#1

Das Verständnis eines ehemaligen Grenzoffiziers

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.09.2009 12:00
von Augenzeuge (gelöscht)
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Ohne Kommentar, nur zum Nachdenken:

http://einestages.spiegel.de/static/topi...chgekommen.html

Gruß, Augenzeuge


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#2

RE: Das Verständnis eines ehemaligen Grenzoffiziers

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.09.2009 12:23
von CaptnDelta (gelöscht)
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Ah, gut das Du den Artikel hier 'reingestellt hast, Augenzeuge. Ich hatte ihn gelesen, und dabei hatte ich sofort eine Frage an GilbertWolzow - allerdings hatte ich die dann doch wieder vergessen.

Und zwar heisst es da:

Zitat von Spiegel Artikel
... er freute er sich, bei der großen Militärparade in Ost-Berlin zum 40. Jahrestag der DDR am 7. Oktober 1989 mitmarschieren zu dürfen.
Wochenlang trainierte er eifrig mit seinen Soldaten für den großen Auftritt - und der geriet genau nach seinem Geschmack: Wie im Vorjahr bekam er den Ehrenbanner für den "besten Marschblock".


Wobei der Kompaniechef (um den es da im Artikel geht) schon ueber 40 war.

@Gilbert: Hat man da tatsaechlich so "olle Knacker" mitlaufen lassen? Mussten die dann auch im Stechschritt mitmarschieren? Oder durfte so ein Kompaniechef irgendwo 'mitrollen'?

Servus, Good Nite,
-Th

PS: Ansonsten: Naja...


zuletzt bearbeitet 12.09.2009 12:24 | nach oben springen

#3

RE: Das Verständnis eines ehemaligen Grenzoffiziers

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.09.2009 12:53
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Hallo alle zusammen, ich könnte jetzt ein sehr schönes Foto von einem Marschblock aus meiner Zeit am Kanten einstellen. Aber da müßte ich alle Gesichter schwärzen und das ist sehr aufwendig also lasse ich es lieber. Die " alten Männer", so wie Captn Delta schreibt vorneweg, die Gesichter freudig erregt aber beherrscht, das Lametta (Orden, Medaillien) an der Brust, den Degen an der Seite im Stechschritt. Wir hinterher nicht minder zackig nur lächeln wir nicht. Ich weiß gar nicht mehr, wer das Foto vor 32 Jahren aufgenommen hatte, es muss wohl am Tag der Grenztruppen im Dezember gewesen sein.
Na, vielleicht bringe ich es einmal zu einem Treffen mit. Am Abend dieses Tages werden die Gesichter wohl nicht mehr so beherrscht gewesen sein, es könnte am vielen Alkohol gelegen haben, der logischerweise dazu gehörte. Wir schauten dann aber auch nicht anders aus der Wäsche, den unser Schnaps lag gut gekühlt in der Dachrinne, also Fenster auf und zugegriffen.
Prost, Männer, auf die alten Zeiten und Einen nehmen wir noch....na,nu ma nicht so tüttelig, einen nehmen wir noch.....na,....

Gruß Rainer- Maria


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#4

RE: Das Verständnis eines ehemaligen Grenzoffiziers

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.09.2009 15:06
von werraglück | 679 Beiträge

Hi,

danke für den Beitrag!

MfG


"Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Ge­genwart nicht verstehen und die Zukunft nicht ge­stalten"

ROMAN HERZOG
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#5

RE: Das Verständnis eines ehemaligen Grenzoffiziers

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.09.2009 19:30
von Alter_Fritz (gelöscht)
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[quote="CaptnDelta"]Ah, gut das Du den Artikel hier 'reingestellt hast, Augenzeuge. Ich hatte ihn gelesen, und dabei hatte ich sofort eine Frage an GilbertWolzow - allerdings hatte ich die dann doch wieder vergessen.

Das war einer aus der zuverlässigen Reserve der Partei. Sagt dass er er auch geschossen hätten--sicher auch auf seine eigene Verwandtschaft. Knallhart der Junge. Ich meine, solche gab es auch im 44. Grenzregiment. Skrupellos eiskalt. Hätte auch auf die eigenen Leute geschossen!!! Auf wen denn sonst? Der Westler musste nicht um politisches Asyl bitten. Eine eweige Verlogenheit die mich rasend macht.
Hier etwas aus meinem Leben in der DDR
Über mich
Manchmal, wenn Jens Niehaus mit seinem Linienbus durch Riedstadt tuckert und hinter ihm die Schüler quengeln, da kann er sich ein Lächeln nicht verkneifen. Was die wenigsten wissen: Ihr Chauffeur hat eine bewegte Vergangenheit. Er war Oberfeldwebel der Nationalen Volksarmee und Grenztruppen der DDR, Pressesprecher im Rathaus, Sprengstoffexperte und Volkspolizist. Nun schreibt der neunundfünfzigjährige seine Memoiren: „Meine(un)ruhigen Jahre – Eine Ostdeutsche Lebensgeschichte „Ich lebe mein Leben noch einmal“, sagt Niehaus, der 2003 der Liebe wegen nach Hessen gezogen ist. Jeden Abend grübelt er aufs Neue über seiner Vergangenheit, spricht mit Weggefährten und Familienangehörigen, träumt nachts vom Leben an der Mauer. 400 A4 Seiten hat er bereits geschrieben; 450, vielleicht 500, sollen es letztlich werden. Das Buch wird wenn alles klar geht, h im September 2009 erscheinen. Jens Niehaus ist vier Jahre alt, als weiße Rauchschwaden durch das Städtchen Eisleben ziehen. „Mir brannten die Augen“, erinnert er sich an den 17. Juni 1953. Parolen werden skandiert, Polizisten und Rotarmisten gehen mit Tränengas, Knüppeln und Schusswaffen gegen Demonstranten vor. Der Arbeiteraufstand, der eigentlich ein Volksaufstand ist, wird blutig niedergeschlagen. Doch für Politik interessiert Klein-Jens sich nicht. In der Bergbaugemeinde Volksstedt am Fuße des Südharzes wächst er auf. Eine Kneipe, einen Pfarrer und ein Strafgefangenenlager gibt es hier. Als er vier Jahre ist, zieht die Familie nach Eisleben. Er ist Mitglied der Jungen Pioniere, die später zur FDJ werden, die den Nachwuchs ideologisch trimmt. „Frieden, Sozialismus, Freundschaft – das hat uns etwas bedeutet. Die BRD war für uns der kapitalistische Ausbeuterstaat, der die Menschenrechte missachtet“, erzählt Niehaus. „Irgendwann verlernst du, das zu hinterfragen.“ Aber es gibt auch Brüche in der Ideologie. In den fünfziger Jahren nimmt das Bespitzelungssystem in der DDR groteske Züge an. Als Familie Niehaus ihren ersten Fernseher erhält, richtet sie ihre Antenne gen Westen aus. Das führt schon bald zum Besuch von SED-Funktionären. „Sie haben dem Feind ihr Ohr geliehen“, heißt es. Oder: „Sie haben sich unsozialistisch verhalten.“ Als Zwölfjähriger steckt Jens Niehaus zum ersten Mal in einer Uniform. Als „Hauptwachtmeister“ und „Verkehrspolizist“ regelt er auf Kreuzungen den Verkehr. Anstrengend ist das nicht: Schließlich gibt es in Eisleben nicht viele Trabbis und Wartburgs. 1962 ziehen die Niehaus`s nach Sangerhausen, wo er die Oberschule besucht. Nachmittags ist er zur Freizeitgestaltung bei der Gesellschaft für Sport und Technik. Zum ersten Mal erhält er ein Kleinkaliber-Gewehr. Am 3. November 1968 wird Niehaus zur Nationalen Volksarmee (NVA) einberufen. Er möchte zur Marine oder seinen Wehrdienst auf Schiffen der Grenzbrigade Küste versehen. Vergebens. Weil das Plansoll an Matrosen erfüllt ist, wird er auch von den Bootstruppen in und um Berlin abgelehnt. Stattdessen wird er Mitglied einer Spezialeinheit. Auf Europas größten Häuserkampfareal in Streganz, südlich von Berlin trainieren die Grenztruppen der DDR und große Teile der Nationalen Volksarmee (NVA) die Einnahme und Verteidigung West-Berlins. Mit dabei, Jens Niehaus. Gebäudebesetzung, Stahl- und Mauersprengungen. „Es krachte und rumste überall.“ Von seinem Feldwebel erhält der junge Mann eine „Gattin auf Zeit“: „Madame Kalaschnikowa“, die 4,9 Kilogramm schwere Maschinenpistole. Im Kriegsfall hätte Jens Niehaus an vorderster Front kämpfen müssen. „Ich hatte viele schlaflose Nächte.“ Tote Zivilisten? „Die waren einkalkuliert.“ Trotzdem sei er noch immer ein unpolitischer Mensch gewesen, sagt Jens Niehaus heute. Er wird Sprengausbildungsberechtiger der NVA. Seine Wohnung liegt in Potsdam-Babelsberg, einem kleinen Viertel mit hochherrschaftlichen Villen direkt an der deutsch-deutschen Grenze. Viele Militärangehörige, Zollbeamte, Volkspolizisten und SED-Parteibonzen wohnen hier, abgeschirmt von Schlagbäumen, Wachttürmen und Schikanen. Eine Hochburg der Privilegierten. Hinter seinem Garten beginnt die Transitstrecke für die Interzonen-Züge von Westdeutschland nach West-Berlin. Die Mauer kann Jens Niehaus beim Spazierengehen mit der bloßen Hand berühren. Auf der West-Berliner Seite liegt ein Campingplatz. Rock’n’Roll, Elvis Presley, die Beatles sind fast jeden Abend zu hören. Hin und wieder klettern West-Berliner auf die Mauer und lesen in ihrer „Bild“-Zeitung. Vom „Klassenfeind“ keine Spur: „Das waren ganz normale Menschen.“ Der Anblick der Mauer mit seinem Grenzstreifen macht ihn nachdenklich. Langsam wird ihm klar: Die Mauer richtet sich nicht gegen den Westen, sondern gegen das eigene Volk. Immer häufiger denkt er darüber nach, wie das Leben drüben, auf der anderen Seite, so wäre. Und ob er mit seiner Frau und seinem Sohn nicht einfach über den drei Meter hohen Wall klettern soll. Doch diesen Mut finden sie nie.Es gab auch Republikflüchtlinge in den eigenen Reihen. „Ich habe viele Mitstreiter gekannt, die sich wie ich heimlich darüber gefreut haben" Immer mehr wendet sich der Berufssoldat, vom DDR-Regime ab. Fühlt sich „wie im Gefängnis“ und lernt „die Kunst der doppelten Zunge“. Wem man Kritisches anvertrauen kann und wann Honecker-Witze fehl am Platz sind. „Vertrauen? Das gab es nur im Verborgenen.“ Oft denkt der Sprengstoff-Experte darüber nach, wie es wohl wäre, die eigene Mauer in die Luft zu jagen. „Das wäre ein Leichtes für mich gewesen.“ 1972 kommt er bei einer Routineübung fast ums Leben. 136 Kupfersplitter jagt eine Sprengung in seinen Körper. Die Narben trägt er heute noch. Er wird Büroleiter eines Grenzregiments, das die Seenlandschaft im Süden Berlins überwacht. Niehaus zahlt den Wehrsold an die Soldaten und sorgt sich um die Verpflegung.1979 wird er Pressesprecher beim Rat der Stadt. Freie Presse? Er grinst: „Die haben das notiert, was übermittelt wurde. Und das war oft ein einziges Lügengebilde.“ Nach einem Jahr wirft Niehaus das Handtuch. „Ich wollte diese ganzen Unwahrheiten nicht mehr verkaufen. Dass es keine Nahrungsmittelknappheit oder Wohnungsnot gibt. Dabei hat das doch jeder gesehen.“ Plötzlich steht der Oberfeldwebel auf der Straße. Arbeitslos im „Land der Arbeiter und Bauern“. Nur das Postzollamt will ihn noch – als Busfahrer. Jahrelang kutschiert er die Angestellten zur Arbeit und zurück. Erst 1985 bekommt Niehaus eine neue Chance. Als Polizeiobermeister bei der Volkspolizei. 1989. Wieder erhebt sich das Volk gegen das DDR-Regime. In der Stadt werden die Bürgerrechtler von der Polizei niedergeknüppelt.Mit einigen Kollegen verfasst Jens Niehaus ein Flugblatt und fordert die sofortige Ablösung des Einsatzleiters. „Noch gibt es keinen Sieg der Konterrevolution“, wird den kritischen Polizisten gesagt. Die Mauer fällt trotzdem. Heute lebt Niehaus in der Nähe von Rüsselsheim und ist wieder Busfahrer. Neulich hat er einen Antrag auf Einsicht in seine Stasi-Unterlagen gestellt. Warum erst jetzt nach so vielen Jahren? „Ich möchte wissen, ob Spitzel auf mich angesetzt waren. Aber ich habe Angst davor zu erfahren, wer dazu gehörte.“Eine politische Abrechnung soll sein Buch nicht sein, eher eine persönliche Sammlung von Begegnungen und Anekdoten. Von Besuchen in Russland oder dem langen Warten auf seinen ersten Trabbi: siebeneinhalb Jahre.---------------------------------------- „Würden Sie schießen?“ Ein Interview: Der ehemalige Volkspolizist Jens Niehaus will mit seinen Erinnerungen ein realistisches Bild der DDR zeichnen Herr Niehaus, seit einigen Jahren rollte eine Ostalgie-Welle durchs Land. Die DDR als lustiges Kuriositätenkabinett. Ist Ihr Buch so ähnlich? Jens Niehaus: Nein. Ich möchte diesen Staat nicht verurteilen oder beschönigen. Ich beschreibe einfach mein Leben. Viele haben mir gesagt: Das ist so spannend, schreib das doch mal auf. Sie waren Spezialpionier und Sprengstofftechniker. Da muss Sie Ihr heutiges Leben als Busfahrer doch langweilen. Niehaus: Keineswegs. 2006 haben mich die Kinder zum beliebtesten Busfahrer der Region gewählt. Das bedeutet mir mehr als die meisten anderen Auszeichnungen. Wie haben Ihre Verwandten und früheren Weggefährten reagiert, als sie hörten, dass Sie als Schriftsteller anfangen? Niehaus: Die meisten waren nicht begeistert. Aber ich möchte diese Dinge trotzdem aufschreiben, um zu zeigen, wie die DDR wirklich war. Vermissen Sie etwas von damals? Niehaus: Das nicht. Aber nicht alles an der DDR war schlecht. Hier muss sich jeder durchbeißen, es gibt viel mehr Einzelkämpfer und weniger Solidarität. Aber da ist natürlich die andere Seite: In der DDR wurde vieles vorgedacht. Eine eigene Meinung war gefährlich. Wann zum Beispiel? Niehaus: 1980 nahm ich als gesellschaftlicher Vertreter an Musterungen teil. Viele, die den Dienst an der Waffe ablehnen wollten, wurden erpresst: „Entweder Sie machen den dreijährigen Dienst an der Grenze, oder Sie können Ihr Studium vergessen.“ Eine Frage, die immer wieder gestellt wurde, war: „Was würden Sie tun, wenn auf der anderen Seite der Grenze Ihr Bruder in Uniform stünde? Würden Sie schießen?“ Der Dienst an der Mauer war eine der schlimmsten Aufgaben überhaupt. Die Jungs auf den Wachttürmen hatten Angst, wirklich schießen zu müssen. Bereuen Sie etwas?Niehaus: Möglicherweise hätte ich in dem einen oder anderen Punkt mehr Widerstand leisten sollen. Was ich nicht bereue, ist, dass ich meine Kinder zu selbstbewussten, kritischen Menschen erzogen habe. Vielleicht ist das eine Lehre aus meiner Biografie ©


zuletzt bearbeitet 12.09.2009 19:32 | nach oben springen

#6

RE: Das Verständnis eines ehemaligen Grenzoffiziers

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.09.2009 19:34
von Alter_Fritz (gelöscht)
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Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Hallo alle zusammen, ich könnte jetzt ein sehr schönes Foto von einem Marschblock aus meiner Zeit am Kanten einstellen. Aber da müßte ich alle Gesichter schwärzen und das ist sehr aufwendig also lasse ich es lieber. Die " alten Männer", so wie
Gruß Rainer- Maria



Rainer Maria kann man Dein Bild auch wieder entzerren ? Oder ist das so gewollt?


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#7

RE: Das Verständnis eines ehemaligen Grenzoffiziers

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.09.2009 19:39
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Wo du es sagst,dein Bild ist auch ziemlich unscharf,oder ?



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#8

RE: Das Verständnis eines ehemaligen Grenzoffiziers

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.09.2009 19:43
von Alter_Fritz (gelöscht)
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Zitat von Zermatt
Wo du es sagst,dein Bild ist auch ziemlich unscharf,oder ?



nun ja--magst ja recht haben. aber da war ich noch lammfromm, also noch nicht gefährlich für gewisse leute


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#9

RE: Das Verständnis eines ehemaligen Grenzoffiziers

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.09.2009 20:53
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Hallo alter Fritz, nein, das mit dem Bild ist so gewollt, damit mich keiner erkennt. Aber kleiner Begrüßungsspaß beiseite, gute Geschichte, so richtig aus dem Leben und ich muss immer wieder sagen, wie unterschiedlich Lebensläufe in der alten DDR, na sagen wir so abgelaufen sind. Das fasziniert mich immer wieder, diese Biographien, es ist so ein Hobby von mir.
Übrigens das mit dem Bild, ich war so ein hübscher Kerl, bis Angelo, der kleine Italiener hier vor kurzem was geändert hatte.Aber ich beschwere mich nicht, den Aussehen ist doch nicht alles.

Gruß Rainer- Maria


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#10

RE: Das Verständnis eines ehemaligen Grenzoffiziers

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.09.2009 20:58
von Alter_Fritz (gelöscht)
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[quote="Rainer-Maria-Rohloff"]Hallo alter Fritz, nein, das mit dem Bild ist so gewollt, damit mich


also angelo wat soll dat denn. ich mochte meinen freunden wieder klar in die augen sehen können!!!


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#11

RE: Das Verständnis eines ehemaligen Grenzoffiziers

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.09.2009 13:37
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von CaptnDelta


@Gilbert: Hat man da tatsaechlich so "olle Knacker" mitlaufen lassen? Mussten die dann auch im Stechschritt mitmarschieren? Oder durfte so ein Kompaniechef irgendwo 'mitrollen'?



@captndelta, klar für jeden militär ist es eine auszeichnung an einer parade teilzunehmen, auch wenn die vorbereitung dazu sehr mühsam ist.
der kommandeur (von dir "olle knacker" bezeichnet) lief doch vor seinem marschblock vorneweg. das die verschiedensten waffengattungen sich bei der vorbereitung gegenseitig hänselten ist auch bekannt.


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#12

RE: Das Verständnis eines ehemaligen Grenzoffiziers

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 24.10.2009 14:32
von Kulmbachpolier | 34 Beiträge

Zitat von Augenzeuge
Ohne Kommentar, nur zum Nachdenken:

http://einestages.spiegel.de/static/topi...chgekommen.html

Gruß, Augenzeuge



Hallo,

Ich bin schon in einem anderen Forum auf diesen Artikel aufmerksam geworden und möchte euch sagen das der Oberstleutnant an der OHS in Suhl mein Kompaniechef war. Er war ein strenger und gerechter Ausbilder und er forderte von uns wirklich nur das was er selbst vormachen konnte bzw. vorlebte. Ich schreibe das hier genau so, obwohl ich weiß das mir das Wort im Mund herumgedreht werden kann und wahrscheinlich von einigen auch wird.
Ich will eins hier sagen, mir sind Leute lieber, die zu Ihrer Vergangenheit stehen, so wie Claus. Ich glaube nämlich, heute gibt es einige,vielleicht auch einige mehr, Menschen mit Wurzeln in der DDR, die schon immer Widerstandskämpfer gegen das System waren.In Wirklichkeit redeten sie damals wie heute dem jeweiligen Zeitgeist nach dem Munde.Damit lebten sie in der DDR gut und heute erst recht.
Natürlich möchte ich hier niemandem zu nahe treten dem in der DDR wirklich Unrecht geschehen ist.
Kulmbachpolier


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#13

RE: Das Verständnis eines ehemaligen Grenzoffiziers

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 24.10.2009 16:41
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von CaptnDelta
Ah, gut das Du den Artikel hier 'reingestellt hast, Augenzeuge. Ich hatte ihn gelesen, und dabei hatte ich sofort eine Frage an GilbertWolzow - allerdings hatte ich die dann doch wieder vergessen.

Und zwar heisst es da:

Zitat von Spiegel Artikel
... er freute er sich, bei der großen Militärparade in Ost-Berlin zum 40. Jahrestag der DDR am 7. Oktober 1989 mitmarschieren zu dürfen.
Wochenlang trainierte er eifrig mit seinen Soldaten für den großen Auftritt - und der geriet genau nach seinem Geschmack: Wie im Vorjahr bekam er den Ehrenbanner für den "besten Marschblock".


Wobei der Kompaniechef (um den es da im Artikel geht) schon ueber 40 war.

@Gilbert: Hat man da tatsaechlich so "olle Knacker" mitlaufen lassen? Mussten die dann auch im Stechschritt mitmarschieren? Oder durfte so ein Kompaniechef irgendwo 'mitrollen'?

Servus, Good Nite,
-Th

PS: Ansonsten: Naja...





Die Frage stellst du mal besser Pitti, der hat als Offizier der GT die Parade selber mehrmals mitmachen dürfen.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#14

RE: Das Verständnis eines ehemaligen Grenzoffiziers

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 24.10.2009 17:31
von Rainman2 | 5.754 Beiträge

Hallo zusammen,

Gilbert hat die Sache mit der Parade vollkommen richtig beschrieben. In diesem Fall, wenn dieser Offizier Kompaniechef an der Offiziershochschule war, hat er einen Marschblock kommandiert. Je nach Größe der Parade stellten die Grenztruppen 2 oder 3 Marschblöcke als Marschformation. Dazu gab es dann den Kommandeur der Marschformation und das Fahnenkommando mit der Truppenfahne der Offiziershochschule. Die Offiziere waren in der Regel um bzw. über 40 Jahre. Normalerweise wurde von einem Kompaniechef an der Offiziershochschule erwartet, dass er sich fit hielt. Das Exerzieren sollte da auch kein Problem darstellen. Nach 2 oder 3 Paraden konnte man den Exerzierschritt sogar noch im Halbschlaf.

Zu dem hier eingestellten Artikel: Es ist seine Sicht auf die Dinge. Man kann dazu applaudieren, die Nase rümpfen oder sich drüber streiten. Solange sich der Mann nicht selbst einer Diskussion stellt, ist das aus meiner Sicht müßig. Ich erkenne vieles von dem wieder, was auch ich lange gedacht habe, wenn ich einer wirklich kritischen Auseinandersetzung mit meiner Vergangenhei ausweichen wollte.

@Kulmbachpolier: Ich kenne diese Sorte von Offizieren auch aus meiner Offiziersschulzeit. Ich respektiere noch heute diejenigen, die, wie Du es beschreibst, gerechte Forderungen an sich und andere stellten und uns vorzuleben versuchten, wie man als Offizier vorbildlich im Dienst zu wirken, aufzutreten hat. Diesen hier habe ich, obwohl ich 1981 noch an der Offiziershochschule war, selbst nicht mehr kennengelernt. Zu seinen Ansichten kann man sich hier nur schlecht auseinandersetzen. Ich habe selbst 1994 ein ca. 2-stündiges Rundfunkinterview für den SFB gegeben. Nach den 20 Minuten Zusammenschnitt war ich über einige Wirkungen der Worte selbst erstaunt. Also insofern zumindest von meiner Seite keine Wortverdreherei und kein Streit.


ciao Rainman

PS: Verflixt - ich muss meiner Rolle als Kümmelspalter noch gerecht werden:

Zitat von RainerMaria
... den Degen an der Seite ...


Rainer - det wan'n Säbel! Nur mals so als Hinweis!

ciao!


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


zuletzt bearbeitet 24.10.2009 23:50 | nach oben springen

#15

RE: Das Verständnis eines ehemaligen Grenzoffiziers

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 24.10.2009 17:49
von Mongibella (gelöscht)
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Wir sollten auch ma irgendwo im Norden zu ner Parade marschieren...EH sollte wohl da irgendwo sein, ich weiss echt nich mehr den Anlass....naja, zum Probemarschieren warn wir wohl mal angetreten, keiner hatte wirklich Bock und wir wurden ausgemustert....wir gaben ein viel zu jämmerliches Bild ab und man nahm nachher andere Einheiten dazu....uns war's nur recht....wir waren sowieso ein sehr unmotivierter Haufen, der nur seine Arbeit immer gut gemacht hat, danach waren wir beste Einheit in der Brigade....das wurd immer und immerwieder gesagt und bei Vergatterungen oft hervorgehoben....wobei wir uns nur blöd ankuckten und uns gegenseitig sagten, wie schlecht sind denn erst die anderen....!!??? Echt wahr, wir waren ausser zum Funkorten nich zu gebrauchen....und hätts Krieg gegeben, wärn wa sicher allemal Blumen pflücken gegangen und hätten sie dann dem Gegner gereicht....

Mara


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#16

RE: Das Verständnis eines ehemaligen Grenzoffiziers

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 20.05.2010 15:16
von StabPL | 456 Beiträge

ich wollte nur sagen,
auch olle Knacker können noch heute im Stechschritt marschiere,
denn gelernt ist gelernt.
StabPl



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