#1

Bautzen, wieviel Dummheit oder Ignoranz war nötig?

in Leben in der DDR 14.12.2015 11:57
von SET800 | 3.104 Beiträge

Hallo,

Wieviel "Mühe" wider besseren Wissens brauchte ein DDR-Bürger um politisch ( nach Westdefinition ) einen Aufenthalt in Bautzen oder anderswo zu "gewinnen"?

Was passierte im Vorfeld mit jemanden der in der Kneipe, unter Kollegen usw. sich negativ über den Staat auch gehässig äusserste, Verhaftung und Verfahren aus heiterem Himmel oder weit vorher Ansprache und Ermahnung im Betrieb duch Partei oder Kaderabteilung?


1000 Flugblätter wie auch immer heimlich gedruckt und am Alex verteilt wäre ja massiver Vorsatz um den Staatsurlaub zu erlangen.

Ich denke über die wie auch immer kritiserten Konsequenzen für den Arbeitsplatz in Folge eines Ausreiseantrages wußte wohl auch jeder der das tat bescheid.

Ich frage nicht nach der Angemessenheit der Konsequenzen sondern nur ob jemand wirklich naiv und dumm sich in massive Probleme bringen konnte, "aus Versehen" sozusagen.



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#2

RE: Bautzen, wieviel Dummheit oder Ignoranz war nötig?

in Leben in der DDR 14.12.2015 13:09
von Hanum83 | 4.759 Beiträge

Mein Bekannter hat sich 87 auf den Markt gestellt mit einem Schild um den Hals wo draufstand "Lasst uns endlich raus aus diesem Verbrecher-Staat",
hat dafür glaub ich 18 Monate abgefasst und 12 abgesessen ehe sie ihn verkauft haben.
War taktisch sicherlich etwas unglücklich die Aktion, aber er wollte nun mal mit seiner Familie raus nach 2 Jahre laufendem Ausreiseantrag.
Ich werte das auch nicht anmaßend ob das nun richtig oder falsch war oder gar ignorant und dumm, er hat es gemacht und somit war es seine Entscheidung.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
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zuletzt bearbeitet 14.12.2015 13:10 | nach oben springen

#3

RE: Bautzen, wieviel Dummheit oder Ignoranz war nötig?

in Leben in der DDR 14.12.2015 19:56
von Gelöschtes Mitglied
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Eventuell das Thema verfehlend.
Ähnlicher Fall in Leipzig, hier stand ein junger Mann auf dem Markt und hält ein Schild hoch "Nieder mit dem Scheißstaat".
Polizei rückt an entreisst ihm das Schild, Festnahme. In der Vernehmung dann die Aussage, "ich habe doch garnicht die DDR gemeint".
Da rastet der Vernehmer rastet aus und brüllt "hören sie auf zu lügen, es gibt nur einen Scheißstaat".
Folgen sind nicht bekannt.
Micha


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#4

RE: Bautzen, wieviel Dummheit oder Ignoranz war nötig?

in Leben in der DDR 14.12.2015 20:04
von Hanum83 | 4.759 Beiträge

Zitat von G.Michael im Beitrag #3

Da rastet der Vernehmer rastet aus und brüllt "hören sie auf zu lügen, es gibt nur einen Scheißstaat".



Wie schreibt immer unser schreibender Arbeiter?
Einfach köstlich.


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#5

RE: Bautzen, wieviel Dummheit oder Ignoranz war nötig?

in Leben in der DDR 14.12.2015 20:08
von 1941ziger | 997 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #2
Mein Bekannter hat sich 87 auf den Markt gestellt mit einem Schild um den Hals wo draufstand "Lasst uns endlich raus aus diesem Verbrecher-Staat",
hat dafür glaub ich 18 Monate abgefasst und 12 abgesessen ehe sie ihn verkauft haben.




Was mich interessieren würde............ist der Betroffene inzwischen rehabilitiert worden oder gilt er immer noch als vorbestraft.


Die veröffentlichte Meinung ist nicht die Öffentliche.
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#6

RE: Bautzen, wieviel Dummheit oder Ignoranz war nötig?

in Leben in der DDR 14.12.2015 20:11
von Hanum83 | 4.759 Beiträge

Zitat von 1941ziger im Beitrag #5
Zitat von Hanum83 im Beitrag #2
Mein Bekannter hat sich 87 auf den Markt gestellt mit einem Schild um den Hals wo draufstand "Lasst uns endlich raus aus diesem Verbrecher-Staat",
hat dafür glaub ich 18 Monate abgefasst und 12 abgesessen ehe sie ihn verkauft haben.




Was mich interessieren würde............ist der Betroffene inzwischen rehabilitiert worden oder gilt er immer noch als vorbestraft.



Er hatte im Westen von seinem Vater damals viel geerbt und wollte daher verständlicherweise nichts als raus, er ist nun schon fast 30 Jahre drüben, ich vermute mal es ist ihm scheißegal ob er rehabilitiert wurde.
Ist aber schon eine interessante Frage, ich frag ihn mal wenn er wieder mal bei mir ist.


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zuletzt bearbeitet 14.12.2015 20:33 | nach oben springen

#7

RE: Bautzen, wieviel Dummheit oder Ignoranz war nötig?

in Leben in der DDR 14.12.2015 20:19
von utkieker | 2.920 Beiträge

Zitat von 1941ziger im Beitrag #5
Zitat von Hanum83 im Beitrag #2
Mein Bekannter hat sich 87 auf den Markt gestellt mit einem Schild um den Hals wo draufstand "Lasst uns endlich raus aus diesem Verbrecher-Staat",
hat dafür glaub ich 18 Monate abgefasst und 12 abgesessen ehe sie ihn verkauft haben.




Was mich interessieren würde............ist der Betroffene inzwischen rehabilitiert worden oder gilt er immer noch als vorbestraft.


Selbst in der DDR, wäre die Vorstrafe längst getilgt, Faustwert zur Tilgung einer Vorstrafe Haftstrafe mal zwei. Aber Rechtsexperten wissen sicherlich mehr.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#8

RE: Bautzen, wieviel Dummheit oder Ignoranz war nötig?

in Leben in der DDR 14.12.2015 20:26
von 1941ziger | 997 Beiträge

Naja, so scheißegal ist es nicht........ich hatte einen Kollegen (heute 80) dem hatte man 1959 drei Jahre aufgebrummt.
Er hatte ein Papierfähnchen (Rot mit SED Emblem) in der Firma verbrannt, bei ihm fand man bei der Hausdurchsuchung
zwei Fotos mit den Eltern im Vordergrund und ganz weit weg die Russenkaserne von Meissen/Bonitzsch.
Das reicht um ihm noch Militärspionage anzulasten.

Diese 3 Jahre fehlen ihm heute noch bei der Rentenberechnung und rehabilitiert ist er auch nicht.
Sein Antrag wurde 1992 abgelehnt mit der Begründung..........er ist rechtmäßig verurteilt worden.


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#9

RE: Bautzen, wieviel Dummheit oder Ignoranz war nötig?

in Leben in der DDR 14.12.2015 20:36
von Hanum83 | 4.759 Beiträge

Zitat von 1941ziger im Beitrag #8
Naja, so scheißegal ist es nicht........ich hatte einen Kollegen (heute 80) dem hatte man 1959 drei Jahre aufgebrummt.
Er hatte ein Papierfähnchen (Rot mit SED Emblem) in der Firma verbrannt, bei ihm fand man bei der Hausdurchsuchung
zwei Fotos mit den Eltern im Vordergrund und ganz weit weg die Russenkaserne von Meissen/Bonitzsch.
Das reicht um ihm noch Militärspionage anzulasten.

Diese 3 Jahre fehlen ihm heute noch bei der Rentenberechnung und rehabilitiert ist er auch nicht.
Sein Antrag wurde 1992 abgelehnt mit der Begründung..........er ist rechtmäßig verurteilt worden.



Ok, an die Rente hatte ich gar nicht gedacht, unser Turtle und Lutze können vielleicht dazu was sagen, haben ja politisch gesessen.


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#10

RE: Bautzen, wieviel Dummheit oder Ignoranz war nötig?

in Leben in der DDR 14.12.2015 23:40
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #6


Er hatte im Westen von seinem Vater damals viel geerbt und wollte daher.............



Hallo,
was gab es denn für Reglungen oder "deals" mit DDR-Bürgern die sich betreff erebten Westvermögen als loyale Staatsbürger zeigten?

Neben Transfer via Staatsbank zum Kurs 1:1 auch als "Bonbon" ein Konto mit Guthaben für private Genex-Importe für einen Teil des erebten Valuta-Vermögen?

Oder z.B. wenn ich an DDR-typische Immobilienpreise denke auch Unterstützung bei der Suche eines Seegrundstück mit nettem Häuschen zum Kauf?

Annahme 5 Mio DM geerbt, wieviel Erbschaftssteuer, konnte man mehr als ein Häuschen kaufen für den Rest nach Steuern?

Kaufen für den Eigenbedarf, nicht als kapitalistischer Vermieter auftreten wollend.



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#11

RE: Bautzen, wieviel Dummheit oder Ignoranz war nötig?

in Leben in der DDR 15.12.2015 00:13
von StabsfeldKoenig | 2.644 Beiträge

Zitat von 1941ziger im Beitrag #8
Naja, so scheißegal ist es nicht........ich hatte einen Kollegen (heute 80) dem hatte man 1959 drei Jahre aufgebrummt.
Er hatte ein Papierfähnchen (Rot mit SED Emblem) in der Firma verbrannt, bei ihm fand man bei der Hausdurchsuchung
zwei Fotos mit den Eltern im Vordergrund und ganz weit weg die Russenkaserne von Meissen/Bonitzsch.
Das reicht um ihm noch Militärspionage anzulasten.

Diese 3 Jahre fehlen ihm heute noch bei der Rentenberechnung und rehabilitiert ist er auch nicht.
Sein Antrag wurde 1992 abgelehnt mit der Begründung..........er ist rechtmäßig verurteilt worden.



Wieso fehlten die Jahre bei der Rente? In der DDR arbeitete man in der Haftzeit SV-pflichtig. Wurden diese Jahre bei der Umstellung der Rentenanwartschaften nach RÜG gestrichen?



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#12

RE: Bautzen, wieviel Dummheit oder Ignoranz war nötig?

in Leben in der DDR 15.12.2015 09:28
von Hanum83 | 4.759 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #10
Zitat von Hanum83 im Beitrag #6


Er hatte im Westen von seinem Vater damals viel geerbt und wollte daher.............



Hallo,
was gab es denn für Reglungen oder "deals" mit DDR-Bürgern die sich betreff erebten Westvermögen als loyale Staatsbürger zeigten?

Neben Transfer via Staatsbank zum Kurs 1:1 auch als "Bonbon" ein Konto mit Guthaben für private Genex-Importe für einen Teil des erebten Valuta-Vermögen?

Oder z.B. wenn ich an DDR-typische Immobilienpreise denke auch Unterstützung bei der Suche eines Seegrundstück mit nettem Häuschen zum Kauf?

Annahme 5 Mio DM geerbt, wieviel Erbschaftssteuer, konnte man mehr als ein Häuschen kaufen für den Rest nach Steuern?

Kaufen für den Eigenbedarf, nicht als kapitalistischer Vermieter auftreten wollend.


Loyale Staatsbürger.
Was soll denn das auf Bezug zur DDR sein, das ich mich füge als Bewohner auf ewig zum Inventar zu gehören?


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(Anton Günther)
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#13

RE: Bautzen, wieviel Dummheit oder Ignoranz war nötig?

in Leben in der DDR 15.12.2015 09:58
von Heckenhaus | 5.141 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #11

Wieso fehlten die Jahre bei der Rente? In der DDR arbeitete man in der Haftzeit SV-pflichtig. Wurden diese Jahre bei der Umstellung der Rentenanwartschaften nach RÜG gestrichen?

Stimmt wohl nicht so ganz :

Rente auch für Arbeit im Gefängnis gefordert

Strafgefangene gehen im Gefängnis oft einer Arbeit nach, einen Rentenanspruch erwerben sie dadurch aber nicht.

"Aber aufgrund dessen, dass während meiner Haftzeit weder Sozial- noch Rentenversicherungsbeiträge bezahlt
wurden, bekomme ich definitiv keine Rente, sondern lediglich eine Grundsicherung." Denn die Rentenversicherung
erkennt Arbeitsjahre im Knast nicht an; das Sozialgesetzbuch sieht eine Rentenversicherungspflicht für
Strafgefangene und deren Arbeitgeber nicht vor.

http://www.deutschlandfunk.de/strafvollz...ticle_id=322971


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#14

RE: Bautzen, wieviel Dummheit oder Ignoranz war nötig?

in Leben in der DDR 15.12.2015 10:11
von 1941ziger | 997 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #11


Wieso fehlten die Jahre bei der Rente? In der DDR arbeitete man in der Haftzeit SV-pflichtig. Wurden diese Jahre bei der Umstellung der Rentenanwartschaften nach RÜG gestrichen?


Lese mal...http://www.stern.de/noch-fragen/haftstra...1000738981.html
ich habe es mal gesucht.........im übrigen kann ich nur das sagen was er mir im Sommer erzählt hat. Er hat definitiv keinen
Nachweis das SV Beiträge gezahlt worden sind........möglicherweise war es nur in Bautzen so.
Jedenfalls mauert die Rentenversicherung hier.

Was sagt uns das.........empören über DDR Unrecht ist leicht....Unrecht fortsetzen auch.


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zuletzt bearbeitet 15.12.2015 10:15 | nach oben springen

#15

RE: Bautzen, wieviel Dummheit oder Ignoranz war nötig?

in Leben in der DDR 15.12.2015 10:52
von turtle | 6.961 Beiträge

Ich habe bei meiner Renteneinreichung eine Kopie meiner Rehabilitation mit eingereicht. Meine Haftzeit wurde für die Rente anerkannt. Mein Problem war das ich 1968 mein SVK Buch nicht mitgenommen hatte ,einiges Anderes war angeblich nicht mehr auffindbar. Hier genügte es glaubhaft nachzuweisen. Hatte Glück das die Stasi fast akribisch gesammelt hatte. Daher gestattete ich bestimmte Daten aus meinen Stasiunterlagen zum Nachweis mit einzubeziehen. Da es jedoch nur als Glaubhaft nachgewiesen zählt ,wurde es niedriger bewertet.


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#16

RE: Bautzen, wieviel Dummheit oder Ignoranz war nötig?

in Leben in der DDR 15.12.2015 11:04
von Signalobermaat | 357 Beiträge

G.Michael #3
Ich kannte den Text mit Scheißstaat als Witz u. nicht als Realität.Ich bin überzeugt es war auch ein Witz



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#17

RE: Bautzen, wieviel Dummheit oder Ignoranz war nötig?

in Leben in der DDR 15.12.2015 11:11
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Signalobermaat im Beitrag #16
G.Michael #3
Ich kannte den Text mit Scheißstaat als Witz u. nicht als Realität.Ich bin überzeugt es war auch ein Witz


OK, das nächste Mal schreibe ich es dazu, damit es auch Jeder versteht.
Micha


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#18

RE: Bautzen, wieviel Dummheit oder Ignoranz war nötig?

in Leben in der DDR 15.12.2015 11:42
von Signalobermaat | 357 Beiträge

Wie in jedem anderen Staat gab es auch in der DDR ein Strafgesetzbuch, was alle Rechtspflegeorgane zum Handeln verpflichtete, wenn rechtswidrige Handlungen bekannt wurden.
Welcher Strafrahmen angemessen war mußte vor der Gesetzverabschiedung geklärt werden.
Für den Beweis der Militärspionage reichte ein Bild mit Hintergrund eines milit. Objektes nicht aus.Da müßte ja jeder verhaftet werden, der am Flugplatz anhält um den Start einer MIG zu verfolgen.Also nicht immer alles glauben, was so erzählt wird, auch wenn es sich gut verkauft.
Auch die BRD hat ein Strafrecht,die Strafen gegen die Ordnung und staatliche Sicherheit sind ja auch nicht ohne.
z.B. § 90a Verunglimpfung eines Staates und seiner Symbole bis 3 Jahre.Oder 202 u 202 a.Briefgeheimnis und Ausspähen von Daten.
Da kann man alle Geheimdienste einsperren.
Ich wünschte mir nur, das die BRD die Strafgesetze konsequenter durchzieht und nicht jeden gleich wieder auf freien Fuß setzt, damit er weitermachen kann.In der DDR gabs den § 215 Rowdytum . Gruppenhandlungen gegen die Sicherheit und Ordnung, wurden konsequent mit sofortiger U-Haft u. gegebenfalls Schnellverfahren sanktioniert, bis zu 5 Jahren, und Ruhe war.
In der BRD geht das aber nicht, wenn man so konsequent wie in der DDR handeln würde,( Festnahme-U-Haft- Strafvollzug)würde man bei den kriminellen Delikten der BRD alle Asylunterkünfte zu U- Haftanstalten ausbauen müssen, um die Leute unterzubringen.
Warum stellt man in der BRD Handlungen unter Strafe, wenn keine Sanktionen erfolgen? Dann kann man es bleiben lassen. Mit Demokratie hat das nichts zu tun, höchstens mit staatlicher Ohnmacht gegenüber bewußt Handelnden.



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#19

RE: Bautzen, wieviel Dummheit oder Ignoranz war nötig?

in Leben in der DDR 15.12.2015 12:29
von Gelöschtes Mitglied
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Aha, was sagt man dann dazu? Glöwen GAP, wegen Umbau der Kaserne war das Regiment 6 Monate im Feldlager.
Als die Vereidigung der Neuen anstand war natürlich Besuch da. Fotos wurden gemacht, im Hintergrund Kiefernwald, schon das gab Ärger. Kamera
wurde vor Ort geöffnet und der Film etwas überbelichtet.
Micha
(Qualle: eigenes Erleben)


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#20

RE: Bautzen, wieviel Dummheit oder Ignoranz war nötig?

in Leben in der DDR 15.12.2015 14:24
von Signalobermaat | 357 Beiträge

Man kann es auch übertreiben,also Ärger ja, aber noch lange keine Anzeichen für Spionage.Man muß immer bestimmte Handlungen in eine bestimmte Zeit einordnen, und es nicht im Zeitraum 30 Jahre danach sehen.
Zur damaligen Zeit war das Fotografieren strategischer Punkte wie Kasernen, Eisenbahnanlagen, bestimmte Industrieobjekte, Brücken usw. verboten
Heut kann man sich alles via Satelit von jedem PC ansehen.da käme keiner mehr auf den Gedanken,den Film zu vernichten.
Wir haben es auch damals anders gehändelt.Den Film eingezogen,und Abzüge gemacht. Person überprüft, wenn nichts vorlag. relevante Bilder behalten und die restlichen Bilder kostenlos ausgehändigt, mit Belehrung in Zukunft keine milit. Objekte zu fotografieren.
Man kann es so oder so machen.



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