#101

RE: Fluchten und Biographien

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 08.03.2016 10:16
von Hanum83 | 4.759 Beiträge

Die Schießausbildung an sich war wirklich etwas bescheiden wenn man als eigentlich schlimmste "Aufgabe" jemanden auf vielleicht 100m in die Beine treffen sollte.
Aber wenn du fast tagtäglich mit einer Waffe zu tun hast, dann schaust du dir doch die auch oft an, auch diesen vertrakten Hebel und bedienst den auch mal, also eigentlich sollte man dann schon wissen wie du den wo hinzudrücken hast wenn es notwendig wird.
Mal zu nervös.
Also unser Polit hat uns nicht pausenlos mit Marx und Engels zugeschüttet, der hat auch ganz oft mit uns über den Umgang mit diversen "Situationen" geredet, auch darüber das man möglichst immer überlegt handeln soll und nicht panisch, auf jeden Fall ging Festnahme vor gezielt schießen und gleich recht wild schießen, jeder erschossene an der Grenze war schließlich speziell nach Helsinki mehr als peinlich für die DDR.
Vielleicht waren die Polits nicht alle so, unserer hat uns jedenfalls die Angst etwas genommen.
Also ich hab mich nicht als ein überscharf gemachtes, schießwütiges Etwas gesehen, dazu noch zu bedeppert um seine Flinte richtig zu bedienen.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 08.03.2016 10:41 | nach oben springen

#102

RE: Fluchten und Biographien

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 08.03.2016 16:41
von Zkom IV | 323 Beiträge

Um es nochmal etwas zu verdeutlichen:

Es ging mir eigentlich um die Belobigung nach solchen Schußwaffen Einsätzen.
Gab es denn in den Vorschriften der GT nicht auch so etwas wie den "Grundsatz der Verhältnismäßigkeit" ?

In den besagten Fällen wurde dieser Grundsatz wohl etwas außer Acht gelassen ?!?

Auch das Argument "Nervosität" kann ich so nicht ganz nachvollziehen.
Wenn mich jemand angreift oder sonst irgendwie bedrängt, versteh ich es voll und ganz, wenn es zu Überreaktionen kommt.
Ist ja in meinem Job fast täglich der Fall.

Aber weit entfernt vom "Täter", ohne jegliche Eigengefährdung, dann solche Reaktion ?
Finde ich schon bedenklich.

Ich hatte die Kaschi leider nur einmal in der Hand.
1981 bei der Waffenausbildung an der Zollschule Bad Gandersheim. Habe leider auch nie damit geschossen, obwohl
ich auch bei der Pol jahrelang Schießlehrer war, aber die Situation ergab sich nicht.
So war mir nicht bekannt, dass der Feuerwahlhebel erst auf "D" und dann auf "E" rastet.
Da kann man sich im Ernstfall sicherlich schnell vertun und nur auf "D" schalten und was dann passiert, wenn man am Abzug durchreißt, ist ja klar.

Eine gute und umfassende Schießausbildung scheint bei den GT wohl auch nicht so hoch im Kurs gestanden haben.

Gruß Frank



Sonne und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#103

RE: Fluchten und Biographien

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 09.03.2016 00:06
von vs1400 | 2.392 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #101
Die Schießausbildung an sich war wirklich etwas bescheiden wenn man als eigentlich schlimmste "Aufgabe" jemanden auf vielleicht 100m in die Beine treffen sollte.
Aber wenn du fast tagtäglich mit einer Waffe zu tun hast, dann schaust du dir doch die auch oft an, auch diesen vertrakten Hebel und bedienst den auch mal, also eigentlich sollte man dann schon wissen wie du den wo hinzudrücken hast wenn es notwendig wird.
Mal zu nervös.
Also unser Polit hat uns nicht pausenlos mit Marx und Engels zugeschüttet, der hat auch ganz oft mit uns über den Umgang mit diversen "Situationen" geredet, auch darüber das man möglichst immer überlegt handeln soll und nicht panisch, auf jeden Fall ging Festnahme vor gezielt schießen und gleich recht wild schießen, jeder erschossene an der Grenze war schließlich speziell nach Helsinki mehr als peinlich für die DDR.
Vielleicht waren die Polits nicht alle so, unserer hat uns jedenfalls die Angst etwas genommen.
Also ich hab mich nicht als ein überscharf gemachtes, schießwütiges Etwas gesehen, dazu noch zu bedeppert um seine Flinte richtig zu bedienen.



wow, Hanum83,
solch abgeklärte agt hätte man doch klonen müssen.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#104

RE: Fluchten und Biographien

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 09.03.2016 00:15
von Hanum83 | 4.759 Beiträge

Zitat von vs1400 im Beitrag #103


wow, Hanum83,
solch abgeklärte agt hätte man doch klonen müssen.

gruß vs



Wie, haben sie dich etwa nicht geklont?


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
zuletzt bearbeitet 09.03.2016 00:17 | nach oben springen

#105

RE: Fluchten und Biographien

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 09.03.2016 00:39
von vs1400 | 2.392 Beiträge

... beachte meine signatur, Hanum83,
wie hätte man denn die kosten dafür, damals, noch rechtfertigen können.

gruß vs ... und sorry fürs ot.


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#106

RE: Fluchten und Biographien

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 09.03.2016 02:34
von Gelöschtes Mitglied
avatar

@berlin3321, ist jetzt etwas OT, aber bin ich Dir irgendwie ans Herz gewachsen? Deine Jammerei wegen den Zitaten geht mir auf's Gemüt.
Wenn ich mich im Forum umschaue, trampelst Du eigendlich jedem Zitierer auch per PM auf dem Sack herum?
Ich glaube Dein Tag hat 26 Stunden, wenn das reicht.
Um Jottes Willen, der war ganz ohne Zitat.
Gerd


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