#261

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.02.2016 10:02
von Moskwitschka | 2.526 Beiträge

Die Außenstelle der BStU in Leipzig leistet sich jedenfalls eine neue Ausstellung.



http://www.lvz.de/Specials/Themenspecial...opagandaplakate

Moskwitschka


Fatal ist mir das Lumpenpack,
das, um die Herzen zu rühren,
den Patriotismus trägt zur Schau,
mit allen seinen Geschwüren.

Heinrich Heine

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#262

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.02.2016 10:05
von Georg | 1.003 Beiträge

Zitat von B208 im Beitrag #247
Er fragte bei den Landesbeaufragten und der Bundesbehörde für die „Stasi-Unterlagen“ an, ob seitens des MfS Terroranschläge mit der Tötung von Menschen ausgeführt worden seien. Die Jahn-Behörde schrieb ihn: „Zu durchgeführten Tötungsanschlägen der Staatssicherheit in einer Größenordnung, auf die Sie Bezug nehmen, liegen uns keine Informationen vor, und sie sind auch in dieser Weise nicht anzunehmen


Die Anfrage bezog sich auf Terroranschläge !!!!!
Und die Antwort bezieht sich auf Terroranschläge !!!!
B208



Na dann der gesamte Text: Startseite Übersicht Impressum Datenschutz Kontakt FAQ Suche


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Zeitschrift RF-Online Archiv Förderverein Regionalgruppen Wissen



RotFuchs 204 – Januar 2015
Jeder Vergleich der DDR mit Nazi-Deutschland
ist entschieden zurückzuweisen
Wortmeldung eines SPD-Genossen
aus Niederbayern

Johann Weber

Das Wort „DDR-Unrechtsstaat“ vernahm ich zum ersten Mal im hessischen Landtagswahlkampf 2008, als Andrea Ypsilanti mit einer verabscheuungswürdigen Kampagne vieler Politiker (leider auch aus der SPD) und der Medien zu Fall gebracht wurde. Der Begriff „Unrechtsstaat“ war bei mir mit den Genozid-Verbrechen Nazi-Deutschlands verbunden. Aber „Unrechtsstaat“ DDR? Für mich stand damals fest: Die haben mit Gewißheit Menschen ermordet!

Am 21. November 2013 las ich in der FAZ, „ein gut getarntes Terrorkommando der britischen Armee soll auf dem Höhepunkt des Bürgerkriegs in Nordirland gezielt IRA-Kämpfer liquidiert haben. Zwischen Ende der 60er und Ende der 90er Jahre kamen etwa 3500 Menschen ums Leben, die meisten durch die militanten Untergrundorganisationen auf katholischer und protestantischer Seite. Etwa elf Prozent sollen von britischen Sicherheitskräften getötet worden sein.“ Für mich unfaßbar, 380 Menschen wurden von einem Terrorkommando der britischen Regierung getötet.

Ich dachte sofort, das sind doch Verbrechen eines Unrechtsstaates! Warum verwendet da keiner diesen Begriff? Und ich erinnerte mich wieder an die „DDR-Unrechtsstaats-Kampagne“ im hessischen Landtagswahlkampf. Die müßten doch auch solche Verbrechen auf ihrem Konto haben mit Hunderten von Toten …

Ich überlegte, wer mir hier kompetent Auskunft geben könne. Mir fielen nur die „Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR“ ein. Also schrieb ich an sie in Berlin, Brandenburg, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Ich wies auf den Bericht in der FAZ hin und bat sie: „Bitte teilen Sie mir mit, ob vergleichbare Terroranschläge mit Tötung von Menschen durch die Stasi ausgeführt wurden. Wenn ja, bitte ich um Mitteilung, wie viele es belegbar gewesen sind.“

Zu meiner Überraschung bekam ich von allen Landesbeauftragten Antwort. Zwei von ihnen konnten keine Auskunft geben und verwiesen mich an den Bundesbeauftragten.

Einer schrieb: „Tatsächlich war die Staatssicherheit an der Tötung von Personen beteiligt. Der bisher wohl bekannteste Fall betrifft Michael Gartenschläger, der im April 1976 an der innerdeutschen Grenze erschossen wurde. Wie Sie richtig betonen, müssen weitere Einzelheiten aus den Akten der Staatssicherheit ermittelt werden. Allerdings verwahren wir diese Akten nicht; sie befinden sich im Archiv des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU), der zudem über eine eigene Forschungsabteilung verfügt.“ Dieser Landesbeauftragte erhielt von mir noch folgende Notiz. „Auf Ihre Anregung hin habe ich mich mit dem Fall Gartenschläger befaßt. Die Kernaussage dazu ist, er sei von der Stasi, die im Hinterhalt auf ihn gelauert habe, ermordet worden. Ich ging vor ein paar Tagen wieder auf die Google-Such-Reise zum Thema „Schießbefehl“. Hier bekam ich Informationen, daß Ende der 40er und Anfang der 50er Jahre an der BRD-Westgrenze Dutzende Menschen, darunter auch Kinder und Jugendliche, erschossen wurden. Der Landesbeauftragte erwiderte darauf. „Da ich die angeführten Vorgänge nicht kenne, kann ich sie selbstredend nicht kommentieren. Zudem ist das Internet, wie Sie ohne Zweifel wissen, mitunter eine mehr als fragwürdige Informationsquelle.“ Ich teilte ihm mit, daß die Informationsquelle „Der Spiegel“ sei und bekam keine Antwort mehr.

Ein anderer Beauftragter schrieb: „Wir haben zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen kein eigenes Forschungsprojekt bearbeitet. Daher möchte ich Sie bezüglich Ihrer Anfrage auf einen Artikel in der Zeitschrift ,Horch und Guck‘ hinweisen, der 2008 veröffentlicht wurde und im Internet abgerufen werden kann. Weiterhin empfehle ich Ihnen, sich mit Ihrer Anfrage direkt an die mit der Verwaltung der Stasi-Unterlagen betraute Behörde des Bundesbeauftragten zu wenden.“

Ich habe mir den Artikel „Liquidierung = Mord?“ der Zeitschrift „Horch und Guck“ (die jährlich mit 65 000 Euro von der Bundesstiftung Aufarbeitung finanziell unterstützt wird) angesehen. Ich fand keine einzige Beschreibung einer tatsächlich ausgeführten Tötungshandlung. Nur Unterstellungen.

Ein weiterer Landesbeauftragter meinte u. a., „Ich vermute mal, Sie sind der Meinung, die Verbrechen der Stasi würden aufgebauscht und das Unrecht in der westlichen Welt zugedeckt. Die Stasi hat keine Terrorkommandos losgeschickt, allerdings sind, soviel ich weiß, einzelne gezielte Tötungen auch inzwischen belegt.“ Ich fragte noch einmal nach und bekam folgende Auskunft: „Mit dem Satz ,Die Stasi hat keine Terrorkommandos losgeschickt‘, allerdings …“ habe ich doch Ihre Frage beantwortet!

Einen Landesbeauftragten ließ mein Bohren nicht in Ruhe. Er schrieb mir nochmals: „Die terroristischen Aktivitäten der DDR sind in zwei Bereiche zu gliedern: Erstens die offiziell politisch vertretenen (im staatlichen Auftrag) mit verborgenen Handlungsanweisungen. Zweitens strikt verborgene terroristische Aktivitäten, die vorwiegend vom MfS oder seinem Pendant in der Armee (NVA) durchgeführt worden sind und von der Planung her auch vor dem eigenen Apparat und Dienst verborgen wurden. Dennoch haben Sie insofern recht, daß die Tötung von echten oder vermeintlichen Gegnern kein bevorzugtes Machtmittel in der DDR war.“

Am Ende erhielt ich doch noch eine Antwort von der Jahn-Behörde. Die beiden ersten Sätze sorgten für Klarheit. Sie schrieb mir: „Zu durchgeführten Tötungsanschlägen der Staatssicherheit in einer Größenordnung, auf die Sie Bezug nehmen, liegen uns keine Informationen vor, und sie sind auch in dieser Weise nicht anzunehmen. An tatsächlich durchgeführten (jedoch glücklicherweise fehlgeschlagenen Tötungsakten) ist bislang nur jener auf einen Fluchthelfer während einer Israel-Reise bekanntgeworden, der meist als Bouletten-Mord rezipiert worden ist.“

Welches Fazit ziehe ich aus meinen Erkundigungen? Das Hauptquartier der Stasibehörde (BstU) und auch deren Landesgeschäftsstellen konnten mir keine Liste vorlegen, aus der zu ersehen war, daß die Staatssicherheit vergleichbare Terroranschläge – wie von britischen Sicherheitskräften durchgeführt –unternommen hätte. Präsentiert wurde außer dem dubiosen „Bouletten-Mord“ lediglich der Fall Gartenschläger. Wie dieser zu bewerten ist, konnte man einem RF-Artikel von Ulrich Guhl entnehmen. Alles andere sind Spekulationen. Läge nur eine Liste mit – sagen wir – fünf Morden vor, die der Staatssicherheit anzulasten wären, hätte ich sie mit Gewißheit von allen sieben angeschriebenen Stellen bekommen.

Ich werde mich gegen jeden stellen, der versucht, die Verbrechen der Hitlerfaschisten durch Vergleiche mit der DDR zu verharmlosen. Das bin ich Gewerkschaftern, Sozialdemokraten, Kommunisten und anderen schuldig, die Widerstand gegen das Naziregime leisteten und dafür ihr Leben lassen oder in Konzentrationslagern Schweres erleiden mußten.

Nun kannste lesen und deuten !


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
der 39., damals wars, Signalobermaat und DoreHolm haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.02.2016 10:07 | nach oben springen

#263

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.02.2016 10:19
von der 39. | 520 Beiträge

Hallo Georg,
klare Worte eindeutige Aussage, kein Geschwafel oder Mutmaßungen.
Zu den Tötungen an der niederländisch/belgischen Grenze kann man die dortigen Parlamentsdebatten nachlesen, die Grenzmorde dort sind aktenkundig.
Der 39.


Georg und Signalobermaat haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#264

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.02.2016 10:20
von Georg | 1.003 Beiträge

Zitat von Georg im Beitrag #232
Zitat von Gert im Beitrag #231
Zitat von Georg im Beitrag #229
#204 - Zitat: Der in der Mitverantwortung für diesen operativen Vorgang stehende MfS General Heinz Fiedler entzog sich einer Gerichtsverhandlung durch Selbsttötung .
In Untersuchungshaft ? Warum sollte er seinem Leben selbst ein Ende gesetzt haben ? Wie ist der General denn bewacht worden ? Ich wär für
etwas mehr Offenheit. Sonst könnte man annehmen, daß der General gequält wurde, in den Selbstmord getrieben wurde oder gar ermordet wurde. Zumal Todesfälle in bundesdeutschen Haftanstalten hier z.B. Baader/ Meinhoff immer noch sehr undurchsichtlich sind.


sie werden ihm, Fiedler, wohl wie Andreas Baader für die finale Lösung eine Pistole ganz unauffällig ausgehändigt haben. Natürlich wurde er vorher für seine Missetaten noch ordentlich gefoltert, gehört ja mit zum Programm. Wo waren die Brüder Grimm noch mal zu Hause ?


Die Brüder Grimm - ihre Lebensstationen waren Hanau, Kassel, Göttingen und Berlin.

So nun hab ich Deine Frage beantwortet. Sei so höflich und beantworte meine Fragen.



Nach so langer Zeit immer noch keine Antworten ! Geht doch sonst schneller !
Ich hab zwischenzeitlich im Internet gesucht. Nichts zu den Todesumständen des MfS - Generals ! Der General starb in Untersuchungshaft.
Damit stehen für mich die Verantwortlichkeiten für den Tod des Generals fest. Wie ist er zu Tode gekommen ? Da ergeben sich viele Möglichkeiten.
So einfach ist es nicht, seinem Leben ein Ende zu setzen - auch oder weil in Untersuchungshaft.


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#265

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.02.2016 10:39
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Georg im Beitrag #264
Zitat von Georg im Beitrag #232
Zitat von Gert im Beitrag #231
Zitat von Georg im Beitrag #229
#204 - Zitat: Der in der Mitverantwortung für diesen operativen Vorgang stehende MfS General Heinz Fiedler entzog sich einer Gerichtsverhandlung durch Selbsttötung .
In Untersuchungshaft ? Warum sollte er seinem Leben selbst ein Ende gesetzt haben ? Wie ist der General denn bewacht worden ? Ich wär für
etwas mehr Offenheit. Sonst könnte man annehmen, daß der General gequält wurde, in den Selbstmord getrieben wurde oder gar ermordet wurde. Zumal Todesfälle in bundesdeutschen Haftanstalten hier z.B. Baader/ Meinhoff immer noch sehr undurchsichtlich sind.


sie werden ihm, Fiedler, wohl wie Andreas Baader für die finale Lösung eine Pistole ganz unauffällig ausgehändigt haben. Natürlich wurde er vorher für seine Missetaten noch ordentlich gefoltert, gehört ja mit zum Programm. Wo waren die Brüder Grimm noch mal zu Hause ?


Die Brüder Grimm - ihre Lebensstationen waren Hanau, Kassel, Göttingen und Berlin.

So nun hab ich Deine Frage beantwortet. Sei so höflich und beantworte meine Fragen.



Nach so langer Zeit immer noch keine Antworten ! Geht doch sonst schneller !
Ich hab zwischenzeitlich im Internet gesucht. Nichts zu den Todesumständen des MfS - Generals ! Der General starb in Untersuchungshaft.
Damit stehen für mich die Verantwortlichkeiten für den Tod des Generals fest. Wie ist er zu Tode gekommen ? Da ergeben sich viele Möglichkeiten.
So einfach ist es nicht, seinem Leben ein Ende zu setzen - auch oder weil in Untersuchungshaft.

was denn für 'ne Frage ?


.
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#266

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.02.2016 10:44
von damals wars | 12.113 Beiträge

Nach so vielen Jahre wäre es Zeit die Archive des Westens zu öffnen, und da alle Akten in der USA in Kopie gelagert sind, wären die Bundesholzakten auch alle verfügbar, Frau müsste nur wollen.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#267

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.02.2016 11:15
von Moskwitschka | 2.526 Beiträge

Vielleicht hier ein wenig stöbern http://www.uhk-bnd.de/?page_id=17

Moskwitschka


Fatal ist mir das Lumpenpack,
das, um die Herzen zu rühren,
den Patriotismus trägt zur Schau,
mit allen seinen Geschwüren.

Heinrich Heine

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#268

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.02.2016 14:04
von zast (gelöscht)
avatar

Zitat von Ebro im Beitrag #249
@B208, was bist Du denn für Einer? Immer noch im Hassmodus von 89/90 oder haste in den letzten 25 Jahren schon geschnallt, dass nicht alles so war, wie immer gerne kolportiert? Ich denke nur an die berühmte Wasserzelle in Hohenschönhausen!
Ich glaube aber da setze ich zuviel voraus....!


Du gehörst wohl auch zu den Verleugnern!


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#269

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.02.2016 14:15
von passport | 2.626 Beiträge

Zitat von zast im Beitrag #268
Zitat von Ebro im Beitrag #249
@B208, was bist Du denn für Einer? Immer noch im Hassmodus von 89/90 oder haste in den letzten 25 Jahren schon geschnallt, dass nicht alles so war, wie immer gerne kolportiert? Ich denke nur an die berühmte Wasserzelle in Hohenschönhausen!
Ich glaube aber da setze ich zuviel voraus....!


Du gehörst wohl auch zu den Verleugnern!



Von was ?


passport


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#270

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.02.2016 14:29
von Ebro | 560 Beiträge

Vielleicht meint er "Verleugner der Wasserzelle"



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#271

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.02.2016 14:33
von damals wars | 12.113 Beiträge

Zitat von Ebro im Beitrag #270
Vielleicht meint er "Verleugner der Wasserzelle"


Um sowas zu Erfinden und in die Tat umzusetzen, braucht man schon ne Knabenhafte Phantasie!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#272

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.02.2016 17:16
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von B208 im Beitrag #260
Zitat von 94 im Beitrag #257

Zitat von Alfred
Wenn die Zahlen wenigstens stimmen würden ....
Ach, und die stimmen nicht? Wurden 1:1 aus der MA_Stasi.txt 'übernommen', hier mal die kompletten Datensätze ...
XXXXXX425164;99;49;00;;WXXXXX, MANFRED:;;;31500,00
XXXXXX405212;99;02;00;;BXXXXXXX, ORBAN:;;;30750,00
XXXXXX429749;99;49;00;;ZXXXX, GEORG:;;;35250,00
XXXXXX406917;99;43;00;;WXXX, GUENTER:;;;54750,00
XXXXXX407228;94;03;00;;MXXXXXXXX, HORST:;;;51750,00

Frage nun an @B208, wieso gerade diese Fünf? Repräsentativ sind die wohl nicht gerade, wie bereits bemerkt wurde.


Ich hab nur eine Liste mit Daten ab einer bestimmten Ebene . Von den Geburtsdaten und der Besoldungshöhe , gehe ich mal von höheren Offz.Dienstgraden aus . An Hand der Geburtsdaten wird die Masse auch schon wieder beim Minister sein .

B208


Klingt jetzt bissel, na ich sags ma vorsichtig ... unglaubwürdig. Was für'ne Liste soll'n das sein, sprich nach welchen Kriterien wurde da die (sog.) HAMSTER-Liste da gefiltert? Na wie auch immer, doch auch diese Auflistung wird doch nicht nur aus den 5 beispielhaften Mitarbeitern bestehen. Also nochmal die Frage ... wieso gerade diese Fünf?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#273

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.02.2016 17:20
von Alfred | 6.841 Beiträge

94,

vielleicht passen MA des MfS, die im Jahr 9.000,00 Mark erhalten haben nichts ins Bild.


damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#274

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.02.2016 18:00
von Signalobermaat | 356 Beiträge

Wäre ja mal interessant die Gehaltsliste vergleichbarer Dienststellungen des BND bzw.Verfassungsschutz zu veröffentlichen.
Ich denke, die kämen vor Lachen nicht in den Schlaf, oder würden bei gleichem Gehalt sofort ihre Demission einreichen.
B208, da könntest du noch ein paar Milliönchen hinzufügen.



passport und damals wars haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#275

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.02.2016 18:04
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Alfred
vielleicht passen MA des MfS, die im Jahr 9.000,00 Mark erhalten haben nichts ins Bild.

Na vielleicht, vielleicht gibts ja auch einen andern Denkansatz. Ob der sich nun jedermann erschließt, hmm? Da würde ich mich mehr über die Antwort von @B208 freuen, vor allem bevor die üblichen Verdächtigen ihm zum wiederholten Male reflexartig ans Bein piesseln wollen. Na wie auch immer lieber @Alfred, mir fehlt noch Deine Meinung zu Schild_und_Schwert_V2.0

Übrigens, also wenn man jetzt mal die MA-Stasi.txt (MD5-Hash e21bdbcc6468f21fea809f5d50015015) als Grundlage nimmt, bei aller Unschärfe. Von 99.630 Datensätzen enthalten 3.033 keine Angaben zum Gehalt und 388 Datensätze weisen ein Gehalt von unter 1.200M aus, also bis monatlich 100M. Die lassen wir jetzt mal aus der Rechnung raus, genauso wie die drei Ausreißer nach oben mit über 70.000M. Damit ergibt sich ein monatliches Brutto von 1.512,77M im Schnitt. Also das finde ich jetzt bissel, naja ... durchschnittlich?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 29.02.2016 18:06 | nach oben springen

#276

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.02.2016 18:09
von Alfred | 6.841 Beiträge

94,

sicher, dass es sich um Gehälter handelt oder anders formuliert, nur Gehälter ?

Ab einen bestimmten Alter gab es zum Gehalt auch die Rente hinzu.... und wenn man Verfolgter der Naziregimes war sah dies dann wieder anders aus.

Und 100 Mark hat keiner bekommen. Hier werden ja die Jahresverdienste angegeben und da konnte es durch den Einstellungstermin schon mal "seltsame" Zahlen geben. Z.B. die Einstellungen vom Oktober eines Jahres.


Signalobermaat hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.02.2016 18:12 | nach oben springen

#277

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.02.2016 18:13
von 94 | 10.792 Beiträge

Können wir uns auf den Begriff Einkommen einigen? Ja? Schön! Doch was ist nun mit Schild_und_Schwert_v2.0, also ich finde die Datensammlung recht brauchbar.
Und Deine Meinung


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#278

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.02.2016 19:04
von zast (gelöscht)
avatar

Von was ?


passport


Als Verleugner bezeichne ich Leute, die verleugnen, dass in der DDR Unrecht geschehen ist. Aber bis zu der Erkenntnis ist es für Einige noch ein langer Weg, aber ein bequemer, wenn man bedenkt, dass vieles nicht mehr verfolgt werden kann.
Hoffentlich ist wenistens der Blick in den Spiegel getrübt.


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#279

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.02.2016 19:29
von passport | 2.626 Beiträge

Zitat von zast im Beitrag #278
Von was ?


passport


Als Verleugner bezeichne ich Leute, die verleugnen, dass in der DDR Unrecht geschehen ist. Aber bis zu der Erkenntnis ist es für Einige noch ein langer Weg, aber ein bequemer, wenn man bedenkt, dass vieles nicht mehr verfolgt werden kann.
Hoffentlich ist wenistens der Blick in den Spiegel getrübt.






Und nur in der DDR gab es Unrecht ?


passport


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#280

RE: Können wir uns nach 25 Jahren die BStU noch leisten

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 29.02.2016 19:41
von Signalobermaat | 356 Beiträge

Mir erschließt sich nicht, warum so viel um das Geld diskutiert wird.
Um das zu verdienen muß doch jeder eine Gegenleistung bringen.Viel Geld wollen alle,viel Gegenleistung mit allen Nachteilen wollen die wenigsten.
Alle bewaffneten Organe der DDR haben ständig Kader gesucht. Jeder mit einem ordentlichen Schulabschluß bis zuzm Abitur konnte Berussoldat werden,konnte nach Absolvieren der OHS bzw. Akademie ein entsprechendes Geld verdienen.
Auch beim MfS wurden immer wieder neue Kader gesucht.
Die teilweise hohen Gehälter standen ja neben der Qualifikation auch für Einschränkungen in der Lebensqualität , ich hatte ja schon aus meiner Sicht berichtet, tägliche Überstunden fast normal,zusätzliche Stunden bis in die Nacht( Trefftätigkeit) ohne Vergütung.Viele Sonn-und Feiertagsdienste, nicht nur geplante, sondern nach op. Notwendigkeit.Als meine Kinder noch klein waren, habe ich sie in der Regel nur abends im Bett angetroffen.
Die Frauen mußten überwiegend allein zu recht kommen.
Also wenn ich alles in Geld aufwiegen wollte,was andere so an Freizeit u.a. Vorteilen hatten,da wäre es mir finanziell richtig gut gegangen.
In meiner letzten Dienststellung waren wir zu zweit, d.h. einer mußte ständig telef. erreichbar sein. Wenn der andere 4 Wochen Urlaub hatte, hieß es für mich 4 Wochen Stubenarrest.Meine Frau fuhr in der Zeit mit den Kindern alleine baden.Das leben haben trotz Geld nicht alle Familien durchgestanden.Nicht jeder freundschaftliche Kontakt war genehm,Da konnte man nicht einfach mit irgentjemand Freundschaft halten, wenn die Einstellung nicht stimmte, oder die Familie nicht in die Richtung paßte.Das alles war im Gehalt einbegriffen.
Ein richtiges Familienleben habe ich dann nach der Wende kennengelernt.
15.30 Feierabend.16,00 gemeinsames Kaffeetrinken. Danach Freizeit bis morgens 07.00.
Kein Abmelden, wenn ich die Wohnung verlassen wollte,keine Rückantwort, du mußt zu Hause bleiben, weil sich andere schon abgemeldet hatten und somit die Dienstbereitschaft nicht gewährleistet war.Nachts kein Telefon mehr,fahr mal raus,ne Schäune brennt, oder eine Havarie oder oder..
Am Wochenende, einfach ins Auto setzen und in die Natur fahren, keine Termine mehr, die einem die Nachtruhe raubten, oder ungeklärte Vorkommnisse, wo man sich Kritik einfing.Keine nervliche Belastung, die einem noch abends den Appetit verdarb.
Ich kam mir in dieser Zeit vor, als hätte ich ständig Urlaub.
Es kann nur jemand verstehen, der in einer solchen Tretmühle gearbeitet hat.Aber ich habe meine Arbeit gern gemacht, aus Überzeugung der Notwendigkeit.
Und wenn die BStU ehrlich wäre, Alfred hatte das schon angeführt und mal die Ergebnisse der Abt.I, II,III, VI,VII,XVIII,XXII veröffentlichen würde,käme es mit Sicherheit bei vielen zum Umdenken.Aber das bleibt schön geheim.



passport, Klauspeter und Ebro haben sich für diesen Beitrag bedankt
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