#21

RE: Überraschungsbesuch der "Freunde" direkt am Zaun?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 16.02.2016 18:10
von Kalubke | 2.289 Beiträge

Zitat von berlin3321 im Beitrag #17
Zitat von Kalubke im Beitrag #14
[...]
p.s. Der dumpf Grollende scheint sich aus dem Forum verabschiedet zu haben, sein Nickname wird nicht mehr automatisch eingebläut.


So nicht richtig, den Donnergaul gibt es schon noch. Allerdings:

Zitat
Zuletzt Online: 17.07.2015 23:39


MfG Berlin



Groß/Kleinschreibung scheint wichtig zu sein. Bei @T... statt @t.... wird auch automatisch verlinkt. Wollte nicht die "Pferde" scheu machen.

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 16.02.2016 18:12 | nach oben springen

#22

RE: Überraschungsbesuch der "Freunde" direkt am Zaun?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 16.02.2016 18:47
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #10

Wege für den Einmarsch erkunden?




Ein Militär wird sich immer seinen Bereich anschauen.

Einige werden sich an den einen oder anderen Hubschrauber erinnern, der die Staatsgrenze abgeflogen ist. Da konnte man einen von der GSSD gut "verstecken" und die Personen konnten einen Blick Richtung Westen werfen.


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#23

RE: Überraschungsbesuch der "Freunde" direkt am Zaun?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 16.02.2016 19:47
von mibau83 | 819 Beiträge

es gab auch speziell ausgebaute beobachtungspunkte für solche anlässe.

http://www.lkson.de/gbw/mengersreuth-hae...eralsblick.html


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#24

RE: Überraschungsbesuch der "Freunde" direkt am Zaun?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 16.02.2016 19:53
von Linna | 188 Beiträge

Zitat von TAO im Beitrag #4
Zitat von SET800 im Beitrag #1
Kam es vor daß sehr überraschend, daher auch wenn der Chef es gewußt hätte, ohne Vorbereitung oder Hinweisen vor Ort UdSSR-Offiziere "jetzt und sofort" irgendwo direkt an den Zaun wollten? Ggf sogar mit Briten und USA verabredet, auch ohne von denen her den BGS vorab zu informieren?



Mussten sich die Alliierten (SU, GB und USA) am Zaun verabreden? Da gab es doch sicher andere Möglichkeiten.



Mit Sicherheit hat es das gegeben, allerdings bei Nacht und Nebel. Wir hatten im Abschnitt Eishausen eine
sogenannte "Gasse" mit einem verschließbaren Tor im Grenzzaun. Dort lagen auch keine Minen.
Ich habe es persönlich erlebt, daß wir über GMN aufgefordert wurden den Abschnitt zu verlassen. Es ist nicht sehr oft
passiert aber man konnte aus der Entfernung beobachten, daß sich Scheinwerferlichter aus beiden Richtungen dem
Punkt näherten. Sie haben sich sicherlich nicht zum Skatspielen getroffen.
Gruß-Linna



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#25

RE: Überraschungsbesuch der "Freunde" direkt am Zaun?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 16.02.2016 23:55
von Kalubke | 2.289 Beiträge

War das evt. an der Straße Hetschbach (Thür) - Heldritt (Bay)?




Gruß Kalubke



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#26

RE: Überraschungsbesuch der "Freunde" direkt am Zaun?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 17.02.2016 10:33
von Linna | 188 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #25
War das evt. an der Straße Hetschbach (Thür) - Heldritt (Bay)?




Gruß Kalubke



Ich glaube es war die Verbindungsstraße von Adelshausen (Thü) nach Rodach (Bay), also in unmittelbarer Nähe.
1991 bin ich durch diese Gasse (dam. prov. Übergang noch vor der Wiedervereinigung) mit meinem PKW gefahren, weil ich
mir unbedingt die Coburg ansehen wollte, die nachts vom Postenturm (Fischerhütte) so schön angeleuchtet zu sehen war.
20 Jahre mußte ich darauf warten.
Gruß-Linna



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#27

RE: Überraschungsbesuch der "Freunde" direkt am Zaun?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 17.02.2016 23:28
von Pitti53 | 8.785 Beiträge

Zitat von utkieker im Beitrag #20
"Überraschender" Besuch von Soldaten der GSSD in der Grenzkompanie Seebenau (Frühjahr 1979). Seebenau liegt ungefähr 2 km von DDR- Staatsgrenze entfernt bis zur GÜST Salzwedel ist es weniger als 1 km!

Gruß Hartmut!


Solche "Überraschungsbesuche " hatten wir in Marienborn des Öfteren. Und unsere SiK war nur 1000 m von der Grenze entfernt

Es waren die Soldaten/Offiziere der Alliertenkontrolle aus der Einheit Marienborn Bahnhof

Einmal im Monat oder alle zwei machten wir sportliche Wettkämpfe.
Nur die Besichtigung unsere Zimmer kam hinterher nicht so gut an. Gab einen Rüffel für mich
Hab ich dann nicht mehr gemacht......


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#28

RE: Überraschungsbesuch der "Freunde" direkt am Zaun?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.02.2016 09:57
von Lutze | 8.027 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #16
Zitat von Lutze im Beitrag #13
Irgendwo habe ich mal ein Foto mit Angela Davis an der Berliner Mauer gesehen,
als sie zu Besuch in der DDR war,jedenfalls sah ihr Blick nicht gerade begeistert aus,
sie gehörte doch auch zu den "Freunden" oder nicht?
Lutze



Lutze,

richtig.

Dies war dann meistens am Brandenburger Tor. Dort war man Gast des Stadtkommandanten.

Dort hat sich auch Gorbatschow verewigt, wird er aber heute nicht mehr wissen wollen.

Am 16.04.1986 hat M.S. Gorbatschow beim Besuch der Staatsgrenze der DDR zu Westberlin folgendes in das Gästebuch des Stadtkommandanten von Berlin (Hauptstadt der DDR) am Brandenburger Tor eingetragen:

„Am Brandenburger Tor kann man sich anschaulich davon überzeugen, wie viel Kraft und wahrer Heldenmut der Schutz des ersten sozialistischen Staates auf deutschem Boden vor den Anschlägen des Klassenfeindes erfordert. Die Rechnung der Feinde des Sozialismus wird nicht aufgehen. Das Unterpfand dessen sind das unerschütterliche Bündnis zwischen der DDR und der UdSSR sowie das enge Zusammenwirken der Bruderländer im Rahmen des Warschauer Vertrages. Ewiges Andenken an die Grenzsoldaten, die ihr Leben für die sozialistische DDR gegeben haben.“

16.04.1986 M. S. Gorbatschow


Als M.S. Gorbatschow 1986 diese Eintragung in das Gästebuch des Stadtkommandanten von Berlin vornahm, handelte er nicht als XY ,sondern als höchster Repräsentant des sozialistischen Lagers und zugleich oberster Befehlshaber der Vereinten Streitkräfte des Warschauer Vertrages - und als Generalsekretär der KPdSU.



Das Foto,wo Angela Davis am 11.September 1972 die Berliner Mauer besuchte,
dürfte woanders gewesen sein
Quelle:bpb.de/geschichte/zeitgeschichte/deutschlandarchiv

Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#29

RE: Überraschungsbesuch der "Freunde" direkt am Zaun?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.02.2016 10:12
von Alfred | 6.841 Beiträge

Link will nicht


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#30

RE: Überraschungsbesuch der "Freunde" direkt am Zaun?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.02.2016 12:24
von Lutze | 8.027 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #29
Link will nicht

über Google-Mauerbilder in Ost und West-ist das Foto auch zu sehen
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#31

RE: Überraschungsbesuch der "Freunde" direkt am Zaun?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.02.2016 16:31
von VNRut | 1.483 Beiträge

Überraschungsbesuche von Soldaten der GSSD hatten wir nicht, obwohl die Fahnungsbücher voll davon voll waren. Eine heiße Phase hatten wir Sommer`83 als wir mit Stahlhelm und vier Magazine aufziehen mussten. Später stießen noch sowjetische SPW ins Hinterland (Eiskeller/Berlin) und gingen in Stellung, da war´s uns doch etwas anders.

Eine andere Situation war Ende`82 bzw. Anfang´83 als britische Soldaten sich mit uns einen Spaß erlaubten. Wir saßen auf einen alten Holzturm (Jägerturm) an der GÜSt Bahn in Staaken als ein britischer Ferret (Radpanzer) sich auf die Brücke stellte und sein Geschützturm auf uns richtete. Mein Postenführer musste eine Meldung abgeben, weil dies auch von einen Turm der GÜSt-Kompanie einsehbar war und die waren für ihre korrekte Dienstausführung bekannt. Gut, uns war es beim Anblick des Geschützes auch anders, doch vom Jägerturm in einen verdreckten Splitterbunker wollten wir auch nicht krabbeln.

Über Beides hatte ich schon in andere Threads berichtet.

Gruß Wolle


GKM - 05/05/1982 bis 28/10/1983 im GAR 40/1.Abk/2.Zug (Oranienburg 17556) & GR 34/1.Gk/2.Zug (Groß-Glienicke 85981)
Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit. (William Somerset Maugham, britischer Schriftsteller 1874 - 1965)
Ohne die Kälte und Trostlosigkeit des Winters gäbe es die Wärme und die Pracht des Frühlings nicht. (Ho Chi Minh)

http://www.starsofvietnam.net/
https://www.youtube.com/watch?v=OAQShi-3MjA
Gruß Wolle
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#32

RE: Überraschungsbesuch der "Freunde" direkt am Zaun?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 20.02.2016 09:56
von Hanum83 | 4.662 Beiträge

Unsere britischen "Freunde" waren immer mal zu einem "Späßchen" bereit, wenn ich als Wanderkumpel von Heinz Gak eingeteilt war und die rückten an war es mir immer etwas mulmig.
Gab es eigentlich einen besonderen Grund das die britischen Alliierten direkt an die Linie gingen und die sowjetischen so offensichtlich nicht?
Das die DDR angeblich souverän war und der Westen besetzt war es wohl nicht.


Ein Jahr lang 10 Kilometer der innerdeutschen Grenze 1983/84 mitbewacht.
(Zusatz-Info auf Wunsch eines einzelnen Users: War dabei auch Postenführer.)
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zuletzt bearbeitet 20.02.2016 10:04 | nach oben springen

#33

RE: Überraschungsbesuch der "Freunde" direkt am Zaun?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 20.02.2016 12:03
von eisenringtheo | 9.156 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #32
Unsere britischen "Freunde" waren immer mal zu einem "Späßchen" bereit, wenn ich als Wanderkumpel von Heinz Gak eingeteilt war und die rückten an war es mir immer etwas mulmig.
Gab es eigentlich einen besonderen Grund das die britischen Alliierten direkt an die Linie gingen und die sowjetischen so offensichtlich nicht?
Das die DDR angeblich souverän war und der Westen besetzt war es wohl nicht.

Das ist eine interessante Frage: WIMRE gab es auch keine Bundeswehr direkt an der Grenze, sondern nur Zoll und Polizei (BGS). Es könnte mit der in der BRD herrschenden Auffassung zu tun haben, dass die Weltkriegsfolgen noch nicht geregelt waren: Ohne die Präsenz der alliierten Soldaten und mit "normaler" Grenzbewachung wie an den anderen Grenzen und ausschliesslich mit BRD Organen hätte der Eindruck entstehen können, dass man den De-Facto Zustand zweier deutscher Staaten hinnimmt und somit die DDR völkerrechtlich anerkennt.
Theo


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#34

RE: Überraschungsbesuch der "Freunde" direkt am Zaun?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 20.02.2016 14:50
von Kalubke | 2.289 Beiträge

In der BRD war die Grenzüberwachung eine polizeiliche (BGS, BGP) bzw. fiskalische (ZGD) Aufgabe. In der DDR war die wesentlich schärfere Grenzsicherung bis 1961 polizeilich und danach militärisch (GT der NVA, bzw. ab 1973 wg. abrüstungspolitischer Gründe (50.000 Mann war immerhin die halbe Kampfstärke der übrigen NVA) aus der NVA herausgenommen und als GT der DDR ein eigenständiger militärischer Verband). Einen Zollgrenzdienst der DDR gab es aber wiederum nicht, sondern nur den Zoll an den GüSt. Vlt. war das der Grund, dass mit Ausnahme einiger Aufklärungseinheiten das "normale" Militär ansonsten im Hintergrund blieb.

Gruß Kalubke



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zuletzt bearbeitet 22.02.2016 10:31 | nach oben springen

#35

RE: Überraschungsbesuch der "Freunde" direkt am Zaun?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 20.02.2016 22:38
von lhsecurity | 159 Beiträge

In der Bundesrepublik wurde streng darauf geachtet dass keinerlei Einheiten und Soldaten der Bundeswehr direkt an der Grenze zur DDR präsent waren. Es sollte dadurch zum Ausdruck gebracht werden dass keine unmittelbare militärische Überwachung der Grenze erfolgt und kein unmittelbares Zusammentreffen mit Soldaten des Warschauer Pakts gewünscht war.
Es war Bundeswehrsoldaten in Uniform strengstens verboten den Grenzraum zu betreten. Ich weis aber nicht mehr in welchem Abstand zur Grenze dies galt. Deshalb wurden auch Grenzbesichtigungen für Bundeswehrangehörige nur in Zivilkleidung und mit zivilen Fahrzeugen durchgeführt.

Die Anwesenheit der Westalliierten an der Grenze war meiner Meinung nach auch dazu da, zu zeigen dass diese gemäß den NATO Verträgen in vorderster Front präsent sind.

Gruß lhsecurity


Thinking is the hardest work there is, which is probably the reason why so few engage in it.
Henry Ford


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#36

RE: Überraschungsbesuch der "Freunde" direkt am Zaun?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.02.2016 12:02
von Hanum83 | 4.662 Beiträge

Zitat von lhsecurity im Beitrag #35


Die Anwesenheit der Westalliierten an der Grenze war meiner Meinung nach auch dazu da, zu zeigen dass diese gemäß den NATO Verträgen in vorderster Front präsent sind.

Gruß lhsecurity



Das "Spiel" war ja auch irgendwie immer dasselbe.
Engländer kam, guckte uns durchs Fernglas an und entschwand wieder, wir hatten solche Bildklatten auf dem Turm mit Foto und Dienstgrad/Namen, die Gucker waren meist immer die gleichen, also große neue Erkenntnisse werden sie da nicht erlangt haben.


Ein Jahr lang 10 Kilometer der innerdeutschen Grenze 1983/84 mitbewacht.
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zuletzt bearbeitet 21.02.2016 12:03 | nach oben springen

#37

RE: Überraschungsbesuch der "Freunde" direkt am Zaun?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.02.2016 13:09
von willie | 611 Beiträge

Zitat von lhsecurity im Beitrag #35
In der Bundesrepublik wurde streng darauf geachtet dass keinerlei Einheiten und Soldaten der Bundeswehr direkt an der Grenze zur DDR präsent waren. Es sollte dadurch zum Ausdruck gebracht werden dass keine unmittelbare militärische Überwachung der Grenze erfolgt und kein unmittelbares Zusammentreffen mit Soldaten des Warschauer Pakts gewünscht war.
Es war Bundeswehrsoldaten in Uniform strengstens verboten den Grenzraum zu betreten. Ich weis aber nicht mehr in welchem Abstand zur Grenze dies galt. Deshalb wurden auch Grenzbesichtigungen für Bundeswehrangehörige nur in Zivilkleidung und mit zivilen Fahrzeugen durchgeführt.

Die Anwesenheit der Westalliierten an der Grenze war meiner Meinung nach auch dazu da, zu zeigen dass diese gemäß den NATO Verträgen in vorderster Front präsent sind.

Gruß lhsecurity



Hallo Ihsecurity,
vielleicht beantwortet das Deine Frage:

Von der Bundesrepublik Deutschland wurde alles getan, um Grenzzwischenfälle zu vermeiden. Überlegungen zur Herabsetzung eines Risikos führten dazu, dass die Soldaten der Bundeswehr angewiesen worden sind, in und außer Dienst in Uniform einen Streifen von 1000 Meter entlang der Grenze zur CSR und der SBZ-DL nicht zu betreten. Ein Streifen von 5 Km Breite durfte von geschlossenen Einheiten ab Kompaniestärke aufwärts nicht betreten werden. Erforderten dienstliche Belange –z.B, zu Zwecken der Erkundung oder Verbindungsaufnahme zu Grenzschutz-Verbänden – einen Aufenthalt in unmittelbarer Nähe, hatten BW-Angehörige dazu Zivilkleidung zu tragen.
Handelten BW-Angehörige diesen Anordnungen zuwider wurden sie darauf aufmerksam gemacht, dass sie sich in der 1 Km bzw. 5 Km Zone befinden. Die Personalien wurden festgestellt und der zuständigen Grenzschutzabteilung zur weiteren Veranlassung gemeldet.

Wo genau dies bei der BW festgelegt wurde ist mir leider nicht bekannt. Es wurde aber genau so verfahren.
Grenzführungen von BW-Angehörigen in ziviler Kleidung durch den BGS/Zoll. Falls BW dienstl. im grenznahen Bereich tätig erfolgte zuvor Anmeldung mit Angabe von Einheit, Anzahl der FZ/Soldaten und genauer Ort/Dauer beim zuständigen BGS. Diese Einheiten übten damals (1980) nur etwa 500 m von der Grenze ihre Tätigkeiten aus.

Gruß Willie


...Rechtschreibfehler sind die Special Effects meiner Tastatur!...
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#38

RE: Überraschungsbesuch der "Freunde" direkt am Zaun?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.02.2016 14:41
von lhsecurity | 159 Beiträge

Interessant hierzu wäre es auch zu erfahren wie denn der Zugang zu den Dauereinsatzstationen des Tieffliegermeldedienstes der Bundeswehr geregelt war? Anmeldung jeweils beim BGS ? Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.

Wer weis was?

Gruß lhsecurity


Thinking is the hardest work there is, which is probably the reason why so few engage in it.
Henry Ford


zuletzt bearbeitet 21.02.2016 14:47 | nach oben springen

#39

RE: Überraschungsbesuch der "Freunde" direkt am Zaun?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.02.2016 18:33
von willie | 611 Beiträge

Zitat von lhsecurity im Beitrag #38
Interessant hierzu wäre es auch zu erfahren wie denn der Zugang zu den Dauereinsatzstationen des Tieffliegermeldedienstes der Bundeswehr geregelt war? Anmeldung jeweils beim BGS ? Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.

Wer weis was?

Gruß lhsecurity


Also hierzu kann ich Dir leider keine Auskunft geben. Ich kann mich jedoch noch sehr gut an eine "Aktion" der BW im Bereich Richelsdorf/Obersuhl Anfang der 80ziger erinnern.
Während einer Streifenfahrt im Bereich der Ortschaft Richelsdorf/Hessen überflog uns völlig unerwartet in einer Höhe von etwa 50m eine BO 105 der Bundeswehr in Richtung Grenze (etwa 1 km entfernt). Leider konnten wir damals aufgrund der Geländegegebenheiten (Wald und ansteigendes Gelände in Richtung ehemalige Grenze) nicht beobachten wohin diese Maschine flog. Wäre bestimmt intressant gewesen.
Ich meldete den ungewöhnlichen Vorfall nicht sofort über Funk, wegen der Abhörgefahr, sondern informierte das Grenzschutzkommando Mitte in Kassel telefonisch nach meiner Rückkehr. Kurze Zeit später erhielt ich die Information, daß es sich bei dieser Maschine um eine BO 105 aus Fritzlar (Kampfhubschrauberregiment 36) mit "speziellem Auftrag" handelte. Eine Info über diese Aktion gab es zuvornicht. Warum auch immer.
Gruß Willie


...Rechtschreibfehler sind die Special Effects meiner Tastatur!...
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#40

RE: Überraschungsbesuch der "Freunde" direkt am Zaun?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.02.2016 23:13
von Kalubke | 2.289 Beiträge

Vieleicht war das ein Funkaufklärungseinsatz. So was gab es auch auf der DDR-Seite (4 Flugstrecken):

Hubschraubereinsatz Messpunkte 18–1 Harkensee – Hoyersburg Flugstrecke 4, Grenzabschnitt Nord
Hubschraubereinsatz Messpunkte 23–1 Darsekan – Gudersleben Flugstrecke 3, Grenzabschnitt Mitte
Hubschraubereinsatz Messpunkte 1–30 Gudersleben – Hutsberg Flugstrecke 1, Grenzabschnitt Südwest
Hubschraubereinsatz Messpunkte 1–31 Henneberg – Auersberg Flugstrecke 2, Grenzabschnitt Süd

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 21.02.2016 23:26 | nach oben springen


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