59 | nach oben springen

#43

RE: Panama Papers? Eine CIA Aktion?

in Themen vom Tage 17.04.2016 20:55
von werner | 1.591 Beiträge

Was die Vermögenswerte der DDR mit den Panama Papers zu tun haben, ist wirklich erstaunlich.
Die Unkenntnis über Bewertungsverfahren von Wirtschaftsvermögenswerten dagegen nicht.


Vielleicht sollte man mal die Frage stellen, was im Effekt der an die SZ lancierten Dokumente passiert ist und noch passieren wird und auf welcher Seite des Atlantik der größte Nutzen daraus gezogen wird – nicht das Offensichtliche.
Dann wird man vielleicht die Frage beantworten, ob es eine nachrichtendienstliche Aktion war oder nicht.

Ein ständiges Abstellen auf CIA stellt die Fähigkeiten der anderen Dienste über Gebühr hintenan.

OIA oder NSA können genauso die Fäden gezogen haben.

Auch stellt sich die Frage, warum ausgerechnet die SZ die Daten bekam, warum das ganze Paket? Warum wurde das Paket nicht aufgeteilt an verschiedene Medien geschickt, warum nach Deutschland?


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
Fritze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#44

RE: Panama Papers? Eine CIA Aktion?

in Themen vom Tage 18.04.2016 01:38
von StabsfeldKoenig | 2.644 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #42
Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #36
Zitat von Kalubke im Beitrag #35


. . .


p.s. Gerecht wäre es übrigens gewesen, die 20 Mrd nicht zu veruntreuen, sonderm von der letzen DDR-Regierung jedem DDR-Bürger ein Startgeld für die deutsche Einheit in Höhe von 1.250 DM auszuzahlen und zwar steuerfrei. So viel mal zum Thema Volkseigentum und Volksvermögen.



Die letzte echte DDR-Regierung (Modrow) wollte das Volkseigentum durch Aufteilung an die Bürger privatisieren. Dazu wurde die Treuhand-Anstalt ursprünglich geschaffen. Die von Kohl finanzierte Marionetten-Regierungen, bei welcher die frisch gewendetenen Blockflöten mit Hilfe von Westgeld und Wahlkampfauftritten der West-CDU-Politiker den Bürgerrechtlern den Wahlsieg raubten, "wessiierte" das Volkseigentum. Das einige Funktionäre nunmehr den Dieben und Gaunern etwas klauten, hat uns nicht geschadet. Denn wir hätten davon sowieso nix abbekommen.


Wie kann man denn die Höhe dieses Volkseigentums beziffern und wie steht das Geraubte im Verhältnis zum Reingepumpten über die Jahre?
Irgendwie bin ich immer ein wenig im Zweifel ob die "Aua ihr habt mir meine schöne DDR-weggenommen"-Rufer das wirklich richtig auseinanderdividieren können und gleich recht wollen.
Die ganze Infrastruktur in der DDR war doch einfach heruntergewirtschafteter Schrott, von der Altbausubstanz mal gar nicht zu reden, die ganze Giftbrühe die mal Gewässer waren schlugen ja dann auch mit Manko zu Buche wegen Sondermüll.
Also richtig durchrechnen möcht ich den tatsächlichen Wert unseres schönen Volkseigentums lieber nicht, vielleicht kommt unten ja sogar ein fettes Minus raus.




Der Wert des Volkseigentums bestand, trotz z.T verschlissener Infrastruktur, aus Grundstücken (im Wert inzwischen auf ein vielfaches hochspekuliert) und geistigen Eigentum, welches z.T. durch westliche Konkurenten noch heute genutzt wird, z.T. inzwischen mangels Weiternutzung und -entwicklung überholt ist, aber in einigen Fällen (z.B. Langlebens-Glühlampe) bewußt vernichtet bzw. in den "Giftschrank" geschlossen wurde. In anderen Fällen (z.B. DR-E-Loks, Interflug-Airbusse) wurden gute Vermögenswerte unter Wert in den Westen verschoben.
Und bei den Investitionen müssen Ausgaben für Fehlleistungen (z.B. Rückbau überdimensionierter Wasser- und Abwasseranlagen) bzw. Transitautobahnen (Aufbau Fernost statt Ost) nicht nur abgezogen, sondern auch noch Folgelasten ersetzt werden.



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