#181

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.02.2016 15:36
von Alfred | 6.841 Beiträge

Hackel,

nur zur Info.

Wenn man nach den damals geltenden Regeln ging, dürfte man als ehemaliger außer den Orden und entsprechenden Urkunden nichts zu Hause haben. In den Dienststellen zu fotografieren war verboten und auch die Unterlagen von Schulungen, selbst FDJ - Studienjahr etc. hatten in den Dienststellen zu verbleiben.

Und was sollen denn bitte "ehrenamtliche Funktionäre der Stasidienststellen" sein ?


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#182

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.02.2016 15:45
von Moskwitschka | 2.529 Beiträge

@Alfred Für wen galt diese Anweisung? Nur für die Mitarbeiter des MfS? Und wie war das in der Wendezeit mit der persönlichen Kaderakte, die ja auch ne Menge enthalten hat - von Personalbögen über Protokolle von Personalgesprächen bis hin zu Beurteilungen.

Moskwitschka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

zuletzt bearbeitet 27.02.2016 15:49 | nach oben springen

#183

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.02.2016 16:04
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #182
@Alfred Für wen galt diese Anweisung? Nur für die Mitarbeiter des MfS? Und wie war das in der Wendezeit mit der persönlichen Kaderakte, die ja auch ne Menge enthalten hat - von Personalbögen über Protokolle von Personalgesprächen bis hin zu Beurteilungen.

Moskwitschka


Ich kann hier als erstes für die MA des MfS sprechen. @Beethoven und andere sicher für den Bereich der Offiziere der NVA / VP.

An die Kaderakte kam man überhaupt nicht ran, da sich diese in der Hauptabteilung Kader und Schulung befand. Die hatte ja der entsprechende Mitarbeiter nicht in seinen Panzerschrank liegen.

Sprich, der einzelne Mitarbeiter hatte von sich aus keinen Zugriff auf seine Kaderakte.


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#184

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.02.2016 16:21
von Moskwitschka | 2.529 Beiträge

Das ist klar @Alfred Und wo sind die dann hingekommen? Doch nicht etwa auch in die BStU? Oder hat man sich damals überhaupt keine Gedanken darüber gemacht? Wenn diese Unterlagen geschreddert wurden, dann O.k. Andererseits für einen persönlich schade, wenn sie dem "Inhaber" nicht ausgehändigt wurden, denn dort war ja zum Teil das halbe Leben abgebildet, was heute bei den Erinnerungen weiter helfen könnte.

Moskwitschka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

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#185

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.02.2016 16:22
von Pit 59 | 10.149 Beiträge

was heute bei den Erinnerungen weiter helfen könnte.

Moskwitschka

Das stimmt


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#186

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.02.2016 16:27
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #184
Das ist klar @Alfred Und wo sind die dann hingekommen? Doch nicht etwa auch in die BStU? Oder hat man sich damals überhaupt keine Gedanken darüber gemacht? Wenn diese Unterlagen geschreddert wurden, dann O.k. Andererseits für einen persönlich schade, wenn sie dem "Inhaber" nicht ausgehändigt wurden, denn dort war ja zum Teil das halbe Leben abgebildet, was heute bei den Erinnerungen weiter helfen könnte.

Moskwitschka



Die lagern heute in der BStU.
Ausgehändigt wurden die nicht.

Und mir ist auch nicht klar, bei was die helfen sollten.

Um Erinnerungen zu schreiben, brauch ich keine Personalakte.


zuletzt bearbeitet 27.02.2016 16:29 | nach oben springen

#187

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.02.2016 16:38
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Natürlich können wir uns die BStU noch leisten. Und wir sollten es auch weiter tun.
Ist sehr gut angelegtes Geld, weil man das Machtmonopol der alten Kader aufhebt. Jeder kann an seine Akte und außerdem erfährt die Allgemeinheit vieles über das MfS und die SED-Methoden, die war ja der Befehlsgeber des Ganzen und hatte sogar einen eigenen Parteiapparat im Ministerium.

Rache, Mord und Totschlag hat es übrigens nicht gegeben. Das hatten ja die Gegner der Aktenöffnung seinerzeit angeführt.

Der Vorteil der eigenen Stasi-Aktenbehörde ist, dass man nicht erst nach 40 Jahren an die Akten kommt. Diese Standardfrist hätte bei einer Eingliederung ins Bundesarchiv gedroht.


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#188

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.02.2016 16:42
von Moskwitschka | 2.529 Beiträge

Nein - natürlich nicht @Alfred

Was mich aber erstaunt ist, dass sie nach dem Bundesdatenschutzgestz eigentlich vernichtet werden müssen, wenn alle Fristen abgelaufen sind. Die längste ist glaube bei Versorgungsansprüchen 25 oder 30 Jahre. Weiß ich nicht so genau. In der Regel werden sie nach 3 oder 6 Jahren vernichtet.

Was mich aber auch verwundert, dass wenn eure Kaderakten in der BStU lagern, warum man in diese ganz persönlichen Unterlagen keine Einsicht gewährt.

Moskwitschka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

zuletzt bearbeitet 27.02.2016 16:44 | nach oben springen

#189

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.02.2016 16:46
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Es gibt eine grundsätzliche Unterscheidung zwischen Täterakten und Opferakten. Auf die Opfer, die Überwachten, kommt es an. Denen sollen ihre Akten zugänglich gemacht werden.
Täter haben kein automatisches Privileg, ihre erhaltenen Bestände in eigener Sache zu sichten. Ein Unterschied ist ein Wissenschaftler, der über das MfS forscht. Der kommt -mit Begründung- auch an die Täterakten ran.


zuletzt bearbeitet 27.02.2016 16:48 | nach oben springen

#190

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.02.2016 16:49
von Beethoven | 137 Beiträge

Wie mit den Kaderakten in der VP umgegangen wurde, weiß ich nicht.

Ich sah meine nie. Das Einzige was mir mein Kaderoffizier als Freund (inoffiziell) übergab, war meine Wehrstammkarte. Also kann ich die Aussage von Alfred, was mich persönlich und meinen nahen Mitarbeiterkreis angeht, bestätigen, dass wir unsere Kaderakten nie zu Gesicht bekamen.

Gruß


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#191

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.02.2016 16:50
von Moskwitschka | 2.529 Beiträge

@Harzwanderer - Hier geht es nicht um Täter oder Opfer , sondern um Personalakten. Ist eine Schreibkraft des MfS automatisch Täterin, wenn sie beim MfS gearbeitet hat? Und da komme ich schon ins Grübeln.

Moskwitschka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

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#192

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.02.2016 16:52
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Wenn sie dort schikaniert, "bearbeitet", "zersetzt" etc. wurde, ist sie eventuell "Opfer". Dann kann sie auch nach Akten suchen lassen.
Es geht aber nicht mit Vorrang darum, dass jeder Alt-Stasi sich mal eben sein kleines Souvenirpaket in eigener Sache zusammenstellen lässt. Es sind noch genug Anträge offen und gehen immer noch neue ein. Das Thema ist eben noch lange nicht erledigt.


zuletzt bearbeitet 27.02.2016 16:53 | nach oben springen

#193

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.02.2016 16:56
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Moskwitschka im Beitrag #188
Nein - natürlich nicht @Alfred

Was mich aber erstaunt ist, dass sie nach dem Bundesdatenschutzgestz eigentlich vernichtet werden müssen, wenn alle Fristen abgelaufen sind. Die längste ist glaube bei Versorgungsansprüchen 25 oder 30 Jahre. Weiß ich nicht so genau. In der Regel werden sie nach 3 oder 6 Jahren vernichtet.

Was mich aber auch verwundert, dass wenn eure Kaderakten in der BStU lagern, warum man in diese ganz persönlichen Unterlagen keine Einsicht gewährt.

Moskwitschka




@Moskwitschka, ich spreche mal für den Grenzeroberfeldwebel und stellvertretend für BS des GKN.
Die Kaderakten liegen im.
Militärisches Zwischenarchiv
Zeppelinstrasse 127/129
14471 Potsdam
War sehr hilfreich bei der Rentenkontenklärung.
Gerd


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#194

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.02.2016 17:08
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #189
Es gibt eine grundsätzliche Unterscheidung zwischen Täterakten und Opferakten. ...
Nun spricht gemeinhin der Gesetzestext eher von Mitarbeitern und Begüstigten als wie von Tätern und Opfern. Der Gebührentatbestand (sic!) beläuft sich z.Zt. auf 76,69 €. Einzig 'Betroffene' sind nach §4 der Kostenordnung (ich zitiere) von der Zahlung der Gebühren und Auslagen [...] befreit. Wenn also nun ein ehemaliger Memphis nach Akteneinsicht sich auch betroffen zeigt, ob nun durch den Akteninhalt oder die beschiedenen Gebühren, na dann kann er sich doch auch auf Grundlage des oben erwähneten Paragrafen befreien lassen, odär?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#195

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.02.2016 17:08
von Moskwitschka | 2.529 Beiträge

@G.Michael das ist ja auch in Ordnung - für den Nachweis des Versicherungsverlaufes braucht man nur wenige Dokumente. Doch mehr hat dann aber auch nicht darin zu suchen, wie z.B. Beurteilungen, usw.usf. .Oder bin ich da zu pingelig?

Moskwitschka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

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#196

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.02.2016 17:15
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #195
@G.Michael das ist ja auch in Ordnung - für den Nachweis des Versicherungsverlaufes braucht man nur wenige Dokumente. Doch mehr hat dann aber auch nicht darin zu suchen, wie z.B. Beurteilungen, usw.usf. .Oder bin ich da zu pingelig?

Moskwitschka


Du bist nicht zu pingelig, in welchem Umfang die Unterlagen dort aufbewahrt werden???
Als Privatperson bekommst Du keinen Einblick.
Die Info's zum Versicherungsverlauf holt auf Antrag der Rentenversicherungsträger ein.
Gerd


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#197

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.02.2016 18:10
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #181
Hackel,

nur zur Info.

Wenn man nach den damals geltenden Regeln ging, dürfte man als ehemaliger außer den Orden und entsprechenden Urkunden nichts zu Hause haben. In den Dienststellen zu fotografieren war verboten und auch die Unterlagen von Schulungen, selbst FDJ - Studienjahr etc. hatten in den Dienststellen zu verbleiben.

Und was sollen denn bitte "ehrenamtliche Funktionäre der Stasidienststellen" sein ?


Da ich als Ehrenamtlicher weder einen eigenen Schrank im Parteizimmer und schon gar kein Büro hatte, war alles was mit der FDJ zu tun hatte bei mir zu Hause, ich könnte praktisch innerhalb eines Tages den "Betrieb" wieder aufnehmen, Stempel, Beitragsmarken, Flaggen, Blauhemd, Blankourkunden, Abzeichen, das Ehrenbanner eben alles was damals Handwerkszeug war.
Ähnlich verhält es sich übrigens mit einigen Relikten der Reichsbahnzeit die ich solange privat verwahren werde, bis es im Dorf mal ein Heimatmuseum geben wird, dem würde ich dann alles kostenlos überlassen, da es zwischengelagertes Volkseigentum ist.

Unter ehrenamtlichen Funktionären verstehe ich Parteigruppenorganisatoren, FDGB- Feriendienst, FDJ- Beitragskassierer eben alle die unsere Staatsmacht damals flankiert hatten oder gab es solche Posten auf den Dienststellen etwa nicht ?
Ich kann's nicht wissen, zu meinen FDJ- Anleitungen waren immer mal welche dabei, die man nicht kannte ich sag mal 5-10 von den ca. 30 Teilnehmern waren Laufkundschaft, Vertreter, Delegierte, was weiß ich.



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#198

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.02.2016 19:20
von Signalobermaat | 357 Beiträge

Hackel 39
In einer Kreisdienststelle gab es weder einen FDJ Sekretär,und auch keinen Feriendienst, da bei uns die FDGB Mitgliedschaft ruhte.
Die meisten MA waren auch aus dem FDJ Alter heraus.Im hauptamtlichen FDJ Bereich ging wohl die Altersgrenze bis 65.
Es gab einen ehrenamtlichen Parteisekretär.Parteiarbeit ging ja immer mit dienstlichen Aufgaben einher und nicht losgelöst.
Parteibeschlüssen waren doch so zu verstehen,das sie der Ausgangspunkt für die Umsetzung in den jeweiligen Arbeitsbereichen waren, in Betrieben,Institutionen usw. also auch im MfS.
D.heißt, da ging es doch immer um dienstliche Belange und die hatten nichts im Privatbesitz zu suchen.
Parteilehrjahr gab es auch,das konnte jeder zu Hause haben, da ging es um rein theoretische Probleme der Parteiarbeit, der Ök. des Soz. u. Kapt.um hist. und dialekt. Materialismus um Mat. und bürgerliche Ideologie u. Philosophie usw.Es ging um theoretische Grundlagen für einen festen Klassenstandpunkt.
Also alles, was man in jedem Buchladen zu kaufen bekam.
Ich bekam bei meiner Entlassung mein Gesundheitsbuch von der Volksmarine ausgehändigt.Muß sich wohl in meiner P Akte befunden haben Sonst nichts.
Unabhängig davon, daß es streng verboten war, dienstliche Dokumente mit nach Hause zu nehmen, was wollte man denn dort damit.Wenn ich nach 10 und mehr Stunden nach Hause kam, da wollte man sich doch nun nicht noch weiter beschäftigen.Zumal Dienstschluß mehr als relativ war.
Im Bereich BV unnd Ministerium mag es ja noch einigermaßen geklappt haben mit pünktlichem Feierabend, zumindestens im adm. Bereich, aber für die op. Probleme waren erst einmal überall die KD zuständig und nur bei
großen Dingen wurden übergeordnete Abt. dazugenommen .Es sei denn,daß von Beginn an diese für den Bereich zuständig waren.Aber wie gesagt, eine KD war immer erst einmal vor Ort zuständig und das in der ganzen Breite der schweren Kriminalität einschließlich Vorkommnissen mit bewaffneten Organen.
Zum Feierabend im op. Dienst muß man auch wissen, das die überwiegende Zusammenarbeit mit den inoffz. MA(IM) in der Regel nach Dienstschluß und sehr oft spät abends stattfand, da diese ja auch tagsüber arbeiten mußten.Einen Stundenausgleich gab es leider nicht.Deshalb auch kein FDGB, wo man sich bei der Gewerkschaft hätte beschweren können.
Ansonsten kann ich nur bestätigen, was meine Vorredner bereits kund taten.



Hackel39 und Ebro haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#199

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.02.2016 19:26
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Signalobermaat im Beitrag #198
Hackel 39
.Im hauptamtlichen FDJ Bereich ging wohl die Altersgrenze bis 65.
.



FDJ bis 65 ? Nie gehört , auch nicht im hauptamtlichen Bereich.


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#200

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.02.2016 19:29
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #197
Zitat von Alfred im Beitrag #181
Hackel,

nur zur Info.

Wenn man nach den damals geltenden Regeln ging, dürfte man als ehemaliger außer den Orden und entsprechenden Urkunden nichts zu Hause haben. In den Dienststellen zu fotografieren war verboten und auch die Unterlagen von Schulungen, selbst FDJ - Studienjahr etc. hatten in den Dienststellen zu verbleiben.

Und was sollen denn bitte "ehrenamtliche Funktionäre der Stasidienststellen" sein ?


Da ich als Ehrenamtlicher weder einen eigenen Schrank im Parteizimmer und schon gar kein Büro hatte, war alles was mit der FDJ zu tun hatte bei mir zu Hause, ich könnte praktisch innerhalb eines Tages den "Betrieb" wieder aufnehmen, Stempel, Beitragsmarken, Flaggen, Blauhemd, Blankourkunden, Abzeichen, das Ehrenbanner eben alles was damals Handwerkszeug war.
Ähnlich verhält es sich übrigens mit einigen Relikten der Reichsbahnzeit die ich solange privat verwahren werde, bis es im Dorf mal ein Heimatmuseum geben wird, dem würde ich dann alles kostenlos überlassen, da es zwischengelagertes Volkseigentum ist.

Unter ehrenamtlichen Funktionären verstehe ich Parteigruppenorganisatoren, FDGB- Feriendienst, FDJ- Beitragskassierer eben alle die unsere Staatsmacht damals flankiert hatten oder gab es solche Posten auf den Dienststellen etwa nicht ?
Ich kann's nicht wissen, zu meinen FDJ- Anleitungen waren immer mal welche dabei, die man nicht kannte ich sag mal 5-10 von den ca. 30 Teilnehmern waren Laufkundschaft, Vertreter, Delegierte, was weiß ich.



Hackel,

im Bereich des MfS war dies nicht erlaubt, auch für Ehrenamtliche.


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