#281

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.02.2016 19:56
von SET800 | 3.094 Beiträge

Zitat von zast im Beitrag #278
Von was ?
passport

Als Verleugner bezeichne ich Leute, die verleugnen, dass in der DDR Unrecht geschehen ist. Aber bis zu der Erkenntnis ist es für Einige noch ein langer Weg, aber ein bequemer, wenn man bedenkt, dass vieles nicht mehr verfolgt werden kann.
Hoffentlich ist wenistens der Blick in den Spiegel getrübt.



Hallo,
wird es gegeben haben, kein Zweifel. Aber war das in einem Umfang der es aufdrängt dafür ein Knabenmusum und eine GauckBehörde zu haben und zu finanzieren?



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#282

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.02.2016 20:00
von Ebro | 561 Beiträge

Vielleicht meint er "Verleugner der Wasserzelle"



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#283

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.02.2016 20:01
von Ebro | 561 Beiträge

Kommt mir sehr bekannt vor. Gehe ich richtig, XVIII und BUS?



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#284

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.02.2016 20:07
von Ebro | 561 Beiträge

@zast, kennst Du mich in der kurzen Zeit hier im Forum schon so gut, dass Du überzeugt bist, ich bin ein "Veleugner"?? Kann ja wohl nicht sein, merkste wohl selber.
Und um Dich zu beruhigen, ich weiß sehr wohl, dass es in der DDR, im MfS, Unrecht gab. Aber das mache ich mit mir aus und nicht in der Öffentlichkeit.
Und danke der nachfrage-der Spiegel ist klar....!



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#285

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.02.2016 20:17
von B208 | 1.323 Beiträge

Zitat von Signalobermaat im Beitrag #1
Was kostet uns die BStU immer noch und was kostete uns die Behörde zur Aufarbeitung der Nazi Verbrechen.
Dazu wurden Recherchen im Bundesarchiv, sowie in Landesarchiven durchgeführt
13 Jahre nach dem Krieg war die Adenauer Regierung bereit eine Behörde zur Aufarbeitung von Nazi Verbrechen ins Leben zu rufen.
Die BStU wurde bereits im Jahr nach der Wiedervereinigung gegründet.
Für die Aufklärung der Naziverbrechen stellte die BRD Regierung insgesamt 32 082 804 € zur Verfügung.
Die Personalkosten betrugen 28 197 652€. In der Spitzenzeit waren dort 121 MA beschäftigt.
Die BStU kostete den Steuerzahler von 1991 bis 2014 insgesamt 2 262 233 272 €.
Die Personalkosten betrugen 1 831 399 016€.
1994 waren dort 3162 MA beschäftigt. Im Jahr 2014 noch 1605 MA.
Das Durschnittsjahresgehalt eines BStU MA betrug 49131€ . Das Durchschnittsgehalt in der Metallurgie zum Vergleich belief sich auf 53000€.
Die BStU hat in 4 Monaten, vom 01.01.2014 bis zum 30.04.2014 genauso viel Steuergelder bekommen, wie die Ludwigsburger NS Aufklärungsstelle in 31 Jahren.
Für die BStU mußten die Steuerzahler 70 mal mehr zahlen als für die gesamte Aufklärung aller unter der Hitlerherrschaft verübten Verbrechen.
Da die Diskrepanz sehr offensichtlich war, wurden im Bundestag vertretene Parteien angeschrieben,mit zwei Fragestellungen
1.Was sind die Gründe, daß für die BStU im 25 Jahrevergleich 125 mal mehr an Steuergeldern aufgewendet wurde als für die Aufklärung der NS Verbrechen. Warum wurde bei der BStU 26 mal mehr Personal benötigt, als für die zentrale Stelle in Ludwigsburg.

2.Im Jahr 2014 betrug das Durchschnittsgehalt der BStU MA 49131€ und ist dann die Annahme richtig, daß bei einem solchen Supergehalt die BStU alles unternehmen wird, damit diese aus Steuermitteln finanzierte Behörde niemals aufgelöst wird?
Die Partei die Linke antwortete sofort.Die FDP gab den Rat, sich an die Bundesregierung zu wenden( die FDP war 32 Jahre in der Regierung.)
Bei den anderen Parteien herrschte Funkstille. Nach 4 Wochen wurde gemahnt.
Die Grünen verwiesen an die Bundesregierung( auch sie gehörten von 1998 bis 2005 der Bundesregierung an.)
Nach 10 Wochen antworteten SPD und CDU.
SPD:Die Aufarbeitung ist eine sehr komplexe Angelegenheit, die diverse Bereiche des sozialen und gesellschaftlichen Lebens betrifft. Um all den verschiedenen Aufgaben bis zum künftigen Umgang gerecht zu werden, braucht es eine breit angelegte Aufarbeitung.Diese Behörde hat eine große nationale und internat Bedeutung für den Umgang mit der diktatorischen Vergangenheit.
Da aber nun 25 Jahre vergangen sind und schon im Verbund mit vielen zivilgesellschaftlichen Insttutionen und staatlichen Einrichtungen vielfältige Aufklärungsarbeit geleistet wurde ist die Frage nach der Entwicklungsperspektive dieser Sondereinrichtung zu recht gestellt.

Die CDU/CSU bezog sich in der Antwort darauf,daß sie die Aufarbeitung der Geschichte der NS Diktatur genügend Bedeutung beimißt und diese auch wachhalten wird, das ist im Koalitionsvertrag CDU/SPD festgeschrieben.
Die Antwort der Linken wurde in dem Bericht nicht veröffendlicht, die anderen Parteien bezogen zu den zwei Fragen keine konkrete Position.
Im Jahr 2000 hat der damalige Generalbundesanwalt Schaeffgen bereits festgestellt, das das Wesendliche in Sachen Aufarbeitung des SED Unrechts erforscht ist, und nicht mehr zu erwarten ist,neue wesendliche Inhalte zu erarbeiten.
Warum so stellt sich nun die Frage müssen bis 2019 jährlich 100 Millionen ausgegeben werden,für etwas, was schon bekannt ist.
Die Aufrechterhaltung dieser Behörde ist vom Bundestag bis 2019 beschlossen,wobei sich dann die gesamte Steuerverschwendung auf
ca. 3 Milliarden erhöhen wird.
Herr Jahn wird möglicherweise ausgehend von seiner weiteren finanziellen Sicherheit schon die richtigen Gründe finden, die Behörde weiter zu betreiben.Auch seine Nachfolger wollen noch ein Stück vom Kuchen abhaben.
Mehrfach wurde schon angeregt, diese Unterlagen im Bundesarchiv zu deponieren.
Es stellt sich die Frage, welchen Nutzen bringt nach 25 Jahren diese Behörde oder könnte die 100 Millionen jährlich nicht besser angelegt werden,aber bitte nicht unbedingt für Asylanten,sondern fürs Volk.
Es gibt ja noch eine weitere Einrichtung, die jährlich 5,53 Millionen Steuergelder verschlingt, die 1989 gegründete Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED Diktatur.
Aus dem SED Parteivermögen das alle Mitglieder mit ihren Beiträgen mitfinanziert haben entnahm die Bundesregierung 77 Millionen um die Bundesstiftung zu finanzieren.Da das Geld inzwischen ausgegeben ist, finanziert der Steuerzahler diesen Unsinn weiter.



Bist du vergesslich ???
Du hast das Thema mit deinen Zahlenspielen eröffnet !
Und dann deine Frage warum soviel über Geld diskutiert wird ??
Dann lies dir deinen #1 mal in Ruhe durch .

B208


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.02.2016 20:19 | nach oben springen

#286

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.02.2016 20:37
von Merkur | 1.018 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #6
Meine Meinung ist,die BStU muß ihre Arbeit weiter machen,
schon allein den Opfern des DDR-Regimes wegen



Zum ersten Halbsatz stimme ich Dir zu. Hinsichtlich Deines zweiten Halbsatzes gebe ich allerdings zu bedenken, dass die Aufarbeitung der 40 Jahre DDR und des MfS nicht einseitig auf die Opfer konzentriert werden kann und darf, wenn man es realistisch umsetzen will. Die BStU verwaltet gewiss nicht nur sogenannte Opferakten. Warum aber berichten die staatlich bezahlten Aufarbeiter nicht mal von den vielen dort vorhandenen Vorgängen, deren Bearbeitung völlig legitim und sicher im Intetesse der Bürger war ?? Ich kann mir die Frage selbst beantworten. Es würde nämlich ein anderes Bild auf das MfS werfen und man müsste sich in einigen grundsätzlichen Aussagen selbst infrage stellen.



DoreHolm, SCORN und Ebro haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.02.2016 20:39 | nach oben springen

#287

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.02.2016 20:48
von DoreHolm | 7.677 Beiträge

Zitat von Merkur im Beitrag #286
Zitat von Lutze im Beitrag #6
Meine Meinung ist,die BStU muß ihre Arbeit weiter machen,
schon allein den Opfern des DDR-Regimes wegen



Zum ersten Halbsatz stimme ich Dir zu. Hinsichtlich Deines zweiten Halbsatzes gebe ich allerdings zu bedenken, dass die Aufarbeitung der 40 Jahre DDR und des MfS nicht einseitig auf die Opfer konzentriert werden kann und darf, wenn man es realistisch umsetzen will. Die BStU verwaltet gewiss nicht nur sogenannte Opferakten. Warum aber berichten die staatlich bezahlten Aufarbeiter nicht mal von den vielen dort vorhandenen Vorgängen, deren Bearbeitung völlig legitim und sicher im Intetesse der Bürger war ?? Ich kann mir die Frage selbst beantworten. Es würde nämlich ein anderes Bild auf das MfS werfen und man müsste sich in einigen grundsätzlichen Aussagen selbst infrage stellen.


Rot: Weil jeder, der in der DDR ein LPG-Scheune abgefackelt hat, Vieh verrecken lassen, absichtlich eine teure Maschine in Klump gefahren hat oder als Entscheider sich von einem westlichen Anbieter korrumpieren ließ und teurer eingekauft hat als notwendig, ein Widerstandskämper gegen das SED-Unrechtsregime war und wenn der erwischt wurde, dann eben ein Opfer der DDR-Justiz war.



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#288

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.02.2016 20:53
von SET800 | 3.094 Beiträge

Hallo,
wer war Opfer, wer wurde von Staatsorganen willkürlich oder widerrechtlich im Staatsauftrag oder illegal zum persönlichen Vorteil derer die die Macht dazu hatten unterdrückt, seiner Lebenschancen beraubt?

Daß es Fehler möglicherweise gab, das ist denkbar. Oder weis jemand von denen die die Abläufe kannten ob mit ehrlichem Aufklärungswillen nachgeforscht wurde wenn es um Geheimschutz, Studienplätze oder Freigabe für GST-Fliegerei ging daß die "gesellschaftlich" belastende Information von EINER Quelle wirklich zutraf?



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#289

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.02.2016 20:53
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #287
Zitat von Merkur im Beitrag #286
Zitat von Lutze im Beitrag #6
Meine Meinung ist,die BStU muß ihre Arbeit weiter machen,
schon allein den Opfern des DDR-Regimes wegen



Zum ersten Halbsatz stimme ich Dir zu. Hinsichtlich Deines zweiten Halbsatzes gebe ich allerdings zu bedenken, dass die Aufarbeitung der 40 Jahre DDR und des MfS nicht einseitig auf die Opfer konzentriert werden kann und darf, wenn man es realistisch umsetzen will. Die BStU verwaltet gewiss nicht nur sogenannte Opferakten. Warum aber berichten die staatlich bezahlten Aufarbeiter nicht mal von den vielen dort vorhandenen Vorgängen, deren Bearbeitung völlig legitim und sicher im Intetesse der Bürger war ?? Ich kann mir die Frage selbst beantworten. Es würde nämlich ein anderes Bild auf das MfS werfen und man müsste sich in einigen grundsätzlichen Aussagen selbst infrage stellen.


Rot: Weil jeder, der in der DDR ein LPG-Scheune abgefackelt hat, Vieh verrecken lassen, absichtlich eine teure Maschine in Klump gefahren hat oder als Entscheider sich von einem westlichen Anbieter korrumpieren ließ und teurer eingekauft hat als notwendig, ein Widerstandskämper gegen das SED-Unrechtsregime war und wenn der erwischt wurde, dann eben ein Opfer der DDR-Justiz war.




immer die selbe Leier, hab nie von abgefackelten Scheunen gehört, mag in der sowjetischen Besatzungszeit und zone vielleicht noch passiert sein.
Da kommt die ganze Sicherheitsparanoia wieder hervor, wenn man deinen Post liest. Die SED Leute waren doch alle krank vor Angst und die Seuche ist dann auch noch auf die Stasi übergesprungen. Hast du jeden Morgen erst mal ums Eck geguckt, ob da nicht ein CIA Killerkommando steht ?


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#290

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.02.2016 20:54
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #288
Hallo,
wer war Opfer, wer wurde von Staatsorganen willkürlich oder widerrechtlich im Staatsauftrag oder illegal zum persönlichen Vorteil derer die die Macht dazu hatten unterdrückt, seiner Lebenschancen beraubt?

Daß es Fehler möglicherweise gab, das ist denkbar. Oder weis jemand von denen die die Abläufe kannten ob mit ehrlichem Aufklärungswillen nachgeforscht wurde wenn es um Geheimschutz, Studienplätze oder Freigabe für GST-Fliegerei ging daß die "gesellschaftlich" belastende Information von EINER Quelle wirklich zutraf?



Tausende, wenn nicht Hunderttausende!


.
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John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 29.02.2016 20:55 | nach oben springen

#291

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.02.2016 20:57
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Merkur im Beitrag #286
Zitat von Lutze im Beitrag #6
Meine Meinung ist,die BStU muß ihre Arbeit weiter machen,
schon allein den Opfern des DDR-Regimes wegen



Zum ersten Halbsatz stimme ich Dir zu. Hinsichtlich Deines zweiten Halbsatzes gebe ich allerdings zu bedenken, dass die Aufarbeitung der 40 Jahre DDR und des MfS nicht einseitig auf die Opfer konzentriert werden kann und darf, wenn man es realistisch umsetzen will. Die BStU verwaltet gewiss nicht nur sogenannte Opferakten. Warum aber berichten die staatlich bezahlten Aufarbeiter nicht mal von den vielen dort vorhandenen Vorgängen, deren Bearbeitung völlig legitim und sicher im Intetesse der Bürger war ?? Ich kann mir die Frage selbst beantworten. Es würde nämlich ein anderes Bild auf das MfS werfen und man müsste sich in einigen grundsätzlichen Aussagen selbst infrage stellen.


sag mir ein Beispiel, und zwar ein Beispiel welches eine gut aufgestellte "normale" Polizei nicht auch kann. ( und bitte nicht die angebrannte Scheune wieder bringen )


.
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John F.Kennedy 1963 in Berlin
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#292

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.02.2016 20:59
von Rostocker | 7.717 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #288
Hallo,
wer war Opfer, wer wurde von Staatsorganen willkürlich oder widerrechtlich im Staatsauftrag oder illegal zum persönlichen Vorteil derer die die Macht dazu hatten unterdrückt, seiner Lebenschancen beraubt?

Daß es Fehler möglicherweise gab, das ist denkbar. Oder weis jemand von denen die die Abläufe kannten ob mit ehrlichem Aufklärungswillen nachgeforscht wurde wenn es um Geheimschutz, Studienplätze oder Freigabe für GST-Fliegerei ging daß die "gesellschaftlich" belastende Information von EINER Quelle wirklich zutraf?




Ich zähle nicht dazu-wurde nicht politisch verfolgt und eingesperrt. Das einziges was es mal gab--12 Std bei der Kripo gesessen,aber nicht aus politischen Gründen.Und wo ich noch Pech hatte--ich durfte jeden Tag arbeiten gehen.


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#293

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.02.2016 21:03
von passport | 2.626 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #291
Zitat von Merkur im Beitrag #286
Zitat von Lutze im Beitrag #6
Meine Meinung ist,die BStU muß ihre Arbeit weiter machen,
schon allein den Opfern des DDR-Regimes wegen



Zum ersten Halbsatz stimme ich Dir zu. Hinsichtlich Deines zweiten Halbsatzes gebe ich allerdings zu bedenken, dass die Aufarbeitung der 40 Jahre DDR und des MfS nicht einseitig auf die Opfer konzentriert werden kann und darf, wenn man es realistisch umsetzen will. Die BStU verwaltet gewiss nicht nur sogenannte Opferakten. Warum aber berichten die staatlich bezahlten Aufarbeiter nicht mal von den vielen dort vorhandenen Vorgängen, deren Bearbeitung völlig legitim und sicher im Intetesse der Bürger war ?? Ich kann mir die Frage selbst beantworten. Es würde nämlich ein anderes Bild auf das MfS werfen und man müsste sich in einigen grundsätzlichen Aussagen selbst infrage stellen.


sag mir ein Beispiel, und zwar ein Beispiel welches eine gut aufgestellte "normale" Polizei nicht auch kann. ( und bitte nicht die angebrannte Scheune wieder bringen )



Jeder Staat hat das Recht selbstständig zu bestimmen welche Untersuchungsorgane bei Straftaten zum Einsatz kommen, oder ?


passport


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#294

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.02.2016 21:03
von Rostocker | 7.717 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #289
Zitat von DoreHolm im Beitrag #287
Zitat von Merkur im Beitrag #286
Zitat von Lutze im Beitrag #6
Meine Meinung ist,die BStU muß ihre Arbeit weiter machen,
schon allein den Opfern des DDR-Regimes wegen



Zum ersten Halbsatz stimme ich Dir zu. Hinsichtlich Deines zweiten Halbsatzes gebe ich allerdings zu bedenken, dass die Aufarbeitung der 40 Jahre DDR und des MfS nicht einseitig auf die Opfer konzentriert werden kann und darf, wenn man es realistisch umsetzen will. Die BStU verwaltet gewiss nicht nur sogenannte Opferakten. Warum aber berichten die staatlich bezahlten Aufarbeiter nicht mal von den vielen dort vorhandenen Vorgängen, deren Bearbeitung völlig legitim und sicher im Intetesse der Bürger war ?? Ich kann mir die Frage selbst beantworten. Es würde nämlich ein anderes Bild auf das MfS werfen und man müsste sich in einigen grundsätzlichen Aussagen selbst infrage stellen.


Rot: Weil jeder, der in der DDR ein LPG-Scheune abgefackelt hat, Vieh verrecken lassen, absichtlich eine teure Maschine in Klump gefahren hat oder als Entscheider sich von einem westlichen Anbieter korrumpieren ließ und teurer eingekauft hat als notwendig, ein Widerstandskämper gegen das SED-Unrechtsregime war und wenn der erwischt wurde, dann eben ein Opfer der DDR-Justiz war.




immer die selbe Leier, hab nie von abgefackelten Scheunen gehört, mag in der sowjetischen Besatzungszeit und zone vielleicht noch passiert sein.
Da kommt die ganze Sicherheitsparanoia wieder hervor, wenn man deinen Post liest. Die SED Leute waren doch alle krank vor Angst und die Seuche ist dann auch noch auf die Stasi übergesprungen. Hast du jeden Morgen erst mal ums Eck geguckt, ob da nicht ein CIA Killerkommando steht ?



Na wenn dieser demokratische Folterclub erst mal vor der Tür steht--dann findet man sich in Polen in ihren Folterkeller wieder.


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#295

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.02.2016 21:21
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Gert im Beitrag #290
Zitat von SET800 im Beitrag #288
Hallo,
wer war Opfer, wer wurde von Staatsorganen willkürlich oder widerrechtlich im Staatsauftrag oder illegal zum persönlichen Vorteil derer die die Macht dazu hatten unterdrückt, seiner Lebenschancen beraubt?

Daß es Fehler möglicherweise gab, das ist denkbar. Oder weis jemand von denen die die Abläufe kannten ob mit ehrlichem Aufklärungswillen nachgeforscht wurde wenn es um Geheimschutz, Studienplätze oder Freigabe für GST-Fliegerei ging daß die "gesellschaftlich" belastende Information von EINER Quelle wirklich zutraf?



Tausende, wenn nicht Hunderttausende!


Mülljohnen, @Gert
Gerd


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#296

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.02.2016 21:25
von Merkur | 1.018 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #291


sag mir ein Beispiel, und zwar ein Beispiel welches eine gut aufgestellte "normale" Polizei nicht auch kann. ( und bitte nicht die angebrannte Scheune wieder bringen )


Ich werde gewiss nicht auf der Basis abgebrannter Scheunen argumentieren. Im Bereich der Tötungskriminalität beispielsweise gab es einige Fälle, wo der Nachweis der Täterschaft anhand materieller Beweismittel und operativer Beobachtungen und Ermittlungen im Westen geführt werden musste. Dazu war die VP weder in der Lage, noch fielen solche speziellen Maßnahmen der Beweisführung in ihren Aufgabenbereich.
Oder nimm den Fall "Urania", verfilmt als Polizeiruf 110: "Mit dem Anruf kommt der Tod". Der VP wäre es technisch und operativ nicht möglich gewesen, obwohl im Film 1990 so dargestellt, die relevanten Telefonzellen eines Berliner Stadtbezirks technisch zu überwachen und durch Beobachter zu observieren, um den Anrufer zu ermitteln, der Kinder mittels Telefon zu Handlungen verführen wollte, die den Tod dieser Kinder bedeutet hätten. Beispiele gibt es zur Genüge. Und sobald kriminelle Handlungen die Sicherheit des Staates tangierten oder Unruhe unter der Bevölkerung hervorriefen, waren die Verantwortlichkeiten unmissverständlich geregelt. Und das war zweckmäßig und effektiv. Ich kenne auch keinen Bürger, der sich nach erfolgreicher Überführung des Täters durch das MfS über die Zuständigkeiten beschwert hat.



passport, Gert und Signalobermaat haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.02.2016 21:26 | nach oben springen

#297

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.02.2016 21:27
von Ebro | 561 Beiträge

Freund Gert, zu zeigst schon wieder profane Kenntnisse. Ich war in einer BUS-Kommission tätig (Brände, Unfälle, Störungen), die besondere Vorkommnisse in Zusammenarbeit mit der Kripo und der Feuerwehr aufklärte. Und die Mitarbeit des MfS war sehr wichtig, weil wir durch das Vorhandensein unserer "Spitzel" ganz andere Möglichkeiten zur Aufklärung hatten. Und was die Notwendigkeit dieser ständigen Kommission betrifft-das Net gibt sicher viel davon her, man muß es nur wollen und verstehen.
Ich glaube, dass mit der Paranoia überlegste Dir nochmal`. Wenn ich es lange genug hier bei Dir im Forum aushalte, schreibe ich vielleicht was dazu, z.B über den Vorgang, den ich bearbeitet habe....!

(@Merkur hat das Thema noch weiter ausgeführt-lesen und verstehen!!)



Signalobermaat hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.02.2016 21:29 | nach oben springen

#298

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.02.2016 21:48
von Hanum83 | 4.669 Beiträge

Zitat von Ebro im Beitrag #297
Freund Gert, zu zeigst schon wieder profane Kenntnisse. Ich war in einer BUS-Kommission tätig (Brände, Unfälle, Störungen), die besondere Vorkommnisse in Zusammenarbeit mit der Kripo und der Feuerwehr aufklärte. Und die Mitarbeit des MfS war sehr wichtig, weil wir durch das Vorhandensein unserer "Spitzel" ganz andere Möglichkeiten zur Aufklärung hatten. Und was die Notwendigkeit dieser ständigen Kommission betrifft-das Net gibt sicher viel davon her, man muß es nur wollen und verstehen.
Ich glaube, dass mit der Paranoia überlegste Dir nochmal`. Wenn ich es lange genug hier bei Dir im Forum aushalte, schreibe ich vielleicht was dazu, z.B über den Vorgang, den ich bearbeitet habe....!

(@Merkur hat das Thema noch weiter ausgeführt-lesen und verstehen!!)


Ja sicherlich, ihr habt nur zum Guten gewirkt, Brände aufgeklärt, die ganz pösen Sittenstrolche gefangen und so weiter und sofort, Dickels Truppe hätten wir uns also gleich sparen können.
Also ich hab die Gewichtungen wohl damals so ein wenig verkannt, sorry, meine Nachdankbarkeit kennt keine Grenzen


Ein Jahr lang 10 Kilometer der innerdeutschen Grenze 1983/84 mitbewacht.
(Zusatz-Info auf Wunsch eines einzelnen Users: War dabei auch Postenführer.)
zuletzt bearbeitet 29.02.2016 21:49 | nach oben springen

#299

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.02.2016 21:50
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #298
Zitat von Ebro im Beitrag #297
Freund Gert, zu zeigst schon wieder profane Kenntnisse. Ich war in einer BUS-Kommission tätig (Brände, Unfälle, Störungen), die besondere Vorkommnisse in Zusammenarbeit mit der Kripo und der Feuerwehr aufklärte. Und die Mitarbeit des MfS war sehr wichtig, weil wir durch das Vorhandensein unserer "Spitzel" ganz andere Möglichkeiten zur Aufklärung hatten. Und was die Notwendigkeit dieser ständigen Kommission betrifft-das Net gibt sicher viel davon her, man muß es nur wollen und verstehen.
Ich glaube, dass mit der Paranoia überlegste Dir nochmal`. Wenn ich es lange genug hier bei Dir im Forum aushalte, schreibe ich vielleicht was dazu, z.B über den Vorgang, den ich bearbeitet habe....!

(@Merkur hat das Thema noch weiter ausgeführt-lesen und verstehen!!)


Ja sicherlich, ihr habt nur zum Guten gewirkt, Brände aufgeklärt, die ganz pösen Sittenstrolche gefangen und so weiter und sofort, Dickels Truppe hätten wir uns also gleich sparen können.
Also ich hab die Gewichtungen wohl damals so ein wenig verkannt, sorry, meine Nachdankbarkeit kennt keine Grenzen


Hanum,

was soll dies jetzt ?

Gert hat eine Frage gestellt, @Merkur hat diese sachlich beantwortet.

Dies ist nun auch wieder nicht richtig, nur weil es Dir - einigen - nicht in den Kram passt oder wie ?


Signalobermaat hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#300

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.02.2016 22:03
von Hanum83 | 4.669 Beiträge

Ich hab noch mal in Ruhe ein wenig nachsinniert.
Manche steigen hier in den Keller und holen ihre angerosteten Schilder und Schwerter raus um so einem ausgewiesenem Anti-Sozialisten wie Gert, der ja schon 63 geflitzt ist, irgendwie paroli zu bieten.
Was ist aber mit einem Typen wie mir der so bis 86 noch an das gute im Sozialismus geglaubt hat und explizit durch eure Truppenteile, geformt von eurem ganz speziellem Chef vom Gegenteil, also das der DDR-Sozialismus gequirlte Kacke ist, überzeugt wurde?


Ein Jahr lang 10 Kilometer der innerdeutschen Grenze 1983/84 mitbewacht.
(Zusatz-Info auf Wunsch eines einzelnen Users: War dabei auch Postenführer.)
Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.02.2016 22:04 | nach oben springen



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