#61

RE: Egon Winkelmann: Moskau,das war's...

in Bücher und Militaria - Empfehlungen und Tauschbörse 06.04.2016 19:15
von Gert | 12.362 Beiträge

Zitat von linamax im Beitrag #59
Zitat von Fritze im Beitrag #58
Alfred und was hat ihr Vater für euch getan, dass Frau Merkel einen Studienplatz bekam?

Man nannte ihn zum Beispiel den Roten Pastor ! Angela war auch gern in der FDJ !


https://www.youtube.com/watch?v=ZxWTqxx10bs



Hallo Rostocker
Meine Schwester durfte nicht studieren . Obwohl Arbeiter Kind und die Noten stimmten . Aber ich bin 1967 in den Westen geflohen .


Siehste ,also warst Du schuld ,wenn Deine Schwester nach dem Abitur oder dem Studium auch geflitzt wäre , das wollte man wohl verhindern .

Ist ja ok . Man könnte es auch anders beschreiben als Sippenhaft .

dafür gabs ausreichend Beispiel in der deutschen Geschichte


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#62

RE: Egon Winkelmann: Moskau,das war's...

in Bücher und Militaria - Empfehlungen und Tauschbörse 06.04.2016 19:25
von Fritze | 3.474 Beiträge

Ja Gert ,das zieht sich wie ein roter Faden durch deutsche Geschichte !

Ist meinem Sohn hier im Rheinland auch passiert ,man hat ihm auch den Weg aufs Gymnasium verbaut !

Und Mitschüler mit schlechteren Zensuren ,aber Eltern im Elternbeirat durften .


"Das kann doch überhaupt nur jemand nicht wissen ,der entweder vollkommen ahnungslos ist ,oder ,oder jemand der also bösartig ist !"

"If you get up and walk away, leave the past behind, go ahead and take a ride ,no telling what you find ! "
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#63

RE: Egon Winkelmann: Moskau,das war's...

in Bücher und Militaria - Empfehlungen und Tauschbörse 06.04.2016 19:26
von Alfred | 6.861 Beiträge

Gert,

Du hast doch eine Antwort bekommen.


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#64

RE: Egon Winkelmann: Moskau,das war's...

in Bücher und Militaria - Empfehlungen und Tauschbörse 06.04.2016 19:35
von linamax | 2.022 Beiträge

Zitat von Fritze im Beitrag #62
Ja Gert ,das zieht sich wie ein roter Faden durch deutsche Geschichte !

Ist meinem Sohn hier im Rheinland auch passiert ,man hat ihm auch den Weg aufs Gymnasium verbaut !

Und Mitschüler mit schlechteren Zensuren ,aber Eltern im Elternbeirat durften .



Hallo Fritz
Bei meiner Schwester ging es nicht um Noten sondern weil ihr Bruder geflüchtet ist . Bei den Kommunisten heißt das Sippenhaft .


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#65

RE: Egon Winkelmann: Moskau,das war's...

in Bücher und Militaria - Empfehlungen und Tauschbörse 06.04.2016 19:39
von Fritze | 3.474 Beiträge

Zitat von linamax im Beitrag #64
Zitat von Fritze im Beitrag #62
Ja Gert ,das zieht sich wie ein roter Faden durch deutsche Geschichte !

Ist meinem Sohn hier im Rheinland auch passiert ,man hat ihm auch den Weg aufs Gymnasium verbaut !

Und Mitschüler mit schlechteren Zensuren ,aber Eltern im Elternbeirat durften .



Hallo Fritz
Bei meiner Schwester ging es nicht um Noten sondern weil ihr Bruder geflüchtet ist . Bei den Kommunisten heißt das Sippenhaft .



Hör mal Eberhard , ich will das hier nicht alles hochkochen ,das war vor 6 Jahren schon schlimm genug !

Aber es ging bei meinem Sohn auch nicht um Noten und ja es war auch Sippenhaft ! Das muss Dir genügen !

Fritze


"Das kann doch überhaupt nur jemand nicht wissen ,der entweder vollkommen ahnungslos ist ,oder ,oder jemand der also bösartig ist !"

"If you get up and walk away, leave the past behind, go ahead and take a ride ,no telling what you find ! "
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#66

RE: Egon Winkelmann: Moskau,das war's...

in Bücher und Militaria - Empfehlungen und Tauschbörse 06.04.2016 20:06
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von andy im Beitrag #1
... sind die Erinnerungen des ehemaligen Botschafters der DDR in der Sowjetunion (Januar1981 - Januar 1987). Er war in einer sehr bedeutsamen Zeit Botschafter in einem Land, das für die Ökonomie der DDR überlebenswichtig war, insbesondere als Lieferant für Rohstoffe.

Meine wichtigste Erkenntnis aus dieser Lektüre: Die viel beschworene "unverbrüchliche" (was für ein Wort?!?!) Freundschaft zwischen diesen beiden Ländern hat es, zumindest auf Partei- und Regierungsebene schon seit Anfang der 80'er Jahre nicht mehr gegeben.

Sie waren vielmehr eine Zweckgemeindschaft, die durch die Nachkriegsordnung aufeinander angewiesen waren und deren Führer am Ende der DDR tief verfeindet waren.

Ein sehr ernüchtendes Buch.


andy



Im Buch geht's wohl eher um die Freundschaft im Großen aber wie verhält es sich mit Basisprojekten des DSF wie Freundschaftszügen und Freundschaftsabenden von Jugendlichen beider Nationen ?
Ein solches Treffen erlebte ich auf einer Freundschaftsreise nach Moskau im Spätsommer 1989 und erinnere mich noch daran, daß es seitens der Kreiskommission Jugendtourist große Schwierigkeiten gab, die Gruppe komplett zu bekommen, immerhin war es eine Auszeichnung und so spielete ich erst mal völlig unvoreingenommen mit.
Da saßen sie also, unsere Freunde an getrennten Tischen in einem Saal der auch eine Tanzfläche aufzubieten hatte.
Wir waren damals in kleineren Cliquen unterwegs, mit mir zwei Fahrdienstleiter der Reichsbahn und der "Schichtleiter" (sein Spitzname, der war im Bunawerk angestellt) und peilten zunächst die Lage.
Mir hat es eine angeregt plaudernde dunkelhaarige Schönheit namens Rose angetan, die wohl mit einer Freundin da war so daß ich den Schichtleiter und meine zwei Reichsbahner fragte ob sie mit zu deren Tisch kämen, es war ja schließlich eine Freundschaftsreise und die Partei hat uns dafür bezahlt, daß wir diese Freundschaft pflegen mögen.
Auf Grund damals noch relativ guter (und frischer) Russischkenntnisse (war 3x in der SU) kamen wir ganz gut ins Gespräch, brauchten aber hin und wieder Übersetzungshilfe und die bekamen wir von einer weiteren Komsomolzin, die zudem ziemlich intelligent und politisch interessiert war, so daß Rose sich etwas mehr dem Schichtleiter zuwandte und mit ihm öfter auf der Tanzfläche war als mit mir- am Ende hatten wir aber beide ihre Adresse.
Eine längere Brieffreundschaft kam leider mit keiner von den jungen Damen mehr zustande, sowohl der Kontakt zum Schichtleiter brach nach 2-3 Monaten ab, wie auch jener zu Rose (2 Briefwechsel, Swetlana schrieb gar nicht zurück...während der Schulzeit hatte das noch besser geklappt), die Fahrdienstleiter waren auch ganz woanders her und man ging auseinander ohne jemals wieder voneinander gehört zu haben.
So war es halt eine bunt zusammengewürfelte Truppe trotzdem kann ich von gegenseitiger Sympathie zum Brudervolk sprechen, da die Gespräche dort sehr angeregt waren und unsere Übersetzerin überraschend kritische Fragen zu den Zuständen in der DDR stellte, was wir wohl von der Ungarn- Problematik und den Vorgängen im eigenem Land hielten.
Es wurde viel gelacht und getanzt, meinerseits war das nicht gespielt oder verkrampft, es waren Gleichgesinnte, obwohl die Mentalität doch recht verschieden war, denen gefiel, daß ich so von der Großdiesel aus Woroschilowgrad (Baureihe 131.. wir Röblinger hatten sie mit als erste 1972 bekommen) so begeistert war und mich so für die russische Sprache interessierte und mir gefiel, daß man mit jedem dort ins Gespräch kommen konnte, wenn man das wollte, Alkohol war dort nur recht gering dosiert im Spiel, das Piwo schmeckte mir ehrlich gesagt auch nie besonders.
Die Mädels waren auch ohne Alk recht hübsch, Swetlana sah sogar der jungen Raissa Gorbatschowa ein wenig ähnlich.
Über den Krieg, die ganz große Politik und Personen wurde nur wenig gesprochen, der Alltag, die persönlichen Zukunftspläne und eben das eigene Lebensumfeld waren unsere Themen und ich weiß gar nicht mehr, ob es überhaupt eine öffentliche Diskussion gab, die fand nach meiner Erinnerung nur an den Tischen statt mit z. T. wechselnder Zusammensetzung.
Im Unterbewußtsein spielte wohl aber doch der Befreierstatus und die Opfer dieses Volkes im Großen Vaterländischen Krieg dieses Landes eine Rolle, so schätze ich mich zumindest ein, die DDR war für mich bis zuletzt eigentlich ein gelungendes Projekt bezogen auf die Gesamtkalkulation der Glückskomponenten meines Wertekanons und die Deutsch- Sowjetische Freundschaft gehörte halt dazu, wenngleich die GDSF als Institution eher ein Stilleben war, zu irgendwelchen betrieblichen Aktivitäten fällt mir nichts ein, nicht mal der Vorsitzende der Ortsgruppe im Bahnbetriebswerk.



DoreHolm hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 07.04.2016 08:26 | nach oben springen



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