#441

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 21.03.2016 18:24
von RudiEK89 | 1.951 Beiträge

Das sehe ich auch so. Man wartet die 2 Jahre auf Akteneinsicht, weil die Klarnamen geschwärzt werden müssen.
So die Auskunft aus Leipzig.
Da bin ich ja bald mit dem Lesen dran.
Ich will einfach nur wissen, welchen Blödsinn man über mich und meine Familie geschrieben hat. Nicht mehr und nicht weniger.


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
der 39. und Lutze haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#442

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 21.03.2016 18:27
von zweedi04 | 374 Beiträge

Zitat von Ratze im Beitrag #439
Moin
Im Bezirk Schwerin wurde 89/90 die gesamte Decknamenkartei vernichtet und wird nun langsam wiederhergestellt. Deshalb gibt es hier im Norden Probleme mit der „Enttarnung“ der IM`s.
Ratze




Hallo @Ratze ,



Das kann ich so nicht ganz glauben. Ich kenne einige Personen die nach der Wende im öffentlichen Dienst gearbeitet haben und die Überprüfung (Persilschein) nicht überstanden haben. Diese waren im Bezirk Schwerin als IM erfasst und enttarnt worden. Da ich damals in der Personalabteilung gearbeitet habe, gingen diese Sachen auch über meinen Tisch. Die Kündigungen mussten ja geschrieben werden. Die Auskunftsersuchen kamen direkt von der BStU Schwerin.


Lebenskunst ist - "Im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen"
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#443

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 21.03.2016 18:49
von Ratze | 397 Beiträge

Man hat aus den Täterakten zum Teil die Decknamen rekonstruiert. So wurde auch der Deckname Wallis bekannt, der u.a auch eine Mitteilung an seinen Führungsoffizier beim 8. GrRgt über mich veröffentlichte. War die Wahrheit und hat letztlich mir nicht geschadet, sondern nur dem Ratzeburger einen Stasieintrag gebracht. Ein Miutbesducherf stellte fest, dass aus seiner Umgebung viele Decknamen nicht entschlüsselt wurden. Also ich habe denen geglaubt.


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#444

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 21.03.2016 19:13
von zweedi04 | 374 Beiträge

Ja Ratze ist schon klar, sicher wurden einige Sachen vernichtet, aber die gesamte Kartei, neee, kann ich nicht glauben. Denn die Überprüfungen für den ö.D. brachten ja schon 1991 viele Treffer im Bereich Schwerin.


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#445

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 21.03.2016 19:53
von Ebro | 565 Beiträge

Zum Beitrag 409 von der 39

Also Jeder, der als operativer Mitarbeiter tätig war, wird Dir erklären, dass zum Beispiel eine konspirative Wohnungsdurchsuchung nicht so einfach möglich war. Diese wurde von Spezialisten durchgeführt, nicht von der territorialen Diensteinheit, und hatten eine wochenlange Vorbereitung. Auch konnte sie der Leiter der KD nicht anordnen. Will nur sagen-es war ein riesiger Aufwand und dafür waren ganz sicher keine komischen IM-Berichte die Grundlage. Da muss schon etwas "Handfestes" vorgelegen haben.
Bei der Briefkontrolle war es anders, jede DE hatte ein gewisses Kontigent von Personen, die man in die Abt. M einlegen konnte. War ein ganz normaler Vorgang bei Personen, die entsprechend gesichert werden sollten. (Offiziere, Reisekader, Geheimnisträger, im Sicherungsvorgang liegende Personen-und und und).
Also ein IM-Bericht war da keine Grundlage für, es stimmt einfach so nicht, und damit werden die Bedeutung und Möglichkeiten der normalen IM bei Weitem übertrieben.

Irgendwie ist dieser mein Beitrag vom 14. 3. hier wieder aufgetaucht, als ich gerade eben antworten wollte.

Was ist denn nun eine "Täterakte", die, die ein op. MA geschrieben hat, oder die, die von einem op. MA handelt.(aus der HA Kader u. Schulung zum Bleistift)



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#446

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 21.03.2016 23:51
von vs1400 | 2.389 Beiträge

Zitat von Ebro im Beitrag #445
Zum Beitrag 409 von der 39

Also Jeder, der als operativer Mitarbeiter tätig war, wird Dir erklären, dass zum Beispiel eine konspirative Wohnungsdurchsuchung nicht so einfach möglich war. Diese wurde von Spezialisten durchgeführt, nicht von der territorialen Diensteinheit, und hatten eine wochenlange Vorbereitung. Auch konnte sie der Leiter der KD nicht anordnen. Will nur sagen-es war ein riesiger Aufwand und dafür waren ganz sicher keine komischen IM-Berichte die Grundlage. Da muss schon etwas "Handfestes" vorgelegen haben.
Bei der Briefkontrolle war es anders, jede DE hatte ein gewisses Kontigent von Personen, die man in die Abt. M einlegen konnte. War ein ganz normaler Vorgang bei Personen, die entsprechend gesichert werden sollten. (Offiziere, Reisekader, Geheimnisträger, im Sicherungsvorgang liegende Personen-und und und).
Also ein IM-Bericht war da keine Grundlage für, es stimmt einfach so nicht, und damit werden die Bedeutung und Möglichkeiten der normalen IM bei Weitem übertrieben.

Irgendwie ist dieser mein Beitrag vom 14. 3. hier wieder aufgetaucht, als ich gerade eben antworten wollte.

Was ist denn nun eine "Täterakte", die, die ein op. MA geschrieben hat, oder die, die von einem op. MA handelt.(aus der HA Kader u. Schulung zum Bleistift)



hallo Ebro,
unter beachtung der sehr unterschiedlichen zeiten, von dir und 39,
würdest du dann noch zu deiner anmerkung stehen?

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


zuletzt bearbeitet 21.03.2016 23:53 | nach oben springen

#447

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.03.2016 07:52
von Ebro | 565 Beiträge

Tja, was soll ich dazu sagen? Es war vor meiner Zeit, ich war nicht dabei und kann nix von damals beurteilen. Man sollte auch immer nur über Dinge reden, die man selbst erlebt und mitgemacht hat.
Ich halte es da wie ein Schiedsrichter, der soll ja auch nur Situationen beurteilen und entscheiden, die er zweifelsfrei selber gesehen hat und sich nicht auf Aussagen Beteiligter verlassen.

Gruß Ebro



vs1400 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#448

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.03.2016 00:23
von vs1400 | 2.389 Beiträge

Zitat von Ebro im Beitrag #447
Tja, was soll ich dazu sagen? Es war vor meiner Zeit, ich war nicht dabei und kann nix von damals beurteilen. Man sollte auch immer nur über Dinge reden, die man selbst erlebt und mitgemacht hat.
Ich halte es da wie ein Schiedsrichter,
der soll ja auch nur Situationen beurteilen und entscheiden, die er zweifelsfrei selber gesehen hat und sich nicht auf Aussagen Beteiligter verlassen.

Gruß Ebro


darauf kommt es doch eher an, Ebro.
doch ein 'schiedsrichter' kann derartige situationen eben nicht beurteilen, da sie eben schon geschichte waren.
ein 'schiedsrichter' der damaligen zeit könnte zb. noch verständlich berichten.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#449

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.03.2016 09:19
von bürger der ddr | 3.611 Beiträge

Ob der Deckname "Erika" auch restauriert werden kann? Allein wenn dies eintreten könnte, da lohnt sich doch die BStU am leben zu halten.



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#450

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.03.2016 10:27
von Ebro | 565 Beiträge

Zitat von vs1400 im Beitrag #448
[quote=Ebro|p531729]Tja, was soll ich dazu sagen? Es war vor meiner Zeit, ich war nicht dabei und kann nix von damals beurteilen. Man sollte auch immer nur über Dinge reden, die man selbst erlebt und mitgemacht hat.
Ich halte es da wie ein Schiedsrichter,
der soll ja auch nur Situationen beurteilen und entscheiden, die er zweifelsfrei selber gesehen hat und sich nicht auf Aussagen Beteiligter verlassen.

Gruß Ebro


darauf kommt es doch eher an, Ebro.
doch ein 'schiedsrichter' kann derartige situationen eben nicht beurteilen, da sie eben schon geschichte waren.
ein 'schiedsrichter' der damaligen zeit könnte zb. noch verständlich berichten.

gruß vs



Ja sicher, der Schieri schon, aber der gefoulte Spieler? Kennt der den Blickwinkel und Standpunkt des Schieris?



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#451

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.03.2016 13:09
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von zweedi04 im Beitrag #442

Das kann ich so nicht ganz glauben. Ich kenne einige Personen die nach der Wende im öffentlichen Dienst gearbeitet haben und die Überprüfung (Persilschein) nicht überstanden haben. Diese waren im Bezirk Schwerin als IM erfasst und enttarnt worden. Da ich damals in der Personalabteilung gearbeitet habe, gingen diese Sachen auch über meinen Tisch. Die Kündigungen mussten ja geschrieben werden. Die Auskunftsersuchen kamen direkt von der BStU Schwerin.


Da ist der juristische und politische Hund, eine IM-Tätigkeit war und ist prinzipiell weder kriminell, ehrenrührig noch ein Anzeichen für Staats- oder Rechtsfeindlichkeit, das spricht sachlich nicht gegen eine Tätigkeit im öffentlichen Dienst.

Hart formuliert, Loyalität zum Staat und Gesellschaft gleich oder höher zu bewerten als private Beziehungen ist nicht brutal, unmenschlich oder verachtenswert.

Und die DDR war kein Staat der andere überfiel, Völkermord begann oder andere Länder ausplünderte. Allenfalls das Dreieck Aufwand Grenzüberwachung, private Konsumwünsche und Investionsbedarf für Umweltschutz mag rückblickend nicht sachgerecht austariert gewesen zu sein.



DoreHolm, der 39. und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#452

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.03.2016 13:33
von Ebro | 565 Beiträge

Ja SET, das ist die schöne Theorie, wie sah und sieht es denn noch immer in der Praxis aus? Müllfahrer, Friedhofsgärtner-alles öffentlicher Dienst in Berlin. Frag mal nach.
Mein Kumpel hat zu DDR-Zeiten seinen Doktor paed. gemacht. Als er verbeamtet werden sollte, fielen ihm seine 3 Jahre beim Wachregiment Anfang der 70-er als "hauptamtlicher Mitarbeiter" auf den Fuß.



vs1400 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#453

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.03.2016 14:48
von DoreHolm | 7.694 Beiträge

Zitat von Ebro im Beitrag #452
Ja SET, das ist die schöne Theorie, wie sah und sieht es denn noch immer in der Praxis aus? Müllfahrer, Friedhofsgärtner-alles öffentlicher Dienst in Berlin. Frag mal nach.
Mein Kumpel hat zu DDR-Zeiten seinen Doktor paed. gemacht. Als er verbeamtet werden sollte, fielen ihm seine 3 Jahre beim Wachregiment Anfang der 70-er als "hauptamtlicher Mitarbeiter" auf den Fuß.


Siegerjustiz eben !. Bitte Gegenbeweise. Es war ein anderes, dem Bürgerlichen diametral entgegengesetztes System eben und nicht von den Besitzverhältnissen gleiches System wie alles, was vor 45 war und bis heute in Gesamtdeutschland fortdauert. Das war der Grund und deshalb wurde noch mal richtig nachgetreten nach allen, die nach Sozialismus rochen.



Ebro und SET800 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#454

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 02.04.2016 11:24
von Moskwitschka | 2.529 Beiträge

Na ist scheinbar Bewegung in die Sache gekommen:

Leiter der Stasiopfer-Gedenkstätte gegen Fusionspläne

Die Zukunft der Stasiunterlagen-Behörde ist weiter ungewiss. Eine Expertenkommission hat vorgeschlagen, die Behörde mit der Gedenkstätte im ehemaligen Stasi-Gefängnis Berlin-Höhenschönhausen zusammenzulegen. Das stößt bei Gedenkstättenleiter Hubertus Knabe auf wenig Gegenliebe.

Der Leiter der Stasiopfer-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen hat eine mögliche Zusammenlegung der Einrichtung mit der Stasiunterlagen-Behörde stark kritisiert. "Das riecht schon sehr nach einer feindlichen Übernahme", sagte Hubertus Knabe der Tageszeitung "Die Welt" (Samstagsausgabe) laut Vorabmeldung vom Freitag.

Mitte März hatte eine Expertenkommission im Kulturausschuss des Bundestages Empfehlungen zur Zukunft der Stasi-Unterlagenbehörde nicht öffentlich vorgestellt. Diese sehen unter anderem eine Zusammenlegung des ehemaligen Hohenschönhausener Stasi-Gefängnisses und der Lichtenberger Ex-Stasi-Zentrale zu einer gemeinsamen Stiftung vor.

Jahn: Wegkommen von der Fixierung auf die Stasi

Laut den Empfehlungen sollen die beiden Einrichtungen zur "Stiftung Diktatur und Widerstand - Forum für Demokratie und Menschenrechte" zusammengeführt werden. Knabe kritisierte, dass dadurch nicht nur der Name der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen verloren ginge. Vielmehr sei die Einrichtung dann auch nicht länger unabhängig. "Eine unbekannte Stiftung mit einem Allerweltsnamen würde die wichtigste Einrichtung der DDR-Aufarbeitung schlucken", sagte Knabe. Im vergangenen Jahr zählte die Gedenkstätte eigenen Angaben zufolge knapp 444.000 Besucher. Seit der Gründung der Gedenkstätte 1994 seien die Besucherzahlen ununterbrochen gestiegen.

Der Leiter der Stasiunterlagen-Behörde, Roland Jahn, zeigte sich hingegen offen für eine mögliche Eingliederung in einen Stiftung. "Es geht bei der Aufarbeitung darum, wegzukommen von der Fixierung auf die Staatssicherheit", hatte Jahn vor wenigen Tagen in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa erklärt. Mit den Empfehlungen der Kommission könnte der Horizont erweitert und künftig die gesamte DDR-Gesellschaft in den Blick genommen werden. Jahn, dessen Vertrag Ende März ausgelaufen war, leitet die Behörde derzeit kommissarisch.

Empfehlungen sollen im April veröffentlicht werden

Hintergrund der Diskussion ist das teilweise Auslaufen des Stasi-Akten-Gesetzes im Jahr 2019. Neben der geplanten Stiftung sehen die Ratschläge der Expertenkommission unter anderem die Berufung eines Bundesbeauftragten für SED-Opfer sowie die Zuordnung der Stasi-Akten zum Bundesarchiv vor. Zudem solle es nur noch eine Außenstelle in jedem ostdeutschen Bundesland geben.

Die Empfehlungen werden am 12. April an Bundestagspräsident Norbert Lammert übergeben. Die Vorschläge sollen noch diskutiert werden, bevor der Bundestag entscheidet.

http://www.rbb-online.de/politik/beitrag...ionsplaene.html

http://www.welt.de/geschichte/article153...Uebernahme.html

Moskwitschka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

zuletzt bearbeitet 02.04.2016 11:27 | nach oben springen

#455

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 02.04.2016 12:53
von Merkur | 1.018 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #454


Der Leiter der Stasiopfer-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen hat eine mögliche Zusammenlegung der Einrichtung mit der Stasiunterlagen-Behörde stark kritisiert. "Das riecht schon sehr nach einer feindlichen Übernahme", sagte Hubertus Knabe der Tageszeitung "Die Welt" (Samstagsausgabe) laut Vorabmeldung vom Freitag.

Moskwitschka


Das der Knabe nicht zu seinem Ex-Arbeitgeber zurückmöchte ist schon einleuchtend. Es ist schon bezeichnend, wenn unter den "Aufarbeitern" von einer "feindlichen Übernahme" gesprochen wird. Ich beobachte den Konkurrenzkampf der Aufarbeitungsindustrie mit Spannung.



damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 02.04.2016 12:56 | nach oben springen

#456

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 02.04.2016 14:35
von damals wars | 12.145 Beiträge

Die Opferrente des Experten ist wohl noch nicht durch?


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#457

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 02.04.2016 14:55
von damals wars | 12.145 Beiträge

Zitat von Ebro im Beitrag #452
Ja SET, das ist die schöne Theorie, wie sah und sieht es denn noch immer in der Praxis aus? Müllfahrer, Friedhofsgärtner-alles öffentlicher Dienst in Berlin. Frag mal nach.
Mein Kumpel hat zu DDR-Zeiten seinen Doktor paed. gemacht. Als er verbeamtet werden sollte, fielen ihm seine 3 Jahre beim Wachregiment Anfang der 70-er als "hauptamtlicher Mitarbeiter" auf den Fuß.



Ich glaube, da war sicher auch Willkür dabei.
Achtung, auch Satire!
Als ich bei der Einstellung im öffentlichen Dienst meine "Stasikontakte" diesbezüglich erwähnte,
ich war vom MfS in meinem Betrieb gefragt worden, ob ich dort dienen würde, und hatte das bejaht,
wurde nur abgewunken.
Auch wurde der Mitarbeiter, der die Kleinkläranlagen für die MfS Objekte genehmigte, weiterbeschäftigt.
Erster Nachwendechef war eine kölner Frohnatur, der betrebt war, Ruhe in seiner Belegschaft zu haben und alle "Verfehlungen" aus DDR Zeiten anhand der Akten hätte nachvollziehen können. Wer Fasching mitfeierte, bekam die Absolution.
Der alte Chef, der kurz vor der Wende im Westen geblieben war, musste unverrichteter Dinge wieder abziehen.
Widerstandskämpfer der letzten Stunde/November 1989 hatte die Behörde selbst genug.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#458

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 02.04.2016 23:19
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #451
Zitat von zweedi04 im Beitrag #442

Das kann ich so nicht ganz glauben. Ich kenne einige Personen die nach der Wende im öffentlichen Dienst gearbeitet haben und die Überprüfung (Persilschein) nicht überstanden haben. Diese waren im Bezirk Schwerin als IM erfasst und enttarnt worden. Da ich damals in der Personalabteilung gearbeitet habe, gingen diese Sachen auch über meinen Tisch. Die Kündigungen mussten ja geschrieben werden. Die Auskunftsersuchen kamen direkt von der BStU Schwerin.


Da ist der juristische und politische Hund, eine IM-Tätigkeit war und ist prinzipiell weder kriminell, ehrenrührig noch ein Anzeichen für Staats- oder Rechtsfeindlichkeit, das spricht sachlich nicht gegen eine Tätigkeit im öffentlichen Dienst.

Hart formuliert, Loyalität zum Staat und Gesellschaft gleich oder höher zu bewerten als private Beziehungen ist nicht brutal, unmenschlich oder verachtenswert.

Und die DDR war kein Staat der andere überfiel, Völkermord begann oder andere Länder ausplünderte. Allenfalls das Dreieck Aufwand Grenzüberwachung, private Konsumwünsche und Investionsbedarf für Umweltschutz mag rückblickend nicht sachgerecht austariert gewesen zu sein.



Das ist historisch richtig , der DDR Staat hat keinen anderen Staat überfallen. Er wollte gern, aber er ist von seinem "Herrn" nicht von der Kette gelassen worden im August 1968. Hätte ja auch zu dumm ausgesehen, innerhalb 30 Jahren 2 deutsche Überfälle auf die CSSR/CSR. Die Russen trauten sich durchaus zu, die Drecksarbeit selbst auszuführen mit ihren anderen Spiessgesellen des Warschauer Paktes.
Dafür hat der Staat DDR jeden Morgen seine eigenen Bürger " überfallen " . Das ist natürlich bildlich zu sehen, damit meine ich den Unterdrückungsapparat der SED, der sich Tag für Tag mit seinen aufmüpfigen Bürgern beschäftigte und über sie "herfiel".


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#459

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 02.04.2016 23:26
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #453
Zitat von Ebro im Beitrag #452
Ja SET, das ist die schöne Theorie, wie sah und sieht es denn noch immer in der Praxis aus? Müllfahrer, Friedhofsgärtner-alles öffentlicher Dienst in Berlin. Frag mal nach.
Mein Kumpel hat zu DDR-Zeiten seinen Doktor paed. gemacht. Als er verbeamtet werden sollte, fielen ihm seine 3 Jahre beim Wachregiment Anfang der 70-er als "hauptamtlicher Mitarbeiter" auf den Fuß.


Siegerjustiz eben !. Bitte Gegenbeweise. Es war ein anderes, dem Bürgerlichen diametral entgegengesetztes System eben und nicht von den Besitzverhältnissen gleiches System wie alles, was vor 45 war und bis heute in Gesamtdeutschland fortdauert. Das war der Grund und deshalb wurde noch mal richtig nachgetreten nach allen, die nach Sozialismus rochen.



Dass der nicht verbeamtet wurde ist auch gut so und ganz in meinem Sinne. Solche Leute glauben doch nicht im Ernst, wieder an den Schalthebeln der Macht zu sitzen, auch wenn sie nur kleine Lichter in dem Stasiapparat waren
Wir haben einmal nach 45 den Fehler begangen , die alten "Kader " wegen angebliche Mangels geeigneter Leute zu beschäftigen, das durfte nach einem gescheiterten Regime in Deutschland nicht noch einmal passieren. Es war ja auch eine Forderung der DDR Opposition "Stasi in die Produktion " und diese Forderung war gut und gerecht. Sie sollten also überall arbeiten aber nicht mehr im Staatsapparat.


.
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#460

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 02.04.2016 23:44
von vs1400 | 2.389 Beiträge

ich vermute mal , Gert,
dass du nach deinem 'abgang' die aktuelle situation, in der neuen heimat, ebenso kritisch betrachtet hattest und du auch dementsprechend handeltest.

gruß vs


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21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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