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#41

RE: Thüringische Exklave Ostheim

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.09.2016 12:36
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Zitat von Kalubke im Beitrag #4
Die Entfernung betrug nur ca. 2,5 km. Thüringen war dort aber nur über Nebenstraßen ereichbar. Verkehrstechnisch für eine Evakuierungsaktion sicher nicht günstig.

Gruß Kalubke

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&...G1wwPCMTlE98mIQ
Seite 10


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#42

RE: Thüringische Exklave Ostheim

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.09.2016 12:39
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Zitat von Kalubke im Beitrag #1
Ostheim mit seinen vier Gemeinden (Ostheim vor der Rhön, Sondheim vor der Rhön, Urspringen und Stetten), rund 3.600 Einwohnern und einer Größe von 54,24 km2 wurde durch Gebietsreformen im 19. Jhd. zur Exklave, gehörte ab 1920 zum neu gegründeten Land Thüringen und war Bestandteil des Landkreises Meiningen. Das Gebiet ist vom unterfränkischen Kreis Mellrichstadt vollständig umschlossen.



Nach dem II. WK kam es am 15.06.1945, ca. 2 Wochen vor dem Beginn des Rückzuges der Amerikaner aus Thüringen, zwischen dem künftigen sowjetischen Stadtkommandanten von Meiningen und dem amerikanischen Stadtkommandanten von Neustadt/Saale zu einer border-negotiation (Grenzvereinbarung), die besagte, dass Ostheim als Teil der amerikanischen Besatzungszone dem Freistaat Bayern zugeordnet und als thüringische Exklave unter bayerische Verwaltung gestellt wird. Das Land Thüringen nahm die Grenzvereinbarung hin, allerdings ohne offiziell auf Ostheim zu verzichten.

Dennoch fand, nachdem am 27.05.1952 in der DDR die Polizeiverordnung über die Einführung einer besonderen Ordnung an der Demarkationslinie erlassen und im Juni 1952 unter dem DN „Ungeziefer“ die Zwangsevakuierung von Bewohnern der Grenzregion durch die Staatssicherheit angeordnet wurde, laut Chronik des BGS (GSA Süd) im Zeitraum von Juni-September 1952 der Einsatz „Fladungen“ statt. Hundertschaften der GSA Süd wurden ins Gebiet von Fladungen kommandiert, mit dem Ziel, einer Evakuierung der Exklave Ostheim über die von Ostheim nach Thüringen führende Fernverkehrsstraße vorzubeugen.

Hatte die DDR damals tatsächlich vor, die Bewohner der Exklave komplett umzusiedeln?



http://www.bgsk-oerlenbach.de/html/60_jahre_bgs.html

26.06.1952
27.08.1952

Hundertschaften, Einsatz Fladungen???

Aus diesem Buch?
https://books.google.de/books?id=4ncjc0V...ostheim&f=false
Da haben sich einige Fehler eingeschlichen.


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 04.09.2016 12:42 | nach oben springen

#43

RE: Thüringische Exklave Ostheim

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.09.2016 12:46
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Muss ich suchen, war eine Chronik im pdf-Format Text fast wortgleich wie die Chronik BGS Oerlenbach zusätzlich dazu aber die Einsatzbezeichnung.


Habs gefunden. Der Aufsatz heißt

Das Coburger Land im Schatten des „Eisernen Vorhangs“ – ein
mörderischer Alptraum 1945 -1990


Text:

In der Zeit von Juni- September 1952 verhinderten Coburger Hundertschaften durch den
Einsatz „Fladungen“ in der Rhön die „Heimholung“ der ehemals 54,24 qkm großen
thüringischen Exklave Ostheim vor der Rhön mit ihren 3500 Bewohner in das „Arbeiter – und
Bauernparadies“.


Wobei sich das hier m. E. unrichtigerweise so anhört, dass das keine vorbeugende Maßnahme war, sondern die DDR tatsächlich versucht hat, die Bewohner der Exklave zu evakuieren. In dem Buch "An der Grenze der Freiheit" wird das allerdings ebenfalls so interpretiert, dass seitens der DDR mit KVP und Kampfgruppen der Versuch einer Evakuierung unternommen wurde. Wie war das denn nun damals tatsächlich?

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 05.09.2016 11:37 | nach oben springen

#44

RE: Thüringische Exklave Ostheim

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.09.2016 19:11
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Zitat von Kalubke im Beitrag #43
Muss ich suchen, war eine Chronik im pdf-Format Text fast wortgleich wie die Chronik BGS Oerlenbach zusätzlich dazu aber die Einsatzbezeichnung.


Habs gefunden. Der Aufsatz heißt

Das Coburger Land im Schatten des „Eisernen Vorhangs“ – ein
mörderischer Alptraum 1945 -1990


Text:

In der Zeit von Juni- September 1952 verhinderten Coburger Hundertschaften durch den
Einsatz „Fladungen“ in der Rhön die „Heimholung“ der ehemals 54,24 qkm großen
thüringischen Exklave Ostheim vor der Rhön mit ihren 3500 Bewohner in das „Arbeiter – und
Bauernparadies“.


Wobei sich das hier m. E. unrichtigerweise so anhört, dass das keine vorbeugende Maßnahme war, sondern die DDR tatsächlich versucht hat, die Bewohner der Exklave zu evakuieren. In dem Buch "An der Grenze der Freiheit" wird das allerdings ebenfalls so interpretiert, dass seitens der DDR mit KVP und Kampfgruppen der Versuch einer Evakuierung unternommen wurde. Wie war das denn nun damals tatsächlich?

Gruß Kalubke


Wie hier schon der Hinweis, Link zur BGS-K Oerlenbach.
04.09.2016 12:39


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#45

RE: Thüringische Exklave Ostheim

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 07.09.2016 08:39
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Dort steht:

26.06.1952
2. Hu Abordnung zum Einsatz Enklave Ostheim v.d. Rhön bis 01.07.1952
Einsatz war zum Schutz der Enklave gegen evtl. Übergriffe der Volkspolizei
befohlen worden, da die Enklave ursprünglich zum Land Thüringen gehörte.
Bevölkerung stark beunruhigt, zum Teil der Arbeit fernblieb und Bankguthaben
abhob
.

Also nur vorbeugend. Aktive Evakuierungsmaßnahmen der DDR-Grenzpolizei im Raum Ostheim haben also nicht stattgefunden. Ich glaube die Besatzungsmächte SU und USA hätten sicherlich auch nicht zugelassen, dass deutsche Polizeikräfte im Rahmen irgendwelcher Aktionen die Gebiete von fremden Besatzungszonen durchqueren.

Aber propagandistisch wurde natürlich im kalten Krieg von beiden Seiten gern mal einer draufgesetzt.

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 07.09.2016 08:42 | nach oben springen


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