#21

RE: Wenn der Ochse brüllte !tu

in Grenztruppen der DDR 23.02.2016 00:40
von vs1400 | 2.364 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #9
Also A-Gruppe in der Kompanie 'zu Fuß' wecken kenne ich so nicht und war mMn nicht praktikabel. Genau dafür gabs ja den Büffel oder Ochsen oder wie sonst das Teil genannt wurde. In Vitze war das Teil Ende der 80er wimre eine SHS 61W, na egal. An den Opus moderanti, ähm Modus operandi kann ich mich aber schon noch recht genau erinnern. 2x 'Brüllen' A-Gruppe und Suchposten, 3x dazu dann der GSZ-Trupp und 4x (oder mehr) - ganze Kompanie! Wobei es äußerst zweckmäßig war erst die A-Gruppe zu schmeißen und wenn die ihre Waffen hatten dann erst die Kompanie.
Was allerdings 'zu Fuß' passierte war die Aufstellung einer neuen A-Gruppe wenn die erste rausgeflogen war. Also nicht die Aufstellung, denn aufgestellt wurde diese adhoc vom DHO, meist wurde die regulär geplante A-Gruppe des nächsten Aufzugs dafür genommen. Die nun etwas unangenehme Aufgabe der neuen A-Gruppe diese Botschaft zu überbringen oblag dann dem GUvD. Vielleicht wird hier nach so vielen Jahren was verwurschtelt?

P.S. warum ich zu Videos nur eine URL angebe und diese nicht verlinke oder sogar einbette, zumindest in Fachthemen hat schon seinen Grund *wink*


wenn es denn ende der 80'ziger war,
dann sollte doch in der gk nur noch der a-zug ausrücken, mit ner imaginären x+15 und im abschnitt riegelte die dortige a-gruppe ab.
die nachtruhe 'durfte', sollte nicht sinnfrei unterbrochen werden und der a-zug wurde persönlich geweckt.

wimre.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#22

RE: Wenn der Ochse brüllte !tu

in Grenztruppen der DDR 23.02.2016 06:50
von Hanum83 | 4.662 Beiträge

Zitat von mibau83 im Beitrag #16


"ochsen brüllen" ging bei uns nicht, da ein zug immer in der nachtruhe war. gefechtsalarm habe ich auf der gk aus gleichen grund auch nicht erlebt.



Bei uns wurde immer Postenweise zum GD ausgerückt und so schliefen auch die Schläfer, komplett hatte da niemand Dienstfrei oder Nachtruhe.
Da wurde auf den Ochsen-Knopf gedrückt, auch wenn nun mal 8 Mann tagsüber im Bett lagen gab es da keine Rücksicht, Grenzsicherung war wohl wichtiger.
Apropos Ochsen-Knopf, wenn du Wache hattest und warst in der Bereitschaft saßt du im UvD-Zimmer am Telefon, Klingeling-Führungstelle-A-Gruppe zum Punkt sowieso-das schön aufschreiben-Ochse drücken-Zettel dem A-Gruppenführer in die Hand drücken.
Also ich hab öfters das Knöpfchen bedient.


Ein Jahr lang 10 Kilometer der innerdeutschen Grenze 1983/84 mitbewacht.
(Zusatz-Info auf Wunsch eines einzelnen Users: War dabei auch Postenführer.)
zuletzt bearbeitet 23.02.2016 06:57 | nach oben springen

#23

RE: Wenn der Ochse brüllte !tu

in Grenztruppen der DDR 23.02.2016 07:07
von Hansteiner | 1.404 Beiträge

Es ist schon so. Die DZ spielt eine große Rolle und auch der Ort. GKM - kann man (muß) man extra betrachten.
in den 2 1/2 Jahren wurde bei uns max. 2-3 mal auf die Hupe gedrückt und Gefechtsalarm in einer Übung ebenfalls.
Unser "Alter" gab dem GD die absulute Priorität dem sich alles unterordnen mußte.

VG H.

74/2 - 77/1
eins wußten wir immer, wenn der "Büffel" brüllte, war es keine Übung !



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#24

RE: Wenn der Ochse brüllte !tu

in Grenztruppen der DDR 23.02.2016 10:46
von Ratze | 392 Beiträge

Da muß ich mal nachfragen, aus Befragungen von Grenzsoldaten habe ich gehört, dass es 2 Alarmguppen gab, eine auf der Führungsstelle und eine in der Unterkunft.
Als noch das Signalhorn am GSSZ befestigt war, wurde doch die Alarmgruppe Führungsstelle sofort in Marsch gesetzt, wie wurde die A- Gruppe Kompanie in Marsch gesetzt? Die wurde dann sofort ersetzt und eine weitere A - Gruppe aufgestellt?
Als dann der stille Alarm eingeführt wurde, also der Ochse nicht mehr brüllt, wie lief das da ab?
In den anderen Texten oben steht, dass es im Alarmfall noch einen Bergungstrupp und einen GSSZ Trupp gab, kamen die auch aus der Kompanie? So viel Personal war da ja doch gar nicht vorhanden. Oder gab es Unterschiede bei der KP- und Btl.- Siocherung?


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#25

RE: Wenn der Ochse brüllte !tu

in Grenztruppen der DDR 23.02.2016 11:06
von Hansteiner | 1.404 Beiträge

Bei uns hat das Personal alles der diensthabene Zug gestellt. Eine A-Gruppe, war Bestandteil des A-Zuges, ebenso der Bergetrupp. Einen GSZ-Trupp extra gab es nicht. So war es bei KP und Bat.-Sichr. Aber wohlgemerkt mitte 70er.
im Abschnitt hatten wir keine A-Einheit in Bereitschaft.

VG H.



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#26

RE: Wenn der Ochse brüllte !tu

in Grenztruppen der DDR 23.02.2016 11:13
von Rostocker | 7.716 Beiträge

Zitat von Ratze im Beitrag #24
Da muß ich mal nachfragen, aus Befragungen von Grenzsoldaten habe ich gehört, dass es 2 Alarmguppen gab, eine auf der Führungsstelle und eine in der Unterkunft.
Als noch das Signalhorn am GSSZ befestigt war, wurde doch die Alarmgruppe Führungsstelle sofort in Marsch gesetzt, wie wurde die A- Gruppe Kompanie in Marsch gesetzt? Die wurde dann sofort ersetzt und eine weitere A - Gruppe aufgestellt?
Als dann der stille Alarm eingeführt wurde, also der Ochse nicht mehr brüllt, wie lief das da ab?
In den anderen Texten oben steht, dass es im Alarmfall noch einen Bergungstrupp und einen GSSZ Trupp gab, kamen die auch aus der Kompanie? So viel Personal war da ja doch gar nicht vorhanden. Oder gab es Unterschiede bei der KP- und Btl.- Siocherung?



Also mal vorweg--kenne nur die Bat.Sicherung.
Wenn die Kompanie abgelöst wurde vom Grenzdienst nach 8 bis 10 Std, verblieben 4 Leute eine weitere Schicht als A-Gruppe im Abschnitt, die sich dann meistens auf der Füst. aufhielten.Die Kompanie die zurückkehrte--davon agierte dann ein Zug als Alarmzug und der befand sich im Objekt.Und wenn es die Lage erforderlich machte, flog der auch noch raus zu Absicherung.
Zu den Bergungstrupp---Wärend des GD, befand sich die Bergungsbrücke auf einen LO--Der Fahrer und der Posten handelten dann auch als Bergungstrupp,die bei einen Vorkommnis natürlich auch noch andere Posten einsammelten die daran ausgebildet waren und zu Einsatzort fuhren.


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#27

RE: Wenn der Ochse brüllte !tu

in Grenztruppen der DDR 23.02.2016 11:36
von Hansteiner | 1.404 Beiträge

Mit der A-Gruppe im Abschnitt, wurde bei uns auchmal "gemunkelt", aber es wurde nicht praktiziert.
wir hatten 2 Füst. mit FB-3 und jeweils eine mit BT-6 und BT-11. wo sollte die da stationiert werden ?

H.



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#28

RE: Wenn der Ochse brüllte !tu

in Grenztruppen der DDR 23.02.2016 11:43
von mibau83 | 819 Beiträge

2 a-gruppen (objekt bzw. gelände) gab es meines wissens nach erst nach der umstrukturierung mitte der 80er. einige grenzregimenter strukturierten 1983 um, der großteil 1985.
bergetrupp ist noch aus der zeit mit erdminensperre ( vor 84/85).
gsz-trupp kenne ich nur aus dem gb.


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#29

RE: Wenn der Ochse brüllte !tu

in Grenztruppen der DDR 23.02.2016 12:50
von küche69 | 428 Beiträge

Hallo zusammen, also bei uns hat der "Ochse" immer gebrüllt, flog der A-Posten kam ein kurzer Ton, flog die A-Gruppe wurde zweimal kurz der Ochse gedrückt und wenn Kompanie Grenzalarm kam wurde der Ochse für längere Zeit gedrückt. Hatte der Spieß Dienst der konnte laut brüllen, er stand dann unten an der Treppe und rief noch den jeweiligen Alarm.

Grüße von Küche

'Wer nicht mit beiden Augen sieht, wird nie die ganze Wahrheit sehn'!



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#30

RE: Wenn der Ochse brüllte !tu

in Grenztruppen der DDR 23.02.2016 13:30
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Ratze im Beitrag #24
Da muß ich mal nachfragen, aus Befragungen von Grenzsoldaten habe ich gehört, dass es 2 Alarmguppen gab, eine auf der Führungsstelle und eine in der Unterkunft.
Als noch das Signalhorn am GSSZ befestigt war, wurde doch die Alarmgruppe Führungsstelle sofort in Marsch gesetzt, wie wurde die A- Gruppe Kompanie in Marsch gesetzt? Die wurde dann sofort ersetzt und eine weitere A - Gruppe aufgestellt?
Als dann der stille Alarm eingeführt wurde, also der Ochse nicht mehr brüllt, wie lief das da ab?
In den anderen Texten oben steht, dass es im Alarmfall noch einen Bergungstrupp und einen GSSZ Trupp gab, kamen die auch aus der Kompanie? So viel Personal war da ja doch gar nicht vorhanden. Oder gab es Unterschiede bei der KP- und Btl.- Siocherung?


Das sollt man ma aufdrösseln. Zuerst spielt die Zeitschiene eine große Rolle. Den 'lauten' Alarm im Gelände gabs in den 70igern bis in die frühen 80iger. Da war der GSZ-70, an jeder zweiten Feldertrennung rot/grüne Rundumleuchten und ein Signalhorn.
Mit Einführung der GSZA-80 und dem GSSZ-II verschwanden diese Konstrukte, vielleicht spielte auch der Einsatz der UKW-Funktechnik eine Rolle. So war jeder Posten (theoretisch) ständig erreichbar und damit eine optische und akustische Alarmierung im Gelände hinfällig. Den Einsatz der Alarmgruppe erfolgte auf jeden Fall auf Befehl des Komandeurs Grenzsicherung, kurz KGSi genannt. Ihm standen ständig, sozusagend als heiße Reserve zwei motorisierte Alarmgruppen je in der Stärke 0/0/1/3 zur Verfügung. Eine im Abschnitt, welche auch zum regülären Grenzdienst eingesetzt werden konnte, und eine weitere in der Kompanie. Zu dieser dazu kam noch ein motorisierter Suchposten, meist Krad oder im Winter Buran, Stärke 0/0/1/1.
Die Alarmierung der Gelände-AGruppe erfolgte mündlich, wenn diese in der Zwischenetage der Führungsstelle ruhte oder per Funk, falls diese im Abschnitt bereits eingesetzt war. Die Alarmierung der AGruppe in der Kompanie war in der Verantwortung des UvD, welchem dazu als Hilfsmittel der Büffel/Ochse/oder-wie-auch-immer, also das Signalhorn zur Verfügung stand. Ob er es nun auch immer so benutzte oder (um des lieben Kompaniefriedens willen) seinen Gehilfen durchs Haus scheuchte ... das wurde wie man einigen Beiträgen in diesem Thread entnehmen kann, recht verschieden gehandthabt.
Auf jeden Fall wurde, nachdem die Alarmgruppe der Kompanie zum Einsatz kam, eine weitere Alarmgruppe aufgestellt. Dies lag in der Verantwortung des DHO. Je nachdem wie sich die Lage entwickelte wurde dann auch ein neuer Suchposten befohlen.
Grundsätzlich hatte die Gelände-AGruppe eine X-Zeit von x+2, die in der Kompanie von x+5. Allerdings konnte auf Befehl Bataillonskommandeur diese Zeiten reduziert werden. Hatte die AGruppe in der Kompanie x+2, so war diese in einem gesonderten Raum gegenüber der UvD-Bude untergebracht, war aufgerödelt und die Bewaffnung stand bereits beim UvD, nicht mehr in der Waffenkammer. Soweit die Theorie, gültig für Mitte/Ende der 80iger, grüne Grenze, Kompaniesicherung. In der Praxis war das oft nicht 1zu1 umzusetzen. So waren besonders die 4rad-Kraftfahrer oft etwas angearscht.

Weiters Thema, einen Bergetrupp gabs nur solange Minen an der Grenze waren. Einen GSZ-Trupp gabs immer im Bataillon, mit Einführung der 80er-Anlage dann auch in jeder Linienkompanie, Stärke 0/0/2/1. Wobei der Truppführer die Planstelle eines BU hatte, sehr oft aber mit einem UaZ besetzt wurde. Da kann vielleicht @UvD815 mal bissel aus dem Nähkästen plaudern


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#31

RE: Wenn der Ochse brüllte !tu

in Grenztruppen der DDR 23.02.2016 18:26
von PF75 | 3.291 Beiträge

bei uns war es so das das die A-Gruppe immer auf der GK untergegracht war,man wurde nur in den 4 verschiedenen sicherungsabschnitten eingesetz,also mal 1.Gk dann 2,3 oder 4 Gk.
weiß nun aber nicht mehr so genau wie die verteilung auf die einzelnen Züge war.


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#32

RE: Wenn der Ochse brüllte !tu

in Grenztruppen der DDR 23.02.2016 22:33
von UvD815 | 619 Beiträge

Um auf@94 zu antworten: Im April 1971 wurde der GSZ Trupp in den GBs Herda, Schnellmannshausen und Geismar/ Hildebrandshausen - GR 1
mit Errichtung GSZ aufgestellt.
Zu meiner Tätigkeit im Pio Zug / GB Herda / Kompanie Sicherstellung GSi, hatte der GSZ Trupp des Pio Zuges regelmäßige Wartungsintervalle am
GSSZ II und der GSZA 80 im GB Bereich zwischen Vitze und Neuenhof durchzuführen. Es waren die Wartungen und Arbeiten, die der reguläre
GSZ Trupp der GK nicht durchführen konnte ( UKS Platten austauschen, Kabel und Schleifen neu zuschalten usw.) gerade nach Sturm, Hochwasser oder gewaltsamen GD brüchen. Der GSZ Trupp im GB / Pio Zug bestand einem Stabsfähnrich , 3 x BU ( Stfw Ole und Stfw Spusi , Fw@ UVD815),
1 UaZ , 3 Soldaten im GWD. Wir hatten neben LO Koffer auch P 601 K, mussten 24 h eine Besatzung als GSZ Bereitschaft fürs das komplette GB stellen.
Die GKs sollten eine Stärke im GSZ Trupp vom Truppführer - Obermechaniker, BU - stellv Truppführer - Mechaniker - UaZ und 1 Hilfsmechaniker
haben ( Soldat GWD ). Häufig jedoch musste der NA Uffz mit einspringen, da i.d.R. Mechaniker UaZ und Hilfsmechaniker - SoldatGWD vorhanden.
Mehrfach musste GSZ Trupp GB die GKs absichern, da mehrfach Ausfall GSZ Trupp.
Voraussetzung für die GSZ Leute - Schaltberechtigung für die GSZA 80 ( Lehrgang U Schule oder Plauen durch PIK 27 )
Häufigste größere Auslöseursachen - technisch - zum Einsatz GSZ Trupp im GB Herda : Erdschluss der Stromzuführung - Ausfall kompletter Felder
( Stromversorgung SSG 1 schaltete auf Akku 12 V, der nicht lange reichte ...) , dann ab und zu Kabelzerstörung in HuLa.
Technisches Versagen der Einschübe im GSG 80 ( Hitze / Kälte)....
In der GK Untersuhl flog da häufig der GSZ Trupp schon mit SuP heraus, wenn Auslösung GSZ Felder mit SSG 1 - Engstelle Bahnhof Berka/W -
Allee Dankmarshausen, da neben A Gruppe Gelände , und GK auch der A Zug herausflog


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#33

RE: Wenn der Ochse brüllte !tu

in Grenztruppen der DDR 23.02.2016 23:15
von Aki | 53 Beiträge

Zitat von Ratze im Beitrag #24
Da muß ich mal nachfragen, aus Befragungen von Grenzsoldaten habe ich gehört, dass es 2 Alarmguppen gab, eine auf der Führungsstelle und eine in der Unterkunft.
Als noch das Signalhorn am GSSZ befestigt war, wurde doch die Alarmgruppe Führungsstelle sofort in Marsch gesetzt, wie wurde die A- Gruppe Kompanie in Marsch gesetzt? Die wurde dann sofort ersetzt und eine weitere A - Gruppe aufgestellt?
Als dann der stille Alarm eingeführt wurde, also der Ochse nicht mehr brüllt, wie lief das da ab?
In den anderen Texten oben steht, dass es im Alarmfall noch einen Bergungstrupp und einen GSSZ Trupp gab, kamen die auch aus der Kompanie? So viel Personal war da ja doch gar nicht vorhanden. Oder gab es Unterschiede bei der KP- und Btl.- Siocherung?


Um auf @Ratze zu antworten
Bei Btl.sicherung: Wenn ich mich recht erinnere?

Die A-Gruppe für die GK die Schicht hatte, wurde von einer Kompanie gestellt die nicht Schicht hatte.
Sie war,
in der Zwischenetage der Füst. die zu der GK gehörte die gerade Schicht hatte,
bis zum Ende der Schicht untergebracht.

Denn die GK die im GD war konnte ja keine A-Gruppe mehr stellen . Das Personal war ja im GD verheizt.
Was noch in der GK blieb war UvD , Objektwache und Innendienstkranke. Urlauber gab es ab und an auch noch.

Die anderen drei Kompanien die nicht Schicht hatten, stellten dann die A-Gruppe in ihrem Objekt und waren für ihre Kompanieabschnitte zuständig.
So hatte jeder Kompanieabschnitt eine A Gruppe.
So musste eine Kompanie immer zwei A-Gruppen für die Dauer einer Schicht stellen.

Wie gesagt bei Btl.sicherung


Batallionssicherung von 50 km Grenze von Treffurt bis Lauchröden GK Süd , GR-1, II. GB , 6. GK Großburschla 04.81/04.82
Reservist 10.84/01.85 GK Mitte , GR -33, 3.GK Berlin-Treptow
Ratze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#34

RE: Wenn der Ochse brüllte !tu

in Grenztruppen der DDR 23.02.2016 23:33
von Rostocker | 7.716 Beiträge

Zitat von Aki im Beitrag #33
Zitat von Ratze im Beitrag #24
Da muß ich mal nachfragen, aus Befragungen von Grenzsoldaten habe ich gehört, dass es 2 Alarmguppen gab, eine auf der Führungsstelle und eine in der Unterkunft.
Als noch das Signalhorn am GSSZ befestigt war, wurde doch die Alarmgruppe Führungsstelle sofort in Marsch gesetzt, wie wurde die A- Gruppe Kompanie in Marsch gesetzt? Die wurde dann sofort ersetzt und eine weitere A - Gruppe aufgestellt?
Als dann der stille Alarm eingeführt wurde, also der Ochse nicht mehr brüllt, wie lief das da ab?
In den anderen Texten oben steht, dass es im Alarmfall noch einen Bergungstrupp und einen GSSZ Trupp gab, kamen die auch aus der Kompanie? So viel Personal war da ja doch gar nicht vorhanden. Oder gab es Unterschiede bei der KP- und Btl.- Siocherung?


Um auf @Ratze zu antworten
Bei Btl.sicherung: Wenn ich mich recht erinnere?

Die A-Gruppe für die GK die Schicht hatte, wurde von einer Kompanie gestellt die nicht Schicht hatte. Ja und diese Gruppe,kam aus der Kompanie die Abgelöst wurde. also Leute die noch eine Schicht angehängt wurde.
Sie war,
in der Zwischenetage der Füst. die zu der GK gehörte die gerade Schicht hatte,
bis zum Ende der Schicht untergebracht.

Denn die GK die im GD war konnte ja keine A-Gruppe mehr stellen . Das Personal war ja im GD verheizt.
Was noch in der GK blieb war UvD , Objektwache und Innendienstkranke. Urlauber gab es ab und an auch noch.

Die anderen drei Kompanien die nicht Schicht hatten, stellten dann die A-Gruppe in ihrem Objekt und waren für ihre Kompanieabschnitte zuständig.
So hatte jeder Kompanieabschnitt eine A Gruppe.
So musste eine Kompanie immer zwei A-Gruppen für die Dauer einer Schicht stellen.

Wie gesagt bei Btl.sicherung


Aki und Ratze haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#35

RE: Wenn der Ochse brüllte !tu

in Grenztruppen der DDR 24.02.2016 01:15
von vs1400 | 2.364 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #30
Zitat von Ratze im Beitrag #24
Da muß ich mal nachfragen, aus Befragungen von Grenzsoldaten habe ich gehört, dass es 2 Alarmguppen gab, eine auf der Führungsstelle und eine in der Unterkunft.
Als noch das Signalhorn am GSSZ befestigt war, wurde doch die Alarmgruppe Führungsstelle sofort in Marsch gesetzt, wie wurde die A- Gruppe Kompanie in Marsch gesetzt? Die wurde dann sofort ersetzt und eine weitere A - Gruppe aufgestellt?
Als dann der stille Alarm eingeführt wurde, also der Ochse nicht mehr brüllt, wie lief das da ab?
In den anderen Texten oben steht, dass es im Alarmfall noch einen Bergungstrupp und einen GSSZ Trupp gab, kamen die auch aus der Kompanie? So viel Personal war da ja doch gar nicht vorhanden. Oder gab es Unterschiede bei der KP- und Btl.- Siocherung?


Das sollt man ma aufdrösseln. Zuerst spielt die Zeitschiene eine große Rolle. Den 'lauten' Alarm im Gelände gabs in den 70igern bis in die frühen 80iger. Da war der GSZ-70, an jeder zweiten Feldertrennung rot/grüne Rundumleuchten und ein Signalhorn.
Mit Einführung der GSZA-80 und dem GSSZ-II verschwanden diese Konstrukte, vielleicht spielte auch der Einsatz der UKW-Funktechnik eine Rolle. So war jeder Posten (theoretisch) ständig erreichbar und damit eine optische und akustische Alarmierung im Gelände hinfällig. Den Einsatz der Alarmgruppe erfolgte auf jeden Fall auf Befehl des Komandeurs Grenzsicherung, kurz KGSi genannt. Ihm standen ständig, sozusagend als heiße Reserve zwei motorisierte Alarmgruppen je in der Stärke 0/0/1/3 zur Verfügung. Eine im Abschnitt, welche auch zum regülären Grenzdienst eingesetzt werden konnte, und eine weitere in der Kompanie. Zu dieser dazu kam noch ein motorisierter Suchposten, meist Krad oder im Winter Buran, Stärke 0/0/1/1.
Die Alarmierung der Gelände-AGruppe erfolgte mündlich, wenn diese in der Zwischenetage der Führungsstelle ruhte oder per Funk, falls diese im Abschnitt bereits eingesetzt war. Die Alarmierung der AGruppe in der Kompanie war in der Verantwortung des UvD, welchem dazu als Hilfsmittel der Büffel/Ochse/oder-wie-auch-immer, also das Signalhorn zur Verfügung stand. Ob er es nun auch immer so benutzte oder (um des lieben Kompaniefriedens willen) seinen Gehilfen durchs Haus scheuchte ... das wurde wie man einigen Beiträgen in diesem Thread entnehmen kann, recht verschieden gehandthabt.
Auf jeden Fall wurde, nachdem die Alarmgruppe der Kompanie zum Einsatz kam, eine weitere Alarmgruppe aufgestellt. Dies lag in der Verantwortung des DHO. Je nachdem wie sich die Lage entwickelte wurde dann auch ein neuer Suchposten befohlen.
Grundsätzlich hatte die Gelände-AGruppe eine X-Zeit von x+2, die in der Kompanie von x+5. Allerdings konnte auf Befehl Bataillonskommandeur diese Zeiten reduziert werden. Hatte die AGruppe in der Kompanie x+2, so war diese in einem gesonderten Raum gegenüber der UvD-Bude untergebracht, war aufgerödelt und die Bewaffnung stand bereits beim UvD, nicht mehr in der Waffenkammer. Soweit die Theorie, gültig für Mitte/Ende der 80iger, grüne Grenze, Kompaniesicherung. In der Praxis war das oft nicht 1zu1 umzusetzen. So waren besonders die 4rad-Kraftfahrer oft etwas angearscht.

Weiters Thema, einen Bergetrupp gabs nur solange Minen an der Grenze waren. Einen GSZ-Trupp gabs immer im Bataillon, mit Einführung der 80er-Anlage dann auch in jeder Linienkompanie, Stärke 0/0/2/1. Wobei der Truppführer die Planstelle eines BU hatte, sehr oft aber mit einem UaZ besetzt wurde. Da kann vielleicht @UvD815 mal bissel aus dem Nähkästen plaudern


die "berümten" x-zeiten, 94,
waren doch nur vorgaben.
es gab halt dienstvorschriften, viele bezogen sich schlichtweg auf theorien, trockenübungen und waren praxis bezogen nicht umsetzbar.

mir waren die x-zeiten relativ egal und deswegen hab ich mich auch nie darüber mokiert.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#36

RE: Wenn der Ochse brüllte !tu

in Grenztruppen der DDR 24.02.2016 08:42
von Hanum83 | 4.662 Beiträge

Also uns wurde "eingeschärft" das die A-Gruppe nach 5 Minuten vom Hof zu fahren hat.
Wenn es mal länger dauerte warum auch immer drohte schon Einlauf.
Der Führende hat genau gewusst wann man durchs Gassentor an der Führungsstelle zu fahren hatte.


Ein Jahr lang 10 Kilometer der innerdeutschen Grenze 1983/84 mitbewacht.
(Zusatz-Info auf Wunsch eines einzelnen Users: War dabei auch Postenführer.)
vs1400 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#37

RE: Wenn der Ochse brüllte !tu

in Grenztruppen der DDR 24.02.2016 09:33
von Hansteiner | 1.404 Beiträge

Genau so war das. Von der Alarmierung bis zum Tor raus - x+ 5 min., so kenne ich das auch.

H.



schulzi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#38

RE: Wenn der Ochse brüllte !tu

in Grenztruppen der DDR 24.02.2016 12:25
von Hanum83 | 4.662 Beiträge

Eben, wenn du, ich sag mal x+20 in der Abriegelung angekommen wärst, weils halt ein theoretischer Richtwert war und Kuno hätte dir schon von jenseits des GZ1 zugewunken, naja, da hättest du dich wohl ganz warm anziehen müssen, auch im Sommer.


Ein Jahr lang 10 Kilometer der innerdeutschen Grenze 1983/84 mitbewacht.
(Zusatz-Info auf Wunsch eines einzelnen Users: War dabei auch Postenführer.)
zuletzt bearbeitet 24.02.2016 12:28 | nach oben springen

#39

RE: Wenn der Ochse brüllte !tu

in Grenztruppen der DDR 24.02.2016 15:32
von Theo85/2 | 1.198 Beiträge

. Der GSZ Trupp im GB / Pio Zug bestand einem Stabsfähnrich , 3 x BU ( Stfw Ole und Stfw Spusi , Fw@ UVD815),
1 UaZ , 3 Soldaten im GWD. Wir hatten neben LO Koffer auch P 601 K, mussten 24 h eine Besatzung als GSZ Bereitschaft fürs das komplette GB stellen.


So wie beschrieben war es zu meiner Zeit 85 in Probstzella auch.
Nur war die meiste Zeit nur 1 GWDler (ich) als Kraftfahrer, 1 UaZ und 1-2 Soldaten wirklich vorhanden. Die anderen waren abkommandiert zum Zaunbau. Die Aufgaben aber waren die gleichen, wie beschrieben
So hielt sich die freie Zeit für uns in "überschaubaren" Grenzen.

Theo 85/2.


zuletzt bearbeitet 24.02.2016 15:33 | nach oben springen

#40

RE: Wenn der Ochse brüllte !tu

in Grenztruppen der DDR 24.02.2016 17:55
von GZB1 | 3.286 Beiträge

A-Gruppe auf der Füst gabs in den 80er im GKM nicht mehr, obwohl das Zwischendeck dafür noch ausgestattet war.
Statt A-Gruppe gabs in jedem Abschnitt eine Kradstreife (0/0/1/1) und ein P 601A (0/0/1/1) mit dem stv. KSiA als ständig bewegliche Alarmkräfte.

Bei VGDB flog dann der A-Zug (12 AGT, 0/0/1/11) im Objekt raus. Wenns schlimmer war die GK, welche die nachfolgende Schicht gehabt hätte.


zuletzt bearbeitet 24.02.2016 18:26 | nach oben springen


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