#21

RE: Hinterlandzaun 1952

in Grenztruppen der DDR 04.02.2016 17:49
von mibau83 | 831 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #19

Also mir war nicht bekannt, das die VP einen Signalzaun hatte--zumindestens nicht wo ich diente im GR 6.


z.b. im gr 9 zwischen bockstadt und veilsdorf. in etwa parallel dazu verlief die f(b)89.
das ist der bereich in dem 1975 die weinholdflucht stattfand.


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#22

RE: Hinterlandzaun 1952

in Grenztruppen der DDR 04.02.2016 18:45
von Mike59 | 7.979 Beiträge

Ich habe hier mal einen Kartenabschnitt aus meinem ehem. Bereich - Leider mußte ich die Datei komprimieren ich hoffe aber das es sich mit pdf gut zoomen läßt. Da ist im RdH ein GSZ der VP, Hundetrassen der VP und neben dem KP's auch ein BT.


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#23

RE: Hinterlandzaun 1952

in Grenztruppen der DDR 04.02.2016 19:01
von der 39. | 522 Beiträge

Zitat von Mike59 im Beitrag #17
Zitat von Hansteiner im Beitrag #16
HLZ am Beginn der Sperrzone ist kompletter Unsinn ! damals nicht und später auch nicht.

VG H.

Nicht unbedingt! Wenn man den teilweise vorhandenen Signalzaun der VP als solchen betrachtet ist der Unsinn nicht mehr ganz so komplett!

Bitte, was ist ein Signalzaun? War von 1949 bis 1958 direkt an der Linie. Als Posten PK und Kp-Chef, habe so etwas nicht gesehen.
Gruß vom 39.


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#24

RE: Hinterlandzaun 1952

in Grenztruppen der DDR 04.02.2016 19:54
von KAMÜ | 198 Beiträge

ein signalzaun wurde in den 70-iger Jahre eingeführt.die VP-Kontrollstellen hatten in verschiedenen Bereichen ein Sperrzaun gesetzt,damit eine fremde Person sich nicht orientieren konnte und sollte.Die Hundelaufanlagen der Polizei waren auch nur im Bereich einer Kontrollstelleaufgebaut, den dort war der Schutzhund des Posten abgelegt und diente gleichzeitig als laufanlage.



der 39. hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#25

RE: Hinterlandzaun 1952

in Grenztruppen der DDR 04.02.2016 20:04
von Zange | 397 Beiträge

Ich war damals beim BGS im nördlichsten Bereich der Grenze tätig.

In der DDR führte eine Fernstraße (F 104 oder 105) an einer Stelle fast direkt am Ufer des Dassower Sees entlang. Der See gehörte zur BRD, der Grenzstreifen war äußerst schmal.

Dort stand lediglich einer Mauer, ähnlich dem Berliner Vorbild. Einen GSZ gab es dort nicht, es war schlicht kein Platz dafür.

Ich kann mir gut vorstellen, dass 1989 die Grenze somit nicht komplett mit einem solchen Zaun bestückt war.


Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen (Helmut Schmidt)
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#26

RE: Hinterlandzaun 1952

in Grenztruppen der DDR 04.02.2016 20:10
von Fritze | 3.474 Beiträge

Zitat von Zange im Beitrag #25
Ich war damals beim BGS im nördlichsten Bereich der Grenze tätig.

In der DDR führte eine Fernstraße (F 104 oder 105) an einer Stelle fast direkt am Ufer des Dassower Sees entlang. Der See gehörte zur BRD, der Grenzstreifen war äußerst schmal.

Dort stand lediglich einer Mauer, ähnlich dem Berliner Vorbild. Einen GSZ gab es dort nicht, es war schlicht kein Platz dafür.

Ich kann mir gut vorstellen, dass 1989 die Grenze somit nicht komplett mit einem solchen Zaun bestückt war.


Da gabs einen Witz . Wie kommt man nach Dassow ?
Immer an der Wand lang !


"Das kann doch überhaupt nur jemand nicht wissen ,der entweder vollkommen ahnungslos ist ,oder ,oder jemand der also bösartig ist !"

"If you get up and walk away, leave the past behind, go ahead and take a ride ,no telling what you find ! "
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#27

RE: Hinterlandzaun 1952

in Grenztruppen der DDR 04.02.2016 21:02
von hotzel | 89 Beiträge

Zitat von KAMÜ im Beitrag #24
ein signalzaun wurde in den 70-iger Jahre eingeführt.die VP-Kontrollstellen hatten in verschiedenen Bereichen ein Sperrzaun gesetzt,damit eine fremde Person sich nicht orientieren konnte und sollte.Die Hundelaufanlagen der Polizei waren auch nur im Bereich einer Kontrollstelleaufgebaut, den dort war der Schutzhund des Posten abgelegt und diente gleichzeitig als laufanlage.



Da gab es auch Hunde, die haben wir das Futter nur mit der Stange hingeschoben, aber auch welche die mussten geweckt werden, sonst wären sie verhungert. Ach ja nicht nur bei den Hunden.



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#28

RE: Hinterlandzaun 1952

in Grenztruppen der DDR 04.02.2016 21:07
von Ernesto34 | 15 Beiträge

Ich wurde von Mibau per privater Mail Nach Hinterlandzaun befragt. Dazu nur einige Kurzbemerkungen. In meinem persönlichen Profil ist mein weswentlicher Werdegang dargestellt. Nun zum Hinterlandzaun 1952: Im Jahr 1952 hat noch niemand dran gedacht einen Hinterlandzaun aufzubauen.Ich war im Jahr 51-54 im Harz GB Oschersleben. Ab Frühjahr 54 wieder im Kdtr. Bereich Weferlingen -Döhren -Walbeck und Schwanefeld in allen Kdos.
vertreten. Es Gab ab 1947-48 einen einzigen Schlagbaum und der war auf der Strßa zwischen Weferlingen und Grasleben. Die Grenzordnung von 1952
im Mai war der Ausgangspunkt der Grenzsicherung durch den 10m Kontrollstreifen - den 500m Schutzstreifen und die 5 km Sperrzone. Ab Frühjahr 1955
wurden die ersten Schlagbäume, Beobachtungstürme aus Holz gebaut. Da ich Stellmacher gelernt hatte, hat man mich mit dem Aufbau eines kleinen Pioniertrupps beauftragt. Wir waren 4 Genossen. Verantwortlich war dann Uffz. Walter Jänicke , späterer Gruppenleiter der Hinterlandsicherung der VP, die alle mal Angehörige der Grenzpolizei waren.
Zu der Zeit haben wir dann hinter dem Kdo. Walbeck die entsprechenden Bäume selbst geschlageen und dann in der Walbecker Tischlerei durch ei Gatter entsprechend bearbeitet. Den ersten Schlagbaum haben wir gesetzt hinter dem Kdo.Schwanefeld in Richtung 5 Eckenstein-Helmstedt.
Dann bauten wir einen Beobachtungsturm im Kdo Bereich Weferlingen-Döhren in Blichrichtung Spellersieck.
Zu der Zeit gab es weder Stacheldrahtzaun noch sonstere Hinterlandsicherung. Aus meiner Zeit leben in der Weferlinger Gegend noch 2 ehemalige Offz und einige andere ehemalige Gen. alle über 80 Jahre. Da ich selbst aus Weferlingen stamme führen wir dort Jährlich unser Klassentreffen der Grundschule durch mit einer Rundfahrt entlang des Kollonnenweges Wasserturm - Überlandwer -Sand-und Tonwerke. Gruß Ernst Schüßling.


hotzel, mibau83, der 39., Lutze und Fritze haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#29

RE: Hinterlandzaun 1952

in Grenztruppen der DDR 04.02.2016 21:26
von Mike59 | 7.979 Beiträge

Na der in der Karte dargestellte Ausbau ist ja nun auch wirklich nicht aus dem Jahr 1952. Und eine Hundelaufanlage ist keine Zwingeranlage - wird wohl zu verschiedenen Zeiten an verschiedenen Orten verschiedene Zustände gegeben haben.


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#30

RE: Hinterlandzaun 1952

in Grenztruppen der DDR 04.02.2016 21:26
von hotzel | 89 Beiträge

Zitat von Ernesto34 im Beitrag #28
Ich wurde von Mibau per privater Mail Nach Hinterlandzaun befragt. Dazu nur einige Kurzbemerkungen. In meinem persönlichen Profil ist mein weswentlicher Werdegang dargestellt. Nun zum Hinterlandzaun 1952: Im Jahr 1952 hat noch niemand dran gedacht einen Hinterlandzaun aufzubauen.Ich war im Jahr 51-54 im Harz GB Oschersleben. Ab Frühjahr 54 wieder im Kdtr. Bereich Weferlingen -Döhren -Walbeck und Schwanefeld in allen Kdos.
vertreten. Es Gab ab 1947-48 einen einzigen Schlagbaum und der war auf der Strßa zwischen Weferlingen und Grasleben. Die Grenzordnung von 1952
im Mai war der Ausgangspunkt der Grenzsicherung durch den 10m Kontrollstreifen - den 500m Schutzstreifen und die 5 km Sperrzone. Ab Frühjahr 1955
wurden die ersten Schlagbäume, Beobachtungstürme aus Holz gebaut. Da ich Stellmacher gelernt hatte, hat man mich mit dem Aufbau eines kleinen Pioniertrupps beauftragt. Wir waren 4 Genossen. Verantwortlich war dann Uffz. Walter Jänicke , späterer Gruppenleiter der Hinterlandsicherung der VP, die alle mal Angehörige der Grenzpolizei waren.
Zu der Zeit haben wir dann hinter dem Kdo. Walbeck die entsprechenden Bäume selbst geschlageen und dann in der Walbecker Tischlerei durch ei Gatter entsprechend bearbeitet. Den ersten Schlagbaum haben wir gesetzt hinter dem Kdo.Schwanefeld in Richtung 5 Eckenstein-Helmstedt.
Dann bauten wir einen Beobachtungsturm im Kdo Bereich Weferlingen-Döhren in Blichrichtung Spellersieck.
Zu der Zeit gab es weder Stacheldrahtzaun noch sonstere Hinterlandsicherung. Aus meiner Zeit leben in der Weferlinger Gegend noch 2 ehemalige Offz und einige andere ehemalige Gen. alle über 80 Jahre. Da ich selbst aus Weferlingen stamme führen wir dort Jährlich unser Klassentreffen der Grundschule durch mit einer Rundfahrt entlang des Kollonnenweges Wasserturm - Überlandwer -Sand-und Tonwerke. Gruß Ernst Schüßling.




alles richtig, Hinterlandzaun der Durchgängig war, gab es auch zu meiner Zeit 67/68 noch nicht in den GA wo ich kurzzeitig war, Osterrode und Ilsenburg.
Hinterlandstreife schon ab und zu, in Ilsenburg war ja Kur angesagt, hatten alle Passierschein und es kam ja auch nicht jeder Kurbedürftige der Arbeiterklasse rein, manche sahen verdammt gesund aus, aber was soll's. Für uns immer interressant, so wegen Kurschatten, hat Spass gemacht die Kontrolle. Ach Herr sowieso und Frau sowieso.
Laufseilanlagen waren rar, aber ab und zu schon. Mehr zur Abschreckung durch das bellen, aber manche waren verdammt scharf, die haben jeden gebissen, egal wer oder was, andere mussten geweckt werden.



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zuletzt bearbeitet 04.02.2016 21:41 | nach oben springen

#31

RE: Hinterlandzaun 1952

in Grenztruppen der DDR 04.02.2016 21:52
von hotzel | 89 Beiträge

Zitat von der 39. im Beitrag #23
Zitat von Mike59 im Beitrag #17
Zitat von Hansteiner im Beitrag #16
HLZ am Beginn der Sperrzone ist kompletter Unsinn ! damals nicht und später auch nicht.

VG H.

Nicht unbedingt! Wenn man den teilweise vorhandenen Signalzaun der VP als solchen betrachtet ist der Unsinn nicht mehr ganz so komplett!

Bitte, was ist ein Signalzaun? War von 1949 bis 1958 direkt an der Linie. Als Posten PK und Kp-Chef, habe so etwas nicht gesehen.
Gruß vom 39.



Da gab es ja noch Normale, die die Schnauze voll hatten von rummballern auf Menschen, wenn es nicht um Leib und Leben ging. Die wurden aber mit den Jahren immer weniger, oder wurden nach Hause geschickt. Passten einfach nicht mehr ins Konzept. 1961 kam dann die Krönung. Stimmt es?



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zuletzt bearbeitet 04.02.2016 21:54 | nach oben springen

#32

RE: Hinterlandzaun 1952

in Grenztruppen der DDR 04.02.2016 22:32
von Grenzfuchs | 446 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #19

Also mir war nicht bekannt, das die VP einen Signalzaun hatte--zumindestens nicht wo ich diente im GR 6. Aber bekannt war mir, das sie hin und wieder mal Signalgeräte aufstellten.


KIeine Ergänzung aus meiner Erinnerung ab 1975. Im Bereich der KPP der Polizei an den Zufahrtsstraßen zum Grenzgebiet befanden sich links- und rechtsseitig z.T. sogenannte Hundetrassen, pro Hund im Durchschnitt 10-30m, oft 5-10 Hunde am Stück, meistens an schwer einsehbaren Geländeabschnitten durch die Polizei, also meistens Hohlwege, Waldschneisen und so.
Letztendlich mussten diese Trassen u.U. hin und wieder kontrolliert werden, wenn die Hunde wieder einmal wie die Wilden bellten. Soweit ich mich erinnere kam es da auch zu Festnahmen von 213er.
Und im Bereich der KPP waren auch, allerdings nicht soviel, Signalgeräte aufgestellt. Aber nur die alte Karabinervariante. War an jedem KPP aber unterschiedlich, wenn ich mich recht erinnere, 2,3 oder 4 Stück, aber mehr auf keinen Fall.
Signalgeräte mit Leuchtzeichen, also "Gefechtsfeldbeleuchtung" kamen nicht zum Einsatz.

Kann mich nicht erinnern, dass es in dem Bereich, also praktisch "im Hinterland" am Zugang zum Grenzgebiet, Sperr- bzw. Sicherungszaun oder so ähnlich gab.
Stacheldrahtzäune wurden viel später - aber nur an vorderster Front, errichtet.

Für mich Thema erledigt!

Gruß vom Grenzfuchs


Wer mit dem Strom schwimmt, wird nie die Quelle sehen!

GT der DDR, 1972-1975, GKS Süd -> GR-10 "Ernst Grube", II. Bat. Göttengrün / 8.GK Juchhöh - Uffz. - FW. d. Res.
Rostocker und Fritze haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#33

RE: Hinterlandzaun 1952

in Grenztruppen der DDR 05.02.2016 00:37
von Kalubke | 2.301 Beiträge

Ja, ich kann mich erinnern, dass Anfang der 80er an Stellen mit viel Publikumsverkehr auch abschnittweise Zaun an der Grenze zur Sperrzone stand. Und zwar war das z.B. dort der Fall, wo der Rennsteig östlich von Ernsttal auf die Straße nach Piesau trifft, an der entlang die Sperrzonengrenze verlief. Links und rechts der Stelle, wo der Rennsteig in die Sperrrzone weiter ging, war auf ca.. 100 - 200 m Länge Streckmetallzaun und auf dem Waldweg ein riesen Schlagbaum. Bis zum Schutzstreifen waren es von dort Luftlinie noch eimal ca 3 km und bis zur Grenze ca 4 km, den Rennsteig entlang sogar 7 km.



Gruß Kalubke



der 39. hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.02.2016 00:42 | nach oben springen



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