#81

RE: Kontakt mit dem BbKf?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.01.2016 19:59
von exgakl | 7.237 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #80
Zitat von zast im Beitrag #78
Schön, dass sich endlich mal jemand fundiert zu diesem seit Jahrzehneten diskutierten Thema äußert, der mit am sowjetischen Generalstabstisch gesessen hat... sagt Siggi.

Es sollte Dir aber geläufig sein, das es darüber Informationen gibt.



1. Selbst wenn ich die beiden Akademien besucht habe, muss dies nicht bedeuten, dass ich zu allen Fragen eine Antwort habe
2. Muss nicht alles stimmen was geschrieben wird. Gerade zu Fragen der op. Planung




@Alfred meinst du jetzt wirklich "habe" oder evenuell doch "hätte"?


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#82

RE: Kontakt mit dem BbKf?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.01.2016 20:03
von der alte Grenzgänger | 1.003 Beiträge

Zitat von zast im Beitrag #75
... Weil man der NVA keine unbedingte Treue zumuten wollte. (Deutscher schießt auf Deutsche).
...



Diese interessante Feststellung Deinerseits fiel mir jetzt erst so richtig auf.
Hast Du andererseits Informationen darüber oder bist Du der Meinung, dass auf der westlichen Seite (z.B. den Amis) das Vertrauen in die Soldaten der Bundeswehr dahingehend vorhanden war, dass diese Deutschen "auf Deutsche schiessen" würden ?
Das wäre ja eine wichtige Voraussetzung für einen militärischen Erfolg gewesen..
Oder war die Bundeswehr etwa auch bloß so eine blutrünstige Killertruppe wie GSSD / NVA und Grenztruppen ...

Siggi
(der im übrigen den BbKf nur als BBU- den "Bösen Bonner Ultra" kennt...)


"Man rühmt und man schmäht die meisten Dinge, weil es Mode ist, sie zu rühmen oder sie zu schmähen"
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
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#83

RE: Kontakt mit dem BbKf?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.01.2016 20:11
von der alte Grenzgänger | 1.003 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #80
...
2. Muss nicht alles stimmen was geschrieben wird.....




.. da hast Du recht, Alfred- man kann sich ja nicht mal hier im Forum darauf verlassen, dass alles Geschriebene wahr ist ..

Siggi


"Man rühmt und man schmäht die meisten Dinge, weil es Mode ist, sie zu rühmen oder sie zu schmähen"
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
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#84

RE: Kontakt mit dem BbKf?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.01.2016 20:33
von damals wars | 12.181 Beiträge

Zitat von zast im Beitrag #75


Michael, da muss ich Dir aber kräftig widersprechen. Wenn 2/3 der Kompanie um 17:00 Feierabend hatte, so war das lezte Drittel in Bereitschaft. Soll heißen, die Soldaten waren bereit, ihre zugewiesenen Posten bis a. W. einzunehmen. Das galt auch für das WE.
So weit wäre die NVA sowieso nie gekommen. Da war nämlich die Rote Armee und die sollte die ganze Arbeit übernehmen. Weil man der NVA keine unbedingte Treue zumuten wollte. (Deutscher schießt auf Deutsche).
Im Konzept des Warschauer Paktes war für die NVA auch nur eine Rolle der Sicherung des Vormarsches (wenn es denn den gegeben hätte) vorgesehen.
Ich hoffe meine Bewertung bringt Dein Weltbild nicht durcheinander.




Wer mal den Ausmarsch der Sowjetarmee aus einem Objekt erlebt hat, würde so etwas nicht schreiben.
Ich habe das mal bei einer Fahrt ins Feldlager erlebt. Habe ich auch schon mal geschildert.
Wir mussten warten, weil eine Kolonne ihre Kaserne verlies. Und dann stand alle 200 m ein LKW, der repariert wurde, zumindest die Einheit hätte nicht mal die Grenze zu sehen bekommen. da hätte auch die Sicherung des Vormarschs nichts geholfen
Sprich, im Ernstfall hätten die sehr viele (Beute) LKW gebraucht.
Wir wären marschiert . Unsere Technik wurde regelmäßig kontrolliert/angelassen (Stichwort Parktag).


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#85

RE: Kontakt mit dem BbKf?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.01.2016 21:04
von Marder | 1.413 Beiträge

Naja Hubert,
ich will die gerne glauben, dass die NVA gut ausgerüstet war, aber für den Einsatz eines Vormarsches war nur eine Divison vorgesehen und die hatte das Ziel Schleswig Dänemark.
Die restlichen Einheiten wären aus der Udssr und Polen gekommen. Das gilt zumindest für den Bereich der innerdeutschen Grenze.
MfG Marder


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.
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#86

RE: Kontakt mit dem BbKf?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.01.2016 21:32
von Hanum83 | 4.778 Beiträge

Habt ihr euch das mal vorgestellt damals, ich mein wenn wirklich der Kampfauftrag West gekommen wäre?
Ich glaube das hätte nicht funktioniert, Deutsche gegen Deutsche, auch wenn man uns zu Halbrussen machen wollte, irgendwie ist Blut dicker als Wodka.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
zuletzt bearbeitet 26.01.2016 21:34 | nach oben springen

#87

RE: Kontakt mit dem BbKf?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.01.2016 21:46
von damals wars | 12.181 Beiträge

Es gibt genug Beispiele, das die Deutschen sich gegenseitig die Köpfe eingeschlagen haben.
Die Schlachtfelder in Deutschland sind Beweis genug.
Und die Sachsen waren meist auf der Verliererseite.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#88

RE: Kontakt mit dem BbKf?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.01.2016 21:48
von Hanum83 | 4.778 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #87
Es gibt genug Beispiele, das die Deutschen sich gegenseitig die Köpfe eingeschlagen haben.
Die Schlachtfelder in Deutschland sind Beweis genug.
Und die Sachsen waren meist auf der Verliererseite.


Du meinst jetzt die Spätsteinzeit?


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
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#89

RE: Kontakt mit dem BbKf?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.01.2016 21:54
von Rostocker | 7.725 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #88
Zitat von damals wars im Beitrag #87
Es gibt genug Beispiele, das die Deutschen sich gegenseitig die Köpfe eingeschlagen haben.
Die Schlachtfelder in Deutschland sind Beweis genug.
Und die Sachsen waren meist auf der Verliererseite.


Du meinst jetzt die Spätsteinzeit?


Er meint sicher-bei der Novemberrevolution--da haben in großen Stil auch, Deutsche auf Deutsche geschossen . Und man hätte das wahrscheinlich auch getan--wenn es zu einen Konflikt zwischen Ost und West gekommen wäre.


zuletzt bearbeitet 26.01.2016 23:01 | nach oben springen

#90

RE: Kontakt mit dem BbKf?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.01.2016 22:22
von Marder | 1.413 Beiträge

Das ist alles noch gar nicht so lange her, dass deutschsprachige auf andere deutschsprachige geschossen haben.
Das gab es bis in 19. Jahrhundert. z.B. Preußen-Hannover. Preußen-Österreich.
MfG Marder


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.
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#91

RE: Kontakt mit dem BbKf?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.01.2016 22:25
von bürger der ddr | 3.626 Beiträge

Zitat von Marder im Beitrag #90
Das ist alles noch gar nicht so lange her, dass deutschsprachige auf andere deutschsprachige geschossen haben.
Das gab es bis in 19. Jahrhundert. z.B. Preußen-Hannover. Preußen-Österreich.
MfG Marder



Man muß nur den "richtigen" Grund finden....
Leider wurde das von allen Seiten zu oft ausgenutzt.



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#92

RE: Kontakt mit dem BbKf?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 27.01.2016 00:48
von StabsfeldKoenig | 2.648 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #86
Habt ihr euch das mal vorgestellt damals, ich mein wenn wirklich der Kampfauftrag West gekommen wäre?
Ich glaube das hätte nicht funktioniert, Deutsche gegen Deutsche, auch wenn man uns zu Halbrussen machen wollte, irgendwie ist Blut dicker als Wodka.


Wenn es von Westen her ballert, hätte man schon aus Überlebenswillen das Feuer erwidert. Und zwar ohne zu fragen, ob da Ami's oder Wessi's schießen.



Gesamtdeutscher Kamerad und DoreHolm haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#93

RE: Kontakt mit dem BbKf?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 27.01.2016 11:18
von Klauspeter | 987 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #87
Es gibt genug Beispiele, das die Deutschen sich gegenseitig die Köpfe eingeschlagen haben.
Die Schlachtfelder in Deutschland sind Beweis genug.
Und die Sachsen waren meist auf der Verliererseite.

Ich muss doch sehr bitten; leg dich nicht mit den Sachsen an.
Historische Wahrheit ist, dass beispielsweise Sachsen bis zum Ende des 17. Jahrhunderts außenpolitisch an der Seite des österreichischen Kaiserhauses blieb.
1683 beteiligte sich Kurfürst Johann Georg III. persönlich mit dem Sächsischen Heer an der Schlacht am Kahlenberg, die die Zweite Wiener Türkenbelagerung beendete und für die wichtige Befreiung Wiens sorgte.
Die Niederlage der osmanischen Armee bedeutete den Anfang vom Ende der türkischen Hegemonialpolitik. Die sächsischen Kurfürsten leisteten Truppenhilfen gegen die Türken und Sachsen war auch am Reichskrieg gegen den französischen König Ludwig XIV. beteiligt.

Ansonsten sind die Sachsen friedliche Menschen, solange man sie nicht reizt.

Klaus


Gesamtdeutscher Kamerad hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#94

RE: Kontakt mit dem BbKf?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 27.01.2016 11:33
von Klauspeter | 987 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #86
Habt ihr euch das mal vorgestellt damals, ich mein wenn wirklich der Kampfauftrag West gekommen wäre?
Ich glaube das hätte nicht funktioniert, Deutsche gegen Deutsche, auch wenn man uns zu Halbrussen machen wollte, irgendwie ist Blut dicker als Wodka.

Bei einem Angriff auf uns wäre auf jeden Fall auf den Gegner geschossen worden.
Nicht so ganz sicher bin ich mir in dem Fall, wenn wir den Befehl zum Angriff erhalten hätten, um einem gegnerischen Angriff zuvor zu kommen.

Wie dem auch sei:
Gesamtdeutscher Kamerad hat das mal treffend ausgedrückt: "Ein dreifaches Hurra darauf, dass wir nicht aufeinander schießen mussten!"

Klaus


Gesamtdeutscher Kamerad hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#95

RE: Kontakt mit dem BbKf?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 27.01.2016 16:16
von der alte Grenzgänger | 1.003 Beiträge

Zitat von Klauspeter im Beitrag #94
...
Nicht so ganz sicher bin ich mir in dem Fall, wenn wir den Befehl zum Angriff erhalten hätten, um einem gegnerischen Angriff zuvor zu kommen.....

Klaus


.. ich bin mir da (leider) ziemlich sicher...
Wie hätte denn die Verweigerung von uns Muschkoten aussehen sollen?
Ich hab es einmal (74) erlebt, dass das Regiment aus dem Nichts "rausgeflogen" ist mit aufmunitionierter Gefechtstechnik (klar)- Kampfsatz 0,5 am Mann, die Einwegspritzen in den Beintaschen... keiner eine Ahnung was los war... uns gerade 19 gewordenen Bengels ging kollektiv der Arsch auf Grundeis, kannste glauben...
... die Übung wurde aber bald abgebrochen- Gott sei dank ..

Siggi


"Man rühmt und man schmäht die meisten Dinge, weil es Mode ist, sie zu rühmen oder sie zu schmähen"
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
Gesamtdeutscher Kamerad hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#96

RE: Kontakt mit dem BbKf?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 27.01.2016 18:31
von Klauspeter | 987 Beiträge

Siggi, da wirst du wohl recht haben...
Es wäre wohl marschiert worden.
Der Soldat hätte da nichts mit Verweigerung erreicht.
Wie es ganz oben ausgesehen hätte, weiß ich nicht.
Da hat sich damals verständlicher Weise keiner in die Karten gucken lassen und auch heute wird wohl da keiner sich dazu äußern.

Damals ist alles gut gegangen - es wurde nicht geschossen.
Hoffen wir, dass wir auch heute von Kriegen verschont bleiben. Die Kriegsgefahr scheint mir heute beinahe noch größer zu sein...

Klaus


der alte Grenzgänger und Gesamtdeutscher Kamerad haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#97

RE: Kontakt mit dem BbKf?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 27.01.2016 19:42
von Alfred | 6.849 Beiträge

Zitat von Marder im Beitrag #85
Naja Hubert,
ich will die gerne glauben, dass die NVA gut ausgerüstet war, aber für den Einsatz eines Vormarsches war nur eine Divison vorgesehen und die hatte das Ziel Schleswig Dänemark.
Die restlichen Einheiten wären aus der Udssr und Polen gekommen. Das gilt zumindest für den Bereich der innerdeutschen Grenze.
MfG Marder



Marder,

da liegst Du aber nicht ganz richtig. Dänemark spielte für die NVA keine Rolle, Dänemark gehörte zur Küstenfront und war Sache der polnischen Streitkräfte.

Die NVA gehörte zur Westfront .


vs1400 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#98

RE: Kontakt mit dem BbKf?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 27.01.2016 20:37
von DoreHolm | 7.702 Beiträge

Zitat von Klauspeter im Beitrag #94
Zitat von Hanum83 im Beitrag #86
Habt ihr euch das mal vorgestellt damals, ich mein wenn wirklich der Kampfauftrag West gekommen wäre?
Ich glaube das hätte nicht funktioniert, Deutsche gegen Deutsche, auch wenn man uns zu Halbrussen machen wollte, irgendwie ist Blut dicker als Wodka.

Bei einem Angriff auf uns wäre auf jeden Fall auf den Gegner geschossen worden.
Nicht so ganz sicher bin ich mir in dem Fall, wenn wir den Befehl zum Angriff erhalten hätten, um einem gegnerischen Angriff zuvor zu kommen.

Wie dem auch sei:
Gesamtdeutscher Kamerad hat das mal treffend ausgedrückt: "Ein dreifaches Hurra darauf, dass wir nicht aufeinander schießen mussten!"

Klaus


Grün: Wurde hier schon mehrfach diskutiert, aber das entsprach der Strategie der WP-Staaten, insb. der SU "den Gegner auf seinem eigenen Territorium schlagen". Man hatte die Lehren aus dem nicht erwartetem (bzw. nich wahr haben wollendem) Überfall der Wehrmacht gezogen, bei dem diese bis vor die Tore Moskaus vorstoßen konnte, ehe man zu wirksamen Gegenschlägen in der Lage war.
So eine Lage realistisch einzuschätzen, daß ein sog. "Präventivschlag" wie es heute genannt wird, für die Mannschaften praktisch unmöglich war. Der aufmerksame Soldat hätte aber schon Tage oder Wochen vorher aus den Medien und den Aktivitäten in den Einheiten mitbekommen, daß sich da irgendwas nicht so gutes anbahnte.



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#99

RE: Kontakt mit dem BbKf?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 27.01.2016 21:12
von Rostocker | 7.725 Beiträge

Zitat von Klauspeter im Beitrag #96
Siggi, da wirst du wohl recht haben...
Es wäre wohl marschiert worden.
Der Soldat hätte da nichts mit Verweigerung erreicht.
Wie es ganz oben ausgesehen hätte, weiß ich nicht.
Da hat sich damals verständlicher Weise keiner in die Karten gucken lassen und auch heute wird wohl da keiner sich dazu äußern.

Damals ist alles gut gegangen - es wurde nicht geschossen.
Hoffen wir, dass wir auch heute von Kriegen verschont bleiben. Die Kriegsgefahr scheint mir heute beinahe noch größer zu sein...

Klaus



Grün---So ganz stimmt das nicht--Deutschland beteildigt sich wieder am Krieg-- auch wenn er über 1000 Km von der Heimat statt findet. Auch dort muß man angeblich die Freiheit verteidigen--Jahrzehnte vorher tat man es nicht.


Damals87 und Klauspeter haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#100

RE: Kontakt mit dem BbKf?

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 28.01.2016 23:00
von zast (gelöscht)
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Bekannt ist mir nicht wie eine Verteidigung eines sowjetischen Angriffs auf Westdeutschland ausgegangen wäre.
Bekannt ist aber, das in Niedersachsen die 1. Panzergrenadierdivision mit 3 Brigaden, 2 Grenadier- und 1 Panzerbrigade, die erste Angriffswelle der Sowjetarmee gemeinsam mit britischen und niederländischen Kräften aufhalten sollte.
Weil man nämlich davon ausging, dass nachrückende Kräfte aus USA einige Tage brauchen würden um ausgerüstet und in den Einsatz gebracht werden konnten. Soweit mir bekannt ist rechnete man etwa mit bis zu 5 Tagen. Die Depots der USA befanden sich für den norddeutschen Raum in Holland und Belgien, vielleicht auch im westlichen Niedersachsen, worüber ich aber keine gesicherten Erkenntnisse habe.
Sollten die Sowjets diese Verteidigungswelle der deutschen, britischen und holländischen Einheiten durchbrechen, so waren Atomraketen vorgesehen, was ja nun wirklich der GAU gewesen wäre. Aber die Sowjets sollten auf jeden Fall daran gehindert werden bis zum Rhein durchzubrechen.
Dieses Wissen beruht auf den Stand bis Ende der 1960er Jahre. Was sich danach geändert hat entzieht sich meiner Kenntnis. Ob Deutsche auf Deutsche hätten schießen müssen? Wer weiß? Jedenfalls war die Militärdoktrin des WP so gewählt, dass erst einmal keine NVA-Kräfte am Vormarsch teilnehmen sollten. Punkt.


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