#321

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 02.03.2016 17:25
von Georg | 1.031 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #318
Zitat von Signalobermaat im Beitrag #317
... Heut gibt es neben der Polizei und den GD noch den Staatsschutz. ...
Nein, nicht neben der Polizei, er ist ein Betandteil ... www.bka.de/DE/DasBKA/Organisation/ST/org...ionST__node.htm

Fakt ist eins, mit dem MfS wurden viele parallele Strukturen zu bestehenden Organen geschaffen. Das diesen dann gewisse Resourcen fehlten, na welche Überraschung (Ironie wieder aus). Daraus dann aber eine 'Daseinsberechtigung' ableiten zu wollen, na ich denk mir mal meinen Teil. So ist man doch fast geneigt es als 'Staat im Staate' zu erkennen, auch mit dem nötigen zeitlichen (und emotionalen sowieso) Abstand.



- Fakt ist eins, mit dem MfS wurden viele parallele Strukturen zu bestehenden Organen geschaffen - und warum ?

Welche Strukturen der DDR waren nicht Angriffsziele ? Die zehntausende Agenten des BND in Richtung DDR hatten wir im Forum schon abgehandelt. Rentner, Eisenbahner u.a. die in der DDR spitzelten und spionierten. Solche Angriffe, wie sind sie abzuwehren bzw. ist solchen Angriffen vorzubeugen ? Durch den PGH Vorsitzenden der Frisöre des Kreises .......bei Beobachtung von Aufklärungshandlungen im Waldgebiet....
Abwehr bedeutet automatisch immer mehr Spieler als im Angriff. Eine Sturmspitze soll ja schon reichen. Beim Fußball z.B.


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#322

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 02.03.2016 20:15
von Hanum83 | 4.796 Beiträge

Zitat von Georg im Beitrag #321



- Fakt ist eins, mit dem MfS wurden viele parallele Strukturen zu bestehenden Organen geschaffen - und warum ?

Welche Strukturen der DDR waren nicht Angriffsziele ? Die zehntausende Agenten des BND in Richtung DDR hatten wir im Forum schon abgehandelt. Rentner, Eisenbahner u.a. die in der DDR spitzelten und spionierten. Solche Angriffe, wie sind sie abzuwehren bzw. ist solchen Angriffen vorzubeugen ? Durch den PGH Vorsitzenden der Frisöre des Kreises .......bei Beobachtung von Aufklärungshandlungen im Waldgebiet....
Abwehr bedeutet automatisch immer mehr Spieler als im Angriff. Eine Sturmspitze soll ja schon reichen. Beim Fußball z.B.


Haben die die Armetei wirklich so bespitzelt?
Ich glaub die haben schon viel eher gewusst das der DDR die Puste auf natürlichem Weg ausgeht als die Tattergreise im Politbüro und sich gemütlich wartend zurückgelehnt, zumal nach dem verwegenem Zwergenaufstand gegen das Mutterland SU.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
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zuletzt bearbeitet 02.03.2016 20:22 | nach oben springen

#323

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.03.2016 03:41
von B208 | 1.352 Beiträge

Nochmals zur Erinnerung ,

da es immer und immer wieder den Versuch einzelner Nutzer gibt , der alten und der neuen Bundesrepublik den
" Schwarzen Peter " zuzuschieben .


-es war die DDR-Volkskammer die einen Sonderausschuß ins Leben rief , der sich mit der Kontrolle der Auflösung des MfS und des AfNS befasste.

-es war die DDR-Volkskammer die das Gesetz über die Sicherung und Nutzung der personenbezogenen Daten des ehem MfS/AfNS verabschiedete .

-es war die DDR die darauf bestand dieses Gesetzt als Zusatz zum Einigungsvertrag aufzunehmen .

-es war die DDR-Volkskammer die Joachim Gauck als Sonderbeauftragten einsetzte .

-auch die folgenden Behördenleiter , Marianne Birthler und Roland Jahn , sind ehemalige Bürger der DDR .

-die Verhandlungsvertreter der Bundesrepublik zum Einigungsvertrag sprachen sich gegen eine Aufarbeitung und für eine Vernichtung der Akten aus . Sie bevorzugten eine Amnestieregelung . Im Besonderen Wolfgang Schäuble .

Dies wurde von DDR Seite abgelehnt .

Aus meiner Erfahrung kann ich sagen , das Thema STASI/MfS gab es in der Bevölkerung der BRD gar nicht .
Einzig die Begriffe WARSCHAUER PAKT und VOPO waren allgemein bekannt ( und diese nach DDR Sprachgebrauch auch noch falsch ) .

Und heute hier so zu argumentieren , alles Böse kam und kommt aus dem Westen und die ehem. Bürger der DDR und das MfS und seine Werktätigen gingen Hand in Hand die 40 Jahre glücklich und zufrieden in trauter Zweisamkait bis zum bitteren Ende , ist einfach lächerlich .

Den Wessis ging die Stasi im wahrsten Sinne des Wortes am Arsch vorbei !

B 208


SET800 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.03.2016 03:43 | nach oben springen

#324

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.03.2016 08:10
von Georg | 1.031 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #322
Zitat von Georg im Beitrag #321



- Fakt ist eins, mit dem MfS wurden viele parallele Strukturen zu bestehenden Organen geschaffen - und warum ?

Welche Strukturen der DDR waren nicht Angriffsziele ? Die zehntausende Agenten des BND in Richtung DDR hatten wir im Forum schon abgehandelt. Rentner, Eisenbahner u.a. die in der DDR spitzelten und spionierten. Solche Angriffe, wie sind sie abzuwehren bzw. ist solchen Angriffen vorzubeugen ? Durch den PGH Vorsitzenden der Frisöre des Kreises .......bei Beobachtung von Aufklärungshandlungen im Waldgebiet....
Abwehr bedeutet automatisch immer mehr Spieler als im Angriff. Eine Sturmspitze soll ja schon reichen. Beim Fußball z.B.


Haben die die Armetei wirklich so bespitzelt?
Ich glaub die haben schon viel eher gewusst das der DDR die Puste auf natürlichem Weg ausgeht als die Tattergreise im Politbüro und sich gemütlich wartend zurückgelehnt, zumal nach dem verwegenem Zwergenaufstand gegen das Mutterland SU.



War Thema im Forum. Erstaunlich das Interesse ! Hier noch mal der Link:

http://www.spiegel.de/einestages/nebenjo...d-a-948804.html

Interessant sind auch die Links, die zum Thema angegeben werden


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#325

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.03.2016 08:38
von Merkur | 1.023 Beiträge

Zitat von B208 im Beitrag #323
Nochmals zur Erinnerung ,
da es immer und immer wieder den Versuch einzelner Nutzer gibt , der alten und der neuen Bundesrepublik den
" Schwarzen Peter " zuzuschieben .
B 208



Dann solltest Du Dich aber auch daran erinnern, dass einer der Hauptgründe zur Schaffung des MfS die fast nahtlose Tätigkeitsfortsetzung solcher "kampferprobter" Kandidaten wie Gehlen & Co in der Bundesrepublik war. Auch die Sabotage- und Wühltätigkeit von UfJ und KgU kann man nicht ausblenden und die ging nun mal vom Westen aus. Ich kann es absolut nachvollziehen, dass sich die verantwortliche Gründergeneration der DDR, die Zuchthaus oder KZ überlebt hat oder aus Deutschland flüchten musste, ein Organ schuf, dass den neu geschaffenen Staat DDR gegen die Tätigkeit solcher Organisationen schützte.



DoreHolm hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.03.2016 08:41 | nach oben springen

#326

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.03.2016 08:48
von B208 | 1.352 Beiträge

Zitat von Merkur im Beitrag #325
Zitat von B208 im Beitrag #323
Nochmals zur Erinnerung ,
da es immer und immer wieder den Versuch einzelner Nutzer gibt , der alten und der neuen Bundesrepublik den
" Schwarzen Peter " zuzuschieben .
B 208



Dann solltest Du Dich aber auch daran erinnern, dass einer der Hauptgründe zur Schaffung des MfS die fast nahtlose Tätigkeitsfortsetzung solcher "kampferprobter" Kandidaten wie Gehlen & Co in der Bundesrepublik war. Auch die Sabotage- und Wühltätigkeit von UfJ und KgU kann man nicht ausblenden und die ging nun mal vom Westen aus. Ich kann es absolut nachvollziehen, dass sich die verantwortliche Gründergeneration der DDR, die Zuchthaus oder KZ überlebt hat oder aus Deutschland flüchten musste, ein Organ schuf, dass den neu geschaffenen Staat DDR gegen die Tätigkeit solcher Organisationen schützte.


Ist nicht das Thema , hier sprechen wir über die BStU . Mach doch ein neues Thema auf oder aktiviere eins , das sich mit deinem Beitrag beschäftigt. Sehr schade , das du nichts sachdienliches zum Thema beisteuerst . Aber auch verständlich . Zu klar die Tatsachen .
B208


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#327

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.03.2016 08:52
von Merkur | 1.023 Beiträge

Zitat von B208 im Beitrag #326

Ist nicht das Thema , hier sprechen wir über die BStU .



Und die BStU hätte es ohne das MfS nicht gegeben. Also sind wir mittendrin im Thema und es schließt sich der Kreis.



94 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.03.2016 09:18 | nach oben springen

#328

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.03.2016 09:19
von B208 | 1.352 Beiträge

Ergänzend zu meinem Beitrag 323 .
Die meisten noch aktiven Mitarbeiter des MfS wurden zu DDR Zeiten in den Jahren 1989 und 1990 durch DDR Organe entlassen , nicht durch die BRD !

Und Merkur , die Bürger der DDR , die Volkskammer der DDR haben sich gegen ihren eigenen, gegen den Geheimdienst der DDR entschieden . Dann muss seit der Aufstellung des DDR Geheimdienstes und der Auflösung des MfS aber einiges schiefgelaufen sein und das kann man nicht im Westen suchen und finden . Dieser Grund lag in der DDR und war ein internes innenpolitisches Problem .
B208


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#329

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.03.2016 09:20
von DoreHolm | 7.707 Beiträge

Zitat von B208 im Beitrag #323
Nochmals zur Erinnerung ,

da es immer und immer wieder den Versuch einzelner Nutzer gibt , der alten und der neuen Bundesrepublik den
" Schwarzen Peter " zuzuschieben .


-es war die DDR-Volkskammer die einen Sonderausschuß ins Leben rief , der sich mit der Kontrolle der Auflösung des MfS und des AfNS befasste.

-es war die DDR-Volkskammer die das Gesetz über die Sicherung und Nutzung der personenbezogenen Daten des ehem MfS/AfNS verabschiedete .

-es war die DDR die darauf bestand dieses Gesetzt als Zusatz zum Einigungsvertrag aufzunehmen .

-es war die DDR-Volkskammer die Joachim Gauck als Sonderbeauftragten einsetzte .

-auch die folgenden Behördenleiter , Marianne Birthler und Roland Jahn , sind ehemalige Bürger der DDR .

-die Verhandlungsvertreter der Bundesrepublik zum Einigungsvertrag sprachen sich gegen eine Aufarbeitung und für eine Vernichtung der Akten aus . Sie bevorzugten eine Amnestieregelung . Im Besonderen Wolfgang Schäuble .

Dies wurde von DDR Seite abgelehnt .

Aus meiner Erfahrung kann ich sagen , das Thema STASI/MfS gab es in der Bevölkerung der BRD gar nicht .
Einzig die Begriffe WARSCHAUER PAKT und VOPO waren allgemein bekannt ( und diese nach DDR Sprachgebrauch auch noch falsch ) .

Und heute hier so zu argumentieren , alles Böse kam und kommt aus dem Westen und die ehem. Bürger der DDR und das MfS und seine Werktätigen gingen Hand in Hand die 40 Jahre glücklich und zufrieden in trauter Zweisamkait bis zum bitteren Ende , ist einfach lächerlich .

Den Wessis ging die Stasi im wahrsten Sinne des Wortes am Arsch vorbei !

B 208



Du blendest dabei nur aus, von wem die neue Volkskammer damals dominiert wurde. Das war noch weniger "das Volk" wie sie es vorher war. Durch die allgegenwärtig und ziemlich aggressive Anti- Stasi und Anti-SED-Propaganda interessierter Kreise, die hofften, damit einen einstigen politischen Gegener dauerhaft auszuschalten und Wählerstimmen für die nächste Wahl zu gewinnen. Vergiss bitte auch nicht die völkerrechtswidrige massive Einmischung westdeutscher Politiker in den Wahlkampf in der DDR. Und das ging eben vom Westen aus, da beißt die Maus keinen Faden ab. Das war die alte Strategie, mit möglichst viel Polemik einen Großteil der nicht bis über den Tellerrand blicken könnenden Massen zu mobilisieren. Warum denkt den "dieses Volk" heute mehrheitlich anders als damals ? Weil ein großer Teil von ihm blind war für das, was sie erwartete und ja so gern ein Buhmann gefunden wird für alle nicht in Erfüllung gegangenen Wünsche des Lebens. Im letzten Jahrzehnt dämmerte es z.B. bei der SPD langsam, daß es ein Fehler war, sich nicht für reformwillige ehemalige SED-Mitglieder geöffnet zu haben. Sie hatten vergessen, daß auch die SED einmal auch aus Mitgliedern der SPD hervorgegangen ist und nach wie vor sozialdemokratisches Gedankengut bei einer Reihe von SED-Mitgliedern vorhanden war. Andere Parteien waren da nicht so pingelig.



zuletzt bearbeitet 03.03.2016 09:24 | nach oben springen

#330

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.03.2016 09:39
von Hanum83 | 4.796 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #329


Du blendest dabei nur aus, von wem die neue Volkskammer damals dominiert wurde. Das war noch weniger "das Volk" wie sie es vorher war. Durch die allgegenwärtig und ziemlich aggressive Anti- Stasi und Anti-SED-Propaganda interessierter Kreise, die hofften, damit einen einstigen politischen Gegener dauerhaft auszuschalten und Wählerstimmen für die nächste Wahl zu gewinnen. Vergiss bitte auch nicht die völkerrechtswidrige massive Einmischung westdeutscher Politiker in den Wahlkampf in der DDR. Und das ging eben vom Westen aus, da beißt die Maus keinen Faden ab. Das war die alte Strategie, mit möglichst viel Polemik einen Großteil der nicht bis über den Tellerrand blicken könnenden Massen zu mobilisieren. Warum denkt den "dieses Volk" heute mehrheitlich anders als damals ? Weil ein großer Teil von ihm blind war für das, was sie erwartete und ja so gern ein Buhmann gefunden wird für alle nicht in Erfüllung gegangenen Wünsche des Lebens. Im letzten Jahrzehnt dämmerte es z.B. bei der SPD langsam, daß es ein Fehler war, sich nicht für reformwillige ehemalige SED-Mitglieder geöffnet zu haben. Sie hatten vergessen, daß auch die SED einmal auch aus Mitgliedern der SPD hervorgegangen ist und nach wie vor sozialdemokratisches Gedankengut bei einer Reihe von SED-Mitgliedern vorhanden war. Andere Parteien waren da nicht so pingelig.



Das "mehrheitlich" halte ich für ein Gerücht, mal abgesehen von diversen Internet-Foren, die ich so kenne die in der DDR gelebt haben und das sind etliche, heult im normalen Leben nicht einer der DDR hinterher, warum auch, denen geht es mehrheitlich sehr gut.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
B208 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.03.2016 09:39 | nach oben springen

#331

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.03.2016 09:41
von B208 | 1.352 Beiträge

Schau dir Fernsehbilder des DDR Fernsehens an , noch zu Erichs Zeiten und zu Zeiten von Krenz und dann hör mal genau auf die Rufe der DDR Bürger , noch zu Zeiten der DDR-Volkskammer unter SED Herrschaft !!! Schon lange vor den Wahlen wurde die Stasi ganz offen angeklagt und nicht nur in den Großstäden , auch in der Provinz .

Aber ich weiß , alles vom Westen gelenkt , provoziert und finanziert .
Nur erschließt es sich mir nicht warum die alte BRD dann eine Amnestie und eine Aktenvernichtung favorisiert hat .
Auch dafür gibt es sicherlich einen unehrenhaften Ansatz im Westen .

Eigenverantwortung !!! Einfach mal Verantwortung für etwas übernehmen , was im eigenen Haus passiert ist .
Nochmal , dem Westbürger ging die Stasi am Arsch vorbei .

B208


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#332

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.03.2016 09:54
von B208 | 1.352 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #330
Zitat von DoreHolm im Beitrag #329


Du blendest dabei nur aus, von wem die neue Volkskammer damals dominiert wurde. Das war noch weniger "das Volk" wie sie es vorher war. Durch die allgegenwärtig und ziemlich aggressive Anti- Stasi und Anti-SED-Propaganda interessierter Kreise, die hofften, damit einen einstigen politischen Gegener dauerhaft auszuschalten und Wählerstimmen für die nächste Wahl zu gewinnen. Vergiss bitte auch nicht die völkerrechtswidrige massive Einmischung westdeutscher Politiker in den Wahlkampf in der DDR. Und das ging eben vom Westen aus, da beißt die Maus keinen Faden ab. Das war die alte Strategie, mit möglichst viel Polemik einen Großteil der nicht bis über den Tellerrand blicken könnenden Massen zu mobilisieren. Warum denkt den "dieses Volk" heute mehrheitlich anders als damals ? Weil ein großer Teil von ihm blind war für das, was sie erwartete und ja so gern ein Buhmann gefunden wird für alle nicht in Erfüllung gegangenen Wünsche des Lebens. Im letzten Jahrzehnt dämmerte es z.B. bei der SPD langsam, daß es ein Fehler war, sich nicht für reformwillige ehemalige SED-Mitglieder geöffnet zu haben. Sie hatten vergessen, daß auch die SED einmal auch aus Mitgliedern der SPD hervorgegangen ist und nach wie vor sozialdemokratisches Gedankengut bei einer Reihe von SED-Mitgliedern vorhanden war. Andere Parteien waren da nicht so pingelig.



Das "mehrheitlich" halte ich für ein Gerücht, mal abgesehen von diversen Internet-Foren, die ich so kenne die in der DDR gelebt haben und das sind etliche, heult im normalen Leben nicht einer der DDR hinterher, warum auch, denen geht es mehrheitlich sehr gut.



Diesen Eindruck habe ich auch , ob bei meiner Schwester in Michendorf oder bei meiner Nichte in Groß Glinicke oder wie meine Eindrücke bei privaten Treffen mit Freunden aus der DDR und sie waren alle bei den bewaffneten Organe , aber die von DoreHolm angesprochene Mehrheit habe ich nie erkannt .

B208


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#333

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.03.2016 09:55
von DoreHolm | 7.707 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #330
Zitat von DoreHolm im Beitrag #329


Du blendest dabei nur aus, von wem die neue Volkskammer damals dominiert wurde. Das war noch weniger "das Volk" wie sie es vorher war. Durch die allgegenwärtig und ziemlich aggressive Anti- Stasi und Anti-SED-Propaganda interessierter Kreise, die hofften, damit einen einstigen politischen Gegener dauerhaft auszuschalten und Wählerstimmen für die nächste Wahl zu gewinnen. Vergiss bitte auch nicht die völkerrechtswidrige massive Einmischung westdeutscher Politiker in den Wahlkampf in der DDR. Und das ging eben vom Westen aus, da beißt die Maus keinen Faden ab. Das war die alte Strategie, mit möglichst viel Polemik einen Großteil der nicht bis über den Tellerrand blicken könnenden Massen zu mobilisieren. Warum denkt den "dieses Volk" heute mehrheitlich anders als damals ? Weil ein großer Teil von ihm blind war für das, was sie erwartete und ja so gern ein Buhmann gefunden wird für alle nicht in Erfüllung gegangenen Wünsche des Lebens. Im letzten Jahrzehnt dämmerte es z.B. bei der SPD langsam, daß es ein Fehler war, sich nicht für reformwillige ehemalige SED-Mitglieder geöffnet zu haben. Sie hatten vergessen, daß auch die SED einmal auch aus Mitgliedern der SPD hervorgegangen ist und nach wie vor sozialdemokratisches Gedankengut bei einer Reihe von SED-Mitgliedern vorhanden war. Andere Parteien waren da nicht so pingelig.



Das "mehrheitlich" halte ich für ein Gerücht, mal abgesehen von diversen Internet-Foren, die ich so kenne die in der DDR gelebt haben und das sind etliche, heult im normalen Leben nicht einer der DDR hinterher, warum auch, denen geht es mehrheitlich sehr gut.



Mit "mehrheitlich" meinte ich den Umgang mit ehemaligen Mitarbeitern des MfS durch die Bundesanstalt und interessierte Kräfte. Das absolut mehrheitlich niemand mehr 100%ig der DDR so wie sie war nachtrauert, steht natürlich außer Frage. Das meinte ich auch nicht.



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#334

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.03.2016 09:57
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von B208 im Beitrag #331
Nur erschließt es sich mir nicht warum die alte BRD dann eine Amnestie und eine Aktenvernichtung favorisiert hat .

Nun, es war der Schäuble. Man sollte schon das Kind beim Namen nennen und sich nicht pauschalisierend hinter einem generischen Begriff wie die alte BRD verstecken. Wäre zumindest mal guter Stil, na egal. Du fragtest nach dem 'warum', na da lassen'mer doch ma den Schäuble selbst antworten, odär?!

"Viele Opfer des Systems beklagen nach wie vor, ihnen geschehe keine Gerechtigkeit. Gleichzeitig fühlen sich Stützen des damaligen Systems an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Etwas so Fürchterliches wie Teilung und SED-Diktatur wirkt leider nach, so lange Menschen leben, die dieses erlebt haben"

Klingt ja ganz 'vernüftig', hmm ... komisch nur das diese Aussage erst seit 2009 dokumentiert ist. Und einen ganz komischen Beigeschmack bekommt dieser retrospektive Standpunkt wenn man bereit ist sich an die Zeit um 2009 zu erinnern. Ich sage jetzt mal nur Schäublone und STASI 2.0. Bleibt die Frage, was hat er 1990 nun wirklich gedacht und favorisiert. Ich konnte bis jetzt kein öffentliches Statement aus der Wiedervereinigungszeit gegen die BStU finden.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 03.03.2016 09:57 | nach oben springen

#335

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.03.2016 10:00
von B208 | 1.352 Beiträge

Dann lies meinen Beitrag 323 , da findest Du Wolfgang Schäuble .


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#336

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.03.2016 10:02
von Merkur | 1.023 Beiträge

Zitat von B208 im Beitrag #328
Ergänzend zu meinem Beitrag 323 .
Die meisten noch aktiven Mitarbeiter des MfS wurden zu DDR Zeiten in den Jahren 1989 und 1990 durch DDR Organe entlassen , nicht durch die BRD !

Und Merkur , die Bürger der DDR , die Volkskammer der DDR haben sich gegen ihren eigenen, gegen den Geheimdienst der DDR entschieden . Dann muss seit der Aufstellung des DDR Geheimdienstes und der Auflösung des MfS aber einiges schiefgelaufen sein und das kann man nicht im Westen suchen und finden . Dieser Grund lag in der DDR und war ein internes innenpolitisches Problem .
B208



Da stimme ich Dir völlig zu. Natürlich ist einiges schief gelaufen. Die Situation der 50er und 60er Jahre war auch nicht mit der der 70er und 80er Jahre zu vergleichen. Das haben die Verantwortlichen in der Politik nicht erkannt oder wollten es nicht erkennen und sie haben die Lage falsch eingeschätzt bzw. die Berichte des MfS ignoriert. Und sie haben das MfS zu Maßnahmen eingesetzt, die einer politischen Lösung bedurft hätten. Das hat auch ein großer Teil der Mitarbeiter erkannt. Aber wie es in einem militärischen Organ ist, wurden Befehle ausgeführt. Und das MfS war so breit in der Verantwortlichkeit aufgestellt, dass die Masse der Mitarbeiter natürlich für sie legitime Aufgaben versah. Zu diesem Prozess führte aber auch, dass es in den 70er und 80er Jahren quasi keine Öffentlichkeitsarbeit mehr gab und die Bürger kaum noch wussten, was das MfS eigentlich tat. Die Ursachen für diese Entwicklung sind vielschichtig. Dazu kommt auch die gesamte Situation 1989 einschließlich der Handlungsunfähigkeit der politischen Führung. Und es musste natürlich ein Sündenbock für das Dilemma gefunden werden. Da bot sich das MfS doch bestens an.



B208 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.03.2016 10:05 | nach oben springen

#337

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.03.2016 10:04
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von B208 im Beitrag #335
Dann lies meinen Beitrag #323 , da findest Du Wolfgang Schäuble .
Nein, da finde ich nur die Behauptung aus Deiner Feder, das Schäuble bereits 1990 gegen die BStU aufgetreten sei. Na und dafür fand ich bis jetzt keine belastbare Quelle, also der Beigeschmack von 2009 bleibt *wink*


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#338

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.03.2016 10:07
von B208 | 1.352 Beiträge

Merkur . Deinem Beitrag kann ich viel Nachvollziehbares entnehmen .


zuletzt bearbeitet 03.03.2016 10:08 | nach oben springen

#339

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.03.2016 10:21
von B208 | 1.352 Beiträge

Nun, es war der Schäuble. Man sollte schon das Kind beim Namen nennen und sich nicht pauschalisierend hinter einem generischen Begriff wie die alte BRD verstecken. Wäre zumindest mal guter Stil, na egal.

Das war doch dein Einwand !?!?


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#340

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.03.2016 10:31
von 94 | 10.792 Beiträge

Also jetzt wird ä bissel ..., na egal. Also mal konkret die Frage ausformuliert: Hast Du eine Quelle welche belegt, daß der damalige Innenminister bereits vor 2009 gegen die Schaffung und/oder Unterhaltung der Behörde des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik war?


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