#461

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 02.04.2016 23:55
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von vs1400 im Beitrag #460
ich vermute mal , Gert,
dass du nach deinem 'abgang' die aktuelle situation, in der neuen heimat, ebenso kritisch betrachtet hattest und du auch dementsprechend handeltest.

gruß vs


ja natürlich, ich brauchte einige Zeit um zu erkennen, welch braunes Gesindel in Justiz , Regierung und anderswo zu der Zeit nach meiner Übersiedelung in die Bundesrepublik dort etabliert war aber ich habe es erkannt und und entsprechend argumentiert wie heute.
Aber tröste dich, in dem Staat den ich verlassen hatte, war es zwar etwas geringer ausgeprägt, aber sie waren auch noch da. Habe gerade heute Abend auf ZDF info eine interessante Sendung darüber gesehen. Die Gesinnungspolizei der SED hatte sogar eine eigene Abteilung, genannt IX/11 dafür, der ehemalige Ltr. ein Herr Skieba gab darüber bereitwillig Auskunft. Wer Nazi ist bestimmen immer noch wir, sagte das MfS zB. Das sagt doch sehr viel aus, wie man das Thema dort behandelte.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#462

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.04.2016 00:14
von vs1400 | 2.387 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #461
Zitat von vs1400 im Beitrag #460
ich vermute mal , Gert,
dass du nach deinem 'abgang' die aktuelle situation, in der neuen heimat, ebenso kritisch betrachtet hattest und du auch dementsprechend handeltest.

gruß vs


ja natürlich, ich brauchte einige Zeit um zu erkennen, welch braunes Gesindel in Justiz , Regierung und anderswo zu der Zeit nach meiner Übersiedelung in die Bundesrepublik dort etabliert war aber ich habe es erkannt und und entsprechend argumentiert wie heute.
Aber tröste dich, in dem Staat den ich verlassen hatte, war es zwar etwas geringer ausgeprägt, aber sie waren auch noch da. Habe gerade heute Abend auf ZDF info eine interessante Sendung darüber gesehen. Die Gesinnungspolizei der SED hatte sogar eine eigene Abteilung, genannt IX/11 dafür, der ehemalige Ltr. ein Herr Skieba gab darüber bereitwillig Auskunft. Wer Nazi ist bestimmen immer noch wir, sagte das MfS zB. Das sagt doch sehr viel aus, wie man das Thema dort behandelte.


nun gut, Gert, du hattest argumentiert, doch eben nie wie heute.
egal ...

... öffentlich hast du dir damals wohl eher keine luft gemacht, der knieschuss war dann wohl eben auch nicht die lösung, der kleine private aufschwung dann schon eher.
oder?

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#463

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.04.2016 00:22
von passport | 2.629 Beiträge

Na @Gert ,

wieder mal in Aktion und wieder mal Unsinn schreiben !

aus 459
Mein Kumpel hat zu DDR-Zeiten seinen Doktor paed. gemacht. Als er verbeamtet werden sollte, fielen ihm seine 3 Jahre beim Wachregiment Anfang der 70-er als "hauptamtlicher Mitarbeiter" auf den Fuß.

Dass der nicht verbeamtet wurde ist auch gut so und ganz in meinem Sinne. Solche Leute glaube ! n doch nicht im Ernst, wieder an den Schalthebeln der Macht zu sitzen, auch wenn sie nur kleine Lichter in dem Stasiapparat waren.

Soldaten des WR FED waren ganz normale Zeitsoldaten die Dienstgebäude des MfS und des Staatsapparates bewachten und keine "hauptamtlichen Mitarbeiter". Das war vom User @Ebro ironisch gemeint.

aus 461

Die Gesinnungspolizei der SED hatte sogar eine eigene Abteilung, genannt IX/11 dafür, der ehemalige Ltr. ein Herr Skieba gab darüber bereitwillig Auskunft. Wer Nazi ist bestimmen immer noch wir, sagte das MfS zB. Das sagt doch sehr viel aus, wie man das Thema dort behandelte.

Der ehem. Leiter der HA IX/11 des MfS (Archivgutverwaltung und Recherchen zu Nazi- und Kriegsverbrechen) Oberstleutnant a. D. Dieter Skiba (das ist übrigens sein richtiger Name) hat dazu bereits am 08.04.2006 Stellung bezogen bei einen Gespräch mit dem ND !


ND: »Wer Nazi ist, bestimmen wir«, soll die Stasi gesagt haben?

Skiba: Es ist möglich, dass irgendwer das mal gesagt hat. Die prinzipielle Haltung des MfS und der DDR zu Nazis war eine andere. Nun muss man, wenn man über Nazis redet, erst einmal wissen, worüber man spricht. Heute werden Leute zu Nazis gemacht, die keine waren. Wie ehemalige Hitlerjungs, die als 18-Jährige in die NSDAP überwiesen wurden und oftmals davon nicht einmal Kenntnis erhielten. Ein Beispiel aus jüngerer Zeit ist der Schriftsteller Walter Jens. Die eigentlichen Nazis, Hitlers Führungseliten, die zum großen Teil in der BRD wieder zu Amt und Würden gekommen waren, aber sind keine Nazis gewesen. Sie mutierten zu Edeldemokraten, weil sie gebraucht wurden.




passport


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#464

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.04.2016 00:40
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

So einen Beamtenjob sollte meines Erachtens lieber ein Nicht-Wendehals ohne Stasi-Mitarbeit bekommen.
Eher einer, dem die Karriere in der DDR aus politischen Gründen verwehrt wurde. Von denen gibt es sehr viele, die keine Lobby haben und nicht rumjammern.


Lutze und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#465

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.04.2016 00:53
von Moskwitschka | 2.529 Beiträge

Kann man eigentlich irgendwo ie Diplomarbeit von Herrn Skiba einsehen?

Dieter Skiba, der letzte Chef der Stasi-Abteilung IX/11, behauptete nach der Wende, daß "niemand wegen seiner Nazi-Vergangenheit in der DDR erpreßt worden" sei. Skiba wußte es besser. In seiner Diplomarbeit an der MfS-Hochschule in Potsdam hatte der Major 1980 referiert, daß die DDR schon 1956 vom KGB die Nazi-Akten der aus sowjetischen Lagern heimkehrenden Kriegsgefangenen übernommen hatte. Mit diesen Materialien wurden, so Skiba, Nazi-Belastete scharenweise für das MfS gefügig gemacht - nicht nur im Osten, sondern auch in Westdeutschland.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13684238.html

Hätteste mal ne Quelle (link) in # 463 angegeben @passport , dann wäre ich nicht auf die Suche gegangen.

Moskwitschka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

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#466

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.04.2016 00:57
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Es gab ein eigenes, gesondert abgeschottetes, Stasi-Archiv, heute in Hoppegarten, für die Nazi-Fälle, die man beim MfS systematisch für Erpressungen instrumentalisierte. Das reichte bis zu Honecker persönlich, dessen Akten zur Flucht aus Brandenburg, Wohnen bei einer Gefängniswärterin und Aussagen in Gestapo-Verhören von Mielke persönlich verwahrt wurden. Stichwort: Roter Koffer.


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zuletzt bearbeitet 03.04.2016 00:58 | nach oben springen

#467

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.04.2016 03:30
von Moskwitschka | 2.529 Beiträge

Zwischen den Zeilen hören oder bis zum Schluß des videos durchhalten:



Gespräch mit Dieter Skiba, letzter Leiter der Hauptabteilung IX/11 des MfS, zuständig für die Aufklärung von Nazi- und Kriegsverbrechen, und seinem Mitarbeiter Reiner Stenzel. Moderator: Frank Schumann.

Moskwitschka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

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#468

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.04.2016 08:58
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von vs1400 im Beitrag #462
Zitat von Gert im Beitrag #461
Zitat von vs1400 im Beitrag #460
ich vermute mal , Gert,
dass du nach deinem 'abgang' die aktuelle situation, in der neuen heimat, ebenso kritisch betrachtet hattest und du auch dementsprechend handeltest.

gruß vs


ja natürlich, ich brauchte einige Zeit um zu erkennen, welch braunes Gesindel in Justiz , Regierung und anderswo zu der Zeit nach meiner Übersiedelung in die Bundesrepublik dort etabliert war aber ich habe es erkannt und und entsprechend argumentiert wie heute.
Aber tröste dich, in dem Staat den ich verlassen hatte, war es zwar etwas geringer ausgeprägt, aber sie waren auch noch da. Habe gerade heute Abend auf ZDF info eine interessante Sendung darüber gesehen. Die Gesinnungspolizei der SED hatte sogar eine eigene Abteilung, genannt IX/11 dafür, der ehemalige Ltr. ein Herr Skieba gab darüber bereitwillig Auskunft. Wer Nazi ist bestimmen immer noch wir, sagte das MfS zB. Das sagt doch sehr viel aus, wie man das Thema dort behandelte.


nun gut, Gert, du hattest argumentiert, doch eben nie wie heute.
egal ...

... öffentlich hast du dir damals wohl eher keine luft gemacht, der knieschuss war dann wohl eben auch nicht die lösung, der kleine private aufschwung dann schon eher.
oder?

gruß vs




@vs1400 möchtest du eine sachliche Diskussion oder möchtest du die Stasi Methoden Desinformation, lächerlich machen, unglaubwürdig machen usw. verwenden. Für den letzteren Fall beende ich das kurzerhand.


.
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#469

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.04.2016 09:26
von Ebro | 565 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #464
So einen Beamtenjob sollte meines Erachtens lieber ein Nicht-Wendehals ohne Stasi-Mitarbeit bekommen.
Eher einer, dem die Karriere in der DDR aus politischen Gründen verwehrt wurde. Von denen gibt es sehr viele, die keine Lobby haben und nicht rumjammern.


@Harzwanderer, was in diesem Zusammenhang der Begriff "Wendehals" zu suchen hat, wirst Du mir sicher gleich erklären können.
@passport hat es doch erklärt, ob einige es verstehen bleibt abzuwarten. Er war Zeitsoldat für 3 Jahre, hat aber eben nicht in der NVA oder bei der Grenze gedient, sondern im Wachregiment des MfS. Tätigkeiten wie schon beschrieben. Also nix mit berufliche Tätigkeit oder hauptamtlicher Mitarbeiter. Und nach seiner Entlassung hat er studiert wie so viele Andere, die es wollten und dazu geistig in der Lage waren.
Und jetzt erklärst Du mir, aus welchen Gründen er kein Bamter werden soll, weil er in 3 Schichten Gebäude bewacht hat? Geht`s noch?
Und wie gesagt, den Wendehals mußt Du mir noch erklären.
Ist sowieso komisch. Steht man zu irgendwelchen eventuellen Fehlern der Vergangenheit und verkündet, man hat jetzt eine andere Meinung darüber, ist man ein Wendehls. Macht man das nicht, würde alles wieder genauso im Leben machen-ist man ein Betonkopf. Recht machen kann man es sowieso Keinem. (es ist alles nur eine Frage der Ansicht-Copy by Puhdys.)
Aber mir ist dieses ganze Theater schon seit Jahren Latte, diejenigen, die sich an dieser Thematik auch jetzt noch aufgeilen wollen, sollen es tun. Die Flüchtlinge lassen nach, das Sommerloch naht.............!



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#470

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.04.2016 09:30
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Man sollte erst einmal vor der eigenen Tür kehren. Auch im Westen wurden Andersdenkende-wie Kommunisten und Gewerkschaftler von den dortigen Schnüffeldiensten bespitzelt: Und das hat sich bis heute sicherlich nicht geändert. Man hat ja schließlich nicht solche Spitzelorgane umsonst im Staatsdienst.


zuletzt bearbeitet 03.04.2016 09:31 | nach oben springen

#471

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.04.2016 10:07
von vs1400 | 2.387 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #468



@vs1400 möchtest du eine sachliche Diskussion oder möchtest du die Stasi Methoden Desinformation, lächerlich machen, unglaubwürdig machen usw. verwenden. Für den letzteren Fall beende ich das kurzerhand.


@Gert,
es würde mir vollkommen ausreichen, wenn du meine fragen beantworten würdest.
für mich macht es schon einen erheblichen unterschied, etwas erkannt zu haben und dagegen nur zu argumentieren oder sich wirklich, persönlich, aktiv dagegen einzubringen. natürlich reicht es dann eben nicht, nur sein häckchen zu positionieren oder eine 'meinung' zu haben.

gruß vs

ps: Gert,haste diesen bericht auch gesehen oder nur den danach ...


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


zuletzt bearbeitet 03.04.2016 10:36 | nach oben springen

#472

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.04.2016 10:17
von Alfred | 6.841 Beiträge

Da machte man es sich in der BRD einfacher.

7 ½ Jahre nach Beendigung des 2. Weltkrieges, hat der damalige Bundeskanzler Adenauer am 3. Dezember 1952 vor dem Deutschen Bundestag eine „Ehrenerklärung für alle deutschen Soldaten, die zu Lande, zu Wasser und in der Luft im 2. Weltkrieg gekämpft haben gegeben.

Bei der 2. Lesung des EVG –Vertrages im Bundestag am 3. Dezember 1952 sagte Adenauer „Ich möchte heute vor diesem Hohem Haus in Namen der Regierung erklären, dass wir alle Waffenträger unseres Volkes, die im Rahmen der hohen soldatischen Überlieferung ehrenhaft zu Lande, auf dem Wasser und in der Luft gekämpft haben, anerkennen. Wir sind überzeugt, dass der gute Ruf und die Leistung des deutschen Soldaten trotz aller Schmähungen während der vergangenen Jahre in unserem Volk noch lebendig sind und bleiben werden. Es muss unsere Aufgabe – und ich bin mir sicher , wir werden das lösen – die sittlichen Werte des deutschen Soldatentums mit der Demokratie verschmelzen.

Diese Ehrenerklärung durch die Bundesregierung war für viele Soldaten der alten Wehrmacht eine wichtige Voraussetzung für ihre spätere Karriere.

Spätestens am 17.12.1952 wurden die Waffen SS , und das ganz offiziell, auch wieder hoffähig.
An diesen Tag schrieb BK Adenauer einen Brief an den ehemaligen Angehörigen der Waffen SS, Generaloberst a.D. Hausser.

„Sehr geehrter Herr Generaloberst ! Einer Anregung nachkommend teile ich mit, dass die von mir in meiner Rede vom 3. Dezember vor dem Deutschen Bundestag abgegebenen Ehrenerklärung für die Soldaten der früheren deutschen Wehrmacht auch die Angehörigen der Waffen SS umfasst soweit sie ausschließlich als Soldaten ehrenvoll für Deutschland gekämpft haben“.

BK Kohl erneuerte am 9.November 1982 in einem Brief an einen Hubert Meyer diese Ehrenerklärung. Hier heißt es ,Ich teile voll und ganz die Überzeugung, die K. Adenauer in seinem Schreiben vom 17.12.1952 an Paul Hausser zum Ausdruck gebracht hat“.

Noch einige Hinweise zum Artikel des Spiegel.

Zu Bärwald wird eingeschätzt, dass es in Document Center in Berlin West entsprechende Unterlagen gibt. Der Spiegel kann mir jedoch nicht erklären, wie das MfS von entsprechenden Unterlagen wissen sollte. Auch bedeutet "Belastet" noch längst nicht, dass man etwas nachweisen kann, was auch für Strafrechtliche Maßnahmen ausreicht.Und wenn die Lage so super klar war und alle Akten auf den Tisch lagen, fragt man sich, warum Bärwald nach 1989 / 90 nicht angeklagt wurde.

Dann wird ein Hans Donner aufgeführt, der Mitarbeiter des MfS gewesen sein soll. Leider hat der Spiegel vergessen mitzuteilen, dass es einen Hans Donner im MfS nie gab. Es gab einen Bruno Donner, der auch ein ganz anderes Geburtsdatum hatte.

Und dann noch zu Frau Zahn. Sie sei Mitarbeiterin der Gestapo gewesen. Auch dies ist für sich ja nun keine Straftat und es wird auch vergessen mitzuteilen, das sie "nur" Sekretärin war.

Es gäbe noch einiges zu schreiben, leider fehlt mir da die Zeit.


Hackel39, passport und Fritze haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#473

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.04.2016 10:33
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #470
Man sollte erst einmal vor der eigenen Tür kehren. Auch im Westen wurden Andersdenkende-wie Kommunisten und Gewerkschaftler von den dortigen Schnüffeldiensten bespitzelt: Und das hat sich bis heute sicherlich nicht geändert. Man hat ja schließlich nicht solche Spitzelorgane umsonst im Staatsdienst.


ich denke das war richtig so, denn die KPD wurde durch das BVG verboten, denn sie verfolgte (mit Hilfe ihrer ostdeutschen Hilfstruppen) den Umsturz in der Bundesrepublik. So wie heute die NPD vor dem BVG verhandelt und hoffentlich verboten wird.


.
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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Harzwanderer hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#474

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.04.2016 10:40
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von vs1400 im Beitrag #471
Zitat von Gert im Beitrag #468



@vs1400 möchtest du eine sachliche Diskussion oder möchtest du die Stasi Methoden Desinformation, lächerlich machen, unglaubwürdig machen usw. verwenden. Für den letzteren Fall beende ich das kurzerhand.


@Gert,
es würde mir vollkommen ausreichen, wenn du meine fragen beantworten würdest.
für mich macht es schon einen erheblichen unterschied, etwas erkannt zu haben und dagegen nur zu argumentieren oder sich wirklich, persönlich, aktiv dagegen einzubringen. natürlich reicht es dann eben nicht, nur sein häckchen zu positionieren oder eine 'meinung' zu haben.

gruß vs




na du bist ja ein ganz Ober-Schlauer, was verstehst du den unter "einbringen" ? Sollte ich die alten Nazis vielleicht verklagen mit meinen zarten 21 Jahren, hä ? Ich hatte wirklich etwas anderes zu tun damals, zuerst musste ich meine posttraumatisches DDR Erlebnios verarbeiten. Das war wichtiger.


.
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Mahatma Gandhi
Pit 59 und Harzwanderer haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#475

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.04.2016 10:45
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #474
Zitat von vs1400 im Beitrag #471
Zitat von Gert im Beitrag #468



@vs1400 möchtest du eine sachliche Diskussion oder möchtest du die Stasi Methoden Desinformation, lächerlich machen, unglaubwürdig machen usw. verwenden. Für den letzteren Fall beende ich das kurzerhand.


@Gert,
es würde mir vollkommen ausreichen, wenn du meine fragen beantworten würdest.
für mich macht es schon einen erheblichen unterschied, etwas erkannt zu haben und dagegen nur zu argumentieren oder sich wirklich, persönlich, aktiv dagegen einzubringen. natürlich reicht es dann eben nicht, nur sein häckchen zu positionieren oder eine 'meinung' zu haben.

gruß vs




na du bist ja ein ganz Ober-Schlauer, was verstehst du den unter "einbringen" ? Sollte ich die alten Nazis vielleicht verklagen mit meinen zarten 21 Jahren, hä ? Ich hatte wirklich etwas anderes zu tun damals, zuerst musste ich meine posttraumatisches DDR Erlebnios verarbeiten. Das war wichtiger.




Mal etwas Ironie[perlweiss1]
Na,da ist doch bis heute noch was hängen geblieben.


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#476

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.04.2016 10:53
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #472
Da machte man es sich in der BRD einfacher.

7 ½ Jahre nach Beendigung des 2. Weltkrieges, hat der damalige Bundeskanzler Adenauer am 3. Dezember 1952 vor dem Deutschen Bundestag eine „Ehrenerklärung für alle deutschen Soldaten, die zu Lande, zu Wasser und in der Luft im 2. Weltkrieg gekämpft haben gegeben.

Bei der 2. Lesung des EVG –Vertrages im Bundestag am 3. Dezember 1952 sagte Adenauer „Ich möchte heute vor diesem Hohem Haus in Namen der Regierung erklären, dass wir alle Waffenträger unseres Volkes, die im Rahmen der hohen soldatischen Überlieferung ehrenhaft zu Lande, auf dem Wasser und in der Luft gekämpft haben, anerkennen. Wir sind überzeugt, dass der gute Ruf und die Leistung des deutschen Soldaten trotz aller Schmähungen während der vergangenen Jahre in unserem Volk noch lebendig sind und bleiben werden. Es muss unsere Aufgabe – und ich bin mir sicher , wir werden das lösen – die sittlichen Werte des deutschen Soldatentums mit der Demokratie verschmelzen.

Diese Ehrenerklärung durch die Bundesregierung war für viele Soldaten der alten Wehrmacht eine wichtige Voraussetzung für ihre spätere Karriere.

Spätestens am 17.12.1952 wurden die Waffen SS , und das ganz offiziell, auch wieder hoffähig.
An diesen Tag schrieb BK Adenauer einen Brief an den ehemaligen Angehörigen der Waffen SS, Generaloberst a.D. Hausser.

„Sehr geehrter Herr Generaloberst ! Einer Anregung nachkommend teile ich mit, dass die von mir in meiner Rede vom 3. Dezember vor dem Deutschen Bundestag abgegebenen Ehrenerklärung für die Soldaten der früheren deutschen Wehrmacht auch die Angehörigen der Waffen SS umfasst soweit sie ausschließlich als Soldaten ehrenvoll für Deutschland gekämpft haben“.

BK Kohl erneuerte am 9.November 1982 in einem Brief an einen Hubert Meyer diese Ehrenerklärung. Hier heißt es ,Ich teile voll und ganz die Überzeugung, die K. Adenauer in seinem Schreiben vom 17.12.1952 an Paul Hausser zum Ausdruck gebracht hat“.

Noch einige Hinweise zum Artikel des Spiegel.

Zu Bärwald wird eingeschätzt, dass es in Document Center in Berlin West entsprechende Unterlagen gibt. Der Spiegel kann mir jedoch nicht erklären, wie das MfS von entsprechenden Unterlagen wissen sollte. Auch bedeutet "Belastet" noch längst nicht, dass man etwas nachweisen kann, was auch für Strafrechtliche Maßnahmen ausreicht.Und wenn die Lage so super klar war und alle Akten auf den Tisch lagen, fragt man sich, warum Bärwald nach 1989 / 90 nicht angeklagt wurde.

Dann wird ein Hans Donner aufgeführt, der Mitarbeiter des MfS gewesen sein soll. Leider hat der Spiegel vergessen mitzuteilen, dass es einen Hans Donner im MfS nie gab. Es gab einen Bruno Donner, der auch ein ganz anderes Geburtsdatum hatte.

Und dann noch zu Frau Zahn. Sie sei Mitarbeiterin der Gestapo gewesen. Auch dies ist für sich ja nun keine Straftat und es wird auch vergessen mitzuteilen, das sie "nur" Sekretärin war.

Es gäbe noch einiges zu schreiben, leider fehlt mir da die Zeit.



alles richtig @Alfred . Nur stelle ich mal die Frage woher der ehrenwerte Konrad Adenauer sein Personal nehmen sollte? Wie hättest du es denn gemacht, wenn du alle Nazis ausgegrenzt hättest ? Wie sähe dein Staat aus ? Die DDR hat doch zunächst ähnlich verfahren, hat sie großenteils in der NDPD eingegliedert, aber auch SED Mitglieder waren Nazis.
Hier eine Abhandlung aus dem Berliner Tagesspiegel:
Die DDR hatte also ein großes Herz für kleine Nazis. Etliche davon schafften es auch ganz nach oben. Olaf Kappelt hat in seinem „Braunbuch DDR“ hunderte solcher Karrieren nachgewiesen. Mitglieder des Zentralkomitees waren darunter, auch Minister wie Hans Bentzien, zuständig für Kultur. Kurt Nier, von 1973 bis 1989 Vize-Außenminister, und Herbert Weisz, von 1967 bis 1989 Vize des Ministerrats, waren, wie so viele, noch kurz vor Kriegsende als Jugendliche in die NSDAP aufgenommen worden. Arno von Lenski hingegen, seit Mitte der fünfziger Jahre mit dem Aufbau der Panzertruppen der Nationalen Volksarmee befasst, 1968 ausgezeichnet mit dem Kampforden für Verdienste um Volk und Vaterland in Gold, war unter Hitler von 1939 bis 1942 einer von Freislers willigen Helfern am Volksgerichtshof. Vincenz Müller, der schon Hitler als Generalmajor diente, tat das Gleiche später für Ulbricht. Ernst Großmann, Begründer der ersten Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft in der DDR, fünf Jahre Mitglied im Zentralkomitee der SED, ausgezeichnet als „Held der Arbeit“, war in seinem vorherigen Leben Angehöriger der 5. SS-Totenkopf-Standarte im Konzentrationslager Sachsenhausen. Ärzte, die in der Nazi-Zeit Behinderte getötet hatten, Wissenschaftler, Juristen, Journalisten, die einst das Hakenkreuz im Herzen hatten, beschworen später die internationale Solidarität.

Manche landeten auch beim Ministerium für Staatssicherheit, zuständig nicht nur dafür, die eigenen Bürger einzuschüchtern, sondern auch, die Geschichte von der Bundesrepublik als Nazi-Nachfolgestaat aufrechtzuerhalten. Eigener Mittel hätte es dazu zwar kaum bedurft, aber zur Sicherheit ließ die Stasi im Westen immer mal wieder antisemitische Aktionen inszenieren und gefälschte Unterlagen zwecks vermeintlicher Nazi-Beweise lancieren. Als Kontrastprogramm unterstützte die Stasi den internationalen Terror gegen Israel und ließ im eigenen Land ungerührt die aufkommende Neonazibewegung gewähren, weil diese ja gerne gegen DDR-Oppositionelle loszog.

Die deutsche Geschichte, sie eignet sich nicht für Gesten moralischer Überheblichkeit, nicht vor ’45, nicht danach, nicht nach 1990, nicht im Westen, nicht im Osten.

Quelle :http://www.tagesspiegel.de/kultur/mythos...is/1971224.html
also wir sollten alle die Füsse still halten in Gesamtdeutschland, was das Thema Nazis betrifft


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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#477

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.04.2016 10:54
von vs1400 | 2.387 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #474


na du bist ja ein ganz Ober-Schlauer, was verstehst du den unter "einbringen" ? Sollte ich die alten Nazis vielleicht verklagen mit meinen zarten 21 Jahren, hä ? Ich hatte wirklich etwas anderes zu tun damals, zuerst musste ich meine posttraumatisches DDR Erlebnios verarbeiten. Das war wichtiger.




das ist doch mal ne aussage , Gert und mehr wurde von mir ja auch nicht vermutet.
das es jedoch auch anders ging konnte man im film durchaus erkennen, doch diese leute fielen eben auf.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#478

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.04.2016 11:00
von vs1400 | 2.387 Beiträge

Gert,
gab es in der ehemaligen ähnliche kaliber wie hans globke in derartigen positionen?
du hattest diesen bericht doch gesehen, oder?

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#479

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.04.2016 11:09
von Alfred | 6.841 Beiträge

Gert,

warum lässt der Tagespiegel - oder auch Du - wichtiges weg ?

Nur kurz.

Zu Lenski.

Warum wird nicht erwähnt, dass Lenski 1943 in Kriegsgefangenschaft geriet, zum NKFD gehörte und 1944 in Deutschland zum Tode verurteilt wurde ?

Oder zum erwähnten Großmann.

Richtig, Großmann hatte einige Funktionen bei den Nazis. Nur hat er diese in seinen Lebenslauf nach 1945 verschwiegen.
Nach dem diese jedoch bekannt wurden, wurde Großmann aus dem ZK ausgeschlossen.
Auch konnten Großmann keine Straftaten nachgewiesen werden.

So sieht das Bild zu den Personen schon anders aus.


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#480

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.04.2016 11:15
von Merkur | 1.018 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #466
Es gab ein eigenes, gesondert abgeschottetes, Stasi-Archiv, heute in Hoppegarten, für die Nazi-Fälle, die man beim MfS systematisch für Erpressungen instrumentalisierte.


Was ist es, Unwissen oder eine bewusste Unterstellung, die Dich zu dieser Aussage veranlasst?
Die HA IX/11, zu der dieses Archiv gehörte, wurde für Aktenführung, Analyse, Auskunftserteilung und Recherche zur Unterstützung einer qualifizierten Untersuchung von Nazi- und Kriegsverbrechen im Jahre 1967 geschaffen.
Das MfS hat bei der Strafverfolgung von Nazi- und Kriegsverbrechern so gehandelt, wie es andere Institutionen auch taten, Prüfung von Anzeigen, Hinweisen und Mitteilungen zu einem Tatverdacht, zweifelsfreie Indentifizierung des Tatverdächtigen, Prüfung der Haft- und Vernehmungsfähig, Suche und Sicherung von Beweisen, Zeugenvernehmungen, Ermittlungen zu den Opfern der Verbrechen, Mittätern, Auftraggebern und Hintermännern, Zusammenfassung der Ermittlungsergebnisse und Übergabe an die Staatsanwaltschaft zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens bei ausreichender Beweislage.
Die DDR hielt sich an die völkerrechtlichen Gebote zur Aufdeckung, Aufklärung und Verfolgung von Nazi- und Kriegsverbrechen sowie Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Auf dem Territorium der DDR wurden umgerechnet auf die Einwohnerzahl ca. zehnmal so viele Nazi- und Kriegsverbrecher verurteilt als in der BRD.
- DDR:12.890 Personen
- BRD bis 1990: 6.490 Personen.



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