#21

RE: Unterleutnant?

in Grenztruppen der DDR 13.09.2009 13:22
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

@josy95, die von dir bezeichneten sportler der vp, die oft den dienstgrad unterleutnant hatten, haben vorher meistens ein sportliches fachschulstudium absolviert.
auch im mfs gab es den dienstgrad unterleutnant und wurde nach absolvierung eines fachschulstudiums (konnte auch ein ziviles sein) verliehen.


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
nach oben springen

#22

RE: Unterleutnant?

in Grenztruppen der DDR 13.09.2009 14:02
von EK 81/2 | 46 Beiträge

Zitat von josy95
"Anderseits gab es auch bei der Volkspolizei den Dienstgrad Unterleutenant, das waren zu 99% Kader aus dem Sportbereich (ASV = Armeesportverein oder ASK = Armeesportclub)für die nach ihrer aktiven Sportkarriere (meißtens die DDR- Olympiakader)ja eine Arbeit (Beschäftigung) gefunden werden mußte. Ich will diesen Menschen jetzt nicht zu nahe treten, aber meißtens hat die Bildung für ein Offizierstudium nicht ausgereicht, so das dies eine Art spätere Lösung und Anerkennung für die erbrachten sportlichen Leistungen war. In der "normalen" Wirtschaft hätte man mit denen vermutlich nicht viel anfangen können."

Ist so nicht richtig. Bis ca. 1981 war der Abschluss an der Offz.Schule Aschersleben der Unterleutnant d.VP. Und an den ABV- Schulen des Mdi war auch lange Zeit der Unterleutnant d.VP der erste erworbene Ozz.-Dienstgrad bei der Polizei.
Hatte nichts mit Sport unbedingt zu tun gehabt.


nach oben springen

#23

RE: Unterleutnant?

in Grenztruppen der DDR 13.09.2009 15:45
von Bergmensch (gelöscht)
avatar

Kann ich auch so bestätigen.
In meiner Dienstzeit waren die Absolventen der Offiziersschulen der NVA und des MDI alle Unterleutnant (nach sowetischen Vorbild). Abgänge als Leutnant gab es auch aber eher selten.


nach oben springen

#24

RE: Unterleutnant?

in Grenztruppen der DDR 13.09.2009 17:34
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von GilbertWolzow
@josy95, die von dir bezeichneten sportler der vp, die oft den dienstgrad unterleutnant hatten, haben vorher meistens ein sportliches fachschulstudium absolviert.
auch im mfs gab es den dienstgrad unterleutnant und wurde nach absolvierung eines fachschulstudiums (konnte auch ein ziviles sein) verliehen.



Dank Euch, Gilbert und EK 81/2, werde das in meinem internen Datenspeicher Namens Gehirn aufnehmen/ abspeichern!

Etwas geht doch im Laufe der Jahre verloren!

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 13.09.2009 17:35 | nach oben springen

#25

RE: Unterleutnant?

in Grenztruppen der DDR 13.09.2009 19:46
von Wolfgang B. (gelöscht)
avatar

Hallo zusammen,

was man doch durch eine einzige "dumme" Frage alles Lernen kann?! DANKE


nach oben springen

#26

RE: Unterleutnant?

in Grenztruppen der DDR 13.09.2009 19:51
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Wolfgang B.
Hallo zusammen,

was man doch durch eine einzige "dumme" Frage alles Lernen kann?! DANKE



Wieso dumme Frage????

Du siehst doch, man glaubt einiges gut wenn nicht sogar sehr gut zu wissen, und dann...?
Wars doch nicht so und man stellt immer mehr fest, das mit der Zeit einiges verloren geht oder man es selbst durcheinanderwürfelt!

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
nach oben springen

#27

RE: Unterleutnant?

in Grenztruppen der DDR 13.09.2009 20:07
von Wolfgang B. (gelöscht)
avatar

Hallo @josy95,

die "dumme" Frage war nicht negativ gemeint.
Ich finde es ganz im Gegenteil positiv, was sich aus meiner "einfachen" Frage an Antworten ergab.


nach oben springen

#28

RE: Unterleutnant?

in Grenztruppen der DDR 13.09.2009 22:38
von LEGO | 487 Beiträge

.... und ich hatte immer geglaubt, dass der Unterleutnant in den GT der erste Offiziersrang gewesen sein (abweichend zur Bundesrepublik, da fing der Offizier beim Leutnant an).

Hatte nicht auch der Unterleutnant ein "Offiziers-"Schulterstück nur eben ohne Sterne?


nach oben springen

#29

RE: Unterleutnant?

in Grenztruppen der DDR 13.09.2009 22:41
von Alfred | 6.841 Beiträge

Lego,

die Schulterstücken vom Unterleutnant bis Hauptmann waren identisch.( Untergrund )

Ultn. 1 Stern
Ltn. 2 Sterne
Oltn. 3 Sterne
Hptm. 4 Sterne


nach oben springen

#30

RE: Unterleutnant?

in Grenztruppen der DDR 13.09.2009 23:06
von 254Spielregel | 339 Beiträge

@LEGO

Zitat von LEGO
.... und ich hatte immer geglaubt, dass der Unterleutnant in den GT der erste Offiziersrang gewesen sein

Deinen Glauben daran brauchst Du auch nicht zu verlieren, dem ist namlich auch so, allerdings nicht nur bei den GT.

Gruß,254


nach oben springen

#31

RE: Unterleutnant?

in Grenztruppen der DDR 14.09.2009 02:01
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

bei den Unterleutnants gab es aber zwei Kategorien: 1 Absolventen der OHS mit Verpflichtung zum offizier auf Zeit 2. gab es Berufsunteroffiziere welche sich Weiterverpflichtet haben und dann nach erfolgreichem Abschluss des einjährigen Studiums zum Unterleutnant ernannt wurden.
Verpflichtung zum Berufsoffizier erfolgte nach vierjährigem ( fünfjährigem - mit Hochschulreife) und erfolgreichem Bestehen der Prüfungen die Ernennung zum Leutnant.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
nach oben springen

#32

RE: Unterleutnant?

in Grenztruppen der DDR 15.09.2009 10:30
von Drewitz | 356 Beiträge

Fachschulabsolventen wurden im MfS als Unterleutnant eingestellt.Wir hatten einen bei uns,der erst Unterstufenlehrer gemacht hat (Fachschule) und dann als Uleu bei uns ankam.War spannend-hatte keine Ahnung von der Abfertigung und wir Uffze mußten ihn einarbeiten...War aber ein guter Kumpel.
Drewitz


MfS,BV Potsdam,Abt.VI,PKE Drewitz 1.Zug,1.Gruppe 1988-1990 danach GR44 bis zum Ende


nach oben springen

#33

RE: Unterleutnant?

in Grenztruppen der DDR 18.09.2009 19:19
von EK 81/2 | 46 Beiträge

"2. gab es Berufsunteroffiziere welche sich Weiterverpflichtet haben und dann nach erfolgreichem Abschluss des einjährigen Studiums zum Unterleutnant ernannt wurden."

Das kenn ich auch, ist dass nicht erst ende der 70iger Anfang der 80iger Jahre eingeführt worden?


nach oben springen

#34

RE: Unterleutnant?

in Grenztruppen der DDR 18.09.2009 19:33
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

@EK 81/2.................wann dass genau war, weiß ich nicht. 1983 war im 1.GB-GR 24 der Offz. Aufklärung Ultn. Sah etwas komisch aus, weil der Herr zu diesem Zeitpunkt schon leicht angegraute Haare hatte. Aber seine Beförderungen gingen ziemlich rasch. Hat es bis 1988 zum Hptm. geschafft.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
nach oben springen

#35

RE: Unterleutnant?

in Grenztruppen der DDR 18.09.2009 20:47
von LEGO | 487 Beiträge

Da hier im Thread gerade mal Ruhe ist, erlaube ich mir, mal `ne Frage zu den Fähnrichen zu stellen.

Wir haben hier und im Thread "Oberstleutnant" immer mal wieder die Fähnriche bei den GT und der NVA erwähnt.
Was waren denn das für Leute?
Aufsteiger aus dem Uffz-Corps?
Nächster Dienstgrad Unterleutnant?

Ich will mal kurz was zu den Fähnrichen beim BGS bzw. der Bundeswehr aus den 70ern erzählen, also aus der Zeit vor der Personalstrukturreform beim BGS.

Als Offiziersanwärter wurde man als Soldat/PVB eingestellt und nach ca. einem halben Jahr Gefreiter (OA) bzw. Grenztruppjäger.
Nach einigen Lehrgängen und Praktika wurde man irgendwann Fahnenjunker, beim BGS war das entsprechend dem Oberwachtmeister mit silberner Litze auf dem Schulterstück. Nach weiteren Lehrgängen und praktischer Verwendung wurde der junge Mann dann Fähnrich; entsprach Hauptmeister/Hauptfeldwebel mit silberner Litze auf dem Schulterstück.
Das nächste was nach ein paar Monaten folgte war die Ernennung zum Leutnant (mit der Option im Offiziersrang weiter Karriere zu machen).

Bei der BW dauerte der Weg von der Einstellung bis zum Leutnant theoretisch keine 2 Jahre; ich glaube beim BGS waren es 3 Jahre.

Ich sehe den Fähnrich also als Durchgangsamt auf der Karriereleiter zum Offizier.

Ich hatte hier den Eindruck, dass das in der DDR anders anlief.

Wer klärt mich auf?

Gruß LEGO


nach oben springen

#36

RE: Unterleutnant?

in Grenztruppen der DDR 18.09.2009 21:10
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Hallo Lego,

vielleicht ersteinmal die Frage beantwortet wie wurde man Fähnrich?
1. Einberufung in das Dienstverhältnis Fähnrich, zwei Jahre Ausbildung an einer entsprechenden militärischen Einrichtung. Die Fähnrichschüler hatten auf den Schulterstücken ein F sowie je nach Studienjahr ein oder zwei Querbalken (vgl. OS). Nach erfolgreichen Abschluss, welcher einem Fachschulabschluss (z.B. GAK= Staatswissenschaftler der DDR) gleichkam. Anschließend versetzung in die truppe. Fähnrich war also keine Dienststellung sondern ein Dienstgrad.
2. Einberufung in das Dienstverhältnis SaZ, UaZ oder BU. Absolvierung der US - Dauer im allgemeinen Monate. Dienst bei der Truppe. Auf Vorschlag des Regimentkommandeur Verpflichtung zum Fähnrich und Abkommandierung zum Fähnrichlehrgang. Im Gegensatz zum FS wurden die bisherigen Dienstgradbezeichnungen beibehalten. Nach Abschluss des Lehrganges erfolgte die Ernennung zum Fähnrich, dann zwei Jahre Truppenpraktikum. In dieser Zeit wurde die Fachschularbeit geschrieben, welche als Abschluss dann vor einer Prüfungskommission verteidigt werden mußte. Dann erhalt des Fachschulabschluss mit der Berechtigung zum tragen einer zivilen Berufsbezeichnung (z.B. Staatswissenschaftler).
3. Ernennung bewährter Unteroffiziere (BU) zum Fähnrich auf Befehl.

Übrigens um gleich noch einer Sache vorweg zu greifen: Bei der NVA/GT war die Bezeichnung Hauptfeldwebel eine Dienststellung und kein Dienstgrad wie z.B. bei der Bundeswehr.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
nach oben springen

#37

RE: Unterleutnant?

in Grenztruppen der DDR 18.09.2009 21:23
von LEGO | 487 Beiträge

OK Stabsfähnrich,

hab ich soweit verstanden (glaub ich).

Das heißt, der Fähnrich stand dann dienstgradmäßig irgendwo zwischen einem Uffz. und einem Offizier und er war kein Offiziersanwärter, wie seinerzeit im Westen? Richtig?


nach oben springen

#38

RE: Unterleutnant?

in Grenztruppen der DDR 18.09.2009 22:44
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Hallo Lego...........mußte kurz unterbrechen, da ich Feierabend hatte und ein Stück fahren muß.
Also zu Deiner Frage: letzter Unteroffiziersdienstgrad war Stabsfeldwebel bzw. bei der VM/GBK Stabsobermeister. Dann kamen die Fähnriche (Fhr., Ofhr, Stfhr. und StOfhr.) dannach die Offiziere beginnend beim Ultn..
Richtig ist, dass der Fähnrich kein Offiziersanwärter war.

Wie war dass beim BGS...........soweit ich mich noch an das BGSG von 1978 erinnern kann, gab es ja beim BGS einen Fähnrich sowie einen Oberfähnrich. Deneben noch Grenzjäger, Grenzoberjäger etc. Mit wegfall der militärischen Dienstgrade beim BGS, also aus einem Leutnant wurde ein Polizeikommissar i. BGS usw. gab es ja auch eine Zwischengruppe. Den Stabsmeister (silbergrüne Plattschulterklappen) und den Stabsobermeister ( wie zuvor jedoch mit einem Stern). Wie war bei diesen Dienstgraden die Dienststellung?


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
nach oben springen

#39

RE: Unterleutnant?

in Grenztruppen der DDR 19.09.2009 09:24
von S51 | 3.733 Beiträge

Fähnriche keine Dienststellung?
Bin mir da nicht ganz sicher. Leider habe ich den Abschnitt mit den Dienstbezügen nicht mehr, nur noch den Wehrdienstausweis bzw. Sozialversicherungsausweis. Soweit ich es in Erinnerung habe, gab es den Fähnrich als Dienstgrad bzw. als Dienstlaufbahn mit 15 jähriger Mindestdienstzeit und als Dienststellung. Dabei musste nicht immer der AGT in der Fähnrichsdienststellung auch ein Fähnrich vom Dienstgrad her sein. Oft waren es Berufsunteroffiziere, ab und an auch Unteroffiziere auf Zeit (wie ich).
Als GAK wurden wir einmal nach Dienstgrad (Unteroffizier/Unterfeldflegel) und nach Dienststellung (Stabsoberfähnrich bei den GAK) bezahlt. Das war nicht übel...


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


zuletzt bearbeitet 19.09.2009 09:26 | nach oben springen

#40

RE: Unterleutnant?

in Grenztruppen der DDR 19.09.2009 10:54
von Brandy | 21 Beiträge

Unterleutnand gab es auch bei den Grenztruppen waren sogenannte OAZund gingen nach ihrer Dienstzeit dann Bevorzugt zum Studium waren in der Truppe nicht sondrelich beliebt unser in Dedeleben wurde Alptraum genannt war auch einer.


nach oben springen


Ähnliche Themen Antworten/Neu Letzter Beitrag⁄Zugriffe
Zwischenfall bei Boizenburg 25.07.1983
Erstellt im Forum Grenztruppen der DDR von B208
10 21.08.2015 04:59goto
von B208 • Zugriffe: 628
Das Sichernhaus bei Dassow und die Kapelle
Erstellt im Forum vergessene Orte der ehemaligen DDR von
1 10.07.2014 21:24goto
von thomas 48 • Zugriffe: 1238
"Grenzerlebnisse eines Uleu´s"
Erstellt im Forum Grenztruppen der DDR von 94
66 14.07.2013 14:16goto
von Fritze • Zugriffe: 8385
Mal ne doofe Frage !?
Erstellt im Forum Bücher und Militaria - Empfehlungen und Tauschbörse von Oss`n
30 20.09.2009 04:00goto
von CaptnDelta • Zugriffe: 1509

Besucher
9 Mitglieder und 22 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: anton24
Besucherzähler
Heute waren 672 Gäste und 47 Mitglieder, gestern 3466 Gäste und 184 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14352 Themen und 556928 Beiträge.

Heute waren 47 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen