#101

RE: nach der Entlassung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 20.02.2016 09:54
von Beethoven | 137 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #79
Hallo,

ganz so kann man dies ja nicht vergleichen, da die Strukturen kaum zu vergleichen waren.

Es gab aber auch in NVA und Co eine nicht geringe Menge an Majoren, OSL usw. die mit im Dienstgrad oder Dienststellung abgeschlossen waren.

Dienstgrade waren ja auch an Dienststellungen gebunden, da kann sicher @Beethoven einiges ausführen.



Das ist nicht nur in der NVA so, sondern so wie ich das beurteilen kann, in allen Armeen dieser Welt.

In der NVA war dies so (ich gebe nur den höchsten erreichbaren Dienstgrad an ohne dabei auch nur ansatzweise alle Dienststellung in der NVA benennen zu können)

Zugführer oder Vergleichbares (kleines Schiff) - Hauptmann / Kapitänleutnant
Kompanie- Batteriechef oder Vergeleichbares (z.B. Fliegerstaffel) - Major / Korvettenkapitän
Bataillons- Abteilungskommandeur - Oberstleutnant / Fregattenkapitän
Regiments- Brigade (VM)- Geschwaderkommandeur - Oberst / Kptn z. See
Divisions- Flottillenkommandeur - Generalmajor / Konteradmiral
Chef Militärbezirk - Generalleutnant
Stellvertreter des Ministers und Chef einer Teilstreitkraft - Generaloberst / Admiral
Minister - Armeegeneral (im Kriegsfall war Marschall möglich)

Die Stellvertreter (mit Ausnahme des Zugführers) konnten einen Dienstgrad darunter erreichen, egal wie lange sie dabei waren.

Dienststellungen in höheren Stäben waren sehr unterschiedlich.

Im Regiment konnten, wie schon geschrieben, die Stellvertreter des Kommandeurs Oberstleutnante werden. Die Stabsmitarbeiter wie z.B. Offizier Innerer Dienst, Kfz-Offizier, Oberoffizier (OO) Chemischer Dienst, OO Aufklärung, OO Artillerie (da gab es im Regiment noch den Leiter Artillerie der OSL werden konnte), die ganzen Politoffiziere im Stab des Regimentes usw. usf., konnten alle Majore werden.

So war das bis in den Stab der Division. Im Stab des Militärbezirks war dies alles, einen Dienstgrad höher.

Im MfNV war das etwas anders. Jeder Offizier der dort tätig war, konnte Oberstleutnant werden.
Leiter einer Unterabteilung und Abteilungsleiter konnten Oberst werden.
Verwaltungschefs konnten Generalmajore werden.
Bereichschefs konnten Generalleutnant werden und dann kamen schon die Stellvertreter des Ministers.

Kompliziert und sehr abhängig von der Waffengattung und der speziellen Aufgabe, war das bei den Unteroffiziersdienstgraden.

Aber als grober Anhalt kann dienen:

Gruppenführer oder Vergleichbares - Unteroffizier Maat
Stellvertreter Zugführer (UAZ -Unterfeldwebel / Obermaat; Berufssoldat - Ofw / Obermeister, in Ausnahmen Stabsfeldwebel / Stabsobermeister)
Spezialisten in einer Fachrichtung - Stabsfeldwebel / Stabsobermeister oder Fähnrich wenn der Lehrgang besucht wurde.

Mit Übernahme in die BW wurden gerade die jüngeren Offiziere oft um einen Dienstgrad herunter gestuft.
Sollte der Offizier als Fachdienstoffizier eingestuft werden, konnte es passieren, das ein ehemaliger OSL zum Hauptmann runter gestuft wurde wie z.B. der Chef der Fahrausbildung des MB. In der BW war dies ein Hauptmann.
Fachdienstoffiziere der BW können maximal Hauptmann werden.

Überhaupt war das Dienstgradgefüge in der BW ein völlig anderes und aus heutiger Sicht, gar nicht so schlecht.

Vergegenwärtigt Euch mal, in einer Mot-Schützenkompanie gab es im besten Falle 5 Offiziere. Den KC, den Stellvertreter des KC und Polit als auch die drei Zugführer.
In der Bundeswehr gab es in einer Panzergrenadierkompanie die an Manpower um die Hälfte größer war als die MSK, gab es zwei Offiziere. Den KC und den 1. Zugführer.
Das Unteroffizierskorps war ganz anders ausgebildet als in der NVA und vor allem waren das ab dem Dienstgrad Feldwebel, fast alles gestandene Männer. Man musste die Schwelle zwischen Stabsunteroffizier (vergleichbar mit unserem Ufw) erstmal durch einen Feldwebellehrgang überspringen. Das Ansehen der Feldwebeldienstgrade und das Können dieser Männer, die selbständig kleinere taktische Handlungen organisierten und führten, war und ist schon erheblich.

Gruß


damals wars, Marder, Fritze und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#102

RE: nach der Entlassung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 20.02.2016 10:11
von damals wars | 12.134 Beiträge

@Beethoven
Was wurde aus dem Fähnrich?


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
zuletzt bearbeitet 20.02.2016 10:37 | nach oben springen

#103

RE: nach der Entlassung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 20.02.2016 10:30
von ehem. Hu | 466 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #33
Sind auch Leute gefragt wurden, die bereits einen Studienplatz oder dergleichen hatten?


Ja. ich hatte meinen Studienplatz an der TH Merseburg Fachrichtig Physik liegen (liegt heute noch im Schrank - man weiß ja nie...). Zoll und MfS haben sich bei den Werbungen gut abgewechselt.

friedliche Grüße Andreas


Freienhagener hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#104

RE: nach der Entlassung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 20.02.2016 11:41
von Freienhagener | 3.856 Beiträge

Da sich die Insider wieder mal bedeckt halten (danke @Beethoven, aber das meinte ich eigentlich nicht) , bleibt wieder nur das Internet:

https://de.wikipedia.org/wiki/Ministeriu...it#Rekrutierung

Da steht:
"In den meisten Fällen stießen die Werber aber kaum auf Ablehnung, da das MfS es gut verstand, die möglichen Mitarbeiter mit materiellen Vorteilen zu ködern, wie Auto ohne Wartezeit, eigene Mehrraumwohnung etc., alles Dinge, die in der DDR mit langen Wartezeiten oder Schwierigkeiten verbunden waren."

und

"Je nach Laufbahn war es auch üblich, bereits während des Studiums Anwärterbezüge zu zahlen. Dies galt zum Beispiel für künftige Offiziere. In der Regel erhielt der Anwärter etwa 1100 Mark der DDR Gehalt, was eine enorme Privilegierung für den Studenten bedeutete, denn seine Bezüge lagen damit deutlich über dem DDR-Durchschnittseinkommen eines normalen Berufstätigen und weit über dem, was der normale DDR-Student an Unterstützung erhielt."


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
nach oben springen

#105

RE: nach der Entlassung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 20.02.2016 11:52
von Alfred | 6.841 Beiträge

Nun kann wiki ja schreiben was man möchte.

Mit dem Auto durfte man sich wie jeder andere anmelden und mit den Wohnungen haut dies so auch nicht hin. Du kannst dir gern die ganzen Wohnheime des MfS in Berlin anschauen. Hätte es die Wohnungen in dem Umfang gegeben, wären diese nicht notwendig gewesen.


damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 20.02.2016 12:03 | nach oben springen

#106

RE: nach der Entlassung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 20.02.2016 12:06
von Freienhagener | 3.856 Beiträge

Wer soll das überprüfen?

Allein mir fehlt der Glaube, daß man allein mit Idealismus genügend Mitarbeiter gewinnen konnte, besonders im letzten, bekanntlich recht materiell veranlagten DDR-Jahrzehnt.
(zumindest die Sonderversorgung neben der eigentlichen Rente ist bekannt. Aber damit begeistert man Twens nicht unbedingt))


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 20.02.2016 12:08 | nach oben springen

#107

RE: nach der Entlassung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 20.02.2016 12:11
von Signalobermaat | 356 Beiträge

Freienhagener,da bin ich wohl in einem anderen MfS eingestellt worden.Mein erstes eigenes Auto-Trabant- habe ich nach 12 Jahren erhalten.
Die beiden anderen vorher waren gebraucht,so wie man es sich im allgem. besorgt hat.



nach oben springen

#108

RE: nach der Entlassung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 20.02.2016 12:11
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #106
Wer soll das überprüfen?

Allein mir fehlt der Glaube, daß man allein mit Idealismus genügend Mitarbeiter gewinnen konnte, besonders im letzten, bekanntlich recht materiell veranlagten DDR-Jahrzehnt.
(zumindest die Sonderversorgung neben der eigentlichen Rente ist bekannt. Aber damit begeistert man Twens nicht unbedingt))


Deine Sache.

Wenn man das Gehalt durch die Stunden rechnete, war dies nicht so üppig.

Welche Sonderversorgung neben der Rente ist denn gemeint ?


nach oben springen

#109

RE: nach der Entlassung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 20.02.2016 12:24
von Freienhagener | 3.856 Beiträge

Jetzt fühle ich mich aber langsam an der Nase herumgeführt.

Die Auseinandersetzung um die "Sonderversorgungsansprüche" in der Nachwendezeit ist auch der Allgemeinheit bekannt.

Hier von amtswegen:
http://www.deutsche-rentenversicherung.d...214378bodyText2


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 20.02.2016 12:28 | nach oben springen

#110

RE: nach der Entlassung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 20.02.2016 12:52
von ehem. Hu | 466 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #104

Da steht:
"In den meisten Fällen stießen die Werber aber kaum auf Ablehnung, da das MfS es gut verstand, die möglichen Mitarbeiter mit materiellen Vorteilen zu ködern, wie Auto ohne Wartezeit, eigene Mehrraumwohnung etc., alles Dinge, die in der DDR mit langen Wartezeiten oder Schwierigkeiten verbunden waren."


Materiell war ich anfangs nicht viel besser gestellt als vorher (OaZ). Meinen ersten nagelneuenTrabi habe ich im Dezember 88 auf Anmeldung eines andern bekommen und etliche Scheine zusätzlich bezahlt. Meine erste eigene Wohnung im Oktober 1989! Ich war also in einem anderen Geheimdienst.

friedliche grüße Andreas

ps

Wenn schon Wiki zitiert werden muss, dann sollte auch dieser profane Vergleich mit zitiert werden:
"Leistungen aus der Sonderversorgung dagegen wurden anstelle einer Leistung aus der Sozialpflichtversicherung gewährt. Diese Versorgung glich damit der Beamtenversorgung der Bundesrepublik."
sonst klingt Sonderversorgung irgendwie wie "Bananen unterm Ladentisch"


Signalobermaat und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 20.02.2016 12:58 | nach oben springen

#111

RE: nach der Entlassung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 20.02.2016 12:56
von passport | 2.629 Beiträge

@Freienhagener

Wiki und Co. schreiben oft viel Blödsinn.

wie Auto ohne Wartezeit Ich hatte, wie jeder andere DDR Bürger eine Anmeldung laufen. Mein erstes Auto habe ich über einen Bekannten gekauft. Ein Skoda S100 7 Jahre alt zum Neupreis.

eigene Mehrraumwohnung

Ich bin 1973 in das MfS eingetreten. 1988 bekam ich erst meine eigene Wohnung. Von Bevorzugung kann doch hier wohl keine Rede sein.

etc., alles Dinge, die in der DDR mit langen Wartezeiten oder Schwierigkeiten verbunden waren.

Welche Dinge ? Urlaubsplätze ? Ich bekam einmal einen Ferienplatz in einen MfS-Ferienheim an der Ostsee. Nur mit Baden und Sonnen hatte ich so meine Probleme. Denn der Termin war vom 03.01.-bis 15.01. . Ansonsten besorgte ich mir meine Reisen über das Reisebüro der DDR, CSSR oder Ungarn.


passport


Signalobermaat und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#112

RE: nach der Entlassung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 20.02.2016 13:02
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #109
Jetzt fühle ich mich aber langsam an der Nase herumgeführt.

Die Auseinandersetzung um die "Sonderversorgungsansprüche" in der Nachwendezeit ist auch der Allgemeinheit bekannt.

Hier von amtswegen:
http://www.deutsche-rentenversicherung.d...214378bodyText2



Hat nichts mit Nase herumführen zu schaffen.

Aus dem Grund ja das ????.


Signalobermaat und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#113

RE: nach der Entlassung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 20.02.2016 13:05
von passport | 2.629 Beiträge

Nachtrag zum Sonderversorgungssystem

Damit ist die FZR gemeint. Konnte jeder DDR-Bürger abschliessen. Für BS der NVA, MdI, MfS und des Zolls war dieser Beitrag Pflicht. Es wurden 10% des Gehaltes der FZR zugeführt. Also ging es bei den Sonderversorgungssystemen nicht um Bananen, Apfelsinen oder Autos wie vielleicht manche hier denken.


vs1400, Signalobermaat, Fritze und polsam haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#114

RE: nach der Entlassung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 20.02.2016 13:10
von Ebro | 565 Beiträge

Meine Güte, sind hier Legenden, oder besser Blödsinn im Umlauf.
Als ich in eine andere KD versetzt wurde, habe ich ein jahr in einem Zimmer einer Dienstwohnung gelebt, welche sich in einer Kaserne befand. Und bin am WE immer nach Hause gefahren. Mein erstes Auto war ein Moskwitsch 408, gebraucht gekauft von einem Bekannten. Dann wurde mir in meinem Einsatzort eine Wohnung in Aussicht gestellt. Ich ließ meine Frau mit dem Zug ankommen, Besichtigung, alles prima-nehmen wir sofort. Dummerweise kam ein neuer 2. Sekretär in die SED-Kreisleitung-der zog dann da ein. (Genosse, das mußt du verstehen und zurückstehen). Und so zog es sich immer weiter hin.
Und was ist eine Sonderversorgung?? Wenn ich solchen Mist lese, bekomme ich innerlich Wutanfälle. Erstaunlich, was über die MfS-Angehörigen selbst noch 2016 für Mist und Lügen verbreitet wird.



Signalobermaat, polsam und passport haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#115

RE: nach der Entlassung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 20.02.2016 16:36
von Beethoven | 137 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #102
@Beethoven
Was wurde aus dem Fähnrich?


Die wurden Berufsunteroffiziere entsprechend Ihres Alters und der Qualifikation.

Gruß


vs1400 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#116

RE: nach der Entlassung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 20.02.2016 16:41
von Ebro | 565 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #113
Nachtrag zum Sonderversorgungssystem

Damit ist die FZR gemeint. Konnte jeder DDR-Bürger abschliessen. Für BS der NVA, MdI, MfS und des Zolls war dieser Beitrag Pflicht. Es wurden 10% des Gehaltes der FZR zugeführt. Also ging es bei den Sonderversorgungssystemen nicht um Bananen, Apfelsinen oder Autos wie vielleicht manche hier denken.



Ja, und damit kommen wir zu dem Begriff "Strafrente". Diese zusätzlich zur.gesetzlichen Renteneinzahlung erbrachten Leistungen wurden gestrichen, sind also weg. Wer würde das wohl lustig finden, wenn es ihn betrifft???.



nach oben springen

#117

RE: nach der Entlassung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 20.02.2016 16:51
von Beethoven | 137 Beiträge

Ja, es ist ein oft kolportierter Unsinn, dass man als Angehöriger eines Dienstes oder NVA besonders behandelt wurde.

Mein erstes Auto (Trabi) konnte ich abholen, da waren 14 Jahre ins Land gegangen.
Ich weiß nicht ob ich es hier schon geschrieben habe.

Wir hatten an der Militärakademie den Sekretär für Wirtschaft der SED-Bezirksleitung Dresden zu Gast bei einer Parteiversammlung.
In der Seminargruppe war ein Polizeioffizier, der an der OHS der Polizei in Dresden als Lehrer tätig war und nun mit uns gemeinsam studierte.
Er fragte den hochverehrten Genossen in etwa folgendes.

"... ich habe mit 18 Jahren einen Trabi bestellt. Vorige Woche war ich bei der Auslieferungsstelle und habe mich nach meiner Nummer erkundigt. Wenn das so weiter geht, dann bekomme ich in 15 Jahren das Auto warte aber schon 13 Jahre darauf. Wie kann so etwas sein?"

Nun bekam dieser Offiziershörer nicht sofort ein Auto sondern er wurde gemaßregelt.

Wohnungen an Standorten mitten in der Einöde gab es da schon etwas schneller als in einer Großstadt. Aber in der Regel wartete man mehrere Jahre auf eine Wohnung.

Vom Lohn will ich gar nicht sprechen. Da habe ich schon im anderen Forum vorgerechnet, dass z.B. der Berufssoldat im Truppendienst einen Stundenlohn hat, für den kein Arbeiter seinen Hintern aus dem Bett hieven würde. Wenn Bedarf besteht mache ich die Rechnung hier noch mal auf. Es war schon viel Enthusiasmus dabei um den Beruf eines Soldaten auszufüllen.

In der BW gibt es "Dienst zu ungünstigen Zeiten". Da wird jede Stunde, die über 8 Stunden hinaus geht extra vergütet. So gehen die Berufssoldaten mit einem Batzen Geld nach Hause, wenn sie aus Feldlagern kommen. Ganz zu schweigen nach einem Auslandseinsatz. Da hat der Gefreite mal locker 20.000,00 € extra oben drauf zu seinem Sold. Es kann ihm allerdings auch passieren, dass er ein Krüppel ist oder gar schlimmer.

Gruß


Signalobermaat, Ebro, Fritze, Klauspeter und polsam haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#118

RE: nach der Entlassung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 20.02.2016 17:01
von Freienhagener | 3.856 Beiträge

Nun gut. Ihr alle habt euch trotz schwieriger Arbeitsbedingungen verpflichtet und sogar Nachteile in Kauf genommen.
Danke für die Auskünfte und nehmt es mir nicht übel, wenn mich das im Allgemeinen nicht überzeugt.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
nach oben springen

#119

RE: nach der Entlassung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 20.02.2016 17:08
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #118
Nun gut. Ihr alle habt euch trotz schwieriger Arbeitsbedingungen verpflichtet und sogar Nachteile in Kauf genommen.
Danke für die Auskünfte und nehmt es mir nicht übel, wenn mich das im Allgemeinen nicht überzeugt.





Dann glaub weiter an wiki und Co..


Signalobermaat, Fritze und polsam haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#120

RE: nach der Entlassung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 20.02.2016 17:29
von Ebro | 565 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #119
Zitat von Freienhagener im Beitrag #118
Nun gut. Ihr alle habt euch trotz schwieriger Arbeitsbedingungen verpflichtet und sogar Nachteile in Kauf genommen.
Danke für die Auskünfte und nehmt es mir nicht übel, wenn mich das im Allgemeinen nicht überzeugt.





Dann glaub weiter an wiki und Co..


Was soll man denn aber noch sagen, damit Du und viele Andere etwas glauben? Genau das ist der Grund, dass viele User in solchen Foren irgendwann die Segel streichen!!



DoreHolm hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen


Ähnliche Themen Antworten/Neu Letzter Beitrag⁄Zugriffe
Unehrenhaft entlassen
Erstellt im Forum Mythos DDR und Grenze von Batrachos
54 30.08.2014 13:30goto
von Ernst49 • Zugriffe: 6918
Degradierung/ Unehrenhafte Entlassung aus dem Dienst
Erstellt im Forum Grenztruppen der DDR von Wossi EK 83 1
44 24.07.2013 10:58goto
von Jobnomade • Zugriffe: 4077
Verschleppt und belogen.....wieder in den real existierenden Sozialismus entlassen.....
Erstellt im Forum DDR Staat und Regime von
5 30.09.2011 16:42goto
von Uleu • Zugriffe: 790
Bundesbeauftragter Jahn will Stasi Mitarbeiter entlassen
Erstellt im Forum Staatssicherheit der DDR (MfS) von Gert
118 13.04.2013 12:03goto
von Moskwitschka • Zugriffe: 4509
Entlassung aus dem aktiven Wehrdienst
Erstellt im Forum Grenztruppen der DDR von Perle
5 28.01.2011 20:25goto
von Annakin • Zugriffe: 766
Meine Entlassung aus den GT
Erstellt im Forum Grenztruppen der DDR von Huf
2 13.03.2010 21:40goto
von Huf • Zugriffe: 822
EK - Bewegung
Erstellt im Forum Mein Leben als DDR Grenzsoldat von HHausen88
121 01.06.2015 18:20goto
von mibau83 • Zugriffe: 20439

Besucher
15 Mitglieder und 60 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: loryglory
Besucherzähler
Heute waren 1570 Gäste und 140 Mitglieder, gestern 3810 Gäste und 192 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14365 Themen und 557529 Beiträge.

Heute waren 140 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen