#81

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.02.2016 00:35
von StabsfeldKoenig | 2.656 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #67
Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #53
[quote]
Pflichtarbeitsplätze, daß gibts doch bei H.IV immer noch, um den Firmen mit den miesesten Arbeitsplätzen Beschäftigte zuzuschieben. Aber mit dem Unterschied, bei der Wismut wurde Schwerarbeit wenigstens noch gut bezahlt, bei heutigen Leiharbeitsfirmen (die Beschäftigte auch für Risiko-Tätigkeiten z.B. in AKW's und der Chemie-Industrie stellen).

@StabsfeldKoenig in deinem Post dokumentierst du wieder einmal eine erschreckende Unkenntnis der Zusammenhänge. Wie auch immer der Lohn im Uranbergbau im Erzgebirge war, er steht in keinem Verhältnis zu den gesundheitlichen Schäden, die die Kumpel erlitten haben. Tausende Deutsche sind an Strahlenkrebs der verschiedensten Art verreckt. Was nützte ihne das Geld ? Hauptsache die Sowjets hatten ihr Uran und konnten die Bombe bauen, Siegerjustiz eben..
Aber es waren ja nur " Faschisten" die dort den Kopf oder die Lunge hinhalten mussten. Mein Vater sollte 1948 auch in diese Arbeit zwangsverpflichtet werden. Zum Glück konnte er nachweisen, dass er gerade an einer schweren Gelbsucht genesen war und diese Arbeit nicht ausführen konnte. So ist er vor einigen Jahren mit 93 gestorben. Das Alter hätte er nie erreicht, wenn er in der Wismut gelandet wäre.


Dann lies mal Reportagen von Günther Wallraff, z.B. "Ganz Unten". Solche Arbeitsbedingungen sind nicht besser, als bei der Wismut, nur schlechter bezahlt.



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#82

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.02.2016 00:50
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von @StabsfeldKoenig

Die Magazinräume in den BStU-Archiven sind für Wohnzwecke nicht geeignet. Die Büros wären nur Provisorien und lohnen sich auch von der Fläche her nicht. Wer längerfristig bleibt (bis in Syrien wieder Frieden herrscht, ist nicht absehbar, 5-10 Jahre wäre nicht unwahrscheinlich), braucht eine richtige Wohnung. Und zweckentfremdete Wohnungen für den Markt zurückzugewinnen, geht schneller und billiger, als neu zu bauen.

Sagge ma, hammse Dich mit nem Klammersack gepudert?
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Gerd


zuletzt bearbeitet 11.02.2016 00:57 | nach oben springen

#83

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.02.2016 01:10
von Grenzverletzerin | 1.182 Beiträge

Seitdem Wallraff sich an RTL verkauft hat, sorry...stelle ich Einiges in Frage. Und dieser Vergleich hinkt... da sind Äpfel und Birnen das kleinere Übel. Was nützt mir eine bessere Bezahlung bei Inkaufnahme von Lungenkrebs...?


Unter Chemikern funktioniert die Evolution noch: Dumme Experimentierer werden natürlicherweise und rasch eliminiert.

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#84

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.02.2016 08:35
von Gert | 12.362 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #77
Zitat von Gert im Beitrag #73
Zitat von Hackel39 im Beitrag #69


Naja, und immerhin hat ja vorgestern auch niemand hier einen Gedenktag zu diesem Geburtstag thematisiert.Die NVA feiert ja immerhin noch ihren am 27. Februar in Dehmen, wo auch immer das liegen mag.
https://www.hdg.de/lemo/kapitel/geteilte...au-des-mfs.html


grünmark.
ist vollkommen obsolet, wir gedenken ja auch nicht des Gründungstages der Geheimen Staatspolizei. Diese Tage sollten aus dem Gedächtnis der Deutschen gelöscht werden.


Gert, wenn Du wüßtest was hier für gruselige Feste gefeiert werden, die immer mehr in Mode kommen und einen viel brutaleren Hintergrund haben, so würdest Du das entspannter sehen.
Die finsteren Gestalten, die dem Fegefeuer entkommen sind und mit ihrer Wiederkehr am 1. November als Kürbis verkleidet die Leute erschrecken und um Süßigkeiten bestteln haben eine viel finstere Geschichte.
Wenn jemand aus diesem 8. Februar einen Gedenktag machen oder eine Tradition begründen will, wäre das legitim.
Immerhin ist es ja die thematisierte Behörde, die das Fegefeuer munter anfächert und die Erinnerung wach hält.

@Hackel39 dein Humor gefällt. Ganz locker vom Hocker


.
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#85

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.02.2016 09:42
von DoreHolm | 7.710 Beiträge

Was den Uranbergbau betrifft mal folgende Anmerkungen:
1. Es ist klar, daß es zuallererst darum ging, das A-Waffenmonopol der Amis zu brechen, zum eigenen Schutz. Was damals im Pentagon in Planung war, ist seit Längerem gut bekannt und des eigenen Überlebens willen war die UdSSR gezwungen, der Ausführung dieser Planungen mit eigener Gegenschlagsfähigkeit zuvor zu kommen.
2. Klar war die Gefährlichkeit der unmittelbaren Strahlung sowie vor allem der Langzeitwirkung von in der Lunge festsitzenden Erzpartikel sowie des Edelgases Radon nicht unbekannt, allerdings war das Wissen längst nicht so umfangreich wie es heute ist.
3. in den Anfangsjahren, etwa bis Ende der 40er, wurde zumeist trocken gebohrt, d.h. der enstehende Staub wurde nicht gebunden. Dann kam die Anweisung, nur noch nass zu bohren, eben aus o.g. Gründen. Erzpartikel sowie quarzhaltiger Gesteinsstaub (Silicoseursache) sollten somit gebunden werden. Dass das oft nicht getan wurde, liegt an der eindeutigen Mißachtung von AS-Vorschriften zur Erhöhung der Ausbeute um damit mehr Lohn durch höhere Normerfüllung zu erhalten. Schläuche heranschleppen und legen kostet Zeit. Diese Bestimmungen waren kein Alleinstellungsmerkmal des Uranerzbergbaues. Kleinere Mengen U-Erze kommen in allen gangförmigen Erzlagerstätten nicht nur des Erzgebirges vor, aber vor allem geht es dabei um die Vermeidung von Quarzstaub, der zu Silicose führen kann. Jeder Steinmetz weiß das.
Geblieben sind trotz aller Sicherheitsvorkehrungen die Strahlung des erzhaltigen Gesteins selbst sowie das Radon, das trotz umfangreicher Bewetterungen nicht völlig zu entfernen war. Das strömt ja auch heute noch in U-führenden Regionen aus dem Boden und damit in die Keller, wenn keine Abdichtung erfolgt und kaum gelüftet wird. In geringen Mengen in Wasser gelöst, dient es bereits seit über 100 Jahren Heilzwecken (Bad Brambach, Bad Schlema u.a.).
Über den Erzgebirgisch-thüringischen Uranerzbergbau existieren inzwischen eine Vielzahl an Erlebnisberichten von einfachen Kumpels bis zu Direktoren mit gut recherchierten Angaben,u.a. auch als Gegengewicht für so manche Horrorgeschichten, die gemeinhin in den Kreisen kursieren, die sich nie für den Bergbau interessierten.
Hier das Objekt der Begierde. A. teilweise in gelbliche sekundäre U-minrale umgewandelte Pechblende (Johanngeorgenstadt)
B. Primäres Erz, d.h. reine Pechblende, hier als sog. "Mausaugen" frei ausgebildet.



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#86

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.02.2016 10:35
von Signalobermaat | 358 Beiträge

Leider werden immer nur Km Aktenbände und Anzahl von Regalen genannt.
Ich hatte schon einmal berichtet,wie die sich aufgeteilt haben.
Ich nehme mal an, die wenigsten davon waren op.bedeutsamen DDR Bürgern zugeordnet.Dort lagerten ja keine kleinen Handakten,die kamen ja gar nicht bis dorthin, sondern Materialien von op. Bedeutsamkeit.Für das Anlegen dieser Vorgänge gab es strenge Kriterien.
Schade, daß die BStu nicht mal eine Analyse der Km Bestände veröffendlicht, da würden warscheinlich manchem die Kinnlade herunterfallen, was die Anzahl der bearbeiteten DDR Bürger betrifft.
Ich schlußfolgere das einfach daraus,da ich auf 2 Kreisdienststellen dazu die konkrete Übersicht hatte,das mal hochgerechnet auf alle Kreise,dazu die BV und HA, also aus meiner Sicht nur ein Bruchteil der angegebenen Km.
Meine Kenntnisse beziehen sich natürlich in erster Linie auf die KD.
Nun weiß ich nicht,ob im Ministerium alle kleinen nicht erfaßten Ausgangsmaterialien der einzelnen Abteilungen auch alle in den BStU Säcken aufgehoben wurden.Von den KD landete dort soetwas nicht. Aber wenn ,ist von den Schnipseln nichts mehr zu erwarten, denn sie waren ja nicht einmal eine Erfassung wert.Also aus meiner Sicht blaue Luft zur Aufrechterhaltung der Behörde.
Noch eine Anmerkung dazu nicht jede angelegte Akte wurde auch negativ abgeschlossen,bei vielen bestätigte sich im Anschluß an Überprüfung und Bearbeitung,daß die Ausgangsinfo nicht und die Person galt als überprüft und zuverlässig , was sich wiederum positiv auf deren weiteren Einsatz und Entwicklung ausübte.Z.B. Bestätigung als Reisekader oder Einsatz als Geheimnisträger.
Also es wird einfach nicht mit offenen Karten gespielt, auch das gehört zur ehrlichen Aufarbeitung.
Am 8. Februar kamen viele Abordnungen aus Betrieben,Schulen,gesellsch.Organisationen und anderen bewaffneten Organen zu uns, das ging dann bis zum späten Nachmittag.Das ging immer sehr locker zu.



Ebro, passport, damals wars, Klauspeter, DoreHolm, Fritze und bürger der ddr haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#87

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.02.2016 11:14
von damals wars | 12.215 Beiträge

Zitat von G.Michael im Beitrag #82
Zitat von @StabsfeldKoenig

Die Magazinräume in den BStU-Archiven sind für Wohnzwecke nicht geeignet. Die Büros wären nur Provisorien und lohnen sich auch von der Fläche her nicht. Wer längerfristig bleibt (bis in Syrien wieder Frieden herrscht, ist nicht absehbar, 5-10 Jahre wäre nicht unwahrscheinlich), braucht eine richtige Wohnung. Und zweckentfremdete Wohnungen für den Markt zurückzugewinnen, geht schneller und billiger, als neu zu bauen.

Sagge ma, hammse Dich mit nem Klammersack gepudert?
Na egal, Dein Geschreibsel lenkt aber vom Sch.......... TV Progamm ab.
Gerd


Wer die Zitatfunktion nicht beherrscht sollte sich bezüglich des Klammersacks mal zurückhalten.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#88

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.02.2016 14:44
von StabsfeldKoenig | 2.656 Beiträge

Zitat von G.Michael im Beitrag #82
Zitat von @StabsfeldKoenig

Die Magazinräume in den BStU-Archiven sind für Wohnzwecke nicht geeignet. Die Büros wären nur Provisorien und lohnen sich auch von der Fläche her nicht. Wer längerfristig bleibt (bis in Syrien wieder Frieden herrscht, ist nicht absehbar, 5-10 Jahre wäre nicht unwahrscheinlich), braucht eine richtige Wohnung. Und zweckentfremdete Wohnungen für den Markt zurückzugewinnen, geht schneller und billiger, als neu zu bauen.

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Wer keine Argumente hat, hat Beschimpfungen in Überzahl zu verteilen.



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#89

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.02.2016 15:02
von Paramite | 414 Beiträge

....auch hier grüßt es alltäglich!

Es ging hier darum, ob wir uns die BStU noch leisten können.

Eine Frage, geht es um die finanziellen Mittel oder um die Moral? Über die Finanzierung mache ich mir keine Gedanken!

Auf die Sinnhaftigkeit dieser Behörde lass ich mich hier mal nicht aus. Die Feindseligkeiten sind mir zu wider!


Wenn du zu viel säufst, geht die Leber am Alkohol kaputt. Wenn du zu viel rauchst, haut's die Lunge auseinander. Aber das Hirn lässt sich mit allem Blödsinn füllen – es bleibt schmerzfrei! Richard Rogler

Alt werden und dumm bleiben, das ist ein richtiges Kunststück! Hans Kasper
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#90

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.02.2016 15:30
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Paramite im Beitrag #89
Es ging hier darum, ob wir uns die BStU noch leisten können.

Nun stellt sich diese Frage dank des Achten Gesetzes zur Änderung des Stasi-Unterlagen-Gesetzes erst wieder zum Jahresende 2019.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#91

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.02.2016 15:46
von Paramite | 414 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #90
Zitat von Paramite im Beitrag #89
Es ging hier darum, ob wir uns die BStU noch leisten können.

Nun stellt sich diese Frage dank des Achten Gesetzes zur Änderung des Stasi-Unterlagen-Gesetzes erst wieder zum Jahresende 2019.


Somit könnte dieser Fred in den noch knapp 4 Jahren unendlich lang werden kann, bis in die unendlichen Weiten...

ich glaube aber eher daran, das jemand ein Buch über das Verstehen der Frau fertigstellt, bevor diese Frage beantwortet wird.


Wenn du zu viel säufst, geht die Leber am Alkohol kaputt. Wenn du zu viel rauchst, haut's die Lunge auseinander. Aber das Hirn lässt sich mit allem Blödsinn füllen – es bleibt schmerzfrei! Richard Rogler

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#92

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.02.2016 15:53
von TAO | 232 Beiträge

Mal genau genommen, was damals die böse Stasi zur Sicherheit des Staates gemacht hat, interessiert heute mit jedem Tag weniger. Wer meint er hat eine, kann seine "Stasiakte" schon ne Ewigkeit anfordern bzw. einlesen.
Leisten können im Sinne von finanziell, dürfte wohl in diesem Lande kein Problem sein.
Die Frage ist nur, wer interessiert sich heute noch brennend für die Schandtaten von SED/MfS, wenn wir aktuell schon wieder Kandidaten in der Regierung haben, die uns verarschen wollen?


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zuletzt bearbeitet 11.02.2016 15:54 | nach oben springen

#93

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.02.2016 15:56
von 94 | 10.792 Beiträge

Hast schonema an evetuelle Folgen eines solchen Buches gedacht?
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Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#94

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.02.2016 16:11
von Heckenhaus | 5.158 Beiträge

Zitat von TAO im Beitrag #92
Mal genau genommen, was damals die böse Stasi zur Sicherheit des Staates gemacht hat, interessiert heute mit jedem Tag weniger. Wer meint er hat eine, kann seine "Stasiakte" schon ne Ewigkeit anfordern bzw. einlesen.
Leisten können im Sinne von finanziell, dürfte wohl in diesem Lande kein Problem sein.
Die Frage ist nur, wer interessiert sich heute noch brennend für die Schandtaten von SED/MfS, wenn wir aktuell schon wieder Kandidaten in der Regierung haben, die uns verarschen wollen?

Sehe ich ähnlich. Nach über 27 Jahren ist es bei einigen, die wirklich ihre Erfahrungen mit der Stasi hatten, eventuell
noch verständlich, daß es kein völliges Vergessen gibt.
Alle Übrigen, die mit dieser Truppe nie Kontakt hatten, werden diese BStU nicht vermissen.
Eigentlich sollte bis zum heutigen Tage alles "aufgearbeitet" sein, eine auf Ewigkeit angelegte BStU braucht niemand.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#95

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.02.2016 16:18
von damals wars | 12.215 Beiträge

Irgendwann werden alle, die noch keinen Antrag auf Akteneinsicht gestellt haben, gezwungen werden, einen zu stellen,
damit diese Behörde einen Grund hat, weiter zu existieren.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#96

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.02.2016 16:24
von Heckenhaus | 5.158 Beiträge

Mir ist das sch...egal, wer über mich was wohin gemeldet hat.
Und ich habe sehr gute Infos bekommen, nach der Wende, wer das gewesen sein könnte.

Es ist Geschichte und heute so unwichtig wie nur irgendwas.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
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#97

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.02.2016 16:28
von Moskwitschka | 2.533 Beiträge

Da haben 15 ehemalige Mitarbeiter des MfS vielleicht noch die Chance bis zur Rente in den Akten ihres alten Arbeitgebers zu wühlen und hier wird schon wieder gemeckert. Also dafür sollte man sich die BStU leisten, oder?

In der Bundesbehörde für die Stasi-Unterlagen (BStU) sind zurzeit noch 15 frühere Mitarbeiter des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit beschäftigt. Vor fünf Jahren, als Roland Jahn die Leitung der Behörde übernahm, waren es 48. "Wir haben einen Weg gefunden, den Konflikt aufzulösen, auch wenn das seine Zeit braucht", sagte Jahn. 18 Beschäftigte seien versetzt, ein Mitarbeiter in eine andere Behörde abgeordnet worden. Zwölf seien in Rente gegangen, zwei gestorben. "Weitere Versetzungen sind in Arbeit", betonte Jahn.


http://www.zeit.de/politik/deutschland/2...desbeauftragter

Moskwitschka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

zuletzt bearbeitet 11.02.2016 16:30 | nach oben springen

#98

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.02.2016 16:34
von Lutze | 8.042 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #96
Mir ist das sch...egal, wer über mich was wohin gemeldet hat.
Und ich habe sehr gute Infos bekommen, nach der Wende, wer das gewesen sein könnte.

Es ist Geschichte und heute so unwichtig wie nur irgendwas.

Hoffentlich nicht
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#99

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.02.2016 16:38
von Klauspeter | 991 Beiträge

Diese Mitarbeiter wurden damals gebraucht, damit sich alle durch die Papiermengen durchfinden. Sie wurden eingestellt, und die sie eingestellt haben wussten, dass es Mitarbeiter des MfS waren.
Sie hatten damals wahrscheinlich Zusicherungen bekommen, was ihre Tätigkeit bei der Behörde betrifft. Nicht einfach für Roland Jahn, jetzt für nicht von ihm gegebene Zusicherungen eine Ersatzlösung zu finden.
Klaus


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zuletzt bearbeitet 11.02.2016 16:51 | nach oben springen

#100

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.02.2016 16:40
von Heckenhaus | 5.158 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #98
Zitat von Heckenhaus im Beitrag #96
Mir ist das sch...egal, wer über mich was wohin gemeldet hat.
Und ich habe sehr gute Infos bekommen, nach der Wende, wer das gewesen sein könnte.

Es ist Geschichte und heute so unwichtig wie nur irgendwas.

Hoffentlich nicht
Lutze

Für viele Menschen eben doch. Und es ist Geschichte, Vergangenheit, und da genügt es m.M.n., wenn ein zentrales Archiv
die Ergebnisse mit übernimmt. Als Nachweis und Wissensquelle bei Bedarf.

Außerdem, @Lutze, bezog ich mich auf die nicht erfolgte Preisgabe derer, die mich eventuell/wahrscheinlich bespitzelt hatten.
Das ist mir völlig egal.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
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zuletzt bearbeitet 11.02.2016 16:42 | nach oben springen



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