#21

RE: Subventionen und deren Folgen in der DDR

in DDR Zeiten 17.02.2016 17:47
von zast (gelöscht)
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Wenn ich diese Begebenheiten lese, wie mit Lebensmitteln in der Mangelwirtschaft umgegangen wurde und welche Tricks angewendet wurden, dann ist es mir als wessi klar, warum die Volkswirtschaft der DDR nie " in die Hufe gekommen ist ".
Dazu braucht man wahrlich kein Studium. In den Betrieben müssen doch Leute gearbeitet haben, die nicht einmal 1+1 zusammen zählen konnten. Getreu dem Karnevalschlager " In dr Kayjass Numero Null....."
Jetzt weiß ich endlich wie SOZIALISMUS funktioniert hat. Das war mir nämlich als Eingeborener von Trizonesien immer schleierhaft.
Weiter so, ich freue mich regelrecht auf weitere Erlebnisse.


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#22

RE: Subventionen und deren Folgen in der DDR

in DDR Zeiten 17.02.2016 17:54
von furry | 3.572 Beiträge

@zast , es immer wieder wohltuend, wenn man erfahren muss, dass wir blöden Ossis ordentlich einen an der Waffel hatten.
Übrigens, kennst Du dieses Werk? http://www.schwarzbuch.de


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
1941ziger, bürger der ddr, Fritze und GeWa-8 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#23

RE: Subventionen und deren Folgen in der DDR

in DDR Zeiten 17.02.2016 17:58
von zast (gelöscht)
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Zitat von furry im Beitrag #22
@zast , es immer wieder wohltuend, wenn man erfahren muss, dass wir blöden Ossis ordentlich einen an der Waffel hatten.
Übrigens, kennst Du dieses Werk? http://www.schwarzbuch.de



So war das von mir nicht gemeint. Es stimmt allerdings traurig, dass so etwas überhaupt passieren konnte. Das allein wollte ich damit ausdrücken.


furry, Moskwitschka und bürger der ddr haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#24

RE: Subventionen und deren Folgen in der DDR

in DDR Zeiten 17.02.2016 18:00
von schulzi | 1.757 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #19
Was es nicht alles gab in der DDR. Das Brot, das es zum Feierabend in der Kaufhalle nicht mehr gab, wurde über die Laderampe an die Bauern geliefert.

Ich kann mich nur an die Specki - Tonne erinnern, die ein Bauer aus dem Berliner Norden bei uns aufgstellt hat und regelmäßig geleert hat. Erst seit heute weiß ich, dass das auch organisiert ablaufen sein soll - wie z.B. in Karl - Marx - Stadt



https://www.flickr.com/photos/temp/3250622578
Moskwitschka

@Moskwitschka so etwas gab es auch in unseren schönen Leipzig,doch ergreifend war es nicht wen die Tonnen geholt wurden.Sie wurden einfach auf den Hänger gekippt und der Siff lief durch die Ritzen der Gestank war wahnsinn da war es ein Segen wen ein Regenguss kam.


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zuletzt bearbeitet 17.02.2016 18:02 | nach oben springen

#25

RE: Subventionen und deren Folgen in der DDR

in DDR Zeiten 17.02.2016 18:01
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von zast im Beitrag #21
Wenn ich diese Begebenheiten lese, wie mit Lebensmitteln in der Mangelwirtschaft umgegangen wurde und welche Tricks angewendet wurden, dann ist es mir als wessi klar, warum die Volkswirtschaft der DDR nie " in die Hufe gekommen ist ".
Dazu braucht man wahrlich kein Studium. In den Betrieben müssen doch Leute gearbeitet haben, die nicht einmal 1+1 zusammen zählen konnten. Getreu dem Karnevalschlager " In dr Kayjass Numero Null....."
Jetzt weiß ich endlich wie SOZIALISMUS funktioniert hat. Das war mir nämlich als Eingeborener von Trizonesien immer schleierhaft.
Weiter so, ich freue mich regelrecht auf weitere Erlebnisse.



Zast,

nur mal als Frage.

Wenn im Westen anscheinend nur super SCHLAUE Menschen leben, die so super rechnen können, warum gehen dann jedes Jahr tausende Firmen pleite und warum geht es auch heute vielen Menschen immer schlechter ?


der alte Grenzgänger hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#26

RE: Subventionen und deren Folgen in der DDR

in DDR Zeiten 17.02.2016 18:05
von Moskwitschka | 2.529 Beiträge

@zast so habe ich Dich auch verstanden.

Mich macht das auch traurig. Aber mitlerweile kann ich auch mit einem Schmunzeln diese Berichte lesen. Und da Du neu bist im Forum hier ein ähnlicher thread, der mir diesbezüglich in Erinnerung geblieben ist Aus unseren Kombinaten ist noch viel mehr herauszuholen

Moskwitschka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

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#27

RE: Subventionen und deren Folgen in der DDR

in DDR Zeiten 17.02.2016 18:09
von schulzi | 1.757 Beiträge

gelöscht Doppelt


zuletzt bearbeitet 17.02.2016 18:10 | nach oben springen

#28

RE: Subventionen und deren Folgen in der DDR

in DDR Zeiten 17.02.2016 18:13
von Pit 59 | 10.134 Beiträge

nur mal als Frage.

Wenn im Westen anscheinend nur super SCHLAUE Menschen leben, die so super rechnen können, warum gehen dann jedes Jahr tausende Firmen pleite und warum geht es auch heute vielen Menschen immer schlechter ?


Das sind ja 2 Fragen Alfred,und beide haben verschiedene Gründe.


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#29

RE: Subventionen und deren Folgen in der DDR

in DDR Zeiten 17.02.2016 18:34
von Heckenhaus | 5.129 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #19
Was es nicht alles gab in der DDR. Das Brot, das es zum Feierabend in der Kaufhalle nicht mehr gab, wurde über die Laderampe an die Bauern geliefert.

Ich kann mich nur an die Specki - Tonne erinnern, die ein Bauer aus dem Berliner Norden bei uns aufgstellt hat und regelmäßig geleert hat. Erst seit heute weiß ich, dass das auch organisiert ablaufen sein soll - wie z.B. in Karl - Marx - Stadt

Moskwitschka

Specki-Tonnen gab es republikweit und relativ gut organisiert
http://www.bild.de/video/clip/ddr-wortsc...15078.bild.html

Das war dann sehr viel sinnvoller als das, was heute in Kubikmetern pro Supermarkt im Müll landet.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
Grenzverletzerin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#30

RE: Subventionen und deren Folgen in der DDR

in DDR Zeiten 17.02.2016 18:54
von eisenringtheo | 9.168 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #25
(...)
Zast,

nur mal als Frage.

Wenn im Westen anscheinend nur super SCHLAUE Menschen leben, die so super rechnen können, warum gehen dann jedes Jahr tausende Firmen pleite und warum geht es auch heute vielen Menschen immer schlechter ?

1.) Weil sie gegenüber der Konkurrenz nicht mehr konkurrenzfähig sind, indem sie ihre Arbeitsplätze nicht schnell genug in Billiglohnländer verlagert haben. 2.) weil Arbeitsstellen nach der Verlagerung ins Ausland fehlen.

(So jetzt muss ich mich wegen eines Problems mit meinem Handy der Hotline meiner schweizerischen Telekomgesellschaft anrufen, die sich in Sevilla, Spanien, befindet und wo die Mitarbeiter deutsch mit polnischem Akzent sprechen und Schwierigkeiten mit Schweizerdeutsch haben)
Theo


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#31

RE: Subventionen und deren Folgen in der DDR

in DDR Zeiten 17.02.2016 18:55
von Freienhagener | 3.859 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #29

Specki-Tonnen gab es republikweit und relativ gut organisiert
...............................................................

Das war dann sehr viel sinnvoller als das, was heute in Kubikmetern pro Supermarkt im Müll landet.


Im Prinzip ja - wenn das hygienisch vertretbar gehandhabt worden wäre.
Der Inhalt war aber bekanntlich stinkig vergammelt und nicht selten mit Fremdkörpern kontaminiert - im Extremfall Rasierklingen.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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#32

RE: Subventionen und deren Folgen in der DDR

in DDR Zeiten 17.02.2016 19:49
von bürger der ddr | 3.603 Beiträge

Ja, es wurde einfach zuviel "Schindluder" getrieben. In dem Thema "wer wünscht sie sich zurück" habe ich schon einiges zu dem Thema Subvention geschrieben. es ist ja nicht nur der materielle Schaden gewesen, sondern es gab auch den ideellen Schaden. das Leistungsprinzip wurde durch die Subventionen ausgehebelt und die Motivation für andere zu schuften war dadurch um einiges geringer.
Wie oft hat mich mein Bruder ausgelacht, er Neubauwohnung, 3 Kinder, Zimmer und eine Warmmiete von rund 80 Mark....
Ich Eigenheim, Grundsteuer, Gebäudeversicherung und Kosten für Instandhaltung....

Wenn ich einen Farbferseher gekauft habe, dann habe ich über den Preis für ihn ein Jahr reale Miete mitfinanziert, das macht so richtig Freude, man gibt ja gerne....
Mir geht es nicht um das Verhältnis zu meinem Bruder, es geht um das Prinzip und wenn man das gleiche noch für "Fremde" mitgetragen hat, doppelt schön....



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#33

RE: Subventionen und deren Folgen in der DDR

in DDR Zeiten 17.02.2016 20:21
von DoreHolm | 7.690 Beiträge

Zitat von zast im Beitrag #21
Wenn ich diese Begebenheiten lese, wie mit Lebensmitteln in der Mangelwirtschaft umgegangen wurde und welche Tricks angewendet wurden, dann ist es mir als wessi klar, warum die Volkswirtschaft der DDR nie " in die Hufe gekommen ist ".
Dazu braucht man wahrlich kein Studium. In den Betrieben müssen doch Leute gearbeitet haben, die nicht einmal 1+1 zusammen zählen konnten. Getreu dem Karnevalschlager " In dr Kayjass Numero Null....."
Jetzt weiß ich endlich wie SOZIALISMUS funktioniert hat. Das war mir nämlich als Eingeborener von Trizonesien immer schleierhaft.
Weiter so, ich freue mich regelrecht auf weitere Erlebnisse.



Ganz sicher war es bekannt. So blöd waren die Führenden auch nicht und bei solchen Aktionen gibt es genug Mitwisser, die nicht diese Handelsmöglichkeiten hatten (kei Vieh, keinen Hof, kein Garten u.a.) und das bei passenden Gelegeheiten auch mal Publik machten. Aber ich vermute, das war eine ren politische Entscheidung, bei denen wie heute auch zur Erreichung eines Zweckes die Ökonomie auf der Strecke bleibt und solche Geschäftemacher in Kauf genommen wurden, wenn es nicht total ausuferte. Solche Handlungsweisen sind m.E. kein Alleinstellungsmerkmal von Gesellschaftsordnungen mit Gemeineigentum an PM. Was wird heute nicht alles subventioniert und von Einzelnen, dioe die Möglichkeiten dazu haben, schamlos ausgenutzt ? Ich denke, nicht wenigstens ein kleines bischen da mitzumischen, ist fast jedem menschen eigen, das liegt schon in den Urzeit-Genen verankert und es ist dann der bewuste Wille des Einzelnen, ob man dagegen angeht, gegen den eigenen Schweinehund, oder mehr oder weniger doch mitmacht, um nicht zum Schluss als der Doofe dazustehen. Materielle Interessiertheit, das gibts nur bei Asketen, Spartanern, Eremiten, Heiligen und Bilderbuch-Kommunisten. Nichtsdestotrotz verurteilt habe ich solches Handeln damals auch, denn es war bekannt. Nach der Wende wurden die privaten Stachelbeersträucher vielfach gerodet, die vorher 4,-Mark/kg Obst eibrachten.
Mein Chef war Imker, 40 Völker. Aufkaufpreis war 15,-Mark/kg. Der Verkaufspreis war, wimre, 5,-Mark/kg (in 500,-g = 2,50 M). Wir kauften von ihm frisch und kalt geschleuderten Honig, weil wir wußten, daß der nicht verschnitten war. Er hat ihn uns nicht billiger alsseinen Verkaufspreis bezahlt, nein, wir mußten die 15-,M/kg berappen. Haben wir aber auch gemacht und nicht den Billigen im Laden gekauft, weil wir da eben wußten, was wir einkaufen. Das ist nicht anders als heute, für Qualitt, echte Bio, einen Markennamen u.s.w. zahlt der Kunde und das war in DDR-Zeiten wohl nicht anders. Das wurde durch die zuständigen Organe in der Regierung allerdings recht spät erkannt, denn bis dahin wurde alles sunventioniert.



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#34

RE: Subventionen und deren Folgen in der DDR

in DDR Zeiten 17.02.2016 20:26
von Hanum83 | 4.722 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #25
Zitat von zast im Beitrag #21
Wenn ich diese Begebenheiten lese, wie mit Lebensmitteln in der Mangelwirtschaft umgegangen wurde und welche Tricks angewendet wurden, dann ist es mir als wessi klar, warum die Volkswirtschaft der DDR nie " in die Hufe gekommen ist ".
Dazu braucht man wahrlich kein Studium. In den Betrieben müssen doch Leute gearbeitet haben, die nicht einmal 1+1 zusammen zählen konnten. Getreu dem Karnevalschlager " In dr Kayjass Numero Null....."
Jetzt weiß ich endlich wie SOZIALISMUS funktioniert hat. Das war mir nämlich als Eingeborener von Trizonesien immer schleierhaft.
Weiter so, ich freue mich regelrecht auf weitere Erlebnisse.



Zast,

nur mal als Frage.

Wenn im Westen anscheinend nur super SCHLAUE Menschen leben, die so super rechnen können, warum gehen dann jedes Jahr tausende Firmen pleite und warum geht es auch heute vielen Menschen immer schlechter ?


Wir reden ja nicht vom heute sondern vom schönen damals, da muss man schon zugeben das der Westen irgendwie vieles besser im Griff hatte, darum wurden wir wohl auch dann einfach so übernommen.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
zuletzt bearbeitet 17.02.2016 20:27 | nach oben springen

#35

RE: Subventionen und deren Folgen in der DDR

in DDR Zeiten 17.02.2016 20:34
von Hanum83 | 4.722 Beiträge

Die Subventionen waren ja kein Geschenk, die waren durchs Lohngefüge bedingt.
Ich hab noch Lohnzettel von 1980 ZBO, Facharbeiter, knackige 2,80 Mark die Stunde, meine Frau, 3 Jahre Med.-Schule als Krippenerzieherin, 400 auf die Hand, tja, ohne Stützung der normalen Lebenskosten hätt es da finster ausgesehen.
Klar haben viele in guten Kombinaten gearbeitet oder auch drei Schichten, bei der Masse mit Scheißjobs auf dem Land in irgendwelchen VEB-Bruchbuden sah es eher bescheiden aus.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 17.02.2016 20:39 | nach oben springen

#36

RE: Subventionen und deren Folgen in der DDR

in DDR Zeiten 17.02.2016 20:36
von der alte Grenzgänger | 998 Beiträge

Zitat von bürger der ddr im Beitrag #32
...
Ich Eigenheim, Grundsteuer, Gebäudeversicherung und Kosten für Instandhaltung....


.. aber Grundsteuer und Versicherung haben Dich doch nicht umgebracht, oder ?
Wie hoch war denn sowas in der Ex ?
Ich hatte nie ein Haus, deswegen keinen Bezug. aber würde mich mal interessieren ..

Und Instandhaltung ohne Material- wie ging das denn ? ("Wir hatten ja gar nichts...")

fragt Siggi
(der das aber eigentlich schon weiss...


"Man rühmt und man schmäht die meisten Dinge, weil es Mode ist, sie zu rühmen oder sie zu schmähen"
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#37

RE: Subventionen und deren Folgen in der DDR

in DDR Zeiten 17.02.2016 20:59
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #29
Zitat von Moskwitschka im Beitrag #19
Was es nicht alles gab in der DDR. Das Brot, das es zum Feierabend in der Kaufhalle nicht mehr gab, wurde über die Laderampe an die Bauern geliefert.

Ich kann mich nur an die Specki - Tonne erinnern, die ein Bauer aus dem Berliner Norden bei uns aufgstellt hat und regelmäßig geleert hat. Erst seit heute weiß ich, dass das auch organisiert ablaufen sein soll - wie z.B. in Karl - Marx - Stadt

Moskwitschka

Specki-Tonnen gab es republikweit und relativ gut organisiert
http://www.bild.de/video/clip/ddr-wortsc...15078.bild.html

Das war dann sehr viel sinnvoller als das, was heute in Kubikmetern pro Supermarkt im Müll landet.


Grün---Oder von Hilfsorganisationen über die Tafel an tausenden von Hilfbedürftigen, die an der Armutsgrenze leben, verteilt werden.


Ebro hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#38

RE: Subventionen und deren Folgen in der DDR

in DDR Zeiten 17.02.2016 21:00
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #29
Zitat von Moskwitschka im Beitrag #19
Was es nicht alles gab in der DDR. Das Brot, das es zum Feierabend in der Kaufhalle nicht mehr gab, wurde über die Laderampe an die Bauern geliefert.

Ich kann mich nur an die Specki - Tonne erinnern, die ein Bauer aus dem Berliner Norden bei uns aufgstellt hat und regelmäßig geleert hat. Erst seit heute weiß ich, dass das auch organisiert ablaufen sein soll - wie z.B. in Karl - Marx - Stadt

Moskwitschka

Specki-Tonnen gab es republikweit und relativ gut organisiert
http://www.bild.de/video/clip/ddr-wortsc...15078.bild.html

Das war dann sehr viel sinnvoller als das, was heute in Kubikmetern pro Supermarkt im Müll landet.


Grün---Oder von Hilfsorganisationen über die Tafel an tausenden von Hilfsbedürftigen, die an der Armutsgrenze leben, verteilt werden.


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#39

RE: Subventionen und deren Folgen in der DDR

in DDR Zeiten 17.02.2016 21:02
von westsachse | 464 Beiträge

Zitat von furry im Beitrag #13
Nun muss ich wohl doch in die Bütt.
Ich nenne mal ein paar Zahlen, mit denen man so ein wenig hin und her rechnen kann.
In der DDR lag der Getreideertrag in den 80ern je ha bei etwas über 45 dt/ha, wobei das Ertragsniveau zwischen den Regionen aber auch den Betrieben sehr unterschiedlich war. Somit konnte ein Genossenschaftsbauer etwa 12 dt Getreide als Naturalien bekommen. Für ein Mastschwein braucht man je kg Zuwachs etwa 3 kg Futter. Da in der DDR privat bis über 150 kg Lebendgewicht gefüttert wurde, sollte man 3,5 kg veranschlagen, was ca. 430 kg Futter ausmacht. Es ist so, je schwerer man mästet, um so höher ist der Futteraufwand. Für eine dt Schlachtschwein am Haken (125 kg lebend) gab es etwa 750 Mark. Wollte man sich den Ertrag dieser 0,25 ha auszahlen lassen, bekäme man zum damaligen Preis etwa 65 Mark je dt Getreide.
Soweit die offizielle Wertung.


lila
Tierquälerei

Gruß

westsachse


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#40

RE: Subventionen und deren Folgen in der DDR

in DDR Zeiten 17.02.2016 21:05
von Hanum83 | 4.722 Beiträge

Zitat von westsachse im Beitrag #39
Zitat von furry im Beitrag #13
Nun muss ich wohl doch in die Bütt.
Ich nenne mal ein paar Zahlen, mit denen man so ein wenig hin und her rechnen kann.
In der DDR lag der Getreideertrag in den 80ern je ha bei etwas über 45 dt/ha, wobei das Ertragsniveau zwischen den Regionen aber auch den Betrieben sehr unterschiedlich war. Somit konnte ein Genossenschaftsbauer etwa 12 dt Getreide als Naturalien bekommen. Für ein Mastschwein braucht man je kg Zuwachs etwa 3 kg Futter. Da in der DDR privat bis über 150 kg Lebendgewicht gefüttert wurde, sollte man 3,5 kg veranschlagen, was ca. 430 kg Futter ausmacht. Es ist so, je schwerer man mästet, um so höher ist der Futteraufwand. Für eine dt Schlachtschwein am Haken (125 kg lebend) gab es etwa 750 Mark. Wollte man sich den Ertrag dieser 0,25 ha auszahlen lassen, bekäme man zum damaligen Preis etwa 65 Mark je dt Getreide.
Soweit die offizielle Wertung.


lila
Tierquälerei

Gruß

westsachse


Nö, Schnitzel auf den Tisch.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
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